Entwicklungschristentum

  • Die Zukunft des Christentums
  • Christentum früher + heute Teil 1
  • Christentum früher+heute Teil 2
  • Christentum früher+heute Teil 3
  • Christentum früher +heute Teil 4
  • Evolutionäre Nachfolge Christi 1
  • Evolutionäre Nachfolge Christi 2
  • Evolutionäre Nachfolge Christi 4
  • Evolutionäre Nachfolge Christi 6
  • Evolutionäre Nachfolge Christi 7
  • Evolutionäre Nachfolge Christi 8
  • Evolutionäre Nachfolge Christi 9
  • Evolutionäre Nachfolge Christi10
  • Evolutionäre Nachfolge Christi11
  • Evolutionäre Nachfolge Christi13
  • Evolutionäre Nachfolge Christi14
  • Evolutionäre Nachfolge Christi15
  • Das Leben ist unsterblich
  • Meister Eckhart
  • Impressum

 

  

 

 

Vom Christentum heute zum Christentum von

                              morgen.


                                        Teil 3

              

                            Lesestop !


   Diese Webseite wird zur Zeit überarbeitet und 

                             neu formattiert.



                                   Gliederung



  • Heil und Heilig(e/r)
  • Kirche als Institution-Kirche als Gebäude, Klöster, Priester, Bischöfe,Papst.
  • Nachfolge Christi als säkulare, evolutionäre Nachfolge Christi als persönlicher Entwicklungsweg

    1.Vierzehn Kreuweg-Stationen einer gotischen Kathedrale.

   2. Nachfolge Christi als mittelalterlicher Weltverneinungs-

         Klosterweg versus moderner Entwicklungs-Welt-Bejahungsweg.

     3. Vom relgiösen Pilgerweg zum Entwicklungs-

      Individualisierungsweg.

     4. Die Nachfolge Christi als gegangener säkularer und 

        evolutionärer Nachfolgeweg Christi klerikal/christlich/religiös 

        interpretiert.


  • Reich Gottes (Himmelreich)
  • Religion,Konfessionen,Religionen
  • Reformation
  • Religiöses Bewusstsein
  • Religiöse Vermittlung  durch die Kirche, das Bildungs-wesen, die sakrale Kunst und durch Missionierung.
  • Säkularisierung und Aufklärung
  • Schöpfung




              Heil und heilig(e/r)

*I.)Heil drückt Begnadigung, Erfolg, Ganzheit, Gesundheit und in religiöser Bedeutung insbesondere Erlösung aus.Sprachgeschichtlich mit dem Adjektiv heil verwandte Wörter sind in allen germanischen Sprachent der Bedeutung „ganz, gesund, unversehrt“, z. B englisch „ganz“, hale „frisch, ungeschwächt“ und holy „heilig, geweiht“. Im Neuen Testament ist Heil die Übersetzung des griechischen Wortes σωτηρία (sotēría = Rettung, Erlösung. Das Wort Heilig hängt mit dem deutschen Wort "heil" und dem griechischen Holos als "ganz" zusam- men. Im Entwicklungssinne ist es die Lebensübereinstimmung als  Interverbundenheit durch überwundenes Entwicklungsprozess- bewusstsein. Je entwickelter ein Mensch ist desto heiliger ist er.Heil ist der letzte, tiefste und umfassenste  Ausdruck für das Wesen des Menschen und kann nicht weiter hinterfragt werden.

II.) Das Wort „heilig“ kommt von dem germanischen Wort helgen, was „zueignen“ bedeutet. Es bezeichnete einen abgegrenzten Bereich. Im Alten Testament waren vor allem die inneren Bereiche im Tempel abgegrenzt, zu dem nur Gläubige oder gar nur die Priester Zugang hatten.

III.) Heilig ist ein religiöser Ausdruck, der eine Person, einen Gegen- stand oder einen Begriff einer Sphäre des Göttlichen, Vollkommenen oder Absoluten zuordnet, aber  Vollkommenheit immer ein welt- fremdes Ideal bleibt.

IV.)  In der Askese der katholischen Tradition versteht man unter
dem Attribut heilig die Vereinigung mit Gott, die Angleichung des eigenen Tuns an den Willen Gottes. Erst mit dem Tod ist die Unifica-
tio (lat. für „Vereinigung“) ganz möglich. Von einem, der sich bemüht hat, diese Vereinigung schon auf Erden zu verwirklichen, sagt man,
er habe ein heiligmäßiges Leben geführt. Der Nachweis eines heiligmäßigen Lebens ist übliche Voraussetzung für eine Heilig- sprechung.


  • Von das Heil vollzieht sich in der Lebensgeschichte Jesus Christus selbst als die Forderung der radikalen Umkehr zur Nachfolge Christi (entweder Umkehr oder Untergang als drohende Bevormundung ohne Reife) zum Heil, das sich allmählich in der säkularen, evolutionären Nach- folge Christi eines jeden Einzelnen lebensindividual- geschichtlich bei Reife von selbst vollzieht (durch den Lebenskrisendruck zum Lebenswandel in der Freiheit gereift und nur die Chance zu haben auf-oder unter- zugehen).
  • Von der Heilsverwaltung (das Wissen um Heil) zur Heils- gestaltung (der Weg zum Heil und das Heilige als etwas erfahrbares, wo im   Entwicklungs-Individualisierungs-Prozess Heiliges entsteht und wer seinen Frieden hat, sollte heilig genannt werden)*.

* Ein Lebemeister ist besser als tausend Lehrmeister. Nicht im Besitzen des Heils, sondern, dieses muss sich in jeder Tat  "im Hier und Jetzt " geschaffen werden.


  • Von den vielen Heilsbringer-Angeboten,welche das Heil der Menschen in die Hände nehmen wollten, bisher immer daran gescheitert sind und diese ins Chaos geführt haben zur entscheidenen Antwortfrage, wie das Heil des Menschen persönlich erlangt werden kann.
  • Von dem Predigerwort: wenn wir euch das Heil eurer Seele nicht verkündet hätten, würdet ihr in euren Sünden sterben zum Entwicklungswort: "Du kannst nicht heilen, bevor du dich nicht selbst geheilt hast".
  • Von ausserhalb der Kirche gibt es kein Heil (das Heil ausschliesslich in sich selbst verkörpern)zu ausserhalb von Gott  gibt es kein Heil zur Rettung des bloßen Einzel- nen bedarf es weder einer Kirche, noch der Heilsge- schichte,weil mit keiner Macht der Welt Heil geschaffen werden kann. In der Individualisierungs-Prozess-Ent- wicklung ist das Heil automatisch mitgesetzt. Das Heil des Einzelnen  kann nur Gott direkt und unmit- telbar besorgen. Das geschieht bei  Entwicklungsreife-Nr.782 immer wieder*.


*Der Christ soll in und durch seine Lebensumstände heilig werden"*.

*Honorius von Autun".

  • Von das Heil ist da, wo die Kirche ist (statisch) zu das Heil ist da, wenn es ein Weg zum Entwicklungs(frieden) ist (dynamisch)*.


* Billig war für ihn eine auf Predigt und Sakramente reduziertes Heilsangebot, das als Ausrede für Nichtstun und Gleichgültigkeit diente.


  • Von nicht das Seelenheil ist wichtig (Seelenheil) zu sondern der Weg zum Entwicklungs(seelen)heil ist wichtiger.
  • Von jedes Kind wollte einmal ein Held oder eine Prin-  zessin sein zu bei Entwicklungs-Individualisierungs- reife.Nr.782  wächst das Bestreben ein "(Bürgerheiliger)" zu werden.
  • Von dem Kirchenlehrer Augustinus von Hippo, welcher den Weg zum Heil mit der Kirche gleichgesetzt hat (Kirche als Institution und absolutistisches System)  zum Entwicklungs-Christen-Lebenstum als ein Weg zum Heil und das Heil mit der persönlichen Entwicklung gleich- gesetzt wird (Kirche als Entwicklungsbewegung und Toleranzsystem der Freiheit, wo die Religion vom Einzel- nen wieder neu entdeckt wird)*.


*I.) Das Heil ist ja nicht wo die Kirche ist, sondern die Kirche ist da wo das Heil ist.


II.) Es ist die Tatsache, dass jede Reform der Kirche nur in der Rich- tung der seelischen Befreiung erfolgen muss.


  • Von der kirchlichen Empfehlung sich auf das eigene Seelenheil zu konzentrieren zur quantentheoretischen  Tatsache, dass durch die Interverbundenheit es nur reiner Egoismus wäre, diesem Rat folgen, weil alles, was bei mir "seelisch" geschieht, auch bei jedem anderen geschieht und geschehen muss*.


