Vom Christentum heute
zum Christentum von morgen.
Die Zukunft des Christentums hat noch keine Gegenwart, aber das Entwicklungslebenschristentum ist die Gegenwart des Christentums.
Theologische Begriffskategorien
> 1000 Gegenüberstellungsbeispiele Teil bis Teil 4
Christentum heute-Christentum morgen
Gliederung
Teil 1
- Krise des Christentums-kurzer geschichtlicher Rückblick.
- Christus
- Diesseits-Jenseits-Himmel-Hölle-Der Dualismus einer zwei Reichenlehre. Spaltung in Gott (Kathedrale) und Welt (Rathaus).
- Dreifaltigkeitsdogma
- Ewigkeit
- Lebensfrieden als seeliches Gleichgewicht.
- Freiheit
- Gebet
Teil 2
- Geschichtstheologie des Joachim Fiore.
- Geschichtsinterpretation eines Meister Eckhart.
- Gewissensverständnis traditionell religiös und säkular, evolutionär interpretiert.
- Glauben+Vertrauen
- Gnade +Entwicklungsreife
- Gott + Pantheismus+Gott ist Licht.
- Gottesdienst, Sakramente, Riten, Symbolik,Paralithurgie.
- Die Gotik und das Christentum.
Teil 3
- Heil und Heilig(e/r)
- Kirche als Institution-Kirche als Gebäude, Klöster, Priester, Bischöfe,Papst.
- Nachfolge Christi als säkulare, evolutionäre Nachfolge Christi als persönlicher Entwicklungsweg.
1.Vierzehn Kreuweg-Stationen einer gotischen Kathdrale.
2. Nachfolge Christi als mittelalterlicher Weltverneinungs-
Klosterweg versus moderner Entwicklungs-Welt-Bejahungsweg.
3.Vom relgiösen Pilgerweg zum Entwicklungs-Individualisie-
rungsweg.
4.Die Nachfolge Christi als gegangener säkularer und evolu-
tionärer Nachfolgeweg Christi klerikal/christlich/religiös
interpretiert.
- Reich Gottes (Himmelreich)
- Religion,Konfessionen,Religionen
- Reformation
- Religiöses Bewusstsein
- Religiöse Vermittlung durch die Kirche, das Bildungs-wesen, die sakrale Kunst und durch Missionierung.
- Säkularisierung und Aufklärung
- Schöpfung
Teil 4
- Christlicher Schuldbegriff und Entwicklungs-Individua- lisierungs-(Bring)-Schuld einer Entwicklungslosigkeit.
- Sonn- und Feiertage
- Sünde
- Religiöse,theologische Sprache-Entwicklungs-Lebens- sprache.
- Sterben und Tod
- Theologie, Philosophie, Schöpfungslogos, Dogmatik, Mystik
- Christliche Wall-und Pilgerfahrten
- Christliche-kulturelle-wissenschaftliche Wahrheit.
- Werte, Ethik, Moral, Tugend, Gebote.
- Wille (4)
Vorwort
> Die Zukunft des Christentums verhält sich wie der Abend-stern zum Morgenstern. Der eine verabschiedet nach dem Sonnenuntergang mit der Abendröte den Tag, während der andere vor dem Sonnenaufgang mit der Morgenröte den neuen Tag verkündet. Wenn die Sonne untergeht, geht sie wieder auf der anderen Weltseite auf. Es ist das ewige Veränderungsgesetz des Vergehen und Werdens, dem auch das derzeitige Gestaltchristentum unterliegt. Es ist die Zukunft des Christentums " vom dem Christentum heute zum Christentum von morgen" als Evolutionsverlauf einer Entwicklungs-Ziel- Werde-Richtung vom traditionellen, statischen Christentums-Gebots-Jenseits Verständnis (was ich tun soll) zum evolutionären, dynamischen Christentums-Entwicklungs-Diesseits-Verständnis (was ich tun kann), an Hand von > 1000 Gegenüberstellungs-Beispielen, womit die Spaltung überwunden wird, welche erst die Religion notwen-
dig macht*.
* Der Christ der Zukunft wird ein Mystiker sein, oder er wird nicht mehr sein* .
* Karl Rahner,Theologe.
********
> Die nachfolgenden statischen (von) und dynamischen (bis/zu/r) Entwicklungs-Zielrichtungs-Gegensatzpaare der theo- logischen Begriffskategorien sind beliebig. Es wird weniger die Lehre und die Heilswahrheiten der Dogmatik,der Rituale und der Sakramentalität des sich im freien Fall befindenden Christentums in Frage gestellt,sondern es wird zu einem Entwicklungs-Lebens-Christentum eines Meister Eckhart durch Weiterentwicklung umgedeutet,weil die Lebensarmut der Hauptgrund ist für die Krise des Christentums ist.Der Genius des Christentums lässt sich nicht erneuern und reformieren, sondern nur der einzelne Mensch muss sich erneuern.
> Alles ist nur ein Zwischenbericht, eine Momentaufnahme, Zeichen des Vorläufigen, nichts Endgültiges und ständig wird nach gebessert als Verbesserung des derzeit Zweitbesten zu mehr sprachlicherer Begriffsklarheit, sachlicheren Genauig- keit, grösseren Wahrheitsannäherung, in dem die Irrtümer zu mehr Wirklichkeitsübereinstimmung korrigiert werden, was auch zu einer verbesserten Redaktion des Gesamten führt. Die Zukunft des Christentums, hier befindet sich vieles in trüber Gärung als Entwicklungswerdeprozess, aber der grosse Entwicklungszug als Evolutionsverlauf der Ent- wick- lungswerderichtung ist in allem schon erkennbar. Es werden keine Behauptungen mit einem Absolutheitsan- spruch aufgestellt, sondern es ist mehr ein demütiges for- schen, suchen und entwickeln, weil langfristige Vorhersagen, wie im Anhangtext erläutert, ein gewagtes Unterfangen bleibt. Die Lebensfrage bleibt immer die persönliche Gottes- frage. Kein anderes Wissen als von Gott haben bedeutet kein anderes Wissen als von Entwicklung haben, weil der Entwick- lungs- begriff nach dem Gottesbegriffsverständnis eines Meister Eckhart auch der Gott-Werde-Prozess im Menschen ist und damit wurde Gott endgültig aus dem Himmel geholt.
" Anhangtext: Entwicklungsvorhersagen".
*I.) Der Evolutionsverlauf erweckt in seinem äusseren Erscheinungs-bild den Eindruck einer zielhaften Entwicklung eines geplanten und in diesem Sinne auch gewollten Entwicklungsgeschehens. Bei ge-nauerer Betrachtung stellt sich aber heraus, dass der Entwick-
ungszielverlauf eigenen, indeterminierten, teleologischen, histori-
schen Gesetzen unterworfen ist und Entwicklungsereignisse und
ihre Auswirkungen nicht vorhergesagt oder beeinflusst werden können. Der Versuch aus der Vergangenheit die Zukunft zu extrapolieren und algorithmisieren, machen aufgrund der Nicht-
linearitäten des Zufalls eine kausale Evolutionsforschung unmög-
lich und spricht nur von Wechselwirkungen, Beziehungen, Einflüssen, Zusammenhängen und Synchronisation, welche zur Unschärfe, Ungenauigkeiten, Formlosigkeit, Unbestimmtheiten und nur zu (Schwebe)wahrscheinlichkeiten führen. Auch wissensbasierte Sze-
narien für einen längeren Zukunftszeitraum zu modellieren bleiben Spekulation und deshalb gilt "dass die Angst nicht zu irren der grösste Irrtum ist.
II.) Wenn wir die Gegenwart kennen, können wir nicht die undurch-
sichtige Zukunft berechnen, weil wir die Gegenwart nicht in allen Bestimmungsstücken prinzipiell kennen, weil diese den Gesetzen
der Quantenmechanik unterworfen sind und wenn Freiheit, Krisen, Glauben, Geist, Gefühle, Kreativität oder andere Bewusstseinska-
tegorien und Imponderabilien ins Spiel kommen, jegliche Kausalität zum ad absurdum geführt hat. Auch neue Erfindungen z.B. das Internet, geschichtliche Ereignisse, Traditions- und Stilwandel, öko-
nomische Krisen, Geldnöte oder Lebenswagnisse werfen jegliche Planungen über den Haufen. Weil ein individuelles auch wider-
sprüchlich ist, verläuft Einzelentwicklung nicht gesetzesmäßig und vernunftsorientiert. Jeder weiss am besten selbst, was er einmal beruflich plante und was aus diesen Träumen geworden ist. Es bestehen aber erklärbare, vorhersehbare über die Grenze des Sag-
baren, regelhafte Entwicklungs-Gesetzmässigkeiten der Entwick-
ungsprozesse, welche Einfluss auf den " Zufall " haben. Es soll also erforscht werden, was ist, um auf Grund der Unwandelbarkeit der Naturgesetze sehen zu können, was sein wird.
III.) Es geht im wesentlichen darum, wie der Wandel, die Lebensdyna- mik,die Unwägbarkeiten, Ungeplantes und das Nicht-Rationale entwicklungsmässig gedeutet werden kann. Wenn sich das System dem kritischen Umschlagspunkt nähert, entscheidet es selbst, welchen Weg es einschlagen will und diese Entscheidung wird seine Evolution bestimmen (d.h., dass Evolution offen, unbestimmt und kein Ziel oder Zweck erkennbar ist). Aber in der Systemschau wird der Prozess nicht vom blinden Zufall beherrscht, sondern stellt die Ent- faltung einer (geplanten) Ordnung und Komplexität dar, die man eine Art Lernprozess mit Autonomie und Freiheit der Wahl betrachten kann*.
* Als historisches Beispiel werden die " Zukunftsprophezeiungen "
des allbekannten, französischen Arztes, Apothekers und Astrologen " Nostradamus " genannt. Aber dieses ist ein Gestrüpp von tausend Deutungen und seine Aussagen sind bis zur Unkenntlichkeit verstüm-
melt. Jeder kann daraus vorhersagen, was er will und von seinen exakt datierten Aussagen ist keine wirklich eingetroffen.
IV.) Unbestimmtheit und offener Entwicklungsausgang sind eine fundamentale Aussage der Entwicklung. Evolutionsprozesse ent -
ziehen sich einer exakten Vorhersage und es hat sich immer ent-
wickelnd ergeben. Deshalb ist alles langfristig festgelegte entwick-
lungsfeindlich und schliesst die evolutionären Möglichkeiten des Wandels und der Veränderung aus. Die zukünftige Entwicklungs-
wirklichkeit lässt sich nicht durch Planung zu recht biegen und ein-
sperren. Irrtum, Lebenskrisen, Ereignisse und Lebensentwürfe an-
derer sind in der Planungsvernunft nicht vorgesehen, obwohl ent-
wicklungszielkausal zum Menschen zugehörig und es das suchen-
de Leben ist. Der Denkapparat darf nicht mit dem Wirklichkeits-
geschehen gleich gesetzt werden. Ich kann einfach nicht für die
ganze Welt planen, weil ich nur ein Teil bin. Der Indeterminismus
der Zukunft lässt sich nur durch Lebensvertrauen und den Glauben als allumfassende Einheit, Ganzheit und Zeitlosigkeit abdecken und absichern. Wer glaubt und vertraut schliesst alle Unwissenheit mit ein und das hat nichts mit Religion zu tun*.
* Weil der Entwicklungs-Individualisierungs-Lebensweg sein Ziel in sich trägt, ist der freie Wille eine Illusion und eine Karriere-und Lebensplanung ist mehr als fraglich.
V.) Der zukünftige Weg eines Christenmenschen führt nicht von der Gegenwart unmittelbar wie wir es gewohnt sind nach vorne weiter, weil "das Vorne" von der Vergangenheit schuldmässig vorbelegt und deshalb vorbestimmt ist. Dem Menschen kann in Zukunft nur das begegnen, was er früher war. Er kann sich nicht heute einfach wandeln zu einem Anderen und Besseren, der er sein möchte und ignoriert die Aufarbeitung seiner entwicklungslosen Vergangen- heitsschuld. Die Vergangenheit muss erst bereinigt werden, damit eine bessere Zukunft entstehen kann*.
*1.) Bevor es zur Wandlung kommt muss " der Weg des Rausches, der Lebenskrisen und der Verzweiflung" gegangen werden, weil sich der Mensch von der Gegenwartsexistenz sich erst zu lösen vermag, wenn er die Vergangenheit seiner Existenz,welche in die Zukunft hinaus als lebendige Wirklichkeit nachwirkend ist, diese auch erkennt, akzep-
tiert und durch die Auseinandersetzung damit in der Überwindung sich davon gelöst hat. Deshalb helfen Reformen oder eine Vernunfts-
einsicht wenig. Entwicklung vorwärts geht nur über Entwicklung zurück.
2.) Von der Zukunftserwartung, welche eine Weiterentwicklung der Vergangenheit ist und der Weg in die Zukunft von der Gegenwart unmittelbar nach vorne führt zur Zukunftserwartung, wo ich meine Zukunft durch Entwicklungs-Individualisierung ständig neu trans- zendiere und durch das " neu erschaffen " im Lebensgrundgefühl in Anlehnung an den Maler Salvador Dali mich am liebsten nur an die Zukunft erinnere. Dieses setzt ein abtragen der Entwicklungs-Individuali sierungs-Bringschuld der Entwicklungslosigkeit voraus, weil die Zukunft von der Vergangenheit vorbelastet ist und damit schon die Weichen für diese gestellt sind. Es ist eine neue Lebens-
auffassung, wo ich meine Zukunft im Entwicklungs-Individualisie- rungs- Transzendierungs-Prozess im " Hier und Jetzt " ständig neu erschaffe und nicht mehr von der Vergangenheit und Gegenwart, sondern von der Zukunft her geleitet werde als Vergangenheits-Nachbesserung. Dem Menschen kann auf diesem Wege nur das begegnen kann, was er selber war und heute ist, mithin nichts anderes, worunter er heute leidet und was er abwenden möchte.
3.) Der Mensch muss seine Vergangenheit aufarbeiten, indem er sich wandelt und nochmals so leben und handeln, der er einmal sein möchte. Wir sind durch die frühere Unwahrheit gebunden und müssen uns von ihr freimachen. Eine andere Zukunft kann sich nur aus einer anderen Vergangenheit entwickeln. Es ist die schon fast paradoxe Ausgangslage, dass man eine bessere Zukunft nur er-
warten kann, indem man ihr erst den Rücken kehrt und sich der Aufarbeitung seiner "Entwicklungs-Individualisierungs-Bringschuld der Entwicklungslosigkeit des nicht gegangenen Entwicklungs-
weges widmet, welche tausend Masken trägt. Die Zukunft ist nicht
in dem Sinne offen, dass ich vom Standpunkt der Gegenwart nur planen und mir neue Möglichkeiten erschliessen muss, um damit
die Zukunft zu gestalten, sondern sie ist bereits durch die Ver-
gangenheit vorherbestimmt, abgesteckt, eingegrenzt und vorentschieden worden. Wer darüber nach denkt wird erkennen,
dass der Mensch, der die unbewältigte (Schuld)vergangenheit aus-
blendet und nur nach vorne lebt, seine (Planungs)zukunft bereits hinter sich hat.
4.) Die Vergangenheit des Einzelnen wird in dem Maße zertrümmert, indem er erkennt, dass er diese Vergangenheit selber ist, dass sie lebendig ist und das in ihr seine Schuld ruht, die durch seine Lebens-
handlungen bzw. seiner Entwicklungsresistenz gigantisch ange- wachsen ist und fortwirkend sein jetziges und zukünftiges Leben
mit neuer Schuld der Entwicklungslosigkeit automatisch vorbelegt
hat. Er kann sich zwar vornehmen ein neues Leben zu leben und die besten Vorsätze besonders an Silvester fassen. Aber das nützt auch wenn ernsthaft in die Tat umgesetzt wenig, weil das neue Leben
nicht das am nächsten Tag beginnt. Der Weg in die neue Zukunft führt nur über eine Veränderung jener lebendigen Vergangenheit, welche die Zukunft erst einmal besetzt hat. Der einzelne Mensch wird ein anderer nur in dem Maße, indem es ihm gelingt, das ges-
tern, vorgestern, und der er bisher immer gewesen ist, immer noch
ist und deshalb morgen sein wird, zu durch Entwicklungs-Indivi-
dualisierungs-Transzendierung langsam zu verwandeln. Dieses geschieht in der Regel mit der Auseinandersetzung seiner eigenen unbewältigten Entwicklungsschuld-Vergangenheit eins langen, quälenden Prozesses, der sich im Stillen in der Verborgenheit des Einzelnen vollzieht.
> Das Gesetz des Lebens ist immer der Widerspruch. Die Polaritätszuordnungen zeigen die Doppelnatur des tra- ditionellen und eines evolutionären Religionsverständ-
nisses auf. Beide Sichtweisen haben je nach religiöser Überzeugung ihre volle Berechtigung, während die Letzte-
re die Weiterentwicklung des Ersten ist. Nicht die Kritik
und Spekulation zu theologischen Fragen stehen im Mit-
telpunkt, sondern die symbolische, religiöse Entwicklungs-
sinnbedeutung durch eine lebensnahe, schlagwortartige Entwicklungs-Vergleichs-Gegenüberstellung. In der Ent-
wicklung lässt sich die gesamte Religionswelt reflektie-
ren, weil das Leben alle Religion beinhaltet, welches das Leben braucht. Nur eine Religion wird ernst genommen, wenn sie nicht ausserhalb vom Leben steht. Durch die Auflösung in das Leben wird das Religiöse entmystifiziert,
ist lebensnormal und so real wie die Hand am eigenen Arm. Deshalb ist jeder Mensch religiös. Religion ist angeboren und gehört konstitutiv zum Menschsein. Die Religion und der Glaube an Gott sind vom Menschen als Anlage mit gege-
ben. Alle Lebensfragen werden behandelt, als wenn sie Religion wären. Religion ist die Substanz der Kultur und Kultur ist die Form der Religion. Die theologische Begriffs-
welt wird durch den Entwicklungslebensprozess trans-
zendiert und in die Entwicklungslebenssprache transfor-
miert und weicht zur Zeit noch diametral von der amt-
lichen Rechtslehrmeinung ab. Das Religiöse lässt sich vom Entwicklungs-Lebens-Individualisierungs-Prozess-Be-
wusstseins-Transzendierungsakt nicht trennen und ist, wenn religiös gedeutet, (Gott als das Leben selbst) immer mitge- geben und mitgesetzt*.
* I.) In der persönlichen Entwicklung liegt alle Religion eingeschlos-
sen, die der Mensch braucht. Es ist der kleine Unterschied ob Religion gelebt wird (ausserhalb von mir als lehramtlicher Akt) oder das Leben zur Religion wird (innerhalb von mir als Akt des Suchens). Das Heil ist ja nicht wo die Kirche ist, sondern die Kirche ist da, wo das Heil ist.
Die beste Religion bleibt immer, die welche hilft mich besser zu machen und besser zu sterben. Die Zukunft aller Religionen be-
steht in der natürlichen Religiosität, welche dem Menschen eigen
ist als die Entwicklung zur individuellen Menschwerdung, die Trans-
zendierung der Immanenz durch den Entwicklungstransformati-
onsprozess, welcher individualgeschichtlich wird. Alle grossen Weltoffenbarungsreligionen sind nur noch archaische Relikte, weil diese wie alles in der Welt dem Gesetz des geschichtlichen Blühens und Welkens unterliegen, während die Entwicklungs-Individuali- sierungs-Wahrheiten die Kraft der zeitlosen, religiösen Wahrheiten haben. Die Mittelbarkeit des persönlichen Entwicklungs-Indivi-
dualisierungs-Lebensprozesses religiös gedeutet ist ehrlicher, als
die abstrakte Vermittlung der Gebote, Tugenden und Wahrheiten. Wenn es theologisch ausgedrückt wird, geht es am Leben vorbei und vor dem Reformator Martin Luther sprach Gott nur Latein, obwohl das Christentum keine eigene Sprache besitzt, sondern die Sprache des Lebens ist.
II.) Die Individualität ist die begriffliche Fassung des Lebens und der Einzelne ist nur wahr und existiert wirklich, wenn er individuell wird. " Die Seele "wird als Lebensmetapher für den Individuations-Entwick-
lungs-Transzendierungs-Prozess verstanden, weil im Sinne von Meister Eckhart das Leben der Seele im Grunde genommen das göttliche Leben selber ist, weil Gott in jedem Einzelnen sich selber werden will. Die religiöse Sinndeutung der Evolution als die Entwick-
lungsindividuation im Lebens- und Berufsalltag und vom Leben an -
ders zu denken ist das, worauf es ankommt. Durch die Entwicklungs- sichtweise wird die Lebensempfindung zur Religion und das Leben erhält " quasi " eine religiöse Weihe " als Privatreligion " und die
Religion wird in ihr Wesen aufgelöst. Die Zukunft der Religion ist die Religion " zum individuellen " Christ werden und Christ sein " als evolutionäre, säkulare Nachfolge-Christi auf dem persönlichen Entwicklungsweg, scheinbar unreligiös, aber tief religiös zugleich,
wo die Lebensarmut als die grösste Schwäche der Religion über-
wunden wird, weil bisher keine Religion wirklich das diesseitige
Leben des Menschen bisher verändert hat. Die Tradition fortfüh-
ren, wo Tradition immer weniger gilt, kann nicht der richtige Weg sein. Das bspw. überlieferte Traditionschristentum ist für die Zukunft schwer annehmbar, weil zu dogmatisch, idealistisch, welt-,lebens- und theologisch sprachlich weltfremd, obwohl ein religiöses Erbe tausend mal mehr wert ist als ein grosses finanzielles Erbe. Was zu mehr Gotteswahrheit und Gottesnähe führt, wird immer als " wert-
vollster Schatz " der Menschheit betrachtet.
> Die Gegenüberstellungen sind nicht nach streng theolo- gischen Kriterien und wissenschaftlichen Methodenzwang vorgenommen worden. Den Autor stört es auch nicht, wenn er akademische, universitäre Methoden, kanonische Fach- regeln verletzt hat oder sogar das Präsumption einer Fachwissenschaft, dass diese Gedanken kein anderer zuvor gedacht haben dürfte. Es sind oft gewagte, theologische Entwicklungsexplikationen als Gedankensplitter, Entwick- lungsanalogien, metaphorische Erkenntnis-Interpretati- onen, abstrakte, quantentphysikalische Bestätigungsfakten, geschichtliche Entwicklungslinien und Glaubensvernunfts- tatsachen, die jetzt auch durch den wissenden Verstand in neuer Entwicklungs(individualisierungs)gestalt begründet werden können. Viele Aussagen werden von Meister Eckhart alimentiert oder sind dem Gotischen-Lernprinzip entlehnt*. Es ist die zwangsläufige,natürliche geschichtliche Weiterent- wicklung des Christentums und weil schon der Weg in der säkularen, evolutionären Nachfolge Christi schon gegangen wurde, deshalb auch für jeden nachvollziehbar ist obwohl die evolutionäre These erst einmal im krassen Gegensatz zum Schöpfergott steht, aber nicht mehr von der Hand zu weisen ist und überall in Erscheinung getreten ist*.
* In eigener Sache: Das Urteil des Gewissens ist für den Kirchen-
lehrer Thomas von Aquin die letzte Instanz, nach der sich der Mensch zu richten hat, auch wenn er damit der offiziellen Kirche widerspricht und sich gegen Gelehrtenmeinungen, lehramtliche Entscheidungen wie gegen Konzil und Papst ausspricht. Damit hat auch die Kirche dem Gewissen(sfrieden) des Einzelnen die Priorität vor der Wahrheit zuerkannt. Was in Freiheit gedacht ist, kann nie die Freiheit eines ande-ren einschränken, sondern nur zu grösserer Freiheit führen. Wer sich selbst frei denkt, ehrt alle Freiheit auf Erden. Wer in der Freiheit steht kann auch den Verlauf der (Kirchen)geschichte über Jahrhun- derte ändern. Es hat sich immer noch nicht überall herum gespro- chen, dass nur Träumer die Welt verändern. Alle Kirchen leben von ihren so genannten (kirchenuntreuen) Ketzern und die christliche Kirche lebt besonders von ihren grossen Ketzern wie z.B. Meister Eckhart. Die Frage wird später beantwortet, ob das Geschriebene wirklich noch das Wort Gottes ist oder mehr dem menschlichen Bewusstsein entspringt, was der Autor als Wahrheit erkannt zu haben glaubt.
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Krise des Christentums
Kurzer geschichtlicher Rückblick.
> Das eschatologische Christentums des Westens ist ins Diesseits gelaufen und darin entleert worden und seine religiöse Substanz ist verbraucht. Die Entleerung dieser Welt ist endgültig und umfassender, als was die beiden Weltkriege im letzten Jahrhundert angerichtet haben Die eschatologi- sche Kraft des abendländischen Menschen, die Gesamtheit religiöser Vorstellungen von den letzten Dingen, d. h., vom Endschicksal des einzelnen Menschen und der Welt, jene elementare, religiöse Dynamik, die in den Tiefen einen jeden einzelnen Menschen wurzelt, ihn geformt und geprägt hat, der alles entspringt, alle kulturelle Substanz aufbaut und die Ursache allen kulturellen Fortschritts. Heute wird keine neue religiöse Substanz mehr gebildet, sondern nur Bewegungen dies-er Art,welche nur vorübergehend sind und in der Ent- täuschung enden. Die religiösen Kräfte des Christentums finden sich in den Begriffen des Fortschritts, der Entwicklung der Ideen und Ideologien und ist die bewusste Fassung, die von allen gesellschaftlichen Schichten akzeptiert und ver-
standen wird und die Zukunft des Abendlandes wird aus- schließlich vom Pessimismus bestimmt.
> Die eschatologische Kraft des abendländischen Menschen, jene elementare,religiöse Dynamik, die in den Tiefen einen jeden einzelnen Menschen wurzelt, ihn geformt und geprägt hat,der alles entspringt und alle Substanz aufbaut und die Ursache allen kulturellen Fortschritts, ist erloschen.Diese starken, mytischen Kräfte in der Tiefe des abendländischen Menschen sind religiöser Natur, die sich dem bewussten Zugriff entziehen und umso mehr unheimlich wirksam sind.Die Geschichte hat nicht mehr die Kraft die Menschen zu tragen und der Mensch hat wegen fehlender Entwick- lungssubstanz nicht mehr die Kraft die Geschichte zu formen und steht nur noch sich selbst gegenüber. Es ist der Entwick-
lungsweg der späten Zivilisation, dass der einzelne Mensch erst nach unten gehen muss, um den Weg in die persönliche Freiheit zu finden.Der Mensch existiert nur noch aus der Zersetzung der kulturellen Restsubstanz und wenn diese aufgebraucht ist nur noch das künstliche Korsett der Ge-
setze alles zusammenhält.Zum ersten Male in der Geschichte steht der Mensch überall nur sich selbst gegenüber. Wenn eine Geschichtsepoche vorüber ist, versagen plötzlich ihre
Werte und ihre Methoden. Von der Bewusstseinserkennt-
nis ging die Krise aus, welche nie die Totalität des Menschen erfasst und das Ganze darstellt und deshalb in die Krise der Bewusstseinserkenntnis schliesslich führen muss*.
* Abschnitt 1+2 erfolgte in inhaltlicher Textanlehnung an Hans Zehrer, "Der Mensch in dieser Welt",Rowohlt Hamburg,Stuttgart 1949.
> Der Mensch wird ohne Eschatologie an die Anfänge seiner Geschichte zurückgeworfen. Ohne Geschichte ist sein Zu- stand ohne Substanz und Wurzeln, was einmal als abend- ländisch erkannt und empfunden wurde. Ohne Geschichte sein bedeutet nicht ohne Erwartung sein. Das Ende der Eschatologie stellt das Ende der auf die Zukunft gerichtete Erwartung der Linie dar,ob sie nun chiliastisch oder apo- kalyptisch bestimmt ist. Dieser Mensch steht vor der Wand des Nichts und der absoluten Leere. Das ist die Haltung des allgemeinen Nihilismus der zum Phänomen der Straßen, Märkte und Medien geworden ist. Sie ist die Ursache für die rapide Entleerung. Fest steht, dass wir uns inmitten einer neuen Weltstunde eines religiösen Ereignisses befinden, wo sich das Jenseits im Diesseits offenbart (Gott ist im Jenseits diesseitig) und religiös zu Ende gedacht wird. Das wir uns nach 2000 Jahren auf das Jahr "eins" hin bewegen und dass wir zurück streben mitten in das so genannte Urchristentum hinein, in das Zentrum der evangelischen Wahrheit, wo die eigene Nachfolge Christi selbstverständlich war und alles zuvor nur eine Inkubationszeit für das Entwicklungs-Lebens-Christentum war..Das Erlöschen des Unendlichkeitsdenkens innerhalb der Naturwissenschaft entspricht dem Erlöschen des eschatologischen Elementes innerhalb der Geschichte.
> Die Wissenschaft hat keine Disziplin mehr, die über die Einheit einen wissenschaftlichen Weltbildes verfügt.Sie hat sich in das Spezialistentum zersplittert und ist den Weg in die Ebene mit gegangen der die gesamte europäische Neuzeit kennzeichnet. Die beiden Grundpfeiler der Wisssenschaft
"Geschichte und Naturwissenschaft" sind zusammen ge- brochen. Die Geschichte durch das Erlöschen der eschatolo- gischen Dynamik und die Naturwisssenschaft durch den Umsturz der klassischen Physik durch die Mikrophysik, welche die rationalen und intellektuellen Grundlagen entzogen haben, auf dessen sie begründet waren.
> Der erste Grund für das angebliche Scheitern des Christen- tums ist die Aufklärung. Rene Descarte spaltete die Welt in zwei von einander unabhängige Bereiche der "res extensa" und der "res cognita",in Materie und Geist. Es ist das "cogito ergo sum ", die Selbstgewissheit des Bewusstseins,welches sich an die Stelle der Selbstgewissheit der religiösen Er- fahrung gesetzt hatte, hat die Philosophie der Neuzeit über Berkeley, Kant, Schopenhauer bis zu Gentile die alleinige Realität des Bewusstseins vertreten und die natürliche sichtbare, greifbare Umwelt des Menschen entwertet und ausgeschaltet. Sie hat damit vom Bewussstsein d.h., vom " Ich her" die Welt aufbauen müssen und dieses ist die Folge jenes verzweifelnden, bohrenden Denkens der letzten drei Jahrhunderte, dass schliesslich am Subjektivismus schei-
terte und das Denken in den Nihilismus geraten ist. Als unfertiges und unvollkommenes Wesen ist der Mensch weder von seiner Ver- gangenheit noch von seiner Gegen- wart her zu bestimmen, sondern er ist nur von dem Zukünftigen her zu erfassen. Er ist nicht vom Terminus "a quo", sondern vom Terminus "a quem" zu begreifen, also vom Ziel seiner Entwicklung einer (Friedens)vollkommenheit zu gelangen.Aber diese Spaltung von Materie und Geist ist durch die Quantenphysik zum ad absurdum geführt worden und nur der Geist ist der Quellgrund für jegliche Materie
> Die Frage nach der Erkenntnis, die ein halbes Jahrhundert lang die Frage der Erkenntnis Gottes ablöst, kehrt heute wieder zu ihrem Ausgangspunkt zurück, nachdem sich die Erkenntnistheorie, die sich der Mensch der Neuzeit ausge- dacht hatte, vor dem heutigen Geschehen sich als machtlos erweist und sich dort, wo weiter mit ihr gearbeitet wird nur relativen Charakter besitzt und das hintergründige Wesen der Erscheinung nicht erkannt wird. Wenn eine Geschichts- epoche vorüber ist, versagen plötzlich ihre Werte und ihre Methoden. Bewusstsein und Erkenntnisbildung kann sich nur auf der religiösen Ebene vollziehen und hat sich immer nur auf ihr vollzogen. Das Religiöse lässt sich vom Entwick-
lungslebensprozessakt (als mehr Gottwerdung) nicht trennen und ist immer mitgegeben und mit gesetzt.Das eine ist eine Tatsache, die dem heutigen Menschen neu ist, weil er Kenntnis mit Erkenntnis verwechselt und weil ihn die Fülle von Kenntnissen, die er besitzt und an die er glaubt, dass Wissen Macht sei, aber er trotzdem machtlos ist,weil nicht der Mensch Entwicklung, sondern die Entwicklung den Menschen macht.
> Die Weltanschauung des heutigen Menschen ist nur durch das Bewusstseins gesichert und der Zeit verhaftet.Von der Bewusstseinserkenntnis ging die Krise aus, welche nie die Totalität des Menschen erfasst und das Ganze darstellt, weil der Mensch glaubt das zu sein, was er sich bewusst ist und deshalb in die Bewusstseinskrise der Erkenntnis schliesslich führen muss, weil der Mensch das ist, was er sich nicht bewusst ist. Wir besitzen im Grunde genommen gar keine Erkenntnistheorie.Wir besitzen nur den Glauben an die Macht unseres Bewusstseins, dass wir alles erkennen kön- nen was uns, um uns und in uns geschieht.Die Ideologie des Materialismus ist eine tote Idee, worauf man seine Gebor-
genheit und Gewissheit gründet und diese wird sich als Illusion entlarven,wenn sie nicht in die De-und Entmateriali- sierung mündet,das alles nur zum Entwicklungs-Individua-
lisierungszweck da ist. Die Gottesidee wurde durch den om- nipotenten Menschen ausgewechselt als die Formel "Gott und Bewusstsein sind identisch" und der Staat, die Gesell- schaft, das Geld, die Wirtschaft, die Wissenschaft, die Kultur,
die Ratio etc. werden als absolut als das Ganze und nicht relativ gesehen und in der gesellschaftlichen Vereinnahmung dort Lebenshalt und Lebenssicherheit gesucht. An dem Versuch, "das persönliche Heil in die eigenen Hände zu neh-
men", sind aber bisher alle Ideologien und Gesellschafts-
formen gescheitert.
> Das auf die Kultur begründete und gesicherte Bewusst-
sein des einzelnen Bildungsmenschen ist gar nicht das Bewusstsein des einzelnen Menschen selber, sondern es
ist das geschichtliche und wissenschaftliche Bewusst-
sein aller Menschen als Spiegelbild der äusseren angeig-
neten und erarbeiteten Umwelt des Menschen, dass ihn
von der Angst befreit und ihn mehr Freiheit zu geführt,ihn bestätigt, Sicherheit verleiht und den einzelnen Menschen
aber in Besitz genommen und intrumentalisiert hat, aber
dem Individualisierungsstreben des Einzelnen entgegen steht. Der Mensch hat seine gesamte Existenz auf dieses Bewusstsein begründet und dieses Bewusstsein wiederum ist begründet auf die äussere Kultur des Menschen.Erst durch die Bestätigung seitens des Kollektivs wird die künstliche Umwelt der Kultur zur lebendigen Wirklichkeit.
Solange die Gesellschaft intakt ist, stimmt mein Bewusst- sein. Befreit von der Qual der Ungeborgenheit und Un- vollkommenheit in der Bestätigung durch das staatliche Kollektiv wird alles leicht und alles erhält seinen Sinn.
Kultur und Bewusstsein werden dann zu Werten an sich. Schwan- ken aber die gesellschaftlichen Werte, ist auch mein Bewusstsein am schwanken.Das Bewusstsein des Menschen ist Nichts gesichertes und konsistentes, sondern etwas unge- wisses und labiles. Es bedarf nur einer Veränderung oder eine Krise, welche die Sicherheit des Bewusstseins erschüt- tert als Beweis, dass auf das Bewusstsein kein Verlass ist.
Es ist ein Bewusstsein, was schon bereits einen Entartungs-und Veränderungsprozeß durchlaufen und sich abgeriegelt und verschlossen hat. Der Mensch fällt wieder in die Urangst seiner metaphysi- schen Ungeborgenheit und Verlorenheit zurück.Denn die Ungeborgenheit seiner Existenz in der äus- seren Welt entspricht der Ungewissheit seiner Existenz in der inneren Welt. Der Mensch beginnt wieder zu begreifen, dass seine Selbstherrlichkeit, seine Autonomie auf schwachen Füßen steht und dass sein Leben sich nicht mehr darauf begründen lässt.
> Beim Bildungs-Kultur-Lernen hat Mensch seine gesamte Existenz auf die äussere Kultur und sein selbstherrliches Ich-Bewusstsein gegründet und dieses wird durch die Bestäti-
gung der Anderen und Legalisierung zur (absoluten) unum-
stösslichen Wirklichkeit. Die Erscheinung und das Wesen der Erscheinung oder wie es der Philosoph Immanuel Kant einmal sagte "das Ding an sich " werden gleichgesetzt. Alle (Kultur)werte sind nicht mehr nur Gleichnis und Chiffre für etwas, sondern erhalten einen Eigenwert, welche den Menschen in ihren Dienst zwingen, entleeren und abhängig machen. Kultur und Bewusstsein weist damit nicht mehr über sich hinaus auf etwas, das hinter diesem steht und durch dieses verwirklicht werden soll, sondern verweist nur auf sich selber und bestätigt das Bewusstsein des Men-
schen der dieses schuf und als gegebenes Faktum hin-
nimmt. Kultur und Bewusstsein sind Mittel die zur Ver-
wandlung führen, aber sie sind diese Verwandlung nicht selber. Sie sollen diese nur ermöglichen. Beim Entwick-
lungs-Kultur-Lernen besteht der Mensch nicht nur aus Bewusstsein, wie die Wissenschaft seit Descartes ihm glaubhaft zu versichern versucht hat, sondern dass sein Wesen noch über weitere Kräfte verfügt,was vom Be-
wusstein nicht zu erschliessen ist. Der ganze Mensch ist
nur zum geringen Teil ein bewusstes Wesen, Kultur und Bewusstsein tragen keine Wirklichkeit in sich und sind nur Mittel zum Individuationszweck. Sie sind nur labile Größen, die nicht aus eigener Kraft getragen und erhalten werden und abhängig von der Kraft des Menschen sie zu tragen, zu pflegen und weiter zu entwickeln. Das ganze Kultur- und Bewusstseinsgebäude bricht in dem Augenblick zusam-
men, indem diese Erhaltungs- und Erneuerungskraft des "homo faber" nachlässt und zu erlahmen beginnt. Das Bewusstsein des Menschen ist nichts gesichertes, festes
und verlässliches, sondern etwas unzuverlässiges, un-
sicheres, unplanbares und undefinierbares. Es bedarf nur weniger Schwankungen, Veränderungen, Modenwechsel, Lebens-,Werte- und Weltkrisen oder einer falschen Ent- scheidung, um den Menschen wieder in die magische Schicksalswelt sinken zu lassen. Hier beginnt der Einzelne wieder zu begreifen, das Sein und Bewusstsein,das Wesen hinter der Erscheinung und die Erscheinung selber nicht identisch sind, dass seine Selbstgewissenheit, seine Autonomie auf schwankenden Füßen steht und seine Lebensexistenz sich nicht mehr alleine darauf begründen lässt und einer weiteren Fundamentierung bedarf auch wenn es legalisiert ist. Kultur und Bewusstsein sind Mittel die zur Verwandlung führen, aber sie sind diese Verwand-
lung nicht selber.Erst in der Verzweiflung beginnt dann das neue Suchen*.
* Beim Bildungs-Kultur-Lernen endet das Mittelalter mit der Erkenntnis, dass der religiöse Raum leer war gab sie ihm die religiöse Energie seines Wesens, die auf den Raum ausgerichtet war, wieder zurück, denn sie war sinnlos geworden und es war der Beginn der Naturwissenschaften (Makrophysik). Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen wird das Bildungs-Kultur-Lernen als unvollständig betrachtet, weil die Naturwissenschaften als Platzhalter den religiösen Raum besetzt haben, der aber nicht leer sondern voller fribrierender Ener- gie und eine Wissenschaftswelt für sich ist.Es existiert im Innersten der Materie nichts Dinghaftes mehr, sondern nur Energie, die alles in Bewegung hält.Gedanken sind nicht nur Mittel der Logik, zur Er- kenntnis, des Wahr- nehmens und zum Verstehen, sondern Selbst- gestaltungs- kräfte und bewegte und gesteuerte Energie (Mikro- physik). Die Gebote wurden zur Gesetzmässigkeit. Der abstrakte religiöse Glaube für fromme Menschen wurde zu einem objektiven Begriff und zu einer wissenschaftlichen Kategorie, weil die Materie- atome sich entsprechend nach der Glaubenstatkraft ausrichten und die Materialismus-, Um-und Lebenswiderstände steuern. Der Schuld- und Sündenbegriff des Christentums wird zur Entwicklungs-Individua- lisierungs-Bringschuld einer Entwicklungslosigkeit. Der theologische, philosophische Gottesbegriff wurde zu Quantenwellen, welche den nicht-materiellen Urgrund aller Materie bilden. Die Quanten- oder Mikrophysik ist kurz gesagt, wenn unbeobachtet, alles eine Welle und wenn beobachtet, alles ein Teilchen.
> Der Einzelne ist zum Funktionär und Spielball der Bil- dungsnormen und des gesellschaftlichen Kollektivs ge- worden. Aus der Entwicklungsbrille betrachtet ist die Bildungsaufklärung des Bildungs-Kultur-Lernens nur vor- kulturell und eine Vor-Bewusstseinsstufe, während die Aufklärung der Aufklärung durch das Entwicklungs-Kultur-Lernens bei jedem Einzelnen zur wirklichen Kultur und
zu einem vollem, klaren Ganz-und Einheits-Bewusstsein
wird. Jedes Relative setzt etwas Absolutes voraus und macht nur Sinn, wenn etwas Absolutes ihm gegenübersteht. Der Kern unserer Krise ist das mangelnde Bewusstsein als kulturelle Krise d.h., die unvollendete Aufklärung auf die heutige Art und Weise wieder aufzunehmen.Die objektiv gewordene Kultur besitzt keine Autorität mehr und ruft
auch nicht zur Entwicklungsverantwortung auf. Es ist die Feststellung von dem Philosophen Friedrich Nietzsche,
"dass die Kulturtradition die wahre Natur des Menschen unterdrückt und wir einer Kultur angehören, deren Kultur in Gefahr ist, an den Mitteln der Kultur zu Grunde zu gehen".
> Reife und hohe Kulturen schaffen immer Menschen, die viel darstellen,aber wenig sind, weil sie ihr eigentliches Selbst und Wesen bis zur völligen Entleerung an die Formen und Mittel ihrer gesellschaftlichen Lebenswelt fortgegeben und anvertraut haben, in der sie sozialisiert worden sind und Gegenschläge nach sich zieht.Die Menschen werden nur noch wahrgenommen was sie darstellen, aber nicht mehr was sie wirklich sind.Die Menschheit hat auf ihrem Weg durch die Jahrtausende eine stattlich Anzahl hoher Kulturen hervor gebracht die auf dem Höhepunkt ihrer Entwicklung immer dieselbe Erscheinung des Niederganges und des Verfalls zeigten, die sie schließlich wieder in das Nichts des Anfangs zurück sinken liessen. Die Ursachen des Verfalls waren über all die Gleichen. Die Selbstherrlichkeit des Menschen Kultur und Bewusstsein autonom zu setzen. Dass der Mensch Kul- tur-und Bewusstsein mit der Schöpfung und dem Sein, das Wesen und das Wesen hinter der Erscheinung verwechselte und dass er sich infolgedessen allein auf Kultur und Bewusstsein begründete und die Fähigkeit des Getra- genseins durch das "göttliche Gegenüber" als Kultivierungs- bewusstsein einbüsste. Das System muss zusammen bre- chen, weil es eine alte Auflage und Wiederholung ist der alten nur auf bewusstseinsbegründeten Systemen ist. Jede Krise vernichtet immer etwas, worauf der Mensch die Sicherheitsgewissheit seines Bewusstseins und Selbstbe- stätigung gegründet hatte, was nicht das Ganze ist.Erst wenn der Mensch sich wandelt, erkennt er den Sinn und die Ursache der Krise. Es ist das Schicksal der späten Zivilisation, dass der Mensch erst nach unten gehen muss, um den Weg nach oben zu finden. Die Totalität ist nur der dunkle Weg, um die Autorität zu finden.
> Aus der relativen, mittelbaren Welt kann nicht die Rettung, Befreiung,ein sicherer Boden und die Auflösung meiner Ängste und Sorgen kommen.Die wirklichen Zukunftsfragen werden erst gestellt, wenn die grossen Niederlagen zu verarbeiten sind, die satte und selbststolze, bürgerliche, systemische, technikgläubige Existenz zu Ende geht und es wird jedem dann jedem einleuchten, wie sinnlos diese Exis- tenz war, weil sie sich alleine auf die Dinge, Techniken und Weltvertrauen gegründet hatte. Es fehlt die metaphysische Tiefe des materialistischen Weltbildes, sein Mittel-Zweck- Sinn und seine Zielhaftigkeit, ausser daß es zu Ende ist.
Dann müssen erst einmal die Enttäuschungen und entwick- lungslosen, verlorenen Lebensjahre verarbeitet, Schuldzu- weisungen an die Politiker verteilt, die Lebenstrümmer bei Seite geräumt werden und wir eingestehen müssen, zu den falschen Göttern gebetet zu haben haben. Eine Deutungs- erkenntnis einer Krise ist vom Boden der Existenz nicht möglich, weil diese keinen Zugang zur ursächlichen Totali-
tät besitzt. Die Zukunft lässt sich nicht erforschen, weil die Zukunft offen ist und sich entwickelt." Wir irren uns empor und leiden unter den Wehen einer ungeborenen Entwick- lungszeit ".
> Der Mensch darf sich nicht alleine auf die Ziviliationskultur und das Bildungsbewusstsein begründen und seine Sicher- heitsexistenz davon abhängig machen (Aussenblick), weil
das einer anderen Begründung eines Entwicklungsbewusst- seins (Innenblick) bedarf. Kultur und Bewusstsein sind nur subjektiv und nicht objektiv, gelten nicht als absolut und stellen nur einen Ausschnitt aber nicht das Ganze dar. Die abgesicherte Kultur-Bewusstseins-Lebensseite sind nur die sichtbaren geschätzten fünf Prozent es Ge-und Bewussten als vermeintliches sicheres Wissen, während die universelle Seite als Totalität des Ganzen die 95 % der unsichtbaren Welt des Wissens miteinschliesst.Wenn der Mensch der Katas- trophe Wirklichkeit zubilligt, dann hat er den Blick für den mittel- baren, gleichnishaften Charakter einer Um-und Mit- welt verloren.Wenn die Frage nach einem grossen Menschen gestellt wird kann diese nur beantwortet werden, wenn man weiss, von wem der Mensch bestätigt wurde und wie er sich begründete*.
* I.) Vom wissenschaftlichen und technischen Fortschritt auf der Horizontalen als ein Näher-und Weiterkommen (von der Bewusst-
seinserkenntnis ging die Krise aus, welche nie die Totalität und das Ganze darstellt, weil der Mensch ein unvollkommenes Wesen ist und glaubt das zu sein, was er sich bewusst ist) zum wissenschaftlichen und technischen Fortschritt als ein nur Zuende- und zum Wende-
punkt zu kommen in Richtung der Vertikalen, was Jahrhunderte lang schon den Verfallskeim der Auflösung in sich trägt, als eine Form der Selbstzerstörung (und deshalb in die Bewusstseinskrise der Erkennt-
nis schliesslich führen muss, weil der Mensch das ist, was er sich nicht bewusst ist).
II.) Ein historisches Beispiel für das Materialismusvertrauen und des- sen Verfall und damit verbundenen mehrmaligen Neufang, wo Sein und Bewusstsein gleichgesetzt wurde was es nicht ist, zeigt uns die deutsche Neuzeitge- schichte. Wer im Jahre 1949 in Deutschland " fünfzig Jahre alt " war, hat in seinem Leben mindestens sechsmal von vorne anfangen müssen. Zum ersten Male 1919 nach dem ersten Welt- krieg, dann 1924 nach der Inflation, 1933 nach der Wirtschafts- krise, mindestens einmal zwischen 1939 und 1945, schliesslich nach dem Zweiten Weltkrieg und letztendlich am 20. Juni 1948 dann mit der Einführung der deutschen Mark. Die Ursache war immer die Gleiche, weil Bewusstseins(realität) und die Seins(wirklichkeit) gleichgesetzt wurde und zur Spaltung (Neuanfang) geführt hat.
> Denn alle kulturellen Werte waren nicht möglich ohne die Religion. In allen bekannten geschichtlichen Kulturen ist Religion wesentliches Element der Kultur und ihre be stimmende Mitte. Fast 90 Prozent unserer Gesetze und kulturellen Werte haben ihre Wurzeln in der Bibel. Es gibt keine religionsfreie Kultur ausserhalb der modernen, tech- nischen Zivilisation.Religion und Kultur gehören zusammen wie der Schlüssel zum Schlüsselloch, aber die Kultur und Kunst kann nicht zur Religion gemacht werden.Der abstrak-te Geist liegt tiefer als die sinnliche Anschauung,der Begriff Religion wiegt schwerer und ist geschichtlicher als die Begriffe der Kultur und Kunst. Ob Europa in dieser weltge- schichtlichen neuen Konstellation von Kultur und Religion zu jener zeugenden, geistigen Kraft, aus der es sich geformt hat und gross geworden ist zurückfindet, hängt vom dem Religi-
onsverständnis der Zukunft eines Meister Eckhart ab, ob sich eine Religion als "Entwicklungs-Individualisierungs-Christen- tum" durchsetzt. Alle grossen Kulturfragen der Menschheit hängen davon ab, wie viele Menschen bereit sind sich auf ihrem Entwicklungsweg zu individualisieren und ein Einzel- ner zu werden statt zu sozialisieren und die Selbsttreue
der Selbstverleugnung vorzieht, weil nur der Einzelne vor Gott gestellt.Die Zivilisation kann nur noch verteilen, aber nicht mehr verzichten und kulturelle Substanz entsteht erst in der Individualisierungsaskese. Wir überlassen dem Staat,den Bildungsträgern, den Kirchen, den Museen, den schönen Sonntagsreden etc. unsere kulturelle Entwicklung.
Die kulturellen Schöpfungen des Menschen wie Kunst,
Literatur, Musik, Architektur, Philosophie, Religion etc.sind nie Allgemeingut und auch nicht kulturell von den vielen Einzelnen internalisiert worden,sondern nur im Geistesbesitz von Einzelnen,im staatlichen Besitz von Kulturgütern oder
im Internet abrufbar*.
* Bildungs-Kultur-Lernen ist die Wahrheit suchen in den kulturellen
Verkleidungen der Wissenschaft, Kunst, Religion, Musik, Dichtung, Philosophie, Schriftstellerei, Malerei, Literatur, Architektur und der Bildungsgleichen mehr. Aber dieser kulturelle Ausdruck weist nicht mehr über sich hinaus auf etwas, was hinter ihr steht, was durch sie verwirklicht werden soll und wozu der Mensch durch seine Entwick- lung fähig sein kann und deren Aufgabe es ist. Sie weisen nur auf sich selber und bestätigt das Bewusstsein des Menschen, der sie schuf und vermittelt das Gefühl eine Vollkommenheit erreicht zu haben, wo das Sein und das Bewusstsein, das Wesen der Escheinung und die Erschei- nung selbst als Lebenseinheit sich decken.Siehe Textfortsetzung Nr.85 in Kulturlernen-3
> Religion ist die Substanz der Kultur und Kultur ist die Form der Religion und Europa hat die Grundlagen seiner kultu- rellen Identität ver- loren. Wirtschaftswachstum, Wissen- schafts-,Geld-Konsum- und Fortschrittsgläubigkeit ist die Religion unserer Tage. Wir suchen im Grunde genommen alle bewusst oder unbewusst nach Spirituellem oder nach einem Ersatz, weil Religion ein fundamentales Bedürfnis des menschlichen Lebens ist und dieses sich nicht rational oder material befriedigen lässt. Welt und Religion sind nur zusam- men überlebensfähig. (Die Mehrheit der Deutschen ist nach einer unkonfessionellen Umfrage religiös und der Gottes- glaube wird statistisch mit 53% angegeben). Der Kreislauf des Vergehens und Werdens ist aber ein ehernes Entwick- lungsgesetz, dem sich die Religion auch nicht entziehen kann.Die vorherrschenden Religionen sind nicht mehr ge- genwartsfähig und das z.B. überlieferte Traditionschristen- tum ist für die Zukunft schwer annehmbar, weil zu dogma- tisch, idealistisch, welt-, lebens-und theologisch sprachlich weltfremd und die vorherrschenden konfessionellen Religi- onsgemeinschaften helfen dem Einzelnen für die Beant- wortung seiner konkreten Lebensfragen nicht wirklich weiter. Siehe Textfortsetzung in Die-Zukunft-des-Chris- tentums
> Das Konfessionelle, Dogmatische, Institutionelle hat aus- gedient, aber nicht das Religiöse. Früher wurden die Frei- heiten der Religion untergeordnet und endeten meisten damit als dogmatische, geistige Norm, während beim Entwicklungs-Lebens-Christentum die Religion erst entdeckt und zurück errungen wird als höchste Entwicklungsstufe einer Religion einer individuellen, seelischen Erregtheit. Es ist die Sehnsucht nach (un)kirchlicher Erneuerung, die auf eigener Erfahrung gründet und zu ihrem Ursprung zurück- führen will von allem kirchlichen Beiwerk befreit ohne Substanzverlust. Die göttliche Botschaft muss auch den Zeitgeist in sich aufnehmen, ohne dem Zeitgeist zu verfallen, wenn diese ernst genommen werden will. Die Kirche ist nur noch eine Institution des positiven Rechts, die um ihre Daseinsberechtigung ringt und die Lehrautorität der Kirche
überzeugt nur noch wenige. Das Wesen einer Autorität ist immer die Ruhe als Sicherheit, aber weil diese erschüttert ist, ist sie ihrer Autorität beraubt und deshalb kann keine der vorhandenen institutionellen Kirchen die Ekklesia des Neuen Testamentes sein. Die Tradition fortführen, wo Tra- dition immer weniger gilt, kann nicht der richtige Weg sein. Wenn die Kirche unglaubwürdig wird, hilft die Evolution bei der Suche nach einem neuen Weg*.
* Die ehemalige Christianisierung ist heute nur noch eine ober-
flächliche, unbedeutende Randerscheinung. Mit der Bekehrung zum
Christentum bildete sich der deutsche Volkskörper, aber die Kirche war bei unseren Vorfahren im germanischen Volksgeist immer ein Fremdkörper und nur übergestülpt .Weil die romanischen und germanischen Völker das Christentum von den Römern in lateinischer Sprache übernommen wurde, war es nie verwurzelt und es wurde nie internalisiert. Der einzelne Mensch hat sich seit über 1000 Jahren (Tradition) kaum religiös weiter entwickelt. Wenn es mit der Väter- religion nicht mehr weitergeht, sucht sich der Weltgeist ein anderes Medium (in Abwandlung an Hegel). Das Christentum war essentiell eine unvollkommene Religion und wie Martin Luther meinte einer neuen Inhaltsinterpretation bedarf und mit neuer Bedeutung gefüllt werden muss, wenn es nicht untergehen soll. Wenn alle Geschichte menschliche Heilsgeschichte ist, dann muss "die Anwesenheit Gottes" auch in den Zeichen der Zeit und der Welt zu entdecken sein und dass Religion nur mit Kirchturm, Theologie, Altäre, Wallfahrten und ordi-
nierten Klerus zu tun hat, gehört dann der Vergangenheit an. Es ist die alte Weisheit, dass es gut ist in der Väterreligion geboren zu werden, aber schlecht ist, in der Väterreligion zu sterben. Seit 2000 Jahren leben wir in der christlichen Zeitrechnung und die Frage muss sein, wann werden wir beginnen wirkliche Christen zu sein ?
> Eine geschichtliche Krise zog für den Menschen früherer Zeiten keine Krise Gottes nach sich die seine gesamte metaphysische Existenz erschüttert haben würde, sondern sie wurden im Gegenteil zum Beweis für die Existenz Gottes.
Die innere Kraft war nicht ausgerichtet auf Kultur und Bewusstsein, sondern auf das göttliche Gegenüber, dem der Mensch näher kommen trachtete.Deshalb entwickelten sich Kultur und Bewusstsein nur gleichnishaft und besaßen keine Wirklichkeit an sich. Die Dinge waren nur Durchgangsstation für den Entwicklungs-Dematerialisierungs-Zweck.Bezieht der Mensch jetzt seine Kraft nun von den Werken, die er selber geschaffen hat, die ihrerseits seine Kraft fordern diese zu erhalten und zu erneuern und sich darüber zu definieren, aber nicht aus eigener Kraft existieren. Es entsteht also der unheilvolle Zirkel, das was dem Menschen Kraft geben soll erst die Kraft des Menschen erfordert, damit diese ihre Aufgabe erfüllen können.
> Weil sich das menschliche Bewusstsein sich in einer Krise zu befindet ist es die Krise des Glaubens an sein Bewusstsein, die seine metaphysische Existenz die nur auf diesen Glauben gestellt ist erschüttert. Er bekämpft aber die überlegene Lebensführungsdruckkraft, was den Wesenskern des Chris- tentums ausmacht und dieses wird sich jedem Falle durch- setzen, welches zur Menschheitskrise führen wird. Das Elementare siegt immer über das Ephemere. Wissenschaft ist immer Mathematik, aber diese versagt immer mehr. Das religiöse Erbgut ist in der Epoche der Neuzeit abgetragen und erschöpft worden. Wenn dieser Mensch eines Tages zu der Erkenntnis kommen sollte, dass mit seiner Macht nichts getan ist, so sind seine bisherigen Lebensgrundlagen vernich- tet und dieses ist die Stunde eines Entwicklungs-Lebens-Christentums.
> Das Unheimliche an der Krise,dass diese nicht an den äusseren Erscheinungen erkannt werden kann, die nur eine belanglose, vordergründige Wirklichkeit schafft die unerlöst ist, solange sie nicht vom Hintergrund des Ganzen gedeutet wird. Nur rastlose Tätigkeit und die Arbeit eines " Homo Fabers " und die Konsum-Unterhaltungs-Gesellschaft vermö- gen die völlige Zerstörung aufzuhalten. Die äuseren Ur- sachen des Niederganges und Zusammenbruches der Kultur bestehen darin,dass die vom Menschen erarbeitete Welt sich nicht mit dem Ganzen der Schöpfung deckt,sondern nur einen begrenzten Ausschnitt darstellt, der vom Menschen getragen und erhalten werden muss, Erliegt der Mensch der Versuchung Kultur und Bewusstsein autonom zu setzten und sich als alleinigen Herrn der Schöpfung und das Maß aller Dinge zu konstituieren, so hat er bereits die Ursache zu seinem Niedergang und Verfall gelegt.Der Zusammenbruch besteht darin, dass der Mensch nicht mehr die Kraft besitzt die äussere Umwelt, die er sich angeeignet nicht mehr trägt und verlässlich ist, anstatt sich von ihr als Entwicklungs-De-und Entmaterialisierungsmittel tragen zu lassen.
> Unter Firnisschichten werden alle positivistischen Ent-
wicklungsstufen der Neuzeit verstanden. Das Weltbild der Theologie des Mittelalters wurde abgelöst durch das Welt-
bild des Materialismus und Mechanismus der Naturwissen- schaften, welches wiederum in der Metaphysik des 16. und 17. Jahrhunderts seine Fortsetzungsentwicklung fand, wo
die Einheit des Lebens und des Denkens, des Seins und des Bewusstseins, bisher religiös begründet und durch die Theologie gesichert, neu zu schaffen und auf natürliche Art und Weise zu erklären. In dieser Sinnlinie erfolgte dann zwangsläufig die Aufklärungsphilosophie des 18. Jahrhun-
derts , wo sich das Bewusstsein autonom setzte. Die Öko- nomie, Soziologie des 19. Jahrhunderts und die modernen Natur-, Informations- und Kommunikationswissenschaften und Technik des 20. und 21.Jahrhunderts, der Staat als Übervater, die Sozialisierungs-Verpflechtungen, die Konsum- segnungen der Wirtschaft bilden den derzeitigen Abschluss der weiteren Rationalisierungs-Firnisschichten, die uns von der Quelle und dem Ursprung des Lebens abriegeln*.
*I.) Die moderne Wissenschaftsgesellschaft hat seit dem cogito ergo sum des Rene Descartes die Kontinuität unterbrochen und deshalb hat das Abendland ca. 1000 Jahre (Symbolgrössenzahl) Überwin- dungsrückweg noch vor sich, um selber Geschichte zu werden und zu sein und wirft den abendländischen Menschen an die Anfänge seiner Geschichte zurück.Weil jede Epoche der Neuzeit immer wieder neu angefangen und den Bruch mit der Kontinuität vollzogen hat, muss jeder Einzelne jede dieser Entwicklungsphasen seit dem Mittelalter nochmals durchlaufen und den Weg " als Gewandelter " gehen. Seit dieser Abnabelung muss der einzelne Mensch der Neuzeit und Moderne diese Zeit einzelgeschichtlich nochmals durchlaufen durch Abtragen seiner Entwicklungs-Individualisierungs-Bringschuld der Entwicklungslosigkeit Es ist auch Franz Kafkas (Schriftsteller) tiefe Erkenntnis, dass er "die Verneinung der Kultur unseres Geistes als Rettung des Geistes " ansieht.
II.) Der Bruch mit der geschichtlichen Kontinuität, mit dem die Ge-
schichte der Neuzeit begann und die permanente Negierung der Vergangenheit haben dazu geführt, dass die Geschichte ausgelaufen und leer geworden ist und dass heute ohne Anschluss an was war mit allen Möglichkeiten und deshalb am Ende der Geschichte stehen. Die Neuzeit hat in dem Pluralismus ihrer nationalen, sozialen ökono-
mischen und technischen (Internet) Anfängen immer wieder ver-
sucht eine neue Zeitrechnung zu schaffen und mit einem neuen Jahr eins zu beginnen. Diese Versuche sind heute sämtlich gescheitert, die Wirklichkeit der abendländischen Zeitrechnung hat sie eingeholt und überwältigt. Deshalb bleibt heute kein anderer Weg als der sich in einer Rückwendung zum Jahre eins, wo die Geschichte des Abend-
landes begann.