*I.) Es kann weiterhin nicht oft genug wiederholt werden, dass es unwichtig ist was die neuesten Nachrichten sind, was andere sagen und tun, wie prominent jemand ist, Mißstände zu kritisieren sondern nur was ich tue. Es geschieht zwar viel in der Welt und um uns herum, aber in Wahrheit geschieht alles nur in mir.Die Welt ist nicht das Schwierige, sondern das Schwierige bin ich selbst Was einem von aussen als Problem begegnet, hat seine Ursache in uns selber.Wir dechiffrieren es in dem Maße, indem wir die Ursache nicht draussen, sondern  in uns selbst suchen.Die Problemlösung liegt darin, die Richtung seiner Beobachtung um 180 Grad zu ändern.Jede Krise und jedes Problem ist generalisiert gesagt immer eine Krise des partiellen, gespalteten Bewusstseins, welches nie das ganze Problem erfasst und erst in der Einheit die Spaltung aufgehoben und das Problem gelöst ist. Es ist der Weg von der Verwandlung der Welt, um diese in der Aussenwelt z.B. eine Krise bspw. durch Reformen, Technik, Schutz- massnahmen und viel Geld zu verbessern und retten zu wollen und der Andere der Schuldige ist und der Mensch will und kann bleiben wie er ist zur Verwandlung des Menschen in seiner Innenwelt, wo der Mensch sich im Entwicklungs-Individualisierungs-Prozess wandelt, weil dieses das Ganze darstellt und dieses der einzige Punkt ist, wo in der Welt wirklich etwas geschieht und deshalb ist er " der Nabel der Welt ", macht den Unterschied aus, ist das Besondere, braucht nichts zu beweisen und beneidet niemanden mehr. So wir wir sind, ist die Welt.Nicht die Welt sondern ich bin das Problem.Die Probleme des Einzelnen sind so komplex und gewaltig, genauso gross wie die Probleme der Welt sind. Jeder Mensch ist sein eigenes Universum und bewegt sich dem geistigen Weltzentrum parallel.Wer seinen Mittel- punkt gefunden hat, wird zum Mittelpunkt für die Anderen.Aber was ich geworden bin und weiter noch werde, bin ich nur aus mir selbst geworden und es waren nicht andere Menschen und keine Bildungs- erlebnisse, welche mich geformt oder andere Förderer, welche mich weitergebracht haben, sondern es ist das Ergebnis eines individuellen Entwicklungsstrebens. Jeder Entwicklungs-Lebensweg,  weil er noch von niemanden gegangen wurde, ist immer autobiografisch, auto-
didaktisch und bildungsdialektisch angelegt.Die Erscheinung des Menschen sagt mehr aus als sein Beruf. Der besondere Mensch wird erspürt, gefühlt, füllt den Raum mit seinem Dasein. Früher habe ich gesucht, gewollt und jetzt werde ich gesucht und gewollt. Obwohl ich nie im Vordergrund stehen will, aber wo ich spreche, stehe ich automatisch im Licht des Interesses. Was Wert hat, macht sich selten und gerät in den Hintergrund. Er genügt sich nur noch selbst sein,will nicht mehr sein und nur (da)sein. Wenn man nichts darstellt fällt es schwer zu schweigen, aber wenn man etwas darstellt ist einem nichts lieber, als zu schweigen.Gut lebt der, der im Verborgenen lebt.Es erwartet keiner etwas von mir, sondern ich erwarte nur etwas von mir. Nur wer sich zum Helden macht, hält sich persönlich für eine Niete. Er will beneidet werden, dass er sich nicht so elend vorkommt.


II.) Weil jeder Mensch ein Teil der Menschheit eines universellen Ganzheitsbewusstseins ist, und wenn es vom Einzelnen realisiert wurde,wirkt es erst vorbildlich für das Ganze. Denn der Geist bildet eben die Beziehung aller Teile zum Ganzen und zu seinen Teilen.
Weil jeder Mensch ein Teil der Menschheit eines universellen Ganz- heitsheitsbewusstseins ist, wirkt sich jedes einzelne positive Verhal- ten auch auf das Gemeinschaftsfeld verbessernd aus.

III.) Wenn sich der Einzelne nicht nur als Teil des Ganzen begreift, sondern als Teil des Ganzen ergriffen wird, erst dann ist der Be- wusstseinssprung "vom Ich zum Wir",vom Dualismus zum Uni- versalismus als die Quantenfelder in uns und um uns herum erreicht.
Auf dem Weg der Erkenntnis gibt es irgendwann kein Ich und kein
Du mehr, weil der Einzelne erkennt, dass er ein Teil des Ganzen ist und nicht ein losgelöster Teil davon. Je umfassender das menschliche Bewusstsein,desto höher ist seine Entwicklungsstufe. Die Quan-
tentheorie beweist die Existenz eines universelles Bewusstseins
und das wir Teile dieser Superposition sind als das entscheidende Merkmal der Quantentenphysik.


IV.) Interverbundenheit bedeutet nicht,dass die Gedankenfelder
der Mitwesen verbunden sind, sondern sind im "Entwicklungs-Geist-Bewusstsein" verflochten (was in der religiösen Diktion als "Gott bezeichnet wird).Alles Leben ist in diesem Licht der Einheit ver-
bunden und in diesem Geistbewusstsein findet sich alles wieder.Es
ist die Vernetzung der Artenvielfalt,die erst alles Leben erlaubt, aber auch verwundbar macht, weil keiner ohne den Anderen existieren kann und das Aussterben des einen auch das Aussterben des An-
deren gefährdet.


  • Vom Sinn für das Heil und Heilige als "sensus numinis" als den allgemeinsten Begriff für Religion und der eigent- liche Inhalt des Gottesverhältnisses,weil das religiöse Gefühl unmittelbar tiefer ist als die Reinheit  der Vernunft zum Sinn für Entwicklungswertwollen und Individualisierungsstreben bei Entwicklungsreife einer säkularen,evolutionären Nachfolge Christi  als sub- jektiver Begriff für Heils-Fortschritts-Entwicklung*.


* "Sensus numinis" ist  das Gefühl einer entwickelten Lebenssensi- bilität für das Überweltliche und Übernatürliche , die Wahrheit hinter der Erscheinung,die Rückbindung des Lebens, religiöser Wahrneh- mungs sinn, Lichtsinn, Ganzheitsbewusstseinssinn, Verschmelzung von Subjekt und Objekt als Einswerdung, der Entwicklungsprozess, wo Himmel und Erde zusammenfallen, wo der Gottesbegriff und die Realität eins sind und der Dualismus des Diesseits und Jenseits überwunden wurde, erfüllt sein vom Friedens-Lebensgrund-Gottes-Wirklichkeits-Bewusstsein, (Gott ist Frieden und wer den Frieden hat, hat auch Gott und damit auch alles andere (Gott ist mit dem Frieden im Begriff wesensgleich mitgesetzt).Wenn ich in meinem Frieden an- gekommen bin, ist das Gebet erhört. Es ist viel mehr als der tradi -tionelle Gewissensbegriff als Lebensführungsweckruf und das Gottesverständnis eines Meister Eckhart, welches in seinen "siehe den Gliederungspunkt Aphorismen"zum Ausdruck kommt.

  • Von der bedauernswerten Meinungsklage, dass die Menschen ihr "Seelenheil" vergessen haben (anachro- nistischer Geist )zum Entwicklungslebensdruck eines jeden Einzelnen, was als gute Rezeptur für das " Lebens- heil" gesehen wird und uns keine andere Wahl lässt, als auf-oder unterzugehen und die Entwicklungsresistenz    aufzugeben (Entwicklungsheilgeist)*.


* Es ist auch Franz Kafkas (Schriftsteller) Erkenntnis,dass er die Verneinung der Kultur unseres Geistes als die Rettung des Geistes ansieht.

  • Vor der Entwicklungsreife(Gnade) werde ich den Heils- begriff nie verstehen und stellt für mich keinen Wert dar zu bei Entwicklungsreife-Nr.782 wird erst Heil geschaffen und der Mensch gelangt zur Erkenntnis, dass es auf der Welt kein Heil gibt, welches mit Menschenmacht erreicht werden kann.
  • Von sein Leben religiös verstehen auf die ferne, jen- seitige  Zukunft hin (Seelenheil) zu sein Leben religiös verstehen gegenwärtig im diesseitigen "Hier und Jetzt " und einfach nur das Höhere und und Bessere immer versuchen zu wollen und Unsterblichkeit zu lernen  (Entwicklungs(seelen)heil).
  • Vom religiösen Heiligen- und Schutzengelsbilder Engels- bild (Seelenlust) und von der "allerseligsten Jungfrau Maria" als Symbol für Mariaempfängnis und die Got- tesgebärerin (der Eros als Quelle für die das Mariatum der Mutter Kirche) zu erotischen, sinnlichen Bildern (Ge- schlechtslust)und zur Überwindung der Sinnenreize der verführerischen Eva als Symbol für die veredelten und nach oben ziehenden Entwicklungsprozesskräfte (der Eros als unentwickelte und sublimierte Entwicklungs- schöpfungskraft)*.

*Bildungs-Kultur-Lernen ist bspw. mit der Sexualität als biolo-
gische Triebfunktion zur Fortpflanzung als Schlüssel zum Überleben als auch verantwortungsvoll im aus- und erleben der Sexualität umzugehen (Sexualkundeunterricht als Kultur des Eros und Ener- gieauflösung des Sextriebes). Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen liegt das Augenmerk mit der Sexualität sublimierungsgemäss  durch Triebsinnverschiebung durch Transzendierung umzugehen, um damit der Sinnlichkeit eine edlere Richtung zu geben. Jetzt heisst es, was der Selbsterhaltung, der Fortpflanzung  als Schaffung neuen Lebens und der Lust diente und Leben hervorbringt, dient jetzt der Fort- und Höherentwicklung und die Fruchtbarkeit bringt geistiges Leben hervor, weil in der Sexualität eine Kraft steckt, welche über den Menschen hinausführt. Der Geschlechtstrieb wird unwichtig, die Lebensschöpfung wird wichtig. Das Leben pflanzt sich auf höherer Entwicklungsstufe fort, weil die Triebkraft in den Dienst der Aufgabe gestellt wird. Ich lebe dann meine befreite Sexualität.Die Neu- schöpfung wird als geistiger Sexualakt verstanden als Individual-Logos-Schlüssel für den Lebenssinn auch über den Tod hinaus. Der Eros ist eine geistige Macht und derGeist eine erotische (Der Eros als Erkenntnismittel und Quelle von Lebensenergie wird  durch  Ener-
gieumwandlung in den Dienst der Entwicklungs-Kultivierung  ge- stellt). Siehe Textfortsetzung Nr.369 in Kulturlernen-9


  • Von dem Holiday z.B. Besuch eines Freizeitparks als Touristenmagnet und Zeitunterhaltungsvertreib     (Unterhaltung, Fotos, Wissen durch Erleben und Geschichtslosigkeit ) zum Holy-Day z.B. Besuch einer gotischen Kathedrale als Entwicklungsmagnet und Entwicklungsindividualisierungszeit (Veränderungs- reflexion, Lebensheilswert,Wissen über mich persönlich und das Historische wird anziehend, weil selbst indivi- dualhistorisch.
  • Vom Vollkommenheitsverständnis eines Heiligen, wel- ches begrifflich eine Illusion bleibt zum Verständnis eines (Bürger)heiligen, der in seinem Frieden lebt und damit alles gelernt und getan hat, was es zu lernen und zu tut gibt. Siehe Textfortsetzung im Gliederungspunkt "Frieden".
  • Von den Gnadenmitteln der Kirche zu mehr (Seelen)heil zur Entwicklungsreife des Einzeln zu mehr Entwicklungs- heil*.

* Die Lebensheilfrage ist immer die Gottesfrage und diese bleibt die persönliche Gottentwicklungsfrage. Wie der Mensch ist, so ist sein Gott. Meister Eckhart gilt mit Recht als Schutzpatron aller Gottsucher (Entwickler).Siehe Textfortsetzung Startseite


  • Von der Kirche, welche das Beste für "das Seelenheil" der Menschen will (der Mensch sucht Gott) zum Willen Got- tes, das wir das Wollen endlich aufgeben, weil es uns vom Gewollten trennt und  nicht unser, sondern sein Wille geschehen soll,was das Allerbeste ist (Gott sucht den Menschen).Siehe auch Textfortsetzung den Gliede- rungspunkt "Willen"*.

*Wenn  Wallfahrten, lange Fürbitten, Litaneien, Passion Christi nicht in das Leben eingeflossen sind und keine Umkehrverbesserung ein- geleitet haben, war es auch kein Gewinn für das Seelenheil. Heilig   werden  einerseits und der alte Adam bleiben wie  ich bin, funktioniert nicht. Es ist ein allmählicher Prozess zu mehr Heiligkeit wie z.B. durch Kulturlernen.In den "Windeln" war noch keiner heilig.


  • Von dem theologischen, christlichen  Verständnis "eines Heiligen" der in seiner Vollkommenheit Gott nahe steht zum Verständnis in der säkularen, evolutionären Nach- folge Christi eines heiligen Menschen",der entwicklungs-, umwelt-, ganzheit-, ein- heitlich- und individualsinnbe- wusst einfach nur das Entwicklungsbessere will, ständig danach strebt, sich nach der individuellen Entwicklungs- wahrheit auszurichten,bereit ist, immer wieder neu anzufangen, in der Entwicklungsbewegung eine Stabi- lität sucht, eine permanente   Entwicklungswertsetzung in allem vornimmt, im Alltagsleben lernt, den Entwick- lungsbegriff  zum Handlungsbegriff  werden zu lassen, jeden Tag neu seinen Sinn gibt und bemüht ist, sich selbst zum Entwicklungs-Individualisierungs-Tages-Programm zu haben, um immer mehr zu seinem inneren Frieden in  der Unruhe des Weltenlebens, der in der Einheit-und Ganzheit gegeben ist, zu gelangen.
  • Von den christlichen Heiligenlegenden zu geheiligten Viten "vieler Stiller im Lande", welche in der säkularen, evolutionären Nachfolge Christi ihren Entwicklungs-Lebens(Leidens)weg gegangen sind.
  • Vom heiligen, gelobten Land zu das heilige, gelobte Land ist heute alles andere als heilig und wird gelobt*.

* Das Heilige Land ist die Gegend, in der Jesus während seiner irdi- schen Zeit gelebt und gewirkt hat. Es umfasst Jerusalem, das heutige Israel, die palästinensischen Gebiete und kleine Teile des heutigen Jordanien, Syrien, Libanon und in einem weiteren Sinne auch Ägypten (Flucht nach Ägypten).


  • Von den christlichen Martyrern als Heilige zu den konfes-sionslosen Martyrer der Menschheit wie Friedrich Niet- zsche, Friedrich Hölderlin, Vincent van Gogh oder die Gefallenen des ersten Weltkrieges*.


*1.) Die Tragikfigur Friedrich Hölderlin ist nicht so sehr das Genie einer Dichtkunst,  sondern das eines frommes, mystisches Wunders der Poesie als letzte ausschliessliche Wahrheit als Evangelium.Sihe Textfortsetzung in Individualgeschichtlichkeit

2.) Wenn die Menschheit weiter kommt, sind die Millionen von Toten
der  vergangenen Kriege nicht umsonst gewesen und diese waren Martyrer.

3.) " Vielleicht bin ich ein Maler für Menschen, die noch nicht geboren sind. So wie Jesus, der ebenfalls seiner Zeit voraus gewesen war "*.

* Vincent Willem van Gogh.

4.) Der Reformator Martin Luther hetzte gegen die Juden, Muslime, verbündete sich mit brutalen Fürsten und verursachte indirekt auch den 30-jährigen Krieg mit. Auf der andere Seite gilt er als der grosse Initiator der Reformation.

5.) Fouché ,der vor einem Vierteljahrhundert mit eigener  Hand die Kruzifixe auf den Altären zerschlug, kniete später  mit gebeugtem, weissem Haar vor den lächerlichen Zeichen des Aberglaubens, die er zerschlug *.

* Joseph Fouché war ein französischer Politiker während der Zeit der Revolution und Polizeiminister im Kaiserreich und in der Restau- ration*.

* Aus dem Buch Joseph Fouché: " Bildnis eine politischen Menschen, von Stefan Zweig, österreichischer Schriftsteller.
Von Heilige anbeten zur Entmystifizierung des unnah- baren Heiligen, indem ich ein namenloser Heiliger werde und selbst ein heiliges Leben führe, indem ich im hier und jetzt in allem das Höhere und Bessere will und Heilig mit wenn ich meinen Frieden gleichgesetzt ist. Das genügt*.

Trivia: Die Unsterblichkeitsthese gilt für alle Menschen einschließ-
lich der "Heiligen" .Deshalb sollte der Betende  nur Gott anbeten.
Wer betet schon Menschen an ?

  • Von den Heiligen, zu denen in allen Religionsgemein- schaften als Mittler und Wegweiser zu Gott gebetet wird (bekannte Heiligenlegenden) zu realistischen, nicht abgehobenen, nachahmbaren Vorbildern und auch selber zum Vorbild werde (unbekannte, unscheinbare Heilige).
  • Vom religiösen, weltfremden Heiligen (Heilswert der Heiligenverehrung als Vorbildsinn) zum Heiligen des innerweltlichen,ganzheitlichen, entwicklungskonfor- men Alltagslebens (Heilsgehalt der Entwicklungsbewe-gung, das Leben als Heilsgeschehen heilsnotwendig zu begreifen, indem ich alles als De-und Entmaterialisie-rungsmittel und Chiffre zum Individualisierungs- zweck  im Sinne von Unsterblichkeitslernen betrachte und dadurch  an Heiligkeit zunehme).
  • Von wann jemand heilig gesprochen wird wie es die Kirche nach dem (heroischen)Tugendgrad des Betref- fenden definiert als  verehrungswürdiger Diener Got- tes  (Kanonisierung als kirchenrechtlicher Akt) zum normalen Alltagsmenschen wie Du ich ich, der durch den "heiligen Lebens-Leidens-Krisendruck" und durch die De-und Entmaterialisierung heilstugendlicher Eigenschaften zum (Bürger)heiligen wurde und die  Lebensleistung kulturschaffend gewürdigt wird (heiliger Wille)*.