> Seinen Entwicklungsweg gehen bedeutet alle Firnisschich- ten der letzten 500 Jahre abzutragen. Es muss nach und nach die Wohlfühlgesellschaft der Sicherheiten, der Ordnung und die seit Generationen gegangenen etablierten Wege ver- lassen und erst einmal in die Ungeborgenheit, Unsicherheit und Unordnung seiner Existenz zurückkehren und sich ein anderes " Gegenüber " der Geborgenheit, Sicherheit und Ordnung suchen. Es muss die Scheinwirklichkeit der Kultur und des Bewusstsein aufgegeben werden, an die man sich geklammert hatte und bestätigt wurde. Diese Befreiung als Individualisierungsentwicklung als Lebensbringschuld kann nur unmittelbar erlebt werden und nicht aus den Bezirken des gesicherten wissenschaftlichen Bewusstseins der ange- eigneten Umwelt erfasst werden weil, es das noch nicht
Erkannte und Erfasste darstellt. Dieser Weg führt erst einmal durch das Nichts hindurch*.
> Das Potential einer Weltveränderung ist aus den bisheri- gen religiösen und nicht-religiösen Weltanschauungen un- realistisch. Der "Ismus und die Ismen wie Isten" sind die Hauptursache der Krise, weil sie sich für das Ganze halten. Bis heute hat sich noch keine philosophische oder religiöse Idee durchsetzen und verankern können.Das System hat keine Erneuerungskraft mehr. Staat, europäische Institu- tionen,Gesellschaft,Wirtschaft, Bildung, Wissenschaft, etc. werden absolut statt relativ gesetzt. Relatives setzt aber etwas Absolutes voraus. Das Leben muss auf etwas anderes begründet sein, was es übersteigt und muss ausserhalb der relativen Welt zu finden ist..) Der normale Mensch kommt nie über den Menschen hinaus. Der Mensch trägt nie das Maß in sich, weil er selbst unfertig, unvollkommen und einfach nur Mensch ist.
> Die geschichtliche Person ist das Wesen des Christen-
tums. Die persönliche Geschichte ist nicht ziellos, sondern auf das Kreuz gerichtet. Alle Geschichte ist Geschichte auf dieses Ereignis hin und wenn individuelle Geschichte, dann liegt die Logik in der Geschichte, dass sie sich von der Ge- schichte befreit. Christus ist das Ziel und das Ende aller Geschichte.Dieses steht noch aus, aber Jesus Christus ist die Vollendung der Geschichte bereits angetreten und im Heils- ergebnis des Glaubens das Ende aller bisherigen Geschichte sich vollzieht. Das Datum von Christi Geburt wurde zum Wendepunkt der Geschichte. Historische Ereignisse hatten vor und nach Christi Geburt stattgefunden und alles was davor lag wird als Vorbereitung (Wartezimmer) und Hin- führung der Geburt Christi aufgefasst. Eigentlich lebt man geschichtlich Jahrhunderte nach Christus immer noch vor Christus.
> Entwicklung muss das Zentrum und der Schlussstein unse-
res Lebensgebäudes werden. Es ist wie bei einer gotischen
Kathedrale, wo der Schlussstein als Hauptknotenpunkt des Gewölbes alles zusammen hält. Erst wenn der Schlussstein eingesetzt ist, wird die Konstruktion selbst tragend und
wenn er entfernt wird, stürzt das Gewölbe ein und zerbricht
in Stücke. Unsere gesellschaftliche Ordnung ist wie eine
gotische Kathedrale, wo der Schlussstein (Metapher für
Gott) immer mehr entfernt wird und aus der Lebenswelt
verschwindet. Deshalb ist es nur eine Frage der Zeit, wann
das Bauwerk (gesellschaftliches Gehäuse) wegen der inne-
ren Lebenswidersprüche, weil nichts mehr trägt, in sich zu-
sammen bricht. Europa als Abendland hat über 800 Jahre Entwicklungsweg als geistesgeschichtlichen Weg (zurück
zu den verschütteten Quellen) noch vor sich. Eine Neuzeit
des " Entwicklungsgotischen " als alternativloses Entwick-
lungsprogramm für jeden Einzelnen kann erst in Erscheinung
treten, nachdem nicht nur unsere Spätzeit abgelaufen ist, sondern eine vorevolutionäre Zwischenzeit bis zur Ent-
wicklungsreife absolviert wurde. Weil der heutige Mensch
noch nie so weit weg war von den religiösen Lebensidealen
und mystischen Bauregeln der Gotik, ist die Entwicklungs-
Individualisierungs-Sinnidee der Gotik noch nie so nah wie jetzt *.
* " Gott ist meisten Licht, wo er am wenigsten Licht ist " oder wie der
der Metapher in den USA heisst: " Wenn die Nacht am dunkelsten, ist die Dämmerung am nächsten ".
> Trotz dem kulturellen Erbe muss sich jeder Einzelne selbst
besinnen und seinen Möglichkeiten und Fähigkeiten ent-
sprechend sich kulturell entwickeln. Erbe bedeutet auch immer Auftrag. Jede Generation und jeder Einzelne muss kulturell gleich " wie Sisyphos seinen Felsblock bergauf wälzen ", um nicht überrollt zu werden. Dass der Einzel-
mensch ein unentwickeltes Wesen geblieben ist, dass den eigentlichen Engpass der Kulturentwicklung darstellt, weil
er durch die bürgerliche Gewöhnungs-Anpassung seine Individualität und sein " Mensch-Strebe-Selbst-Sein" auf-
geben hat, weil die gesellschaftliche Ordnung wichtiger ist, als die Freiheit. Aber Kulturen werden von Einzelnen auf-
gebaut und erneuert. Kultur ist das Ergebnis der Entwick-
lungsauseinandersetzung und die Veränderung des Ein-
zelnen ist der kulturelle, schöpferische Transzendierungs-
akt.
> Das neue Buch der Weltgeschichte wird in Wahrheit die Geschichte eines jeden einzelnen Menschen als " Anthropo- historie " sein. Der Mensch muss zwangläufig individualge-
schichtlich sein, weil er aus sich selber nicht erklärbar und
zu beschreiben ist. Religiös gedeutet ist es die Rechtfertigung Gottes, wo er in der Einzelentwicklung nach Meister Eckhart sich selber wird. " Die idealistische Geschichtsauffassung sucht die treibende Kräfte des historischen Geschehens in (Entwicklungs)ideen.
Siehe Textfortsetzung
nachstehende Gliederungspunkte oben:
- Geschichte
- Geschichtstheologie des Joachim Fiore.
- Geschichtsinterpretation eines Meister Eckhart.
Siehe Textfortsetzung
nachstehende Gliederungspunkte
- Im historischen Geschichtsbewusstsein wird die individuelle Entwicklungsgeschichte als Entfaltung zu Gott hin christlich (religiös) gedeutet und als etwas " Heiliges " betrachtet .
- Geschichtsentwicklung von (religiös) zu säkular
(die religiöse Geschichte endet im Profanen)
Individualgeschichtlichkeit
********
Bibel
- Von einmaligen Bibelsprüchen am Kircheneingang "als geistliche Losung der Woche oder des Monats" zu den vielfältigen, täglichen Entwicklungslosungen im "hier und jetzt" als Lebensausdruck*.
* Wenn ich morgens aufstehe habe ich so viele Gedanken im Kopf dass der Tag nicht ausreicht, diese zu reflektieren und zu verar-
beiten
- Von der Bibelgeschichte als die grösste Geschichte aller Zeiten (Mythos) zur Lebensbiografie als Geschichte, weil das Leben alle Religion hat, welche der Mensch braucht und jeder Mensch die gleiche Erfahrung macht, wie in der " Heiligen Schrift "(gotisches Lernprinzip) *.
* Geschichte hat nur, wer selbst lebendig miterlebt, mit erleidet und
tut. Das Recht, die Religion (Bibel) ,die Sprachen, ein Staat, die Wis- senschaft erleiden nichts und sind nur tote Abstrakta die auf ein Erfahrungserleben hinweisen. Geschichte ist nicht was einmal war, sondern lebendige Gegenwart im " Hier und Jetzt" . Von der leben-
digen Gegenwart aus allein erhalten erst die beiden Schenkel der Geschichte Vergangenheit und Zukunft Sinn, Gewicht und Bedeutung.
- Vom traditionellem Wortereignis der Bibel (Vulgata) zum Individual-Logos" des entwicklungsschöpferischen Bauplan-Lebensprinzips der Unverwechselbarkeit, Ein- zigartigkeit und Notwendigkeit eines jeden einzelnen Menschen ( so viele Menschen so viele Bibeln)*.
* I.) Die Individualität ist die begriffliche Fassung des Lebens und der Einzelne ist nur wahr, wenn er individuiert. Verallgemeinerungen berücksichtigen die Individualität nicht. Der Entwicklungs-Individua-
lisierungs-Lebenslauf als Lebensweg wird als ein eingeborenes Leitbild als Selbstidee verstanden und ist in der menschlichen Natur angelegtes, lebenstragendes, lebensorientierendes und lebensüber-
steigendes Lernprogramm, welches auf einen nicht beeinflussbaren, beabsichtigen Endzustand hinausläuft (und der Zufall gilt wissen-
schaftlich als ausgeschlossen). Die Entwicklungstheorie hat einen starken teleologischen Charakter, weil sie unterstellt, dass die menschheitsgeschichtliche Entwicklung auf ein bestimmtes, von
vorn herein feststehendes Ziel gerichtet ist. Entwicklung ist den Menschen vom Zukünftigen her zu erfassen und was in ihm zielhaft angelegt ist und dieses wird nicht bewusst wahrgenommen.
II.) Die nicht irrende, individuelle Lebensrichtung als Entwicklungs-
lernprogramm und Lebensindividualordnung sind eingeboren und
es ist der Lebensformkraftwille als das kategorische " Individual-Logos" des entwicklungsschöpferischen Bauplan-Lebensprinzips
der Unverwechselbarkeit, Einzigartigkeit und Notwendigkeit. Das Leben geht weiter, indem es sich selbstsuchend, selbstschaffend
und selbstorganisierend aus sich heraus sich irrrend seinen Weg bahnt. Es ist ein Elementardrang als ein ewiger Kampf zwischen Unruhe und Ruhe, zwischen Rausch und Besonnenheit, zwischen Unzufriedenheit und Zufriedenheit, zwischen Ungeduld und Geduld und ein Lebensgrundgefühl, was immer in allen Kulturen gegen-
wärtig ist, wenn etwas Neues mit urweltlicher Kraft zutage tritt. Es
ist jene Kraft, die ständig ringt und darauf bedacht ist, das ge-
schaffene Werk zu einer höchst möglichen Vollendung zu führen.
Die Unruhe des Unvollkommenen schafft die Spannkraft für die Selbstverbesserungsmotivation. Deshalb drückt der Begriff Ent-
wicklung etwas Letztes aus, nachdem sich fragen lässt. Entwicklung gilt als Metapher für die Lebenskraftentfaltung schlecht hin und ist das, was passiert.
- Von der Stadt Trier "als Pforte des Evangeliums" zur Stadt Straßburg mit seinem Münster als steineres Evan- gelium. Materie wird Geist als " lapis philosophorum, harter Stein wird geschmeidig , die Steinkraft zur wortlosen Weisheit geformt und ist " der in Stein gehauene Lernprozess-Ausdruck der dynamischen Entwicklung schlechthin ".Es ist manifestierte Mystik voller biblischer Bildsprache, wo das Sichtbare das Unsichtbare Ganze und Ewige widerspiegelt so lässt sich das euphorisierende Wesen einer gotischen Kathedrale, der Höhepunkt europäischer Baukunst zusammenfassen und findet sich im ewigen gotischen Lernprinzip der Jetzt-und Hier-und Heutezeit wieder.
- Von anstatt nach den Geboten der Bibel zu leben (jeweilige Bibelinterpretation) entwicklungsindividua- lisierungsmäßig zu leben ( situative Lebensinterpreta-tion). Es ist der Versuch nach der Bibel dem tiefsten Buch,was die Menschheit besitzt zu leben, welches aus einer vorevolutionären, statisch verstandenen Zeit und alten Weltbild stammt zum Lebensverlauf eines Menschen, welcher ein weiter entwickelter unbiblischer Text und voller Religion ist, seine persönliche Welt im Geiste der Lebensbibel zu gestalten. Es ist anstatt nach den Geboten der Bibel zu leben nach dem zu leben, was die Entwicklung gebietet im Sinne von Meister Eckhart
Das Religiöse lässt sich vom Entwicklungslebenspro- zessakt nicht trennen und ist immer mitgegeben und mitgesetzt. Deshalb entfaltet sich das Wort Gottes erst im Lebensprozess als mehr Gottwerdung im Sinne von Meister Eckhart und das Leben entspricht dem göttlichen Wort (Logosidee). Die Bibel wird auf die Entwicklung des Einzelnen umgeformt, weil der Entwicklungsweg des Einzelnen nicht in der Bibel nachgeschlagen werden kann. In der Bibel fehlt das Programm für die individuelle Befreiung und lässt sich auch nicht eins zu eins leben*.
* Entwicklung ist die Auflösung der Religion in ihr Wesen und das ist das Leben, welches selbst zur Religion wird. Nur eine Religion wird ernst genommen, wenn sie nicht ausserhalb vom Leben steht. Durch die Auflösung in das Leben wird das Religiöse entmystifiziert, ist lebensnormal und so real wie die Hand am eigenen Arm. Das Religiöse lässt sich vom Entwicklungslebensprozessakt nicht trennen und ist
immer mitgegeben und mitgesetzt. Deshalb ist jeder Mensch religiös. Religion ist angeboren und gehört konstitutiv zum Menschsein. Die Religion und der Glaube an Gott sind vom Menschen als Anlage mit- gegeben. Alle Lebensfragen werden behandelt, als wenn sie Religion wären. Religion ist die Substanz der Kultur und Kultur ist die Form der Religion.
- Von das Wort und die Sprache Gottes sind mir in der "Heiligen Schrift" beim Bibelstudium nahe (indirekt durch Bibelbeispiele schmerzlos belehrt werden ) zu das Wort und die Sprache Gottes sind mir beim Lebensstu- dium näher (direkt durch Irrtumserfahrungen,Unfrieden und den Lebenskrisendruck leidend gelehrt werden)*.
* I.) Alles Bewusstsein gründet sich im Leiden schreibt der Philosoph Max Scheler und alle höheren Stufen des Bewusstseins liegen im steigenden Leiden.
II.) Nach dem Philosophen Friedrich Nietzsche wirkt veredelnd nur jeder Schmerz, den zu überwinden, wir Kraft besitzen. Es war für
ihn nicht der Tribut, den man zahlen muss um das Tor der ewigen Seeligkeit zu öffnen. Der Schmerz war für ihn eine Macht, mit diesem man sich furchtlos mit allen möglichen Therapien auseinandersetzen muss, um ihn zu überwinden. Leiden war für ihn eine Schule der Weisheit. Wer viel gelitten hat, weiss mehr als die Weisesten wissen können. Seinem Siechtum verdankte er mehr als seiner Gesundheit. Alle seine Krankheiten waren Stimulanz zum mehr erleben und entdeckte das Leben gleichsam neu. Es ist das " amor fati ", das Notwendige nicht nur zu ertragen, sondern auch zu lieben. Je mehr ein Mensch zukunftsbestimmt ist, je grösser sein Leiden, weil die gestalterischen Kräfte sich abstossen.Es ist der Sinn und Wert allen Leidens.
- Von den biblischen Zehn Geboten des Sollens und Müs- sens (buchstäblich nach den Geboten zu leben) zu den tausend Entwicklungs-Individualisierungs-Möglichkeits- geboten des Könnens und Wollens (situativ entwick- lungsmässig) zu leben, weil bibelkundig alleine nicht genügt.
- Von der Bibel als Klassiker und "das Buch der Bücher" als das meist verbreiteste Buch, welche viele loben zu aber in der Regel nur vom Namen her kennen und am we- nigsten darin gelesen wird.Auch der boomende Pilger-Bibeltourismus und Evangelikalismus wird dieses nicht umkehren können*.
*I.) Die Zehn Gebote sind für den Alltag des Einzelnen nicht persön-
lichkeitsnah und lebensumfassend genug. Dem stehen die Vielzahl
der Entwicklungs-Individualisierungs-Möglichkeitsgeboten des
gotischen Lernsprinzips gegenüber, welche erst bei Reife zur vollen Entfaltung gelangen.
II.) Siehe auch Nr.782 " Bis zur Reife ...Beim Reifezeitpunkt..." in Kulturlernen-17
- Von der fundamentalistischen "Wort für Wort Bibelüber setzung" und dass die Bibel als das geoffenbarte Wort Gottes allgemeingültige, nicht verhandelbare und für jeden gleichermaßen verbindliche Wahrheiten verkündigt zur Bibelexegese als die wissenschaftliche Auslegung biblischer Texte des Alten und Neuen Testa- mentes unter Anwendung wissenschaftlicher Methoden mit dem Ziel, den Text in seinem historischen, kulturellen und sprachlichen Kontext zu verstehen*.
*Der Fundmentalismus lehrt uns seine Meinung nicht zu ändern,denn sie glauben zu wissen,dass sie immer Recht haben und erwächst aus einem starken, religiösen Glauben heraus.
- Von schriftsinngetreuen Bibelworten (Schriftexplikation des verborgenen Sinnes von einem "Heiligen Leben") (nicht die Bibel neu interpretieren) zur lebenssinnge- treuen Entwicklungsworten (Lebensexplikation der Lebensemanation im Sinne der "Heiligen Schrift) (sondern das Leben religiös interpretieren,weil Gott das Leben selber ist und sich in jedem Einzelnen nach dem Gottesverständnis eines Meister Eckhart sich selber werden will)*.
*I.) Religion stellt dann keine Sonderwelt mehr da, wenn sie ins Le-
ben aufgelöst wird und die theologische Fragen sich vom Leben herstel len.Es wird sich nicht mit abstrakter, unpersönlicher Theologie (Religion), sondern mit dem konkreten,individuellen Entwicklungsleben auseinandergesetzt. Es geht im Kern um die Wahrheit des christlichen Lebenssystems und den Genius der christlichen Religion in neuer Entwicklungsgestalt. Die religiöse Interpretierung der Evolution im Lebensalltag,vom Leben anders zu denken und den Geist des Evangeliums in alle Lebensbereiche hin-
eintragen, ist das, worauf es ankommt.Entwicklung ist nicht mehr auf die Heilige Schrift beschränkt, sondern auf die gesamte Schöpfung. Die Welt der Gegen wart und der Zukunft braucht ein neues Gottes-
bild,welches mit dem evolutionären Weltbild im Einklang steht,damit unser theologisches Gottesbild dem Wandel Gottes im Werden der Welt folgen kann.Nach dem (religiösen), evolutionären Verständnis entwickelt sich der Mensch nach einem von Gott eingepflanzten Entfaltungsgesetz.Die Seele wird als Lebensmetapher für die Indivi-
duationsentwicklung als Gottwerdung im Sinne von Meister Eckehart verstanden.
II.) Wer als Laie anfängt die theologische Rechtsauslegung des Evange- liums neu zu interpretieren versucht, gilt in konservativen Kreisen als Häretiker und Ketzer und es wird die evolutive Synthese als eine Bedrohung der traditionellen Theologie, der Rechtsgläubigkeit und Deutungshoheit angesehen. Als richtig wird betrachtet die Beliebig- keit "des Herauspickens" von Einzelwahrheiten, was wir glauben sollen,nur weil es die persönliche Meinung unterstützt.
- Von der biblischen Übersetzungstradition und Schriftge- bundenheit (Mönch Einhard, Martin Luther, Johannes Mentelin etc. als Wortwahrheit) zu einer lebensbezoge- enen, nachbiblischen reife-und vernunftsgemässen Schriftungebundenheit einer Entwicklungs-Individuali- sierungs-Auslegung als nicht die Wahrheit an sich, sondern nur die Wahrheit für mich (Erkenntniswahr- heit)*.
*I.) Das Wort Bibel kommt aus dem griechischen Wort biblos für Buch.
II.) In der antiken Philosophie war man der Meinung, dass durch reines Nachdenken die meisten (wenn auch nicht alle) der Glaubenswahrheiten der Bibel unabhängig von Gottes Offenbarung entdecken könnte. Im Thomismus besteht zwischen Glauben und Vernunft kein grundlegender Widerspruch. Der Mensch kann, ge- stützt auf seine Sinne und seine (immer fehlbare) Vernunft, in der Schöpfung wie in einem Buch lesen.
III.) Die übersetze Bibel von Martin Luther aus dem Griechischen ins Deutsche erreichte 1 Million Exemplare und war die Grundlage für die deutsche Sprache.
IV.) Bible de Lefèvre d'Étaples ist eine französische Bibelübersetzung des Theologen und Humanisten Jacques Lefèvre d'Étaples. 1530 wurde diese erste vollständige Bibelübersetzung in französischer Sprache veröffentlicht.
V.) Im Jahre 1382 vollendete John Wyclif, der 1415 postum als Ketzer verurteilt wurde, mit seinen Übersetzungskollegen seine früher begonnene Bibelübersetzung aus der Vulgata ins Englische.
VI.) Im Jahre 1271 entstand die mittelniederländische Reimbibel des flämischen Dichters Jacob van Maerlant. Er bearbeitete den lateini- schen Text der Historia Scholastica von Petrus Comestor und ließ in die gereimte Bibelerzählung historische Erklärungen, Bemerkungen und Kommentare einfließen.
VII.) Mit der Christianisierung Polens 966 entstanden auch erste biblische Kurztexte aus verwandten slawischen Sprachen wie dem Tschechischen und Altslawischen, die für Predigten verwendet wur- den. Erste erhaltene Bibeltexte finden sich aber erst in den Heilig- kreuz Predigten (ca. um 1350) und in den Gnesener Predigten (um 1400).
VIII.) Die erste vollständige Bibelübersetzung in die italienische Sprache fertigte der Mönch Niccolò Malermi aus dem Lateinischen an; sie erschien 1471 in Venedig.
IX.) Jeder Mensch hat nicht nur das Recht, sondern die Entwicklungs-
pflicht jedes Bibelwort persönlich für die jeweilige konkrete Lebens-
situation auszulegen, sonst bleibt z.B. "in jeder Lebenslage soll dich
ein Wort aus der Bibel begleiten" eine lllusion. Die traditionelle Bibel
ist in unserer technischen und ökonomisierten Welt keine wirkliche Lebenshilfe mehr. Hätte Christus vor 2000 Jahren von den heutigen Problemen gesprochen, hätte ihm niemand zugehört und so wirkt
der damalige Zeitgeist auf uns heute. Das Interpretationsprivileg der Bibel hat dann nicht mehr die Kirche alleine. Die Welt ist eine Lehre von Gott und das Verhältnis von Gott zum einzelnen Menschen. Der Geist Gottes ist mir näher als das Wort Gottes und das Leben ist "bibelsicherer" als die Bibel und deshalb ist Gottes Wort in der persönlichen Entwicklungsauslegung als ein "Empor irren" zu finden.
X.) Der Lebensverlauf des Menschen ist ein unbiblischer Text, aber voller Religion. In der Bibel fehlt das Programm für die individuelle Befreiung (z.B. gesellschaftliche Individualisierung, Individualisierung in der Arbeitswelt, persönlicher Entwicklungsweg in der evolutionä-
ren, säkularen Nachfolge Christi). Die Beschreibung und Verkündi-
gung des Heilsgeschehen alleine führt noch nicht zum Heil. Die christliche Gleichnisbotschaften verstehen sich nicht von selbst, sondern sie müssen verständlich gemacht werden, während die individuellen Entwicklungsweg-Botschaften als Hinweise (z.B. Le-
bensirrtümer, Lebenskrisen, alles nur Gleichnis, Probierstein und Mittel, welches auf Höheres verweist, welches als gotisches Lern-
prinzip als Lebenserkenntnis verwirklicht werden soll, jeder versteht
Es sind die Worte zum Abschluss von Goethes Faust “alles Vergäng-
liche ist nur Gleichnis“. Das Reich Gottes kann nie vorgreifend wegen dem persönlichen Entwicklungsreife(Gnaden)weg gelehrt werden, sondern kann nur von der individuellen Erfahrung her ergriffen werden. Es ist die Religionsentwicklung, welche bei der Sozialisierung im Elternhaus und in der Schule beginnt zur Religion, welche erst bei Entwicklungs-Lebenskrisen beginnt (auch wenn es erst gar nicht nach Religion aussieht).
XI.) Jede Bibelübersetzung, die etwas anderes als Glauben, Frieden, Liebe oder Einheit lehrt, ist ein Irrtum.
XII.) Entwickler entdecken die Worte der Heiligen Schrift neu.
Es kommt nicht auf den Buchstaben, sondern auf deren Geist im Zeit-
geist an. Das Leben interpretiert sich selbst und findet sich in
der Bibel wieder. Der Lebensverlauf eines Menschen ist ein unbibli-
scher Text und voller Religion. Es ist besser seine persönliche Welt
im Geiste des Evangeliums umzugestalten, anstatt zu versuchen,
nach der Bibel zu leben. Die Bibel stammt aus einer vorevolutio-
nären, statisch verstandenen Zeit und dem antiken Weltbild.
Das Wort Gottes entfaltet sich aber erst im Lebensprozess und das
Leben entspricht dem göttlichen Wort Logosidee). Es ist statt nach den Geboten der Bibel zu leben nach dem zu leben, was die Ent-
wicklung gebietet. Die Bibel wird auf die Entwicklung des Einzelnen umgeformt, weil der Entwicklungsweg des Einzelnen nicht in der
Bibel nachgeschlagen werden kann. Eine zeitgemässe und individu-
elle Situationsauslegung der Heiligen Schrift hebt den Wahrheits-
anspruch der Bibel nicht auf und darf nicht als eine oberflächliche,
zeitgeistige Anpassung oder nur persönliche Wahrheitsmeinung ver-
standen werden, sondern es ist eine selbstringende, irrende, ständig optimierende Wahrheitsselbstsuche.
XIII.) Entwicklung ist nicht mehr auf die Heilige Schrift beschränkt, sondern auf die gesamte Schöpfung. Die Welt der Gegenwart und der
Zukunft braucht ein neues Gottesbild, welches mit dem evolutio-
nären Weltbild im Einklang steht, damit unser theologisches Got-
tesbild dem Wandel Gottes im Werden der Welt folgen kann. Nach
dem (religiösen), evolutionären Verständnis entwickelt sich der
Mensch nach einem von Gott eingepflanzten Entfaltungsgesetz. Die
Seele wird als Lebensmetapher für die Individuationsentwicklung
verstanden. Das Leben lebt nur durch die Seele und diese verleiht
auch dem menschlichen Körper seine Form. Es ist der formbildende
Lebensprozess, welcher sich selbst hervor bringt (Emanation).
XIV.) Nicht die zeitlosen Bibelwahrheiten und deren Belehrung bringen jegliches Übel aus der Welt oder führen zur Umkehr, sondern erst deren Überwindung. Der Mensch kann nicht gut sein, wenn er will. Die zeitlosen Wahrheiten können ihm einen Weg zeigen, aber sie geben ihm nicht die Kraft es zu tun.
XV.) Die alte Bibel hat nach wie vor ihre Gültigkeit und bei Entwick-
lungsreife wird der Wahrheitsgehalt der Bibel zum individualisierten Lebensgehalt. Aber was nützen Weisheiten welche am Himmel leuchten, aber den einzelnen Menschen nicht mehr ansprechen? Die eigenen, jetzigen Lebensreflektionen wirken unmittelbarer und sind mir näher stehend, als allgemeine und für mich jetzt nicht zutreffende Bibelwahrheiten. Nur in der Entwicklungsreflexion kommen Leben und Religion zusammen. Die Exegese der Bibel erfolgt durch lebensnatürliche Art und Weise und beruht nicht auf freier Assoziation des Glaubens oder subjektiver Offenlegung des Schrifttums.
XVI.) Im Unterschied zur persönlichen Entwicklungsnatur lässt die Heilige Schrift verfälschende Interpretationen zu. Heute gehen die Meinungen der Theologen und einzelnen Christen weit auseinander, ob es sich beim Bibeltext um exakte Überlieferungen der Apostel und Evangelisten handelt, ob die Methoden der Bibelübersetzung eingehalten wurden und inwieweit die Bibelauslegung in Bezug auf die Ethik und unser Alltagsleben anwendbar ist. Die Bibel ist nur
eine griechische Übersetzung und der ursprüngliche Wortlaut ist unbekannt. Die Bibel-Abschreiber arbeiteten nicht fehlerfrei und hatten auch ihre eigenen religiösen An-und Absichten.
XVII.) Der alexandrinisch-griechische christliche Kirchenvater, Gelehrte, Theologe ,Kirchenschriftsteller und Mystiker Origenes war nach dem bedeutenden ägyptischen Philosophen und Denker des hellenistischen Judentum Philo von Alexandra unter den Ersten, der fünf verschiedene Arten der Auslegung der Heiligen Schrift beschrieben hat:
- 1.Buchstäbliche Auslegung (fundamentalistisch)
- 2.Psychisch-moralische Auslegung
- 4. Allegorische Auslegung
XVIII.) Wenn das neue Testament heute als das mit Abstand das beste untersuchte Buch der Weltliteratur bezeichnet werden kann, so beruht dieses auf mehr als 300 Jahren minutiöser Arbeit ganzer Gelehrtengenerationen. Sie haben im Text und Literaturkritik, Form und Gattungskritik, verbunden mit Begriffs-,Motiv und Traditionsgeschichte, um jeden Satz ja um jedes Wort gerungen. Mit der historischen Methode im umfassensten Sinn war und ist der Theologie ein Instrument in die Hände gegeben, womit in einer Weise nach dem wahren, wirklichen geschichtlichen Christus gefragt werden kann, wie dies in früheren Jahrhunderten einfach nicht möglich war. Vieles ist nur durch Überlieferung geheiligt und nicht historisch verbürgt. Dass die in der Gegenwart zusammengestellten Veröffentlichung gleichen Namens sind das Ergebnis von Jahrhunderten und sind keinesfalls in der vorliegenden Form in der Vergangenheit so verfasst wurden. Die Vulgata ist die einzige von der Kirche geduldete und approbierte lateinische Bibelübersetzung hat nachträglich vielfache Verdunklungen erfahren und ist im philo- logischen Sinne anfechtbar.
- Von der Annahme ausgehend, die gesamte Bibel sei von Gott inspiriert (Verbalinspiration), begreift bis heute ein großer Teil der evangelikalen Bewegung die Bibel als Ge- schichtsbuch und betont, dass „die Bibel absolut irrtums- los und unfehlbar“ sei ohne „Aussagen im Bereich der Geschichte und Naturwissenschaft“ davon auszuneh- men ( Chicago Erklärung des biblischen Fundamentalis- mus). Wenn Erkenntnisse aus den Wissenschaften der Bibel entgegenstehen, so werden diese abgelehnt. Teilweise führt dies zu einer generellen Ablehnung der historisch-kritischen Methode in der Theologie zu den Bibelkritikern, welche diese fundamentalistische Posi- tion ablehnen und behaupten,dass die Bibel nicht als ferti- ges Buch vom Himmel gefallen ist und ihre Sätze nicht durch göttliche Inspiration in die Feder diktiert worden sind (keine Verbalinspiration und keine Irrtums- freiheit). Die Bibel wird als eine Zusammenfassung der Erkenntnisse vieler Menschen, die Gott nahe standen angesehen. Die Evangelien werden als Endfassung einer mündlichen Tradition verstanden. Diese sind während eines langen Zeitraumes zusammengetragen, von vielen Autoren überarbeitet,ergänzt zum Teil weit nach den jeweils beschriebenen Ereignissen. und nicht Wort für Wort geoffenbart worden. Daher könnten sie nur sehr einge- schränkt als tragfähige historische Berichte gewertet werden. Nichttheologische Wissenschaftler verstehen die Bibel häufig nur als ein literarisches Werk und gehen davon aus, dass die Bibel reines Menschen- werk sei. Christus hat einmal keine schriftlichen Zeugnisse hinterlassen.Es wird deshalb niemals irgend- welche authentische Worte Jesus geben.Sämtliche tra- dierte Worte sind Überlieferungen des gehörten Wortes d.h., sie tragen eine Färbung desjenigen, der sie gehört hat*.
* Die Bibel wird als eine Sammlung aus historischen Berichten, Le- bensbildern, Gedichtesammlungen, Prophezeiungen oder Briefen betrachtet. Mehr als 40 Autoren, die sich größtenteils gegenseitig nicht kannten, verfassten die 66 Bücher (39 des alten Testamentes und 7 des neuen Testamentes) innerhalb eines Zeitraums von min- destens 1600 Jahren. Es existieren Gesamtübersetzungen in 475 Spra- chen und Teilübersetzungen in 2538 Sprachen und 27 verschiedene Bibelinterpretationen. Die Evangelien des Neuen Testaments, die Apostelgeschichte und die Offenbarung des Johannes sind etwa 30 bis 70 Jahre nach dem Tod Jesu in ihre heutige Form gebracht worden. Über den Inhalt des Neuen Testaments besteht bei allen grossen Konfessionen ein Konsens, der sich in den ersten vier Jahrhunderten entwickelt hat.
- Von den zehn Geboten als das Grundgesetz und die Lebensgesetze (statische Bibelwahrheit) zu dieses Gesetz ist nur verpflichtend für diejenigen Menschen, welche an Gott glauben,weil nicht das Bibelwort der Propheten von Bedeutung ist, sondern nur die Gesetze, Regeln und Werte einer Gesellschaft. Der Mensch ist sozialen wirtschaftlichen und menschlichen Problemen unter- worfen (dynamische Tatsachenwahrheit).
- Von der Schrift und den erst einmal erfahrungslosen Bibelwahrheiten zu welche sich erst in den persönlichen Erfahrungen bewahrheiten.
- Von der These, dass das Leben weitergeht und kein Verfallsdatum hat und folglich dann auch z.B. die Ehe und Partnerschaft genauso weitergeht zur Feststellung, dass in der Bibel nichts zu finden ist wie diese Übergangsbe -ziehung zu gestalten ist.
- "Von was nützt es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber Schaden leidet an seiner Seele" (MK8,36) zu was nützt es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt und das Leben entwicklungsindi- vidualisierungslos und ohne Lebenssinn-Entwicklung geblieben ist und nie Unsterblichkeitslernen im De-und Entmaterialisierungssinn gelernt hat. Ohne Sinn ist alles sinnlos. Wenn das Leben sinnlos war, die Lebensleistung in "Schutt und Asche" gelegt werden kann und Erbstrei-tigkeiten auseinandergesetzt ist, dann ist der Tod besonders sinnlos ! Wenn man an den Tod denkt war alles Bisherige und alles weltliche einfach lächer lich*.
*I.) Alleine die Tatsache, dass du eines Tages stirbst, bedeutet nicht, das du jemals (richtig) gelebt hast. Am schlimmsten ist, dass wer stirbt gar nicht weiss, das er nie lebensauftragssinnhaft gelebt oder gar keine Möglichkeit gehabt hat sich selbst zu werden und selbst
zu sein, weil nur das Existentielle im Vordergrund stand und in seiner Lebenswelt nur groß und alt geworden ist, Werttraditionen, und Ge-
wohnheiten aus der Kindheit und Jugend übernommen. Er hat diese nie in Frage gestellt oder überwunden, sondern ist ihnen" wie eine Puppe "gefolgt, aber nie sich selbst geworden und nur seine Rolle in der beruflichen, familiären und staatsbürgerlichen Sozialisierungs-
anpassung ausgefüllt, diese auch im Pensionsalter weiter fortgeführt hat und dieser Lebensentwurf als gelungen betrachtet wird und ein Kind des vorherrschenden Systems und der Zeit geblieben ist. Unsere gesellschaftliche und ökonomische Lebensordnung schreibt eben vor, wie der Einzelne zu sein hat. Die zeitgeistigen Werte ("Hast du was, bist du was") und die gesellschaftliche Anpassungsintegration gelten
als der einzig richtige Weg, nur das Gleichheitsprinzip zählt, was aber dem Grundsatz der freien Selbstbestimmung diametral widerspricht.
II.) Was nützt dann eine solche These, dass jeder, der auf die indivi-
duelle Entwicklungswahrheitsfrage verzichtet, sich selbst aufgibt
und sein Leben verfehlt. Nur als Einzelner bin ich wirklich, aber
wenn ich immer nur gearbeitet habe bis zum umfallen ? Und wenn
ich dann einmal zur Ruhe komme, habe ich trotzdem keine Ruhe,
weil die Hingegebenheit an die Vielerei mich davon abhält, darüber nachzudenken. Schlichtweg gesagt, es hat mich nie interessiert.
Der Einzelne kann sich aber auch nicht entwicklungslebenskon-
form verhalten ohne gegen gesellschaftlichen Wertnormen zu verstossen und als Aussenseiter zu gelten, weil es nie gelehrt und gelernt wurde. In Kriegszeiten und Aufbaunachkriegszeiten gilt
erst einmal das Überleben und haben müssen als Lebenssinn nach dem Verständnis " Brot vor Geist". Aber das Haben müssen wurde
zum immer mehr haben wollen und zum viel und noch mehr haben und das materielle wendeltreppenförmige-Spiraldenken wurde nie lebenssinnmässig als Mittel zum Entwicklungs-Individuations-
zweck hinterfragt. Das Leben ist an einem vorbei gegangen. Diese Neubewertungseinsicht im Angesicht des Todes ist frustrierend und ernüchternd zugleich und kann nicht mehr rückgängig gemacht werden und auch keine Altersmilde zu erwarten ist. Wenn das Leben sinnlos war, die Lebensleistung in "Schutt und Asche" gelegt werden kann und Erbstreitigkeiten auseinandergesetzt ist, dann ist der
Tod besonders sinnlos ! Wenn das Ende des Lebens naht denkt niemand daran, dass er noch mehr Geld hätte verdienen können, sondern nur daran, dass er nicht richtig gelebt hat und im Leben
trotz materiellem Überfluss unglücklich war. Erst im Unglück weiss man, wer man wirklich ist. Der Schweitzer Autor Hans Leopold Davi, meinte einmal, dass man nicht die Toten beklagen soll, sondern all die Lebenden, die tot herumlaufen *. Siehe Textfortsetzung in das Leben ist unsterblich und nicht tot zu kriegen
- Vom häufigsten Satz der Bibel,dass Du dich nicht fürchten muss, vor nichts und niemandem, weil Gott Deine Lebenskraft ist, so steht es da. Gott ist die Kraft, die stärker ist als alle Dämonen und bösen Kräfte zum wichtigsten Satz der Entwicklung, dass alle Zeit, womit Du dich nicht mit der Gottentwicklung (im Sinne von Entwicklungs-De-und Entmaterialisierung, Entwicklungs-Kultur-Lernen, Unsterblichkeitslernen,evolutionäre All- zeit-Jetzt-Nutzungslernen, evolutionären Altjugendver- ständnis, Entwicklungswahrheits-Individuation,Friedens-und Glaubenslernen beschäftigst vergeudete Lebens- zeit und eine Friedensbringschuld einer Entwicklungs-Individualisierungslosigkeit ist.Weil alles, was Gott nicht ist, ist nicht gut und der Gottesgrund ist nach Meister Eck- hart die erste und einzige verursachende Wirklichkeit*.
* Damit sich zu beschäftigen bedeutet nicht von morgens bis abends sich mit der Bibel auseinanderzusetzen, sondern es wird nichts anderes getan wie bisher, nur alles wird durch die "Entwicklungs-Individualisierungsbrille" betrachtet, was als gute Rezeptur gesehen wird. Durch Verschiebung des geistigen Blickwinkels wie bspw. durch den Philosophen Immanuel Kant oder durch den Astronom Nikolaus Kopernikus hat sich die ganze Denkanschauung der Zeit verändert.
- Vom alten Testament als Vorbereitung,Voraussetzung und Inkubationszeit (Wartezeit) für das Neue Testament. Es ist Goethes Faust Tragödie Teil I des fleischgeworde- nen Menschen), welcher in Goethes Faust Tragödie Teil II, wo die menschliche Seele ihre Gesundheit und Erlösung findet. Es ist die Sinnenwelt, welche bei Entwicklungs- reife als Mittel zum Entwicklungs-Individualisierungs-Zweck durch die De-und Entmaterialisierung und das Unsterblichkeitslernen wird*.
*I.) Im Kern geht es ist um die Feststellung Meister Eckharts, das
jedes Ding, jeder Begriff, jede Situation, jeder Eindruck, jede Lebenslage, jede Erfahrung, jede Lebensdisharmonie, jeder Konsum,
jede Technik, jede Unterhaltung, jedes Problem und Krise, jedes
gute oder schlechte Tun, jeder Lebensdruck, jedes Erlebnis, jede Bewertung, jede Empfindung, jedes Leiden,jede menschliche Begegnung, jede Ichbezogenheit, jedes Konsumierbare, jedes zweckdienliche seine eigene Gotteswahrheit hat und automatisch
zur Individualisierungs-Bringschuld einer Entwicklungslosigkeit wird,wenn diese nicht als Zeichen und Mittel zum Individualisie-
rungs-Sinnzweck verwendet wird, welche auf Höheres verweisen,
was verwirklicht werden soll. Es sind alles nur Wegweiser, Hilfen
Probiersteine und Mittler für den Weg nach oben was den Men-
schen übersteigt und sind nur je nach kultureller Affinität Mittel
zum Entwicklungs-Individualisierungs-Reifezweck, welche nicht
an die Seele heranreichen. Alles dient nur dem einen Ziel durch die Dinge hindurch zugehen, um ihnen gegenüberstehen. Erst dann ist es möglich, diese in der Entwicklungs-Transzendierung zu überwin-
den und zu einem Stück mehr Frieden zu gelangen, weil Ruhe aller
Unruhebewegung Suchziel bleibt. Das Viele ist nur da sagt Meister Eckhart, um zu dem Einen (Gott) und zu mehr Gotteswahrheit zu gelangen und dieses Eine ist Frieden, ein weltlich Ding und geistiger Stand zugleich. Alles wird in der Absicht getan, es zu überwinden, zurückzutreten hinter die Aufgaben, die der Höchste zu seiner Ehre verwirklicht haben will.Die Säkularisierung wird religiös begriffen.
II.) An wichtigen Punkten der Evolution treten Wertwenden auf d.h.,was bis dahin entwicklungsförderlich war (Maß, Sinn, Wert)
wird entwicklungsschädlich (Maß-, Sinn- und Wertlosigkeit), die werbende Kraft der Anziehung lässt nach und die Involution zur Evolution. Beim Reifezeitpunkt wird die kritische Masse für Verän- derungen erreicht (Sättigungsgrad) und nach dem allgemeinen Gleichgewichts- und Reifegesetz und dem ehernen Gesetz " des Vergehens und des Werdens "schlägt die quantitative Veränderung
in qualitative Veränderung, um als nächste, höhere Entwicklungs-
stufe, welche die Ermattung des Denkens der jetzigen, geistigen (Krisen)situation überwindet. Es geht nicht darum, das Sinnliche in allem zu überwinden, sondern dieses mit dem Entwicklungsgeist " als Mittel zum Entwicklungs-Individualisierungs-Sinn-Zweck" zu durchdringen. Das Sinnliche, Materielle, der Gebrauchs- und Geltungsnutzen hat nur bis zu einem bestimmten Entwicklungs-und Sättigungsgrad eine Anziehungskraft, dann wird die lebenswesent- liche, immaterielle Seite "als das Ding an sich" für den Einzelnen wichtiger. Siehe Textfortsetzung in De-und Entmaterialisierung.
- Von Fragmenten einer Schriftrolle, welche in der Höhle von Qumuran im Heiligen Land entdeckt worden sind (archälogische Sensation) zur Entdeckung meiner täg-lichen Entwicklungs-Auseinandersetzungs-Überwin- dungs-Erkenntnisse und Fortschritte in "der stillen Stunde" am Abend als Privatandacht (persönliche Wahrheits-Entwicklungs- sensation, welche nicht mit Gold aufzuwiegen ist)*.
* I.) " Die stille (halbe)Stunde für sich " am Tag ist die Beschäftigung nur mit seinen persönlichen Entwicklungs-Tages-Gedanken als Reflexion und nicht mit den Gedanken und dem Leben anderer z.B. einer Zeitung, in einem Buch oder in den elektronischen Medien. In dieser Zeit hat niemand etwas von einem zu wollen, denn sie gehört einem allein und dass sich laut einer Umfrage die Menschen sich kaum Zeit nehmen für sich selbst, gehört der Vergangenheit an. Für die evolutionäre Allzeitnutzung gilt es zu lernen, nach jedem Tag sich einige Minuten Zeit zu nehmen, eine schriftliche Tages-Entwicklungs-Erkenntnis-Reflexion vorzunehmen, um den Erkenntnisgewinn, die Entwicklungsfortschritte, aber auch die Fehler des Tages zu bilan-
zieren, jede Lebenstätigkeit und jedes Verhalten entwicklungsmässig zu hinterfragen, die Arbeitsspannung für den nächsten Arbeitstag schaffen was als persönliche Meditation verstanden werden kann*.
* Von der Katharinenkapelle im Straßburger Münster als Gebets- und Andachtsräumlichkeit zur täglichen, stillen Stunde mit sich selbst bspw. auf dem Balkon ( " als Privatkapelle "), um abends den Tag entwicklungsmässig zu reflektieren und die Lebensspannung für den nächsten Tag zu schaffen.
II.) Es sind vielen kleine Tages-Transzendierungs-Überwindungen, wel-
che dem Tag sein Recht geben und zu einem besonderen, individual-
geschichtlichen Tag machen, um jeden Abend sagen zu können: " Das war mein Tag ". Es ist die Wandlung des Alltagsverständnisses von
der " Tretmühle des Alltags " und entwicklungslosen Alltagsein-
stellung zum Ausseralltäglichen. Die geometrische Form des Wiederholungskreislaufes " alle Tage und alle Jahre wieder " wird zur aufwärtssteigenden Spirale, das jeder Tag ist neu, einmalig und nicht wiederholbar ist. Durch die evolutionäre Allzeitnutzung gibt es
keine Alltage mehr, sondern nur noch Entwicklungstage. " Dem Entwickler sind alle Tage heilig ", was " das Genie der Selbstevolu-
tion " ausmacht. Wenn ich abends meinen Frieden gefunden habe, war es ein guter, magischer Tag. Siehe Textfortsetzung im Gliede- rungspunkt " Die Entwicklungsfortschritte werden erst " in der stillen Stunde " in der Tagesreflexion sichtbar gemacht " in evolutionäre Allzeit-Jetzt-Lebensleere-Nutzung
- Beim Bildungs-Kultur-Lernen war und ist der theo-logische Lebensorientierungs(bibel)gehalt) wichtig für ein sozialisiertes, bemänteltes religiöses Leben des Menschen. Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen ist der teleologische Entwicklungsorientierungs Lebens-Logos- gehalt als Entwicklungs-Sinn-Individualisierungs-Zweck wichtig für ein verwurzeltes individualgeschichtliches Entwicklungsleben des einzelnen Menschen*.
* Die Individualität ist die begriffliche Fassung des Lebens und der Einzelne ist nur wahr, wenn er individuiert. Der Entwicklungs-Individualisierungs-Lebenslauf als Lebensweg wird als ein einge- borenes Leitbild als Selbstidee verstanden und ist in der mensch- lichen Natur angelegtes, lebenstragendes, lebensorientierendes und lebensübersteigendes Lernprogramm, welches auf einen nicht be- einflussbaren, beabsichtigen Endzustand hinausläuft (und der Zufall gilt wissenschaftlich als ausgeschlossen). Die Entwicklungstheo-
rie hat einen starken teleologischen Charakter, weil sie unterstellt, dass die menschheitsgeschichtliche Entwicklung auf ein bestimmtes, von vornherein feststehendes Ziel gerichtet ist. Entwicklung ist den Menschen vom Zukünftigen her zu erfassen und was in ihm zielhaft angelegt ist und dieses wird nicht bewusst wahrgenommen.
- Von nicht die Bibel ist der Zeit fern,weil die Bibelverse in der heutigen Zeit fremd geworden sind (Vor der Reife Kulturlernen-17 ,sondern zu heute ist die Zeit der Bibel näher, als je zuvor, weil die Bibelverse in neuem Gewande in der heutigen Zeit notwendig geworden sind (bei Reife-Nr.782-Kulturlernen-17)*.
.*I.) Gott ist am meisten Licht, wo er am wenigsten Licht ist*.
* Meister Eckhart
II.) Die Zeit war noch nie so reif für das Bibel-Selbst-Studium, weil die Menschen noch nie so weit von ihr entfernt waren und erst heute die notwendigen Entwicklungsvoraussetzungen (Freiheit, Wohlstand,
Möglichkeitsvielfalt, Wertewandel, Weiterentwicklung und Sätti-
gungsgrad und Dematerialisierungsumschlag des Materialismus
Lebenskrisendruck, Nihilismus, Individualreife,religiöses Vakuum
etc.) gegeben sind.
- Von der Bibel, wo von Gleichnissen gesprochen wird,die nicht mehr zeitgemäss sind und deshalb erklärt werden müssen (verborgener Sinn) zu den Entwicklungs-Indivi- dualisierungs-Gleichnissen des gotischen Lernprinzips welche selbsterklärend sind (offener Lebenssinn)*.
*I.) Weil auch die Bibelgleichnisse dem entwicklungsgeschichtlichen Gesetz des Werdens und Vergehens unterliegen ist die Zeit ge- kommen ist, wo der Wahrheitslebensausdruck eines anderen Mediums als Kulturträger bedarf, weil diese nicht mehr geeignet sind auf Höheres zu verweisen, um die Sehnsucht nach oben wachzurufen, was man selbst noch nicht, aber Menschenaufgabe ist. Jegliche Lebenssituation, jegliche Krise und Problem, jeder Lebens- widerspruch, jede Krankheit, jeder Unfrieden und Unzufriedenheit sind Probierstein und Entwicklungssinnmittel zum Individualisie- rungsreifezweck oder um es nach Meister Eckhart zu sagen " alles was noch nicht Gott (Frieden) geworden" ist eine Friedens-Bringschuld einer Entwicklungs-Individuationslosigkeit als Lebenssinn eines jeden Einzelnen.
II.) In der Bibel wird von Gleichnissen gesprochen, beim gotischen Lernprinzip sind es die Entwicklungs-Individualisierungs-Gleichnisse der Entwicklungseigenschaften als Individual-Tugendethik. Weil auch
die Bibelgleichnisse dem entwicklungsgeschichtlichen Gesetz des Werdens und Vergehens,des Blühens und Welkens unterliegen ist die Zeit gekommen ist, wo der Wahrheitslebensausdruck eines anderen Mediums als Kulturträger bedarf, weil diese nicht mehr geeignet sind auf Höheres zu verweisen, um die Sehnsucht nach oben wachzurufen, was man selbst noch nicht, aber Menschenaufgabe ist.
- Von der Bibelexegese (Wortlaut der Schrift, das Wort Gottes ist mir nahe und die Bibel als Maßstab des Glaubens) zur Entwicklungsexegese der Bibel (Lebens- krisendruck als Chiffre und Entwicklungszeichen, wo mir der Geist Gottes nahe ist und die Lebensführungs- sachzwänge Maßstab einer Glaubenserfahrung sind)*.
*I.) Entwicklung ist nicht mehr auf die "Heilige Schrift" beschränkt, sondern auf die gesamte Schöpfung Gottes als Erkenntnismittel zum Gott-Individualisierungs-Entwicklungs-Zweck" zum Lob,Dienst und
Dank.Gotteswort manifestiert sich in jedem Aspekt seiner Schöpfungsordnung.
II.) Siehe auch den Gliederungspunkt " Glaubens"erfahrung).
- Von der Bibel,das Buch der Offenbarung zum Buch der Schöpfung und der Aussage von Meister Eckhart " Denn alle Geschöpfe und jegliche Kreatur sind Gottes voll
und ist ein aufgeschlagenes Buch. Wer darin recht zu lesen weiss, der braucht keine Predigt mehr.Das Viele ist nur da, um zu dem Einen (Gott) zu gelangen ". Siehe Textfortsetzung in De-und Entmaterialisierung religiös in- terpretiert*.
* Die Bibel gilt als das bedeutenste Offenbarungsspiritisische Buch.Denn ihr Hauptinhalt dreht sich und Botschaften des Jenseits an das Diesseits.
- Von dem metaphorischen, wortgetreuen Bibelver- ständnis (viele religiöse Metapher sind weil wirklich- keitslebensfern unbrauchbar geworden) zum metapho- rischen, evolutionären Bibelverständnis einer Bibel- weiterentwicklung. Warum klingt für uns ein leben- diges Sprichwort, eine Lebensmetapher oder klassischer Spruch besser als ein Zitat aus der Bibel (bei einem Lebensmetapher und auf gut Deutsch gesagt, da höre ich zu, weil wirklichkeitslebensnah)*.
* Hätte Christus vor 2000 Jahren von den heutigen Werten und Problemen gesprochen und gesagt was heute getan werden muss, hätte ihm niemand zugehört und so wirkt der damalige Zeitgeist auf uns heute. Die biblische Weltsicht hat keinen realen Bezug zu unserer Weltsicht.
- Von der Notwendigkeit den Willen Gottes neu zu for-mulieren und die Bibel fortzuschreiben zur Rettung des Evangeliums, um den Preis des traditionellen Evange - liums, weil Wort Gottes sich im Lebens(offenbarungs)- prozess eines jeden Einzeln entfaltet *.
* Das Absolute hat sich nicht mit der Bibel erschöpft, sondern es war erst ihr Anfang und der Mensch bedarf einer neuen Offenbarung ohne dass die zeitlosen Wahrheiten verwässert werden.
- Von es wird die höchste Bibelwahrheit für die Zukunft angemahnt und gefordert (statisches Bibelverständnis) zu sondern die niedrigste Wahrheitseroberung im " Hier und Jetzt " als selbstverständlich und unaufge- fordert.Nicht die Wahrheit ist wichtig, sondern nur der Weg zur Wahrheit selbst, nicht die absolute Wahrheit an sich, sondern die relative Wahrheit für mich,nicht die gelehrige Wahrheit, sondern wahr ist was zu mehr Frieden führt (dynamisches Bibelverständnis).
*I.) Der Entwicklungslebensbegriff wird zum neuen Gottesbegriff
und Entwicklung wird zum Synonym für Gottentwicklung und Christusnachfolge als das Wesen des Christentums überhaupt.
Gott wird in der Entwicklung erst wieder neu geboren und ist in der Entwicklung einem immer mit gegeben. Gott ist Subjekt und kann nicht zum Objekt gemacht werden. Immer wenn ich mich entwicke-
le, rufe ich Gott ins diesseitige Dasein und er tritt an die Stelle des Überwundenen als das transzendierte Verbesserte. Gott wirkt sich selbst, sucht nichts ausserhalb seiner selbst und durchwirkt die
Welt in dem Entwicklungsprozessgeschehen und deshalb ist Gott nahe. Alles was noch nicht Gott geworden ist, somit noch unvollen-
dete Entwicklung. Kein anderes Wissen als Gott haben ist kein anderes Wissen als Entwicklung haben. Durch mein Leben bin ich
Gott unmittelbar. Wo Entwicklung ist da ist auch Gott und wo Gott nicht ist, ist das Leben nicht in Ordnung (entwicklungskonform).
Weil der Glaube an Gott dem Menschen in seiner Entwicklungs-
anlage mitgegeben ist (weil ich Gott brauche, sonst kann ich nicht zum Frieden kommen),muss es ihn auch geben.
II.) Die Lebensfrage ist immer die Gottesfrage und die Gottesfrage bleibt die persönliche Gottentwicklungsfrage. Wie der Mensch ist, so ist sein Gott. Der Gottesbegriff wird aus der persönlichen Situation des Einzelnen heraus entwickelt und damit individualisiert sich die Religion immer mehr. Wenn Gott als Lebensmittelpunkt gefunden
ist, ist die Lebensfrage gelöst. Der Mensch ist nur und hat nur
so viel Wert, wie viel er von Gott (entwickelt) hat, wie viel Lebens-
zeit Entwicklungszeit ist und Zeitloses in der Zeit und Wesenhaftes
im Wesenlosen geschaffen wird. Die Individualisierung ist Lebens-
auftrag und Lebenssinn, um seinen persönlichen Gott zu finden.
Alles andere ist zweitrangig. In der Entwicklung wird Gott erst Mensch. Gott muss Mensch werden, um selbst sein und selbst wer-
den zu können und bekommt erst durch meine Entwicklung sein Gesicht und seinen Namen. Gott braucht mich, dass er sich wer-
den kann. Deshalb ist Gott mir näher, als ich ("mein Ego") mir selber bin.
III.) Siehe auch das Gottesbegriffs-,Entwicklungs-und Vermittlungs- verständnis eines Meister Eckhart
- Von der biblischen Überlieferung dem Mann (Adam),der gefallen durch die Frau (Eva) im Buch Genesis zum (Entwicklungs)mann, der durch die Frau (sublimierte Sexualenergie) wieder empor geführt werden wird*.
* Siehe auch Bildungs-Kultur-Lernen ist bspw. mit der Sexualität
als biologische Triebfunktion zur Fortpflanzung als Schlüssel zum Überleben als auch verantwortungsvoll im aus- und erleben der Sexualität umzugehen (Sexualkundeunterricht als Kultur des Eros und Energieauflösung des Sextriebes). Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen liegt das Augenmerk mit der Sexualität sublimierungsge- mäss durch Triebsinnverschiebung durch Transzendierung umzu-gehen, um damit der Sinnlichkeit eine edlere Richtung zu geben. Textfortsetzung Nr. 369 in Kulturlernen-9
- Vom religiösen Frömmigkeitsdrang nach der Bibel zu leben und nach Vollkommenheit zu streben, wozu ich nicht bereit bin (kirchenfromm) zur nur scheinbaren unreligiösen Erfahrungsfrömmigkeit bei Reife-Nr.782 nach Entwicklungs-Individualisierungs-Werten, wo zu ich bereit bin zu leben und auch nicht mehr anders kann ("lebensfromm")*.
* Der Begriff "Frömmigkeit im kirchlichen Kontext hat heute oft eine negative Konnotation im Sinne einer übertriebenen, bedingungs-
losen Hinwendung zur Religion und die spätmittelalterliche Fröm- migkeit, welche im Wesentlichen eine Sakramentsfrömmigkeit war.
- Von der heiligen Schrift als höchster Grad von Gottes Nähe (das Verhältnis von jenseitigen Gott zum Menschen) zur Welt und "heiligen Leben" als höchster Grad von Gottes Ferne (das Verhältnis des diesseitigen Gottes zum Menschen, wo Gott im Dieseits jenseitig ist).
- Von der Bibelgeschichte als die grösste Geschichte aller Zeiten (Mythos) zur Biografie als Geschichte, weil das Leben alle Religion hat, welche der Mensch braucht und jeder "wache Mensch" die gleiche Erfahrungen macht, wie in der " Heiligen Schrift "(gotisches-Lernprinzip) *.
* Geschichte hat nur, wer selbst lebendig miterlebt, mit erleidet und mit tut. Das Recht, die Religion (Bibel) ,die Sprachen, ein Staat, die Wissenschaft erleiden nichts und sind nur tote Abstrakta die auf ein Erfahrungserleben hinweisen. Geschichte ist nicht was einmal war, sondern lebendige Gegenwart im " Hier und Jetzt" . Von der leben- digen Gegenwart aus allein erhalten erst die beiden Schenkel der Geschichte Vergangenheit und Zukunft Sinn, Gewicht und Bedeutung.
- Vom Evangelium, dass den Inhalt unserer ganzen Kultur- welt bis zum heutigen Tag bestimmt hat, als grösster Kulturschatz scheinheilig gewürdigt wird zu trotz dem kulturellen religiösen Erbe muss sich jeder Einzelne selbst besinnen und seinen Möglichkeiten und Fähigkei- ten entsprechend sich kulturell entwickeln. Erbe bedeu- tet auch immer Auftrag. Jede Generation und jeder Ein-zelne muss kulturell gleich " wie Sisyphos seinen Fels- block bergauf wälzen ", um nicht überrollt zu werden. Dass der Einzelmensch ein unentwickeltes Wesen ge- blieben ist, dass den eigentlichen Engpass der Kulturent- wicklung darstellt, weil er durch die bürgerliche Ge- wöhnungs-Anpassung seine Individualität und sein " Mensch-Strebe-Selbst-Sein" aufgeben hat, weil die gesellschaftliche Ordnung wichtiger ist, als die Freiheit. Aber Kulturen werden von Einzelnen aufgebaut und erneuert. Kultur ist das Ergebnis der Entwicklungsaus- einandersetzung und die Veränderung des Einzelnen ist der kulturelle, schöpferische Transzendierungsakt .Es kann nicht oft genug betont werden, aber im mensch- lichen Kultur-,Berufs-und Krisenleben ist der Starke, der Nichtangepasste. Immer waren es schöpferische Ein- zelmenschen,welche Kultur geschaffen und Umwäl- zungen eingeleitet haben Die Gesellschaft ist aber nicht fähig aus sich heraus sich zu wandeln, der Gesellschafts- mensch ist wenig entwicklungsfähig und nicht der wirkliche Mensch, sondern nur der sich entwickelnde Einzelne ist wirklich und die tragende Kraft unserer Gesellschaft und gibt die Kultur-Werde-Richtung mit seinen Entwicklungsimpulsen an. Der Entwickler ist unersetzbar und weil das wertvollste Mitglied, " das Salz der Gesellschaft " und deshalb " systemrelevant ". Er ist es, der die Anderen durch " sein-anders-sein " weiter bringt. Entwickler machen den Unterschied aus, weil es die Anderen schon gibt. Einer muss es zuerst gedacht und getan haben. Durch ihn wird die Welt zu einem besseren Ort.Siehe Textfortsetzung in Gesellschafts-und Entwick- lungwelt
- Von der griechischen Bibelübersetzung (der ursprüng- liche Wortlaut ist nicht bekannt und bei der Übersetzung geht viel Heilssubstanz verloren) zur Notwendigkeit diese in die bundesrepublikanische Wirklichkeit zu über- setzen (sie lesen gerade eine unmittelbare neue Übersetzung)*.
* Von der Quellenforschung und der Suche nach den Ursprüngen des historischen Jesus zur Erkenntnis, dass die Suche nach dem histori- schen Jesus mehr eine innere Selbsterforschung und Suche sei .Christus hat einmal keine schriftlichen Zeugnisse hinterlassen.Es wird deshalb niemals irgendwelche authentische Worte Jesus geben.Sämtliche tradierte Worte sind Überlieferungen des gehörten Wortes d.h., sie tragen eine Färbung desjenigen, der sie gehört hat und können deshalb erst durch die individuelle Wahrheits-Individua lisierung zur Authentizität gelangen.
- Von wenn die Bibel wahr ist, zu muss der Mensch erst einmal scheitern, weil er sich nicht freiwillig von Grunde auf ändert. Es ist das gepredigte Ewigkeitsideal des Christentums, dass im allerletzten der Mensch seine bürgerliche Existenz vernichten und absterben muss, um den zukünftigen Christenmenschen auferstehen zu las- sen. Das Evangelium kann nicht ohne Aufruhr, Empörung und Widerstand gepredigt werden, weil Religion immer gegen die Welt ist. Für Martin Luther war die Bergpre- digt nicht realisierbar*.