*I.) Kritik der Heiligensprechung :Die Heiligkeit liegt in dem Willen und  in der Gesinnung eines Menschen.Diese kann kein Psychologe und kein Papst auch nach sorgfältiger Prüfung nicht erkennen und abschließend unfehlbar und irreformable beurteilen und den An- spruch auf Wahrheit erheben.Nur Gott kennt das Menschenherz und deshalb spricht Gott alleine heilig.

II.)Dass  in der römischen katholischen Kirche heilig gesprochende Menschen kaum Eheleute,Väter,Mütter, Alltagsmenschen befinden, ist bezeichnend. Die meisten sind unverheiratete Männer, Priester, Bischöfe, Päpste, Mönche und schon wesentliche weniger Frauen wie Nonnen und Jungfrauen.

III.). In der Askese der katholischen Tradition versteht man unter dem Attribut heilig die Vereinigung mit Gott, die Angleichung des eigenen Tuns an den Willen Gottes. Erst mit dem Tod ist die Unificatio (lat. für „Vereinigung“) ganz möglich. Von einem, der sich bemüht hat, diese Vereinigung schon auf Erden zu verwirklichen, sagt man, er habe ein heiligmäßiges Leben geführt. Der Nachweis eines heiligmäßigen Lebens ist übliche Voraussetzung für eine Heiligsprechung. Jede und jeder, der z.B. im Christentum kanonisiert, d.h. heilig gesprochen wird durch Nachweis einer heroischen Tugendtat und aufgrund seiner lichten Charakterseite hat und hatte auch eine unheilige, dunkle Charakterseite,weil aus diesem Polaritätsgesetz keiner heraustreten kann.

IV.) Meister Eckhart hat die Unterscheidung zwischen Heilig und profan relativiert und diese nicht nur für das Jenseits gültig ist.

V.) Vor allem aber waren es die Gelehrten, die Dichter wie Klostock, Wieland, Lessing, Herder, Goethe und Schiller, Philosophen wie Kant und Leibnitz, Musiker wie Bach und Beethoven,nur von den einigen   Deutschen zu reden. Diese werden als die wahren, nicht kanoni- sierten " Heiligen der protestantischen Kirche" angesehen und deshalb die Meinung vertreten wird, wer die Tradition bewahrt, soll nicht heilig gesprochen werden.

VI.) Nach dem Mystiker und Autor David Ramon Hawkins spiegelt sich der Grad der Heiligung in einer Bewusstseins-Kalibrierungsskala (von 0 bis 1000) wieder und über dem Bewusstseinswert 600 hat das gen- derspezifische Geschlecht keine Bedeutung mehr. Beispiele für hohes, entwickeltes Bewusstsein sind z.B. Geistheilung BW 600, das ewige Lied "Stille Nacht, Heilige Nacht" BW 550, das Megalith-Bau- werk der Jungsteinzeit "Stonehenge" BW 550, der Jazztrompeter "Louis Armstrong" BW 550, der Psychiater "Gustav Jung" BW 550 und  der Maler "Vincent van Gogh" wird mit einem Bewusstseinswert von mindestens  600 skaliert.

  • Vom den Kirchenheiligen, wo auch nicht jeder Tag, welcher durch das Gebet geheiligt wurde ein "Heiliger Tag" war zu den stillen Entwicklern im Lande,die auch Tage haben, wo sie die Nacht nicht geschlafen haben, an dem Tag alles schief gelaufen ist und deshalb sich auf den nächsten, neuen Tag freuen.
  • Von der Verehrung der Heiligen in der katholischen Kirche, welche als besondere Vermittler zwischen den Menschen und Gott betrachtet werden zu einer anderen theologischen Meinung, dass die ganze Heiligenver- ehrung nur eine Erfindung späterer Zeiten sei,weil Gott keine Heiligenverehrung, keine Anbetung von Reliquien und keine Wallfahrten zum Grabe eines Heiligen will und nur zu ihm alleine  gebetet wird.
  • Von es gab "so genannte Heilige", die ihr (Welt) Bewusst- sein und ihr Ego (fast) gehasst haben,weil sie dieses als das Haupthindernis angesehen haben und es erst be- zwingen mussten, um zur Wahrheit, zur Tugend, zum Frieden und um zu Gott zu gelangen zu den "stillen "Entwicklungsheiligen im Lande, die ihr(Welt)Bewusst- sein und ihr Ego geradezu lieben, weil erst in der Ver- führungsschwachheit der Untugend bei Überwindungs- reife die Tugend vollbracht wird, weil die Kraft erst in der Schwachheit zur Entfaltung kommt und alles in der Welt als Mittel zum Entwicklungs-De-und Entmaterialisie- rungs-Sinn angesehen wird *.

* I.) Erst die lebenswidersprüchlichen Lebensgegensätze führen zu einer höheren Lebenseinheit und die polar entgegengesetzen Prin- zipien sind aufeinander bezogen. Siehe Textfortsetzung in Das Gesetz des Lebens ist ihr Widerspruch

II.) Ist aber der natürliche Materialismushöhepunkt erreicht,kann die
Materie als entwicklungsgeschichtlicher Materialismuswandel als Vorgeschichte des individualgeschichtlichen Geistes und als kultu-
relle Dimension des Materialismus verstanden werden. Es ist eine höhere Entwicklungsstufe der Materie als verdichteter, gebundener
Geist, welcher für den Geist geschaffen wurde, um sich von ihr zu befreien und damit das  alte, kapitalistische Materialismusver- ständnis aufwertet als Weiterentwicklung des Materialismus" durch De-und Entmaterialisierung.


  • Von den gotischen Kathedralen als heiliger, bedeutungs- geladener, universaler Kirchenraum zu es gibt keine expliziten, heiligen Räume, weil Gott überall zuhause, alles "heiliger Entwicklungslebensraum ist "und alles und jeder mit jedem Punkt des Universums zu jedem Zeit- punkt verbunden ist*.

* Die Gotik orientiert sich nicht an antiken Vorbildern.So begegnet in der frühen Kathedralsplastik zum ersten Male nach der Antike wieder das menschliche Individuum in der Kunst.Die heiligen Gestalten wur- den deshalb aus dem Jenseits herabgeholt und vermenschlicht, hei- liges biblisches Geschehen spielt im irdischen Gewande, in Haltung,  Geste, Ausdruck und Handlungszusammenhang schlossen sich die Bildwerke der Wirklichkeit an.

  • Von dem Heil, welches nach dem Kirchenlehrer Augus- tinus nur in der Kirche zu finden ist zu die Kirche ist da, wo Entwicklung als (Heil) ist . Das Heilige muss aus dem Leben kommen und im Innerweltlichen aufgehen, das Leben als Heilsgeschehen wird heilnotwendig begriffen. Die Unterscheidung zwischen heilig und profan wird relativiert, weil alles in der Welt nur dazu da ist, "heiliger zu werden".Allerdings an dem Versuch, "das persönliche Heil in die eigenen Hände zu nehmen",  sind aber bisher alle Ideologien und Gesellschaftsformen gescheitert*.


* "Der Christ soll in und durch seine Lebensumstände heilig werden*.


* Honorius von Autun".


  • Von wer die versteinerte, wiederholende  Tradition bewahrt sollte nicht heilig gesprochen werden (Unfrie- den) zu weil erst in der Entwicklungs-Prozess-Leidbewe- gung als Lebensauseinandersetzungs-Transzendierung "Heiliges " (Frieden) geschieht*.


* Im Leiden liegt der grösste Segen. Du irrst wenn, du etwas anders suchst als Drangsal. Es ist die letzte Tiefe, um daraus alles zu begrün-
den und zu gestalten. Ohne Leiden kann der Mensch nicht zum Hei- le  gelangen. Nur über Armut, Entbehrung und  Leiden ging   bisher  der Weg aller Religionen ins Göttliche (Heilige). Erst das Leiden hat 

der Menschheit das  Gefühl der Religion, den Gedanken eines Got- tes  erschaffen. Mystische Erfahrung ist ohne den Durchgang von Leiden nicht zu erreichen. Durch Leiden geschieht im Menschen erst etwas wirklich und verwandelt ihn.Es ist der Ort, wo Himmel und Erde zusammenfallen.Wo gelitten wurde ist eine heilige Zeit.Siehe Text- fortsetzung in Meister Eckhart

  • Von der Vollkommenheits-Wahnrigiosität einiger kirchlichen Heiligen "lieber zu sterben, als vorsätzlich eine noch so geringe Sünde zu begehen zu den Entwick- lungswahrheiten als Irrtumswahrheiten. Es wird die Erfahrung gesammelt erst einmal durch Schaden und Irrtum klug zu werden. Es ist das Korrektiv die Sünde zu überwinden, weil erst in der Untugend die Tugend vollbracht wird, weil diese der Versuchung bedarf.  Es bleibt ein frommer Wunsch, den Menschen vor etwas zu schützen zu wollen, was in ihm als zu entwicklungs- transzendierende, unvollkommene charaktereigen-schaft angelegt ist und damit seinen Entwicklungsweg korrigieren zu wollen*.