* Den allerletzten Grund für das angebliche Scheitern liegt in der Botschaft des Christentums selbst "dass sich der Mensch von Grund auf ändern müsse" und das Christentum deshalb eine Illusion und unerfülltes Ideal bleiben muss, weil ich erst die Welt lassen muss, bevor ich zu Gott kommen kann.Es ist das Herzstück der Religion,die Unterwerfung unter Gott des "nicht mein, sondern dein Wille geschehe". Jegliche Lebens- und Berufsphilosophie muss scheitern, solange diese nicht das gesellschaftliche Normverhalten, den Zeit- geist, die praktische Lebenswirklichkeit und den Lebensdruck des Einzelnen widerspiegelt, den individuellen, freiwilligen Reife- und Bereitschaftsgrad berücksichtigt und die Wirkkraft einer Vorbild-funktion fehlt. Die Sphäre des Religiösen bleibt abstrakt und unverbindlich, solange diese selber nicht konkret wird und im Entwicklungs-Individualisierungs-Streben einer Bringschuld als Nachfolge Christi Gestalt angenommen hat. Lebensentwürfe, die auf Erkenntnissen, Askese, Gebete, Wiedergeburt, Moral, fremde Belehrungen, Idealismus, mystisches Denken, sprachliche Fremdheit, die Bibel, eine erforderliche Reife begründet sind, haben im Leben keine Verankerung."Lass alles fahren und du wirst alles finden". "Verlass alle Begierde und die wirst Ruhe finden"."Wer mein Jünger sein will muss sich selbst lassen"."Wer mir nachfolgen will, der ver-
leugne sich selbst"."Niemand kommt zum Vater als durch mich"."Die Hauptsünde des Menschen ist, dass er nicht auf dem von Gott gewollten Frie- densweg geht".Diese und ähnliche Aussagen sind,auch für religiöse Menschen, weil sprachlich,reife- und erkenntnismäßig, alltags- und lebensfremd total unverständlich und nur für wenige Heilige nach- vollziehbar. Das Christentum bleibt deshalb ein ewig unerfülltes Ideal und muss wegen den Maximalforderung „tue alle Dinge fort“ scheitern, weil das für jeden unzumutbar ist und keinen Sinn darin gesehen wird.Eine rücksichtslose Hingabe an die christliche Wahrheit und Befol gung dieser Kernweisheiten führt zur Selbstzer- störung und der Mensch wird zum gesellschaftlichen Aussenseiter, wenn man sich nicht mit der Welt arrangiert. Es gibt noch kein Podest, auf dem der selbstehrliche Mensch sich in der säkularen, evolutionären Nachfolge-Christi bewundern lassen könnte.
- Von den gleichbleibenden Bibelworten zum nicht gleich- bleibenden Menschen,dessen Tagesform schwankend ist, unter Sorgen, Problemen, Schlaflosigkeit leidet, nach getaner Arbeit abgeschafft ist und wenn er nach Hause kommt zuerst nach einer "Flasche Bier" greift, da ist jedes Bibelwort fehl am Platze.
- Von der Reformator Martin Luther hat nicht wortwörtlich die Bibel übersetzt, sondern schaute auf den Wortsinn(und den Menschen auf´s Maul) (aber Lut- hers Sprache war durchaus volkstümlich und das Volk erkannte sie als die Seinige wieder) (sinngetreu) zur Bibelübersetzung im Entwicklungs-Individualisierungs-Sinn,wo sich jeder wieder erkennt (lebensgetreu)*.
* Die Kirche erlaubt keine Übersetzungen der Bibel in die Umgangs- sprachen.
- Vom sicheren Bibelwahrheitswissen (in der Bibelschule die Wahrheitserfahrungen anderer lernen) zur sicheren Bibel wahrheitsselbstwerdung (durch die Lebensschule die Wahrheit erfahren. Der Lebens(ver)lauf eines Men- schen,welcher ein unbiblischer Text ist, aber voller Religion. Der Geist Gottes ist mir näher als das Wort Gottes, das sinnliche Leben ist biblischer als die abstrakte Bibel, das Leben ist unmittelbarer als das geschriebene Wort und die gesprochene Belehrung. Wo das Wort aus der unmittelbaren (Lebens)quelle kommt, da ist es der Wahrheit am nächsten.
- Von nicht das religiöse Interesse an der Bibel zu sondern nur die Glaubwürdigkeit der Bibel schwindet. Die Bibel hat nur eine Chance, wenn man nicht nachredet was andere vorgeben was Wirklichkeit sei, sondern jeder muss die eigene sich eröffnete Sicht oder Wirklichkeit formulieren.
- Von der frommen Anstrengung besonders der Fundamentalisten nach den Geboten der Bibel zu leben, sein Leben bibelsicherer zu gestalten und diese in das Leben zu integrieren (Kirchengott der Bibel) zur gegenteiligen Aufgabe, das Leben in die Bibel zu integrieren, als das Bessere im Hier und jetzt zu wollen ohne ständig Bibelworte zu zitieren (Bibelgott der Welt).
- Von für jede Lebensauseinandersetzung findet sich im Kern für den Schriftgläubigen und Bibelkundigen ein persönliches Bibelwort zu aber wer ist das schon? Finde ich mich noch in den biblischen Metaphern z.B. Weinver- mehrung, Paradieserzählung wieder ? Was hat die Bibel für den nicht bibelfesten Alltagsmenschen (welcher nie Zeit hat) und das ist die Mehrheit aller Menschen dann noch für einen Heilswert ?
- Von den Bibelwahrheiten, welche auf einer Papyrusrolle als Übersetzung zu finden und zu lesen sind zu wir kom- men auch nicht der Bibelwahrheit näher, wenn sie im Internet zu finden und zu lesen ist.
- Von dem wohlgemeinten Rat des Predigers uns nach der Bibel zu richten (von der Bibelwahrheit werde ich nicht satt und reich) zu den Gesetzen, die AGB´s, den Termi- nen, Vereinbarungen,Verantwortlichkeiten, Interessen, verfügbaren Einkommen,den sozial-ökonomischen Um- ständen, nach denen wir uns richten müssen (die Wahr- heit der Bibelworte werden erst zur eigenen Wahrheit, wenn diese Lebensumstände als Mittel zum Individua- lisierungszeck in der Dematerialisierung überwunden wurde.
- Von mich interessieren keine scholastischen, beliebigen Bibelinterpretationen,wo die Begriffe aus der Zeit heraus verstanden werden müssen und die Entstehungszeit vor 2000 Jahren wiederspiegeln (Bibelzeugung) zu sondern nur die faktische Sichtweise meiner derzeitigen Lebens- situation. Das Interpretations-Standpunkt-Privileg der Bibel hat dann nicht mehr die Kirche alleine. Denn jedes Bibelwort ist interpretationswürdig, während das Leben aber sich selbst interpretiert. Nicht mehr eine beliebige Auslegung der Bibel wird gewünscht, sondern eine neue Lebenssichtweise und die Welt im Geiste des Evange- liums umzugestalten. was in meinem Leben geschieht ist das was Gott mir sagen will.Es ist jeder über kurz und lang berufen das Wort Gottes auszusprechen.Nicht das Bibelinteresse muss sich wandeln , sondern nur der Lebensblick-Winkel, was als gute Rezeptur gesehen wird. Durch Verschiebung des geistigen Blickwinkels wie bspw. durch den Philosophen Immanuel Kant oder durch den Astronom Nikolaus Kopernikus hat sich die ganze Denkanschauung der Zeit verändert (Lebensbezeu-gung)*.
* Die Bezeichnung der Bibel als Wort Gottes – gelehrt in der katho- lischen wie in der evangelischen Kirche – schließt die Auffassung nicht aus, dass die Bibel der Auslegung bedürfe. Viele biblische Texte seien von der Persönlichkeit des jeweiligen Autors und seinen individuellen weltanschaulichen und theologischen Ansichten geprägt.
- Von der Beschreibung des biblischen Heilsgeschehens (gelehrige Wort) zu dieses führt noch nicht automatisch zum Heil, weil der Heiligungsprozess fehlt (erlittenes Wort).
- Von Martin Luther hatte die Bibel aus der Mönchs- perspektive übersetzt (Bibelexegese) zur neuen übersetzung aus der Lebensalltags-Perspektive eines Meister Eckhart, dass jede Kreatur Gott voll ist und deshalb eigentlich keine (Bibel)predigt braucht. (Lebens- exegese).
- Von der Bibel als das Buch der Bücher zu wer seinen Frieden in allem gefunden hat und immer wieder findet, ist die Autorität der Bibel überflüssig geworden. Mehr als den Frieden gibt es nicht.
- Von je autoritätshöriger der Kirchenglauben und für den Einzelnen alles "heiliges Gotteswort" ist zur Erkenntnis, je mehr sich der einzelne Mensch mit der Lebenstauglich- keit der Bibel auseinandersetzt, desto weniger klammert er sich an die untastbare Bibelwortwörtlichkeit.
- Von der Bibel als Dokument einer religionsgeschicht- lichen Epoche die untergegangen ist (ins Ohr geflüstert) zur der Bibel als Dokument einer religionsgeschichtlichen Epoche welche im neuen Glanz wieder aufersteht,weil die unmittelbar erfahrende Wahrheit eine größere Autorität und Akzeptanz besitzt als die vermittelten Bibelwahr- heiten (aus dem Leben entwickelt)*.
* Die Bibel ist nicht historisch, sondern metaphorisch.
- Von das Absolute hat sich nicht mit der Bibel erschöpft zu sondern es war erst ihr Anfang und ein drittes Neues Testament, wie der Mathematiker und Philosoph Comte es prophetisch formulierte ein neuer Anfang ist.
- Von das Neue Testament bestehend aus fünf erzählen- den Schriften, nämlich den vier Evangelien, ein voll beschriebenes Buch (Bibelsumma) zum dritten Testa- ment eines Lebensevangeliums leerer Blätter, wo jeden Tag eine neue Seite in der evolutionären Allzeit-Jetzt-Nutzung beschrieben wird (Lebenssumma).
- Von der These, dass die Heiligen Schriften nicht eigent- liche Wahrheiten sind zur Gegenthese,dass sie nur Lehr- bücher der Wahrheit sind. Nichttheologische Wissen- schaftler verstehen die Bibel häufig nur als ein litera- risches Werk und gehen davon aus, dass die Bibel reines Menschenwerk sei*.
* Bibelkritiker behaupten ,dass Bibel nicht als fertiges Buch vom Himmel gefallen und ihre Sätze sind nicht durch göttliche Inspiration in die Feder diktiert worden (keine Verbalinspiration und keine Irr- tumsfreiheit). Die Bibel wird als eine Zusammenfassung der Erkennt- nisse vieler Menschen, die Gott nahe standen angesehen. Die Evang- elien werden als Endfassung einer mündlichen Tradition verstanden. Diese sind während eines langen Zeitraumes zusammengetragen, von vielen Autoren überarbeitet,ergänzt zum Teil weit nach den jeweils beschriebenen Ereignissen. und nicht Wort für Wort geoffenbart worden. Daher könnten sie nur sehr eingeschränkt als tragfähige historische Berichte gewertet werden.
- Von den Bibelgeschichten von Jesus, Hebräerbrief, Paulinische Briefe, Evangelien zu diese werden als "langweilige Wahrheiten“ betrachtet, wo keiner mehr zuhört.
- Von der zentralen Botschaft der Bibel " verändert euch " aber i.d.R. nicht gefolgt wird zur zentralen gleichen Botschaft des Entwicklungs-Lebens-Christentums, wel- ches automatisch bei Entwicklungsreife-Nr.782 zu Veränderungen führt, weil dieses mitgesetzt ist und ich noch nicht einmal etwas dagegen tun kann.
- Von dem permanenten Sprachwandel und das Sprach- wissenschaften und die Geschichtsforschung immer wieder neue Erkenntnisse hervorbringen, müssen die Übersetzungen im Laufe der Zeit immer wieder ange- passt und verbessert werden zur Bibelkritik einer sprach- lichen Vorherrschaft männlicher Ausdrucksweisen, dass Gott und Christus traditionell männlich verstanden werden kann und sich kaum ein Identitätsmoment für Frauen ausbildet, diese sich nicht angesprochen fühlen und eine geschlechtergerechtere Sprachregelung fordern.
- Von der Bibel als Maßstab des Glaubens (das konkrete Wort Gottes für die menschliche Ratio) zum Entwick- lungs-Individualisierungs-Leben als Maßstab des Lebens (das konkrete Wort Gottes für die menschliche Sinne).
- Von Gott hat in der Bibel bisher nur in den Zeiten des Moses und der Propheten geredet, ist seitdem stumm geblieben und die Menschen der damaligen Zeit haben in ihren Siegen und Niederlagen erfahren, wer Gott sei, was Gottes Wille ist, wie das Dasein zu verstehen und es zu bewältigen ist und wir uns noch heute nach den damaligen Erzählungen vor 2000 Jahre zu richten haben zum lebendigen Gott,welcher perfekt deutsch spricht, und nur darauf wartet, dass ich mit ihm spre- che. Er ist weiterhin unsichtbar im Diesseits jenseitig, mir näher als ich mir selber bin und werde in meiner individuellen heutigen Lebenssituation "im hier und jetzt" die gleichen Erfahrungen machen, wie die Men- schen der damaligen Bibelzeit,dass ausser dem Willen Gottes alles ein Nichts ist.
- Vom Evangelium als der Größenmaßstab und Lebens- leitlinie zur Lebensleitlinie sich nicht zur Höhe aufzu- schwingen, sondern ganz unten anzufangen,weil Gott in jeden noch so banalen Ding zu finden ist.
- Von die Bibel erlaubt die Widerverheiratung Die Bibel ist nicht gegen die erneute Ehe nachdem ein Ehepartner gestorben ist, in manchen Fällen ermutigt die Bibel dazu sogar (1. Korinther 7,8-9; 1. Timotheus 5,14). Basierend auf der Instruktion der Bibel über dieses Thema ist was die Wiederheirat nach dem Tod des Ehepartners von Gott erlaubt zur kritischen jeweils individuellen Betrach- tungsweise zu wenn das Leben unsterblich ist, das Leben weitergeht und es den Tod nicht gibt,warum soll die Ehe auch nicht weiter gehen.Mit ihr teilte ich mein Leben lang heisst dann auch nach dem Tod.Alles andere wäre ein eheliches Mißver- ständnis.(Was zusammen gehört, kann auch der Tod nicht scheiden. Eine Wiederver- heiratung (neuer Lebenspartner) wäre kein Zuende bringen des gemeinsamen Entwicklungsweges)*.
* Von dem Tabubruch sich als Witwer oder Witwe nach einer Trauer-Warte-Karenzzeit ohne schlechtes Gewissen wieder zu verehelichen,obwohl vor dem Altar ewige Treue geschwo- ren (Ewigkeit ist immer) zu dass es bei einer bisherigen Lie- bes-und Seelenbeziehung diese Wiederverheiratung kritisch betrachtet ein Vertrauensbruch und "Fremd gehen" dar- stellt, weil das (Ehe)leben auch dort ewig weiter geht, bis man sich wieder in die Arme schliesst und die (Seelen)be ziehung dort weiter führt und vollendet. Weil man zusam- men gehört, sollte jede weitere Verpartnerung tabu sein. Man war ja bis zum Tod nicht geschieden oder getrennt lebend.Weil das Leben weiter geht, geht auch die Bezie- hungs/Ehe(treue) weiter.Es war ja kein Eheaus zu Lebens- zeiten, sondern eine Beziehung ohne Ende.Weil das Jenseits als "weisses Gebiet" betrachtet wird, fehlt die letzte Konse- quenz dieses auch zu tun (weil es keinen Tod gibt, gibt es auch keine Trennung)*.
*Die Eheformel "bis der Tod euch scheidet" (bzw. "bis dass der Tod uns scheidet") ist ein traditioneller Bestandteil vieler Eheversprechen. Sie drückt die lebenslange Gültigkeit der Ehe aus, die nur durch den Tod eines der Partner endet. Diese Formel ist sowohl in kirchlichen als auch in standesamtlichen Trauungen üblich und müsste umgeschrie- ben werden,weil es den Tod nicht gibt.
- Von der Wahrheit ist, dass die ersten Christen keine Evangelien hatten, sondern lieber ihre eigenen schufen und die neutestamentarische Überlieferung hatte ihren Sitz im Leben ( Urgemeinde) zu was auch heute die Wahrheit des Evangeliums ist (Lebensursprung)*.
* Soll eine Religion lange bestehen, muss man sie häufig zu ihrem Ursprungs(christentum) zurück führen" (Niccolò Machiavelli Italieni- scher Philosoph und Diplomat).
- Von das neue Testament ist nicht geschrieben worden um das Alte zu überwinden, sondern es zu erfüllen (Befreiungstheorie) zu genau dieses geschieht, wenn die Welt als Lehre zu Gott durch De-und Entmaterialisierung ,Kultur-und Unsterblichkeitslernen betrachtet wird (Befreiungspraxis)*.
*I.) Die Welt wäre nicht geschaffen worden, wenn sie nicht da wäre Gott zu suchen und zu finden. Der Mensch soll nicht vor den Dingen fliehen und sich in die Einöde begeben, sondern er muss lernen durch die Dinge hindurch zu brechen und darin seinen Gott zu ergreifen.Der erkennt Gott recht, der ihn in allen Dingen gleichermaßen erkennt*.
* Meister Eckhart
II.) " Nach Meister Eckhart ist jegliche Kreatur ist Gottes voll und ist ein aufgeschlagenes Buch und wer darin recht zu lesen weiss, der braucht keine Predigt mehr. Mach nur die Augen auf wie Jakob Böhme sagte und du wirst sehen;Die Welt ist von Gott erfüllt Das Viele ist nur da, um zu dem Einen (Gott) zu gelangen ". Denn indem der Mensch "das Göttliche" als Mittel zum Individualisierungs-Frie- dens-Zweck in und hinter allem entdeckt und diese in Entwicklungs- dienst stellt, werden die Dinge selber nur noch mittelbar, ihrer eige- nen Besitzwesenheit entkleidet und einem in die Hand gegeben. Er wird aus der Besessenheit durch die fremden Dinge erlöst und befreit. Aus dem Nichts fallen ihm die fremden Dinge ihrem Wesen nach zu und geraten selbst in seinen Besitz. Es ist Meister Eckharts weitere Erkenntnis, dass wer Gott hat, hat auch alles andere. Wer das Höhere hat auch automatisch das Niedrigere. De-und Entmaterialisierung wird als ein Weg zu grösserer Vollkommenheit und Gottannähe- rung betrachtet. Vor Gott ist nichts leer. Alles ist Hinweis und (Erkenntnis)- zeichen für ihn. Der Mensch muss lernen durch die Dinge hindurch zugehen und zu durchbrechen und darin seinen Gott begreifen lernen. Der Mensch muß erst einmal in den Dingen gestanden und von den Dingen umge- ben sein, bis man ihnen nach viel Übung nur noch diesen gegenüber steht. Alle Dinge werden dir lauter Gott (bei Überwindungstranszendierung), denn in allen Dingen hast du nichts mehr im Auge als nur mehr Gott. Gott ist allen Kreaturen gleich nahe. Ein Ding ist nur lustvoll und be- gehrenswert nur soweit, wie Gott in diesem ist. Der Mensch soll sich daran gewöhnen, nicht das Seine in den Dingen zu suchen oder zu nehmen, sondern in allen Dingen Gott (Entwicklung) zu suchen und zu nehmen.Es ist auch die Macht des Geistes über die materielle Welt,welche sich z.B. in der gotischen Baukunst wiederfindet.
- Von der Apostel Paulus ermahnt uns: "Gleicht euch nicht dieser Welt an, vielmehr wandelt euch durch ein neues Denken, um zu prüfen, was der Wille Gottes ist, was gut, wohlgefällig und vollkommen ist .!" (Röm 12,2) aber bei dieser Ermahnung es immer bleibt zu diese Ermahnung ist all das Entwicklungsgut (und bei Reife-Nr.782 ).
- Der Reformator Martin Luther übersetzte das Neue Tes-tament aus dem Griechischen in der Abgeschiendeheit auf der Wartburg innerhalb von 10 Wochen zur Lebens- übersetzung des gotischen Lernprinzips ein Leben lang.
- Von am Anfang stand ein Buch was die Welt veränderte zu es wird immer wieder Bücher geben, welche die Welt verändern werden (z.B. "der kleine Prinz")*
* Dieses Buch hatte die stärkste Auflage nach der Bibel und dem Koran. Der kleine Prinz gilt als literarische Umsetzung des morali- schen Denkens und der Welterkenntnis seines Autors Antoine de Saint Exupéry und als Kritik an einem Werteverfall der Gesellschaft. Das populärste Zitat aus Der kleine Prinz ist die Aussage des Fuchses, den der Prinz während seiner Reise trifft: „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ Die Er- zählung ist ein modernes Kunstmärchen und wird als Plädoyer für Freundschaft und Menschlichkeit interpretiert.
Offenbarung
(Fremdoffenbarung versus Selbstoffenbarung.)*
* Eine Weiterentwicklung der Offenbarung wäre die individualisie- rungsgeschichtliche Auslegung als Einzeloffenbarung*.
* Quelle: " in Anlehnung an Spirituell Wiki ".
- Vom Offenbarungsglauben für suchende Christen zum Theologen Karl Barth,welcher sagte, dass dieser im radikalen Gegensatz stehe zur Entwicklungs-Individua- lisierungs-Offenbarung in jedem Einzelnen.Aber das Individuelle kann nicht gesucht und intellektuell begriffen werden, weil dieses die Suchende und Ergreifende ist.
- Von der mittelalterlichen Offenbarungsscholastik zum Kirchenlehrer Bonaventura, einer der bedeutesten Philo-
sophen und Theologen der Scholastik, der die ständige Entwicklung der göttlichen Offenbarung betont und auch nach dem Mystiker Meister Eckhart ist die menschliche Einzelentwicklung eine permanente Selbstoffenbarung. Jedes Leben ist eine Offenbarung Gottes,weil Gott selber das Leben ist. Wenn ich z.B. ich leide (Krankheit) oder ei- nen Entwicklungsüberwindungs-Dematerialisierungs- prozess durchmache ist das, was mir Gott offenbart als belehrender Sinn,weil ich nicht der Gleiche bleiben kann der ich bin.Ohne Lieden wäre ich nie zu dieser Offen- barungserkenntnis gekommen.
- Von dem Schriftglauben, wie die Kirche ihn als Offen-barungsreligion lehrt (man glaubt nicht an Gott, sondern an einen Offenbarer) zur Selbsterfahrungsreligion, wo Gott sich einem in der suchenden Lebenserfahrung selbst offenbart. Es ist ein ganzes Leben umgreifendes hei- lendes, befreiendes und tragendes Widerfahren, was dem Mensch zuteil wird als anthropologisch und biblisch fundiertes Glaubensverständnis (ich glaube nicht mehr an Gott, sondern ich weiss um Gott.Einzeloffenbarung als Aufhebung der Religion)*.
* Der deutsche Existenzphilosoph Karl Jaspers vertritt dagegen eine „existentiale Interpretation“ der Religion d. h., eine auf den einzelnen Menschen bezogene Auseinandersetzung mit dem Transzendenten. Offenbarungsglauben kritisiert den Offenbarungsglaubenden zuguns- ten eines philosophischen Glaubens, den das Individuum entwickeln muss und der keine Verheißung, sondern lediglich Selbstverantwor- tung mit sich bringt.
- Von der Meinung,dass sich Gott schlagartig offenbart und nicht als Prozess zur (empirischen) Gegenmeinung, dass der Offenbarungsreifeprozess oft notwendig ist um z.B. gesund zu werden, um zur Wahrheit zu gelangen, um glauben zu können (siehe auch den Gliederungspunkt die neun Glaubensentwicklungsstufen) oder erst durch den Entwicklungsauseinanderprozess die Dinge überwunden werden als Offenbarung Gottes als das Wesen hinter der Erscheinung.
- Von dem prophetischen Offenbarungs-Religionsver- ständnis einer Fremderlösung (Erwartungs-und Trost religion zum Entwicklungs-Selbstoffenbarungs-Religions-Verständnis einer Selbstbefreiung (Transzendierungs-und Friedens-Religion).
- Von alle Offenbarungsreligionen beispielsweise entwer- fen ihr Bild vom Menschen, wo Gott nur gegenüber und ausserhalb von mir gegenwärtig ist (Dualismus) zum neuen, evolutionären Menschenbild eines Meister Eckhart, wo Gott im Menschen mein eigen ist und dieser durch mich immer mehr sich selbst in der menschlichen Entwicklung werden will (Universalismus).
- Von der übernatürlichen Belehrung, was Gott uns durch die Propheten sagen will zur natürlichen Umdeutung des Offenbarungsbegriffes, was Gott dem einzelnen Men- schen bei jedem Lebenskrisendruck sagen will.
- Von dass Christus das Ziel der Offenbarung ist und in ihm das Ziel der Menschheit (alle Menschen) erreicht ist zum einzelnen Menschen der das Ziel der Offenbarung wer- den muss.Lebensentwürfe basieren nicht auf der Offen- barung, sondern orientieren sich nach der praktischen Vernunft.
- Von der Offenbarungs-Verbalinspiration“ (vom Heiligen Geist diktiert) zur Lebensinspiration ( von heiligen Geist als Enwicklungs-Individualisierungs-Offenbarung dem Leben mitgegeben.
- Von der Mensch vollendet sich, indem er Gottes Gedan- ken nachdenkt (Fremdoffenbarung) zu der Mensch vollendet sich, indem er Gottes Gedanken in seiner Indi- vidualisierungs-Entwicklung nachlebt (Selbstoffenba- rung).Alles wird zu einer Offenbarung und jeder spürt, dass es zweifelsfrei so ist. In dieser naturhaften, kristallklaren und einfachen, direkten Empfindungswelt
als Tiefenblick ins Wesenhafte, dessen Unmittelbarkeit auch nur noch in der (klassischen) Musik (religiöse Musikalität), wo das göttliche Wort zum Ton wird, zu finden ist, ist jede Disputation über Religion nur Lärm von gestern und jeder Diesseits(profan, Natur)-Jenseits-(sakral, Übernatur)-Dualismus wird zum ad Absurdum geführt.
- Von der Herr hat immer zum Menschen gesprochen durch den Menschen (Offenbarungsreligion als fremde Bibelforschung) zu der Herr spricht zum Menschen durch das eigene Leben,welches seinen Grund in sich trägt.Es ist das Pauluswort, dass ein Jeder möge nach seiner Denkweise zu einer festen Überzeugung kommen(Selbstentwicklungsreligion als Bibelforschung).
- Von Gott spricht von aussen durch Offenbarungen anderer Menschen (Kirche) zu Gott spricht im Selbstsein des Menschen durch dessen Freiheit von innen (Gewissen)*.
* Das Urteil des Gewissens ist für den Kirchenlehrer Thomas von Aquin die letzte Instanz, nach der sich der Mensch zu richten hat,
auch wenn er damit der offiziellen Kirche widerspricht und sich gegen Gelehrtenmeinungen,Gesetze und lehramtliche Entschei- dungen wie gegen Konzil und Papst ausspricht,weil diese sich ändern,aber eine Gewissensentscheidung ist absolut. Damit hat auch die Kirche dem Gewissen des Einzelnen die Priorität vor der Wahrheit zuerkannt.
- Von Gott offenbart sich dem Menschen einmal durch die Propheten zu Gott offenbart sich dem Menschen nicht nur einmal, sondern zyklisch und wiederholend. Da sich der Mensch fort entwickelt muss zwangsläufig die Offenbarungsreligion eine Erneuerung und Wandlung erfahren, denn die Offenbarung Gottes wandelt sich mit dem Denken und Handeln des Menschen, an die sie ergeht ohne dass der Heilswert eingebüsst wird.
- Von nicht das überlieferte Wort Gottes, welches allgemein und zeitlos gültig ist(Menschheit) zu sondern das selbst errungene individuelle,situative erfahrene Wort Gottes für "im hier und jetzt" und individualgültig ist (Mensch).
- Von niemals darf eine Religion ihren Gläubigen als von einem einzelnen irdischen Gehirn ausgedacht oder aus vielen quasireligiösen und spirituellen Angeboten "(Patchwork) gestrickt werden.Immer muss diese von oberen, unsichtbaren Welten offenbart und verkündigt werden oder sind das Ergebnis mystischer Erfahrung zur Religiosität und Spiritualität sind das Ergebnis von eigenen Erfahrungen und nicht einem blinden Offen- barungsglauben. Erst durch mein eigenes Suchen bei Entwicklungs-Individualisierungs-Reife Nr.782 wird das Christentum für mich zur ewigen Erfahrungswahrheit. Das Christentum gibt es nur so viel wie selbst errungen, auch wenn die Evolutionslehre im krassen Gegensatz zur Offenbarung steht (Einzeloffenbarung)*.
*Es ist der evangelische Grundsatz von 1793, dass keine Generation der nachfolgenden Generation, was sie glauben sollen und müssen aufzwingen darf.
- Von der Offenbarung durch Gottvater und seinem mittelbaren Vermittler Gottes Sohn zum unmittelbaren Vermittler durch den Heiligen (Lebens)geist.
- Von nicht weil Gott gesprochen( das Wort der Schrift als höchste Autorität) sondern weil es die Seele vernommen hat und ohne kirchliche Bindung Gottes Offenbarungen unmittelbar empfängt (individuelle Autorität).
- Von wenn alles Wissen über Gott durch Gott ist, ist eine Religion ohne Offenbarung undenkbar.
- Von wo die Bibel noch nicht als unumstössliche Wahrheit anerkannt ist zu wird diese offenbarungstheologisch verargumentiert.
- Von der christlichen Offenbarung als Mitteilung des Willens Gottes und Enthüllung göttlicher Wahrheiten zu nach dem französischen Mathematiker und Philosoph Auguste Comte führt die menschliche Entwicklung zur Religiosität, nicht zu einem geoffenbarten Sein, sondern zu einer ständigen Lebensoffenbarungsreligion. Ein drit- tes Testament zu schaffen ist nach Comte die Zukunfts- aufgabe der Menschheit als die Notwendigkeit, den Willen Gottes neu zu formulieren und die Bibel fort- zuschreiben Eine zeitgemäße Auslegung der Heiligen Schrift ist keine zeitgemäße Anpassung und die zeitlosen Wahrheiten werden nicht verfälscht, aber die Bibel wird wieder nicht nur zum meist gedruckten, sondern auch zum meist gelesenen Buch. Die Offenbarung würdigt der Philosoph Immanuel Kant zwar in ihrer Bedeutung für den geistigen Fortschritt der Menschheit, betrachtet sie aber als eine zu überwindende Stufe der menschlichen Entwicklung. Der Mensch bedurfte des Offenbarungs- glaubens nur so lange, wie er für den vernünftigen ("reinen") Glauben noch nicht mündig genug war und das geschieht erst bei Reife-Nr.782.Der Philosoph Jean Jacques Rousseau vertrat die Meinung, dass die Offenba- rung unnütz ist, da der Mensch von seinem Urheber (Schöpfer) alles mitbekommen hat.
- Von der Offenbarung als theologischer Terminus Techni- cus, wo Gott über Propheten den Menschen "Verborgens" mitteilt zur These, dass die zukünftigen Antworten sich nicht bei einem Propheten oder in der Bergpredigt wie- der finden,sondern das Einzelleben ist die Offenbarung Gottes,wo Gott nach Meister Eckhart sich selber werden will und die eigentliche Lebensarbeit ist die Entfaltung Gottes in der Entwicklungsindividualisierungswerdung.
- Von was noch nicht volle (Friedens)wahrheit, verhindert sie zu erkennen. Denn solange der Mensch dieser (Frie- dens)wahrheit nicht gleich ist, kann er diese Wahrheit nicht erkennen zu diese (Friedens- und Ruhe)wahrheit offenbart sich nur, indem man selbst zum Frieden wird*.
* Meister-Eckhart
- Von das christliche Apostelat trägt zur Weitergabe der göttlichen Offenbarung bei zu aber Offenbarungen fügen der Lehre der Kirche nicht Neues hinzu und gelten mit der Apostelgeschichte abgeschlossen. Deshalb gilt von der Wahrheitsoffenbarung durch die Propheten zur Wahrheitsoffenbarung auch z.B.durch spirituelle und mediale Geistmedien.
- Von der Offenbarungsreligion, die sich in ihrem Selbst- verständnis darauf beruft von Gott eine (meist auch schriftlich festgehaltene) Offenbarung erhalten zu haben zu dass die Offenbarungsreligion erkenntnistheoretisch problematisch bleibt und die Welt älter ist als die christ- liche Offenbarung.Nach Meister Eckhart hat hat sich Gott niemals mitgeteilt und teilt sich auch weiter niemals mit. Nur durch seinen eigenen Willen teilt er sich mit.
- Von der Offenbarungsreligion,welche von den Gläubigen als unantastbares Gotteswort betrachtet wird zu was nützen am Himmel und aus dem Himmel kom- mende Offenbarungen, wenn der Raum zwischen der Erde und dem Himmel leer ist und noch mit der Offenbarungswahrheit z.B. das Bibelwort "dem ruhigen Geist ist alles möglich" aufgefüllt werden muss. Dieser Wahrheitsnachvollzug setzt z.B. jahrelanges De-und Entmaterialisierungslernen,Kultur-Lernen und Unsterb- lichkeitslernen voraus,aber wer ist dazu bereit ?
- Von nach dem christlichen Selbstverständnis, dass nicht mehr nur alleine durch die Offenbarung die göttliche Wahrheit zu sondern auch durch den Verstand zu erken- nen ist (Thomas von Aquin).Die christlichen Grundsätze erweisen sich als vernünftig, die natürlichen von der Vernunft gefundenen Gesetze als göttlich, während der Kirchenlehrer Augustinus von unmittelbarer Selbster- kennt nis ausgeht.
- Von der thomistischen Auffassung, dass dem Menschen nichts mittels der Vernunft, sondern durch die biblische Offenbarung gegeben war zu Gott spricht nicht von aussen in Form von Offenbarung, sondern im selbst sein des Menschen durch dessen Freiheit von innen. Vernunft und Offenbarung sind identisch, weil alles Wissen selbst von Gott kommt (subjektive Vernunft aus der Quelle einer übernatürlichen, objektiven Vernunft. Dagegen steht die Aussage,dass die göttliche Offenbarung höher steht als die menschliche Vernunft*.
* I.) Thomas von Aquin war ein italienischer Dominikaner, ein einflussreicher Philosoph und ein bedeutender katholischer Theologe und Priester. Er gehört zu den bedeutendsten Kirchenlehrern der römisch-katholischen Kirche und ist als solcher unter verschiedenen Beinamen bekannt, etwa Doctor Angelicus.
II.) Über die Zukunft des Christentums, kann deshalb auch nicht auf einem Konzil und auf Synoden beraten oder sonst wo entschieden werden und es ist wertlos, wenn es sich auf dem Boden der Vernunft abpielt. Allein von der nüchternden,abstrakten von der Wahrneh- mung unabhän- gigen und nur durch Denken gewonnenen Vernunft her kann sich der Mensch nicht ändern. Die Vernunft ist nur eine regulative Kraft und nicht verankert, ihr fehlt das schöp- ferische Element und kann nichts neues erschaffen. Beim einem Klimagipfel z.B. siegt immer die Unvernunft der nati- onalen, wirtschaftlichen Umweltinteressen (Die Grenzen der Vernunft begreifen, das erst ist wahrhaft Philosophie,sagte der Philosoph Friedrich Nietzsche einmal)*.
* Auch war die Aufklärung einem folgenschweren Irrtum unterlegen zu glauben, der Mensch könnte Kraft der kritischen Vernunft bei sich selbst und bei Null ohne religiöses Traditionserbe beginnen, ohne sich über tausend Jahre lange, akkumulierte, religiöse Substanz klar zu sein, von der die Aufklärung selber noch zehrte, wobei Bildung als Vollendung des menschlichen Wesens begriffen wurde. Die Vernunfts- religion der französischen Revolution dauerte noch nicht einmal ein Jahr.
- Von Gott spricht seine Offenbarungen als die Enthüllung göttlicher Wahrheiten oder eines göttlichen Willens durch erwählte Menschen (Offenbarung Gottes z.B. des Johannes) zu Gott spricht im Entwicklungslebensvollzug des einzelnen Gewissens des Menschen in seiner Ent-wicklungsfreiheit (Gott will sich selbst werden als Einzel- offenbarung Gottes). Es ist nicht weil Gott das Wort der Schrift gesprochen hat, sondern weil es die Einzelseele vernommen hat.
- Von z.B. der Altmeister und Dichterfürst Johann Wolfgang Goethe wandte sich gegen eine Offenbarungsreligion und seine Schriften sind ohne Christentum(Glauben in der Instanz ohne Freiheit) zum Einzelnen Menschen), der das "Göttliche", was ihn übersteigt, in sich selber finden muss und die Spaltung von Sein (Kathedrale)und Be-wusstsein (Rathaus) aufgehoben wird (Glauben ohne Instanz in der Freiheit errungen).
- Von den religiösen Offenbarungen als Mitteilung Gottes zur Kritik von Meister Eckhart,dass Gott sich niemals mitteilt.Nur durch eigenen eigen Willen teilt er sich mit.
- Von einem Besuch einer gotischen Kathedrale als Kultur-tourist , wo kunstgeschichtliches Wissen und Bibel- kenntnisse zum Verständnis der Bibelgleichnisse, Sinn- bilder und Symbolsprache sinnvoll sind zum Besuch einer gotischen Kathedrale als Entwickler, wo ich mich verän- dern muss, um die architektonische Formen- und Allego- riensprache als Lebenssymbolik einer gotischen Kathe- drale zu verstehen, " um vom Höchsten und Grössten ergriffen zu werden ".
- Vom Evangelium nach Johannes, altgriechisch "Ευαγγέ- λιον Κατὰ Ιωάννην euangelion kata Iōannēn oder kurz Κατὰ Ιωάννην", zumeist als Johannesevangelium oder kurz als Johannes bezeichnet, ist ein Buch des Neuen Testaments der Bibel. Als eines der vier kanonischen Evangelien ist es zentral für den christlichen Glauben zum "grossen Johannesevangelium" mit seinen fünf tausend Seiten, was kaum einer je gelesen hat und liest.
- Vom Christentum, welches eine mystische Religion und die Heilige Schrift nur eine sekundäre Erscheinung ist zu Jesus hat weder geschrieben noch irgend jemanden zum Schreiben beauftragt.Er hat seine Botschaft auf münd- liche Weise an die Menschen herangetragen. Erst nach- träglich ist das Christentum zu einer Schriftreligion ge- worden und hat mit den anderen grossen Schriftkul- turen gleich gezogen*.
* Die Papstkirche vertritt gegenüber der (kritischen) historischen Bibelforschung, dass das Evangelium nicht nach dem Tode Jesus entstanden ist, sondern Jesus eine historische Gestalt ist.
- Von den Evangelien und die Lehren der Botschaft Jesu versteht man nur in ihrer eigentlichen Bedeutung, wenn man sie im Lichte seinen Lebens, Sterbens und neuen Lebens sieht zu Karl Marx, Sigmund Freud, Johann Wolf- gang Goethe, Immanuel Kant, um nur einige zu nennen, wo ihr persönlich verfassten Werke auch ohne besondere persönliche Bindung und biografischen Kenntnisse der Person studiert und befolgt werden können. Ihre Lehre ist grundsätzlich nicht personalgebunden und ablösbar. Geist und das (sinnliche) Leben der Person klaffen aus- einander.
- Beim Bildungs-Kultur-Lernen war und ist der theo-logische Lebens(bibel)gehalt) wichtig für das religiöse Leben des Menschen. Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen ist der teleologische Lebens(Logos)gehalt wichtig für das individualgeschichtliche Entwicklungsleben des ein- zelnen Menschen.
- Der Reformator Martin Luther suchte manchmal bei seiner Bibelübersetzung in die deutsche Sprache drei Wochen nach einem treffenden Wort zur Suchbegriffs- analyse im Internet für meine säkulare,evolutionäre Nachfolge-Christi, wo das Suchen ohne Ende ist und die Individual-Entwicklungs-Worte Worte erst erschafen werden müssen.
- Von den heiligen Texten der Bibel zu den vielen unhei -ligen Widerspruchstexten, welche mir geholfen haben, meinen Ent- wicklungs-Individualisierungs-Wahrheits-Weg gegen die Welt in der Gesellschaft und im Beruf zu gehen.
- Von dem Bibelvers " jeder, der meine Worte hört und nichts tut, ist einem törichten Mann gleich, der sein Haus aus Sand baut und wenn er den ersten Schritt tut, bricht es zusammen zu dass es töricht ist diese zwar zweifelsfreie,lebenstragende Wahrheit zu predigen, solange nicht der Zeitpunkt der Reife-782 gegeben ist und erst dann irgendwann dieser Bibelvers, welcher nicht mit Gold aufzuwiegen ist, selber erkannt wird.
- Von z.B. Martin Luther, Jean Calvin und Thomas Tyndale übersetzten die Bibel in die Muttersprache und ermög- lichen jedem, sein eigener Priester zu werden zur Lebens- übersetzung durch z.B. die Entwicklungs-De-und Entma- terialisierung, durch das gotische Lernprinzip und durch das Unsterblichkeitslernen ,weil das Leben alle Religion hat und selber Religion ist, welche der Mensch braucht und deshalb jeder in der Lage ist auch sein eigener Seelsorger zu werden*.
* Das Werden Gottes ist kein Entschluss Gottes, sondern mit seinem Wesen mitgesetzt. Nur die Religion macht den Selbstwert des Men- schen aus. Das Religiöse lässt sich vom Entwicklungslebensprozess akt (zu mehr Gott- werdung) nicht trennen und ist immer mitgegeben und mitgesetzt.Jede Lebensinterpretation wird zur Religion. Es ist die Vollendung durch die persönliche Entwicklung. Deshalb ist jeder Mensch religiös auch wenn es nicht danach aussieht und mit Religion in Verbindung gebracht wird. Alle Lebensfragen werden behandelt, als wenn sie Religion wären. So gesehen endet alle Religiöse im Profanen. Religion zu haben ist die Pflicht des Menschen gegenüber sich selbst. Gottes Existenz zu leugnen bedeutet, meine eigene Existenz zu leugnen.
- Von Bibelvers-Zitaten als Wegweisung zum Heil zum Realismus einer solchen naiven, frommen Bemü- hung, weil die Triebe, Geldsorgen, gesundheitliche Behinderungen, Leidenschaften, familiäre, beruflichen, gesellschaftliche,- wirtschaftliche und staatliche Interessen sich nicht um die Belehrung kümmern. Aufgrund der Trennung von Kirche und Staat ist die Richtschnur für den Einzelnen in der Gesellschaft das Gesetz, seine Interessen und nicht das Bibelwort.
- Von der Bibel, welche von Kritikern abfällig als Men- schenwerk abgetan wird ohne jemals die Bibel studiert und die tragenden und lebensführenden Wahrheiten jemals ernsthaft geprüft zu haben zur Bibel, welche zum tragenden Lebensfundament wird, je mehr wir uns mit den Bibelwahrheiten lebenspraktisch auseinander zu setzen.
Was
- zu mehr Entwicklungsreife-782
- die Menschen tiefer und weiter macht,
- von der Sehnsucht nach echten Werten getragen ist,
- zu mehr Unsterblichkeitslernen führt,
- für religiöse Naturen was "dem Gottesreich" näher bringt, was wegführend ist auf meinem Entwicklungsweg als säkulare, evolutionäre Nachfolge Christi, was Richt- schnur und Weisung ist zu grösserer Vollkommenheit und wie man Gott suchen und finden kann im Sinne von Gottentwicklung eines Meister Eckhart eines Entwick- lungs-Lebens-Christentums wird als wertvollster (Kultur)- schatz der Menschheit betrachtet.
Christentum
- Vom dem idealistischen, weltverneinenden, am wirklichen Leben vorbei gehenden Vollkommenheits-Jenseits-Christentum (Spaltung) zum realistischen, lebensnahen, freien Diesseits Unvollkommenheit-Entwicklungs-Christentum des schwachen Menschen, welcher ab- hängig ist von seiner religiösen Sozialisation, seinem Willen, seinen Leidenschaften, seinen Interessen, seiner Lebensbiografie, von den gesellschaftlichen- und wirtschaftlichen Verhältnissen und seinen Moralvorstel- lungen (Einheit)*.
*I.) Frei ist besser als vollkommen. Nicht wenn ich vollkommen bin, beherrsche ich meine Bedingtheit, sondern nur wenn ich frei bin.
II.) Das Gesetz des Lebens ist ihr Widerspruch. Die Tugend wird nur in der Verführungsschwachheit vollbracht, weil diese zur Entfaltung das Gegenteil bedarf. Das Gute ist erst das Gute und eine Tugend, wenn
es vom negativen Pol gereinigt wurde. Wo keine Untugend, da ist auch keine Tugend möglich. Die Untugend ist nur eine verkleidete Tugend. Nur weil ich der Versuchung widerstanden habe, bin ich dadurch stärker und tugendhafter daraus hervor gegangen und
das Böse wird zum Guten. Das Positive wie das Negative, das Lebensaufbauende wie das Selbstzerstörerische sind die zwei
Seiten des Ganzen. Nur eine einzelne Kraftseite gibt es nicht. Es ist das getrennte (Welt)sein als Anschauungsform. Erst die lebenswider-
sprüchlichen Lebensgegensätze führen zu einer höheren Lebens -
einheit und die polar entgegen gesetzten Prinzipien sind aufeinan-
der bezogene Seite existiert kausal und final nur durch ihr Spiegelbild. Gäbe es die Polarität nicht, gäbe es auch keine Entwicklung, weil nur durch Kritik als Polarität der Entwicklungs-Auseinandersetzungs- Spannungszustand entsteht. Siehe auch Volltext in Das Gesetz des Lebens ist ihr Widerspruch
- Von den vielen Kritikern und Andersgläubigen, welche das Christentum von aussen bekämpfen (sich um die Formen des alten Christentums streiten) zu dem Entwicklungschristentum, welches versucht das Tradi- tionschristentum von innen her zu überwinden ohne bewusst es von aussen zu bekämpfen weil nur, wenn ich etwas habe kann ich es auch transzendieren (ein neues Individualisierungs-Entwicklungs-Christentum in der Nachfolge Christi als Einzelner begründen).
- Von der Breitenwirkung des institutionellen Traditions-christentums als Weltreligion mit 2,3 Milliarden Anhän- gern (Dominationsmacht) zur Tiefenwirkung des Chris- tentums einer religiösen Einzelexistenz des Entwick- lungs-Individualisierungs-Christentums (Wirkungs- macht)*.
* Es kann weiterhin nicht oft genug wiederholt werden, dass es unwichtig ist was die neuesten Nachrichten sind, was andere sagen und tun, wie prominent jemand ist, Mißstände zu kritisieren sondern nur was ich tue. Es geschieht zwar viel in der Welt und um uns herum, aber in Wahrheit geschieht alles nur in mir. Es ist der Weg von der Verwandlung der Welt, um diese in der Aussenwelt z.B. eine Krise bspw. durch Reformen, Technik, Schutzmassnahmen und viel Geld zu verbessern und retten zu wollen und der Andere der Schuldige ist
und der Mensch will und kann bleiben wie er ist zur Verwandlung
des Menschen in seiner Innenwelt, wo der Mensch sich im Ent- wicklungs-Individualisierungs-Prozess wandelt, weil dieses das Ganze darstellt und dieses der einzige Punkt ist, wo in der Welt wirklich etwas geschieht und deshalb ist er " der Nabel der Welt ", macht den Unterschied aus, ist das Besondere, braucht nichts zu beweisen und beneidet niemanden mehr. So wir wir sind, ist die Welt.Die Probleme des Einzelnen sind so komplex und gewaltig, genauso gross wie die Probleme der Welt sind. Jeder Mensch ist sein eigenes Universum und bewegt sich dem geistigen Weltzentrum parallel..Wer seinen Mittel- punkt gefunden hat, wird zum Mittelpunkt für die Anderen.Der Er- scheinung des Menschen sagt mehr aus als sein Beruf. Der besondere Mensch wird erspürt, gefühlt, füllt den Raum mit seinem Dasein. Früher habe ich gesucht, gewollt und jetzt werde ich gesucht und gewollt. Obwohl ich nie im Vordergrund stehen will, aber wo ich spreche, stehe ich automatisch im Licht des Interesses. Was Wert hat, macht sich selten und gerät in den Hintergrund. Er genügt sich nur noch selbst sein,will nicht mehr sein und nur (da)sein. Gut lebt der, der im Verborgenen lebt.Es erwartet keiner etwas von mir, sondern ich erwarte nur etwas von mir. Nur wer sich zum Helden macht, hält sich persönlich für eine Niete. Er will beneidet werden, dass er sich nicht so elend vorkommt*.
- Vom Traditionschristentum als Weg wie kann ich meinem Gott näher kommen durch die Theologie, die Dogmatik, den Gottesdienst, die Predigt, die Rituale, den Glauben, die Suche spiritueller Hilfe bei anderen Weltreligionen (mein Wille geschehe, weil ich weiss, was das Beste für mich, aber trotzdem sich im Nachhinein als Irrtumsweg herausstellt) zum Entwicklungs-Lebens-Christentum, wie kann ich meinem Gott näher kommen in der evolutionä- ren Allzeit-Jetzt-Lebensleere-Nutzung durch den per- sönlichen Entwicklungs-Individualisierungs-Weg durch Abtragen meiner Entwicklungs-Individualisierungs-Bringschuld in der evolutionären, säkularen Nachfolge Christi und mich führen lassen durch das Entwicklungs-Individualisierungs-Gewissen (dein Wille geschehe, weil ich nicht weiss, was das das Beste für mich ist, aber das Gottvertrauen (siehe den Gliederungspunkt Glauben) mich in jedem Geschehen trägt und darauf Verlass ist (ich muss vertrauen, um wissen zu können)*.
*I.) " Geh deinen Weg und du wirst getragen" *.
* Benedikt von Nursia, katholischer Heiliger. Einsiedler, Abt und Ver-
fasser der Mönchsregel (Regula Benedicti).
II.) Wir können aber das Gewissen als " höhere, zeitlose Intelligenz und Führungs-Orientierungs-Instrument " nicht einfach ignorieren, was immer schon richtig war. Wenn das Gewissen als der zentrale Ort erscheint, an dem die Dinge des Menschen und der Welt immer ent-
schieden werden und die Spaltung des Menschen überwunden werden kann, ist das Entwicklungs-Individualisierungs-Gewissen der archimedische Punkt des Menschen, die prima causa aller Bewegt-
heit, von der alles ausgeht und bewegt wird. Ohne Gewissen hört der Mensch auf als Einzelner zu existieren, denn nur im Einzelnen ist das Gewissen wach und nur als Einzelner besitzt der Mensch Zugang
zum Gewissen. Das Gewissen ist im Einzelnen gebunden und wird im Kollektiv aufgehoben. Nur der Einzelne wird von seinem Gewissen bedrängt, während das Kollektiv gewissenlos ist.
- Von den christlichen Bewegungen der Gottesfreunde (Interessengemeinschaft) zu der individuellen Entwick- lungsbewegung erst ein Gottesfreund zu werden (per- sönliches Entwicklungs-Individualisierungs-Interesse in der säkularen, evolutionären Nachfolge Christi).
- Von dem Christentum eines Vollkommenheitsstrebens, welches in Ethik und moralische Werte aufgelöst wird und zur Daseinskrise geführt hat zum Entwicklungs-Lebenschristentum, von dem ich mich angesprochen fühle, wo bei Entwicklungsreife der Wille der Wahrheit sich selbst bewusst wird, wo das Leben sich selbst im Entwicklungs-Individualisierungs-Prozess selbst mora- lisiert und allmählich zum Friedens-Einheits-Bewusstsein führt*.
* Die Krise des Christentums beruht am wenigsten auf institu-tionellen Problemen und das Christentum ist in nicht Frage ge-
stellt, weil der Wahrheitscharakter betroffen ist, sondern weil der Sinn nicht mehr verstanden wird und der praktische Bezug zum Leben einfach fehlt.
- Vom jenseitigen, lebensfeindlichen Christentum in reli- giöser Gestalt (traditionelle, statische Ekklesiologie) zum diesseitigen, lebenssinnlichen Alltags-Christentum in der Entwicklungs-Individualisierungs-Gestalt (evolutionäre, dynamische Entwicklungs-Ekklesiologie) *.
* I.) Die Ekklesiologie ist im Christentum die theologische Reflexion über die Ekklesia (altgrieschisch ἐκκλησία ekklēsía, lateinisch
ecclesia, die ‚Zusammengerufene‘), nach neutestamentlichem Sprachgebrauch die Gemeinschaft derer, die von Jesus Christus durch das Evangelium aus der Welt herausgerufen wurden, sich um ihn im Gottesdienst (λειτουργία leiturgía) versammeln und von ihm zum Glaubenszeugnis (μαρτυρία martyría) und Dienst der Liebe (διακονία diakonía ‚Dienst‘, von διάκονος diákonos ‚Diener‘) gesandt werden. In vielen Konfessionen wird Ekklesia mit „Kirche“ übersetzt; Ekklesi-
ologie ist als „Lehre von der Kirche“ ein Themenbereich(Traktat) der Dogmatik. Kirche im Spannungsfeld von soziologischer Gestalt und theologischer Verortung ist dagegen Thema der Kirchentheorie als Teil der praktischen Theologie*.
* Quelle Wikepedia.
II.) Je einfacher etwas ist (lebensnaher), desto mehr Kraft und Stärke liegt darin.
* Meister Eckhart
III.) Religion bleibt von ihrem Sinn und Wesen nach auf die Welt be-
zogen. Weil Gott mitten in unserem Leben jenseitig ist, existiert das Jenseitige im weltlichen Diesseits.
- Von dem organisierten und gelehrigen Papst-Christen- tum als Glaubensgemeinschaft und einer Konfessions- zugehörigkeit, welches in der Lebenspraxis des Einzelnen i.d.R. fast wertlos und so wichtig wie die Haarfarbe geworden ist (sozialisiertes Christentum und für das die Kirche zuständig ist ) zum selbstehrlicheren, persön- lichen "Entwicklungs-Lebens-Christentum", welches bestrebt ist, immer das Entwicklungsbessere im hier und jetzt zu wollen, weil nur der Einzelne vor Gott gestellt und sich verantworten muss und nicht durch eine Glau- bensgemeinschaft geschützt werden kann (Einübung im Christentum, wo ich zuständig bin).
- Von der Frage nach der Zukunft des Christentums zur Antwort, dass jeder einzelne Mensch in seinem Leben die christliche Substanz an den Widerständen seines Lebens, was als evolutionäre Entwicklungs-Individualisierungs-Friedens-Bringschuld einer Entwicklungslosigkeit bezeichnet wird, autodidaktisch im Lebensalltag sich erarbeiten muss und in der Gegenwart mit der Zukunft des Christentums schon "schwanger" geht. Jeder muss wie Sisiphus den Stein wieder bergaufwärts wälzen, um nicht überrollt zu werden. Es ist die alte Weisheit, dass es gut ist in der Väterreligion geboren zu werden, aber schlecht ist, in der Väterreligion zu sterben und auch die tiefe Erkenntnis des Dichters Johann Christian Friedrich Hölderlin; "Was wir sind und alles was wir gemacht haben ist nichts, aber was wir suchen und einmal sein werden, das ist alles". Einerseits "fertig im Geiste "als was ich bin, ist alles aber erst " unfertig im Geiste ", was ich suche und einmal sein werde, ist wirklich alles*.
* Sogar der emeritierte, konservative,mittlerweile verstorbene Papst Benedikt der XVI Joseph Aloisius Ratzinger war der Meinung, dass die Kirche wirklich etwas Neues wagen müsse, um aus dem einge- fahrenen Schulschema heraus zukommen und stand für ein religiöses Selbststudium was als evolutionäre Entwicklungs-Individualisierungs-Friedens-Bringschuld einer Entwicklungslosigkeit interpretiert werden kann. Auch für den Verkündigungstheologen Karl Rahner besteht kein Zweifel, dass der neuzeitliche Weg zum Glauben über die Existenz Gottes über die persönliche Erfahrung führt und durch Reflexion und Auseinandersetzung mit dem Leben das Leben zur Religion und der Logosidee wird. Es ist der Weg vom rechts-und lehrgültigen, didaktischen Vermittlungs-Christentum zum autodi- daktischen Individualisierungs-Entwicklungs-Christentum, welches noch einer Kanonisierung bedarf
- Vom Christentum heute zählt nur noch die Anzahl der Mitglieder, was eigentlich oberflächlich und belanglos ist zum Wesen des Christentums, was heute gestaltlos ge- worden ist und nur noch lebt der Gestalt der Institution, den Ideologien,der Dogmen und äusseren Ritualen, die nicht mehr verpflichtend sind, weil das lebendige Vorbild fehlt. Deshalb sagte der Heiland nicht lerne dies und tue jenes, sondern " Folge mir nach ". Deshalb begann jede Renovatio des Christentums bisher immer mit der Nachfolge.Ein Wert wird erst in der Nachfolge zum Wert.
- Man war sich zu lange im Traditionschristentum sicher und hat auf Kosten fremder Kreide gezecht. Die bisherige Religion ist unvollendet. Eine Renaissance der Tradition führt zu keiner wirklichen Fortführung und Erneuerung und stellt nur die alten Verhältnisse wieder her. Die Traditionskirche ist nicht imstande sich auf eine neue Stufe ihrer Entwicklung zu heben, weil sie eben nur von ihrer Tradition lebt und ihrem Geschichtsmythos zehrt.
- Keine der vorhandenen institutionellen Kirchen kann deshalb die Ekklesia des Neuen Testamentes sein.
- Die Frage nach dem Scheitern des Christentums zu liegt in der Botschaft des Christentums selbst, "dass sich der Mensch von Grund auf ändern müsse" und das Christen- tum deshalb eine Illusion und unerfülltes Ideal bleiben muss, weil ich erst die Welt lassen muss, bevor ich zu Gott kommen kann. Es ist das Herzstück der Religion, die Unterwerfung unter Gott des "nicht mein, sondern dein Wille geschehe". Es ist das gepredigte Ewigkeitsideal des Christentums, dass im allerletzten der Mensch seine bürgerliche Existenz vernichten und absterben muss, um den zukünftigen Christenmenschen auferstehen zu las- sen. Christ sein heisst immer Leiden und wird zum schwersten Los, weil es bei nahe unmöglich wird, mit der Lebenswirklichkeit existentiell zu recht zu kommen, weil Religion nur möglich ist gegen die Welt, aber wir in dieser Welt leben und der Mensch im Widerspruch steht zu seinem Ursprung.
- Von den vielen Theologen, welche über die Krise des Christentums und ihre Zukunft disputieren, weil die Krise des Christentums zur menschlichen Krise allgemein führt, untergangsprophetisch das Ende für den einzelnen Menschen vor her sagen, weil der Mensch ohne Religion verloren ist und eine Rettung...Siehe Textfortsetzung "Vorwort" in www.entwicklungschristentum.de
- Vom Klerus, den kirchlichen Würdeträgern, den Theo- logen, Ordensgeistlichen,Priestern etc., welche mit ihren seelsorgerischen und admistrativen Aufgaben bis zur Belastbarkeitsgsgrenze beschäftigt sind, keine Zeit mehr haben über die Zukunft des Christentums nachzudenken und mit den Jahren veränderungsresistent geworden sind zum Geheimrat und Minister Johann Wolfgang Goethe, der beim Herzog Karl August Staatsminister war,mehrere Komissionen erfolgreich leitete und noch glaubte, neben seiner politischen Tätigkeit fortan weiter dichten zu können, aber diese Zeit von den Goethever- ehrern als eine nutzlose Zeit betrachtet wird, weil in diesen vielen Jahren nicht ein "Zweizeiler" das Licht der Welt erblickt hatte.
- Vom äusseren intellektuellen, toten Vernunfts-Gewohn- heit-Institutions-Christentum ( Gott opfert sich dem Menschen) zum inneren, lebendigen, mystischen Urchris- tentum (der Mensch opfert sich Gott).
- Von dem Christentum als eine der fünf grossen Weltreli- gionen zum Christentum, welches essentiell eine unvoll- kommene Religion ist und wie der Reformator Martin Luther meinte, einer neuen Inhaltsinterpretation bedarf und mit neuer Bedeutung gefüllt werden muss, wenn es nicht untergehen soll.
- Von dem Christentum unserer Herkunftsreligion, wel- ches in den letzten Zügen liegt zu nicht das Christentum liegt in den letzten Zügen, sondern deren Vermittler, Institutionen, Vertreter und ihre Botschaft. Der Genius des Christentum kann nicht sterben.
- Von dem kirchlichen jenseiten,lebensfremden Christen- tum zur religiösen Deutung der Evolution im Lebens-und Berufsalltag und vom Leben her entwicklungssinnmässig zu denken und damit den Geist des Evangeliums in alle Lebensbereiche hinein tragen, ist das, worauf es an- kommt. Durch die Entwicklungssichtweise wird die Le- bensempfindung zur Religion und das Leben erhält quasi eine religiöse Weihe "als Privatreligion" und die Religion wird in ihr (Lebens)wesen aufgelöst. Es ist der kleine Unterschied ob Religion gelebt wird (ausserhalb von
mir als lehramtlicher Akt) oder das Leben zur Religion wird (innerhalb von mir als Akt des Suchens). Es ist säkular, profan und religiös, heilig zugleich. Der religiöse Raum ist die Welt. Der Weg muss aus der Welt kommen und darf nicht ausserhalb von der Welt sein. Es gibt keinen Unterschied zwischen religiöser und profaner Praxis, vita activa und contemplativa, Glauben und Welt.Religion stellt dann keine Sonderwelt mehr da, wenn sie ins Leben aufgelöst wird und die theologische Fragen sich vom Leben herstellen. Die Religion, welche nicht die persönliche Lebensrealität zum Inhalt hat, ist zum Scheitern verurteilt. Die religiöse Sinndeutung der Evolution im Lebens- und Berufsalltag und vom Leben anders zu denken ist das, worauf es ankommt. Es
ist der Weg vom rechts- und lehrgültigen, didaktischen Interpretations- und Vermittlungs-Christentum von oben
herab als Vorentwicklungsstufe zum autodidaktischen Individualisierungs-Entwicklungs-Lebens-Christentum von unten herauf, wo die Individualisierungswahrheiten selbst entwickelnd als zeitlose Bibelwahrheiten inter- pretiert werden,weil in der Bibel das Programm für die individuelle Befreiung fehlt. Die Vertreter des " goti- schen Geistes " dulden keine Mittler zwischen Gott und sich selbst. Es muss eine Kirche (Organisation) von unten sein oder sie verwirkt ihren Daseinszweck.
- Von dem Irrtumsversuch zum Christentum ohne Gnade durch den Vernunftsprozess zu gelangen und zu soziali-sieren (Primat der Rationalität) zur Entwicklungser- kenntniswahrheit, dass das Wesen des Christentum einem erst bei Reife geschenkt wird (Primat der Entwicklungsmystik*
* Siehe auch Nr. 782 " vor der Entwicklungsreife ....und bei Entwick- lungsreife.... in Kulturlernen-17
- Von dem Christentum, welches immer eine Religion der Erlösung durch Leid gewesen ist (Leiden wird mit körper-
licher, seelischer Qual und Schmerzen verbunden) zum Christentum als eine Selbstentwicklungs- und Selbster-
kenntnisreligion, welche im lebensnotwendigen Entwick-
lungsprozess-Erfahrungsakt der Entwicklungsbewegung sich äussert (Leiden wird bis zur Entwicklungsreife als bedrängender Lebensanpassungs- und psychischer Lebensübereinstimmungsdruck, einem Lebensringen (Unfrieden),die Lebens schwere ertragen zu müssen und einem Lebensverzicht empfunden und ab der Entwicklungsreife ein gernen müssen ist es "ein gerne müssen")*.
*I.) Das Fremderlösungsbedürfnis des Abendlandes beweist, dass es eine Technik der Leidensüberwindung geben muss. Im Leiden liegt der grösste Segen und nur dort erfolgt eine Charakterbildung. Du irrst wenn, du etwas anders suchst als Drangsal. Es ist die letzte Tiefe, um daraus alles zu begründen und zu gestalten. Ohne Leiden kann der Mensch nicht zum Heile gelangen. Nur über Armut, Entbehrung und Leiden ging bisher der Weg aller Religionen ins Göttliche. Erst das Leiden hat der Menschheit das Gefühl der Religion, den Ge- danken eines Gottes erschaffen. Mystische Erfahrung ist ohne den Durchgang von Leiden nicht zu erreichen. Durch Leiden geschieht im Menschen erst etwas wirklich und verwandelt ihn.Es ist der Ort, wo Himmel und Erde zusammenfallen.
III.) Der Mensch richtet sich zugrunde, damit Gott entstehe. Das
Kreuz gilt als Chiffre für das Leiden Christi und sollte mit Gold verziert wer den, weil es nicht mehr zu steigern ist. Es wird auch als Passionsmystik, Schmelztiegel und Prägestock Gottes bezeichnet. Es leidet nur die Seele, welche von Gott überformt wird. Gott offenbart sich dem Menschen immer erst am Abgrund.
III.) Alle Formen, welche die Gotik hervorbrachten waren Formen
des Leidens. Allen Köpfen der gotischen Bildhauer- und Schnitzer-
kunst bspw. ist eine tief ernste, fast düstere Stimmung gemeinsam, weil die Menschen der Gotik von Unglücken und der Pest verfolgt waren. Sie hatten Sehnsucht nach einer besseren Welt im Jenseits.
In ihrer Not und Verzweiflung suchten sie Trost und Hilfe bei den Heilmitteln der Kirche. Nur so sind die asketische Vergeistigung und der der fanatische Baurausch zu verstehen.
IV.) Nach dem Philosophen Friedrich Nietzsche wirkt veredelnd nur jeder Schmerz, den zu überwinden, wir Kraft besitzen. Es war für
ihn nicht der Tribut, den man zahlen muss um das Tor der ewigen Seeligkeit zu öffnen. Der Schmerz war für ihn eine Macht, mit diesem man sich furchtlos mit allen möglichen Therapien auseinandersetzen muss, um ihn zu überwinden. Leiden war für ihn eine Schule
der Weisheit. Wer viel gelitten hat, weiss mehr als die Weisesten
wissen können. Seinem Siechtum verdankte er mehr als seiner Ge-
sundheit. Alle seine Krankheiten waren Stimulanz zum mehr erleben
und entdeckte das Leben gleichsam neu. Es ist das " amor fati ", das Notwendige nicht nur zu ertragen, sondern auch zu lieben. Je
mehr ein Mensch zukunftsbestimmt ist, je grösser sein Leiden, weil
die gestalterischen Kräfte sich abstossen.Es ist der Sinn und Wert allen Leidens.
- Vom geschichtlichen Erbchristentum und der Bewahrung der Substanz des Traditionschristentums, welche wichtig ist und erst dadurch das Kulturgut für jede Generation zur Verfügung steht (Lehre als christliche Wurzeln) zu jeder muss immer wieder und ständig neu anfangen und sich die christliche Substanz erarbeiten und zu gleichen Erkenntnissen gelangen.Christentum gibt es nur soviel, wie selber errungen (Eigenerfahrung)*.
* Jede Generation und jeder Einzelne muss kulturell gleich "wie Sisyphos seinen Felsblock wälzen, um zu vermeiden, dass er nicht überrollt wird. Trotz des hochgehaltenen kulturellen Erbes muss sich jeder Einzelne seinen Möglichkeiten, Fähigkeiten und geschenkten Reife entsprechend sich kulturell weiter entwickeln. Um dieses Ziel
zu erreichen, darf kein Problem zu schwierig, keine Entschuldigung zu billig, kein Preis zu hoch, kein Vorteil zu verlockend, kein Weg zu lang, kein Frust zu gross, keine Motivation zu niedrig, kein Widerstand zu heftig, keine Tradition unumstösslich und kein Streit zu schwer sein. Wer das tut, der hat so viel getan,wie der Papst in Rom und noch viel, viel mehr.
- Von den vielen reformfreundlichen Geistlichen und Theologen, welche versucht haben und versuchen christliche Überzeugungen mit der gesellschaftlichen und weltlichen Realität nur mit mässigem Erfolg in Übereinstimmung zu bringen, weil das Christentum alleine nicht mit Reformen als Erneuerung und "mit dem abfüllen des alten Weins in neue Schläuche" zu retten ist zum Entwicklungs-Christen-Lebenstum, welche das Traditions-Christentum einmal nach ihrer Bedeutungs- losigkeit als eine Neuschöpfung auf ein neue Stufe ihrer Entwicklung heben wird. Siehe Textfortsetzung in www.entwicklungschristentum.de*
* Es geht nicht mehr um eine Reformierung als Wandlung des Christentums , sondern um eine Wandlung des Menschen selber. Die Krise des Christentums trägt keine Wirklichkeit in sich, weil sie sich immer im Innern des Menschen abspielt und deshalb von Reformen von ausserhalb nicht zu beheben ist. Nur was von innen kommt lebt wirklich. Durch das gesicherte Erkenntnis-Wissens-und Glaubens- bewusstsein der Institution Kirche ist eine Problemlösung nicht möglich, weil die Krise das noch Erkannte und Erfasste darstellt. Die Tatsächlichkeit liegt vornehmlich innerhalb des Lebens und nicht
ihm gegenüber. Der existentielle Lebenskampf nach aussen enthebt und entlastet den Einzelnen, mit sich selbst zu kämpfen. Keiner vermag über das hinaus zu wirken, was er nicht selber in sich hat.
Wir verändern und verbessern als Orientierungsvakuum die Welt nicht mit dem was wir machen, sagen und schreiben, sondern nur durch das, was wir durch den gegangenen Entwicklungs-Lebensweg geworden oder nicht geworden sind.
- Von der starren, nichts veränderten "alle Jahre wieder Feiertags-Tradition" ( Christ zu werden ist nicht schwer) zur gelebten Praxis in jedem Entwicklungstun im hier und jetzt (Christ zu sein dagegen sehr (in Anlehnung das das Bonmot von Wilhelm Busch)*.
* Siehe auch "evolutionäres Feiertagsverständnis" in evolutionaere-Nachfolge-Christi-6
- Vom Christentum, welches sich sich in den grossen kirchlichen Systemen begründet , namentlich dem Thomistischen, was auch die Strukturform des Christentums bildet. Dieser Rationalismus war ein großartiger Versuch die Religion vernunftsgemässs zu formen, aber es ist keine Befreiung vom Irrationalen und dem Unbegreiflichen geworden, was das Wesen einer jeden Religion ausmacht. Sie ist auch nicht imstande, das Gemüt und die Seele wirklich zu befriedigen und den Zeitgeist zu erfassen bis zum heutigen Tage, sonst würde diese sich nicht in der Krise befinden zur Mystik des Mittelalters, besonders die des Meister Eckhart ist die erste Neugestaltung des übernommenen und mittler- weile überkommenen Christentums, deren Umgestal-tung sich in den grossen Bewegungen des ausgehenden Mittelalters im Humanismus und der Reformation fortsetzt, bis in die heutige Neuzeit hinein und die evolu- tionäre These sein Programm ist und die Zukunft des Christentums sein wird.
- Von dem Wunsch einer Renovato des Christentums nach mehr Gottesdienstbesuchern zur Entwicklungstatsache, dass die Kirchenbesucher ihre alte Vergangenheit als "Entwicklungs-Individualisierungs-Bringschuld" mit sich herumtragen, welche noch nicht abgetragen und über- wunden wurde. Erst wenn ich ein anderer geworden bin, kann das Christentum auch eine andere Zukunft haben. Wiederholungsrituale als Erinnerung und Anmahnung werden als oberflächlich angesehen, sind ohne (Heils)- wert und bleiben entwicklungslos.Das Leben ist nicht auf Wiederholung, sondern auf Weiterentwicklung angelegt*.
* Der zukünftige Entwicklungsweg des Menschen führt nicht von der Gegenwart unmittelbar wie wir es gewohnt sind nach vorne weiter, weil "das Vorne" von der Vergangenheit schuldmässig vorbelegt und deshalb vorbestimmt ist. Eine andere Zukunft kann sich nur aus einer anderen Vergangenheit entwickeln. Die Zukunft ist nicht in dem Sinne offen, dass ich vom Standpunkt der Gegenwart nur planen und mir neue Möglichkeiten erschliessen muss, um damit die Zukunft zu gestalten, sondern sie ist bereits durch die Vergangenheit abge-
steckt, eingegrenzt und vorentschieden worden. Dem Menschen kann in Zukunft nur das begegnen, was er früher war. Er kann sich nicht heute einfach wandeln zu einem Anderen und Besseren, der er sein möchte, und ignoriert die Aufarbeitung seiner entwicklungslosen, aufgestauten Vergangenheitsschuld. Die Ver- gangenheit muss erst bereinigt werden, damit eine bessere Zukunft entstehen kann. Bevor es zur Wandlung kommt muss " der Weg des Rausches, der Lebenskrisen und der Verzweiflung"gegangen werden, weil sich der Mensch von der Gegenwartsexistenz sich erst zu lösen vermag, wenn er die Vergangenheit seiner Existenz,welche in die Zukunft hinaus als lebendige Wirklichkeit nachwirkend ist, diese auch erkennt, akzep- tiert und durch die Auseinandersetzung mit ihr sich damit in der Entwicklungsüberwindung davon gelöst hat. Weil es zum Besseren in der Transzendierung durch Überwindung gedient hat, ist die Entwick- lungsschuld gesühnt. Deshalb helfen Reformen oder eine Vernunfts- einsicht wenig. Entwicklung vorwärts geht nur über Entwicklung zurück. Unbestritten gilt; wenn jetzt ein Mensch "gut" ist, ist er so gut, als wenn er nie "schlecht" gewesen wäre. Es ist die schon fast paradoxe Ausgangslage, dass man eine bessere Zukunft nur erwarten kann, indem man ihr erst den Rücken kehrt und sich der Aufarbei- tung seiner "Bringschuld einer Entwicklungs-Individua- lisierungslosigkeit des nicht gegangenen Entwicklungsweges widmet, welche " tausend Masken " trägt.Wer darüber nach denkt wird er- kennen, dass der Mensch, der die unbewältigte (Schuld)vergangen- heit ausblendet und nur nach vorne lebt, seine (Planungs)zukunft bereits hinter sich hat.
- Von dem schwindenden Interesse der Jugend an Religion und Christentum,was auch den Führungsnachwuchs der Organisation der Kirche gefährdet zum zunehmenden Interesse der Jugend am Entwicklungs-Lebens-Chris- tentum als Individualisierungs-Freiheitsakt,was wieder- um für die Kirche eine Chance sein kann, wenn sie mit dem evolutionären Weltbild organisatorisch im Einklang steht.
- Vom traditionellen, übergestülpten und nicht völker-psychologischen, analysierten Christentum mit dem Versuch erzieherisch auf das Leben einzuwirken zur eigentümlichen, seelischen Eigenart eines Lebens-Wirk- lichkeits-Christentum als wesenseigene Religion und das Abstreifen fremdartiger Religionsweisen im Entwick- lungs-Lebens-Christentum im täglichen Entwicklungs- tun als Einübung im Christentum,was noch keine Tradition hat und deshalb auch nicht kanonisiert ist*.
* I.) Die ehemalige Christianisierung ist heute nur noch eine ober-
flächliche, unbedeutende Randerscheinung. Mit der Bekehrung
zum Christentum bildete sich der "deutsche Volkskörper", aber die Kirche war bei unseren Vorfahren im germanischen Volksgeist
immer ein Fremdkörper und nur übergestülpt. Weil die romani-
schen und germanischen Völker das Christentum von den Römern
in lateinischer Sprache übernommen wurde, war es nie verwur-
zelt und es wurde nie wirklich internalisiert. Der einzelne Mensch
hat sich seit über 1000 Jahren (Tradition) kaum religiös weiterent-
wickelt. Auf der einen Seite steht die Geschlossenheit und Un-
wandelbarkeit des Christentums für alle Menschen und auf der anderen Seite die Eigenartigkeit eines jeden Volkes und kulturelle, naturnotwendige Identität hinsichtlich der Religions-und Chris-
tentumsgestaltung. Das Neue Testament hatte schon bei Christus,
Johannes und Paulus nicht die gleiche Grundfarbe.
II.) Ein Mensch, der 2000 Jahre christlich geformt wurde bleibt im Positiven wie im Negativen christlich, alles andere ist Unfug und Spielerei. Die religiösen, geburtsbedingten Werte kann man nicht erwerben. Sie sind Schicksal. Es ist der archimedische Punkt des abendländischen Menschen, von dem aus alles bewegt wird und dieser ist religiöser Natur. In der Tiefe seines Wesens ruhen starke mytische Kräfte, welche sich dem bewussten Zugriff entziehen.
- Vom infantilen,wirklichkeitsfremden Christentum des Kinderzimmers (Kirchenaustritt) "zum erwachsen werden im lebensbetroffenen Entwicklungs-Lebens- Individualisierungs-Christentum des Alltages eines jeden Einzelnen (Lebenseintritt).Man muss das Traditions- christentum überwindungsmässig hinter sich gebracht haben,um für das Entwicklungs-Individualisierungs-Christentum reifemässig-Nr.782 offen zu sein*.
* Diese Gesellschaft ist voller Religiosität und Sehnsüchte wie kaum
eine andere Gesellschaft zuvor. Die aufgespeicherte, religiöse
Substanz hat sich nur ökonomisiert und sozialisiert in den Begrif-
fen Materialismus, Wirtschaft,Fortschritt, Geld, Geschäftswelt, Sozial- staatlichkeit, Wissenschaft, Konsumismus, gesellschaftliche Bestätigung, Lebenssicherheit etc. Jeder ist aufgerufen sich ein anderes " Bestäti- gungs-Gegenüber " zu suchen, was nur ausserhalb der relativen Welt zu finden ist.
- Beim Traditionschristentum es ist damit getan jeden Sonntag und Jahr für Jahr in die Kirche zu gehen und seine Kirchensteuer zu zahlen (Ermahnung: du weisst, worauf du getauft bist,so halte dich daran,was als "Vertölpelung" empfunden wird) zu es ist die Zeit gekom- men, in der die Menschen Gott nicht mehr in Tempeln, sondern im Geist der Lebenswahrheit anbeten und die Kirchensteuer obsolet geworden ist (Ermahnung: "Wann willst du dich selbst werden,so halte dich daran,womit die Individualisierungs-Bringschuld einer Entwicklungs- losigkeit in der säkularen,evolutionären Nachfolge Christi gemeint ist*.
* Gewohnheitstradition ist faule Ruhe, substanzlose Erinnerung,bleibt wirklungs- los und stumpft ab.Wiederholung als Kreislauf und " alle Jahre wieder " ist ungeschichtlich und entwicklungslos. Das Signum für Entwicklung ist die Spirale. Der Mensch ist nicht dazu geschaffen worden, wie ein Zirkuspferd in der Manege immer im Kreise herum zu laufen.
- Vom Christentum, welches sich auf die Bewahrung der Substanz beruft zu das es genauso wichtig ist diese in der Zeit und für die Zeit ohne Abstriche auszulegen und zu leben.
- Von dem scholastischen,dogmatischen Christentum (Systematiker Thomas von Aquin,Kirchenlehrer) zum wesenhaften, freien Entwicklungs-Lebens-Christentum, welches im Leben(sbegriff) mitgesetzt ist. Was ist das Leben ? Gott ist das Leben ( Meister Eckhart).
* Siehe auch "wesenhaftes Christentum" und Gottesbegriffs-,Got-tesentwicklungs- und Vermittlungsverständnis eines Meister Eckhart
- Von dem Christentum, welches andere Religionen aus- schliesst, weil sie sich im alleinigen Besitz der Heilswahr- heit glaubt (Intoleranz),weil jede Religion oder kulturelle Gruppe meint, dass ihre Vorstellung von Gott die einzig richtige sei zu kein Heilsweg zu Gott ist direkter als ein anderer ". Im Himmel gibt es keine Religionen. Keine Religion ist die einzig wahre Religion. Kein Volk ist das auserwählte Volk. Kein Prophet ist der grösste Prophet. Es gibt viele Lampen, aber nur ein Licht (Gott). Es gibt viele Religionen und viele Aspekte der Wahrheit, aber die ganze Wahrheit ist nie in einem Buch, in einer Religion oder sonstigen Ideologie zu finden (Der Buddhismus ist eine asketische,das Christentum eine thera- peutische und das Judentum eine moralische Religion).Neben dem einen Licht gibt es auch andere Lichter, neben dem einen Wort Gottes auch noch andere Worte Gottes, ne- ben der einen Wahrheit noch andere Wahrheiten.Es würde ja dann die anderen Religionen ausschliessen. Toleranz bedeutet, dass auch die anderen Religionsgrün- der wie Mohamed, Moses, Buddha nicht minderheiliger sind als Jesus (Interkulturelle Theologie),auch wenn diese uns nach dem christlichen Verständnis nicht erlöst haben. Es ist keine Religion oder Gesetz höher als die Wahrheit. Der Weg zur Wahrheit wird wichtiger, als die Wahrheit selbst. Es gibt viele Religionen, aber nur eine Moral (John Ruskin).(Entwicklungs)ethik ist wichtiger als jede Religi- on. Wir kommen nicht als Mitglieder einer bestimmten Religionsgemeinschaft auf die Welt, aber die ethischen Entwicklungs-Individualisierungs-Prinzipien als das Individual-Logos sind angeborener, menschlicher Natur über alle geografischen und kulturellen Grenzen hinweg. Gott spricht deutsch, japanisch, jiddisch oder türkisch, sonst hätte er mich nicht verstanden. Der Geist kennt kein Geschlecht, keine Hautfarbe, Nationalität, Kulturunterschiede, Volks-oder Glaubenszugehörigkeit, weil der " allumfassende Geist ", die Beziehung aller Teile zum Ganzen und zu seinen Teilen ist.Unser (Selbst)be- wusstsein steht in Verbindung mit dem universellen Ganzheitsbewusstsein, was alles überlagert, alles zu- sammenhält und jeder daran Anteil hat. Deshalb tragen wir alle die gleiche emazipatorische Wahrheit in uns, deshalb ist jede Wahrheit konfessions-,partei-und ideologielos, frei von jedem eliminatorischen völkischen Gedankengut und jeglicher Diskriminierung sei sie rassistisch,religiös, sexistisch,ideologisch oder sozial motiviert. Völker und Sprachen gibt es viele,aber nur eine Menschheit.Als Person ist man verschieden, dem Wesen nach aber sind wir eins.Es gibt nur eine Gleichheit der Menschen vor Gott, aber es gibt keine Gleichheit der Menschen in der Gesellschaft. Es ist der Kosmopolitis- mus, die säkulare Ethik und Inklusion, der alle grossen Geister und Gebildeten gehuldigt haben,der bisher nur durch die abstrakte Vernunftseinsicht, aber nicht durch das Gesetz, den wissenden Verstand und Erkenntnis-Reife-Einsicht der Interverbundenheit begründet war und latent in vielen Köpfen noch vorherrscht. Jede Religion ist nur ein (Friedens)weg zum Einheits-und Ganzheitsver- ständnis, welches auch durch die Interverbundenheit eines Multiversums von der Quantenphysik bestätigt wird. Wenn das zum Grundsatz jeder Religion geworden ist, sind alle Religionen versöhnt, alle religionsmotivie- rten Kriege in der Welt (wo immer nur Gott das Problem ist) werden ins ad absurdum geführt und die Quanten- physik wurde endlich verstanden*.
*I.) Dieser Selbstgerechtigkeitsdünkel hatte seine höchste Blüte im Mittelalter u.a. durch den Kirchenlehrer Bernhard von Clairveau,für den es bei den Kreuzzügen nur Bekehrung oder Vernichtung Anders- gläubiger gab.
II.)Das Entwicklungs-Lebens-Christentum lässt sich in jede andere Kultur inkultivieren, weil dieses universell, trans-und interkulturell, überkonfessionell und nationenübergreifend der ganzen Menschheit gehört und die Menscheneinzelwürde der Entwicklung ein konstitu-
tiver Menschenrechtswert darstellt, gleich auf welcher Entwicklungs-
stufe und wo immer auf der Welt sich jemand befindet.Jeder Mensch ist entwicklungsfähig und bei jedem wirkt der Lebensauftrieb des individuellen Eigengesetzes. Die vielen Kulturen und Vielfalt der Reli-
gionen glauben an den gleichen Gott, verstehen sich nur in einem Entwicklungsgeiste und jedes hervorheben einer kulturellen Iden-
tität, die geburtsgemäss immer mitgegeben ist, hat nichts mit Intoleranz und Ausländerfeindlichkeit zu tun,denn jede Kultur kennt nur eines; "die Mitte". Jede Kultur lebt und wird befruchtet aus von anderen Kulturen und Religionen. Wie kein Sterblicher im Besitz der ganzen Wahrheit ist, wegen der persönlichen Entwicklungswahrheit jeder ein Teil der Wahrheit ist und deshalb diese nie im Besitz einen Volkes oder einer bestimmten Zeit sein kann.Denn das eigentliche Leben aller Weltgeschichte entwickelt sich aus dem Wechselspiel der einheimischen und den fremden Kulturen der einzelnen Völker.Kultur ist nicht nur ein gefühlter, globaler Humanismus,sondern versteht sich auch als eine übergreifende Solidarität mit denen, welche für ihre (kulturelle) Entwicklung innerhalb ihrer Kultur kämpfen müssen.
III.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird über andere Länder, andere Kulturen, andere Völker andere Nationen im Sinne von Andersartig- keit, Spaltung, und Getrennt sein einer Geburtsgemeinschaft gespro- chen und diese werden als Fremde, Ausländer, Emigranten bezeich- net. Entwicklungs-Kultur-Lernen sieht dieses nur als wert-und spal-
tungsfreie Vorstufe einer Interverbundenheit an, weil jedes Indivi- duum ein ein Teil des grossen Ganzen, mit dem grossen mit dem Ganzen verbunden ist und sich in Übereinstimmung mit dem Ganzen befindet.Jedes Einzelleben ist ein Tel des Gesamtlebens, weil der " allumfassende Geist ", die Beziehung aller Teile zum Ganzen und zu seinen Teilen ist.Unser (Selbst)bewusstsein steht in Verbindung mit dem universellen Ganzheitsbewusstsein, was alles überlagert, alles zusammenhält und jeder daran Anteil hat.
- Von dem Versuch Bischofsstühle mit erzkonservativen Bischöfen zu besetzen um die Reinheit des Glaubens und des Christentums wieder herzustellen zu warum soll die Tradition fortgeführt werden, wo die gepredigte Erstar- rung immer weniger gilt und dieses nicht der richtige Weg sein kann und sich nicht mehr verkaufen lässt, weil diese" wie Blei in den Regalen " liegt. Mit der theologi- schen Dialektik und Dogmatik (Denk-,Aussage-und Lebensentwurfsverbote) wird kein Mensch erneuert und von Impulspapieren und Reformen kann keine wirkliche Rettung und eine Lösung kommen, sondern nur von der Entstehung und Entwicklung neuen (Entwicklungs)le- bens. Zukunft und Schicksal ist Jugend. Es ist die Stab- übergabe von den Traditionalisten und "den Alten " in der Religionsgemeinschaft, welche derzeit das Sagen haben zu den Entwicklungs-Lebenstum Christen der Jungen/ "jungen Alten", welche jetzt das Sagen haben werden*.
* Ein historisches Beispiel ist Weimar, als Ort der Weimarer Klassik. Unter der Regentschaft der Herzogin Anna Amalia und ihrem Sohn Herzog Carl August Ende des 18./Anfang des 19. Jahrhunderts hatten Wieland, Goethe, Herder, Schiller und weitere kulturelle Persönlich- keiten der Epoche die Freiheit das zu verwirklichen, woran sie selbst glaubten. In Frankfurt, der Geburts- stadt Goethes, hatten die Alten, während in Weimar, die Jungen das Sagen hatten.
- Von dem intellektuellen Christentum (Paulus) und rationalisierten, mystischen Christentum des Kirchen- lehrers Thomas von Aquin zum Entwicklungs-Lebens-Christentum eines Meister Eckhart oder zum Lebens-Friedens-Grundgefühl-Bewusstsein eines Friedrich Schleiermachers, wo Gott mit dem Frieden mitgesetzt ist*.
* Für den evangelischen Theologen, Philosophen und Begründer der modernen Hermeneutik Friedrich Schleiermacher ist ein Lebens- grund-Friedens-Gefühl als " Sensus numinis" der eigentliche Inhalt des Gottesverhältnisses. Keine Gefühlsreligiosität im umgangs-
prachlichen Sinne, sondern eine wesenhafte Religiosität als das eingeborene Individuallogos, weil das Gefühl schwammig ist und
sich darüber streiten lässt. Es ist die Verschmelzung von Subjekt und Objekt als Einswerdung. Religion sagt Schleiermacher ist weder Theologie, philosophische Metaphysik oder ein moralisches An -
ängsel wie bei dem Philosophen Kant. Auch die Sprache, der Buchstabe muss überwunden werden,weil Gott nur im sprachlosen (als Friede)spürbar ist. In der gefühlten Beziehung zum Unendlichen zeigt sich die Erhabenheit des Göttlichen, das Getragen und " Gebor- gen- Daheimseins " jetzt in der Zeit und Ewigkeit. Alles wird zu einer Offenbarung und jeder spürt, dass es unzweifelsfrei so ist. Da interessiert auch keine Unsterblichkeitsthese mehr und in die-
ser naturhaften, kristallklaren und einfachen, direkten Empfin-
dungswelt als Tiefenblick ins Wesenhafte, dessen Unmittelbarkeit auch nur noch in der (klassischen) Musik, wo göttliche Wort zum Ton wird, zu finden ist, ist alles andere nur Lärm von gestern, aber neben dem Glauben der schönste Trost. Jeder Diesseits-Jenseits-Dualismus wird zum ad Absurdum geführt. Es ist die profunde Erkenntnis-Glaubens-Weisheit des Kirchenlehrers Augustinus dass, wer " Gott " geschaut hat das heisst, in allem seine Ruhe gefunden hat und immer wieder neu findet, nichts mehr dazu lernen braucht und deshalb alles Wissen,Verstehen und Können gelernt hat, was es zu lernen gibt. Siehe Textfortsetzung den Gliederungspunkt Frieden. Die gotische Bauweise gilt vielen Deutschen auch heute noch als der Typ des Kirchenbaues überhaupt, was der Empfindungswelt Schleiermachers und dem Raumgefühl der Deutschen entspricht*.
* "Sensus numinis" ist das Gefühl einer entwickelten Lebenssensi-
bilität für das Überweltliche, die Wahrheit und das Wesen hinter der Erscheinung, die Rückbindung des Lebens, religiöser Wahrnehmungs-sinn, Licht-sinn, Ganzheitsbewusstseinssinn, Verschmelzung von Subjekt und Objekt als Einswerdung, der Entwicklungsprozess, wo Himmel und Erde zusammenfallen, wo der Gottesbegriff und die Realität eins sind, erfüllt sein vom Friedens-Lebensgrund-Gottes-Wirklichkeits-sein, (Gott ist Frieden und wer den Frieden hat, hat auch Gott und damit auch alles andere).
- Vom verkirchlichten, dogmatischen Christentum des fortführens der Tradition zum Christentum,was wesentlich eine unvollendete Religion ist und darf nie mit sich selbst zufrieden sein, wenn es sich treu bleiben will. Es ist auch die Kritik des dänischen Philosophen Søren Aabye Kierkegaard, welcher dem kirchlichen Christentum Versagen vorwarf, weil das echte Christen- tum nur ausserhalb der Kirche anzutreffen sei.
- Vom tradionellen Christentum, welches ständig unter Kritik steht zum traditonellen Christentum, welches als Voraussetung gilt für deren Überwindung.Erst durch Traditionen wird dem Menschen geprägtes Leben vermit-telt und dadurch Freiheitsvoraussetzungen für den eige- nen Lebensweg geschaffen. Am Anfang allen personalen Tuns steht nicht die autonome,kritische Beurteilung, sondern es ist erst einmal ein Urvertrauen in tradierte Wertvorstellungen, welche dann in persönlicher Verant- wortungsfreiheit übernommen, abgelegt oder weiter entwickelt werden können.Ohne Traditionen wird der Mensch nicht freier, kritischer oder mündiger, sondern er braucht die gemachten Menschheitsfahrungen und auch die Gesellschaft, um in der persönlichen Auseinander- setzung seinen Entwicklungsweg zu finden.Nur wer weiss, wo er herkommt, kann auch wissen, wohin er hingehen soll.
- Von der christlichen Hypothese vollkommener werden durch ein Theologiestudium, durch Moralisierung, durch Beten, durch Befolgung mönchischer Regeln in einer selbst gewählten religiösen Lebensform zur Prämisse, das Vollkommenheit ein weltfremdes Ideal bleibt, aber es erstrebenswerter ist, Ruhe und Frieden in den Dingen und Ereignissen der Welt zu finden, weil der Frieden aller Unruhebewegung Einheitssuchziel bleibt.
- Von dem weltfremden,weltflüchtigen, weltabge- wandten, weltabgeschiedenen, lebensasketischen Christentum um das weltliche Abirrende "als das Böse" ab zuschirmen (Kloster)weltflucht als das herkömmliche Ideal des Christwerdens) zum weltzugewandten, weltbe- jahenden, lebensoffenen Christentum, welches in der tätigen und täglichen Lebensauseinandersetzung das Christentum erst entfaltet und alles Sinnliche als Mittel und Probierstein zum Individualisierungs-Sinn-Zweck als De-und Entmaterialisierung betrachtet, welches auf Höheres und Besseres verweist was verwirklich werden soll. Alles wird nur in der Absicht getan, es zu überwin- den. Es ist die Erkenntnis eines Meister Eckhart, dass Gott erst Gott im jeden Einzelnen wird und die Welt braucht, um sich selber zu werden. Das Alltägliche, Dingliche, Sinnliche und Versuchende wird im Lichte der Entwicklung als " das göttliche " in und an allem zu suchen interpretiert. (Weltbejahung als das eigentliche Ideal des Christ werdens)*.
* I.) Von der Welt-und Lebensverneinung der Weltabgeschiedenheit eines Klosters (das Sinnliche wird negiert und Verleugnung der Welt als indirekter Heilsweg) zur Welt- und Lebensbejahung und das Sinnenleben wird als Erkenntnis-Bewusstseins-Entwicklungs-Mittel zum geistigen und geistlichen Entwicklungs-Individualisierungs-Zweck verstanden und alles was getan wird, wird in der Absicht getan es zu überwinden (das Sinnliche wird vergeistig und Transzendierung der Welt als direkter Heilsweg)*.Siehe Textfortsetzung den Gliede- rungspunkt "Die Nachfolge Christi als mittelalterlicher weltvernei- nungs-Klosterweg (religiös) versus moderner Weltbejahungsweg (säkular) in https://entwicklungschristentum.de/Evolutionaere-Nachfolge-Christi-1
II.) Die Materie dient als Reflexionsmittel für die Materie. Ist aber
der natürliche Materialismushöhepunkt erreicht, kann die Materie
als Vorgeschichte des individualgeschichtlichen Geistes und als kulturelle Dimension des Materialismus verstanden werden. Es
ist eine höhere Entwicklungsstufe der Materie als verdichteter, gebundener Geist, welcher für den Geist geschaffen wurde, um
sich von ihr zu befreien und damit das alte Materialismusverständ-
nis entwertet. Die Entwicklungszweckbestimmtheit steht im Vor-
dergrund und der praktische Alltagsnutzen und die wissenschaft-
lichen Erkenntnisse verstehen im Hintergrund. Es ist die Remateria-
lisierung als Gesetzmässigkeit zur Erhaltung von Energie und Mate-
rie im Weiterentwicklungs-Sinne, weil alles in der Welt nur Gleichnis und Mittel zum Entwicklungs-Sinn-Zweck "von der Unnatur zur Natur"ist, was über die Dinge hinaus auf etwas Höheres verweisen will, wozu der Mensch durch seine Entwicklung fähig sein kann.
III.) " Nach Meister Eckhart ist jegliche Kreatur ist Gottes voll
und ist ein aufgeschlagenes Buch und wer darin recht zu lesen
weiss, der braucht keine Predigt mehr.Mach nur die Augen auf wie Jakob Böhme sagte und du wirst sehen;Die Welt ist von Gott er-
füllt Das Viele ist nur da, um zu dem Einen (Gott) zu gelangen ". Denn indem der Mensch "das Göttliche" als Mittel zum Individualisie-
rungs-Friedens-Zweck in und hinter allem entdeckt und diese in Entwicklungsdienst stellt, werden die Dinge selber nur noch mit-
telbar, ihrer eigenen Besitzwesenheit entkleidet und einem in die Hand gegeben. Er wird aus der Besessenheit durch die fremden
Dinge erlöst und befreit. Aus dem Nichts fallen ihm die fremden
Dinge ihrem Wesen nach zu und geraten selbst in seinen Besitz. Es
ist Meister Eckharts weitere Erkenntnis, dass wer Gott hat, hat auch alles andere. Wer das Höhere hat auch automatisch das Niedrigere. Dematerialisierung wird als ein Weg zu grösserer Vollkommenheit und Gottannäherung betrachtet. Vor Gott ist nichts leer. Alles ist Hinweis(erkenntnis)zeichen für ihn. Der Mensch muss lernen durch
die Dinge hindurch zugehen und zu durchbrechen und darin seinen Gott begreifen lernen. Der Mensch muß erst einmal in den Dingen gestanden und von den Dingen umgeben sein, bis man ihnen nach viel Übung nur noch gegenüber steht. Siehe Textfortsetzung in De-und Entmaterialisierung
- Vor der Entwicklungsreife (ohne Gnade) ist das Christen- tum ein zu schwer begreifendenes, theologisches Kons- trukt (von der Theologie aufgebaut) zu bei Entwicklungs- reife-Nr. 782 Gnade) wird der Mensch mit seiner gesamten menschlichen Existenz vom Christentum ergriffen (vom Leben aufgebaut).
- Von dem Berufschristentum der Ordensleute und dem " Priesterstaat" des Vatikans zum Christentum im Beruf und im Alltagsleben, weil nur das echte Christentum ausserhalb der Kirche anzutreffen ist.
- Von dem streng konservativen, versteinerten be- harrenden,latinisierten Christentum (der Mensch hat sich seit 1000 Jahren kaum religiös weiter entwickelt, weil Tradition langsam mahlt) zum Zusammenbruch und zum Ende bringen einer anachronistischen Tradition als Wendelichtpunkt einer allmählichen Wiederaufer- stehung eines Entwicklungs-Lebens-Christentum eines Meister Eckhart, wo Gott sich im einzelnen Menschen selber werden will als ein drittes Testament für ein drit- tes Jahrtausend als Notwendigkeit, den Willen Gottes neu zu formulieren und zu leben(Wir leben in einer Achsenzeit und der Morgenröte einer Entwicklungs-Individualisierungszeit).
- Vom Christentum, bei dem von allgemeinen, christlichen Grundwertvorstellungen und Idealen ausgegangen wird, um auf individuelle Lebenstatsachen zu schliessen (das Ideal überlebt i.d.R. den Gottesdienst nicht) zum Ent- wicklungslebenstum, welches von den individuellen Lebens-Jetzt-Tatsachen ausgeht, um bei Entwicklungs- reife-Nr.782 auf Ideale und Werte zu schliessen (das Ideal wird im Entwicklungsstreben in der per- manenten Entwicklungsauseinandersetzung vitalisiert).
- Von der Ideologie des Christentums zu wenn das Chris- tentum eine Zukunft bekommt, darf es keine neue Ideologie mehr werden. Alle ideologischen Versuche vom Christentum bis hin zum Kommunismus, das Glück auf der Erde zu finden sind bisher gescheitert*-
* Das Entwicklungschristentum ist weniger dogmatisch, bewertend und geschlossen, sondern ideologiewertfrei, offen und persönlich lebensnah ausgerichtet. Evolution ist keine Ersatzreligion, sondern nur der individuelle, eingeborene Entwicklungsweg als Individual- logos zu mehr Selbst- als Gottentwicklung, was im Begriffswesen mitgesetzt ist.Durch die Auflösung in das Leben wird das Religiöse entmystifiziert, ist lebensnormal und so real wie die Hand am
eigenen Arm. Das Religiöse lässt sich vom Entwicklungslebenspro-
zessakt nicht trennen und ist immer mitgegeben und mitgesetzt. Deshalb ist jeder Mensch religiös. Religion ist angeboren und gehört konstitutiv zum Menschsein. Die Religion und der Glaube an Gott sind vom Menschen als Anlage mit- gegeben. Alle Lebensfragen wer-
den behandelt, als wenn sie Religion wären. So gesehen endet alle Religiöse im Profanen. Religion zu haben ist die Pflicht des Menschen gegenüber sich selbst. Religion ist die Substanz der Kultur und Kultur ist die Form der Religion.
> Beim traditionellen Christentum ist das Wesen des Menschen der
- culturae educations homo/homo studiosus (Bildungs-Kultur-Mensch).
- homo oeconomicus (Wirtschaftsmensch).
- homo sociologicus (Gesellschafts-,Rollen-und Apassungsmensch ohne Infusion des Geistes).
- homo technicus (Technikmensch).
- homo faber (viel beschäftigte Mensch).
- homo mathematicus (mathematisierbare Mensch im Sinne von künstlicher Intelligenz einer maschinenkalten Präzision).
- homo consumens (Konsummensch).
- homo interneticus (Netzwerkmensch).
- homo pecunaeris (Geldmensch).
> Beim Entwicklungslebenschristentum ist das Wesen des Menschen der
- progressus cultura homo (Entwicklungs-Kultur-Lern-Mensch).
- historica hominum (geschichtlicher Einzelmensch).
- homo conscientiae (Gewissensmensch).
- munus exemplar (Vorbildmensch).
- homo sapiens (Vernunfts-Mensch).
- homo Genius sui Evolutionis (Geniemensch der Selbstevolution).
- vocant hominem (der vom Berufs- zum Berufungs- menschen).
- Vita usus (Allzeit-Lebens-Nutzungsmenschen).
- Veritas individuatio (Wahrheits-Individualisierungs- mensch).
- homo perpetuam discipuli (lebenslanglernender und überwindender Mensch).
- progressio individuationis debitoris homo ( im Sinne eines Individuations-Entwicklungslosigkeit-Bringschuld- menschen).
- persona religiosa (religiöser Mensch).
- homo animus (Gott-werde-Mensch im Sinne von Meister-Eckhart).
- homo imitator christi (im Sinne einer evolutionären, sä- kularen Nachfolge Christi Mensch).
- mori humano (lebenssterbender Mensch im Sinne von wir müssen alles lernen, auch sterben lernen)*.
* Der lateinische terminus technicus ist eine freie Google-Überset- zung. Zu jedem einzelnen Punkt lässt sich ein Essay/Blog zuordnen.
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- Von ich bin Christ, weil ich in dieser religiösen Soziali- sationskulturkreis geboren, aufgewachsen und erzogen worden bin zu ich bin Christ, weil ich z.B. Kubaner (Revolutionär)bin, weil das Wesen des Christentums (r)evolutionär ist.
- Vom passiven, rituellen, theologischen Buchstaben-Traditions-Christentum im Zuhören und Nachsprechen ohne Eigeninitiative (rituelle Lippenbekenntnisse) zum lebendigen, individuellen, universellen Geist-Entwick- lungs-Christentum im Lebenstun, wo das Christ sein zum schwersten Lebenslos wird (Entwicklungserkenntnis).
- Vom Christentum eines schwachen, formelhaften nicht ernstgenommenen (Bekenntnis)gottesglaubens zum Glauben an Gott, welcher alleine zu wenig ist, weil die säkulare, evolutionäre Nachfolge Christi das Wesen des Christentums ausmacht und nur der einzelne Mensch "am grossen Gerichtstag" vor Gott gestellt ist*.
*I.) Er wird er nicht gefragt z.B. ob er ein guter Staatsbürger gewesen ist, was die anderen gemacht haben, nach seinem Bekanntheitsgrad, wie viele Tore z.B. als Fußballstar einmal eingenetzt oder wie viele Welthits gesungen wurden, nach seinem Bankkontostand, Anzahl seiner Kinder, welche Position, welchen Beruf, Besitz, für was er Zeit und Interesse hatte und wie löblich die Grabrede des Pfarrers war, sondern Auge in Auge nur nach seinem persönlichen Gottesverhältnis als die eigentliche Lebensleistung d.h., ob er sich treu und entwick- lungs ehrlich geblieben ist, das Bessere und Höhere gewollt,was er für andere getan hat oder hätte tun können als Lebenssinnaufgabe.
II.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird der Glaube nur als christliches Kulturerbe religiös verstanden oder basiert auf Lücken in unserem Wissen über die Welt. Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen wird der Glaube zu einem objektiven Begriff, selbst Kultur und wird die kirch-
liche Frömmigkeit genommen. Der Glauben wird als eine (neutrale) Grundkraft verstanden und liegt in der Lebenshaftigkeit der Ent-
wicklungsidee beschlossen. Er gehört zum Grundwesen des Men- schen, was nicht durch Wissen ersetzt werden kann. Der Glaube ist nicht an Gott und an eine Offenbarung glauben, sondern ein ganzes Leben umgreifendes, heilendes und befreiendes Widerfahren, was dem Mensch zuteil wird als anthropologisch fundiertes Glaubens- verständnis. Es ist die völlig unreligiöse Glaubensinterpretation der Quantentheorie, dass sich die Materie entsprechend meines Be-
wusstseins und meiner Überzeugung verhält (Glaubensoffenheit)
und zur Wirklichkeit wird. Geist beherrscht die Materie oder der Glaube ist stärker als die Umstände und Widerstände und setzt et-
was in Gang. Die Materieatome richten sich entsprechend nach der Glaubenstatkraft aus und steuern die Materialismus-, Um- und Lebenswiderstände. Der Glaube ist somit nichts abstraktes, weltan- schauliches, sondern eine philosophische Kategorie, wo die Tatsachen sich nach dem Glauben richten.
III.) Siehe auch "Die neun Entwicklungs-Reife-Übungs-Stufen des
Glaubens- und Vertrauensbewusstseins" im Gliederungspunkt
" Glauben".
- Von der erziehungs-und bildungsmässigen Weitergabe des Christentums, wo die Tradition vorherrschte und wie ein Mantel übergestülpt wurde, aber nie innerlich verankert war oder wurde wirklich lebensernst ge- nommen wurde (auf die versprochene Gnade gewartet) zum Entwicklungs-Lebens-Chrisentum, wo nichts anderes getan wird wie bisher als nur in einer Entwicklungs- Le- bens-Grundeinstellung gelebt, wo in der permanenten Lebensauseinsetzung sich automatisch dafür die Entwicklungsreife-Nr.782 einstellt (Reife erworben).
- Von einem Christentum, welches sich auf eine lebens- fremde Theologie stützt und wo Welt, das Leben und Gott getrennt sind (Dualismus)zu einem Christentum, welche sich auf das eigene Leben stützt, das Leben selbst zur Religion wird und weil das Leben alle Religion hat, wel- ches das Leben braucht, Religion angeboren ist und konstitutiv zum Menschsein gehört.Ein Gottesbewusst- sein haben alle Menchen aus einem vorweltlichen Zu- stand mit ins Leben herüber gebracht. Alle Lebens- fragen werden behandelt, als wenn sie Religion wären. (Überwindung des Dualismus) siehe Textfortsetzung im Gliederungspunkt "Diesseits-Jenseits-Dualismus einer zwei Reichenlehre"*.
* Gott ist ein hybrides Wesen, diesseitig und jenseitig zugleich. Für den Theologen Dietrich Bonhoeffer war Gott kein denkbares mäch- tiges, tranzendendes Wesen, sondern für ihn war Gott mitten in unserem Leben jenseitig, ein gegenseitiges Durchdrungensein der Transzendenz des Jenseitigen (Gott) in der Prozedenz des Diesseitigen (Welt). Es gibt viele Theologen, die sich zu einer immanenten Transzendenz bekennen
- Von der Idee des Christentums und dem Genius der christlichen Religion,welche sich nicht erneuern lässt zum nur der einzelne Mensch muss und lässt sich erneuern, kann nicht so bleiben wie er ist und erst durch die Veränderungs-und Glaubenserfahrung wird des Wesen des Christentums erkannt*.
*I.) Den allerletzten Grund für das angebliche Scheitern liegt in der Botschaft des Christentums selbst "dass sich der Mensch von Grund auf ändern müsse" und das Christentum deshalb eine Illusion und unerfülltes Ideal bleiben muss, weil ich erst die Welt lassen muss, bevor ich zu Gott kommen kann. Es ist das Herzstück der Religion,
die Unterwerfung unter Gott des "nicht mein, sondern dein Wille geschehe". Jegliche Lebens- und Berufsphilosophie muss scheitern, solange diese nicht das gesellschaftliche Normverhalten, den Zeit-
geist, die praktische Lebenswirklichkeit und den Lebensdruck des Einzelnen widerspiegelt, den individuellen, freiwilligen Reife- und Bereitschaftsgrad berücksichtigt und die Wirkkraft einer Vorbild-
funktion fehlt. Die Sphäre des Religiösen bleibt abstrakt und unverbindlich, solange diese selber nicht konkret wird und im Entwicklungs-Individualisierungs-Streben einer Bringschuld als Nachfolge Christi Gestalt angenommen hat. Lebensentwürfe, die
auf Erkenntnisse, Askese, Gebete, Wiedergeburt, Moral, fremde Belehrungen, Idealismus, mystisches Denken begründet sind, haben im Leben keine Verankerung. Die rücksichtslose Hingabe an die christliche Wahrheit führt zur Selbstzerstörung, wenn man sich nicht mit der Welt arrangiert.
II.) Es kann weiterhin nicht oft genug wiederholt werden, dass es unwichtig ist was die neuesten Nachrichten sind, was andere sagen und tun, wie prominent jemand ist, Mißstände zu kritisieren sondern nur was ich tue. Es geschieht zwar viel in der Welt und um uns herum, aber in Wahrheit geschieht alles nur in mir.Die Welt ist nicht das Schwierige, sondern das Schwierige bin ich selbst Was einem von aussen als Problem begegnet, hat seine Ursache in uns selber.Wir dechiffrieren es in dem Maße, indem wir die Ursache nicht draussen, sondern in uns selbst suchen.Die Problemlösung liegt darin, die Richtung seiner Beobachtung um 180 Grad zu ändern.Jede Krise und jedes Problem ist generalisiert gesagt immer eine Krise des partiellen, gespalteten Bewusstseins, welches nie das ganze Problem erfasst und erst in der Einheit die Spaltung aufgehoben und das Problem gelöst ist. Es ist der Weg von der Verwandlung der Welt, um diese in der Aussenwelt z.B. eine Krise bspw. durch Reformen, Technik, Schutz- massnahmen und viel Geld zu verbessern und retten zu wollen und der Andere der Schuldige ist und der Mensch will und kann bleiben wie er ist zur Verwandlung des Menschen in seiner Innenwelt, wo der Mensch sich im Ent- wicklungs-Individualisierungs-Prozess wandelt, weil dieses das Ganze darstellt und dieses der einzige Punkt ist, wo in der Welt wirklich etwas geschieht und deshalb ist er " der Nabel der Welt ", macht den Unterschied aus, ist das Besondere, braucht nichts zu beweisen und beneidet niemanden mehr. So wir wir sind, ist die Welt.Nicht die Welt sondern ich bin das Problem.Die Probleme des Einzelnen sind so komplex und gewaltig, genauso gross wie die Pro- bleme der Welt sind. Jeder Mensch ist sein eigenes Universum und bewegt sich dem geistigen Weltzentrum parallel.Wer seinen Mittel- punkt gefunden hat, wird zum Mittelpunkt für die Anderen.Aber was ich geworden bin und weiter noch werde, bin ich nur aus mir selbst geworden und es waren nicht andere Menschen und keine Bildungs- erlebnisse, welche mich geformt oder andere Förderer, welche
mich weitergebracht haben, sondern es ist das Ergebnis eines indivi- duellen Entwicklungsstrebens. Jeder Entwicklungs-Lebensweg, weil er noch von niemanden gegangen wurde, ist immer autobiografisch, autodidaktisch und bildungsdialektisch angelegt.Die Erscheinung des Menschen sagt mehr aus als sein Beruf. Der besondere Mensch wird erspürt, gefühlt, füllt den Raum mit seinem Dasein. Früher habe ich gesucht, gewollt und jetzt werde ich gesucht und gewollt. Obwohl ich nie im Vordergrund stehen will, aber wo ich spreche, stehe ich automatisch im Licht des Interesses. Was Wert hat, macht sich selten und gerät in den Hintergrund. Er genügt sich nur noch selbst sein,will nicht mehr sein und nur (da)sein. Wenn man nichts darstellt fällt es schwer zu schweigen, aber wenn man etwas darstellt ist einem nichts lieber, als zu schweigen.Gut lebt der, der im Verborgenen lebt.Es erwartet keiner etwas von mir, sondern ich erwarte nur etwas von mir. Nur wer sich zum Helden macht, hält sich persönlich für eine Niete. Er will beneidet werden, dass er sich nicht so elend vorkommt.
- Von allen, welche sich verändern wollen, ist das Chris- tentum wichtig (Realität) zu allen, die sich verändern, ist es nur das Entwicklungs-Individualisierungs-Christentum als Lebenstun wichtig. Mit dem Entwicklungs-Lebens-Christentum wird die Religion aufgehoben, weil das Leben selbst zur Religion wird (Wirklichkeit).
- Während man auf der einen Seite an der alt hergebrach- ten Anschauung einer einzigartigen Geschlossenheit und Unwandelbarkeit des Christentums für alle Völker gleichermaßen festhält (Kirchengeschichte)zu dagegen steht die Einzigartigkeit eines jedes Volkes hinsichtlich der Religions- und Christentumsgestaltung fest (Kulturgeschichte)*.
* Missionierungserfahrungen haben gezeigt, dass es unklug gewesen wäre, einem seine Götter nehmen zu wollen ( wurden einverleibt), sondern man soll sie einem lassen und als Mittel zur Gotthinführung zu begreifen.Weitere Missionierungserkenntnisse bestätigen, dass verschiedene Völker von ihren kulturellen Wurzeln, der seelischen Verfassung und ihrem Wesen nach offen waren für die Botschaft des Christentums, aber auch verschiedene Völker in dieser spezifischen europäischen Form das Christentum strikt ablehnten. Erst Zivilisieren dann konvertieren war das Motto vieler Missionierungen.Das Chris- tentum kann nur Kulturen verwandeln, wenn es ein Teil von ihnen wurde und nicht indem man einer Kultur gegenüber eine andere austauscht. Die Zeit eines religiösen Imperialismus ist vorbei und wird durch die Inkulturation ersetzt. Siehe Textfortsetzung den Gliede- rungspunkt "Missionierung".
- Von dem Traditionschristentum, welches ihr Greisentum (Winter) erreicht hat zum Entwicklungs-Lebens-Christen- tum, welches sich in der jugendlichen Avantgarde be- findet (Frühling)*.
* Alles unterliegt dem ewigen Gesetz des Vergehens und Werdens, des Welkens und Blühens und da ist das geschichtliche Christentum nicht ausgeschlossen.
- Von der Frage, was der Kern des Christentums ist zur Antwort, dass die Selbstentwicklung " verändert euch" der Nukleus des Christentums ist, indem mein Leben Gottes Leben ist und ich es im Entwicklungswandel annehme, weil ich nicht der Gleiche bleiben kann der ich bin. Der statische Gottesbegriff (Gott als Objekt) wandelt sich zum dynamischen Gottesbegriff (Gott als Subjekt). Der Entwicklungslebensbegriff wird zum neuen Gottes- begriff und Entwicklung wird zum Synonym für mehr persönliche Gottentwicklung im gesellschaftlichen, beruflichen und privaten Leben, bei Lebenserfolg und Lebenskrisen in einer stillen Stunde in allem seinen Gott immer mehr zu erfassen und ein persönliches Gottver- hältnis zu schaffen. Gott wird in jedem Entwicklungs- schritt und jeder Entwicklungserkenntnis wieder neu geboren und ist in der Entwicklung einem immer mit gegeben. Jede entwickungsinterpretative Sichtweise und jeder Entwicklungsvollzug in allem führt zu mehr Selbst- und Gottentwicklung als Zunahme des Selbstbewusst- seins als Selbstsein. Wo Entwicklungs(frieden)-Siehe den Gliederungspunkt Frieden) ist, da ist auch Gott und wo Gott nicht ist, ist das Leben nicht in Ordnung (entwick- lungskonform). Der Mensch ist nur und hat nur so viel Wert, wie viel er von Gott (entwickelt) hat, wie viel Lebenszeit Entwicklungszeit ist, wie viel Sinn in seinem Leben gegeben wurde, Zeitloses in der Zeit, Wesenhaftes im Wesenlosen, Immaterielles im Materiellen, Zweck freies im Zweckhaften, Natürliches im Unnatürlichen, Ausseralltägliches im Alltäglichen, Unbeschränktes im Beschränkten, Einheit in der Vielheit und Ruhe in der Unruhe geschaffen etc. wird was neudeutsch als Ent- wicklungs-De-und Entmaterialisierung bezeichnet wird. Christlich interpretiert ist die Welt eine Lehre von Gott und Gott leuchtet aus allen Dingen. " Jegliche Kreatur ist Gottes voll und ist ein aufgeschlagenes Buch und wer darin recht zu lesen weiss, der braucht keine Predigt mehr".Die Individualisierung ist Lebensauftrag und Lebenssinn, um seinen persönlichen Gott zu finden. Alles andere ist zweitrangig*.
* I.) Nach dem Kirchenlehrer Augustinus liegt die menschliche Schuld
liegt darin, es zu versäumen, Gott zu suchen.
II.) Immer wenn ich mich entwickele, rufe ich Gott ins diesseitige Dasein und er tritt an die Stelle des Überwundenen als das trans- zendierte Verbesserte. Gott wirkt sich selbst, sucht nichts ausser-
halb seiner selbst und durchwirkt die Welt in dem Auseinanderset-
zungs-Entwicklungs-Prozess-Transzenzendierungs (Auflösung)-Trans-
formations (Gestaltungs)-Geschehen und deshalb bin ich Gott nahe.Gott kennt nur ein Gesetz, die Entwicklung seiner selbst. Alles was noch nicht Gott geworden ist, somit noch unvollendete Ent- wicklung. Kein anderes Wissen als von Gott haben ist kein anderes Wissen als von der Entwicklung haben. Es ist der feste Glaube, dass Gott in der Individualisierungsentwicklung von mir eine grosse Tat durch ihn will. In der Entwicklung wird Gott erst Mensch. Gott muss Mensch werden, um selbst sein und selbst werden zu können und bekommt erst durch meine Entwicklung sein Gesicht und seinen Namen. Gott braucht mich, dass er sich werden kann. Deshalb ist Gott mir näher, als ich ("mein Ego") mir selber bin. Es ist der Sinn des Biologos, dass Gott die Quelle allen Lebens ist und das dieses Leben Gottes (Entwicklungs)-Willen ausdrückt. Wie der Mensch ist, so ist sein Gott.
III.)Es ist die revolutionäre Erkenntnis von Meister Eckhart gewe-
sen, die Gleichsetzung von Gott und Schöpfung und das der Mensch nicht alleine von der Gnade abhängiges, unvollkom- menes Abbild
des göttlichen Urbildes sei, sondern relativ selbst vollkommenheits- fähig ist und damit die Notwendigkeit der Heilsvermittlung der Kirche in Frage gestellt wird. "Für Eckhart existiert die Welt und die Kreatur des Menschen in der Welt nicht wirklich. Die Weltphänomene quellen von Augenblick zu Augenblick zeitlos aus der Einzelseele hervor, in deren Urgrund sich das göttliche Eine befindet. Das göttliche "Eine" gebiert sich in die Einzelseele hinein und alles weltliche Sein ist mit- einander verbunden und ununterscheidbar mit dem All-Einen"
(was durch die wissenschaftliche Quantenphysik experimentell auch bestätigt wurde.)
IV.) Gott und die Wirklichkeit sind dasselbe und die Wirklichkeit Gottes begegnet sich in der Wirklichkeit der Welt. Ohne Gott ist die Welt nicht wirklich. Das Göttliche ist sowohl transzendent als auch immanent, mitten in unserem Leben jenseitig. Was üblicherweise als Widerspruch gilt sind zwei Aspekte des Gött lichen. Was in allen Dingen ist, muss auch über den Dingen stehen. Es ist kein Panthe- ismus eines Baruch de Spinoza, der Gott und Natur gleichsetzt und wo Gott und Welt zusammen fallen (und somit auch kein persönliches Gottesverhältnis möglich ist). Es ist keine Verwischung der Grenze zwischen Gott und Welt, Gott und Seele, Verringerung des gewaltigen Abstandes zwischen Gott und dem Menschen oder Unkenntnis des historischen Sinns.
V.) Die Individualität ist die begriffliche Fassung des Lebens und der Einzelne ist nur wahr und wirklich , wenn er individuiert Es ist der Pulsschlag des Lebens und in jedem Menschen als Lebensprinzip, Bewegungs- und Formursache als das Ursächlichste, Eigentliche und Träger der Lebensvorgänge in gleicher Weise " als individuelles, natürliches Eigengesetz " angelegt und bei Entwicklungsreife-Nr.782 ist es " höchstes Leben in Aktion "ein Leben lang, was für Meister Eckhart "Gottwerde-Entwicklung" bedeutet und Religion in höchter Potenz ist. Aus diesem Gesetz können wir nicht heraustreten.Deshalb gilt, wenn das Leben aber nicht individuell gelingt und damit seinen Sinn bekommt, waren jeder Lebensentwurf, alle Wissenschaft, alle Bildung, alle Kultur, alle Religion, aller Wohlstand, alle gesellschaft- lichen Werte wie z.B. Familie, Beruf, Besitz, Heimat, Gesundheit, Freiheit, Sicherheit, alles Wissen, alle Bemühungen und erbrachte Lebensleistung, alles Gelernte, alle Lebensziele und alle Zeit der Welt eigentlich sinnlos und damit am Leben vorbei gelebt und hat nicht selbst gelebt. Deshalb darf für das Individualisierungsstreben kein Problem zu schwierig, keine Entschuldigung zu billig, kein Preis zu hoch, kein Vorteil zu verlockend, kein Weg zu lang, kein Frust zu gross, keine Motivation zu niedrig, kein Widerstand zu heftig, kein körperliches Leiden ein Grund, keine Niederlage dauerhaft, kein Konsumverzicht ein Opfer, keine Zeit zu lang, kein Streit zu schwer sein und kein gesellschaftliches Anpassungsnormverhalten ein Hindernis und nur ich der alleinige Schuldige bin. Wo andere nur Schwierigkeiten, Unmögliches, Konventionen, Gründe, Risiken und Verbotsschilder sehen, sehe ich wieder Möglichkeiten und bin stärker als die stärkste Ausrede. Wer das tut, der hat er so viel getan, wie der Papst in Rom und noch viel mehr. Auch wenn jeder sagt, dass es unmöglich ist und weil ich dieses nicht weiss, mache ich es trotzdem.
- Von die Mehrzahl der Kirchengänger sind ältere,Gewohn- heitsmenschen (die Gewohnheit ist die stärkste Macht im Leben) ohne Aufbruchs-,Veränderungs-und Erneuerungs- stimmung und ohne das Ganze auf den Lebensprüfstand zu stellen (Altgläubigen) zum Christentum, welches in den Gründungsjahren jugendlich,lebensoffen und dyna- misch war. Jesus war in der Zeit seiner öffentlichen Wirksamkeit 30 Jahre alt und die, welche ihm nach- folgten dürften noch jünger gewesen sein*.
* Das Christentum ist wesentlich unvollendete Religion. Es darf nie mit sich selbst zufrieden sein, wenn es sich treu bleiben sollte.Es wird eine Zeit kommen, wo an allen Universitäten über das Entwicklungs-Lebens-Christentum als die neue Kirche mehr diskutiert wird als über Aristoteles und Plato.
- Von dem Traditionschristentum, welches in seinen Anfängen, bis es sich institutionalisierte ein Jahrhun- derte langes Ringen mit sich selbst war zum Entwick-lung-Lebens-Christentum was ein permanentes Ausein- andersetzungs-Zerrissenheitsringen in der De-und Entmaterialisierung im Kultur-Lernen und im Unsterblichkeitslernen mit sich selbst ist und nur soviel seelische Substanz geschaffen, wie es selbst errungen wird*.
* Ich bin einer großen Idee nachgekommen deren Verwirklichung ich mein ganzes Leben opfern könnte. Diese Idee ist die Gründung einer neuen Religion, der Religion Christi, aber von Glaubenssätzen und Wundern befreit*.
* Lew Nikolajewitsch Graf Tolstoi, russischer Schriftsteller.