*Entwicklungs-Irrtums-Lernen ist vom Irrtum zur Wahrheit reifen 

und zu seinen Lebensirrtümern, weil lebenszugehörig diese einzu-
gestehen. Die persönliche Irrtumsgeschichte wird zur Entwicklungs-
fortschrittsgeschichte. " Das Leben bekommt immer Schrammen" und für die Lebensunerfahrenheit der Jugend und meiner " Sturm- und Drangzeit " habe ich  in der Regel auch auf das Konto Lehr -
geld eingezahlt. Im Nachhinein ist jeder " im Stillen"für den Irrtum dankbar, weil dieser entwicklungsmässig wegweisend war förder-
licher war, als wenn er diesen Fehler nie gemacht hätte. Unbestrit-
ten gilt, wenn ein Mensch jetzt gut ist, ist er so gut, als wenn er
nie einen Fehler gemacht hätte. Zu dieser Lebensgrundwahrheit
in Zweifelsfällen (auch wenn höchst unangenehm) stehen ist entwappnend und weil ich in der Wahrheit stehe, bin ich " kugelfest "  und brauche nie vor Irrtumsfolgen Angst zu haben. Alles  andere um mich herum ist dann nur Lärm und kann mir gleichgültig sein.
Von den geheiligten Ordensregeln der vielen Ordens- gründer zur Kritik an vielen Ordensregeln, dass Entwelt- lichung, Askese, nachts aufstehen und Psalmen singen und der Blick nur auf den Glauben ein Irrtumsweg ist.


  • Von der kirchlichen Heilsvermittlungskompetenz im religiösen Bereich  zu diese ist durch andere Heilsan- gebotanbieter nicht mehr allein  gegeben.Es ist die berühmte These des Philosophen Georg Wilhelm Frie- drich Hegel "vom Ende der Kunst" welche besagen, will,dass die Zeit gekommen ist, in der die Wahrheit in ihrer Ausdrucksform nicht mehr der Verkleidung eines Kunstwerkes z.B. Architektur, Musik, Philosophie, Malerei, Religion, Dichtung, Schriftstellerei, Wissenschaft bedarf, wenn es mit der Kunst oder Religion nicht mehr weiter geht und diese keinen wirklichen, tieferen Einfluss mehr auf die kulturelle Entwicklung des Einzelmenschen haben (Kunst ist nur Ausdrucksmittel, aber noch kein (Gliederungspunkt) Frieden). Eine vergangene Philo- sophie wieder aufzuwärmen, das ist so wenig möglich, wie ein altes Kunstwerk wegen des Zeitgeistes und der Einmaligkeit nochmals zu schaffen. Weil diese auch dem entwicklungsgeschichtlichen Gesetz des Werdens und Vergehens unterliegen ist die Zeit gekommen ist,wo der Wahrheitslebensausdruck und die Heilvermittlung eines anderen Mediums als Kulturträger bedarf wie zum Beispiel die Wahrheits-Individualisierung z.B. durch das gotische Lernprinzip. Siehe Textfortsetzung Nr.85 in Kulturlernen-3


        Kirche als Institution-Kirche als Gebäude,
            Klöster,Priester,Bischöfe, Papst.



                 Kirche als Institution und Kirche als Gebäude.

  • Von der Befürchtung, dass bei libertinären Strömun- gen  (z.B. Entwicklungschristentum) die Lehrautorität der Institution Kirche mit ihren autoritären Strukturen, starrer Dogmatik, Sakramentenlehre,Ritualisierung, Art der religiösen Vermittlung, Unfehlbarkeit etc. über-flüssig wird und dieses theologische Konstrukt wie "ein Kartenhaus in sich zusammenbrechen wird" (Amtskirche als autokratisches System) zu es muss wieder der Idea- lismus "des II Vaticanums" herrschen,dass die Kirche wirklich wieder etwas Neues wagen müsse, weil die Kirche nach Umfragen trotz Krisen und Skandalen sich nicht erübrigt hat, ein akzeptierter Teil unser Kultur geworden ist und weiterhin einen hohen, gesellschaft- lichen Stellenwert besitzt und Religion das innere Wesen des Menschen ausmacht, aber im versteinerten Apparat kein neuer Missionsgeist möglich ist *.


* I.) Evolution ist keine Ersatzreligion, sondern nur der persönliche Entwicklungs-Suchweg zu Gott und Gottentwicklung im Sinne von Meister Eckhart. Es ist der Versuch, den christlichen Glauben mit der Entwicklungssichtweise zu verschmelzen, obwohl die evolutive Synthese,eine akzeptierte Form der Religion als eine Bedrohung der traditionellen Theologie und Rechtsgläubigkeit angesehen wird. Die religiöse Deutung der Evolution im Lebensalltag und vom Leben anders zu denken ist das, worauf es ankommt.  Die Welt der Gegen- wart und der Zukunft braucht ein neues Religions-und Gottesbild, welches mit dem evolutionären Weltbild im Einklang steht,damit unser theologisches Gottesbild dem Wandel Gottes im Werden der Welt folgen kann. Die traditionelle Theologie muss den Bruch mit dem Leben überwinden, eingehen auf die  Problem- und Entwicklungsviel- falt des heutigen Menschen und für den Zeitgeist da sein. Das Ziel muss es sein, die Welt im Geiste des Evangeliums umzugestalten. Entwicklung ist die Auflösung der Religion in ihr Wesen und das ist das Leben, welches selbst zur Religion wird. Nur eine Religion wird ernst genommen, wenn sie nicht ausserhalb vom Leben steht. Durch die Auflösung in das Leben wird das Religiöse entmystifiziert, ist lebensnormal und so real wie die Hand am eigenen Arm. Entwicklung kann sich nur auf der religiösen Ebene vollziehen und hat sich immer auf ihr vollzogen, weil sich das Leben nur religiös begründen lässt. Das Religiöse lässt sich vom Entwicklungslebensprozessakt nicht trennen und ist immer mitgegeben und mitgesetzt. Deshalb ist jeder Mensch religiös. Religion ist angeboren und gehört konstitutiv zum Menschsein. Die Religion und der Glaube an Gott sind vom Menschen als Anlage mitgegeben.  Alle Lebensfragen werden behandelt, als wenn sie Religion wären. Menschlich existieren heisst immer religiös zu existieren und das eigentliche, menschliche des Menschen. Religion ist die Substanz der Kultur und Kultur ist die Form der Religion.

II.) Aber Selbstentwicklung ist der Kern des Christentums, indem mein Leben Gottes Leben ist und ich es als Entwicklungsleben annehme Durch mein Leben bin ich Gott unmittelbar. Immer wenn ich mich entwickele, rufe ich Gott ins diesseitige Dasein.In der Entwicklung
wird Gott erst Mensch. Gott braucht mich, dass er sich werden kann. Der Gottesbegriff wird aus der persönlichen Lebenssituation des Einzelnen entwickelt. Wenn Gott als Lebensmittelpunkt gefunden,
ist die Lebensfrage gelöst. Der Mensch hat nur so viel Wert, wie viel
er von Gott (entwickelt) hat, wie viel Lebenszeit Entwicklungszeit ist und Zeitloses in der Zeit geschaffen wird.

III.) Nicht das religiöse Interesse schwindet, sondern die Glaubwür-
digkeit der Kirche. Was man für ein Wiederaufleben der Religion gehalten hat ist oft der vergebliche Versuch das Verlorene  wieder zu gewinnen. Nicht die Religion erlebt eine Renaissance, vielmehr
handelt es sich alleine um die Sehnsucht nach religiösen Bedürf-
nissen in der nihilistischen Welt. Nicht dass das Christentum seine Kraft verloren hätte, sondern das Bewusstsein um dieses ist tief verschattet. Wir suchen im Grunde genommen alle bewusst oder unbewusst nach Spirituellem, weil sich die religiösen Bedürfnisse nicht rational oder material erfüllen lassen. Nur die bürgerliche Religion ist am schwinden,weil Religion automatisch mit Kirche gleichgesetzt wird als Verständnis, das Religion aus der Kirche statt aus dem persönlichen Leben kommen muss und das die Religion immer individuell ist. Es gibt kein christliches Erbe, sondern es muss jeder immer wieder ständig neu anfangen und sich persönlich die christliche Substanz erarbeiten. Die Idee des Christentums lässt sich nicht erneuern sondern nur der einzelne Mensch muss sich er- neuern. Durch die Entwicklung des Einzelnen wird das zeitlose Christentum über die Zeit gerettet. Das Scheitern des historischen Christentums ist nicht seine Widerlegung, sondern Quellkraft seiner Entwicklungserneuerung.