- Von dem Christentum als Weltreligion und Weltan- schauung (was keine ist) zur Selbstbestätigung, zur Selbstberuhigung, als sozialisierte Konfessionszuge- hörigkeit zum Entwicklungs-Lebens-Christentum als die grösste, mögliche Suchunruhe, Lebensaufgabe und das eigentliche Lebenssinnziel.
- Von was mich vom Christentum "weg" gebracht und zum Kirchenaustritt bewegt hatte, waren nicht wirkliche Gründe gegen das Christentum gewesen zu nur die Tatsache, dass die Gründe und Predigten für das Christentum mir nichts mehr sagen, für mein Leben darin keinen Sinn sehe, mit der Kirche, wie sich in der Welt darstellt fremd geworden und vorbildlos ist, aber ich auch das Religionsverständnis "des Kinderzimmers" nie verlassen habe und deshalb als "sechzigjähriger" dieses Religionsverständnis immer noch mit mir herum trage und aus Ignoranz, weil der Lebenskrisendruck fehlt noch daran festhalte*.
* Den allerletzten Grund für das angebliche Scheitern liegt in der Botschaft des Christentums selbst "dass sich der Mensch von Grund auf ändern müsse" und das Christentum deshalb eine Illusion und unerfülltes Ideal bleiben muss, weil ich erst die Welt lassen muss, bevor ich zu Gott kommen kann. Es ist das Herzstück der Religion,
die Unterwerfung unter Gott des "nicht mein, sondern dein Wille geschehe". Jegliche Lebens- und Berufsphilosophie muss scheitern, solange diese nicht das gesellschaftliche Normverhalten, den Zeit-
geist, die praktische Lebenswirklichkeit und den Lebensdruck des Einzelnen widerspiegelt, den individuellen, freiwilligen Reife- und Bereitschaftsgrad berücksichtigt und die Wirkkraft einer Vorbildfunktion fehlt. Die Sphäre des Religiösen bleibt abstrakt und un- verbindlich, solange diese selber nicht konkret wird und im Entwicklungs-Individualisierungs-Streben einer Bringschuld als Nachfolge Christi Gestalt angenommen hat. Lebensentwürfe, die
auf Erkenntnisse, Askese, Gebete, Wiedergeburt, Moral, fremde Belehrungen, Idealismus, mystisches Denken begründet sind, haben im Leben keine Verankerung. Die rücksichtslose Hingabe an die christliche Wahrheit führt zur Selbstzerstörung, wenn man sich
nicht mit der Welt arrangiert. Die Kirche verdankt ihr Dasein, dass
der Mensch von seinem wahrem (Selbst)sein getrennt ist und muss sich mit der praktischen Schwierigkeit auseinandersetzen, in der Welt auf ein Reich hin zu leben, dass nicht von dieser Welt ist. Es gibt noch kein Podest, auf dem der selbstehrliche Mensch sich in der säkularen, evolutionären Nachfolge Christi bewundern lassen könnte.
- Von dem Christentum in der Gestalt der Kirche als Glau- bensreligion zum Entwicklung-Lebens-Christentum, welches sich erst in der Lebenswiderspruchsdialektik in der Lebensgestalt des Einzelnen bei Entwicklungsreife-Nr.782 vermittelt, auch wenn es erst einmal gar nicht nach Religion aussieht.
- Von dem Christentum wie dieses sich heute in der Welt darstellt und um seine Daseinsberechtigung ringt aber das Scheitern des historischen Christentums nicht seine Widerlegung darstellt, sondern Quellkraft seiner Ent-wicklungs-Aufbäumungs- Erneuerung zum "Experiment Entwicklungs-Christen-Lebenstum", wo die Evolution nicht zur Ersatzreligion wird, sondern nur der individu -elle, eingeborene Entwicklungsindividualisierungsweg als Gottentwicklung. Entwicklung ist von allen grossen Religionen, Philosophien und Ideologien unstrittig und auch von Nichtreligionen mit zu tragenden ethisches Erbe der Menschheit. Jede Lebenserfahrungskenntnis wird auch zur Bestätigung einer theologischen Er- kenntnis, aber der Entwicklung fehlt noch die theo- logische Tradition.Entwicklung ist tief religiös und völlig untheologisch und bei Entwicklungsreife jede ver- mittelnde und belehrende Institution überflüssig macht, weil das Leben lehrt. Jede Wahrheit ist konfessionslos. (Entwicklungs)ethik ist wichtiger als jede Religion. Wir kommen nicht als Mitglieder einer bestimmten Reli- gionsgemeinschaft auf die Welt, aber die ethischen Prinzipien sind angeborener,menschlicher Natur.
- Von dem traditionellen Christentum, welches nur noch den Charakter einer provisorischen Übergangskirche einer Zerfallstradition hat zum individuellen Entwick-lungslebens-Christentum, einer säkularen, evolutionä- ren Nachfolge Christi, welches den Charakter einer evolutionären Aufbruchstimmung im neuen Christen- tums- gewande hat und weil der Weg gegangen wurde, auch für jeden gangsbar geworden ist*.
* I.) Alles unterliegt dem ewigen geschichtlichen Gesetz des Ver-
gehens und Werdens und hier ist auch das jetzige Christentum in seiner äusseren Gestalt nicht ausgeschlossen.Es trägt den Zerfalls- keim in sich und weil der Höhepunkt ihrer Entwicklung überschritten ist. erfolgt naturgemäß ein entwicklungsgeschichtlicher Wandel als Vorgeschichte und Inkubationszeit des Geistes,welches das Chris-
tentum auf ein höhere Stufe ihrer Entwicklung heben will. Eine Entwicklung zurück kann es von ihrer Gesetzesnatur nicht geben,
weil dieses die Gleichgewichtskräfte es nicht zulassen.Nichts ist befestigt, ein ständiges ausdehnen vom bewegten Hier zum bewegten Dort. Die Entwicklung ist irreversibel, da jede Stufe auf der vorher-
gehenden aufbaut. Vergangenheit ist verflossene, alte Energie und die Verschiebung hat bereits den Punkt der Rückkehr überschritten. Damit ist der Entwicklungsprozess nicht mehr umkehrbar d.h., es
gibt keine Entwicklung zurück. Eine Restauration wäre nur Entwick-
lungsstillstand.
II.) Von der baugeschichtlichen Sinnlinie einer gotischen Kathedrale aus den alten Trümmern eine immer noch schönere Kathedrale zu bauen zur individualgeschichtlichen Sinnlinie bei nach einer Lebenskrise und dem Zusammenbruch aus den persönlichen Lebenstrümmern wie " Phönix aus der Asche aufzusteigen " und
jedes abermalige Scheitern als ein erneuter Beginn, nachdem man sich nach einer Schnappatmung geschüttelt hat, des Weiter- und Höherkommens zu sehen *.
*Die gotische Kathedrale Reims z.B. wurde z.B. 1918 durch Kriegs-
einwirkungen total zerstört und es gibt (fast) keinen Stein der Kathe-
drale, der nicht ausgetauscht worden wäre.
III.) Von der Krise, wo nach deren Bewältigung es wichtig ist, erst einmal die Trümmer und Ruinen beiseite zu räumen zur Krise, wo nach deren Bewältigung es wichtiger ist, erst einmal die Trümmer und Ruinen "des warum" anzusprechen und deren Lebensführungs-
sinn zu erkennen. "Erst nach der Krise steht mir die Welt offen".
IV.) Der Mensch hat sich seit 1000 Jahren Religionstradition kaum weiterentwickelt, weil die polare Lebensspannung fehlt und der Zugang zur Vertrauens-und Glaubensentwicklung versperrt wird.
Es darf kein Verbot, moralische Verurteilung und Einmischung in das persönliche Entwicklungsleben des Einzelnen geben.
V.) Wir leben ganz ohne Zweifel in der für Menschen besten Zeit und keine Zeit war besser und "entwicklungsherrlicher"als diese. Noch nie waren die Umstände so günstig und es gab noch nie so viele Möglichkeiten. Erst die heutigen politischen, technischen und so-
zialökonomischen Verhältnisse (Freiheit, Wohlstand, Möglichkeits-vielfalt, Kommunikationszeitalter, Wertwenden, Freizeit, Prosperität, Sättigungsgrad, Kulturlosigkeit, wankende Sicherheiten, Religions-vakuum, Lebenssinnleere, Lebens-und Weltkrisen, Überfluss, Gene-rationen- und Wertewandel des Materialismus etc.) ermöglichen erst das, wovon Goethe nur träumte und jeder überspitzt gesagt, zu einem "eigenen Goethe" als Metapher für die Individualisierungs-Einzig- artigkeit werden kann.
- Vom Traditionschristentum, welches die Tendenz des Konservativen, des Gewohnten des Bewahrenden, der Verharrung, der Versteinerung und des ewig gestrigen hat ( Die Signatur ist das erlöschen der seelischen Gestaltungskraft) zum Entwicklungs-Individualisierungs-Christentums, welches für das Frühlingshafte steht, für Aufbruch einer notwendigen Entwicklung, für ein auf- reissen von Fenster und Türen bei der Zeitenwende analog dem gotischen Zeitalter und dem Bau der go- tischen Kathedralen. Der gotische Mensch war ein Entwicklungsmensch. Materie wird Geist als " lapis philosophorum, harter Stein wird geschmeidig , die Steinkraft zur wortlosen Weisheit geformt und ist " in Stein gehaunes Gottesgefühl" als Lernprozess-Ausdruck der dynamischen Entwicklung schlechthin ".Es ist mani- festierte Mystik voller biblischer Bildsprache, wo das Sichtbare das Unsichtbare widerspiegelt, so lässt sich das euphorisierende Wesen als wortlose Weisheit einer gotischen Kathedrale, der Höhepunkt europäischer Baukunst zusammenfassen.(Die Signatur sind mächtige Schöpfungen einer erwachenden Seele überpersönlicher Einheit als Ausdruck eines Gottesgrundlebensgefühls, deren grösste Vertreter z.B. Thomas von Aquin, Meister Eckhart, (Gliederungspunkt) Joachim Fiori, Abt Sugar und Bernhard von Clairvaux waren)*.
*I.) Der Genius des Christentums findet sich in den gotischen Kathe-
dralen wieder. Es ist der Lebenswille und die Ideengeistesmacht, ein mächtiges, direktes, urweltliches, unbekanntes Gottes-Bewusst-
seins-Lebensgrund-Urgefühl, der einst elementar in die Formen
gelegt wurde und die Zukunft aller und von allem ist. Diese Willens-
kraft ergreift jeden " gotischen Menschen " und reisst ihn mit und
der hohe Münsterturm zwingt den Blick automatisch nach oben zum Himmel als symbolische Nähe zu Gott.Es sind die wertvollsten Mo-
mente des Menschen, wo seine Seele berührt wird. Die gotische Kathedrale wird im Erkenntnislicht meiner Individualisierungs-
entwicklung in vielfältiger Weise als neue Kunstanschauung interpretiert. Es ist die religiöse Baugeschichte der Gotik als zeitlose Symbolwahrheit, Höherweisersinn und Gleichnis des menschlichen Entwicklungs-Individualisierungs-Lebens-Sinn-Prinzips schlecht hin als das Ziel, der Sinn und die Bedeutung allen Lebenstuns in der Zeit. Es ist eine höhere Entwicklungsstufe der Materie als verdichteter, gebundener Geist und eine Verhüllungswahrheit als kulturelle Verkleidung, welche auf Höheres verweist , um die Sehnsucht nach oben wachzurufen, was man selbst noch nicht, aber Menschen-
aufgabe ist.
II.) Diese Gotikbetrachtung ist vom Geist einer Zukunftsdynamik, einer Aufwärtsstimmung, einem neuen Sturm und Drang, erfüllt
vom Eifer jungen Erkennens, eine Zeit voller Möglichkeiten von einem abgeklärten "Jugend-Erwachsenen-Strebeidealismus " eines neuen Lebensfrühlings beseelt. Es ist der Lebenswille und die Ideengeistes- macht über die materielle Welt, welche einst elementar in die gotische Formen gelegt wurden. Es ist ein Elementardrang als ein ewiger Kampf zwischen Unruhe und Ruhe, zwischen Rausch und Besonnenheit, zwischen Unzufriedenheit und Zufriedenheit, zwischen Ungeduld und Geduld, zwischen Altem und Neuem als ein Lebens- grundgefühl, was immer gegenwärtig ist, wenn etwas Neues mit urweltlicher Kraft zutage tritt. Diese Willenskraft ergreift jeden " gotischen (Entwicklungs) menschen ", reisst ihn mehr im ideativen Sinne, wo das indivi- dualmögliche Entwicklungsideal in allem hindurch scheint als im idealistischen Sinne, wo nur das abstrakte, lebensfremde christliche Ideal im Mittelpunkt dieses Baustils steht. Es ist weniger die Kunst des Möglichen, sondern im Rahmen des Möglichen, wozu ich auch wirklich reifebereit bin als eine neue Kulturkategorie, wo ich meiner Lebenswelt in der Auseinander- setzungs-Transzendenz gegenüber trete und (Individual)kultur schaffe.
III.) Die Gotik ist ein ewiges Jugendideal, idealstiftend wie ein "Winne- toufilm von Karl May" aus den sechziger Jahren des vergangen Jahr- hunderts (als Wertverkörperung für Frieden, Freiheit, Wahrheit und Menschenrechte), eine neue Bewegung wie der olympische Gedanke (Ideale des Altertums als kulturelle Erziehungsziele)wie das moderne Facebook Märchen einer offenen und vernetzten Welt mit derzeit
2 Milliarden Benutzern (Stand 2018) oder vergleichbar mit Goethes Briefroman " Die Leiden des jungen Werthers, der einen neuen
Sturm- und Drang einleitete (als Gegenpol zu den versteinerten, etablierten, geschichtslosen gesellschaftlichen Verhältnissen
und überkommenen Lebenstraditionen) und gibt der Jugend
ihre Würde, ihre Ideale, ihren Wert und ihre Zukunft zurück. Der Glaube an einen Stern ist der jugendlichen Seele eigen. Die Web- präsenz " Die-gotische-Kathedrale besitzt die Kraft einer
Entwicklungsbewegung als Lebensgrundgefühl und wird für den Entwicklungsstrebenden zu einem Entwicklungs-Individualisie-
rungs-Lebensprogramm. Kurz gesagt, die Entwicklungs-Bewe-
gungslosigkeit, Lebensleere und Konsumüberdrüssigkeit soll zu einer Entwicklungs-Individualisierungs-Aufbruchsstimmung-Bewegung
wie die "Jogging-Bewegung " Anfang der siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts werden in sprachmetaphorischer Anlehnung an
Meister Eckhart," dass wir nicht anfangen sollen im Frieden, son-
dern laufen in den Frieden " als die Bauidee, die einen bewegt, weil Ruhe aller Bewegungsunruhe Suchziel ist. Jede gotische Kathedrale
ist für die Leser und Kathedralenbesucher, welche immer noch ihren Kindertraum träumen, aber nicht wissen, wie sie es anstellen sollen. Es ist in Anlehnung an Walt Disney, dass alle Träume wahr werden können, wenn wir den Mut und den " Durchhaltebiss " haben, ihnen zu folgen. Es wird mit einem Zukunfts-Selbstvertrauen gelebt, wenn einmal die Welt verlassen wird, diese ein wenig durch mich besser geworden ist und " ich auch noch daran schuld bin " .
- Von der gotischen Kathedrale,welche damals das das Weltbild verändert hatte zum gotischen Lernprinzip,
welches auch das heute Weltbild verändern wird und die Zukunft des Christentums ist. Das gotische Lernprinzip und die gotische Kathedrale sind das Symbol und ein sinnliches, greifbares Spiegel und neuzeitliches Abbild der menschlichen Entwicklung. Als religiöses Erbgut ist das gotische Lernprinzip ohne ideologischen Ballast, kein neuer Ismus, sondern eine welterobernde Macht, welches als Menschheitsideal einen neuen Begriff vom substanzbildenden Leben schenkt, um vom Sichtbaren zum Unsichtbaren zu gelangen und damit die dualistische Diesseits-Jenseits-Sichtweise aufhebt und eine neue Entwicklung der Menschheit ankündigt. Das gotische Lernprinzip als Lebenslogos Nr.404) ist kategorisch in jedem Einzelnen gegeben, Es ist die Erziehung zu Gott hin und wurde schon vor der Geburt bejaht. Deshalb ist es nicht nur Heilsvermittlung, sondern das Heil selbst. Die Vertreter des " gotischen Geistes " dulden keine Mittler zwischen Gott und sich selbst.Es ist die universelle Bauidee, welche alle bewegt, in den Lebensursprung zurück zu kehren. Es ist die Ungebundenheit aller Religion einer zukünftigen Entwicklungsfrömmigkeit und die Kultur der Ver-gangenheit als nicht abgeschlossene, offene Kultur, die sich in der Gegenwart als Entwicklungs-Kultur-Lernen neu erschliesst. Am Anfang eines jeden Entwicklungs- weges steht die Gotik. Aufbruch, himmelwärts und nach den Sternen geifen. Deshalb geht jeder Entwicklungsweg nur über und durch die gotische Kathedrale als Ausdruck des Höherstrebens und als gotisches Lernprinzip ,weil bei Entwicklungs-Individualisierungsreife (Nr.782) jeder das Gefühl vermittelt bekommt und keinen mehr gleichgültig lässt, dass die gotische Kathedrale nur für ihn gebaut worden und er endlich zu Hause ange- kommen ist. Erst nach einer Lebenskrise öffnen sich die Eingangsportale der gotischen Kathedrale für mich. Mit dem Münster fing es an und mit dem Münster hört es auf. Es ist seine Entwicklungszukunft in der säkularen, evolutionären Nachfolge Christi zu gestalten.
- Vom bedeutungslosen,rituellen Traditionschristentum (Predigtwortform) zur gelebten Praxis von allem kirch- lichen Beiwerk befreit ohne Substanzverlust,weil Ent- wicklung das Wesen des Christentums ist (Lebensver- änderungsform). Das Religiöse lässt sich vom Entwick- lungslebensprozessakt einer De-und Entmaterialisie- rung (zu mehr Gottwerdung) nicht trennen und ist immer mitgegeben und mitgesetzt. Deshalb ist jeder Mensch religiös auch wenn es nicht danach aussieht und mit Religion in Verbindung gebracht wird. Eine Religion zu haben ist die Pflicht des Menschen gegenüber sich selbst und ein fundamentales Bedürfnis des menschlichen Lebens. Das Leben bekommt erst Halt, Sinn und Orien- tierungsrichtung, wenn es zur Religion zurückkehrt.
- Von die Zukunft des Christentums hat noch keine Ge- genwart zu nur das Bessere" im Hier und Jetzt "zu wol- len" ist die Gegenwart und das Potential des Entwick- lungs-Lebens-Christentums. Der Fortbestand der Reli- gion, also ihre Zukunft verdankt sich ihrer Säkulari- sierung d.h,. Gott ist im Diesseits jenseitig. "Soll eine Religion lange bestehen, muss man sie häufig zu ihrem Ursprung zurück führen" (Niccolò Machiavelli Italieni- scher Philosoph und Diplomat).
- Vom autoritären, bevormundeten dogmatischen Chris- tentum,welches die Eigenverantwortung der Selbstsuche übernimmt (Institution) zu das Christentum muss alle individuelle Entwicklungswegformen ohne Ausnahme in sich fassen, da es katholisch ist. In und aus seiner sich entwickelnden (Such)art heraus und in keiner anderen, kann der Mensch sich vervollkommnen.Denn der Apostel sagt:" niemand weiss, welches die geheimen Anlagen des Menschen sind, ausser der Geist des Menschen selbst, der in ihm ist". Gott will in Freiheit errungen werden (Individuation)*.
* Religions-Entwicklungsstufen
- Die Religion wird den Freiheiten untergeordnet und endet meistens damit als dogmatische, geistige Norm,aber eine Religion muss man haben, sonst kann man die tradierte Väterreligion nicht überwinden.
- In der Freiheit wird die Religion erst entdeckt und " zurück errungen" als höchste Entwicklungsstufe der Religion einer individuellen, seelischen Erregtheit, wo das Leben zur Religion wird. Es gibt keine größere Freiheit als der Weg eines Religiösen.
- Von den vier grossen Kirchenvätern als bedeutende Kirchenlehrer des Christentums (Ambrosius, Hiero- nymus, Augustinus und Gregor der Große) zu den " Ent wicklungsvätern" als die stillen Vorbilder im Lande, welche ihren Entwicklungs-individualisierungs-Weg in der säkularen,evolutionären Nachfolge Christi gehen
- Beim Traditionschristentum steht das Kreuz symbolisch für wird das Leiden Christi und war immer eine Erlösung durch Leid gewesen, welches in Predigen,Gebeten und Liedern immer wieder ohne persönliche Betroffenheit daran erinnert wird zu hinter der eigentlichen Ent- wicklungs-Lebens-Christentum in der säkularen, evolutionären Nachfolge Christi steht eine gewaltige Askese. Es kann keine grosse Einmalerlösung "an dem Tag des jüngsten Gerichts geben". Die Vollendung ist diesseitig gedacht setzt die (Entwicklungs)erneuerung des Menschen voraus und besteht aus einer Reihe kleiner Erlösungen,was in den täglichen Entwicklungs-Auseinandersetzungs-(Überwindungs)- Befreiungen durch die De-und Entmaterialisierung,(Entsinnlichung), durch das Kulturlernen(Verwesentlichung), das gotische Lernprinzip (Vervollkommnung) und dem Unsterblich- keitslernen (Entweltlichung) in der persönlichen Lebens- alltagswelt täglich geschieht und der rote Faden dieser essayistischen Webpräsenz ist.Was hätte eine Erlösung für einen Sinn, wenn ich danach noch der Gleiche wäre wie bisher und die Hauptforderung des Christentum "verändert euch" wäre zum ad Absurdum geführt*.
* Je grösser das Leid, desto grösser das Werk. Alles Wissen kommt aus Leiden. Erst der grosse Schmerz ist der letzte Befreier des Geistes. Er allein zwingt uns in unsere letzte Tiefe zu steigen. Wer auf sein Leid tritt, tritt höher. Er steht fortan über seinem persönlichen Leben und über seinem Leiden. Bewusstsein begründet sich auf Leiden und alle höheren Bewusstseinsbegriffe sind steigendes Leiden. Je mehr der Mensch leidet, umso seliger erkennt er den Sinn und die Notwen- digkeit des Weltleidens.
- Von es ist ernüchternd festzustellen, wie wenig christ- liche Substanz noch im Lebensalltag übrig geblieben und das Christentum zur traditionellen Leerformel verkom- men ist und dieses für den Moral-und Werteverfall verantwortlich gemacht wird zur Feststellung, dass die zunehmende Säkularisierung nicht automatisch zu einem zunehmenden Verfall der Moral und Sitten geführt hat.
- Von den vielen Thesen des Entwicklungs-Lebens-Chris- tentum,welche in den Augen der Rechtsgläubigen wie Häresie klingen zum Häresiebegriff selbst, welcher mit " Neues entdecken" übersetzt wird und die Häresie- definition nur zu einen leeren Worthülse geworden ist.
- Von den vielen Untergangspropheten, für die das Ende des Christentums eine sichere Sache ist zu dem Philo- sophen Friedrich Nietzsche, der sich zwar empörte, dass das Christentum so billig verkommen und deshalb sich beugen muss, aber seine Christentumsdiagnose und Prognose war aber auch, dass es nicht zerbrechen und wieder im "neuen Gewande" Blätter ansetzen wird". Wir sind Galeerensklaven sagte er frei zitiert weiter und sind an Gott gekettet und können gar nicht anders als Gott anhängen ("auch wenn er an anderer Textstelle den Grabstein für die Kirche schon bestellt hat").Siehe Text- fortsetzung in Die-Zukunft-des-Christentums
- Von der These, Religion ist die Substanz der Kultur und Kultur ist die Form der Religion und wenn das Chris- tentum am Ende dieses auch das Ende aller kulturellen Weiterentwicklung ist zur berühmten These von dem Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegel "vom Ende der Kunst",welche besagt, dass die Zeit gekommen ist, in der die Wahrheit in ihrer Ausdrucksform nicht mehr der Verkleidung eines Kunstwerkes z.B. Architektur, Musik, Philosophie, Malerei, Bildhauer, Religion, Dichtung, Schriftstellerei, Wissenschaft bedarf, wenn es mit der Kunst oder Religion nicht mehr weiter geht und diese keinen wirklichen, tieferen Einfluss mehr auf die kul- turelle Entwicklung des Einzelmenschen haben (Kunst ist nur Ausdrucksmittel, aber noch kein Frieden).Auch die Vorbilder vergangener Zeiten üben keine Nachah- mungskraft und Aufbruchstimmung mehr aus, weil der be wusste Mensch kann jedoch nur dem Gegenüber das entnehmen, was er ihnen zuvor hineingelegt hat. Eine vergangene Philosophie wieder aufzuwärmen, das ist so wenig möglich, wie ein altes Kunstwerk wegen des Zeit- geistes und der Originalität nochmals zu schaffen. Weil diese auch dem entwicklungsgeschichtlichen Gesetz des Werdens und Vergehens unterliegen ist die Zeit gekom- men ist, wo der Wahrheitslebensausdruck eines anderen Mediums als Kulturträger bedarf wie zum Beispiel Ent- wicklungs-Kultur-Lernen als ein Entwicklungs-Lebens-Christentum*.
* Die kulturellen Verkleidungen sind nicht mehr geeignet auf Höheres zu verweisen, um die Sehnsucht nach oben wachzurufen, was man selbst noch nicht, aber Menschenaufgabe ist. Diese Fülle der kultu -rellen Werte lebte ursprünglich nicht selber aus sich heraus, sondern z.B. eine Zeichnung von Dürer, die Brandenburgischen Konzerte von Bach, eine Stradi- vari des gleichnamigen Geigenbauers, ein Gemälde von Vincent van Gogh oder eine gotische Kathedrale sind nur Wegweiser, Hilfen, Probiersteine und Mittler für den Weg nach oben, was den Menschen übersteigt, welche nicht an die Seele heranreichen und nur De-und Entmaterialisierungsmittel (Entsinnlichung), Kultur- mittel (Verwesentlichung) und Unsterblichkeitslernmittel (Entwelt-
lichung) zum Entwicklungs-Individualisierungszweck sind. Bewusst- sein und Kultur sind Mittel die zur Verwandlung führen, aber sie sind diese Verwandlung nicht selber. Sie sollen diese nur ermög- lichen. In kulturellen Entwicklungsphasen der Menschheit fand immer eine gesetzesmässige Häufung statt, wo viele Künstler wie Musiker, Dichter, Maler etc. gleichzeitig als das kulturelle Medium der Zeit auftraten, was auch für das jetzige Entwicklungszeitalter für die Individualisierung als das kulturelle Medium genauso zutreffen wird.
- Von dem Orthodoxenchristentum, welches permanent eine Rückbesinnung fordert (die ewig Gestrigen) zum Entwicklungs-Lebens-Christentum, welches eine Aus- einandersetzung mit dem christliche Erbe fordert.Weil alles dem ewigen geschichtlichen Gesetz der wendel- treppespiralförmigen Weiterentwicklung unterliegt, deshalb kann es kein zürück und festhalten zum Traditions-Christentums geben (die jungen Alten)*
* Die Entwicklung ist irreversibel, da jede Stufe auf der vorher- gehenden aufbaut. Vergangenheit ist verflossene, alte Energie und die Verschiebung hat bereits den Punkt der Rückkehr überschritten. Damit ist der Entwicklungsprozess nicht mehr umkehrbar d.h., es gibt keine Entwicklung zurück und mit keinem Mittel und keiner Macht der Welt lässt sich die elementare Macht dieser Entwicklung auf - halten.Dieses wäre genauso absurd, einen ICE-Hochgeschwin- digkeitszug mit 300 km/h mit blossen Händen stoppen zu wollen. Eine Restauration wäre nur ein instabiler Entwicklungsstillstand. Noch- mals die Uhr auf damals drehen, gibt es bestenfalls im Schlagertext der Schlagersängerin Helene Fischer. Das Leben ist auf Wachstum und nicht auf Wiederholung und Beharrung ausgerichtet, was den Menschen erst adelt. Wiederholung als Kreislauf und " alle Jahre wieder " ist ungeschichtlich und entwicklungsarm. Das Signum für Entwicklung ist die Spirale. Der Mensch ist nicht dazu geschaffen worden, wie ein Zirkuspferd in der Manege immer im Kreise herum zu laufen.
- Vom christlichen Abendland als Schöpfung und Abbild der katholischen Kirche und unser Wurzelerbe ( wäre ich nicht als Christ geboren, würde ich nichts anderes werden wollen als Christ) zu es gibt kein christliches Erbe,sondern es muss jeder immer wieder ständig neu anfangen und sich persönlich die christliche Substanz erarbeiten.Das Christentum hat ein gewaltiges (Selbst)er ziehungswerk geschaffen. Das christliche Erbgut hat den Menschen ungeheure Energien zur Verwandlung des Menschen bis zu größerer Vollkommenheit mitgegeben und in erster Line die Möglichkeit, zu seinem Frieden zu gelangen.Wer das gelernt hat, hat alles gelernt was es zu lernen gibt. Das christliche Abendland war nie eine fertige Idylle, kein vollkommenes Reich, sondern ein geopolitischer Entwicklungsprozess. Die Wiedergeburt des Abendlandes ist der Weg der Askese durch De-und Entmaterialisierungs-Lernen , Kultur-Lernen und Unsterblich-keitslernen zur Mystik eines Meister Eckhart*.
*I.)Aber ein Mensch der 2000 Jahre christlich geformt wurde bleibt
im Positiven wie im Negativen christlich, alles andere ist Unfug und Spielerei. Die religiösen geburtsbedingten Werte kann man nicht erwerben. Sie sind Schicksal.
II.) Das Wort Abendland ist nur noch religionsgeschichtlich von Bedeutung und ist durch das neue Wort "Europa "ersetzt worden. Nicht die Kirche, sondern das Reich Karl- und Otto den Grossen hat Abendland wirklich geschaffen.
III.) "Viele katholische Vertreter glauben immer noch, Europa sei christlich", so Kardinal Jean-Claude Hollerich. "Das ist ein großer Fehler." Es sei vielmehr möglich, dass das Christentum in Europa mittelfristig nahezu verschwindet.
- Vom dem Traditions-Papst-Christentum zu für viele Menschen ist dieses zur Bedeutungslosigkeit verkommen und suchen deshalb Hilfe in anderen Religionen z.B. im Buddhismus. Der passive Mensch des Ostens leidet an der Geistlosigkeit der natürlichen Schöpfung, die er nicht geschaffen hat und unter der ganze Schöpfung seufzt. Der aktive Mensch des Westens leidet an der Geist- losigkeit seiner eigenen, geschaffenen Werke und dem vorgegebenen und eingeschlagenen, gewissenlosen Lebensweg statt seinen Entwicklungs-Individualisie- rungs-Gewissensweg zu gehen. Er ist gespalten und nicht sich selbst. Damit leidet er an seiner eigenen Entwick- lungs-Individualisierungs-Friedens-Bringschuld als Lebensinn.Wo der Wille der Entwicklungsindividualisi- erung fehlt, automatisch zur " Individualisierungs-Gewissens-Bringschuld einer Entwicklungslosigkeit wird. Die östliche Lebensphilosophie ist mehr nach innen gewendet, während der Mensch des Westens die Ver- bindung nach innen aufgeben und zerrissen hat. Deshalb sind z.B. buddhistische Meditationsmethoden wertlos, weil sie nicht von persönlicher (Entwicklungs-Individuali- sierungs)schuld erlösen, was mit Entwicklungs-Demate- rialisierung -und Unsterblichkeitslernen bezeichnet wird. Der Mensch des Ostens lebt innerhalb der natürlichen Schöpfung. Er ist im Schoße der Natur geblieben und leidet am Kreislauf der Geburten, den er in der Wieder- kehr des Gleichen verhaftet ist und dem er zu entrinnen sucht. Aber der Mensch trägt noch etwas anderes in sich als die natürliche Schöpfung und stellt darüber hinaus ein mehr dar, als die ewige Wiederkehr des Gleichen von dem er sich zu befreien trachtet. Auch kann der Mensch in einer Kurzmeditation zu seinem Frieden gelangen, welcher aber nur von kurzer Dauer ist, weil die (Dauer)- ruhe aller Unruhebewegung Suchziel bleibt und dieses nur das Ergebnis eines lebenslangen Entwicklungsaus- einanderprozesses sein kann. Der Mensch des Westens muss sich aus seiner geschicht- lichen Art und seinem Wesen nach wieder in der Entwicklungs-Weg-Auseinan- dersetzungs-Individualisierung in der Gesellschaft und Beruf erst wieder von der Sozialisierung, den Abhängig- keiten, den Bequemlich- keiten, den Gewohnheiten, den gesellschaftlichen Werten etc. frei machen, um " dem Geist" eine Stufe näher zu kommen und sich nicht nur passiv mit dem "grossen Es" verschmelzen*.
* Es ist deshalb ein vergebliches Beginnen, wenn der abendländische Mensch beeindruckt durch fremde religiöse Techniken wieder versucht religiös zu werden und seine Seele wieder zu entdecken.Ein Mensch, der 2000 Jahre christlich geformt wurde, bleibt im Positiven wie im Negativen christlich, alles andere ist Unfug und Spielerei.
- Vom Christentum, welches den Menschen vom Fatalis- mus der Natur und von der Zwangsherrschaft des Kollektivs befreite und ihn als Einzelner unmittelbar vor Gott stellte, weil es das Geheimnis Gottes ist, dass er sich nur in der Einzelseele offenbart,wie Goethe einst mit prophetischer Sicherheit und Sperberblick schon erkannt hat, " dass die Gottheit uns vollendet einst gedacht ". Das Christentum ist eine Religion der Indivi- dualität und das Individualitätsprinzip bezieht sich auf das persönliche Verhältnis des Einzelnen zu Gott, was das eigentliche, christliche Erbe darstellt. Es bezeugte damit den unersetzlichen Wert der Einzelseele und schuf damit Raum der Freiheit, der in der bisherigen Geschichte der Menschheit noch nicht existiert hatte, aber diese Freiheit hat der abendländische Mensch bis auf wenige Einzelne verloren. Deshalb sollte dann der Mensch einmal Rechen- schaft " am grossen Gerichtstag " abgeben müssen, wird er nicht gefragt z.B. ob er ein guter Staatsbürger gewesen ist, was die anderen ge- macht haben, nach seinem Be- kanntheitsgrad, wie viele Tore z.B. als Fußballstar einmal eingenetzt wurden oder wie viele Welthits er/sie gesun- gen hat, nach seinem Bankkonto- stand, wie viele Kinder, welche Position, welchen Beruf, Besitz, für was er Zeit und Interesse hatte und wie löblich die Grabrede des Pfarrers war, sondern Auge in Auge nur nach seinem persönlichen Gottesverhältnis als die eigentliche Lebens- leistung d.h., ob er sich treu und entwicklungsehrlich als Wahrheitsliebe geblieben ist, das Bessere und Höhere im Hier und jetzt gewollt und egoistisch war für andere, was er für andere getan hat oder hätte tun können als Lebensprüfung, Lebens sinnaufgabe und geschenkte Lebensdankbarkeit und
- sein Leben als Offenbarung Gottes im Sinne von Meister Eckhart
versucht hat zu leben,
- alle Lebensfragen als Genie der Selbstevolution so behandelt hat, als wenn sie Religion wären,weil das Religiöse sich nicht vom Entwicklungslebens- prozessakt trennen lässt und ist immer mitgegeben und mitgesetzt.
- Unsterblichkeitslernen gelernt hat (Wer einmal mit dem Sterben lernen angefangen hat, bekommt keine Gewissensruhe mehr, wenn er nicht damit weiter macht und kommt aus dieser "Unsterblichkeits-Nummer" nicht mehr heraus) und dieses alles das Einzige ist, was den Menschen begründet und seinem Leben seinen (Todes)sinn gibt
zu jedes Einzelleben ist in erster Linie nicht materiell, ökono- misch und gesellschaftsmässig, sondern nur individual- entwicklungssinnmässig begründet. Jeder, der auf die indi-viduelle Entwicklungswahrheitsfrage verzichtet, gibt sich selbst auf und verfehlt sein Leben. Die Individualität ist die begriffliche Fassung des Lebens und der Einzelne ist nur wahr, wenn er individuell wird. Die Individualität wird in der Gesellschaft (noch)nicht gefordert und spielt noch über- haupt keine Rolle. Die Gesellschaft ist aber nicht fähig aus sich heraus sich zu wandeln, der Gesellschaftsmensch ist we- nig entwicklungsfähig und nicht der wirkliche Mensch, sondern nur der sich entwickelnde Einzelne ist wirklich und die tragende Kraft unserer Gesellschaft und gibt die Werderichtung mit seinen Entwicklungsimpulsen an. Der Entwickler ist unersetzbar und weil das wertvollste Mitglied, " das Salz der Gesellschaft " und deshalb " systemrelevant ". Er ist es, der die Anderen durch " sein-anders-sein " weiter- bringt. Entwickler machen den Unterschied aus, weil es die Anderen schon gibt. Einer muss es zuerst gedacht und getan haben. Weil er egotisch ist für die Anderen, wird die Welt durch ihn zu einem besseren Ort. Es kann nicht genug betont werden, aber im menschlichen Kultur-,Berufs-und Krisen- leben ist der Starke, der Nichtangepasste. Immer waren es schöpferische Einzelmenschen, welche Ausserordentliches erreicht und Umwälzungen eingeleitet haben. Siehe Text- fortsetzung in Gesellschafts-und Entwicklungsmensch
- Von den Anhängern des griechischen Geistes, deren religiöses Verständnis heidnisch anmutet, weil es auf die Beruhigung, Glück und religiöse Fremdvermittlung an- kommt und keinem zumutet, sich mit der Theologie auseinanderzusetzen, um ein ruhiges Gewissen zu haben (Entlastung) zu den Vertretern des gotischen Geistes, deren religiöses Verständnis die Lebenssuchunruhe, das Erleiden als das Ertragen der Lebensschwere als die volle religiöse Selbstverantwortung ist, immer ein schlechtes Gewissen zu haben und das nur gegen die Welt zu haben ist (Zumutung).
- Vom Christentum als die grösste Glaubensgmeinschaft der Welt und dazu die Religion mit dem durchschnitt- lichen höchsten Bildungsniveau zum Entwicklungs-Individuations-Lebens-Christentum deshalb eine gute Chance hat gehört zu werden.
- Von den Kirchenvätern und Krichenlehrer als einfluss-reiche, frühchristliche Theologen und Schriftsteller, die entscheidend zur Entwicklung des Christentums beige- tragen haben. Sie werden oft mit dem Ehrentitel Kirchen- lehrer ausgezeichnet, und ihre Leben gelten als heilig- mäßig zu den stillen, unbekannten Entwicklern im Lan- de heute, welche nicht weniger Entscheidenes für die Weiterentwicklung des Christentums beitragen.
Christus
- Vom Christus des Glaubens, der theologischen Texte, des Opferaltars (Christus als Erlöser, Vorbild, Lehrer stehen im Mittelpunkt) zum Wandel des Christusbildes der Ent- wicklung.Erlösung ist nicht etwas, was nur nach dem Tod erlangt wird, in der Tat ist wahre Erlösung jene, welche ihr Licht schon in dieser Welt manifestiert (Christus als Entwicklungsprozess (=Opfer), Entwicklungsvorbild und Lebenslehrer stehen im Mittelpunkt).
- Von der der Selbstwerde-Mitteilung Gottes in der Person Jesus Christus als der erste und höchste von Gott ge- schaffene reinste Geist und die einzige direkte Schöpfung Gottes (Christus-Bewusstsein) zur Selbstwerde-Mittei- lung Gottes in jedem einzelnen Menschen als Entwick- lungs-Friedens-Prozess-Bewusstsein (siehe auch den Gliede- rungspunkt "Frieden"(Entwicklungsbewusstsein )*.
* I.) Bildungs-Kultur-Lernen ist alle Zeit, alle Kräfte und alle Mittel verwenden, um mehr Geld zu verdienen und um mehr zu haben. Entwicklungs-Kultur-Lernen ist alle Zeit, alle Kräfte und alle (Un- ruhe)mittel verwenden, um mehr zum inneren Frieden durch die Überwindungs-Transzendierung zu gelangen und mehr zu sein. Er versteht dann auch den Satz des Kirchenlehrers Augustinus: " Wer seinen Frieden gefunden hat d.h., wer " Gott " geschaut hat (Gott
ist identisch mit Frieden und mit dem Begriffswesen mitgesetzt), in allem seine Ruhe gefunden hat und immer wieder neu findet, nichts mehr dazu lernen braucht und deshalb alles Wissen, Verstehen und Können gelernt hat was es zu lernen gibt und alle Fragen beantwortet sind. Wenn ich zu meinem inneren Frieden gekommen bin, betet
man ohne zu wollen und jedes Gebet ist erhört. Wer in seinem Frie-
den lebt und diesen immer wieder neu erringt, hat seine Indivi- dualisierungs-Bringschuld einer Entwicklungslosigkeit als lebens- langes Lernen getan. Wer im Frieden lebt, was im Frieden gesagt
und gemacht wurde, schafft weiteren Frieden. Schon sein schwei- gendes Dasein genügt. Wer seine Mitte gefunden hat, wird auch zur Mitte für die Anderen.
II.) Entwicklung ist der Individualisierungs- Lebensform-Plan-Wille als Sebstwerdemitteilung Gottes. Das Maß Gottes ist dass Maß meiner Entwicklungskraft und Entwicklungsmöglichkeiten. In jeder Möglichkeit ist der Mensch einzeln. Nur die nichts gleich sind, sind Gott gleich. Gott wird durch die Indivi- dualisierungsentwicklung neu geboren und das Entwick- lungsstreben ist die Selbsterziehung zu Gott hin. Gott kennt nur ein Gesetz, die Entwicklung seiner selbst und zieht alles an sich. Gott kennt nur sich allein und liebt nichts ausser seiner selbst. Gott wird einem erst in der Entwicklung gegeben und Entwicklung trägt die Seele zu Gott hin und wird damit zum Mittelpunkt eines säkularen und evolutionären Christentums. Gott als Träger des Lebens ist das Lebensprinzip schlechthin und Quelle allen Seins. Durch mein " ich-werde-geatmetes Leben " bin ich Gott unmittelbar,weil Gott das Leben selbst ist und Gott das Element ist, indem ich lebe. Entwicklung ist, wo Gott in jedem einzelnen Leben zu sich kommt und das Göttliche ist nicht mehr in unsinnlicher Abstrak- tion jenseitig des Irdischen und Weltlichen, sondern wird lebensnah im Brennpunkt des eigenen Selbst innerlich von mir als Wirkkraft wahrgenommen. Das Leben wird als eine Erscheinung Gottes und mein persönliches Leben als "das Gott-Werde-Selbst-Sein betrachtet. Immer wenn ich mich entwickele, rufe ich Gott ins diesseitige Dasein und er tritt an die Stelle des Überwundenen als das trans- zendierte Verbesserte.Dass Gott Gott ist, dadurch bin die Ursache.Wäre ich nicht, wäre auch Gott nicht.Gottes Existenz zu leugnen bedeutet auch meine eigene Existenz zu leugnen.Mein Wohlbefinden ist auch sein Wohl- befinden.Der Grund warum ich lebe ist, das Gott etwas " Gros- ses und über den Zeitgeist Bleibendes " mit vor hat. Als Gott uns schuf hatte er uns schon verplant. Der dynamische Gottesbegriff spiegelt die Entwicklungsstufen des Menschen wieder. Die Menschheit wird mit fortschreitender Entwicklung ihre Gottesvorstellung wandeln*.
* Anstelle des historischen Jesus wird der sich entwickelnde Jesus gesetzt (Für den Philosophen Immanuel Kant war es noch die Idee der Menschheit als moralisches Wesen).
- Von Christus selbst als die Quelle des geistigen Lebens (Entwicklung ist auf die Heilige Schrift beschränkt) zum Leben des Einzelnen als die Quelle des geistigen Lebens (Entwicklung ist die gesamte Schöpfung Gottes).
*Die Wesensidee des Christentums und der Mensch in der Welt ver- tragen sich erst einmal so gut wie " Wasser und Natrium ", weil Christ sein nicht Integrationsanpassung und Sonntagskirchgänger bedeu-
tet, sondern immer (Veränderungs)leiden heisst und zum schwers- ten Lebenslos wird und die Auslöschung des Egos zum letzten Ziel
hat. Es wird beinahe unmöglich, mit der Lebenswirklichkeit existen-
tiell zu recht zu kommen, weil Religion nur möglich ist gegen die Welt-Alltags-Widerstände, aber wir in dieser Welt leben und der Mensch im Widerspruch zu seinem Ursprung steht, was die Fundamentaltheo-
logie begründet.Die Kreuzigung als Lebensauseinandersetzung (Ego, Eigen- wille,Gier Entwicklungsresistenz etc.) ist das Gesetz des Lebens und in der ganzen Lebensstruktur als Ursprung fest verwurzelt.Es ist die Kreuzigung durch die Lebenskrisen, Lebensunzulänglichkeiten und Lebenserschütterungen als das "extra crucem nulla ecclesia,dass ausserhalb des Kreuzes keine Kirche gibt". Das Christentum ist not- wen digerweise Krieg (gegen sich selbst) in einer Friedenszeit und steht dia- metral zum reinen Vitalismus und den Weltwerten des permanenten Auslebens, Erlebens und einer materiellen Selbstver- wirklichung,den gesellschaftlichen Anpassungskonventionen und wirtschaftlichen Spielregeln, dass nur ein Leben "ohne das schreck-
liche Zeichen des Kreuzes" und ohne Wachstumsschmerzen ein erstrebenswertes Leben ist (Siehe auch Individualisierung in der Gesellschaft).Die Fragen des Lebensunterhalts und der widerstands-
freie,sich wieder- holende All-und Arbeitstag und die Freizeit sind nur 90 Prozent des Lebens,die restlichen 10 Prozent des Lebens sind, wo ich "Steine zu kauen bekomme" , welche mir den Schlaf rauben als die schöpfe- rische Qual des Sterbens und neu geboren werdens.Auch in der Gotik wurde die Kreuzigungsgruppe von oben herabgeholt, welche dann auf dem gleichen Niveau war wie die Sterblichen. Von der Theologie des Kreuzes des Leidens Jesu als Christusnachfolge in mittelalterlichen Klöstern (das Heil vollzieht sich in der Lebensge-
schichte Jesus Chris- tus als via cruscis) zur Entwicklungsbedeutung der säkularen, evolutionären Christusnachfolge auf dem persönlichen Entwicklungs-weltweg als Kreuzzug gegen die normierte Anpassung, gegen sich selbst und seinen "sieben Teufeln" (das Heil vollzieht sich in jeder einzelnen Lebensgeschichte selbst),wo es wichtig ist seine Individua- lisierung und das Entwicklungswertwollen gegen die gesell-
schaft lichen und beruflichen Individualisierungswiderstände nur im Le- bens- und Gottvertrauen durchzustehen (Siehe auch die Webprä-
senz Gesellschaftsmensch-Entwicklungsmensch) und säkulare, evolutionäre Nachfolge Christi).Es ist das gepredigte Ewigkeitsideal und "die Schwertseite des Christentums", dass im allerletzten der Mensch seine bürgerliche Existenz vernichten und absterben muss, um den zukünftigen Christenmenschen auferstehen zu lassen.
Es ist der Bibelvers "Gehe, verkaufe alles was du hast und gib dem Armen! So wirst du einen Schatz im Himmel haben. Dann komme und folge mir nach (Matthäus,19,21).Eine solche Aussage klingt heute utopisch, absurd,verantwortungslos und das macht kein Mensch. Des- halb lässt man diese Bibelstelle komentarlos "auf sich abregnen".
- Von der Quellenforschung und der Suche nach den Ursprüngen des historischen Jesus zur Erkenntnis, dass die Suche nach dem historischen Jesus mehr eine innere Selbsterforschung und Suche sei .Christus hat einmal keine schriftlichen Zeugnisse hinterlassen.Es wird deshalb niemals irgendwelche authentische Worte Jesus geben.Sämtliche tradierte Worte sind Überlieferungen des gehörten Wortes d.h., sie tragen eine Färbung desjenigen, der sie gehört hat und können deshalb erst durch die individuelle Wahrheits-Individualisierung zur Authentizität gelangen*.
- Von einem Jesus gibt es keinen überlieferten Lebenslauf, keine gesicherten Fakten, keine autobiographischen Kenntnisse und die Quellenlage ist beweisdürftig zum Beweis einer (Christus)behauptung kann keine selbst noch zu beweisende Behauptung benutzt werden (kritische Christusforschung)*.
* Die Überlieferung Dritter zur Person Jesu bedient sich des griechi- schen, während Jesus aramäisch sprach.
* I.) Die Liturgie umfasst das gesamte gottesdienstliche Geschehen wie Gebete, Lesung, Verkündigung, Gesang, Gestik, Gewänder, litur-
gische Geräte, Symbole, Symbolhandlungen und die Spendung von Sakramenten und Sakramentalien.
II.) "Maßstab und Quelle ist das eigene Leben", weil Gott das Leben selbst ist und in jedem einzelnen Menschen seine einmalige Indivi-
dualität entwickeln will. Deshalb ist das Leben Theologie und das Leben löst sich als das Wesen der Religion in Theologie auf. Das Religiöse lässt sich vom Entwicklungs-Lebens-Prozessakt nicht tren-
nen und ist immer mitgegeben. Es ist säkular und religiös, diesseitig und jenseitig zugleich.
- Von der Erwartungsglauben auf den himmlischen, auferstandenen, jenseitigen Jesus als ein Herabsteigen aus dem Himmel (physische,leiblich-fleischliche Wie- derankunft) zum warten auf die Entwicklungs-Individu- alisierungs-Reife, wo jeder Gläubige sich bemüht himmelwärts durch Entwicklungs-Kultur-Lernen-Streben im Diesseits auf der Himmelsleiter hoch zu steigen, wo das das zweite Kommen Jesu im Geiste eines jeden Einzelnen geschieht (geistige,seelische Wiederkunft)*.
* I.) Die geistige Wiederkunft Jesus ist auch der Avatar der Bud-
dhisten, der Krishna der Hinduisten und der Iman Mahdi der Muslims.
II.) Die Weihnachtsbotschaft wird umgekehrt, indem wir durch Entwicklung zu Gott hinaufsteigen und nicht Gott zu uns herabsteigt
. " Warum wurde Gott Mensch ? Dass ich als derselben soll geboren werden "*.
* Meister Eckhart
III.) Nicht wenn die Zeit reif ist beginne ich mit dem Entwicklungs-Kultur-Lernen, sondern wenn ich mit dem Entwicklungs-Kultur-Lernen beginne, ist die Zeit reif.
IV.) Das erst Kommen Jesu wird als tatsächlich betrachtet und das zweite Kommen Jesu geschieht durch Entwicklungs-Kultur-Lernen. Nicht das biologische, genetische menschliche Faktum, sondern das ontische Faktum ist entscheidend.
V.) Siehe auch "vor der Entwicklungsreife"....und "bei Entwicklungs reife Nr.782 in Kulturlernen-17
- Von Christus wurde gekreuzigt, weil er seinen Glauben gegen die vorherrschende Ordnung über Rom stellte (revolutionärer Christus) zu jeder der in der heutigen Gesellschaftsordnung sich nicht anpasst und seinen individuellen Lebensweg gehen will, welcher in der vorherrschenden Gesellschaftsordnung nicht vorgesehen ist, dieses bleibt eine Gradwanderung der Marginalisie- rung und vorübergehenden Heimatlosigkeit als Bürger (gelungenes Leben) und Bohemien (verpfuschtes Leben) zugleich, ein Gesellschaftsmensch nach aussen, aber einer Einzelner nach innen, in der kulturlosen Zivilisation leben, aber die Zivilisation im Verborgenen als " Namen- loser " und stilles Vorbild kultivieren. Wenn man ausser- halb der Welt denkt, bedeutet das zuerst einmal Chaos. Es muss schon das Feuer in einem brennen,dass dieser unbequeme Weg gegen die Widerstände und Nachteile in der Gesellschaft und beruflichen Karriere gegangen wird, welcher herkulischer Anstrengung, die Ausdauer eines Langstreckenläufers und innerer Schmerzresistenz bedarf (evolutionärer Christus)*.
*I.) Alle grossen und neuen Ideen galten bei den Dogmatikern, Konservativen, Beharrern, ewig Gestrigen und Fundamentalisten, meistens auch als Blasphemie und wurden als Spinner betrachtet und bekämpft (im christlichen Sinne ans Kreuz geschlagen). Wer anderen etwas vorgedacht,wird jahrelang ausgelacht (Wihelm Busch). Was heute noch (r)evolutionär klingt und "noch nicht in Tinte geronnen ist", wird in einigen Jahren eine Alltags-Lebens-Selbstverständlichkeit sein, was wie so posthum schon jeder wusste" und sich wundert, dass die Idee eigentlich nicht von ihm persönlich kam. Was einst Helden- tum war (z.B.Charles Lindbergh) ist heute alltägliche Fluggewohnheit geworden).
II.) Der Gemeinschaftssinn und das Solidaritätsprinzip begründen
noch nicht den Lebenssinn des Einzelnen. Das bürgerliche, angepasste und sozialisierte Leben ist am Leben vorbei, weil dieser Lebensform die Lebenstiefe fehlt und der persönliche Lebensindividualisierungs-
auftrag darin nicht erkannt wird. Nur die Gleichschaltung und nicht
die Individualisierungsattribute als Eigenschaften und Werte sind in unserem System von Nutzen, um das reibungslose Funktionieren nicht zu gefährden. Unser System hat viel Platz für einen reichen Menschen, aber wer in der vorherrschenden Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung seinen Entwicklungs-Individualisierungsweg beschreiten will, (was als geniehaftes bezeichnet werden kann), wird als Entwicklungsmensch wenig Platz ist finden und nicht sehr weit kommen. Der grösste Genius zerschellt an der unbegrenzten Gewalt des Gewöhnlichen. Deshalb ist ihm der Alltag zuwider. Siehe Textfortsetzung in Gesellschafts- und Entwicklungsmensch
- Von Gott ist ausserhalb von uns und hat einen Mittler und ein Gesicht eines Jesus Christus (alter Geist einer Buchstabenreligion) zu Gott ist nicht außerhalb von uns und unmittelbar in meinem Leben gegenwärtig und weil er das Leben selbst ist, trägt er mein Gesicht (Selbster- fahrungsreligion)*.
* I.) Gott ist im Diesseits gestaltos jenseitig (allmächtig, ewiglich und unendlich) sagte einmal der Theologe Dietrich Bonhoeffer und prägte den Ausdruck vom religionslosen Christentum. Er ist im Diesseits in seinen Schöpfungserscheinungen und Lebensgeschehen als unsicht- barer "Wille Gottes" sichtbar, aber als sichtbare Wirkkraftursache im Jenseits unsichtbar. "Ich suche den Gott den ich ausserhalb von mir überall finde" lautet auch ein Ausspruch des Astronomen Johannes Keplers. Gott ist so nah, aber schwer zu fassen konnotierte der Dichter Hölderlin. Dass erst der Dualismus Religion und die Trennung zwischen Gottes-und Lebenswort notwendig macht, aber dieser Diesseits-Jenseits-Dualismus ist im nicht-linearen Raum und der zeitlosen Dimension aufgehoben und die anachronistische, dualisti- sche Welt-Diesseits (Materialistik) und Gott-Jenseits-Sicht- weise (Mystik) faktisch nicht gibt und die Trennung nur im Kopf existiert und deshalb ist naturgesetzmässig der Jenseitsweg als Lebensfort- setzung, weil es nicht anders sein kann, festgelegt. Wenn ein Mensch stirbt, sind die Grenzen des eindimensionalen Bewusstseins aufgeho- ben und der Geist ist frei. Siehe Textfortsetzung in Das Leben ist unsterblich und nicht tot zu kriegen.
II.)Das Jenseits ist die allumfassende Wirklichkeit und das viel Grössere, worin das Diesseits eingebettet ist. Insofern ist auch unser gegenwärtiges Leben bereits vom Jenseits umfangen. Jeder Kultur- träger will auf etwas (jenseitiges) hinweisen und die Sehnsucht nach oben wachzurufen, was den Menschen übersteigt, was man noch nicht ist und als Menschenaufgabe verwirklicht werden soll. Das Ende der Evolution wäre, wo Diesseits und Jenseits eins wären und damit der Dualismus, den die Philosophen Platon und Aristoteles in die Welt gebracht haben, überwunden. Aber der Mensch befindet sich nur mit einem Teil seines Wesens innerhalb der natürlichen Schöpfung (Dies- seits=Bildungs-Kultur-und existentielles Lernen aber mit einem an-deren Teil seines Wesens, was ihn als Menschen charakterisiert, be- findet er sich aus- serhalb der Schöpfung (Jenseits=Entwicklungs-Kultur-und Unsterblichkeitslernen), so dass er in zwei Welten lebt und für beide Welten zum Lernen gezwungen wird.Das Jenseitige existiert im weltlichen Sein und darf sich nicht damit abfinden, dass Gott nur in der einen Hälfte (Jenseits) zu Hause ist, aber nicht in der alltäg- lichen lebendigen Wirklichkeit (Diesseits). Wir befinden uns inmitten einer neuen Weltstunde, in der sich die letzte im Diesseits bereits zu einem religiösen Ereignis befindet.
III.) Die Welt kann Gott nicht erkennen, aber bei Christus erscheint alles in einem neuen Licht. Gott ist ein verborgener Gott und ohne Jesus wüssten wir nichts von ihm. Erkenntnistheoretisch sind die Einheitssichtweise der Interverbundenheit, eine gesamthafte Erfassung, der Geist der Synthese, universelles Erkennen und die Totalität als Ganzes als Parallelwelt kein Gegenstand des Erkennens, um den Dualismus zu überwinden. Der Wahrnehmungsprozess kann das Ganze nicht erfassen, weil wir selbst nur Teile des Ganzen sind. Auch die Inter- und Multidisziplinarität zwischen den einzelnen Fachwissenschaften deckt das Ganze und die menschliche Totalität nicht ab. Die Endlichkeit kann nicht die Unendlichkeit verstehen. Die Gesamtheit der relativistischen, einzelwissenschaftlichen Erkennt- nisse bilden trotzdem nicht das Ganze und die Einheit ab und der gesamt- und einheitliche Charakter ist aber an keinem der isolierten Teile vor zu finden.
- Von das Heil vollzieht sich in der Lebensgeschichte Jesus (Christus ist absolut) zum Heil unreligiös interpretiert, welches sich im Entwicklungsprozess einer Entwicklungs-Individual-Geschichtlichkeit in der säkularen, evolutio- nären Nachfolge Christi vollzieht (jeder wird einmal wenn er viele Besserungsstufen durchschritten hat zum "Christus" (ohne anmaßend zu gelten), weil er durch den gegangenen Weg durch Überwindung der Schwächen und Versuchungen und gegen die gesellschaftlichen Wider- stände nur im Lebens-und Gottvertrauen die heilsge- schichtliche Wegstruktur geschaffen hat für andere). Deshalb ist zum Frieden z.B. durch De-und Entmate- rialisierung, (Entsinnlichung), Kultur (Verwesentlichung), gotisches Lernprinzip (Vervollkommnung) und Unsterb- lichkeitslernen (Entweltlichung) in der persönlichen Lebensalltagswelt zu gelangen der entwicklungspäda- gogische Lebensschlüssel zur neuen sakramentlosen Christologie.Neben der ersten historischen Tatsache geschieht eine zweite historische Tatsache.
- Von der These, das Christus schon als fertiger "Men- schen gott" in den Windeln lag zur ernst zunehmenden Gott- wer- dungs-Christus-Bewusstseins-These, dass Christus nicht vollkommen auf die Welt kam, sondern sich entwickelte und wie jeder Mensch erst einmal mit seinen persönlichen Schwächen zu kämpfen hatte und durch permanente Überwindung dieser sich immer mehr vervollkommnete bis er dann zu "Wundern" fähig war.Er hat alle Zustände des Menschen einschliesslich des Todes erlebt.Er sagte niemals, er sei Gott oder in irgendeiner Weise sei er Gott gleich.
- Von jeder Weg ins Himmelreich (Geist Gottes) geht nur durch und über die Unmittelbarkeit eines Christus, der unerreichbar erscheint, auch wenn es hyperbolisch klingt,aber wenn einer seinen Weg zum Frieden (Unmit- telbarkeit des Geistes Gottes) als Quelle gelangt ist,dann ist Christus nicht mehr alleine absolut und ausschliess- lich. Das Religiöse (der Christus in uns) lässt sich vom Entwicklungslebensprozessakt nicht trennen und ist im- mer mitgegeben und mit- gesetzt.
Du hast Christus gesehen und du bist Christus geworden (Evangelium des Philippus N.H.II,3 61;20,32).
Es ist die Radikalität des Christentums selbst ein Christus zu werden (alles andere ist lauwarmes, nicht wirklich ernst genommenes Christentum ) "entweder für mich oder gegen mich")*.
*I.) Jesus gilt nicht als das Heil der Heilsgeschichte, sondern das Reich Gottes.
II.) Unbestritten gilt, dass Christus mit seiner Gestalt die Institution Kirche unendlich überragt und über die eingefahren Gleise und Formen der Kirchlichkeit hinaus reicht. Eine Erlösung jenseits der Kirche wäre denkbar, aber nicht jenseits von Christus. Nach Meister Eckhart weiss ausserhalb seines Sohnes der Vater nichts, weil erst im Entwicklungs-Auseinandersetzungs-Prozess der Vater den Sohn gebiert.
III.) Siehe auch den Gliederungspunkt Teil III "Nachfolge Christi- "Die Nachfolge Christi als mittelalterlicher Weltverneinungs-Klosterweg (religiös interpretiert) versus moderner Weltbejahungsweg (unreligiös interpretiert) in https://entwicklungschristentum.de/Evolutionaere-Nachfolge-Christi-1
IV.) Wenn einer seinen Entwicklungs-Vorbild-Weg gegangen ist, hat er wirkungsquantenphysikalisch den Weg frei gemacht für andere als das wissenschaftliche Spiegelbild der Relativitätstheorie von Albert Einstein. Es wurde Entwicklungs)raum als physische Realität geschaffen, der vorher nicht da war und erst diese Raumexpansion gibt jedem die Chance, in den (Vorbild)kraftraum einzutreten, wenn dieser auch das praktische Moment der Veränderung beinhaltet diese schöpferische Möglichkeit (durch Selbstentwicklung) wahrzu-
nehmen. Der Raum ist nicht begrenzt, sondern so gross, wie der gedacht werden kann. Wenn der Endpunkt von einem Menschen verwirklicht wurde, so stellt dieser Mensch stellvertretend auch für seine Gattung das Endprodukt der Evolution dar. Wenn es einer erreicht hat, ist es für alle erreicht und erreichbar gemacht. Es genügt vollkommen, wenn sich ein Einzelner bis in die Wurzeln umgestaltet hat, dann hat er en Weg freigemacht für alle Anderen.Der Dich-
ter Friedrich Schiller würde sagen; " Was einer im Reiche der Wahrheit erwirbt, hat er für alle erworben".
V.) Dieser erst einmal sakrale Sachverhalt einer Nachfolge Christi säkular gedeutet heisst seinen persönlichen Entwicklungslebens- laufweg zu gehen ist nur wegen dem Wirkkraftfeld des Entwickler- vorbildes möglich. Die Nachahmungskraft und autorative Ausfor- mung wird/wurde erst durch die Vorbildfunktion übertragen, welche in die Vorbildform des Entwicklungsweges" reingelegt wurde, ist sich selber wirkend, hat die Reife für den Einzelnen geschaffen und macht Nachahmungsreiz aus. Von dem Grad der Selbstbeherrschung wird der Grad der Gleichwilligkeit der Anderen bestimmt. Weil jeder Mensch ein Teil der Menschheit eines universellen Ganzheitsbe -
wusstseins ist (Interverbundenheit) und wenn es vom Einzelnen realisiert wurde, wirkt es erst vorbildlich für das Ganze als Ge- meinschaftsfeld, was als kollektives Gedächtnis bezeichnet wird.Es wurden Spuren hinterlassen im Plenum des universellen Bewusst- seins, weil wir alle durch das Verschränkungsprinzip Teile dieser Superposition sind.
- Von der These, wenn die Zeit reif ist kommt ein“ Erlöser“(Erlöser als Befreier von der Erdenschwere), zur These, wenn ein " Erlöser“ kommt, ist die Zeit reif (Erlöser als Vorbild und Erlösungswegschaffender).
* Bei dem neuen, evolutionären Weihnachtszeitverständnis gilt der Grundsatz: dass der Erlöser nicht nur einmal in der Welt erscheint, sondern zu verschiedenen Zeiten immer neu erscheint und die Heilsbotschaft neu interpretiert werden muss. Was hätte die Fremderlösung für einen Sinn, wenn mir meine Irrtümer, Charakter- schwächen und meine Entwicklungsschuld blieben? Der Erlöser bereitet den Boden vor, aber ist ausserstande, die Menschen auf dem direkten Wege zu erlösen, weil die Erlösung, Befreiung und der Frieden an die Voraussetzungsbegriffe religiös interpretiert Gnade, Schuld, der Reue, Buße und der Wandlung an das Gewissen gebunden sind und säkular,evolutionär interpretiert Reife, Bringschuld einer Entwicklungs-,Kultur-,Dematerialsierungs- und Unsterblichkeitskeits-Lernlosigkeit.Die Schuld besteht nur darin,dass ich nicht der Gleiche bleiben kann, der ich bin.
- Vom Anfang war das Christentum eine Exklusivreligion von 12 Jünger (Apostel) zu heute wird das Entwicklungs- christentum zu einer Inklusivreligion mit vielen Entwick- lungsjünger ("Entwicklungsaposteln"). Damit ist Christus nicht mehr absolut, weil jeder christusähnlicher wird. Es ist die Radikalität des Christentums selbst ein Christus zu werden (alles andere ist lauwarmes, nicht wirklich ernst genommenes Christentum ) entweder für mich oder gegen mich). Die Nachfolge Jesu ist nicht eine " eins zu eins" oder eine mittelalterliche klosteraffine Nachah- mung Christi, sondern bei Entwicklungsreife heisst es seinen eigenen Individualisierungs-Weg in der Gesell- schafts- und im Berufsleben gehen, der noch von nieman- den gegangen wurden. Jesus Werk ist noch nicht voll- endet und in jeder Generation erwählt er seine Jünger, gibt ihnen Zeichen ihm zu folgen und verleiht ihnen die gleiche Macht. Die säkulare, evolutionäre Nachfolge Christi ist keine ad hoc Entscheidung und erst durch eine allmähliche Entwicklung dämmert die biblische Kern- aussage einen;"Wer sein Leben behalten will, der wird es verlieren (Werdet der Welt gleich)und wer es verliert um meinetwillen, der wird es behalten (werdet der Welt ungleich".
- In der Gotik wurde Jesus als Lehrer dargestellt und sein Leben wurde in den Lebensmittelpunkt gerückt (Kreuzi- gung) zu heute wird seine Botschaft der säkularen, evolu- tionären Nachfolge in den Mittelpunkt gerückt (indivi- duelle Lebensauseinandersetzungs-Gewissensweg (sein Kreuz der unbequemen Nichtanpassung der Vereinzel- ung auf sich zu nehmen).
* Entwicklung ist der Individualisierungs- Lebensform-Plan-Wille Gottes. Das Maß Gottes ist dass Maß meiner Entwicklungskraft und Entwicklungsmöglichkeiten. In jeder Möglichkeit ist der Mensch einzeln. Nur die nichts gleich sind, sind Gott gleich. Gott wird durch die Individualisierungsentwicklung neu geboren und das Entwick- lungsstreben ist die Selbsterziehung zu Gott hin. Gott kennt nur ein Gesetz, die Entwicklung seiner selbst und zieht alles an sich. Gott kennt nur sich allein und liebt nichts ausser seiner selbst. Gott wird einem erst in der Entwicklung gegeben und Entwicklung trägt die Seele zu Gott hin und wird damit zum Mittelpunkt eines säkularen und evolutionären Christentums. Gott als Träger des Lebens ist das Lebensprinzip schlechthin und Quelle allen Seins. Durch mein " ich-werde-geatmetes Leben " bin ich Gott unmittelbar,weil Gott das Leben selbst ist. Entwicklung ist, wo Gott in jedem einzelnen Leben
zu sich kommt und das Göttliche ist nicht mehr in unsinnlicher Abstraktion jenseitig des Irdischen und Weltlichen, sondern wird lebensnah im Brennpunkt des eigenen Selbst innerlich von mir als Wirkkraft wahrgenommen. Das Leben wird als eine Erscheinung Gottes und mein persönliches Leben als "das Gott-Werde-Selbst-
Sein betrachtet. Immer wenn ich mich entwickele, rufe ich Gott ins diesseitige Dasein und er tritt an die Stelle des Überwundenen als
das transzendierte Verbesserte. Dass Gott Gott ist, davon bin die Ursache. Wäre ich nicht, wäre auch Gott nicht. Der Grund warum ich lebe ist, das Gott etwas " Grosses und über den Zeitgeist Bleibendes " mit vor hat. Als Gott uns schuf hatte er uns schon verplant.
- Von dem dogmatischen Christus als Gott (Christus der Retter ist in Bethlehem geboren) zur These, dass Jesus am Anfang kein "kleiner Gott" war (Gott ist unveränder- lich), sondern er sich in kleinen Anfängen dahin entwi- ckelte, an Weisheit zunahm, zu grösserer Vollkommen- heit reifte und deshalb die Geburt belanglos ist (Christus der Retter entwickelt sich)*.
* I.) Es wird die Geburt Jesu entwicklungstheologisch neu gedeutet. Christ der Retter ist da (aus Fleisch und Blut" wird erst einmal unvollkommen geboren zum Christ als Retter, der erst durch diese permanente Lebensentwicklung zum Retter wird und damit den Weg vorbildhaft freigemacht hat und ist Hoffnung für alle Anderen.Wer in seinem Frieden lebt verdient das Prädikat; " Christ der Retter ist da ". Die theologische Frage, ob Gott persönlich und vollkommen laut der biblischen Überlieferung/Erzählung auf die Welt gekommen ist, bleibt bei der Neudeutung völlig unberührt.
II.) Das Weihnachten des "alle Jahre wieder" wird zum Weihnachten "des jeden Tag wieder ". Es wird nicht mehr auf einen Erlöser gewar- tet, sondern auf den Reifezeitpunkt als archimedischer Nullpunkt, von dem aus alles entwicklungs(er)lösungssmässig in Bewegung gesetzt wird. Jedes Alter, jede Lebensphase, jede Lebenssituation,jede Erfahrung.jeder Lebendruck, jede Empfindung,jede Sichtweise hat seine individuelle Reife und für eine Sache bist immer die (Verbesse- rungs)reife gegeben. In jeder Erfahrung und in jeder neuen Erkenntnis werde ich jeden Tag neu geboren.In jedem Entwicklungs-Transzen- dierungs-Prozess biblisch gesprochen wird Christus " neu geboren " und deshalb gibt es in jedem Entwicklungsprozesss der Auseinander- setzung eine Geburt Christi als das Individualisierungs-Logos in je-dem Menschen.Einfach nur immer das Höhere und Bessere zu wollen genügt. Die Geburt Jesus wird als der permanente Entwicklung- Transzendierungs-Schöpfungs-Prozess interpretiert und damit ständig eine neue Erkenntnisgeburt folgt. Das Kind des "Heiligen Geistes" wird zur Erkenntnis im Geiste.
III.) Ist es möglich mit 33 Jahren schon so weise zu sein, um eine Heilslehre zu verkünden, den Weg frei gemacht zu haben für die, welche ihm nachfolgen wollen und deshalb die Menschen zur Freiheit befreit hat. Die Rekarnationslehre interpretiert dieses als Spitze des Entwicklungseisberges sehr vieler Wiedergeburten.
- Von dem Stern von Bethlehem, welcher nach der Weih- nachtserzählung "die Weisen" an den Geburtsort Christi geführt hat zu meinem Stern, wenn ich diesem folge, er mich zum Wunder des Lebens führt*.
* Wer hat nicht als Kind davon geträumt ein Held oder Prinzessin zu
sein ? Glücklich ist der, wo seine Kindheit und Jugend sich im gereiften Alter vollendet.Siehe Textfortsetzung in evolutionäre Altjugend
- Von Jesus musste von Gott und dem Geist verlassen werden und war alleine auf sich gestellt, damit er sterben konnte zur Tatsache, dass Gott als der umfas- sende, transzendete Geist nicht der Sterblichkeit unter- liegt, sonst wäre auch Gott gestorben. Christus war nicht Gott sonst hätte er nicht den Verzweiflungsatz gespro- chen "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen"?.Dieser Satz wird auch gedeutet, dass Chris-tus nicht Gott war und auch nie dieses behauptet hatte,denn Gott kann sich nicht selbst verlassen*.
* Trivia:Thomas von Aquin, der bedeutenste katholische Theologe stellte die These auf,dass Christus keinen Glauben gehabt haben konnte, weil er Gott war.
- Von der Kirche, welche der Versuchung widerstanden hat das Christentum eine Religion für Sieger und als bequeme Wahrheit zu verkünden (gekreuzigter Christus) zum Entwicklungs-Christen-Lebenstum, welches erst einmal nur als unbequeme Wahrheit verstanden werden kann und Christ sein wenn es ernst genommen wird zum schwersten Los wird, wenn einer allen gesellschaftlichen und beruflichen Widerständen zum Trotz seinen Entwick- lungs-Individualisierungs-Weg in der säkularen, evolu- tionären Nachfolge Christi geht (sein Kreuz tragen)*.
* Die Wesensidee des Christentums und der Mensch in der Welt vertragen sich erst einmal so gut wie " Wasser und Natrium ",weil Christ sein immer Leiden heisst und zum schwersten Los wird. Es wird beinahe unmöglich, mit der Lebenswirklichkeit existentiell zu recht zu kommen, weil Religion nur möglich ist gegen die Welt, aber wir in dieser Welt leben und der Mensch im Widerspruch zu seinem Ursprung steht (Siehe auch die Webpräsenz Gesellschaftsmensch-Entwicklungsmensch) und säkulare, evolutionäre Nachfolge Christi).Es ist das gepredigte Ewigkeitsideal und "die Schwertseite
des Christentums", dass im allerletzten der Mensch seine bürgerliche Existenz vernichten und absterben muss, um den zukünftigen Christenmenschen auferstehen zu lassen. Es ist der Bibelvers "Gehe, verkaufe alles was du hast und gib dem Armen! So wirst du einen Schatz im Himmel haben. Dann komme und folge mir nach (Matthä- us,19,21).Eine solche Aussage klingt heute utopisch, irreal,steht diametral zu den Weltwerten und deshalb lässt man diese Bibelstelle auf sich "abregnen".Es ist die gleiche Erkenntnis des Philosophen Friedrich Niet- zsche,dass der Mensch etwas ist, was überwunden werden muss und sich immer wieder in Frage stellen und das Gegen-
teil einer Wohlfühl-und Beruhigungsreligion ist. Nicht das Bibelwort der Propheten "Werdet der Welt ungleich und werdet euch selbst" oder die Bergpredigt einer Nachfolge Christi ist von Bedeutung, sondern nur die Gesetze, Regeln, Normen,die sozioökonomische Existenzsicherung, der Besitzstand,die gesellschaftliche Stellung,
die politischen Verhältnisse,Traditionen, Gewohnhei ten, der Le- bensentwurf,der Lebensstil,die Lebensphase und die persönlichen Interessen in der Gesellschaft legen fest, wo es entlang geht.Das sinn- liche,praktische Leben ist immer stärker als das abstrakte, ideelle Gepredigte. Nicht das vollkommene, sondern das mögliche Wort. Der Weg des Einzelnen wird nicht mit dem Wort gegangen, sondern in Wahrheit beschritten, wo "das Wort Fleisch wird". Auch Umfragen bestätigen, dass Men- schen, wo die Religion im Alltag keine Rolle spielt, glücklicher sind, weil diese nur das Aus-und Erleben stört, ein Fortkommen behindert und das Gewissen (soweit noch vorhanden) keine Rolle spielt.
- Von Christus, der den Weg äusserster Erniedrigungen gegangen ist und z.B. den Jüngern die Füsse gewaschen hat zum demütigen Entwicklungs-Individualisierungsweg des Einzelnen z.B. in der Arbeitswelt, welcher seinen Entwicklungsgewissensweg in der säkularen, evolu- tionären Nachfolge Christi geht,um sich zu individualisie- ren. Statt sich karrieremässig stromlinenförmig anzu- passen, nimmt er berufliche und finanzielle Nachteile und Unsicherheiten in Kauf,die Demut wird zur Demü- tigung,weil der eigene Weg ohne Risiko nicht zu finden und gegen vorherrschende Normen nicht zu gehen ist*.
* I.) Der Entwicklungs-Individualsierungs-Lebenslauf ist eine Biografie der Selbstzerrissenheit, der Auflösung, der Selbstsuche und ständigen Berufsflucht bis zur Berufsüberwindung und dem Entwicklungs-Selbstsein. Man lässt unzählige Erniedrigungen und Selbstverleug- nungen über sich ergehen, zählt die Minuten bis zum Feierabend in unge- liebten Tätig keiten und quält sich monatelang in scheinbar, sinnlosen "Geld-Verdienen-Jobs" oft im hohen beruflichen Alter, bis man sich selbst gefunden hat und mit Eigenem zur Ruhe gekommen ist.
II.) Der Entwicklungslebenslauf hat dagegen Bruchstellen, Auszeiten und ist gefüllt mit unqualifizierten Überbrückungstätigkeiten in Zeit-
arbeit und in Callcentern. Um sich berufungsmässig zu finden, hat er seine zweite oder dritte Chance wahrgenommen und ist durch viele Berufe, Beschäftigungen, Berufspausen und Umschulungsphasen hindurch gegangen bis er in der "auf richtigen Entwicklungs-Selbst-
suche" seine berufliche Heimat gefunden hat. Erst nach einer (Be-
rufs) krise steht mir die individuelle (Arbeits)welt offen.
III.) Seinen Entwicklungsweg alleine zu gehen erfordert nämlich viel Selbstvertrauen sich über Meinungen, gesellschaftliche Konventionen und Spielregeln, Verlockungen des leichteren, bequemen Anpas- sungslebens zu widerstehen oder sich zu arrangieren. Es sind die all- gemeinen Normen der demokratischen Gesellschaftsordnung und
des Wirtschaftsleben, wo das individuelle Eigene noch keinen Platz hat. Entwickler müssen einen Weg finden, die Regeln zu überwinden, weil der Entwicklungsweg persönlich ist und für das Individuelle keine Regeln gibt. Um dieses Ziel zu erreichen darf kein Problem zu schwierig, keine Entschuldigung zu billig, kein Preis zu hoch, kein Vor- teil zu verlockend,kein Weg zu lang, keine Tradition unumstößlich, kein Frust zu gross und kein Streit zu schwer sein.
IV.) In diesem " in dem säkularen Nachfolge Christi Kontext " ist dem Autor namentlich ein Entwicklungs-Berufungs-Selbstzerissenheits-Leidens-Suchweg einer fast selbstaufopfernden Wahrheitssuche in Frankfurt/Main bekannt, wo der Kreuzweg aus den S- und U-Bahn Stationen dieser Stadt bestand, wo jeweils ein- und ausgestiegen wurde, um für einige Monate und das über viele Jahre lang bei den dort ansässigen Unternehmen mit einfachen Tätigkeiten, obwohl gut (aus)gebildet und vielen Erfahrungen im fortgeschrittenen beruf- lichen Alter in solchem instabilen Arbeitsumfeld " sein Kreuz auf diesem Weg" getragen hat und die geübte Demut oft zur Demüti-
gung wurde, nur um seinen sozialen Verantwortlichkeiten und seinem "Entwicklungs-Individuations-Gewissen " nachzukommen,
um Ruhe zu finden und keine Selbstverwirklichung auf dem Rücken anderer zu betreiben. Der Ertrag der vielen Tätigkeiten
waren am Ende auch noch abzuzahlende Schulden, weil der Verdienst sich oft nur am Mindestarbeitslohn orientierte und am Monatsende oft nicht wusste, wie lange das Geld reichen würde, auch wenn im Nachhinein die Schulden segensreicher waren als wenn in dieser Zeit viel Geld verdient worden wäre. Wer durch viele Tätigkeiten hindurch auch in Berufen, die er nicht gelernt oder studiert hat zur Berufung gelangt d.h., sonst zu nichts nutze war und damit immer wieder neu anfängt, muss sich ständig neu einarbeiten, damit erst einmal zu einem erniedrigenden Nichts " werden und fängt auch auf der Gehaltsskala meistens unten an. Auch besteht die Gefahr als bspw. fünfunfünfzig-plus-Jähriger überhaupt keine Arbeit zu finden oder
nur eine Beschäftigung, die sonst keiner z.B. Callcenter (outbound= Türklingen putzen) machen wollte. Dass durch den jahrelangen Entwicklungs-Such-Individualisierungs-Anti-Karriereweg in niedrig bezahlten (Aushilfs)tätigkeiten die spätere zu erwartende Alters- rente nach der derzeitigen (deutschen) Sozialgesetzgebung auch viel niedriger sein wird und zur Rentnerarmut werden kann, ist ein wei- terer sozial-ökonomischer Nachteil, weshalb die vielmals gepredigte, säkulare Nachfolge Christi im christlichen Umfeld illusionäres Gerede bleibt und " in der warmen Stube ", wo Wohlstand, Risikolosigkeit, eine Pensionsberechtigung vorherrscht und der Weg als Vorbild von den Predigern nie gegangen wurde,weil Christ sein "Leiden" bedeutet ("Schmelztiegel Gottes") und nicht nur gelehrige Theologie studiert.
Siehe Textfortsetzung in https://entwicklungschristentum.de/Evolutionaere-Nachfolge-Christi-1
V.) Deshalb kommt dieser Weg im konkreten Berufs- und Lebensalltag nur für wenige Einzelkämpfer wenn überhaupt in Frage, weil er heimatlos wird und keinen Platz hat, wo er sich niederlassen kann.
Es muss schon das Feuer in einem brennen (Reife), dass dieser unbequeme, noch nicht gegangene Weg gegen die Widerstände und Nachteile der Gesellschaft gegangen wird, welcher herkulischer Glau-
bensanstrengung, die Ausdauer eines Langstreckenläufers und in-
nerer Schmerzresistenz bedarf, weil dieser Weg kein Gegenstand kaufmännischer, familiärer und bezahlter Überlegung ist. Der Bibelvers " Dass es des Vaters liebster Wunsch ist, dass ihr Frucht bringet und meine Jünger werdet kann in diesem Kontext nicht wirk-
lich für ernst genommen werden. Wer verlässt schon alles, was er hat; den Beruf, die soziale Sicherheit gesellschaftliche Anerkennung und Konsumanehmlichkeiten, um ihm nachzufolgen. Christ sein wird sein schwerstes Los, weil es beinahe unmöglich wird, mit der Lebens- wirklichkeit existentiell zu recht zu kommen. Auch Umfragen bestätigen, dass Menschen, wo die Religion im Alltag keine Rolle spielt, glücklicher sind. Jeder kann nachfühlen in einem solchen instabilen Lebensumfeld die Sehnsucht nach mehr Arbeits-platz-Normalitäts-Ruhe-Ordnung einer Scheinsicherheit und geregeltem Einkommen, obwohl im nachhinein aus der Berufungssichtwei se es für diesen Zeitpunkt eine notwendige, aber eigentlich nur eine wert- lose " Papierkrümelei " gewesen war und nichts von Interesse, ausser etwas gemacht zu haben, geblieben ist, aber ein notwendiger Beru- fungs schritt gewesen ist. Wenn ich bspw. selbständig bin, interes- sieren mich nur die Spielregeln des Marktes, meine Umsätze und die wirtschaftliche Existenz. Eine moderne Frömmigkeitsform einer säkularen Nachfolge Christi wird mir fremd bleiben und ist auch in diesem Umfeld zwar schweigend möglich, aber fehl am Platze.
- Von Jesus ist am Kreuz gestorben zur Lebensmetaphorik eines Unsterblichkeitslernens als Absterben in der Welt, wo dieser Begriff nicht mehr negativ, sondern alltags-lebens-selbstverständlich belegt ist. Das Leben ist ein ständiges Abschied nehmen wie die Schriftstellerin Ricarda Huch einmal bemerkte. Der Maler Leonardo da Vinci sagte einmal; " Während ich dachte, leben zu lernen, lernte ich das Sterben. Unsterblichkeitslernen ist auch der Entwicklungsimperativ " des Stirb und werde" eines Meister Eckhart*.
* Es geht nicht darum, das Sinnliche in allem zu überwinden, sondern dieses mit dem Entwicklungsgeist " als Mittel zum Entwicklungs-Individualisierungs-Sinn-Zweck" zu durchdringen. Das Sinnliche, Materielle, der Gebrauchs- und Geltungs-und Selbstwertgefühls- nutzen hat nur bis zu einem bestimmten Entwicklungs- und Sättigungsgrad eine Anziehungskraft, dann wird die lebenswe-
sent liche, immaterielle Seite "als das Ding an sich" für den Einzelnen wichtiger.Der Überwindungs-Tranzendierungs- verlust wird zu einem Gewinn.Es wird nicht mehr als Verzicht und Opfer empfunden, weil auf der anderen Seite etwas Grösseres als Kompensation gegeben wird." Was ich nicht mehr brauche liegt evolutionär auf einer höheren Stufe und ist mehr wert, als das, was ich brauche und mir kaufen kann“. Wer an nichts hängt, besitzt alles. Deshalb verdient allem Vergangenen nur Mitleid. Dieses findet seine Bestätigung im Bibelvers "Wer etwas lässt um meintwillen, der wird das Hundertfache zurück erhalten".
- Von wenn der Erlösungsweg nur über Christus geht als klares Zeugnis der Bibel zu dann wenn es wirklich so ist, wird Jesus das Ende aller sonstigen Religionen*.
* Auch der Islam behauptet die einzig wahre Religion zu sein.
- Vom den Christentumsanhängern, welches andere Religionen ausschliessen, weil sie sich im alleinigen Besitz der Heilwahrheit glaubt (Intoleranz) zu kein Heilsweg zu Gott ist direkter als ein anderer " und " Keine Religion ist die einzig wahre Religion“ was der versöhnende Christus- Bibelvers "Im Hause meines Vaters sind viele Wohnungen", dass es so viele Wege zu Gott wie es Menschen gibt aussagt (Toleranz)*.
* Siehe Textfortsetzung oben in "Christentum" den Abschnitt " Von dem Christentum, welches andere Religionen ausschliesst, weil sie sich im alleinigen Besitz der Heilwahrheit glaubt (Intoleranz) zu kein Heilsweg zu Gott ist direkter als ein anderer "..........
- Von Christus ist kein Religionsstifter(die Stiftung einer neuen Religion geht auf den Apostel Paulus zurück) zu Christus hat sich selbst gepredigt und er wollte nur, dass wir leben wie Gott es will. Jesus hat das Reich Gottes und nicht seine eigene Person ins Zentrum seiner Aussagen gerückt. Christus weist selbst immer darauf hin,dass er nicht aus sich rede, sondern das er nur ausspreche,was er von seinem Vater gehört habe(Er ruft nicht zu einer neuen Religion auf, sondern zum Leben).
- Von Christus, welcher nach der christlichen Lehre mit Gott gleichgesetzt wird zu er sagte niemals er sei Gott oder in irgendeiner Weise sei er Gott gleich.Er wird nicht müde zu betonen, dass er aus sich selbst nichts und keine Wunder zu verbringen vermag, sondern nur ein Mensch durch den Gott spricht, nur ein Bote Gottes ist wie viele anderen Gesandte Gottes zuvor*.
*I.) Von jeder Weg ins Himmelreich (Geist Gottes) geht nur durch und über die Unmittelbarkeit eines Christus, der unerreichbar erscheint, auch wenn es hyperbolisch klingt, aber wenn einer seinen Weg zum Frieden (Unmittelbarkeit des Geistes Gottes) als Quelle gelangt ist,dann ist Christus nicht mehr alleine absolut, ausschliesslich und Gott als eine der drei Personen in Gott*.
* Eines Wesens mit dem Vater (homo ousios), die vom Kaiser einge- brachte christologische Formel auf dem ersten ökomenischen Konzil bei der Festlegung des Glaubensbe- kenntnisses im 4. Jahrhundert in Nikaia,wo der Sohn Gottes einfach zu Gott erhöht wurde, wird als kritisch betrachtet. Christus selbst sagte nie, er sei Gott und verwies immer auf den Vater.Von Jesus musste von Gott und dem Geist verlas- sen werden und war alleine auf sich gestellt, damit er ster- ben konnte zur Tatsache, dass Gott als der umfassende, transzendente Geist nicht der Sterblichkeit unterliegt, sonst wäre auch Gott gestorben. Christus war nicht Gott, sonst hätte er nicht den Verzweiflungsatz gesprochen "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen",denn Gott kann sich nicht selbst verlassen.
II.) Das Religiöse (das Christusgesicht in uns) lässt sich nicht von Du hast Christus gesehen und du bist Christus geworden (Evangelium des Philippus N.H.II,3 61;20,32). Euer Leben ist mit Christus in Gott verbor- gen heisst es im Kolosserbrief des neuen Testament."Denn verschlos- sen war das Tor, bis ein Heiland trat hervor".Der einzige Heilsweg geht dann nicht mehr nur über Christus alleine, sondern im individual- geschichtlichen Verhältnis zu Gott durch Entwicklung, wo sich auf dem persönlichen Entwicklungs-Auseinanderset- zungs-Weg in den Lebens-Transzendierungs-Loslassens-Überwindungen in der säkularen, evolutionären Nachfolge Christi sich das persönliche Heil und die Christus-Heiligung vollzieht, der Chris- tus in uns wächst als das besser Werdende in uns,wo jeder sein persönliches Kreuz trägt.
III.) Jesus gilt nicht als das Heil der Heilsgeschichte, sondern das Reich Gottes und das ist, was ich aus meinem Leben mache und losgelöst von der Insitution Kirche.Es ist die Radikalität des Christentums selbst ein Christus zu werden (alles andere ist lauwarmes, nicht wirklich ernst genom- menes Christentum ) "entweder für mich oder gegen mich").Nur in die Kirche gehen, um beten und zu singen, klingt dann wie "ein Pfeifen im Walde". Von dem Jahr der Geburt Christi und die darauf folgenden Jahre werden oft mit dem Zusatz „nach Christus“, oder „nach Christi Geburt“ (abgekürzt n. Chr.) versehen, früher meist lateinisch mit „Anno Domini“ zu "nach Christus" könnte auch eine Nachfolgeperson gemeint sein.
IV.) Von der These, das Christus schon als fertiger "Men-
schengott" in den Windeln lag zur ernst zunehmenden Gottwerdungs-Christus-Bewusstseins-These, dass Christus nicht vollkommen auf die Welt kam, sondern sich ent-
wickelte und wie jeder Mensch erst einmal mit seinen per-
sönlichen Schwächen zu kämpfen hatte und durch perma-
nente Überwindung dieser sich immer mehr vervollkomm-
nete bis er dann zu "Wundern" fähig war.Er hat alle Zu-
stände des Menschen einschliesslich des Todes erlebt.
Es ist von Christus, welcher nach der christlichen Lehre mit Gott gleichgesetzt wird .Er wird nicht müde zu betonen, dass er aus sich selbst nichts und keine Wunder zu verbringen vermag, sondern nur ein Mensch durch den Gott spricht, nur ein Bote Gottes ist wie viele anderen Gesandte Gottes zuvor.Die historischen Belege der Jesus-Gottgleichstellung sind äusserst dünn.
V.) Christen glauben, dass Gott zugleich Vater, Sohn und Heiliger Geist ist. Christus war nicht Gott wird von den Kritikern behauptet entge- gen der amtlichen, kirchlichen Rechtsauffassung ! Gott ist aus sich ewig, allmächtig und allwissend,der Sohn nicht. Christus war nur ein Mensch, aber ein Besonderer, aber auch mit allen menschlichen Schwächen. Die menschliche Natur Christi wird als keine andere gesehen als die eines jeden anderen Menschen. Nach dem Historiker Leopold von Ranke ist Christus nur nach dem Entwicklungsgrad, aber nicht nach dem Leben verschieden. Bis zum Jahre 325 war es so, und dann wurde er auf dem ersten Konzil von Nicäa mit Gott durch die griechische Philosophie gottähnlich gleichgesetzt und als Mensch entrückt. Keine andere Religion lehrt, dass Gott höchst persönlich in einem historisch greifbar konkreten Menschen als Jesus Christus sichtbar geworden ist.
- Von an Christus glauben heißt an Gott glauben zu aber nicht etwa, weil Christus selber Gott ist, sondern weil er die Lehre Gottes verkündet hat und erst durch ihn wissen wie Gott aussieht Der Christusglaube stammt nicht von Christus, sondern ist nach seinem Tode entstanden und hat immer auf den Vater hingewiesen.
- Wenn es nur über Christus als Weg über den Vater geht, dann geht es nur über Entwicklung zu Gott,weil im Entwicklungsprozess Christus mitgesetzt ist.Jeder Ent- wicklungslebens-Prozessakt als ein transzendieren in der Transzendenz ist nicht vom Lebens zu trennen und immer mitgegeben. Seit der Geschichtstheologie des Joachim de Fiori stehen* wir in der Entwicklung und Christus ist nicht mehr absolut.
- Vom Wanderprediger Christus zum "world wide web"des Internets, wo christliches Gedankengut noch schnellere und umfangreichere Verbreitung finden.
- Von Jesus ist am Kreuz gestorben als Symbol für das Absterben in der Welt zum Unsterblichkeitslernen und De-und Entmaterialisierungslernen als Tun für absterben in der Welt. Es ist das gotische Lernprinzip, um vom Sicht- baren und Sinnlichen zum Unsichtbaren und Unsinn- lichen, von der Erscheinung zum Wesen der Erscheinung als " das Ding an sich" zu gelangen und die Spaltung aufzuheben.
- Von dem Zweizeiler des Angelus Silesius in seinem cherubinischen Wandersmann: " Wird Christus tausendmal in Bethlehem geboren zu aber nicht in dir, du bleibst ewiglich verloren ". Christ der Retter war auch letztes und vorletztes Jahr da, aber solange er nicht für einen persönlich gekommen ist, ist sein Kommen für mich sinn-und nutzlos*.
*I.) Angelus Silesius, ein schlesischer Lyriker, Theologe und Arzt.
II.) Siehe auch den Gliederungspunkt "evolutionäres Feiertagsver- ständnis Nr.14 Weihnachtszeit " in evolutionäre Allzeit-Jetzt-Lebens- Leerzeit-Nutzung
- Von "mit tausend Ketten " treten wir vor der Krippe (passive Erlösungshoffnung) zu heute "mit tausend Ketten" treten wir vor die Krippe ( aktive Selbstbefrei- ungs-und Friedenshoffnung bei Entwicklungsreife-Nr.782).
- Von dem Christentum, was letztlich keine Wahrheits- lehre oder Lebensdeutung ist zum Wesenskern des Christentums als geschichtliche Person des "Jesus von Nazareth" und seines gegangenen (Entwicklungs-Indivi- dualisierungs)Weges.
- Von der These, dass es nur über Christus (als Weg zur grösseren Vollkommenheit zu reifen) zum Vater geht zur These, dass erst der Entwicklungs-Individualisierungs-Weg in der säkularen, evolutionären Nachfolge Christi der Weg zu Gott ist.
- Von der Frage, wenn Christus eins war mit dem Vater, wie konnte er eins mit uns sein zu dem Verschränkungs- prinzip der modernen (Mikro)physik und Kosmologie, welches das Bild vom Universum (lat. universus " gesamt ", von unus und versus " in eins gekehrt ") als ein unteil- bares, dynamisches Ganzes unwiderruflich bewiesen hat. Sicher gilt dass die innere Welt ein einziges Bewusstsein darstellt und alles in der Welt miteinander verknüpft ist, das Grösste mit dem Kleinsten und das Allernächste mit dem Entferntesten.
* Alle Teile des Universums stehen grundsätzlich in einer Wechsel- beziehung zueinander und jedes Ding, Natur und Tierwelt, jeder Prozess und jeder Bewusstseinsakt hängt mit anderen Dingen, der Natur,den Prozessen und Bewusstseinsakten zusammen in einer durchdachten und geordneten, schöpferischen Beziehung zum grössten, möglichen Ganzen, welches folglich nur ein Einziges sein. Die Erklärung der Verschränkung zeigt, wie die materielle Welt und die innere Welt durch den ständigen Informationsaustausch mitein- ander verbunden sind und nicht nur mit jedem Individuum, sondern auch mit jedem Punkt des Universums. Zwei verschränkte Objekte, obwohl Lichtjahre entfernt, trotz grosser, räumlicher Distanz sind miteinander verbunden und können Informationen austauschen.
Das zeigt doch deutlich, dass es eine geistige Welt neben der materiellen Welt lostgelöst von Raum und Materie geben muss.
Aus diesem Grunde ist jedes Individuum ein Teil des grossen Gan-
zen, mit dem grossen Ganzen verbunden, befindet sich in Über-
einstimmung mit dem Ganzen, da auch die komplexen Vorgänge
des Entwicklungs-Geist-Bewusstseins den geist-psychischen Plastizitäts-Gesetzmässigkeiten der Quantenphysik unterliegen
und diese bleibt nach dem biologischen Tod weiter bestehen. Das Universum ist in allen Teilen eine eng zusammenhängende Welt mit unendlichen Verflechtungen und Wechselwirkungen (z.B. ohne den Mond wäre die Erde nicht bewohnbar) und ein lebendiges Werden-
des, sich fortlaufend entwickelndes, zeitloses Ganzes.
- Von dem Jahr der Geburt Christi und die darauf folgen- den Jahre werden oft mit dem Zusatz „nach Christus“, oder „nach Christi Geburt“ (abgekürzt n. Chr.) versehen, früher meist lateinisch mit „Anno Domini“ zu nach Christus könnte auch eine Nachfolgeperson gemeint sein.
- Vom historischen Jesus (der nur einigen gehört) zu Meister Eckhart, welcher in seinen Predigten nur vom "Christus des Glaubens" gesprochen hat (während der Vater alle eint).
- Von Jesus hat sein Blut nicht automatisch für alle ver- gossen (Christus ist gestorben für unsere Sünden) zu sondern der Segen,welcher in der Opfertat liegt ist abhängig von dem (Entwicklungs)(reife)willen des Einzelnen (Christus ist gestorben für die Entwicklungs- idee)*.
- Von Christusattributen "wie Gesetzgeber", "Kind Gottes", Hoheit des Geistes,"Brot des Lebens", "Fürst","Ebendbild Gottes","Gott mit uns", welche heute noch wenig Aussage-und Nachfolgekraft besitzen zu den gotischen Entwicklungs-Eigenschafts-Tugenden, Entwicklungs- gleichnissen, dem Leben immanente Entwicklungs-Lern-Grundprinzipien als Grundwahrheit, um zum inneren Frieden zu gelangen, welche die Kraft religiöser Grund- sätze besitzen.
- Von der These "Jesus ist in der Weltkrise" zur Gegen- these, dass die Krise durch die säkulare, evolutionäre Nachfolge Christi überwunden und der Nachfolgeweg deshalb für alle freigemacht wurde.Siehe Textfortsetzung auch in Die Zukunft des Christentums
- Vom (Christus)kreuze,welches das Leben, Frieden,Heil Freiheit, höchste Tugend und grösster (Kultur)schatz der Menschheit ist zum persönlichen Kreuz,was jeder in der Lebensausandersetzung auf seinem Entwicklungs-Individualisierungs-Weg zu tragen hat, welches auch zum Frieden, Heil, Freiheit und zu grösserer Freude führt.
- Von der " Passions-Kreuzweggeschichte Christi " als Aufopferung zur " Individualisierungs-Passionsge- schichte" einer " leidenschaftlichen Hingabe bei Reife-Nr.782 eines" ich kann nicht mehr anders". Ab einem gewissen Reifepunkt erfolgt ein Umschlag und gibt es kein zurück mehr, den es nach dem Schriftsteller Frank Kafka zu erreichen gilt*.
* I.) Passion heisst nicht Leiden vermeiden wollen, sondern jedem Lei- den seinen Sinn geben. Es ist der Weg nicht das Leiden zu bekämpfen und abzuwehren , sondern um des Leidens willens durch das Leid hindurch gehen, um ihm gegenüberzustehen und es dann durch Überwindung tranzendieren zu können.Wer sein Leiden leidet überwindet sein Leiden.
II.) Die persönliche Geschichte wird zu etwas heiliges, aber nur, wenn
jemand an seinem (Individualisierungs)heil arbeitet. Das ganze Leben
der Menschheit ist wie das Leben eines einzelnen Menschen der Gott
gefunden hat.
III.) Die Wesensidee des Christentums und der Mensch in der Welt vertragen sich erst einmal so gut wie " Wasser und Natrium ",weil Christ sein immer Leiden heisst und zum schwersten Los wird. Es wird beinahe unmöglich, mit der Lebenswirklichkeit existentiell zu recht zu kommen, weil Religion nur möglich ist gegen die Welt, aber wir in dieser Welt leben und der Mensch im Widerspruch zu seinem Ursprung steht (Siehe auch die Webpräsenz Gesellschaftsmensch-Entwicklungsmensch) und säkulare, evolutionäre Nachfolge Christi).Es ist das gepredigte Ewigkeitsideal und die Schwertseite des Christentums, dass im allerletzten der Mensch seine bürgerliche Existenz vernichten und absterben muss, um den zukünftigen Christenmenschen auferstehen zu lassen. Es ist die gleiche Erkenntnis des Philosophen Friedrich Nietzsche,dass der Mensch etwas ist, was überwunden werden muss und sich immer wieder in Frage stellen und das Gegenteil einer Wohlfühl-und Beruhigungsreligion ist. Nicht
das Bibelwort der Propheten "Werdet der Welt ungleich und werdet euch selbst" ist von Bedeutung, sondern nur die Gesetze, Regeln, Normen,die sozio-ökonomische Existenzsicherung, Traditionen, Gewohnheiten, der Lebensentwurf und die persönlichen Interessen in der Gesellschaft legen fest, wo es entlang geht. Nicht das voll- kommene, sondern das mögliche Wort. Der Weg des Einzelnen wird nicht mit dem Wort gegangen, sondern in Wahrheit beschritten, wo "das Wort Fleisch wird". Auch Umfragen bestätigen, dass Menschen, wo die Religion im Alltag keine Rolle spielt, glück- licher sind, weil diese nur das Aus-und Erleben stört, ein Fortkommen behindert und das Gewissen (soweit noch vorhanden)keine Rolle spielt.
IV.) Die Kreuzigung als Lebensauseinandersetzung (Ego,Eigenwille,
Gier, Entwicklungsresistenz,Habenexistenz,Anpassung etc.) ist das Gesetz des Lebens und in der ganzen Lebensstruktur als Ursprung fest verwurzelt.Aber nur im (Auseinandersetzungs)leiden wird Substanz geschaffen.Es gibt keine Herrlichkeit und Fortschritt ohne das Kreuz und es ist die Kreuzigung durch die Lebenskrisen, Lebens-
unzulänglichkeiten und Lebenserschütterungen als das "extra crucem nulla ecclesia",dass ausserhalb des Kreuzes keine Kirche gibt". Das Christentum ist notwendigerweise Krieg (gegen sich selbst) in einer Friedenszeit als Umkehr und Neuanfang steht diametral zum reinen Vitalismus und den Weltwerten des permanenten Aus-
lebens, Erlebens,des immer mehr von allem und einer materiellen Selbstverwirklichung,den gesellschaftlichen Anpassungskonven- tionen und wirtschaftlichen Spielregeln, dass nur ein Leben "ohne das schreckliche Zeichen des Kreuzes" und ohne Wachstums- und Abstrei- fungsschmerzen ein erstrebenswertes Leben ist.Es wird geglaubt, dass es ewig so weiter und noch besser geht und ich kann bleiben der und wie ich bin (Siehe auch Individualisierung in der Gesellschaft).
Die Fragen des Lebensunterhalts und der widerstandsfreie,sich wiederholende Gewohnheits-All-und Arbeitstag und die Freizeit sind nur neunzig Prozent des Lebens,die restlichen zehn Prozent des Lebens sind, wo das Leben " durchkreuzt" wird, ich "Steine zu kauen bekomme" , welche mir den Schlaf rauben als die schöpferische Qual des (Ab)sterbens und neu geboren werdens als der Christus und das Bessere in uns. Es ist die Pflicht eines Königs für andere zu leiden*.
* Auch in der Gotik wurde die Kreuzigungsgruppe von oben herab- geholt, welche dann auf dem gleichen Niveau war wie die Sterblichen.
V.) Von der Theologie des Kreuzes des Leidens Jesu als Christusnach-
folge in mittelalterlichen Klöstern (das Heil vollzieht sich in der Lebensgeschichte Jesus Christus als via cruscis) zur Entwicklungsbe-
deutung der säkularen, evolutionären Christusnachfolge auf dem persönlichen Entwicklungs-Welt-Weg, was nicht nach Religion aussieht als Kreuzzug gegen die normierte Anpassung, gegen sich selbst und seinen "sieben Teufeln" (das Heil vollzieht sich in jeder einzelnen Lebensgeschichte selbst),wo es wichtig ist, seine Individua- lisierung und das Entwicklungswertwollen gegen die gesellschaft-
lichen und beruflichen Individualisierungswiderstände nur im
Lebens- und Gottvertrauen ausdauernd durchzustehen.Es ist ein Leiden an den Vergangenheitssünden einerseits und andererseits ein Leiden an der Zukunfts-Auseinandersetzungs-Gestaltung.Nach der gekreuzigten Wahrheit erfolgte die Auferstehung und die Dornen- krone wird zur Königskrone (Siehe auch die Webpräsenz Gesell- schaftsmensch-Entwicklungsmensch) und säkulare, evolutionäre Nachfolge Christi).
- Von einem Religionsunterricht wo gesagt wird, dass ich schon als Kind Jesus als Herrn annehmen und mich bemühen muss sein Jünger zu sein zur Lebenswirklich- keit und Auffassungsgabe eines Kindes,dass dieses nur ein frommer Wunsch sein kann.
- Vom Weg des historischen Jesus zum individualgeschicht-lichen säkularen, evolutionären Nachfolgeweg Jesus des einzelnen Menschen in seiner Entwicklungs-Individuali- sierungs-Lebenswelt *.
* Grundsätzlich gilt, dass die christliche Wahrheit immer nur
als geschichtliche, absolute Wahrheit gültig, wenn der historische Entwicklungscharakter des Erkenntnisprozesses und der Erkenntnis
zum Ausdruck kommt. Bei seiner Person und seinem Weg geht es nicht um eine philosophische Möglichkeit, sondern um eine histo- rische Wirklichkeit. Anders als eine Idee oder einer moralischen Norm kann eine historische Person nicht schlechthin überholt werden durch eine andere. Sie ist einzigartig, unersetzbar und gilt ein für alle mal. Evolution vollzieht sich in der Lebensgeschichte eines jeden Ein- zelnen, weil die menschliche Natur im wesentlichen geschichtlich ist.
Es ist die Evolutionstheorie vom Sinn der Geschichte des Menschen als Fortsetzung der Geschichte des Einzellebens. Geschichte als Bio- grafie der Menschheit wird zur Geschichte als Biografie des einzelnen Menschen. Die Individualgenese des Menschen wird als eine histo- rische Kategorialität des Werdens als " säkulare Nachfolge Christi "verstanden, wo wir uns immer mehr selber sind. Das Christentum ist eine Religion der Individualitäts(geschichte). Das Individualitätsprin- zip bezieht sich auf das persönliche Gottverhältnis.
- Von Christus ist sozusagen die "Berufungsbezeichnung" von Jesus zu wir müssen also statt von " Jesus Christus" zu reden sagen: Jesus, der Christus und das bedeutet der Gesalbte, ein besonderer Mensch der aus der Menge herausgerufen wird als berufender Beauftragter, Bevoll- mächtiger Botschafter.
- Von Gott in drei Personen (Vater,Sohn und Heiliger Geist) zu Gott der gesichts-und gestaltlos ist und durch Christus erst eine menschliche Gestalt und ein Gesicht bekommt und durch ihn Gott erkennen können.
* Materie wird Geist als " lapis philosophorum", harter Stein wird geschmeidig , die Steinkraft zur wortlosen Weisheit geformt und ist " in Stein gehauenes Gottesgefühl" als Lernprozess-Ausdruck der dynami- schen Entwicklung schlechthin ".Es ist manifestierte Mystik voller biblischer Bildsprache, wo das Sichtbare das Unsichtbare Ewige und Ganze widerspiegelt, so lässt sich das euphorisierende Wesen als wortlose Weisheit einer gotischen Kathedrale, der Höhepunkt euro- päischer Baukunst zusammenfassen.
- Von Jesus wurde 33 Jahre alt und starb im 34. Lebensjahr zu erstaunlicher, metaphorischer Weise spielt die "Zahl 34" auch in der Quantenphysik eine Rolle. Sie ist Teil der „Planck‘schen-Formel“, die beschreibt, ab wann ein Lichtteilchen auf ein höheres Energieniveau springt*.
* Die Quanten-und Mikrophysik ist kurz gesagt wenn unbeobachtet eine Welle und wenn beobachtet ein Teilchen.Deshalb kann ein Objekt gleichzeig anwesend und abwesend sein.,Die klassischen Naturwissenschaft konzentrieren sich auf die Aussen-und die modernen Naturwissenschaften auf die Innenseite.
Siehe auch den Gliederungspunkt "Vierzehn Kreuzweg-Stationen einer gotischen Kathedrale-entwicklungsmeta- phorisch und allegorisch in Gotisches-Lernprinzip-5-16
Diesseits-Jenseits-Himmel-Hölle
Der Dualismus einer zwei Reichenlehre.
- Von dem Christentum, welches nicht von dieser Welt ist (Gott ist in unserem diesseitigen Leben jenseitig) zu dem Christentum, was nur von dieser Welt ist (der jenseitige Gott ist im unseren Alltagsleben diesseitig als die dem Leben abgewandte, unsichtbare Weisheit)*.
* I.) Das menschliche Wesen ist ein Teil des Ganzen und die konven- tionelle Vorstellung von Zeit und Raum sind mit der Relativitäts- theorie überholt. Die scheinbare Trennung vom Anderen und der Zeitenbruch von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind nur eine optische Täuschung und ein Relikt unseres dualistischen Be-
wusstseins. Es kann ja zwischen Theologie und Naturwissenschaft keine doppelte Wahrheit geben. Deshalb ist auch die Mystik eines Meister Eckhart nichts abgehobenes, weltfremdes, kontemplatives, klosteraffines und nur für wenige Einzelne, sondern nur eine für jedermann selbstverständliche, nachvollziehbare Wirklichkeits- dimension einer wesen-und naturhaften,notwendigen Religiosität,
wo es den Dualismus "Gott-Welt". nicht gibt. Das tiefste Wesen der Religion lässt sich nicht säkularisieren, aber es lässt sich im Leben erfahren.
II.) Die moderne Physik und Kosmologie haben das Bild vom Uni-
versum (lat. universus " gesamt ", von unus und versus " in eins gekehrt ") als ein unteilbares, dynamisches Ganzes unwiderruflich bewiesen. Sicher gilt dass die innere Welt ein einziges Bewusstsein darstellt und alles in der Welt miteinander verknüpft ist, das Grösste mit dem Kleinsten und das Allernächste mit dem Entferntesten. Alle Teile des Universums stehen grundsätzlich in einer Wechselbezie-
hung zueinander und jedes Ding, Natur und Tierwelt, jeder Prozess und jeder Bewusstseinsakt hängt mit anderen Dingen, der Natur,
den Prozessen und Bewusstseinsakten zusammen in einer durch-
dachten und geordneten, schöpferischen Beziehung zum grössten, möglichen Ganzen, welches folglich nur ein Einziges sein. Die Erklärung der Verschränkung zeigt, wie die materielle Welt und die innere Welt durch den ständigen Informationsaustausch miteinan-
der verbunden sind und nicht nur mit jedem Individuum, sondern auch mit jedem Punkt des Universums. Zwei verschränkte Objekte, obwohl Lichtjahre entfernt, trotz grosser, räumlicher Distanz sind miteinander verbunden und können Informationen austauschen.
Das zeigt doch deutlich, dass es eine geistige Welt neben der materiellen Welt lostgelöst von Raum und Materie geben muss.
Aus diesem Grunde ist jedes Individuum ein Teil des grossen Gan-
zen, mit dem grossen Ganzen verbunden, befindet sich in Über-
einstimmung mit dem Ganzen, da auch die komplexen Vorgänge
des Entwicklungs-Geist-Bewusstseins den geist-psychischen Plastizitäts-Gesetzmässigkeiten der Quantenphysik unterliegen
und diese bleibt nach dem biologischen Tod weiter bestehen. Das Universum ist in allen Teilen eine eng zusammenhängende Welt mit unendlichen Verflechtungen und Wechselwirkungen (z.B. ohne den Mond wäre die Erde nicht bewohnbar) und ein lebendiges Werden-
des, sich fortlaufend entwickelndes, zeitloses Ganzes.
III.) Gott ist ein hybrides Wesen, diesseitig und jenseitig zugleich. Für den Theologen Dietrich Bonhoeffer war Gott kein denkbares mäch-
tiges, tranzendendes Wesen, sondern für ihn war Gott mitten in unserem Leben jenseitig und hatte Diesseitigkeit dem Streben nach Heiligkeit entgegengesetzt Das Jenseits Gottes ist nicht das Jenseits unseres Erkenntnisvermögens. Das Reich Gottes liegt jenseits der irdischen Wirklichkeit. Bewusstsein und das Sein sind dann identisch und werden zur Wirklichkeit. Das dualistische und deterministische Denken gilt im heutigen, dimensionellen, nachquantischen Mikro-
physikzeitalter der Beziehungen, der Ganz- und Einheit, weil alles mit allem verbunden, das Kleinste mit dem Grössten, das Naheliegenste mit dem Entferntesten, makrowissenschaftlich überholt und wahr-
heitswidrig, auch wenn dieses " getrennt sein im Alltag noch vorherrschend ist, dass erst den Dualismus Religion als " Zwei- Reiche-Lehre " eines antiken Welt- und scholastischen Gottesbildes notwendig macht. Es gilt der quantentheoretische Grundsatz, dass alles bekanntlich mit allem zusammenhängt und weil das Ganze nur ein Einziges und eine Einheit ist und deshalb keine Zweiheit einer Dualität geben kann. (Gott ist an allen Orten, und an allen Orten ist
er ganz). Die Kirche verdankt ihr Dasein, dass der Mensch von seinem wahrem (Selbst)sein getrennt ist und muss sich mit der praktischen Schwierigkeit auseinandersetzen, in der Welt auf ein Reich hin zu
leben, dass nicht von dieser Welt ist.
IV.) Nicht die Religion ist ein Ausdruck von Entzweiung (Dualismus), sondern die fehlende Religion. Religion und Leben sind zur Zeit zweierlei, aber das Leben selbst ist Religion und deshalb ist jeder Mensch religiös. Ob wir etwas von Gott wissen, religiös erzogen worden sind, konfessionell geprägt oder Atheist sind oder nicht,
spielt dann keine Rolle mehr. Die Entwicklung eines jeden Menschen geschieht auch ohne diesen Hintergrund. Nicht der Mensch macht Entwicklung, sondern nur die Entwicklung macht den Menschen und wir können noch nicht einmal dagegen etwas tun. Entwicklung ist die Auflösung der Religion in ihr Wesen und das ist das Leben, welches selbst zur Religion wird. Nur eine Religion wird ernst genommen, wenn sie nicht ausserhalb vom Leben steht. Durch die Auflösung in das Leben wird das Religiöse entmystifiziert, ist lebensnormal und so real wie die Hand am eigenen Arm. Religion ist angeboren und gehört konstitutiv zum Menschsein. Deshalb ist jeder Mensch reli giös. Die Religion und der Glaube an Gott sind vom Menschen als Anlage
mit gegeben. Alle Lebensfragen werden behandelt, als wenn sie Reli- gion wären. Religion als solche muss keiner Denk-und Diskussions- behandlung unterworfen werden.
V.) Religion muss draussen bleiben, weil es nur ausserhalb von der Welt Vollkommenheit gibt und das Leben übersteigen muss oder
das Religiöse muss in das Leben aufgelöst werden, sonst bleibt der Dualismus wieder bestehen. Nicht die Religion, sondern die fehlende Religion ist der Ausdruck der Entzweiung.
VI.) Gott ist nicht in Begriffen, Büchern und will nicht angebetet,
sondern sich selbst werden und durch mich in die Welt zurück-
kommen. Der jenseitige Kirchengott wird zum diesseitigen Lebens-
gott. Es wird nicht mehr gewartet auf Gott, sondern Gott wird in und durch die Entwicklung gesucht. Es ist nicht mehr der gedachte Gott der Griechen, sondern der lebendige Gott Meister Eckharts.
VII.) Natürlich ist das Gottesbild der modernen Physik weit ent-
fernt von der Vorstellung eines religionsstiftenden Übervaters.
Albert Einstein, der Vater der Relativitätstheorie glaubte an den
Gott des Philosophen Spinoza, welcher sich in der gesetzlichen Harmonie des Seienden offenbart und nicht an einen Gott, der sich mit dem Schicksal und den Handlungen der Menschen abgibt.
VIII.) Um ins Himmelreich einzugehen, muss man wieder Kind werden. Aber damit ein Mensch durch sein Leben zum Ausdruck bringen kann, dass er ins Himmelreich eingegangen ist, muss er zum zweiten Mal Jüngling werden. Kind sein, Jüngling sein, wenn man es ist, das ist eine natürliche Lebensphase, aber es zum zweiten Male sein, das ist das Entscheidende*.
* Soren Kierkegaard(1813-1855) dänischer Philosoph, Theologe, Schriftsteller.
IX.) Siehe auch "Neubewertung der Kindheit" in evolutionäre Altjugend
- Von einem menschlichen Wesen, welches sich nicht jenseits von rechts und links behaupten kann, dass es nicht mehr von dem getragen wird, was er erkennen soll (Spaltung)zu einem menschlichen Wesen, das selber so jenseits steht, das es das Diesseits klar beobachten und die Ursachen erkennen kann (Überwindung des Dualismus).
- Vom theologischen Gottes-Jenseits-Offenbarungs- Verständnis zum evolutionären Gottes-Diesseits-Verständnis eines tragenden Lebens-Offenbarungs- Friedens-Gefühls oder eines wesenhaften Wirklichkeits-Gottes-Bewusstseins. Siehe Textfortsetzung im Gliede- rungspunkt "Frieden".
- Von der institutionellen Religion als Heilsverwaltung (Kirchenfrömmigkeit als Heilssuche im Jenseits) zum Entwicklungs-Lebens-Christentum als Heilsgestaltung (Lebensfrömmigkeit als Heilssuche im Diesseits)*.
* Gott hat auch keine anderen Hände als die Meinigen.
- Von der dualistischen zwei Welten- und Reichenlehre des Diesseits und Jenseits, was Religion erst notwendig macht zur universalistischen Religion als die längst bewiesene und zu überwindende, dualistische Gott-Welt oder Diesseits-Jenseits-Sichtweise,die es aber durch das Verschränktheitsprinzip der Quantenphysik als säkulare Interverbundenheit faktisch nicht gibt, miteinander verwoben ist, komplementär zusammen gehört und das Spannungsverhältnis des religiösen Diesseits (Realwelt)-Jenseits (Wirklichkeitswelt) Dualismus zum ad absurdum geführt hat, weil Gott als hybrides Wesen im Dieseits jenseitig ist*.
*I.) Die zwei "Reichen Lehre" ist das traditionelle Denken in zwei Räumen – hier die dem Bösen verfallene Welt, dort Gottes uner- reichbare jenseitige Gegenwelt, hier Kirche, da Welt, hier Evange- lium und da das Gesetz.
II.) Die Ausbreitung des säkularisierten Christentums ist durch die praktischen Ergebnisse der verdiesseitigen Heilserwartung der Technik, Wirtschaft, Staat, Wissenschaft erfolgreicher gewesen als die Missionierung des christlichen Jenseitsglaubens, weil sie greifbare Wunder aufweisen kann, welche die Heilserwartung der Menschen im gewissen Maße erfüllt hat und das Diesseits dem Menschen näher ist als das Jenseits.
- Von der Metaphysik des Jenseits des Kirchenlehrers Augustinus von Hippo zum Diesseits des Geschichts-theologen Joachim Fiore.Siehe Textfortsetzung den Gliederungspunkt "Geschichtstheologie des Joachim Fiore".
- Von den jenseitigen Eigenschaften der rechten Gehirn- hemisphäre wie Glauben, Vertrauen, Gewissen,religiöses Lebensgrundgefühl etc. (siehe Nr.482) zu dies alles muss der Mensch in der diesseitigen Welt erlangen.
- Von der Glaubensthese, welche das menschliche Dasein als blosses Übergangsstadium versteht und ein besseres Jenseits postuliert zur These, dass das Jenseitige im weltlichen Sein existiert und sich nicht damit abfinden, darf,dass Gott nur in der einen Hälfte (Jenseits) zu Hause ist, aber nicht in der alltäglichen lebendigen Wirklichkeit (Diesseits). Eine reine Jenseitsorientierung verleitet zur Passivitiät und lässt das Diesseits vernachlässigen.Auf das das Land der Verheißung zu verweisen, was noch keiner betreten hat, ist verantwortungslos. Das Jenseits feiert Auferstehung in den Dingen des Alltags,wenn es als De-und Entmaterialisierungsmittel betrachtet wird. Religion bleibt von ihrem Sinn und Wesen nach auf die Welt bezogen.Die Überwindung dieses Dualismus ge- schieht von der gotischen Kathedrale und dem Rathaus als Bewusstseinsspaltung von Gott und Welt( Jenseits) zur gotischen Kathedrale, wo durch das gotische Lern- prinzip (Diesseits) dieser nicht existente anachronisti- sche zwei-Welten-Dualismus durch die Auseinander- setzungsüberwindung aufgehoben und zur Einheit ge-bracht wird. Der Mensch ist ein amphibisches Wesen und lebt in beiden Welten gleichzeitig, was auch die Friedens-Bringschuld einer Entwicklungs-Individuationslosigkeit begründet *.
*I.) Während sich bei Jesus Gericht und Auferstehung im konkreten diesseitigen Leben abspielte verlegte der Apostel Paulus es tradi- tionsgemäß nach alter jüdischer Lehre in eine mit dem Tod unde- finierbares Jenseits.
II.) Für das Christentum, auch für Platon findet der Kampf der Pflicht gegen die Neigung nur im Diesseits statt, während die Seligen im Jenseits keine Versuchung zum Bösen mehr kennen. Bei dem Philosophen Immanuel Kant wird dagegen die moralische Anstren- gung des Diesseits ins Unendliche verlängert.
III.) Für viele bekennende Christen ist Gott in Christus Fleisch geworden als er die Erde betrat.Deshalb gibt es nur eine Weltwirk- lichkeit.
IV.) Das Jenseits ist die umfassende Wirklichkeit, das viel Größere. worin das Diesseits eingebettet ist. Insofern ist auch unser gegen- wärtiges Leben bereits vom Jenseits umfangen.
V.) Das Ende der Evolution wäre, wo Diesseits und Jenseits eins wären, Himmel und Erde zusammen fallen und jeder Unfrieden zum Frieden geworden ist.
Himmel (Jenseits)*
* Im christlichen Glauben wird der Himmel wird in der Bibel als ein Ort des ewigen Friedens beschrieben, wo es kein Leid, keine Angst, keinen Krieg und keine Krankheiten mehr gebe ( Offb 21,1–5).
- Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird der ideale Zustand (z.B. bei Weltanschauungen in der Religion) immer in die Zukunft oder in das Himmelreich verlegt. Beim Entwick-lungs-Kultur-Lernen liegt der ideale Zustand im " Hier und jetzt "einfach nur das Bessere und Höhere zu wollen und das Sprichwort gilt,dass ohne den Segen des Him- mels jeder Weg ein Irrweg ist. Er sucht den Himmel nicht,war noch nie im Himmel, aber trotzdem habe ich den Himmel stets in mir.
- Von der Philosoph Kant hat vor über 200 Jahren den Himmel entthront zu durch das Entwicklungs-Christen-Individualisierungs-Lebenstum wird der Himmel auf Erden wieder inthronisiert.
- Von der gotischen Kathedrale, welche ihrer Architek- tur und ihrem Verwendungszweck nach himmlischer und irdischer Kirche und das Jenseits im Diesseits zu- gleich war (obwohl Gott im Jenseits jenseitig war) zum Ziel und Sinn des Entwicklungs-Individualisierung-Le- bens als die Transzendierung in der Immanenz und das Jenseitige im Diesseitigen durch die persönliche Indivi-dualisierungs-Entwicklung durchschimmert (wo Gott im Jenseits diesseitig ist)*.