  • Von einer organisierten Kirchen-Religiosität (Spaltung von Institution und Kathedrale) zur Kirche durch Entkirchlichung aus ihrer religiösen Sonderstellung ohne Substanzverlust zu befreien (Ganz-und Einheit)*.

* I.) Entwicklung ist die Auflösung der Religion in ihr Wesen und das ist das Leben, welches selbst zur Religion wird. Nur eine Religion wird ernst genommen, wenn sie nicht ausserhalb vom Leben steht. Durch die Auflösung in das Leben wird das Religiöse entmystifiziert, ist lebensnormal und so real wie die Hand am eigenen Arm.

II.) Das Religiöse lässt sich vom Entwicklungslebensprozessakt nicht trennen und ist immer mitgegeben und mitgesetzt. Deshalb ist jeder Mensch religiös. Religion ist angeboren und gehört konstitutiv zum Menschsein. Die Religion und der Glaube an Gott sind vom Menschen als Anlage eines Individuallogos mitgegeben.  Alle Lebensfra gen werden behandelt, als wenn sie Religion wären. So gesehen en-
det alle Religiöse im Profanen. Religion als solche muss keiner Denk- und Diskussionsbehandlung unterworfen werden. Religion zu haben ist die Pflicht des Menschen gegenüber sich selbst. Alles Heilige muss aus dem Leben kommen und muss im Innerweltlichen aufgehen. Das
Leben als Heilsgeschehen wird heilsnotwendig begriffen. Die Unter- scheidung zwischen heilig und profan wird relativiert, weil alles in
der Welt nur dazu da ist, "(bürger)heiliger zu werden".Von der Institution Kirche als Rückbindung zur Religion  zur Kirche ohne Institution und Rückbindung zur Lebensreligion. Religion ist die Substanz der Kultur und Kultur ist die Form der Religion.Die Kirche verdankt nur dem spaltenden Rathaus-Kathedralen-Dualismus ihr Dasein, welcher durch die Quantenphysik zum ad Absurdum geführt wurde.

III.) Die Papstkirche wird durch eine geistige Kirche und wird nach dem Geschichtstheologen  Joachim de Fiori abgelöst,welche keine äußere Zugehörigkeit in der Form der Mitgliedschaft einer irdischen Kirchenorganisation kennt und deren Dienstleistungen bedarf. Sie besitzt auch keine Priester und Bischöfe mit den Machtvollkom-
menheiten, wie sie die Geistlichkeit der katholischen Kirche für sich in Anspruch nimmt und kennt auch keinen unfehlbaren Papst als Stellvertreter Christi auf Erden. Zur Kirche Christi gehören Menschen aus allen Religionen der Welt.


  • Von der Konzilversammlung einer Kirche, bei der in der Regel die bischöflichen Gewalten, Lehre, Leitung und Heiligung besprochen werden (Monopolkirche) zur Interverbundenheit, wo alle Wissenschaftsdisziplinen zur Entscheidung miteinbezogen werden (Lebensuniversa- lität).
  • Von der Kirche, welche sich in einer existentiellen Krise und einer Kernschmelze befindet zu dem Wort des verstorbenen Schweizer Theologen Hans Küng, dass wenn die Gläubigen die Verantwortung in die Hand nehmen würden, dann wäre die Kirche noch zu retten.
  • Von der Kirche, welche  in den ersten Jahrhunderten ihrer Gründung  und Entwicklung ohne theologische Grundlage, Institution  und amtliche Rechtslehrmeinung war zur Individualisierungsentwicklung, welche institu-tionslos bleibt und immer, weil ein noch nie gegangener Entwicklungsindividualisierungsweg, welcher kein gesellschaftlicher Wert darstellt ohne gesetzliche Grund- lage und  gegen die Widerstände der Gesellschaft und Arbeitswelt gegangen werden muss. Es ist ein emporir- ren, alleine dastehen, dauerhaftes Krisenmanage- ment  und auf Bequemlichkeiten und Vorteile ver- zichten.
  • Von der Kirche, welche sich als Institution absolut und unfehlbar setzt zu Gott, der in der Person des Einzelnen seine individuelle (Entwicklungs)wahrheit als "sich selber werden" verwirklichen will und unfehlbar ist. Die Kirche darf und kann nicht vorschreiben, wie der Einzelne zu sein hat,was er glauben soll und welchen Entwicklungs-(Heils)weg er gehen muss*.


* Die römische Kirche hat sich niemals geirrt und wird sich niemals irren  bis an das Ende der Zeit.


* Gregor der VII –von 1073-1085.


  • Von der sichtbaren Kirche eines Gläubigervereins zu Gottes unsichtbarer Kirche der stillen Entwickler im Lande, welche ihren in der säkularen, evolutionären Nachfolge Christi ihren Entwicklungs-Individualisie-  rungsweg gehen ohne ein warum. Es ist eine  geistige Kirche,welche keine äussere Zugehörigkeit in der Form der Mitgliedschaft einer irdischen Kirchenorganisation kennt.Sie kennt auch keine Priester,Bischöfe und einen unfehlbaren Papst mit Machtvollkommenheit als Stell- vertreter auf Erden.Die Kirche gehört allen Menschen aus allen Religionen der Welt.
  • Von der Auseinandersetzung mit der Amtskirche (Kirche als eingeborene, soziale Zuweisung) zur Auseinander- setzung mit dem eigenen Leben (Entwicklungsweg als dem Leben inneliegende Zuweisung).
  • Von wenn man regelmässig in die Kirche geht und glaubt ein guter Christ zu sein zu dieses wird  genauso als ein Irrtum angesehen,wenn man in die Garage geht und glaubt ein Auto zu sein.
  • Von der Amtskirche als ein Weg zu Gott zur persönlichen Lebensentwicklung als ein Weg mit Gott *.

* I.) Das religiöse Empfinden ist nicht institutionell, sondern eine persönliche Urerfahrungs-Empfindung und hat nichts mit einer Ver- mittlerkirche zu tun. Gott will sich selbst in jedem werden und ist nicht eingeschlossen in entleerten Dogmen, gelehrigen Theologien und in der Wahrheitsverkündung. Gott verlangt nicht grosse Ver-
nunft und tiefe Gedanken. Der Weg wird erst durch betreten und gehen erkennbar. Im persönlichen Entwicklungs-Individualisierungs-
Lebensweg ist alle Religionswahrheit zu finden, die der einzelne Mensch für den Moment braucht.

II.) Für den evangelischen Theologen, Philosophen und Begründer der modernen Hermeneutik Friedrich Schleiermacher ist ein Lebens- grund- Friedens-Gefühl als " Sensus numinis" der eigentliche Inhalt des Gottesverhältnisses. Das religiöse Gefühl ist unmittelbar tiefer als die Reinheit der Vernunft. Keine Gefühlsreligiosität im umgangs-
prachlichen Sinne, sondern eine wesenhafte Religiosität als das eingeborene Individuallogos, weil das Gefühl schwammig ist und
sich darüber streiten lässt. Es ist die Verschmelzung von Subjekt
und Objekt als Einswerdung. Religion sagt Schleiermacher ist weder Theologie, philosophische Metaphysik oder ein moralisches An-
hängsel wie bei dem Philosophen Kant. Auch die Sprache, der Buch-
stabe muss überwunden werden,weil Gott nur im sprach-, bildnis-
und Gleichnislosen spürbar ist. In der gefühlten Beziehung zum Unendlichen zeigt sich die Erhabenheit des Göttlichen, das Getragen und " Geborgen- Daheimseins " jetzt in der Zeit und Ewigkeit. Alles wird zu einer Offenbarung und jeder spürt, dass es unzweifelsfrei so ist. Da interessiert auch keine Unsterblichkeitsthese mehr und in dieser naturhaften, kristallklaren und einfachen, direkten Emp- findungswelt als Tiefenblick ins Wesenhafte, dessen Unmittelbarkeit auch nur noch in der (klassischen) Musik, wo göttliche Wort zum Ton
wird, zu finden ist, ist alles andere nur Lärm von gestern, aber neben dem Glauben der schönste Trost. Jeder Diesseits-Jenseits-Dualismus wird zum ad Absurdum geführt. Es ist die profunde Erkenntnis-Glaubens-Weisheit des Kirchenlehrers Augustinus dass, wer " Gott " geschaut hat das heisst, in allem seine Ruhe gefunden hat und immer wieder neu findet, nichts mehr dazu lernen braucht und deshalb alles (Wissen+Verstehen) gelernt hat, was es zu lernen gibt.Die gotische Bauweise gilt vielen Deutschen auch heute noch als der Typ des Kirchenbaues überhaupt, was der Empfindungswelt des Philosophen Schleiermachers  und dem Raumgefühl der Deutschen entspricht*.