* Der gotische Baustil z.B. verheisst "den Himmel auf Erden" und
die Menschen sahen in einem Gotteshaus einen Erdenhimmel, in
dem sie Gott nahe sein konnten. Im irdischen Leben schon den
Himmel erfahren und spüren, dass dieser Himmel alles weltliche übersteigt und die Seelensehnsucht nach dem Göttlichen weckt, das war das Wesen der gotischen Kathedrale.
- Von der Kathedrale als Synonym für eine Himmelsburg und Tor des Himmels (sicherer Erdenort als Himmel und Gott ist im Jenseits jenseitig) zur Entwicklungs-Lebens-Übereinstimmung als Synonym für die persönliche Le- bensburg und Tor des Himmels (sicherer Himmel als Erdenort und Gott ist im Diesseits jenseitig).
- Von der Kunstform der Gotik den göttlichen Bereich in der irdischen Realität präsent machen wollte (Himmels- deutung der Kathedrale als Lebensverklärung) zur selbst schaffenden Lebensform der Entwicklung, die Entwick- lungswelt in der irdischen Realität präsent machen will (Entwicklungsdeutung als Lebenswirklichkeits erklä- rung)*.
* Die Begriffe " Himmel und Hölle " werden als Bewusstseinszustände eines Lebensgrundgefühls als die Nähe und Ferne von der Gegenwart Gottes aufgefasst.
- Von der radikalen Aussage, dass es wichtiger ist es in den Himmel kommen als gesund zu sein (mittelalterliche Diesseitsverneinung) zur Gesundheit als wichtigstes Lebensgut,weil der menschliche Körper nur ein Vehikel des Geistes in der Welt gesehen wird durch persönliche Weiterentwicklung "sein Seelschen" zu reinigen (Das Diesseits als Möglichkeit und Mittel besonders in der evolutionären Altjugend Unsterblichkeit zu lernen für ein besseres Jenseits)*.
* Durch Leiden geschieht im Menschen erst etwas wirklich und verwandelt ihn. Es ist der Ort, wo Himmel und Erde zusammenfallen.
Wo gelitten wurde ist eine heilige Zeit.
- Von dem Physiker Albert Einstein, der schrieb wie der Himmel funktioniert zum Entwicklungs-Individualisie-rungs-Erfahrungswissen, was der Himmel auf Erden ist. In jedem Entwicklungsprozess fallen Himmel und Erde zusammen*.
* I.) Immanenz und Transzendenz als Einheit und in der Ganzheit sind aufeinanderbezogen und nicht voneinander zu trennen als die beiden lebensambivalenten Pole eines Spannungsfeldes, in das der Mensch gestellt ist. Deshalb findet alles, was in den Tiefen des menschlichen Wesens geschieht, seinen kosmischen Ausdruck im Himmel. Was sich im Menschen offenbart, findet zugleich seine Offenbarung im Himmel als ein interverbundenes, für die Entwicklung der Menschheit, prägendes Geistgeschehnis von säkularer Bedeutung.
II.) Die Begriffe " Himmel und Hölle " werden als Bewusstseinszu- stände eines Lebensgrundgefühls aufgefasst.
- Vom materiellen,wirtschaftlichen Elternerbgut z.B. einer Eigentumswohnung zum immateriellen,religiösen Erb- gut, welches aus dem Kinderzimmer heraus weiter ent- wickelt wurde und metaphorisch als "Himmelswohnung" genannt wird.
Hölle*
* Während des Mittelalters hat die katholische Kirche eine strenge Zensur für Künstler eingeführt, um unliebsame Gedanken fern zu halten. Jedoch galt diese Zensur nicht für die Ausschmückung der Hölle mit grässlichen und grausamen Gestalten sowie Folterme- thoden, Leiden und unbeschreibliche Hoffnungslosigkeit. Deshalb entwickelte sich eine ganze Künstlerszene die zumindest in diesem Bereich sich frei ausleben konnte. Die Hölle wird als Gegenpart zum Himmel gesehen.
- Von dem christlichem Verständnis entscheidet sich nicht Himmel und Hölle an der Moral, den guten und schlech- ten Taten, sondern nur an den Glauben an Gott (Hölle ist die Trennung von Gott) zu dem Entwicklungsverständnis des Unsterblichkeitslernen als Rezeptur gegen die imaginäre Höllenangst (Hölle ist das menschliche Be- wusstsein,Disharmonie,geistiger Tod).
- Von der Lehre der katholischen Kirche, welche besagt, dass es eine ewige Hölle gibt als den selbstverschuldeten endgültigen Ausschluss eines Menschen aus der Gemein- schaft mit Gott zur These des Theologen Johannes Gre- ber, dass es keine ewige Hölle und dieses nur ein Über- setzungsfehler des Wortes "ewig" (Äon) ist. Im griechi- schen bedeutet ds Wort Aeon nicht Ewigkeit oder ein Begriff des Ewigen, sondern dem Sinn nach ein grosser Zeitraum, eine unbestimmte Zeitdauer,ein begrenzter Zeitabschnitt und ein Leben in zukünftigen Aeonen.Im Urtext heißt es " in das Feuer der Hölle und nicht in das ewige Feuer"*.
Trivia: Immer noch habe die Welt zur Hölle gemacht, die vorgaben sie zum Paradies zu machen. Wer den Himmel nicht in sich hat, versucht den Himmel auf Erden zu schaffen mit fatalen Folgen.
- Von dem "Höllen-und Himmelsbegriff "als religiöser Ort der Bestrafung oder Belohnung nach dem Tod, wie dieser im Christentum und anderen Religionen dargestellt wird zum "Höllen-und Himmelsbegriff " welche als Bewusst- seinszustände eines Lebensgrundgefühls aufgefasst werden.
- Von wenn mich Gott in die Hölle schickt zu dann will ich ihn in der Hölle lieben.Denn ist Gott bei mir in der Hölle, dann ist auch die Hölle nicht mehr die Hölle, sondern ein Ort in Gott.
Dreifaltigkeitsdogma
- Vom ersten Konzil in Konstantinobel im Jahre 553, wo das Trinitätsdogma Gott als Wesen seit Ewigkeit in den drei Personen Vater, Sohn und Heiliger Geist existiert und damit zugleich ihre Unterscheidung und ihre unauflös- bare Einheit ausgedrückt wird zu den Dreifaltigkeits- kritikern, dass Jesus nichts von der Trinität in Gott wusste. Wie kann 1+1+1 eins ergeben? Hat Jesus Selbst- gespräche geführt und wie kann er sein eigener Vater sein?Das klingt nach Irrlehre. Nicht die menschliche Logik führt uns weiter, sondern die metaphorische, theistische Evolutions-Dreifaltigkeits-Exegese eines Meister Eckhart.Das absolute Wesen Gottes ist Einheit. Diese Einheit kann sich nicht selbst offenbaren, dass haben die drei Personen offenbart und zwar alle in gleicher Weise wegen der Einheit ihres Wesens. Des Vaters Tätigkeit ist nichts anderes als das Gebären seines Sohnes (im Entwicklungsprozess). Gottes Weisheit ist sein eingeborener Sohn. Sohn heisst das Objekt des Erkennens in dem Sinne, wo nach etwas als Sohn des jenigen bezeichnet wird, dem es sein Dasein verdankt und mit es zugleich Wesensgleichheit besitzt. Jeder Begriff, jeder Gedanke, jedes Ding, jede Tun hat seine eigene Gotteswahrheit. In jedem guten Gedanken und Absicht, in jeder guten Tat, jeder neuen Erkenntnis, in jedem Entwicklungsvollzug, dort wo ich das Bessere will, in jeder Tugendübung, in jeder Wahrheits-Individu-alisierung , in jeder Aufhebung des Entwicklungs-Indivi- dualisierungs-Lebens-Widerspruches ,in jeder Überwin- dungs-Transzendierung,in jeder Entwicklungs-De-und Entmaterialisierung, wo Unfrieden zum (Gliederungs- punkt) Frieden und Unglauben zum (Gliederungspunkt) Glauben wird, in jedem Kultur-Lernen in jedem Unsterb- lichkeits-Lernen, in jeder säkularen, evolutionären Nachfolge Christi ,in jeder Vereinzelung in der Gesell- schaft und im Beruf, überall, wo anstatt mein sein Wille vorherrscht wird "der Sohn" geboren, rufe ich Gott damit ins Dasein und er ist wirklich. Die Auseinandersetzung wird zum trinita- rischen Prozess.Gott wirkt und wird sich selbst. Auseindersetzungstranzendierung ist Abscheidung, das Schwert was Christus gebracht hat (Schmelztigel Gottes).Der Sohn ist nicht nur geboren worden, sondern vielmehr wird er jetzt geboren und dieses jetzt ist ein ewiges Werden. Denn der Vater bleibt sich in seinem ewigen Gebären immer gleich. Gott spricht nur ein Wort in seinem Sohn. Der Vater liebt nichts als seinen Sohn. Der Sohn allein ist die Wahrheit und nicht der Vater. Christus hat uns vom Vater nicht dies oder das " stück- weise "gelehrt, sondern alles, was der ewige Vater hat, sein Wesen, seine Natur und seine ganze Gottheit. Das offenbart er uns allzumal in seinem Sohn und lehrt uns, dass wir derselbe Sohn sind. In dem ungeborenen Wesen (vor der Personbildung) ist der Vater ein unper- sönliches Wesen (also nicht der Vater). Erst durch den Akt des Zeugens des Sohnes empfangen Vater, Sohn und Heiliger Geist zugleich ihre Persönlichkeit. Der Vater hat aus dem Nichts alle Dinge erschaffen. Der Sohn ist das Urbild von allen werdens und der "Heilige Geist" ist der Werkmeister, Schöpfungsordner und die Wirkkraft hinter allem Geschehen, welcher alles durchdringt in der Ewigkeit und Zeitlichkeit. Nicht der Mensch macht Ent- wicklung, sondern der (Entwicklungs)geist macht den Menschen, bewirkt,"schiebt",löst, heilt, ordnet, erhört und befriedet. Unterm Strich bleibt es aber bei dem einem Gott unter der Tarnkappe einer Trinitätslehre *.
*I.) Dreifaltigkeit“ betont mehr die Unterscheidbarkeit der drei Seins- weisen Gottes (nach innen), „Dreieinigkeit“ mehr die Einheit der drei Seinsweisen Gottes (nach außen).Gott existiert dementsprechend als ein Wesen, aber alle drei Wesen teilen sich die göttliche Essenz und jede Person weilt in den anderen beiden.
II.) Gott ist dreifach von Person und doch einfach von Natur. Gott ist auch an allen Orten, und an jedem Ort ist Gott ganz. Das will so viel sagen, dass alle Orte ein Ort Gottes sind*.
* Meister Eckhart.
III.)Für die Alltags-Lebenspraxis spielt das "Dreifaltigkeitsdogma" überhaupt keine Rolle. Ich habe noch niemanden in meiner jahre- langen Büroarbeitswelt darüber streiten gesehen*.
*Quelle unbekannt.
- Vom der Trininitätslehre der drei Personen,Gott Vater, Gottes Sohn und Heiliger Geist als Einheit und jeder der drei ein wahrer Gott sei und zusammen nur einen Gott ausmachen zur Gegendarstellung, dass die Lehre von der Dreieinigkeit nicht mehr zu halten,Gott nur eine einzige Persönlichkeit und nur der Vater Gott ist. Alle anderen heiligen Geister sind Geschöpfe Gottes und keine ist dem Vater gleich.Die Lehre vom dreipersönlichen Gott wider- spricht nicht nur dem gesunden Menschenverstand, sondern findet auch keien Stütze in der heiligen Schrift*.
* Christus lehrte einen persönlichen Gott,den Schöpfer des Himmels und der Erde und dass er nicht Gott ist. Er kennt keinen Gott in drei Personen wie es die christlichen Kirchen lehren. Nur der Vater ist Gott und kein anderer ist ihm gleich weder der Sohn noch der Heilige Geist.Nach seiner Auferstehung sagte Christus.Ich fahre auf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und euren Gott (Joh. 20,17).Nach den Worten Christi steht der Vater über allem.Wenn der Vater grösser als alles ist,dann gibt es nichts was ihm gleich- kommt.Dann ist er auch grösser als der Sohn.Das bestätigt Christus mit den Worten.Der Vater ist grösser als ich (Joh. 14,28)*.
* In Textanlehnung an Johannes Greber,ehemaliger katholischer Priester und Reichstagsabgeordneter.
Ewigkeit*
* Siehe den Gliederungspunkt "Philosophische Jetztzeit " als Ewigkeit in evolutionäre Allzeit-Jetzt-Nutzung
Lebensfrieden als seelisches Gleichgewicht.
Frieden steht immer in Verbindung mit dem "Friedenslernen" sonst
ist er nutzlos und nur ein rethorisches, himmliches Gewölk.
- Von " Herr schenke uns Deinen Osterfrieden"oder" der Frieden sei mit euch", zu Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert 1. (Brief 9)". Es ist die Tatsache, dass der Oster- und Pfingstfrieden ein frommer Wunsch bleibt, weil dieser ständig und immer wieder in der Auseinandersetzung mit dem Unfrieden der Welt individuell in jeder Lebenssituation und mit allen Dingen jeden Tag neu transzendiert werden muss. Es ist bspw. vom Beten um den Osterfrieden und die Ruhe ist identisch mit spannungsfreier Passivität zum inneren Frieden als Unruhe der Lebensspannungs-Produktivität, welcher in der permanenten Lebensauseinandersetzung und im Ringen mit sich selbst, durch Abtragen der " Ent- wicklungs-Lebens-Individualisierungs-Bringschuld der Entwicklungslosigkeit" gewonnen wird. Die Ruhe (innerer Frieden) kann nur das Ergebnis einer Aufhebung der ständigen, inneren Zerrissenheit und Lebensspaltung sein, weil diese aller Unruhe Ziel ist und immer wieder neu errungen werden muss. Die Welt ist erst einmal Unfrieden,weil alles dem ewigen Gesetz des Vergehens und des Werdens unterliegt,alles sich verändert und deshalb dort kein Frieden (fester Halt) zu finden ist.
- Solange ich z.B.
- meine Autoleidenschaft nicht überwunden
habe, solange bin ich ein Unzufriedener, Getrie-
bener und Abhängiger.
- ständig an etwas denken und grübeln muss, lebe ich
im Unfrieden.
- mehr als Recht bekommen und Recht haben ist
Frieden.
- um des Friedenswillen muss man sehr viel (Ego)
Unfrieden runter schlucken, aber man wird
immer Sieger sein.
- mich etwas ärgert und verbittert bin, lebe ich in
Unfrieden.
- viele Wünsche habe, von Leidenschaften getrieben
bin lebe ich in Unfrieden.
- den Lebensentwurf anderer beneide, lebe ich in
Unfrieden.
- viel besitze, desto mehr Unfrieden habe ich, weil
alles be-und umsorgt werden muss und viele daran
teil haben wollen.
Solange sich ein Ding und ein Zustand verändert, ist es un- vollkommen. Nur Unveränderlichkeit ist Ruhe und Zeichen der äussersten Vollkommenheit. Es geht nicht um einen illusionären Dauerfrieden, sondern nur um immer ein Quentschen mehr Frieden. Vollkommenheit (dauerhafter Frieden) des Menschen bleibt ein utopistisches, weltfremdes Ideal und " ein abtriften ins mystische Nirwana ", aber man darf in Anlehnung an österreichische-mährische Schrift- stellerin Marie von Ebner-Eschenbach nicht aufhören, es immer wieder zu versuchen. Kein Geschöpf kennt Ruhe und Rast, bis es seinen (Individualisierungs)rhythmus gefunden hat. Es ist durch die Unruhe des hektischen Lebensalltages in sich ruhend werden und die Weisheit nicht das Ruhesame, sondern das Mühsame, den Geist nicht auf der hellen, wider- standsfreien, entwicklungslosen Lebensseite, sondern die Lebensmöglichkeit auf der dunklen (gotischen) Lebensent- wicklungs-Widerstands-Auseinandersetzungs-Seite (eines gotischen Lernprinzips zu suchen*.
* Ruhe und Frieden bleibt aller Entwicklungsunruhe und aller Entwicklungsunfrieden (als Einigung und Einung) Ziel, weil der Ruhepol der archimedische Punkt ist, von dem alles ausgeht, alles
in Bewegung gesetzt wird und in der Lebensveränderung sich erhal-
tende innere Stabilität gewährleistet. Es gibt nicht Ruhe ohne Be- wegung und Bewegung ohne Ruhe. Jede menschliche Krise,der Ent- wicklungsdrang und aller Unfrieden ist der spannungshafte Bezug
zur Ganz-und Einheit, welcher uns "in Lauf hält ". Die schöpferische
Unruhe ist der Ausdruck des Ungenügens am Gegenwärtigen und Gegebenen in sich. Es ist durch die Unruhe des hektischen Le- bensalltages in der Lebensauseinandersetzung in sich ruhend werden. Der innere Frieden ist nur eine abstrakte Erscheinung sondern nur über viele Disziplinierungen in Auseinandersetzungs-Transzendierungs-Überwindungsprozessen zu erreichen. Die Disharmonie bildet oft erst die Voraussetzung für die Harmonie als Lebensüber- einstimmung. Im Lebenswiderspruch liegt die Quelle und Triebkraft aller Entwicklung und dieser ist komplementär lebenszugehörig.
- Beim Bildungs-Kultur-Lernen ist "Frieden " ist abge- griffes, leeres Schlagwort, eine triviale Binsenweisheit, eine kulturkraftlose Redefloskel,bestenfalls mit sich im Reinen sein verwendet und wird oft mit Kriegsende in Verbindung gebracht. Es ist alle Zeit, alle Kräfte und alle Mittel verwenden, um mehr Geld zu verdienen, um mehr zu haben und um sich zu verwalten. Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen ist Frieden ein Entwicklungsprogramm. und alle Zeit,alle Kräfte und alle (Unruhe)mittel verwen- den, um mehr zum inneren Frieden durch permanente Entmaterialisierungstranszendierung zu gelangen und mehr zu sein. Er versteht dann auch den Satz des Kir- chenlehrers Augustinus: " Wer seinen Frieden (im Unfrieden) gefunden hat d.h., wer " Gott " geschaut hat (Gott ist identisch mit Frieden, dem "göttlichen Logos" und mit dem Begriffswesen mitge- setzt), in allem seine Ruhe gefunden hat und immer wieder neu findet, nichts mehr dazu lernen braucht und deshalb alles Wissen, Verstehen, Können alle Religion in der Unmittelbarkeit gelernt hat, was es zu lernen gibt und alle kirchlichen Fragen beantwortet sind. Mehr geht und gibt es nicht.(Beim Bildungs-Kultur-Lernen beruht alles menschlische Wissen noch auf der Mathematik). Friedensbewusstsein dagegen ist ein unmittelbares, materialisiertes bewusst- seinsgewordenes, gedankenfreies Gottes-Lebens-Grund- gefühl als ein direktes Produkt der Spiegelung und Rück- spiegelung einer Resonanzwahr- nehmung von sich selbst (dem Selbstbewusstsein).
- Der Theologe, Philosoph und Begründer der modernen Hermeneutik Friedrich Schleiermacher sieht auch das bild-und gleichnislose Lebensgrund-Friedens-Gefühl als " Sensus numinis" der eigentliche Inhalt des Gottesver- hältnisses. (Goethes Faust TeiI I: "Gefühl ist alles; Name ist Schall und Rauch").Das relgiöse Gefühl ist unmttelbar tiefer als die Reinheit der Vernunft. Der Frieden ist eine elementare Grundkraft (der Seele), Verankerung mit dem Ewigen und gilt als das machtvollste Wissens-,Heil-, Wir- kungs-, angst- auflösende,-Schutz-, Ordnungs-Harmoni- sierungs- und einflussreichstes Kraftfeld als wissender und schöpferischer Geist, steht über allem und diesem kann keine menschliche Bosheit, kein Widerfährnis, keine Um- stände,keine Krise und keine Macht der Welt schaden. Irrtümer werden korrigiert und was früher Unfrieden war ist aufgelöst als wenn es nie gewesen wäre. Ohne etwas zu wollen oder tun (wäre Unfrieden) und darüber noch nachzudenken, wird alles mit Frie- densgeduld und Friedensvertrauen erreicht, was mit dem Sprichwort "Wissen ist Macht " oder am Anfang war das (Schöp- fungs)wort (Logos) gemeint ist. Alles wird einem dienlich. Der Mystiker weiss und vermittelt sich selbst, dass er alles vom Geist (= Friedenstranszendierung) her steuert und nur zu sein (im Sein) ohne etwas sein zu wollen braucht. Mit der Zeit braucht er sich nicht mehr an eine Situation anpassen,weil man sie ja selbst ge- schaffen hat.Der Weise tut nichts, trotzdem bleibt nichts ungetan, weil sich alles von selbst (vom selbst) her reifegemäss ordnet und zum Besseren entwickelt. Alles wird zum Segen(Gott trägt die Last). Im Frieden sein bedeutet Frieden für alle mit bringen und im Frieden sein mit jedem.Der Frieden ist ewiglich und universell, aus- serhalb von Raum und Zeit, im Diesseits und im Jenseits gleichzeitig und deshalb bin ich auch gleichzeitig dort mit allen im Frieden, weil das Leben, über den physischen Tod hinaus (auch ohne religiösen Glaubensbezug) als Metaphormoseverwandlung der Verwesentlichung in das Unverwesentliche weiter geht. Je grösser das Frie- dens-Selbst-Bewusstsein, desto grösser ist der Einfluss und der geistige Mittelpunkt des seelischen Wirkungskraftfeldes. Sein und die zukünftige Wirklichkeit, Frieden und Gott, der Glaube und das Geglaubte, Zufälle und Schicksal sind das Gleiche. Wo Frieden ist, verstummt alle Wissenschaft, alles Geld, alle Bildungsklugheit und jegliche Vernunft. Jedem geschieht nach seinem Glauben und "Gott hält sein Wort". Mystik und Prophetie (Vor- wissen),der Gottesbegriff und Frieden bedingen sich gegenseitig. Es ist der göttliche Logos, die dem Menschen und der Welt zugewandte, erkennbare und erfahrbare Seite Gottes als wirkende Gegenwart Gottes, der jen- seitige Ruhepol und zuverlässliche Halt im Diesseits. Es ist der Ausspruch des französischen Mathematikers und Physikers Blaise Pascal; "Alles was Gott (Frieden) nicht ist, kann meine Sehnsucht nicht erfüllen".Das Herz ist in Gott festge- macht denn d.h., der (siehe) Glauben in seiner ursprüng- lichen Wortbedeutungsbeziehung*.
* Der chemisch reine, absolute, theologische Frieden ist ein ab- strakter leerer Frieden, während der lebendige Frieden ständiger Instabilität ausgesetzt ist und der sich in der Friedens-Suchunruhe- bewegung immer wieder neu stabilisiert. Sich immer wieder ärgern, Irrtümer ausgesetzt sein und Probleme lösen müssen bleibt das tägliche Brot.
- Von die evangelischen Konfessionen betrachten die ganze Bibel als alleinigen Maßstab ihres Glaubens, als norma normans zum Entwicklungs-Lebens-Christentum, dem " allein durch den Glauben" nicht weit genug geht und "allein durch den Frieden" erst der Glaube zur Wirkung kommt. Der Glaube ist noch mittelbar, willens- gesteuert, Glaubensangstzweifeln ausgesetzt und wendet sich an eine höhere Macht (Unfrieden), während der Friede unmittelbar, willenlos, einssein mit dem Glauben an "Jemanden" und nicht mehr Friedensangst- zweifeln ausgesetzt ist. Der Glaube und das Vertrauen auf Gott führt zum Frieden und sind im Frieden mitgesetzt.Der Frieden steht über dem Glauben, ist umfassender und mächtiger als der Glaube, den er mit einschliesst (Der Frieden und "Gott sind das Gleiche).
- Wer in seinem Frieden lebt und diesen immer wieder neu erringt, hat seine Individualisierungs-Friedens-Bring- schuld einer Entwicklungslosigkeit als lebenslanges Lernen getan.
- Im Frieden sein bedeutet auch nicht nur Frieden haben mit sich selbst, sondern auch, dass das Objekt des Unfriedens zum Frieden geworden ist (Was zu Gott kommt, wird spontan oder entwicklungsprozesshaft) verwandelt).
- Wer im Frieden lebt, was im Frieden gesagt, geschrieben und gemacht wurde, schafft weiteren Frieden.
- Frieden ist mit dem Gesamtleben eins zu sein.
- Alles Leben schreitet stets von der Symmetrie (Lebens- konformismus) zum Rhythmus (Unfrieden) fort.
- Was noch erledigt werden muss ist Unfrieden.
- Wer im Frieden ist ist mit allen Mächten der Welt verbün- det und niemand kann einem schaden.
- Zum Frieden zu gelangen ist nicht durch Seminare und viele Bücher möglich, sondern nur in die vielen kleinen Alltagsauseinandersetzungen und Lebenskrisen.Der Geist braucht die Beziehung mit der materiellen Welt als polare Spannung, die erst in den sinnlichen Entwick-lungs-Lebens-Widerspruchs-Reizen des praktischen, tätigen Weltlebens gegeben ist.
- Wer seinen Frieden hat, ist von nichts abhängig, sucht nichts, will nichts und es gibt nichts Besonderes mehr. Alles ergibt sich automatisch von selbst/"vom Selbst her".
- Wer seinen Frieden in Frankfurt hat, hat diesen auch in Bad König und braucht diesen auch in keinem Gottes- haus oder sonst wo zu suchen, weil er diesen ja hat.
- Eigene Gedanken, alles Gesagte, jeder Eigenwille, jede Erwartungshaltung, jegliche Planung, jegliche Ungeduld, jeder Friedenswillensdruck sind Unfrieden und stören die Unmittelbar- und Wirksamkeit des Friedens. Meister Eckhart betont dass aller Unfrieden und Unzufriedenheit nur vom Eigenwillen kommt, der das Gewollte blockiert. Der Frieden ist willenlos und nicht zu wollen bedarf grosser Übung und kann nur mit einem gelassenen Friedens-Grund-Vertrauen das Wollen neutralisieren. Frieden ist gedankenfrei, bewusst- seinslos und unterliegt nicht der Zeit. Jede Friedensübung ist nur eine Voraussetzungsstufe zum weiteren länger andauernden Frieden. Im Werdenden liegt die Friedensreife-Nr.782 noch nicht, sieht auch die Reife nicht und ist noch kein Frie- den.
- Das Friedensgrundgefühl vermittelt grösste Klarheit und Reinheit und erzeugt die grösste Gelassen- und Zufrie- denheit in Freud und Leid, was sich gleich bleibt, sonst wäre es ja wieder Unfrieden. Auch wenn es paradox klingt, im Leiden und in der Krise ist man auch glücklich. Frieden ist Freiheit und wer für die Freiheit kämpfte, musste immer leiden.
- Frieden ist ein Ewigkeitsmoment und deshalb entfällt auch jeder (Beschleunigungs)zeitdruck.
- Wenn ich nach innen schaue habe ich Frieden, wenn ich nach aussen schaue herrscht Unfrieden.
- Der Ort des Friedens ist "der Nabel der Welt" und es gibt dann keinen anderen Ort mehr, wo ich noch hin möchte.
- Im Frieden getan ist immer widerstands-, irrtumsfrei und erfolgreich getan.Es hat immer gepasst.
- Trotz Unfrieden überall um mich herum und Unfrieden in eigenen Angelegenheiten im Frieden stabil bleiben, bleibt eine hohe Übungskunst.
- Im Frieden sein ist auch der Unfrieden der vergangener Jahre gesühnt.Wenn ein Mensch jetzt gut ist, ist er so gut, als wenn er nie schlecht gewesen wäre.
- Im Frieden sein ist bei sich selbst sein, wo das Leben zu sich kommt.
- Viel Geld besitzen ist und führt noch nicht zum Frieden und ist noch nicht zur Ruhe gekommen.
- Wer in seinen Frieden lebt, von dem gehen Kräfte aus, ohne etwas zu tun.
- Frieden und Freiheit bedingen sich gegenseitig. Wenn ich unfrei und abhängig bin, lebe ich im Unfrieden.
- Wenn ich meinen Frieden ist alles still, klar und fühlt sich im Frieden sicher aufgehoben und es stellen sich keine weiteren Fragen mehr.
- Im Frieden sein heisst, obwohl nichts getan wird, ist es ein fibrierendes Kraftfeld als höchstes Tun. Mehr Aktivität ist gar nicht mehr möglich. Ich kann dann nur abwartend vertrauen und schweigend beobachten, wie sich die Umstände verändern, die Lebensspaltung aufgehoben wird und alles sich zum Besten entwickelt, egal, wie sich die derzeitigen Ereignisse darstellen.
- Wer seinen Frieden hat, dass ist besser als jede andere menschliche Gegenwart oder sich vier Wochen auf seiner Trauminsel zu verschwinden.
- Bei der Bildung hat die Seele kein Lust auf Frieden und kann auch nicht zum Frieden kommen.
- Bonheur heisst übersetzt gute Stunde. Deshalb sind das Glücklichsein nur "Friedensaugenblicke".
- Frieden ist geschlechtslos.Gott ist weder männlich noch weiblich.
- Wer seinen tiefen Frieden hat, da ist jede fremde Autori- tät, jeder Beruf, jedes weltliche Ding, Geldvermögen und immer noch mehr haben oder sein wollen nur lächerlich. Er will dann nichts mehr anderes mehr als nur seinen Frieden.
- Nur wer in sich ruht (Frieden) lebt wirklich.
- Frieden ist alle Friedensfeinde überwunden."Immer stand ein anderer Elefant im Raum".
- Frieden ist das, worauf wir warten und suchen bereits vorhanden.
- Friedensbewusstsein ist Schöpfungsbewusstsein (Siehe auch Schöpfungs-Gliederungspunkt).
- Wer seinen Frieden hat, dann gibt es nichts Besonderes und Heiliges mehr.
- Was wahr ist schafft Friede, was nicht wahr ist, schafft Unfrieden. Überall wo Unruhe und Unfrieden vor- herrscht, ist noch keine Wahrheit. Kein Geschöpf kennt Ruhe und Rast, bis es seinen (Individualisierungs)-Le bens-(Friedens)Rhythmus gefunden hat.
- Jeder Friedenstag ist der beste Tag und im Frieden getan ist alles getan.
- Wer seinen Frieden hat, hat auch seinen Geldfrieden "des immer noch mehr".
- Sinnlichkeit ist Unfrieden,Sinnhaftigkeit führt zum Frieden.
- Wer seinen Frieden hat, ist frei (Lebens-Schwere-Befrei- ung).
- Wenn ich meinen Frieden habe, dann ist es so, als wenn ich nie im Unfrieden gewesen wäre.Jeglicher vorher- gehender Unfrieden ist aufgehoben und gesühnt.
- Jede Problemlösung, jede fremde Hilfe und jeder Tag ohne Frieden sind nutzlos.
- Wenn ich meinen Frieden habe ist jedes Gebet erhört.
- Wenn ich meinen Frieden habe, wird jeder Unfrieden als Gottes Wille interpretiert und ist somit das Allerbeste an keine weitere Erwartung geknüpft.
- Nur wer seinen Frieden (Religion) hat, ist eine wirkliche Hilfe (Beseelungskraftfeld) für die anderen. Alles andere ist Lärm und wertlos.
- Wer seinen Frieden hat, genügt sich selbst.
- Frieden ist im Buddhismus die Leere d.h.alles in der Welt besitzt keine Substanz.Erst wenn man durch die Dinge hindurch gegangen ist ( De-und Entmaterialisierung) kann man ihnen gegenüberstehen.
- Wenn ich meinen Frieden habe, ist es immer Gottes Wille, auch wenn die Situation, in der ich mich befinde, Unfrieden ist.
- Wer seinen Frieden hat, den stört ein beschäftigter Aktionismus nicht, weil der Frieden ein verankertes Lebensgrundgefühl ist und dieser bleibt davon unbe- rührt.
- Was nicht seinen Frieden hat produziert Nachrichten, steht ständig in den Schlagzeilen oder muss ständig reagieren.Über Gott gibt es keine Nachrichten (Unfrie- den).
- Die wichtigste Sprache der Welt ist die, wie ich mit mir ins Reine kommen und dadurch zu meinem Frieden gelange.
- Frieden ist ein fest werden des Lebens in sich selbst.
- Frieden bedeutet eigentlich "Wehr".Ein wehrhafter Frie- den ist innerlich geistig zu verstehen,welcher dem Unfrieden der Welt nach vielen Friedensverhandlungen widersteht.
- Je individueller die Wahrheit und selber zur Wahrheit geworden ist,desto mehr kann er den anderen geben.
- Frieden ist Hingabe an den göttlichen Willen und es ist der höchste Bewusstseinswert nach der "Hawkings- Bewusstseins-Kalibrierungsskala".
- Im Friedensein entfällt auch jede (Todes)angst.
- Ich werde es einmal so richtig genießen ist noch kein Frieden.
- Wenn Frieden dann freudige Erwartungshochstimmung für jeden neuen Tag.
- Wer seinen Frieden hat, für den ist der Bibelvers "Den Gerechten betrübt nichts mehr, was auch geschehen mag", ist Wirklichkeit geworden.
- Befriedigt ist nicht Frieden und wer diesen nicht hat, kann nicht glücklich sein.
- Die Meister sagen, wäre der Geist im Frieden allzu geeint, er könnte nicht altern.
- Wenn du auch alle erschaffenen Güter der Welt besitzen würdest,der Mensch könnte nie glücklich sein, weil der Frieden nur in Gott zu finden ist.Glücklich sein ist mit Frieden gleichgesetzt.
- Einen täglichen und lebenslangen Dauerfrieden gibt es nicht, weil dieses dem "Ebbe-Flut-Lebensrhythmus " widerspricht und der Frieden mit sich selbst ständig neu errungen werden muss. Nach einem hektischen Un- ruhetag folgt dann wieder ein Friedenstag, wo ich im Frieden bin mit mir selbst,mit den Anderen und Frieden mitbringe für die Anderen.
- Von "ich versuche den ganzen Tag Geld zu verdienen und alle meine Gedanken kreisen nur um das Geld zu ich versuche den ganzen und jeden Tag zu meinem Frieden zu gelangen und alle meine Gedanken kreisen sich um den Frieden". Wer in dieser Einstellungsbemühung lebt, der erfährt, was Meister Eckhart meinte: Wer Gott hat, (Frieden)hat auch alles andere (Geld), weil das Höhere das Niedrige mit einschliesst.
- Von der Hypothese vollkommener werden durch ein Theologiestudium, durch Beten, Fasten, Wachen, Spenden, durch Befolgung mönchischer Regeln in einer selbst gewählten religiösen Lebensform zur Prämisse, dass Vollkommenheit ein weltfremdes Ideal bleibt, aber es erstrebenswerter ist Ruhe und Frieden in allen Dingen der Welt zu finden, weil der Frieden aller Unruhebewe- gung Suchziel bleibt. Das Wachen, Fasten, Beten kommt von aussen, stört die Ruhe und mit diesen gelangt man nicht zum inneren Frieden*.
* Für die moderne Pädagogik sind Wachen, Fasten Züchtigungen, Armutsgelübde als geistige Erziehungsmittel ungeeignet.
- Metaphorisch gesprochen ist Frieden so friedlich wie "das Gesäusel der Blätter des Baumes im Sommerwind".
- Nach Meister Eckhart ist
- im Frieden sein dann ist" Gott für mich". Was will ich
mehr. - Frieden die höchste Form der Wahrheit. - der Frieden ist das Bewusstsein Gottes,was selig macht.
- das Vollkommenste,das Begehrenswerteste und der grösste Fortschritt, den ein Mensch erzielen kann. - alles was kein Frieden ist, kann mir danach keine
Freude mehr bereiten. - wenn ich meinen Frieden habe, ist Gott zum "Gegen-
über" geworden.
- wer auf Gott sieht, trägt Gott in alle Dinge. Wer in dieser
Kraft wohnt, bezeichnet er als selig und ehrt Gott in
allem.
- wenn ich in meinem Frieden angekommen bin, ist jedes
Gebet erhört, weil der Frieden selbst Gebet ist und keiner weiteren Gebetsworte bedarf. Gott hält sein Wort und dieses folgt auf den Fuss oder es muss noch der Reifezeitpunkt abgewartet werden.Je mehr die Seele über die irdischen Dinge erhaben ist (im Frieden ist), desto mehr Kraft hat sie. Es ist eine Kraft in der Seele, die weiter ist als die ganze Welt.
- wenn ich meinen Frieden habe, egal wie es aussieht,
alles ist Gottes Wille und das ist das Allerbeste.Auch wenn ich den Gesamtsinn noch nicht erkenne*.
* Wenn ich jeden Unfrieden fatalistisch interpretiere und akzeptiere, weil Gottes Wille und der Mensch nach dem Altmeister Goethe nicht schiebt, sondern geschoben wird, lebe ich immer trotz Unfrieden im Frieden, aber dieses ist kein errungener, echter Frieden sondern Gleichgültigkeit*.
* Fatalismus (der) bezeichnet ein Weltbild, bei dem alle Geschehnisse dem Schicksal zugeordnet werden, dem man machtlos gegenüber- steht.
- wenn der Geist im Frieden allzu geeint wäre, er
könnte nicht altern.
- Man kann nur im Frieden "Lösung" sein.
- alles ausser dem Gotteswillen ist Unfrieden und wird
zur Entwicklungs-Individualisierungs-Friedens-
Bringschuld.
- was noch nicht volle (Friedens)wahrheit, verhindert
sie zu erkennen. Denn solange der Mensch dieser
(Friedens)wahrheit nicht gleich ist, kann er diese
Wahrheit nicht erkennen. Diese (Friedens- und
Ruhe)wahrheit offenbart sich nur, indem man selbst
zum Frieden wird.
- Wer im Unfrieden lebt, der sucht noch und ist solange
ein Nichts.
- Jeder Irrtum ist Unfrieden, der sich zum Frieden
wandelt.
- Jedes an etwas denken z.B. Zahlungstermine ist
Unfrieden.
- Alles Neue ist erst einmal Unfrieden.
- Auch wenn ich mit einem Verstorbenen noch im
Unreinen und schuldig bin, lebe ich im Unfrieden.
-Krankheit, Unwohlsein,Bewussteinsschwächung ist
automatisch Unfrieden und muss erst überwunden
und wieder zum Frieden werden.
- Eine Ersatzbefriedigung ist noch kein Frieden.
- Die Seele ruht nicht, bis sie alles durchbricht, was
nicht Gott ist und in die göttliche Freiheit kommt.
- Wer ihn findet (Frieden), achtet ihn höher als alle
Schätze der Welt.
- Alle Bewegung geschieht aus Begierde nach Ruhe.
Denn in keiner Kreatur ist Befriedigung. Jede trägt in
sich einen Mangel.Gott sucht Ruhe in allen Dingen,
denn die göttliche Natur ist Ruhe. Je mehr der Mensch
in Frieden lebt, umso mehr ist er an der Ewigkeit.
- Soweit in Frieden, soweit in Gott. Gott will Ruhe finden
in sich selbst.
- Der Mensch kann Gott nichts schöneres bieten als
Ruhe (Frieden=Gottes Wille).
- Keine Seele hat je vollkommenen Frieden, ausser jene,
die keinerlei Willen mehr hat.
- Ein friedfertiger Mensch nutzt mehr als ein Hochge-
lehrter.
- Christliche klösterliche Tugenden wie Wachen, Fasten,
Beten, Spenden ist noch Unfrieden und nichts gegen
den inneren Frieden, welche uns gottähnlicher macht
und nicht sein ewiges Wirken stört.
- Nur unser äusserliches Wirken und selber machen
wollen führt die stete Unruhe mit sich.
- Ausserhalb von Gott (Frieden) gibt es keinen Trost.
- Unruhe ist alles, was noch nicht Gott geworden ist.
- Das ewige Wort wird nur in der Stille laut.
- So weit in Frieden, soweit in Gott. Gott will Ruhe fin-
den in sich selbst.
- Nur Gott alleine im Sinne haben bedeutet jeder Un-
frieden zum Frieden werden lassen.
- Soweit in Frieden, soweit Gottes Wille und somit das
Allerbeste.
- Zum Frieden zu gelangen ist der Schlüsselsatz einer neuen Christologie z.B. durch De-und Entmaterialisierung und durch Unsterblichkeitslernen in der säkularen, evolutionären Nachfolge Christi.
- Frieden ist das Gegenteil von Krieg, der Intuition oder dem umgangssprachlichen, schwammigen Bauchgefühl, zur Ruhe kommen, Entschleunigen und viel Geld auf der Bank haben, was beruhigt zu verwechseln, weil in allem ich noch suche und mein Eigenwille zu finden ist.
- Frieden ist auch mehr wie Meditation oder asiatische Kontemplationsmethoden,weil diese zwar zur Ruhe führen, aber im hektischen Alltagsleben wieder ange- kommen vom Unfrieden der Welt eingeholt werde und die Wirkung verpufft.
- Es ist nur eine Frage der Zeit, wo der Friedens-Nobel-Preis auch an Menschen verliehen wird, welche ihren inneren Frieden gefunden haben.Nicht nur für den Frieden ande- rer sich eingesetzt haben, sondern sich mit dem persön- lichen Unfrieden in allem auseinandergesetzt und diesen Unfrieden transzendiert zu haben.
- Für den, welcher an Gott glaubt, ist der Frieden ein Gottesbeweis. Wenn es Gott nicht gäbe, könnte er nie zu seinem inneren Frieden gelangen.
- Schon sein schweigendes, tiefes Friedensdasein als Geistesgegenwart genügt (ich brauche nur zu sein und nicht etwas zu sein)als (neuer) Wirklichkeits-Schöpfungsakt eines Individuallogos*.
* Von der Quantenphysik wissen wir, dass es keine Materie und nur dematerialisiertes Bewusstsein gibt. Nur der Geist ist Wirklichkeit und die Ursache für die transzendierende Realität. Weil der Geist der Ursprung der Materie ist, ist die Materie ohne Bewusstsein leblos.
Der Betrachter ist nicht nur notwendig, um die Eigenschaften eines atomaren Geschehens zu beobachten, sondern sogar notwendig,
um diese Eigenschaften hervor zu rufen.Die Realität wird erst durch die Beobachtung geschaffen oder eine Erscheinung ist nur eine Erscheinung, wenn sie eine beobachtete Erscheinung ist,Niels Bohr dänischer Physiker und Nobelpreisträger. Der Glaube, die Erkenntnis, das Gefühl,meine Bewertung sind die Kraft des Wahrmachens. Die Quanten-oder Mikrophysik ist kurz gesagt, wenn unbeobachtet alles eine Welle und wenn beobachtet, alles ein Teilchen*.
*Siehe Textfortsetzung " Meister Eckhart Aphorismen damals ".
- Wer nicht mehr für sich selbst bittet, der wirkt und wer seine Mitte (Frieden) gefunden hat, wird auch zur Mitte für die Anderen. Mehr als Recht ist Friede*.
* Trivia: Der Unfrieden ist diesem Friedens-Kurzessay immanent, weil dieser einer ständigen Verbesserung unterliegt.
I.) " Der richtige Gedanken bewährt sich daran, dass er Stoff organi- siert und sich in der Ruheeinheit wieder findet"*.
* Johann Wolfgang Goethe.
II.) Was ist das Geheimnis der Sphinx, welche vor der ägyptischen
Pyramide von Gizeh liegt ? Schweigen ist machtvolles Wissen. Der Mystiker weiss, dass er alles vom Geist (Friedensdasein) steuert, das Individuallogos (Nr.405) in allem. Auch die Skulptur des Bam- berger Reiters, einer singulären Plastik, deren Augen-Sehblick- Rich-
tung nach innen gewandt ist (Tiefenblick) ist der geniale, künstle- rische Ausdruck eines bewusstseinslosen Friedensseins.
III.) Im Frieden sein gilt als die neue Eleganz.
IV.) Ein Mann reist (Unruhe), um heim zu kommen (Ruhe). (Wanderjahre (zur Ruhe kommen) wurde dieses früher genannt.
V.) Ohne die ruhelosen Feldzüge Karl des Großen gäbe es nicht die Vorstellung vom geeinten, befriedeten Europa.
VI.) Obwohl das Leben erst begonnen hat wollen viele, vielleicht gerade einmal 30 Jahre alt mit einer "Lottomillion "auf ihrer Lieb-lingsinsel " zur Ruhe" kommen,was mit Frieden verwechselt wird.
VIII.) Der Mensch soll sich nicht genügen lassen an einen gedachten Gott; wenn der Gedanke vergeht, vergeht auch Gott. Man soll viel- mehr einen wesenhaften (Friedens-Lebens-Grundgefühl) Gott haben, der weit erhaben ist über die Gedanken der Menschen und aller Kreaturen. Gott ist mit dem Frieden im Begriff wesensgleich mitge- setzt*.
* Meister Eckhart.
IX.) "Sensus numinis" ist das Gefühl einer entwickelten Lebenssen-sibilität für das Überweltliche, die Wahrheit hinter der Erscheinung, die Rückbindung des Lebens, religiöser Wahrnehmungssinn, Licht- sinn, Ganzheitsbewusstseinssinn, Verschmelzung von Subjekt und Objekt als Einswerdung, der Entwicklungsprozess, wo Himmel und Erde zusammenfallen, wo der Gottesbegriff und die Realität eins sind und der Diesseits-Jenseits-Dualismus überwunden wurde, erfüllt sein vom Friedens-Lebensgrund-Gottes-Wirklichkeits-Bewusstseinsfreies Dasein, (Gott ist Frieden und wer den Frieden hat, hat auch Gott und damit auch alles andere (Gott ist mit dem Frieden im Begriff wesens- gleich mitgesetzt).
X.) Ein " Entwicklungs-Lebens-Friedens-Grundgefühl " eines Augus-tinus oder eines Schleiermachers ist eine Form des Gottesgefühls und vergleichbar mit den unterschiedlichen Gottesgefühlen eines Thomas von Aquin, eines Meister Eckhart, eines Bernhard von Clairvaux, oder eines Joachim Floris. Es erübrigt sich damit auch jede Überzeugungs-, Bekehrungs- und Missionierungsbemühung. Daneben steht der theologische, begrifflich, abstrakte, unpersönliche Gott als Fügung, Schicksal, Allmacht, Vorsehung und in welcher Gestalt er existiert und wie ich mit ihm etwas anfangen soll, wird offen gelassen. Es ist auch ein anderer Gott, der über den Schlafzimmerbett unserer Grossväter und Urgrossväter hing. Überall wo Unruhe und Unfrieden vor- herrscht, ist noch keine Wahrheit. Was wahr ist, schafft Frieden, was nicht wahr ist, schafft Unfrieden.
XI.) " Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert 1. (Brief 9)" (Weltausscheidung als Weltauseinandersetzung und Transzendierung durch Weltüberwindung). Es ist die Tatsache, dass der Oster- und Pfingstfrieden ein frommer gepredigter Wunsch bleibt, weil dieser ständig und immer wieder in der existentiellen der Auseinandersetzung mit dem Unfrieden der Welt individuell in jeder Lebenssituation und in der Gegenüberlebensspannung mit allen Dingen neu transzendiert werden muss. Es ist bspw. vom Beten um den Osterfrieden und die Ruhe ist identisch mit spannungsfreier Passivität zum inneren Frieden als Unruhe der Lebensspannungs-Produktivität, welcher in der permanenten Lebensauseinander-setzung und im Ringen mit sich selbst durch Abtragen der " Indivi- dualisierungs-Lebens-Bringschuld einer Entwicklungslosigkeit " gewonnen wird. Die Ruhe (innerer Frieden) kann nur das Ergebnis einer Aufhebung der ständigen, inneren Zerrissenheit und Lebens- spaltung sein, weil diese aller Unruhe Ziel ist. Solange ich meine Leidenschaften, Wünsche, Triebe, und Wollen nicht überwunden habe, solange bin ich ein Unzufriedener, Getriebener,Zerissener,
Abhängiger und solange befinde ich mich im Unreifezustand Nr.782 Solange ich krank, arbeitslos, problembehaftet bin und ständig darandenken muss, solange lebe ich im Unfrieden. Jede neue Lebenssituation ob Arbeitsplatz-oder Wohnungswechsel, jede neue Lebensphase der Kinder,Lebensplankorrekturen, eine lang andau- ernde Krankheit, Autounfall, Ärger mit den Steuerbehörden, etc sind erst einmal Anspannungsstress und bis zur Überwindungslösung Unfrieden. Solange sich ein Ding und ein Zustand verändert, ist es ruhelos und unvoll kommen. Es ist der Lebens-Leidens-Erziehungs-Friedensdruck als Zielspannung zwischen einem Ruhegleichgewicht und der Alltagslebensunruhe. Nur Unveränderlichkeit ist Ruhe und Zeichen der äussersten Vollkommmenheit. Wer seine Mitte (Frieden) gefunden hat, wird zur Mitte für die anderen Menschen werden. Vollkommenheit (dauerhafter Frieden) des Menschen bleibt erst einmal ein weltfremdes Ideal, aber man darf in Anlehnung an österreichische-mährische Schriftstellerin Marie von Ebner-Eschenbach nicht aufhören, es immer wieder zu versuchen. Kein Geschöpf kennt seine Ruhe und Rast, bis es seinen (Individualisie-
rungs)rhythmus gefunden hat. Es ist durch die Unruhe des hekti-
schen Lebensalltages in sich ruhender werden und die Weisheit nicht das Ruhesame, sondern das Mühsame, den Geist nicht auf der hellen, widerstands-und irrtumsfreien, entwicklungslosen, abstrakten Le-
bensseite, sondern die Ruhemöglichkeit auf der dunklen (gotischen) Lebensentwicklungs-Widerstands-Auseinandersetzungs-Seite (des gotischen Lernprinzips) zu suchen. Die Tugend wird nur in der Verführungsschwachheit vollbracht, weil diese zur Entfaltung das Gegenteil bedarf. Das Gute ist erst das Gute und eine Tugend, wenn es vom negativen Pol gereinigt wurde. Wo keine Untugend, da ist auch keine Tugend möglich. Die Untugend ist nur eine verkleidete Tugend. Nur weil ich der Versuchung widerstanden habe, bin ich dadurch stärker und tugendhafter daraus hervor gegangen und das Böse wird zum Guten.
XII.) Deshalb ist wie schon erwähnt für religiöse Naturen der fromme Oster- und Pfingstwunschglaube " der Friede sei mit euch ",erst einmal eine Illusion und ein Irrtum. Er entwickelt sich erst zum wahren Frieden, zur tiefen Ruhe und zur inneren Freiheit,
- wenn dieser in vielen Auseinandersetzungen durch die Widerstände des Lebens erkämpft wurde.
- in der Unruhe des Lebens der absoluten Selbstzerrissenheit und Fahrigkeit gesucht wurde (weil er seine Unwahrheit nicht aus- halten kann und auf der Flucht vor sich selbst ist).
- in vielen Dingen und Ereignissen des Lebens als Mittel zum Individualisierungs-Reifezweck errungen wurde.
- durch das Hören des Entwicklungs-Individualisierungs-Gewissens gefunden wird.
- nicht in der Flucht z.B. illusionären, spekulativen Gewinnen oder bei anderen und bei etwas anderes gesucht wird.
- in der Übung über die Untugend zur Tugend wird.
- in den Lebensungleichgewichtsübungen von Grenzerfahrungen zum Lebensgleichgewicht wird.
- in kleinen, permanenten Bereitschafts-Entwicklungsschritten erfolgt.
- in der ständigen Reflexion in der Lebensauseinandersetzung in Krisen,Lebensprüfungen und bei Unzufriedenheit der Friede neu gefunden wird.
- im immer wieder neu anfangen gefunden und nicht als Besitz verwaltet wird.
- mit körperlichen Entspannungsübungen und Sport, mit mora- lischer und disziplinierter Lebensführung begleitet wird,durch die Ausdauergeduld wächst und sich festigt, aber der ewige Friede in allem und zu jeder Zeit eine Illusion bleiben wird und immer wieder neu im Unfrieden errungen werden muss.
- in den gotischen Entwicklungs-Individualisierungs-Eigenschafts- tugenden geübt, geübt und wieder geübt wird und immer wieder einmal mehr aufgestanden wird als hingefallen.
XIII.) Man soll laufen in den Frieden, man soll nicht anfangen im Frieden. Der Mensch, der sich im beständigen Laufen befindet, und zwar in den Frieden, der ist ein himmlischer Mensch. Es ist etwas, was alle bewegt, alle Dinge in Lauf setzt, dass sie zurückkommen, woraus sie geflossen sind. Je edler das Ding, desto beständiger läuft es. Wer sich aus der Ruhe bringen lässt, dem sind noch nicht alle Dinge Gott geworden (was noch nicht transzendiert worden ist). Soweit in Frieden, soweit in Gott. Gott will nur Ruhe finden in sich selbst. Wer Gott hat, den behindert keine Unruhe. Wer Gott gefunden hat (Frieden) dem ist alles zuwider, was Gott nicht selbst ist. Im Kreatürlichen findet man keinen Frieden, weil alles dem Verän- derungsgesetz des Vergehens und Werdens unterliegt. Niemals ist ein Unfriede in dir, der nicht aus dem Eigenwillen kommt *.
* alles Meister Eckhart Zitate.
XIV.) Wer seinen Frieden hat, dass bedeutet Ruhe ohne störende, wollende Eigengedanken und nur tiefer namens-und begriffsloser-Frieden. Es haben sich dann zwei bewusstseinsähnliche Schichten gebildet. Eine innere, tiefere Lebensgrund-Gefühls-Friedens-Selbst-Bewusstseins-Gelassenheits- Schicht und eine zweite darüberliegen-de äussere Alltags-, sinnliche Welt-Wahrnehmungs-Ich-Bewusstseins-Schicht. Das Friedensbewusstsein durchdrängt den ganzen Men-schen. Das ruhende Selbstbewusstsein durchdringt das äussere Kon- zentrationsbewusstsein und der Mensch bleibt trotz dem Unfrieden in seinem Lebensruhegleichgewicht. Die hohe Übungskunst ist es, in der nervigen Unruhe, in der Disharmonie der Alltagswelt in kri- tischen Lebenslagen, bei all seinen Problemen trotzdem im Frieden
zu bleiben und immer wieder zum Frieden zu finden, bis dieses alles einen nicht mehr aus der Ruhe kommen lässt. Im Geschaffenen findet man keinen Frieden, weil alles dem Veränderungsgesetz des Vergehens und Werdens, "des Welkens und Blühens" unterliegt, die Welt dualistisch gespalten ist und sehr viele Abhängigkeiten und Verstrickungen im Laufe des Lebens geschaffen wurden, welche erst einmal wieder Unruhe bedeuten. Jeder Autobesitzer weiss, wie viele Tage im Monat er für sein geliebtes Auto arbeiten gehen muss, wie viel Zeit er für das Autoleben verwendet und wie viel Ärger, Stau- stress, Telefonate, Werkstatt-Termine, Leasingraten er zahlen, sich über die permanente Erhöhung der Versicherungsprämien ärgert,
und an vieles andere, woran er denken muss. Oft ist ein Kraftakt,
nur mal schnell einen (knöllchenfreien) Parkplatz zu finden, was
aber im allerletzten alles Unfrieden und Unfreiheit bedeutet.
* Auch wenn es illusorisch erscheint, der Luxuswohlstand " der Schönen und Reichen" bleibt ein Hindernis zum inneren Frieden,
was erst einmal hinter sich gebracht werden muss. Mit der Masse der Gegenstände wächst die Entfremdung. Auch wer glaubt zur Ruhe gekommen zu sein, aber diese mit ruhelosen Tätigkeiten ausfüllt, muss noch lernen, zur wirklichen Ruhe zu kommen. Die Einheit als Ruhezustand in der Einung und Einigung als Lebensauthentizität, in der Entwicklungsbewegung Stabilität zu finden und in der Verwand- lung erhaltend bleiben, ist das innenliegende Ziel und der immanente Sinn aller Entwicklung. Das Leben ist auf statischer Instabilität auf- gebaut, welches sich in der Entwicklungsbewegung selber stabilisiert. Der absolute Stabilitätszustand ist der fliessende Aspekt der Unbe- ständigkeit. Es gibt nicht Ruhe/Frieden ohne Bewegungsunruhe und Bewegungsunruhe ohne Ruhe/Frieden.
XV.) Ohne störende Eigengedanken, Eigenempfindungen, Eigen-
wollen und von anderen etwas erwarten bedeutet keine weitere Planungen, Rechnereien, Diskussionen, Kritik, Spekulationen, Ungeduld, von sich ausgehen, bei Rückschlägen klagen, Wünsche, Unzufriedenheit, Befürchtungen, Bedingungen, Neid, Erwartungs- haltungen, alles Neue, meine Schwächen,etwas selber machen oder etwas sein wollen. Auch jedes darüber erzählen wollen, weitere Fragen stellen oder gegen etwas kämpfen hilft nicht wirklich weiter. Alles Aufgezählte ist friedlos und schwächt die stille Friedensstoß- kraft des Selbstwirkens. Nicht der Mensch macht Entwicklung und kann das Geschehen beeinflussen, sondern die Entwicklung macht den Menschen und beeinflusst das Geschehen. Du schiebst nicht, sondern du wirst geschoben wie der Altmeister Goethe einst sagte. Gedan- kenfreies Friedensdasein ist das, was uns in jedem Geschehen trägt, jeden Lebenswiderstand und jede Disharmonie (Unfrieden) auflöst und das Ruhelose abprallen lässt. Auch jegliche Ungeduld schwindet, weil der Frieden zeitlos und ortslos ist und wird zur Gelassenheit. Wer sich der tiefen, inneren Ruhe bewusst wird, den interessiert auch nicht das Momentum des Geschehens, was die anderen sagen oder sonst noch tun. Auch die Sprache und der Buchstabe muss überwunden werden, weil nicht unmittelbar und der Frieden nur im Sprach- und Schriftlosen hör-und spürbar ist. Im Grunde der Seele ist nur tiefes Schweigen. Dieser innere Frieden ist das" Zauberwort" für die Lösung aller Probleme und was das Herz schwer macht.Es ist deshalb das Höchste und Erstrebenswerteste was es gibt und kann deshalb nur mit dem Kopf schütteln, wer nicht mit der "Unfriedensauseinandersetzung" bei sich ohne wenn und aber damit anfängt. Die Frage aller Glücklichkeits- und Zufriedenheits- fragen wird immer die gleiche Frage nach dem inneren Frieden sein. Wer seinen Frieden hat, der hat kein Verlangen nach einem schöneren oder luxeriöseren Leben über das Lebenszweckmässige und Notwendige hinaus, weil dieses in der Entwicklungs-De-und Entmaterialisierung überwunden wurde. Der Frieden ist wunschlos glücklich,alles andere wäre Unfrieden. Was kann schöner sein, als seinen Frieden zu haben ?
XVI.) Der Frieden Es ist die Bildeformkraft eines quantenphysikali- schen (unreligiösen) Phänomens, dass nur der Geist die Ursache aller Materie ist oder religiös gesprochen, dass Gott sich selbst wirkt, nichts ausserhalb seiner selbst sucht und die Welt durchwirkt in dem Auseinandersetzungs-Entwicklungs-Transzendierungs-Prozess- Transformations (Gestaltungs)geschehens. Es ist die Weisheit, dass hinter der Nichtigkeit der Materie, allen Geschehens, des Raumes und der Zeit eine letzte Wahrheit steht. Der Weise tut nichts, trotzdem bleibt nichts ungetan "und unterschreibt die Aussage des Kirchenleh-rers Augustinus:" Wer seinen Frieden gefunden hat, alles Wissen, Ver stehen und Können gelernt hat, was es zu lernen gibt, "weil soweit in Frieden, soweit in Gott“ und was zu Gott kommt wird verwandelt". Es beginnt alles mit dem inneren Frieden und dann ordnet und beruhigt sich alles. Der Philosoph Ludwig Josef Johann Wittgenstein sah jedes Problem von einem religiösen Standpunkt. Wenn es zu Gott (Frieden) gelangt, wird es zur Einheit gebracht, die Spaltung und damit auch der Problemdualismus aufgehoben und die (Krankheits)krise überwun- den*.
* Für den, welcher an Gott glaubt, ist dieses ein Gottesbeweis. Wenn es Gott nicht gäbe, könnte er nie zu seinem inneren Frieden gelangen.
XVII.) Diese tiefe, innere Ruhe," die unheimliche Stille des Universums als Ziel erreichen zu können, ist keine weltfremde Utopie und ein abtriften ins Nirvana, sondern es haben nur die Götter in den exis-tentiellen Lebens-Unfriedens-Erfahrungen den Übungs-Ehrgeiz-Fleiss gesetzt, welcher mit Seelenqualen, vielen Rückschlägen, Ausdauer- geduld, Nachbesserungen, Probiersteinen, Optimierungen, Prüfun- gen, Ordnungsfleiß, Rematerialisierungen durch Überwindungstrans-zendierung ,Friedensvertrauen und der Glaube an sich selbst gegen die hartnäckigsten Friedensstörer verbunden ist und im Stillen ausgefochten wird. Jedem ist auf jeden Fall potentiell möglich von seinem Unfrieden zu mehr Frieden zu gelangen, wenn er die Unruhe- herde, Ärgernisse und Probleme im Auseinandersetzungstun in jedem Einzelfall immer wieder überwindet. Der Friede lässt sich nicht erzwingen, sondern er wird einem geschenkt und ist einfach nur dann spürbar da. Dieses zu können setzt auch einen ethischen Standard voraus, der mit einer halbwegs moralischen und diszipli- nierten Lebensführung verbunden ist. Wenn ich bspw. am Vorabend gefeiert habe und morgens verkatert bin, bedeutet dieses Unruhe und ich bin froh, wenn der Tag erst einmal vorbei ist und das Frie- densthema mich erst einmal überhaupt nicht interessiert. Wenn ich im Unfrieden bin, steht dieser immer im Zusammenhang mit einer Entwicklungs-Individualisierungs-Bringschuld der Entwicklungslo- sig keit. Es bleibt ein " Hase-Igel Spiel", weil ständig neue Unruhe- herde auftauchen, welche zur Ruhe gebracht werden müssen und immer wieder steht "ein anderer Elefant im Raum , der mich stört und wenn es banale Alltagsdinge sind".