* "Sensus numinis" ist  das Gefühl einer entwickelten Lebenssensi- bilität für das Überweltliche, die Wahrheit hinter der Erscheinung, 

die Rückbindung des Lebens, religiöser Wahrnehmungssinn, Licht- sinn, Ganzheitsbewusstseinssinn, Verschmelzung von Subjekt und Objekt als Einswerdung, der Entwicklungsprozess, wo Himmel und Erde zusammenfallen, wo der Gottesbegriff und die Realität eins sind und der Dualismus des Diesseits und Jenseits überwunden wurde, erfüllt sein vom Friedens-Lebensgrund-Gottes-Wirklichkeits-Bewusst- sein, (Gott ist Frieden und wer den Frieden hat, hat auch Gott und damit auch alles andere.Gott ist mit dem Frieden im Begriff wesens- gleich mitgesetzt. Wenn ich in meinem Frieden angekommen bin, ist das Gebet erhört. Es ist viel mehr als der traditionelle Gewissens- begriff als Lebensführungsweckruf und das Gottesverständnis eines Meister Eckhart, welches in seinen "siehe den Gliederungspunkt Aphorismen > 240 "zum Ausdruck kommt.

  • Von der Forderung die Kirche zu reformieren aber der einzelne Mensch dadurch nicht besser geworden ist (Erneuerung) zu einer permanenten Entwicklungsre- form im hier und jetzt an sich selbst (Selbsterneuerung)*.

* Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird das Glück des Menschen in der äusseren Mit-und Umwelt, bei Anderen und im Anderen gesucht (z.B. Lottoglück). Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen gibt es für den Philo- sophen Julius Langbehn nur ein Glück, dass ist sich selbst zu refor- mieren und das Glück wird innen gesucht (Lebensglück).


  • Von der gesellschaftlichen Kritik und Ablehnungshal- tung gegen die beiden grossen christlichen Kirchen in Deutschland zu der Mensch wird auch nicht besser,   wenn er die Zustände der Kirchen(organisation) und seinen Reichtum kritisiert, Klage gegen den lebensfernen Dogmatismus und die entleerten Formen führt, denn das alles ist der einzelne Mensch nur selber*.

* Es kann weiterhin nicht oft genug wiederholt werden, dass es unwichtig ist was die neuesten Nachrichten sind, was andere sagen und tun, wie prominent jemand ist, Mißstände kritisiert,sondern nur was ich tue. Es geschieht zwar viel in der Welt und um uns herum, aber in Wahrheit geschieht alles nur in mir. Es ist der Weg von der Verwandlung der Welt, um diese in der Aussenwelt z.B. eine Krise bspw. durch Reformen, Technik, Schutzmassnahmen und viel Geld zu verbessern und retten zu wollen und der Andere der Schuldige ist und der Mensch will und kann bleiben wie er ist zur Verwandlung des Menschen in seiner Innenwelt, wo der Mensch sich im Entwicklungs-Individualisierungs-Prozess wandelt, weil dieses das Ganze darstellt und dieses der einzige Punkt ist, wo in der Welt wirklich etwas ge-
schieht und deshalb ist er " der Nabel  der Welt " und macht den Unterschied aus.


  • Von der spirituellen Selbstsuche z.B.  Zugehörigkeit zu einer bestimmen Kirche, durch soziales Engagement, fernöstliche Heilswege und Meditationstechniken als Lebensziel etc. zur Irrtumserkenntnis dieser förmlichen, redlichen Bemühungen, dass der Mensch nur auf ein einziges Ziel hin geschaffen wurde, seinen Entwicklungs-Individualisierungs-Lebensweg in der säkularen, evolu- tionären Nachfolge Christi  zu gehen,um seinen per- sönlichen Gott im Sinne von Meister Eckhart zu ent- wickeln. Alles wieder zu Gott zurückführen ist auch der Sinn und Zweck der materiellen Schöpfung. Das Indivi- duelle kann aber nicht gesucht und intellektuell begrif- fen werden, weil dieses die Suchende und Ergreifende ist*.

* Entwicklung ist der Pulsschlag des Lebens und in jedem Menschen als Lebensprinzip,Bewegungs-und Formursache als das Ursächlichste, Eigentliche und  Träger der Lebensvorgänge in gleicher Weise "als individuelles Eigengesetz" angelegt und bei Entwicklungsreife  ist es "höchstes Leben in Aktion"ein Leben lang. Die Entwicklungstheorie hat einen stark teleologischen Charakter, weil sie unterstellt, dass
die menschheitsgeschichtliche Entwicklung auf ein bestimmtes, von vornherein feststehendes Einheitsziel gerichtet ist. Es ist die Idee, welche im Leben steckt,um das eigene Lebensgefühl zu formen und der Punkt, von dem aus das eigene Leben einheitlich begriffen wer-
den kann. Die Einheit als Ruhezustand in der Einung und Einigung als Lebensauthentizität, in der Entwicklungsbewegung Stabilität zu finden und in der Verwandlung erhaltend bleiben,ist das innenlie-
gende Ziel und der immanente Sinn aller Entwicklung.


  • Von der Amtskirche (Instanz der Dogmenreligion) zur Kirche ist dort, wo im Leben  gesucht, gezweifelt, gelit-ten, geglaubt und gerungen wird (Selbsterkenntnis- religion als direkte Gotteserfahrung ohne Instanz)*.

* Die religiösen Formen haben sich gewandelt und die religiösen Wege sind vielseitig.


  • Von der immer grösseren werdenden Kirchenaustritts- welle, weil sich die Menschen, obwohl zum Teil religiös sozialisiert immer mehr von der Kirche entfernt haben, und sich nicht mehr hingezogen fühlen, weil die scho- lastische Theologiesprache und die starre Dogmatik kein Instrument mehr sind, den Glauben ernsthaft ins Ge- spräch der Zeit bringen und den Sinn einer Religion, was nicht von der Welt ist in der Welt überzeugend zu ver- mitteln (die Lebensarmut  gilt als die grösste Schwäche der Religion)zu der wachsenden Anzahl der selbst- suchenden Entwickler als "die Stillen im Lande", welche das vorhandene, religiöse Vakuum durch die autodi- daktische Selbstsuche durch Beschreiten des persön- lichen Entwicklungsweges in der  säkularen, evolutionären Nachfolge Christi auffüllen (der Weg kommt aus der Welt und hat die persönliche Lebens- realität zum Inhalt)*.

* I.) In Deutschland liegt die Zahl der Austritte bei den Katholiken auf einem Allzeithoch. Auch bei der evangelischen Kirche beschleunigt sich der Negativtrend, dass die Menschen sich nicht mehr für das kirchliche Leben motivieren lassen

II.) Alles unterliegt dem geschichtlichen Gesetz des Vergehens und Werdens. Davon ist die Kirche, welche innerhalb der Zeit ist (auch wenn ihre Botschaft zeitlos ist) nicht ausgeschlossen.Das es so ist,
wie es ist, zeigt, dass sie dem Wandel der Welt (Evolution) folgen muss, wenn sie nicht untergehen will.

III.) Den allerletzten Grund für das angebliche Scheitern liegt in der Botschaft des Christentums selbst "dass sich der Mensch von Grund auf ändern müsse" und das Christentum deshalb eine Illusion und unerfülltes Ideal bleiben muss, weil ich erst die Welt lassen muss, bevor ich zu Gott kommen kann. Es ist das Herzstück der Religion,
die Unterwerfung unter Gott des "nicht mein, sondern dein Wille geschehe". Jegliche Lebens- und Berufsphilosophie muss scheitern, solange diese nicht das gesellschaftliche Normverhalten, den Zeit-
geist, die praktische Lebenswirklichkeit und den Lebensdruck des Einzelnen widerspiegelt, den individuellen, freiwilligen Reife- und  Bereitschaftsgrad  berücksichtigt und die Wirkkraft einer Vorbildfunktion fehlt. Die Sphäre des Religiösen bleibt abstrakt und unverbindlich, solange diese selber nicht konkret wird und im Ent-
wicklungs-Individualisierungs-Streben einer Bringschuld als Nachfolge Christi Gestalt angenommen hat. Lebensentwürfe, die auf Erkenntnisse, Askese, Gebete, Wiedergeburt, Moral, fremde Beleh-
rungen, Idealismus, mystisches Denken begründet sind, haben im Leben keine Verankerung. Die rücksichtslose Hingabe an die christ-
liche Wahrheit führt zur Selbstzerstörung, wenn man sich nicht mit der Welt arrangiert. Es gibt noch kein Podest, auf dem der selbst- ehrliche Mensch sich in der säkularen, evolutionären Nachfolge Christi bewundern lassen könnte.