* Wer einen Patienten im Krankenhaus besucht weiss, dass jeder Besuch viel Kraft kostet, weil nur die Krankheiten und deren Symptome behandelt werden (Unfrieden) und die vielen Kontroll- sensoren bei Intensivpatienten die Monitore ständig bei kritischen Vitalwerten mit lauten Warnsignalen auf sich aufmerksam machen (Unfrieden). Das gilt als höchste Herausforderungsübung eines Meister Eckhart, in diesem kraftraubenden "Unfriedens-Lärmumfeld " trotzdem seine Ruhe zu behalten.
XVIII.) Einmal Frieden in der Kontemplation empfangen und dann immer Frieden als Besitz und alle Unruhe-Zustände des Lebens durch dringend gibt es nicht, sondern dieser wird immer wieder in der " stillen Minute " mit sich selbst neu be- und ergriffen. Morgens ausgeruht befinde ich mich bei der Kurzmeditation z.B. im tiefen Frieden, der resistent ist gegen äussere Einflüsse, aber wenn die Konzentrations- und Spannkraft während des Tages nachlässt, plötzliche ungeplante negative Ereignisse eintreten, wo die Faust der Tat gefragt ist, da lässt auch dieses Friedens-Katalysator-Bewusstsein nach. Der Mensch ist nicht nur ein geistiges, sondern auch ein physi- sches Wesen und das körperliche Wohlbefinden beeinflusst auch das seelische Empfinden. Nach einem üppigen Essen wird der Mensch müde, wie jeder weiss. Eine Entscheidungshilfe bei jedem Tun ist, ob dieses wieder zu einem Unfrieden wird. Grundsätzlich gilt, dass der Mensch sich nach und nach von allem trennen sollte, was mit Ärger- nis, Unfrieden und schlaflosen Nächten verbunden ist oder wo man nicht mit sich im Reinen ist. Die Welt ist nun einmal Unfrieden und je mehr ein Mensch besitzt, umso mehr besorgt (Unfrieden) ist er. Da können auch alle Versicherungen der Welt nicht den Frieden bringen. Und wenn am Tag nur ein Unruhestifter zur Ruhe gebracht wird, sind das 365 Mal mehr Frieden in einem Jahr. Was will ich mehr. Dieses ist nicht gerade leicht und nur nach und nach zu erreichen, aber jede neue, errungene Friedenserkenntnis, jedes "Quentschen" mehr Frieden ist nicht mit Gold aufzuwiegen*.
* In Anlehnung an Meister Eckhart lässt sich in seiner Absolutheit - sagen, dass ein Stück Entwicklung, einen Moment mehr Frieden wertvoller ist als die ganze Welt, weil die Welt vergeht aber Entwicklung und Frieden ewiglich bleibend ist. "Wer in diesen Grund hineinlugte, dem sind tausend Dukaten roten geschlagenes Goldes wie ein falscher Heller".Es ist das Bewusstsein Gottes was selig macht.
XIX.) Man muss zuerst durch die Dinge und Lebensumstände hin-durch gehen, diese existentiell austragen, bevor man diesen gegen- über und über ihnen steht. Frieden ist immer über den Dingen und dem Geschehen stehen und nicht beherrscht von diesen. Wenn ich meinen Frieden als tieferes Lebens-Grundgefühl habe oder religiös interpretiert "Gottesgrund ist mein Grund", ist es ein Wirklichkeits-Bewusstsein als Realität, was jeden Unfrieden auflöst und alles Nichtwissen mit einschließt. Überall wo er hinkommt oder an wen er denkt, wird von dem erkrafteten Frieden berührt, welcher raum- und zeitlos ist. Wer seinen Frieden hat, ist aufgrund der Interverbun- denheit, weil alles zusammenhängt und miteinander verbunden ist, mit allen und in allem im Frieden. Es ist wie ein Tropfen, welcher ins Meer fliesst, wo das Meer sich in den Tropfen verwandelt und nicht der Tropfen in das Meer.
XX.) Sicher gilt dass die innere Welt ein einziges Bewusstsein darstellt und alles in der Welt miteinander verknüpft ist, das Grösste mit dem Kleinsten und das Allernächste mit dem Entferntesten. Alle Teile des Universums stehen grundsätzlich in einer Wechselbeziehung zueinander und jedes Ding, Natur und Tierwelt, jeder Prozess und jeder Bewusstseinsakt hängt mit anderen Dingen, der Natur, den Pro-zessen und Bewusstseinsakten zusammen in einer durchdachten und geordneten, schöpferischen Beziehung zum grössten, möglichen Ganzen, welches folglich nur ein Einziges sein. Die Erklärung der Verschränkung zeigt, wie die materielle Welt und die innere Welt durch den ständigen Informationsaustausch miteinander verbunden sind und nicht nur mit jedem Individuum, sondern auch mit jedem Punkt des Universums.
XXI.) Je mehr der Mensch im Frieden ist, je mehr ist er in der Ewigkeit und das Zeitgefühl entfällt. Ein Mann macht viele, weil seine Indi-vidualität in der Individualität aller aufgeht. Meister Eckhart sagte: Wer seinen Frieden gefunden hat, dem ist alles zuwider was nicht Frieden ist d.h., auch alle Weis- und Wahrheiten und Glücksgefühle der Welt stören die Gedankenruhe und sind dagegen sogar nur Lärm. Je mehr die Seele über die irdischen Dinge erhaben ist (im Frieden ist), desto mehr Kraft hat sie. Wer auf Gott sieht als ein anderes Wort für Frieden, der trägt Gott in alle Dinge. Was zu Gott kommt (Problem- unruhe), zerfällt in sich selbst und ordnet sich selbst. Wer im Frieden ist, hat das Höchste, damit auch alles andere Niedrigere. Niemals ist Unfrieden in dir, der nicht aus dem Eigenwillen kommt. Die höchste Stufe des Friedens ist nicht nur Frieden haben als ein zeitweiliger Bewusstseinszustand, sondern die Personifizierung des Friedens und wesensgleichheit mit dem Frieden, wo es kein gedankliches Ichbe- wusstsein mehr gibt.
XXII.) Frieden ist Ausweitung des Bildungs-Kultur-Bewusstseins und Erkenntnisvermögens zur Entwicklungs-Kultur-Bewusstseinser- kenntnis, dass wir nicht nur an Gott glauben können oder sollen, sondern ihn unmittelbar als Realitätsbewusstsein, nicht mit dem logischen Verstand, sondern nur durch ein tiefes Lebens- Friedens-Grundgefühl als individuelle Wissenheit erkennen ohne in eine schwammige Gefühlsduselei zu verfallen. Der Frieden beruht auf der Tatsache, dass uns etwas begegnet, was nicht an die empirischen, multiplizierbaren kognitive Erkenntnisinstrumente des Intellekts heranreicht, erst einmal völlig unwissenschaftlich ist und nur als Gehirnareal lokalisiert ist.
XXIII.) Es ist leichter das Friedensbewusstsein z.B. durch Literatur, durch Musik, Steinmetzkunst oder durch Malen gedanklich auf den Ruhepunkt zu bringen als im dauernden lebenden gedankenfreien Friedensdaseinszustand zu sein, weil dieser sich in der Unruhe der Welt immer wieder verflüchtigt und Prüfungen auseinandergesetzt ist. Jeder kennt z.B. Beethovens symphonische Musikschöpfungen oder z.B. das Bild "Der Sämann" vor untergehender Sonne von Vincent van Gogh, welches ein "Geniemalkönnen" des tiefen (mystischen) Friedens atmet. Diese sind auch metaphorisch vergleichbar mit der Skulptur des Bamberger Reiters, einer singulären Plastik, deren Augen-Sehblick-Rich- tung nach innen gewandt ist (Tiefenblick) mit dem Entwicklungs-Individualisierungs-Gewissen (Friedens(bewusst)- sein) dessen Ver(antwort)ung nur wahrgenommen wird, wenn die Blick- und Hörrichtung nach Innen gewandt ist als unmittelbare Teilhabe des Menschen an der Idee des Guten, Mitwissen an der Wahrheit und (Friedens)ganzheit (ringende Einsichts- und Lebens- übereinstimmungsform)*.
* Der Bamberger Reiter oder auch „steinerne Reiter“ ist ein steinernes Reiterstandbild im Bamberger Dom aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts und gehört zu den plastischen Hauptwerken der späten Stauferzeit. Er ist eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt Bamberg.
XXIV.) Erkenntnistheoretisch sind (zur Zeit) die Einheitssichtweise der Interverbundenheit, eine gesamthafte Erfassung, der Geist der Synthese, universelles Erkennen, das sogenannte Diesseits- und Jenseits als Einheit, das dimensionelle Denken und die Totalität als Ganzes der Parallel-Lebenswelt (Gott) kein Gegenstand des (Beweis)- erkennens, um den Dualismus zu überwinden. Der Wahrnehmungs-prozess kann das Ganze nicht erfassen, weil wir selbst nur Teile des Ganzen sind. Die Endlichkeit kann nicht die Unendlichkeit verstehen. Die Gesamtheit der einzelwissenschaftlichen Erkenntnisse bilden trotzdem nicht das Ganze und die Einheit ab und der gesamt- und einheitliche Charakter ist aber an keinem der isolierten Teile vor zu finden. Weil die Geistwirklichkeit unendlich ist, kann diese nie als Ganzes erkannt werden, sondern nur partiell und vervollkommnet sich allmählich in einem immerwährenden Erkenntnisfortschritt. Wir müssen in ein Bewusstsein eingebettet sein, indem alles aufgehoben ist als "absolutes Bewusstsein.
XXV.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen geht es um die Vermittlung von Wahrheiten, Werte und Tugenden, aber das höchste Gut und die Ent-wicklungsreife lässt nicht durch eine Tugendvervollkommnung erreichen, was auch immer " ein Kampf gegen Windmühlen " bleibt. Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen geht es nur um die Befolgung des Entwicklungs-Individualisierungs-Gewissens , religiös betrachtet als " Wille Gottes " genannt wird und der sich im Frieden/Ruhe oder Unfrieden/Unruhe als Lebensempfindungsausdruck äussert und dadurch alles erreicht wird.
XXVI.) Weil der Frieden den höchsten Lebenswert darstellt,darf für den Friedens-Auseinandersetzungs-Weg kein Problem zu schwierig, keine Entschuldigung zu billig, kein Preis zu hoch, kein Vorteil zu verlockend, kein Weg zu lang, kein Frust zu gross, keine Motivation
zu niedrig, kein Widerstand zu heftig, kein körperliches Leiden ein Grund, keine Niederlage dauerhaft, kein Konsumverzicht ein Opfer, keine Zeit zu lang, kein Streit zu schwer sein und kein gesellschaft liches Anpassungsnorm verhalten ein Hindernis und nur ich der alleinige Schuldige bin. Wo andere nur Schwierigkeiten, Unmögliches, Konventionen, Gründe, Risiken und Verbotsschilder sehen, sehe ich wieder Möglichkeiten und bin stärker als die stärkste Ausrede. Wer das tut, der hat er soviel getan, wie der Papst in Rom und noch viel mehr. Auch wenn jeder sagt, dass es unmöglich ist und weil ich dieses
nicht weiss, mache ich es trotzdem.
- Von dem Rat Meister Eckhart alles zu lassen was Unfrie- den bringt zu besser gilt es zu lernen im Unfrieden immer wieder Frieden zu finden und zu haben, weil wir alle nur in dieser Welt leben und Unruhe, Ungeplantes und Spal- tung die Regel sind.
- Von der biblischen These, dass nur im Kreuze " Heil (Frieden)" ist zu jeder muss in seinem Leben viele Un- ruhe-De-und Entmaterialisierungs-und Unsterblichkeits- kreuze tragen,welches jedes Einzelne durch Überwin- dungstranszendierung zum inneren Frieden wird.
- Von der Unruhe der Welt um Einkehr und Ruhe suchen in der Stille der Kirche (um Frieden zu bitten) zur Ruhe gekommen und wirken in der Unruhe der Welt. Im Frieden sein bedeutet auch nicht nur Frieden haben mit sich selbst, sondern auch, dass das Objekt des Unfriedens zum Frieden geworden ist (um weiteren Frieden zu entwickeln).
* Beim Sport wird gelaufen für die körperliche Fitness, gegen das Altern und Alter, aus Spass oder aus einem Leistungsehrgeiz heraus, während der Lebenslauf als Metapher gilt, um von der Unruhe des Alltags zur Ruhe des Selbstseins und inneren Frieden zu kommen.
- Von dem Friedensnobelpreis,welcher an Persönlichkeiten verliehen wird, welche sich für äussere, friedensstiftende Massnahmen eingesetzt haben zu es wird eine Zeit kommen, wo der Friedensnobelpreis auch an die Menschen verliehen wird, welche zu ihrem inneren Frieden gefunden haben*.
* Überall wo er hinkommt oder an wen er denkt, wird von dem erkrafteten Frieden berührt, welcher raum- und zeitlos ist. Wer seinen Frieden hat, ist aufgrund der Interverbundenheit, weil alles zusammenhängt ist er mit allen und in allem im Frieden. Es ist wie ein Tropfen, welcher ins Meer fliesst, wo das Meer sich in den Tropfen verwandelt und nicht der Tropfen in das Meer.
Entwicklungsstufen zum inneren Frieden.
- Geld und Reichtum genügen nicht, um zum inneren Frieden zu gelangen.
- • Das rationale Bildungswesen genügt nicht, um den inneren Frieden zu bringen.
- Die moderne Technologie genügt nicht, um den inneren Frieden zu bringen.
- Erst die Blickwendung nach innen und die Einheit mit dem universellen Bewusstsein als Ganzheit bringt den (Gliederungspunkt) inneren Frieden (eine Sichtweise).
- Erst die Entwicklungs-Auseinandersetzungsüberwindung mit den persönlichen Entwicklungsunruheanreizen in der Welt führt zum inneren Frieden (eine andere Sichtweise).
- Von dem derzeitigen amerikanischen Präsidenten Joe Biden,welcher erneut die langfristige Unterstützung der USA für die Ukraine bekräftige: "(Äusserer) Kriegsfrieden im Staat ist unbezahlbar und es lohnt, dafür zu kämpfen, solange er dauert (völkerrechtlicher Verfassungswert) zum (inneren) Frieden bei jedem Einzelnen "im Krieg gegen seine "sieben Teufeln" der genauso unbezahlbar ist und es sich genauso lohnt dafür zu kämpfen, bis er errungen ist (höchster Lebenswert).
Freiheit
- Von der Kirche der Wahrheit ohne individuelle Freiheit (die Freiheiten werden der Religion untergeordnet) zur Kirche, wo die Freiheit der Wahrheitsirrtumsfindung in der Individualitätsentwicklung gegeben ist (in der Freiheit wird die Religion erst entdeckt und "zurück errungen" als höchste Entwicklungsstufe der Religion).
* Menschlich zu existieren heisst immer religiös zu existieren. Das
Religiöse lässt sich vom Entwicklungs-Lebens-Individualisierungs-
Prozess-Bewusstseins-Transzendierungsakt nicht trennen und ist,
wenn religiös gedeutet, immer mitgegeben. Religion ist die Substanz
der Kultur und Kultur ist die Form der Religion. Es ist der kleine Un-
terschied ob Religion gelebt wird (ausserhalb von mir als lehramt- licher Akt) oder das Leben zur Religion wird (innerhalb von mir als
Akt des Suchens). Das Heil ist ja nicht wo die Kirche ist, sondern die Kirche ist da, wo das Heil ist.
* I.) Es ist ein unbändiger Entwicklungsfreiheitsdrang,welcher als Reifevoraussetzung die Selbstbefreiung zum Ziel hat. Was für eine Freiheit ist hier gemeint ? Es ist nicht die im Grundgesetz verankerte äussere, praktische Freiheit in allem, solange sie nicht die Freiheit anderer einschränkt (z.B. Bildungs-, Konsum-, Reise-, Arbeitsplatz-, Reichtums-, Meinungs-,Freizeit-, Gewerbe-,sexuelle- und soziale Freiheit). Diese Freiheit bedarf selber der Befreiung, weil wir in Wirklichkeit durch unsere Eigeninteressen und Triebneigungen abhängig und damit unfrei geworden sind. Die Freiheit der Entwick-
lungsmöglichkeiten wird eingetauscht gegen eine Absicherung, Bequemlichkeit,Gewöhnung, Gleichgültigkeit, Konsumismus und geistlose Unterhaltung. Die finanzielle Freiheit hat uns in vielen Fällen sogar unsere Freiheit genommen. Aber es ist auch nicht der leere Freiheitsbegriff Friedrich Schillers oder der französischen Revo-
lution. Die befreiende Kraft wird durch ohnmächtige,illusionäre Abstraktionen ersetzt. Diese Freiheit produziert aus sich keinen Sinn und es herrscht die Freiheit der Leere. Wenn das "Ich" ins Spiel kommt als selbst gesetzte Schranke der Freiheit bin ich nicht mehr frei. Das was ich tun will ist nur die Unfreiheit des Egos.
II.) Es ist die selbst geschaffene und ständig neu zu erobernde und zu gewinnende Freiheit durch das Entwicklungs-Freiheits-Lernen über seinen Entwicklungsweg zu sich selbst zugelangen. Es ist sich frei- machen von Entwicklungsblockaden, selbst geschaffenen Abhängig- keiten,Verstrickungen, Illusionswerten, Entwicklungsüberflüssigem etc. Es ist die Freiheit der Entwicklungsmöglichkeiten eintauschen gegen die Fetische der Gesellschaft wie das Sicherheitsdenken, Be- quemlichkeit durch Anpassung, finanzielle Freiheiten, geistige Passivität durch den Erlebnis- und Geltungskonsum etc. Es ist nicht das was ich tun will, sondern das was sich tun soll als die Willensim- pulse des Entwicklungsgewissens und sich diese Freiheit erst bei der Entwicklungsreife voll erschliesst.Es ist ein Freiheitsgefühl ist fern von Revolutionswut.
III.) Unter der Entwicklungsfreiheit versteht man weniger die Freiheit vom Gesetz, sondern Freiheit durch das Gesetz als Rahmen- und Vor-
bedingung, dass der Mensch ganz Mensch werden kann. Freiheit
kann nie ein Staat schenken, sondern diese muss persönlich er-
rungen werden. Da Freiheit letzten Endes nur Entwicklung be-
deuten kann, ist der Mensch zu seiner individuellen Freiheit ver-
urteilt.Erst im entwicklungskulturellen Individualisierungs- Freiheitsakt wird jeden neuen Tag im Leben Sinn gefunden und
empfangen.Individualisierung bedeutet, etwas auf seine ureigene
Art Anderen etwas geben zu können, was keiner so kann. Nur in den Grenzen seiner Entwicklung ist der Mensch frei. Es ist Freiheit anders sein zu wollen, indem ich die persönliche Freiheit entwicklungs- mässig ausfülle. Es ist nicht das was ich tun will, sondern was ich tun sollte. Es ist die Freiheit über seinen Entwicklungsweg zu sich selbst zu gelangen als die Entfaltung nach dem individuellen Eigengesetz.
Es ist sich freimachen von selbst geschaffenen Abhängigkeiten und den derzeitigen geistigen Wertvorstellungen der Gesellschaft, indem
die Fetische der Zivilisation gegen die persönliche Entwicklungs- freiheit eingetauscht werden.Es ist sich trotz des kulturellen Erbes als Einzelner seinen Möglichkeiten, Fähigkeiten und geschenkten Reife entsprechend sich kulturell weiter entwickeln und dafür ist
kein Problem zu gross, kein Preis zu hoch und kein Streit zu schwer.
IV.) Was aus der Freiheit kommt, wirkt und schafft noch mehr Frei-
heit. Die Frucht der individuellen Freiheit bedeutet eine grössere, soziale Verantwortung und ist mehr als eine konstruktive Bürger- beteiligung. Weil die Entwicklungskultur erst einmal Selbstverbes- serung bedeutet und die vorgelebte Grundhaltung als Kraftfeld und Orientie-rungsvakuum erst zur Vorbildnachahmung führt. Entwick-
lungsfreiheit bleibt immer eine selbst geschaffene Freiheit d.h.,
der Anspruch seine Freiheit ständig neu zu erobern und zurück- gewinnen. Hier gilt das Wort Goethes,dass sich der die Freiheit im Leben verdient, der sie täglich erobern muss. Es ist auch die Weiter- entwicklung des überkommenen Freiheitsbegriffes des 19.Jahr-
hunderts der äusseren Volksbefreiung und Bürgerbeteiligung zur inneren, individuellen Selbstbefreiung als ein neues Verhältnis von
notwendiger Entwicklung und menschlicher Freiheit.
VI.) Neurobiologisch gesehen gibt es keinen Raum für Freiheit. Das, was wir als freie Entscheidung erfahren, wird als eine nachträgliche Begründung von Zustandsveränderungen angesehen für etwas, was wieso erfolgt wäre*.
* Dr.Wolf Singer, Prof für Neurophysiologie und Direktor des Max-Planck-Instituts für Hirnforschung in Frankfurt. Es würde das theologische/philosophische Prä- destinationskonzept der Vorherbestimmung bestätigen, demzu folge das "menschliche Schicksal vorherbestimmt ist" (wir sind vorherbestimmt durch den Willen dessen, der alles bewirkt).
VII.) "Niemand ist frei, der über sich selbst nicht Herr ist*.
* Matthias Claudius,deutscher Dichter, volksliedhafter Lyriker und Journalist.
VIII.) Die äussere Freiheit allein macht noch nicht glücklich.Dazu gehört noch die innere (selbsterrungen) Freiheit.
IX.) Freiheit zur Selbstverwirklichung ohne wirtschaftliche Grundlage bleibt abstrakt. Es besteht ein Zusammenhang zwischen der wirt- schaftlichen und kulturellen Entwicklung.
X.) Goethe in seinem Faust "Dass ist der Weisheit letzter Schluss,nur der verdient sich Freiheit der sie täglich neu erobern muss".
XI.) Unsere Freiheit ist erst gesichert, wenn sie auf dem Fundament von Toten ruht (Geschichte) zu unsere Freiheit ist erst gesichert, wenn sie auf dem Fundament von totem ruht (Unsterblichkeits- lernen).
XII.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen ist der Mensch nur frei als denkendes Wesen im Sinne von was er tut will und kann (denken, um zu wissen als Bildungsunfreiheit). Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen ist der Mensch erst frei als Entwicklungswesen im Sinne was er tun soll und muss (denken, um richtig zu leben als Entwicklungsfreiheit).
- Von Christus hat uns zur Freiheit aufgerufen und be- stimmt zu alle Menschen wollen frei sein zu aber was wäre, wenn sie wirklich frei wären? Dann wird nur noch darum gebetet, dass einer kommt, um sie von der erdrückenden Freiheitsverantwortung zu befreien.
- Von der Bildungsfreiheit, welche sich für einen weltan- schauungsfreien Werteunterricht einsetzt (lebenswis- send) zum " Entwicklung-Lebens-Christentum-Unter- richt" (ehemals Religionsunterricht der Glaubens- gemeinschaften), welches sich für die Individualisie- rungs-Freiheitswerte-Entwicklung eines gotischen Lernprinzips einsetzt (lebenstragend)*.
* I.) Der (religiöse)Entwicklungs-Individualisierungs-Strebetrieb,der naturgemäss dem Menschen eigen ist und was den Menschen über- steigt ist mehr, als die Sozialisierung zeitgeistiger, kultureller Werte, welche ihre Wurzeln in der Religion haben.
II.) Entwicklung ist welt-und wertanschaulich neutral, weder demo-
kratisch noch undemokratisch und das gemeinsame, unwieder- holbare verbindende Prinzip aller Menschen. Entwicklung als natur- gesetzlicher Drang und als Lebensformprinzip ist mir näher,"als ich mir selbst bin". Entwicklung setzt sich seinen Wert selbst und "als Lebenseigentlichkeit" rechtfertigt diese den Menschen.
- Von der garantierten staatlichen Freiheit einer äusseren Fremdherrschaft als Gesetzesgarantie zur inneren Freiheit, welche kein Staat und keine Partei garantieren kann.Man versteht weniger die Freiheit vom Gesetz, sondern Freiheit durch das Gesetz als Rahmen-und Vorbedingung, "dass der Mensch erst ganz Mensch werden kann". Jedes neue Gesetz kostet wieder ein Stück Freiheit.Wo die staatliche Freiheit aufhört, da beginnt die menschliche Freiheit zu wachsen. Es ist die (Willens)- freiheit des Lebensgesetzes, wo ich nicht mehr will, da bin ich erst frei. Es ist zu wollen nicht mehr zu wollen. Nicht das was ich tun und haben will, sondern was ich tun soll und muss befreit. Es ist immer eine selbst ge- schaffene (Überwindungs)freiheit, welche ständig neu erobert,verteidigt und zurück gewonnen werden muss. Da Freiheit letzten Endes nur Entwicklung bedeuten kann, ist der Mensch zu seiner individuellen Freiheit verurteilt. Nur in den Grenzen seiner Entwicklungs- Freiheit ist der Mensch wirklich frei.Ihne freien Willen ist das Leben sinnlos. Je grösser die Freiheit, je machtvoller ist der Mensch und desto grösser auch seine Verantwor- tung*.
* Auf dem Höhepunkt der menschlichen Entwicklung lässt der Mensch Kultur und Bewusstsein hinter sich und begibt sich in die Freiheit des Unbetretenen und nicht Verwirklichten, indem er als Einzelner vor Gott steht. Er ist frei aller Dinge.Erst hier vollzieht sich die eigentliche Verwirklichung des Menschen und was in ihm angelegt ist.
- Erst wenn du dich von deinem Wissen und Willen dich frei gemacht hast, da geht Gott mit seinem Wissen und Willen ein. Der Geist kann nicht anders was Gott will und das ist nicht seine Unfreiheit, sondern seine eigentüm- liche Freiheit. Je freier der Mensch ist, desto näher ist er an Gott*.
* Solange der Mensch noch den Willen hat Gottes Willen zu erfüllen, so ist er noch nicht recht dran (fei. Das ist Gottes- absicht in allen Dingen, dass wir den eigenen Willen aufgeben. Wir sind selbst die Ursache (Menschenwille) unserer Hindernisse.Das Wollen trennt uns vom Gewollten. Das Ziel muss sein zu wollen nicht mehr zu wollen. Wenn ich nicht mehr will,muss Gott wollen wie er für sich will*.
* Meister Eckhart.
Siehe auch Exkurs "Freiheit" -Nr.IX bis Nr.XVVII
Gesellschaft-und Entwicklungsmensch
Gebet.
Immer unter der Vorausetzung das sein und nicht unser Wille geschehen soll,liegt das Geheimnis einer
jeden Gebetserhörung.
- Von einem stillen Gebet z.B. für einen Kranken und Leidenden (Gott anbeten, zu Gott beten und Gott um etwas bitten) zu keiner ist wirklich geheilt, der nicht seine religiöse Einstellung wieder gefunden hat.Jedes Gebet ist mein Wille,der das Gewollte blockiert (Un- frieden), aber nur sein Wille (Friede) geschieht (sein Leben beten in der Lebens-Individualisierungs-Auseinandersetzung)*.
* I.) Bei einem stillen Gebet ist Gott ansprechbar und nach dem unversalistischen Ganzheitsprinzip wird das Gewusste und Nicht-
gewusste miteinander versöhnt, während das Krankheitsgeschehen unansprechbar geworden ist.
III.) Man kann mit Sicherheit sagen, dass all meine Patienten über
35 Jahre krank wurden, weil sie das verloren hatten, was die leben-
digen Religionen ihren Anhängern gegeben haben. Und keiner von ihnen, der seine religiöse Lebenshaltung nicht wieder erlangte, wurde wirklich geheilt*.
* Carl Gustav Jung, Schweizer Psychiater, Tiefenpsychologe und Begründer der analytischen Tiefenpsychologie.
IV.) "Wer Religion hat, hat auch Gesundheit. Das Prinzip der Heilung liegt im Menschen selbst. Die Macht des Menschen, sich selbst zu heilen oder seine Heilungskraft auf andere auszudehnen, bemisst sich nach seinem Gewahrsein Gottes in sich. Alle Krankheiten des Menschen gehen auf einen Mangel an der Erkenntnis Gottes in sich zurück. Heilen ist immer eine Sache Gottes*.
* Walter Russel, Universalgenie.
V.) "Wer nicht mehr traut auf Gottes Willen, ersetzt sein Nachtgebet durch Pillen" *.
*Eugen Roth, deutscher Dichter und Lyriker.
V.) " Wenn mich der Arzt gegen den Willen Gottes gesund machen würde wäre es völlig wertlos. Ich will lieber krank bleiben als gesund werden, wenn es nicht Gottes Wille ist,weil dieser das Allerbeste ist*.
* Meister Eckhart.
VI.) Wer betet, tut Körper und Seele etwas Gutes*.
* Werbespruch der AOK Berlin, 2005.
VII.) Siehe auch Rezension Salutogenese, Geist-,Gebets- und Glaubens- heilungen in http://www.die-gotische-kathedrale.de/Entwicklungsgotik-1
- Von "als mein Gebet Immer andächtiger und innerlicher wurde, da hatte ich immer weniger und weniger zu sagen. Zuletzt wurde ich ganz still zu ich wurde, was wo möglich noch ein grösserer Gegensatz zum Reden ist, ein Hörer. Ich meinte erst, Beten sei Reden. Ich lernte aber, dass Beten nicht bloss Schweigen ist, sondern Hören. So ist es: Beten heisst nicht, sich selber reden hören. Beten heißt: Still werden und stille sein und warten bis der Beter hört".
* Je stiller Du bist, desto mehr kannst Du hören*.
* Chinesische Weisheit.
- Vom traditionellen Wortgebet oder der" Ruminatio-Gebetsweise" durch Wiederholung eines bestimmten Bibelzitates (z.B. "Gott hält sein Wort") zum inneren Frieden als Gebetssteigerung, welcher ein zeitloses, unaufhörliches Gebet ist, weil der Gottesbegriff und der Frieden sich gegenseitig bedingen und ich ständig mit Gott verbunden bin. Frieden ist ohne zu wollen Hingabe an den göttlichen Willen und ein Dauergebet ohne "mongolische Gebetsmühlenartigkeit" und ob mir das ständig bewusst ist.Stille ist die Ursprache Gottes. Alles andere sind schlechte Übersetzungen und menschliche Interpretationen, aber diese Sprache kennt das Chris- tentum nicht.Die Gottunmittelbarkeit kann nur im Schweigen erfahren werden)*.
*Wer betet,der schweigt und wer ständig schweigt, der betet ständig*.
*Quelle unbekannt.
*Bei dem neuen Arbeitsverständnis ist der Arbeitsplatz nicht automa- tisch "Arbeit an sich ", sondern erst das Ergebnis von individueller Entwicklungs-Auseinandersetzungs-und Überwindungs (Tranzendie- rungs)arbeit. Das alte Arbeitsverständnis bedeutete bisher, dass Arbeit vorhanden und genug zu tun ist, während beim evolutionären Arbeitsverständnis Arbeit " Teil der menschlichen Entwicklung " ist, weil ich mich mit ihr auseinandersetzen, mir die Arbeitsmöglichkei- ten erst erschaffen muss und "Arbeit durch sich selbst" als "Stellen- wunder" interpretiert werden kann. Es ist bei der Arbeit lernen, wie die Arbeit weiter geht. Durch die Arbeits-individualisierung stehe ich nur mit mir im "Selbstverbesserungs-Wettbewerb" und deshalb ist der Entwickler unersetzlich. Diese erlebte Selbstbiografie hat Blei- bendes geschaffen und " Führungsspuren hinterlassen ". Diese Tätigkeit war ein Entwicklungsreifeschritt für eine nächste, höhere (Berufungstätigkeit).
- Vom Gebet am Krankenbett für einen Leidenden zum Gebet für einen Kranken in Australien sind aufgrund der raum-und zeitlosen Interverbundenheit das Gleiche.Gott ist umfassend, sonst wäre er nur ein Teil des Ganzen.
- Vom schauenden Gebet und sich an bestimmte Ge-betszeiten halten (der Mensch ist erst kniend richtig gross z.B. als gläubiges Gebet und Gottesdienst) zum wirkenden Entwicklungs-Auseinandersetzungs-Prozess im "hier und jetzt" als ein Entwicklungsstrebeverlangen und Sehnen der Seele nach dem Besseren und Höheren (der Mensch ist und wird erst als Entwickler richtig gross)*.
* I.) Alles entsteht durch tiefes Verlangen*.
* Gautama Buddha, Lehrer der Erleuchtung und Zentralfigur des Buddhismus.
II.) Ein grosser Meister sagt, dass sein Durchbrechen (Entwicklungs- überwindungs-Prozess) edler sei als sein Ausfliessen (Meditation) und das ist wahr*.
* Meister Eckhart.
- Von Ora et labora zu Ora in loborae *.
* I.) Der alte Arbeitsbegriff wird weltanschaulich interpretiert. Ora
für beten als Privatsache und religiös gedeutet und labora für ar-
beiten, um Geld zu verdienen als kulturell geprägtes Arbeitsver-
ständnis. Der neue Arbeitsbegriff wird entwicklungsmässig und säkular interpretiert. Ora in laborae als entwickeln in der Arbeit und Geldverdienen durch die Arbeit als evolutionskonformes Arbeits-
verständnis. Das alte Arbeitsverständnis bedeutet bisher, dass Arbeit vorhanden und genug zu tun ist, während beim evolutionären Ar-
beitsverständnis die Arbeit Teil der menschlichen Entwicklung " als Arbeit an mir selbst ist ", weil ich mich mit ihr auseinandersetzen und mir die Arbeitsmöglichkeiten durch die Entwicklungsarbeits(ora) tugenden erst erschaffen muss. Es ist mit und bei der Arbeit lernen, wie es mit der Arbeit weitergeht ( durch die Arbeit zur neuen Arbeit
in der Entwicklungs-Arbeitsplatz-Individuation (Entwicklungsbe- schäftigung und Gestaltung). Beim evolutionären/ religionsinter- pretierenden Arbeitsverständnis steht mehr Gott(entwicklung) der Auseinanderstzungselemente der Arbeit im Mittelpunkt und nicht die Arbeitsauführung selbst. Sie dient nur dazu, das Leben in Gott zu verwirklichen und zu bewahren als Individualisierung in der Arbeit. Das Geldverdienen wird als untergeordneter aber notwendiger und nicht bleibender Arbeitswert (Produktivität) aber die Entwicklung in und durch die Arbeit als höherer Arbeitswert betrachtet (Heiligung). Damit wird die Diesseits-Jenseits- konfessionelle Spaltung (Unterneh- men/Kirche) überwunden. Es geht nicht alleine darum wie viel ein Mensch mit seiner Tätigkeit verdient, sondern auch darum, bis zu welchem Grad er mit seiner Arbeit Kultur schafft. Die Arbeitskunst wurde zu einem Gebet.
II.) Siehe auch Wandlung der Berufs-und Arbeitswelt
III.) Siehe auch Vom Beruf zur Berufung
- Von Not lehrt beten zur Arbeit lehrt, wie man sich gegen die Not wehrt, weil Gott auch keine anderen Hände hat als die Meinigen.
- Von wer für andere betet zu betet auch für sich selbst.
- Das Gebet und der Glaube wirkt nicht nur psychologich auf den einzelnen Menschen, sondern wirkt auch physikalisch auf die Materie*.
*I.) Nur der Geist ist das Wirkliche. In der klassischen Physik ist unser Bewusstsein und die geistige Welt losgelöst von der Materie. Es exis- tiert im Innersten der Materie nichts dinghaftes,festes mehr, sondern nur fliessende Energie ist, die alles in Bewegung hält. Nicht die sicht- bare Materie, sondern der Geist ist das Wirkliche.Es ist das quanten- physikalische Faktum, dass es ohne Bewusstsein keine Materie gibt, alle Dinge nur in Beziehung zum Bewusstsein existieren und alles Bewusstsein zur Realität führt.
II.) Beim Entwicklungs- Kultur-Lernen wird der Glaube zu einem objektiven Begriff, selbst Kultur und wird die kirchliche Frömmigkeit genommen. Der Glauben wird als eine (neutrale) Grundkraft verstanden und liegt in der Lebenshaftigkeit der Entwicklungsidee beschlossen. Er gehört zum Grundwesen des Menschen, was nicht durch Wissen ersetzt werden kann. Der Glaube ist nicht an Gott und an eine Offenbarung glauben, sondern ein ganzes Leben umgrei-
fendes heilendes und befreiendes Widerfahren, was dem Mensch zuteil wird als anthropologisch fundiertes Glaubensverständnis. Es
ist die völlig unreligiöse Glaubensinterpretation der Quantenphysik, dass sich die Materie entsprechend meines Bewusstseins und meiner Überzeugung verhält (Glaubensoffenheit) und zur Wirklichkeit wird.
Geist beherrscht die Materie oder der Glaube ist stärker als die Umstände und Widerstände und setzt etwas in Gang. Die Materie- atome richten sich entsprechend nach der Glaubenstat- kraft aus und steuern die Materialismus-, Um- und Lebenswiderstände. Der Glaube ist somit nichts abstraktes, weltanschauliches, sondern eine philoso-
phische Kategorie, wo die Tatsachen sich nach dem Glauben richten.
- Von solange du betest und dir dabei dessen bewusst bis dass du betest zu dann betest du nicht wirklich.
- Von die Antwort wird uns genau in dem Augenblick gege- ben,indem wir das Bitten vergessen haben.
- Von Ora et labora zu Ora zu Ora et labora ist für die heutige Zeit zu kurz fasst und deckt nur einen Lebens- ausschnitt ab. Neben der Arbeit gibt es auch die Familie, die Freizeit, das Soziale und Ökonomische, das Konsum-und Unterhaltungsleben, meine persönlichen Leiden- schaften und Interessen, meine Verantwortlichkeiten,nie Zeit für etwas anderes und vieles andere mehr. Dieses wird erst voll berücksichtigt und zum ganzheitlichen "Ora",wenn ich mein Leben in der Lebens-Individua- lisierungs-Auseinandersetzung) im Hier-und Jetzt bete, indem ich nur augenblicklich "das Höhere und Bessere" in allem will und immer einmal mehr aufstehe als ich hinfalle.
*I.) " Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert 1. (Brief 9)" (Weltausscheidung als Weltauseinandersetzung und Transzendierung durch Weltüberwindung). Es ist die Tatsache, dass der Oster-und Pfingstfrieden ein frommer Wunsch bleibt, weil dieser ständig und immer wieder in der Auseinandersetzung mit
dem Unfrieden der Welt individuell in jeder Lebenssituation und mit allen Dingen neu transzendiert werden muss. Die Ruhe (innerer Frieden) kann nur das Ergebnis einer Aufhebung der ständigen, inneren Zerrissenheit und Lebensspaltung sein, weil diese aller Unruhe Ziel ist. Die Welt ist erst einmal Unfrieden, weil alles dem ewigen Gesetz des Werdens und Vergehens, des Blühens und Wel-
kens unterliegt und deshalb dort kein Frieden zu finden ist. Solange ich meine Leidenschaften, Wünsche, Triebe nicht überwunden habe, solange bin ich ein Unzufriedener, Getriebener und Abhängiger. Solange ich ständig daran denken muss, lebe ich im Unfrieden. So-
lange sich ein Ding und ein Zustand verändert, ist es unvollkom-
men. Nur Unveränderlichkeit ist Ruhe und Zeichen der äussersten Vollkommenheit. Vollkommenheit (dauerhafter Frieden) des Men-
schen bleibt erst einmal ein weltfremdes Ideal, aber man darf in Anlehnung an österreichische-mährische Schriftstellerin Marie von Ebner-Eschenbach nicht aufhören, es immer wieder zu versuchen. Kein Geschöpf kennt seine Ruhe und Rast, bis es seinen (Individua-
lisierungs)rhythmus gefunden hat. Es ist durch die Unruhe des hektischen Lebensalltages in sich ruhend werden und die Weisheit nicht das Ruhesame, sondern das Mühsame, den Geist nicht auf der hellen, widerstandsfreien, entwicklungslosen Lebensseite, sondern die Lebensmöglichkeit auf der dunklen (gotischen) Lebensentwick-
lungs-Widerstands-Auseinandersetzungs-Seite (des gotischen Lernprinzips ) zu suchen.
II.) Man soll laufen in den Frieden, man soll nicht anfangen im Frie-
den. Der Mensch, der sich im beständigen Laufen befindet, und
zwar in den Frieden, der ist ein himmlischer Mensch. Es ist etwas,
was alle bewegt, alle Dinge in Lauf setzt, dass sie zurückkommen, woraus sie geflossen sind. Je edler das Ding, desto beständiger läuft es. Wer sich aus der Ruhe bringen lässt, dem sind noch nicht alle Dinge Gott geworden (was noch nicht transzendiert worden ist).
Wer Gott hat, den behindert keine Unruhe. Wer Gott gefunden hat (Frieden) dem ist alles zuwider, was Gott nicht selbst nicht ist. Im Kreatürlichen findet man keinen Frieden, weil alles dem ewigen, geschichtlichen Veränderungsgesetz des Vergehens und Werdens unterliegt. Niemals ist ein Unfriede in dir, der nicht aus dem Eigenwillen kommt.
III.) Siehe auch Frieden, Ruhe und Freiheit bleiben aller Unruhebe-
wegung Suchziel
IV.) Siehe auch den obigen Gliederungspunkt "Frieden"
- Von in der Kirche wird meistens stehend (Ausdruck des Respekts) oder kniend (Ausdruck der Anbetung) "Lieber Gott als Wortgespräch zu Gott" gebetet zum Entwick- lungs-Lebens-Prozessgebet :"ich lebe nur von Tag zu Tag, jeden Tag auf des Messers Schneide und ich vertraue mich jeden aufsteigenden Augenblick nur Dir an" als vertrauensvolles Ringen wird das Leben in der selbst- ehrlichen Auseinandersetzung gebetet*.
* Der Grundgestus der Theologie ist nicht die stehende oder kniende Reflexion, sondern vollzieht sich im Lebens-Glaubens-Vollzug des Einzelnen.
- Von z.B. fünf mal am Tag beten zu wir beten auch, wo wir nicht bewusst beten. Jedes aufrichtige Suchen nach dem Wesentlichen des Menschen, jedes Auseinanderset- zungsringen,jedes zur Ruhe kommen,jede Krisenbe- wältigung, jedes menschlische Leiden ist ein Gebet auch ohne "lasset uns beten" zu bestimmten Gebetszeiten und dass das Wort Gott darin ausdrücklich vorkommt, weil Gott das Leben selbst ist*.
* Wer Gott anruft als Gott(eswillen), den erhört er. Wenn der Mensch Gott anruft und dabei sein Gebetsproblem im Auge hat, so ruft er nicht Gott an, sondern das, um was er Gott bittet und dazu gebraucht er Gott zu seinem Knecht. Durch das Gebet kann man Gott nicht umstimmen.Das Gebet verändert nicht Gott, sondern nur den Menschen. Gott hat das Gebet schon erhört, bevor ich darum bete.Es ist die alte Weisheit, dass nicht der Mensch Entwicklung macht, sondern die Entwicklung den Menschen oder wie der Dichter Goethe einmal treffend sagte: "Du denkt zu schieben,aber du wirst gescho- ben".
- Von einem Mönchsorden, wo der Tag durch siebenma- liges Beten getaktet ist zur Aussage von Meister Eck- hart ,dass der Tag zu einem Dauergebet werden soll.
- Von einem innigen Gebet für Frieden und eine bessere Welt zur Entwicklungsaufrichtigkeit, nur das Bessere und Höhere bei sich jetzt selbst zu wollen und immer mehr zu seinem Frieden zu gelangen.Wer seinen Frieden hat, be- tet automatisch ohne es ausdrücklich zu wollen.
* I.) Es geschieht zwar viel in der Welt und um uns herum, aber in Wahrheit geschieht alles nur in mir. Es ist der Weg von der Ver-
wandlung der Welt, um diese in der Aussenwelt z.B. eine Krise
bspw. durch Reformen, Technik, Schutzmassnahmen und viel
Geld zu verbessern und retten zu wollen und der Andere der Schul-
dige ist und der Mensch will und kann bleiben wie er ist zur Ver- wandlung des Menschen in seiner Innenwelt, wo der Mensch sich im Entwicklungs-Individualisierungs-Prozess wandelt, weil dieses das Ganze darstellt und dieses der einzige Punkt ist, wo in der Welt wirklich etwas geschieht und deshalb ist er " der Nabel der Welt "
und macht den Unterschied aus*.
* "Gebete ändern nicht die Welt. Aber die Gebete ändern Menschen und Menschen ändern die Welt*.
* Albert Schweitzer, deutsch-französischer Arzt, evangelischer Theologe, Organist, Philosoph und Pazifist.
II.) Bildungs-Kultur-Lernen ist alle Zeit, alle Kräfte und alle Mittel verwenden, um mehr Geld zu verdienen und um mehr zu haben. Entwicklungs-Kultur-Lernen ist alle Zeit, alle alle Kräfte und alle (Unruhe)mittel verwenden, um mehr zum inneren Frieden durch
die Überwindungs-Transzendierung zu gelangen und mehr zu sein.
Er versteht dann auch den Satz des Kirchenlehrers Augustinus: " Wer seinen Frieden gefunden hat d.h., wer " Gott " geschaut hat (Gott ist identisch mit Frieden), in allem seine Ruhe gefunden hat und immer wieder neu findet, nichts mehr dazu lernen braucht und deshalb alles (Wissen) gelernt hat, was es zu lernen gibt. Siehe Volltext den Gliede- rungspunkt "Frieden".
III.) Die Menschen beten es nach, ohne es zu verinnerlichen. Es ist den Willen Gottes nur tun wollen, ohne den Eigenwillen aufzugeben.
IV.) Die Aufrichtigkeit und die Ausrichtung auf die Wahrheit genügt und damit wird der Eigenwille immer mehr zum Entwicklungs(got-
tes)willen.
- Vom gemeinschaftlichen Wortgebet und Chordienst (Gebetsformeln) zu sein Leben beten als Lebensdienst (Lebensformel). Was ist Leben? Gott ist das Leben. Deshalb soll das ganze Leben zu einem ununterbroche- nen Gebet werden, weil Gott keine Wortsalven braucht und die Lebensauseinandersetzungs- und Entwicklungs- bereitschaft" im hier und jetzt als Gebetsintension erfasst. Jedes ernste Suchen nach dem Wesentlichen des Menschen ist ein Gebet ohne dass das Wort Gott darin ausdrücklich vorkommt. " Denn euer Vater weiss, was ihr bedürft, bevor ihr ihn bittet " Matthäus 6,5-15. Jede Lebensübereinstimmung und mit sich in Frieden sein genügt. Gott ist Frieden. Wer seinen Frieden hat, hat das Höchste und damit auch alles Niedrigere. Wenn ich zu meinem inneren Frieden gekommen bin, ist das Gebet erhört. Das herkömmliche Gebet ist Dualismus einer Diesseits-Jenseits-Sichtweise, welche es aufgrund der Interverbundenheit aber nicht gibt. Das Blicken in die Höhe wird zu einem Gespräch in Augenhöhe.
- Von der mantrahaften Sentenz des Vater-unser-Gebetes " führe mich nicht in Versuchung" zu der Entwicklungs- bitte "führe mich durch die Versuchung".Man muss durch die Versuchungen hindurch gehen (Überwindung), bevor man ihnen gegenüber und über ihnen steht*.
* I.) Das Gesetz des Lebens ist ihr Widerspruch. Die Tugend wird nur in der Verführungsschwachheit vollbracht, weil diese zur Entfaltung das Gegenteil bedarf. Das Gute ist erst das Gute und eine Tugend, wenn
es vom negativen Pol gereinigt wurde. Wo keine Untugend, da ist auch keine Tugend möglich. Die Untugend ist nur eine verkleidete Tugend. Nur weil ich der Versuchung widerstanden habe, bin ich dadurch stärker und tugendhafter daraus hervor gegangen und das Böse wird zum Guten.
II.) Siehe auch Entwicklungs-De-und Entmaterialisierung
- Von den vielen Gebetsbüchern und persönlichen Gebeten zum Rat des Meister Eckhart; "Wäre das Wort Danke das einzige Gebet was du sprichst, so würde es genügen".
- Von dem Gebet im Frieden zu wenn ich meinen Frieden habe, ist auch jedes Gebet erhört und der Frieden selbst ist ein Gebet.
- Von der Gebetserwartungs-Erhörung,dass dieses von einer höheren Macht beantwortet wird zu "wer auf Gott sieht, trägt Gott in alle Dinge und was zu Gott kommt wird verwandelt"*.
* Meister Eckhart.
- Von der Sprache der religiösen Bewusstseinsebene wel- che das Gebet ist zur Gebetssprache der Entwicklungs- bewusstseinsebene,welche das "seufzende Leben" ist*.
*Was ist das Leben.Gott ist das Leben*.
* Meister Eckhart.
- Vom Goethevers "Du schiebst nicht, sondern du wirst geschoben, nicht der Mensch macht Entwicklung, sondern die Entwicklung macht den Menschen,der Mensch meint er lebt, aber er wird gelebt und alles von selbst (vom Selbst her) geschieht und ihm "auf die Füße fällt" zur Gebetsinterpretation,dass das Leben selbst als unaufhörliches Gebet verstanden werden kann*.
* Jeder weiss, wie um uns und bei mir selbst sich ständig alles
verändert, ohne dass ich einen Finger gekrümmt habe. Wir werden von einer Wirklichkeit geführt und getragen, welche selbst zu einer neuen Wirklichkeit ohne unser Hinzutun wird. Wir werden bewegt vom Unbewegten und keine Macht der Welt kann dagegen etwas tun.Wenn z.B. einer schwer erkrankt ist und alle intensivmedizini- schen Bemühungen umsonst waren zeigt, dass dieser Lebensweg vorgesehen war und gegangen werden musste und kein noch so innigstes Gebet kann daran etwas ändern.Alles entfaltet sich nach seiner unerklärbaren Bestimmung und nicht nach dem menschlichen Eigenwillen und unseren nachvollziehbaren Möglichkeiten. In der irrenden Seele (was kein Gegenstand des Bewusstseins ist) liegt das Steuerungszentrum der menschlichen Natur. Für den, wer glaubt, ist es der "eiserne Arm Gottes" hinter den Ereignissen deutlich gewor- den, der heineinführte und auch hinausführt. Das aber lebt nicht, was von aussen her bewegt wird. Nur das lebt, was von innen her angestossen wird.
- Vom Gebet für z.B.ein Heilungswunder zu ich bete nicht um Wunder, sondern um die Kraft für den Alltag der kleinen Entwicklungsschritte.
- Von einem inbrünstigen Gebet zu was ist das Leben ?Gott ist das Leben und wo er ist, ist keine Gefahr, kein Bitten und darüber nachdenken nicht mehr notwendig.Was zu Gott kommt, wird (ist) verwandelt.
- Wenn jedes Gebet (mein Wille) erhört würde, wäre die Krankheit z.B.Krebs nicht ein Problem.
- Von den vielen Problemlösungstherapien des Menschen zur Gebetstherapie die wichtigste und effektivste aller Therapien.
- Von der indirekten Gotthinwendung durch das Gebet auf der religiösen, jenseitigen Bewusstseinsebene zu Gott in der direkten Gotteserfahrungssuche auf der diesseitigen Lebensbewusstseinsebene z.B. in einer Lebenskrise.
- Von dem traditionellen,lauten Wortgebet zum Schweige-Gebet bis Gott redet*.
* Trivia: Ein Freund sagte zu mir einmal, dass er das Beten in einer
unaufgeräumten, schmutzigen Stube als Heuchelei empfände.
- Von dem morgentlichen,rituellen Tagesgebet zu sein Leben beten in der Lebensauseinandersetzung des Tages, immer bemüht sein das das Bessere zu wollen, jede Problemlösung, jede Überwindungstranszendierung, jeder Glaube und Lebensvertrauen, jedes inniges Suchen und dieses alles auch ein inniges Gebet ist und Gott sein Wort hält.
- Von wenn jedes Gebet erhört würde zu dann wäre Krebs kein Problem*.
* Wenn der Arzt den Menschen heilen würde und es wäre nicht Gotteswille, wäre es nicht das Allerbeste*.
Meister Eckhart
Gebetsstufen (metaphorisch).
• Je nach Gebets(quell)bewusstsein werden mir 4 Einsichten geschenkt:
• 1. Wenn Du betest baust du dein eigenes Haus.
• 2. Wenn Du betest, entdeckst du, dass sich noch jemand in deinem Haus befindet.
• 3. Wenn Du weiterbetest, stellst du fest, dass es überhaupt nicht dein Haus ist.
• 4. Und wenn Du immer weiter betest stellst du fest, dass es überhaupt kein Haus gibt, dass man beschützen muss, weil es nur ein einziges Haus gibt. Und das Haus ist jedermanns Zuhause *.
* Richard Rohr, US-amerikanischer Franziskanerpater". Dieser Ge-
betssachverhalt wird auch durch die moderne Bewusstseinsfor schung quantenphysikalisch validiert.
- Von den emotional bewegten Gebeten im Gotteshaus zu meiner Privatandacht z.B. auf dem Balkon (als "Herr- gottswinkel")um den Tag entwicklungsindividualisie- rungsmässig zu reflektieren*.
*I.) Reflektionen über den Gang des Lebens ist aller Weisheit Anfang. Lebenslernen ist immer Hinterfragungs-Lernen. Deshalb gilt zu lernen nach jedem Tag eine schriftliche Tages-Erkenntnis-Reflexion vor- zunehmen, den Tag methodisch zu analysieren, sich frei zu schreiben und schreibend leben, eine Verbildlichung der Gedanken vor nehmen, weil dann das Denken zur Entwick- lungsschöpfung wird,sonst bleibt der Tag fruchtlos. Es wird der Entwicklungsgewinn und die angehäuf- te, potentielle Entwick- lungs-Individualisierungs-Bringschuld des Tages bilanziert und jede Lebenstätigkeit entwicklungsmässig hinter- fragt, was als persönliche Meditation und " genussvolle Nachvertie- fung " ver- standen werden kann ". Je mehr ich an dem Tag überwun- den habe, desto mehr lebe ich in Frieden, desto entwicklungserfolg- reicher war der Tag.Die stille (halbe)Stunde für sich ist die Muße haben das Entwicklungsgeschehen des Tages als das Seelische zu erfassen und die Beschäftigung im Selbstgespräch nur mit seinen persönlichen Entwicklungs-Tages-Gedanken als Reflexion z.B. auf dem Balkon als "Privatkapelle". In dieser Zeit hat niemand etwas von mir zu wollen, denn sie gehört mir alleine. Dass sich laut einer Umfrage die Menschen kaum Zeit nehmen für sich selbst, gehört dann der Vergangen- heit an. Aber nur die Zeit die wir uns nehmen, ist die Zeit, welche uns etwas gibt. Nicht das Leben der anderen wie Zeitung lesen, die allabendlichen Fernsehen-Nachrichten. Beschäftigung mit elektronischen Medien und anderer fruchtloser Zeitvertreib sind dann für mich von Interesse, sondern nur der vergangene Lebenstag. Gegenüber dem eigenen Lebensgrundgefühl und den stillen Entwick- lungs-Er- kenntnis-Fortschritten wirken Nachrichten und die Lebens- welt anderer zwar ablenkend, unterhaltend, kraftlos, langweilig und wieder- holend. Die Kraft der Bewunderten nimmt dadurch noch zu, während meine Kräfte weiter geschwächt werden. Nicht die Anderen, sondern nur ich bin wichtig, das Besondere und mache den Unter- schied aus *.
II.) Ein Herrgottswinkel (auch Heilige Hinterecke) ist ein mit einem Kruzifix gestalteter Ort in christlichen Haushalten, oft in einer Zimmerecke. Er wird auch als Ort der Andacht und des Gebets genutzt, insbesondere wenn ein Kirchgang aufgrund von Wetter
oder anderen Umständen nicht möglich ist.
- Von dem Gott der Anbetung in einer Kirche zum Gott der Selbstwerdung im Entwicklungs-Individualisierungs-Prozess*.
* I.) Durch Evolution in der persönlichen Entwicklung wird sich erst Gott selbst, kommt zum Bewusstsein seiner selbst und denkt und erkennt sich selbst und wird erst Mensch. Gott muss Mensch werden, um selbst sein und selbst werden zu können. Gott wirkt und ich werde. Wäre ich nicht, wäre Gott nicht Gott und er braucht mich,
dass er sich werden kann.In Wahrheit macht nicht der Schöpfer, sondern das Geschöpf den Schöpfer. Es ist die" Fruito Dei",die Liebe zum Selbstzweck wo Gott sich selbst wird. Seine Gottheit hängt
davon ab, dass er wirken muss. Das Einzelleben ist die Offenba-
rung Gottes als Gegenwartserfahrung. Das Göttliche wird in jedem Leben einzeln. Das Werden Gottes ist kein Entschluss Gottes, son-
dern mit dem Wesen des Lebens mitgesetzt. Der Mensch ist immer
so jung oder so alt wie Gott. Wie der Mensch Gott braucht um nicht
zu vergehen (Vitalprinzip), braucht ebenso das Göttliche den Men-
schen, um wahrhaft und zur Wirklichkeit zu werden und zu sein. Deshalb ist Gott mir näher, als ich (" mein Ego ") mir selber bin, d.h., der Mensch ist ein hybrides Wesen, diesseitig und jenseitig zugleich. Entwicklung ist die wechselseitige Erschliessung von Mensch und Gott, Theologie und Anthropologie zugleich.
II.) Gott ist nicht in Begriffen und Büchern zu finden und will auch nicht angebetet, sondern sich selbst werden und durch mich in die Welt zurückkommen. Der jenseitige Kirchengott wird zum dies-
seitigen Lebensgott. Es wird nicht mehr gewartet auf Gott, sondern Gott wird in der Entwicklungsauseinandersetzung gesucht als Menschwerdung Gottes. Es ist nicht mehr der gedachte Gott der Griechen, sondern der lebendige Gott Meister Eckharts. Der stati-
sche Bildungsbegriff wird zum dynamischen Entwicklungsbegriff, das Bildungs-Kultur-Lernen wird zum Entwicklungs-Kultur-Lernen.
- Vom traditionellen "lasset uns beten" Gebetsverständnis zum Gebetsverständnis eines Meister Eckhart;"Das rechte Gebet ist, wo man um nichts bittet. Wenn ich um etwas bitte, bete ich nicht. Erst wenn ich um nichts bitte, da bete ich recht, weil ich dort in dem Einen bin, wo alle Dinge gegenwärtig sind. Das Vergangene, das Gegen- wärtige und Zukünftige sind gleich nahe, gleicherweise eins und alles ist in Gott und alles ist in mir* .
* In allen Dingen sah er nichts als Gott.Wenn es in Gott gelangt, fällt das Eigene selber machen wollen weg. Was zu Gott kommt, wird verwandelt. Je mehr ich Gott in und hinter den Dingen sehe , je mehr werden einem die Dinge gegeben.Wenn ich nicht mehr will, muss Gott wollen. Es ist eine Torheit Gott um etwas anderes zu bitten als um ihn selbst*.
*Meister Eckhart.
- Von den gotischen Kathedralen für das Gebet und den Gottesdienst (Sakralsinn) zu gotischen Kathedralen für die Erkenntnis-Reflektion und stehen im Entwicklungs- dienst (Individualsinn)*. Bildungs-Kultur-Lernen ist Straßburg besuchen, um vom "Liebfrauenmünsters" mehr zu erfahren und zu wissen (Antizipation). Ent- wicklungs-Kultur-Lernen ist nach Straßburg zu fahren, um in der Auseinandersetzung mit dem Münster mehr von mir selbst zu erfahren und zu wissen (Reflektion)*.
* Am Anfang eines jeden Entwicklungsweges steht die Gotik. Aufbruch, himmelwärts und nach den Sternen greifen. Deshalb geht jeder Entwicklungsweg nur über und durch die gotische Kathedrale als Ausdruck des Höherstrebens und als gotisches Lernprinzip ,weil bei Entwicklungs-Individualisierungs-Reife (Nr.782) jeder das Gefühl vermittelt bekommt und keinen mehr gleichgültig lässt, dass die gotische Kathedrale nur für ihn gebaut worden und er endlich zu Hause angekommen ist. Erst nach einer Lebenskrise öffnen sich die Eingangsportale der gotischen Kathedrale für mich. Mit dem Münster fing es an und mit dem Münster hört es auf. Es ist seine Entwicklungs- zukunft in der säkularen, evolutionären Nachfolge Christi zu ge stalten.
- Vom Bittgebet in der gotischen Kathedrale salopp im Reimvers gesagt: " Lieber Gott mach mich fromm, dass ich in den Himmel komm " zum verzweifelten" Strebe-Drang-Gebet "eines gereiften Entwicklers : " Lieber Gott, mach mich heiß, dass ich noch mehr über gotische Kathedrale weiss, weil jeder entwicklungs-Individuali- sierungs-Weg nur durch und über die gotische Kathe- drale "als Ausdruck des Höherstrebens und als gotisches Lernprinzip ,weil bei Entwicklungs-Individualisierungs-Reife-Nr.782 jeder das Gefühl vermittelt bekommt und keinen mehr gleichgültig lässt, dass die gotische Kathedrale nur für ihn gebaut worden und er endlich zu Hause angekommen ist. Erst nach einer Lebenskrise öffnen sich die Eingangsportale der gotischen Kathedrale für mich. Mit dem Münster fing es an und mit dem Münster hört es auf. Es ist seine Entwicklungs-Individuali-sierungs-Zukunft in der evolutionären,säkularen Nachfolge Christi durch Kulturlernen zugestalten.
- Vom Luxusbetstuhl in der gotischen Kathedrale und den reservierten Platz nahe beim Altar wie im Theater nahe der Bühne für die Bürgerschaft der Stadt (Geld)adel der Frömmler) zum reservierten Lebensplatz, wo ich im hier und jetzt meinen Entwicklungsweg gehe und mein Leben klaglos dort wo ich stehe als "stiller im Lande" in der Entwicklungs-Individualisierung in der säkularen, evolu- tionären Nachfolge Christi bete.
- Von z.B. der Katharinenkapelle im Straßburger Münster als Gebets- und Andachtsräumlichkeit zur täglichen, stillen Stunde mit sich selbst bspw. auf seinem Balkon ( " als Privatkapelle "), um den Tag entwicklungssinn- mässig als Gebet zu reflektieren.
Siehe Textfortsetzung Christentum früher und Heute- Teil II
Gliederung
- Geschichtstheologie des Joachim Fiore.
- Geschichtsinterpretation eines Meister Eckhart.
- Gewissensverständnis traditionell religiös und säkular, evolutionär interpretiert.
- Glauben+Vertrauen
- Gnade +Entwicklungsreife
- Gott + Pantheismus+Gott ist Licht.
- Gottesdienst, Sakramente, Riten, Symbolik,Paralithurgie.
- Die Gotik und das Christentum.