IV.) Weil es aus dem Menschen selbst kommen muss, wäre mehr auf die Menschen zu gehen und mehr Überzeugungsarbeit als Remis- sionierung eine Illusion und ein Rückfall in die Vorreformation.
Die Entwicklung ist irreversibel, da jede Stufe auf der vorhergehen- den aufbaut. Vergangenheit ist verflossene, alte Energie und die Verschiebung hat bereits den Punkt der Rückkehr überschritten. Damit ist der Entwicklungsprozess nicht mehr umkehrbar d.h., es
gibt keine Entwicklung zurück. Eine Restauration wäre nur Entwick-
lungsstillstand und keine Erneuerung.Die Menschen würden auch gar nicht wirklich zurückkommen wollen. Es ist die Tatsache, dass jede Reform der Kirche nur in der Richtung der seelischen (Entwicklungs)-
befreiung erfolgen muss. Wenn z.B. nach dem Angebots-und Nach- fragegesetz der Wirtschaft ein Produkt nicht mehr nachgefragt wird und es das einzige Produkt der Firma gewesen war, dann wird das Unternehmen zwangsläufig aus wirtschaftlichen Gründen schlies-
sen müssen. Wir müssen unsere religiöse,sozialisierte Vergangenheit (soweit vorhanden) hinter uns lassen,um von ihr in höherer Gestalt wieder eingeholt zu werden. Entwicklung will immer  aus einer über- holten Sache herausführen und hat etwas Höheres und Besseres als Ziel.

V.) Religionen sterben nicht, sondern sie verändern sich nur weil alles dem geschichtlichen Werden und Vergehen unterliegt und das Reli-
gionsverständnis davon keine Ausnahme bildet. Es gibt kein christ-
liches Erbe, sondern es muss jeder immer wieder und ständig neu anfangen und sich die christliche Substanz erarbeiten. Die Idee des Christentums lässt sich nicht erneuern,sondern nur der einzelne Mensch muss sich erneuern. Das jetzige Christentum geht dem Entwicklungschristentum ideen- und reifegeschichtlich voran und
das geschichtliche Christentum löst sich in die Einzelgeschichte und hört auf Geschichte zu sein. Dieses wird als keine Verfälschung des Christentums angesehen, sondern deren Weiterentwicklung, weil
die entwicklungsgedeutete Sichtweise zu mehr Gottentwicklung
bei jedem Einzelnen führt.Es ist der Versuch,den christlichen Glau-
ben mit der Entwicklungssichtweise zu verschmelzen, obwohl die evolutive Synthese als eine Bedrohung der traditionellen Theo-
logie, der Rechtsgläubigkeit und Deutungshoheit angesehen wird. Aber Selbstentwicklung ist der Kern des Christen tums, als das wahre
Urchristentum,indem mein Leben Gottes Leben ist und ich es annehme.

VI.) Religion stellt dann keine Sonderwelt mehr da, wenn sie ins Leben aufgelöst wird und die theologische Fragen sich vom Leben herstel- len.Es wird sich nicht mit abstrakter, unpersönlicher Theologie (Religion), sondern mit dem konkreten,individuellen Entwicklungs-
leben auseinandergesetzt.  Es geht im Kern um die Wahrheit des christlichen Lebenssystems und den Genius der christlichen Religion in neuer Entwicklungsgestalt. Die religiöse Interpretierung der Evo-
lution im Lebensalltag,vom Leben anders zu denken und den Geist des Evangeliums in alle Lebensbereiche hineintragen, ist das, worauf es ankommt.Entwicklung ist nicht mehr auf die Heilige Schrift be-
schränkt, sondern auf die gesamte Schöpfung. Die Welt der Gegen- wart und der Zukunft braucht ein neues Gottesbild,welches mit dem evolutionären Weltbild im Einklang steht,damit unser theologisches
Gottesbild dem Wandel Gottes im Werden der Welt folgen kann.
Nach dem (religiösen), evolutionären Verständnis entwickelt sich der Mensch nach einem von Gott eingepflanzten Entfaltungsgesetz.Die Seele wird als Lebensmetapher für die Individuationsentwick-
lung als Gottwerdung im Sinne von Meister Eckehard verstanden.

VII.) Es ist die selbst geschaffene und ständig neu zu gewinnende Freiheit durch das Entwicklungs-Befreiungs-Lernen über seinen Entwicklungsweg (als Nachfolge Christi) zu sich selbst zu gelangen und damit seinen inneren Frieden zu haben. Eine Philosophie aus
dem Leben und für das Leben als Bergpredigt gab es bisher noch nicht.Die Zukunft der Religion besteht in der natürlichen Religio-
sität, welche dem Menschen eigen ist, als die Entwicklung zur persönlichen Christwerdung in der säkularen, evolutionären Nachfolge Christi. Es ist die Vollendung des Einzelnen als eine indi- viduelle Eschatologie.Das Religiöse lässt sich nicht vom Entwick- lungslebensprozessakt trennen und ist, wenn religiös interpretiert, immer mitgegeben.

VIII.) Die religiöse Deutung der Evolution im Lebens-und Berufsalltag und vom Leben her anders entwicklungsmässig zu denken ist das, worauf es ankommt. Religion ist immer individuell und in der per- sönlichen Entwicklung liegt alle Religion eingeschlossen, die der Mensch braucht.  Entwicklung trägt seinen Wert in sich, welcher den Menschen übersteigt. Das christliche Erbgut hat dem Menschen ungeheure Energien zur Entwicklung und zu seiner Vervollkomm-
nung mitgegeben. Deshalb ist die christliche Religion auf eine
neue Stufe der Selbstentwicklung zu heben.Weil sich das religiöse Weltbild gewandelt hat, ist das Reich Gottes das Reich der Ent- wicklung und der religiöse Raum ist die Welt. Die Entwickler sind Gottes unsichtbare Kirche. Durch die Entwicklungssichtweise wird
die Lebensempfindung zur Religion und das Leben erhält quasi eine religiöse Weihe "als Privatreligion" und die Religion wird in ihr (Lebens)wesen aufgelöst.

IX.) Für ein weiter entwickeltes christliches Verständnis"ist z.B. Gott das Leben selbst, weil Gott in jedem einzelnen Menschen seine einmalige Individualität entwickeln und sich selbst werden will,
ist das Leben Theologie und das Leben löst sich als das Wesen der Religion in Theologie auf. Das Leben als eine Erscheinung Gottes und mein persönliches Leben ist ein"GottWerde-Selbst-Sein". Durch Evolution und die persönliche Entwicklung wird sich erst Gott
selbst. Der Entwicklungslebensbegriff wird zum neuen Gottesbe-
griff und Entwicklung wird zum Synonym für Gottentwicklung und Christusnachfolge als das Wesen des Christentums überhaupt. Die Lebensfrage bleibt immer die Gottesfrage.Der Gottesbegriff wird
aus der persönlichen Situation des Einzelnen heraus entwickelt,und damit individualisiert sich die Religion immer mehr.

X.) Durch mein Leben bin ich Gott unmittelbar. Wo Entwicklung ist da ist auch Gott und wo Gott nicht ist, ist das Leben nicht in Ordnung (entwicklungskonform). Weil der Glaube an Gott dem Menschen in seiner Entwicklungsanlage mitgegeben ist (weil ich Gott brauche, sonst kann ich nicht zum Frieden kommen),muss es ihn auch geben. Wenn Gott als Lebensmittelpunkt gefunden ist, ist die Lebenssinn- frage gelöst.

XI.) Entwicklung kann sich nur auf der religiösen Ebene vollziehen und hat sich immer auf ihr vollzogen, weil sich das Leben nur religiös begründet. Menschlich zu existieren heisst immer religiös zu exis- tieren und das eigentliche menschliche des Menschen bleibt seine Entwicklung. Eine Entwicklungsreligion ist nicht konfessionell gebunden, ideologiefrei, untheologisch, von allem kirchlichem Beiwerk befreit und für Gläubige und Nichtgläubige zugleich. Bei
der Selbstsuche entfällt die umstrittene Dogmatik als das alleinige
Wahrheitsrecht von Religionen,Institutionen und Organisationen.

XII.)  Das digitale Zeitalter hat eine praktische, virtuelle Bildungsdi-
mension und eine viel tiefere, spirituelle Entwicklungsdimension z.B.vergleichbar mit der Erfindung der Buchdruckerkunst konnten erst Martin Luthers reformatorische Ideen eine Verbreitung finden
und zu einer Bewegung werden.Die weltweite Vernetzung erlaubt es, dass z.B. ein heute noch Unbekannter wie "ein Phönix aus der Asche empor steigt" den bisher niemand auf der Rechnung hatte und nun alle mit sich zieht, weil er als Verkannter schweigend das Wort
ergriffen hat.Aussenseitermeinungen können zum "allgemeinen Mainstream" werden. Nur die geistige Tiefe der Qualifikation als Exzellenz  stellt eine revolutionäre Internetmacht dar.Es ist der gleiche, dynamische Quantensprung einer Medienrevolution von
den beweglichen Metall-Lettern der  gutenbergischen Druckerpresse zu Beginn der Neuzeit wie zum World-Wide-Web des Internets, wo Ideen Verbreitung finden*.


* In Anlehnung an Albrecht Dürer, als er zu Besuch in Venedig war, könnte man sagen: "Zuhause bin ich ein Nichts, und hier bin ich mich selbst und alles". Meine Heimat ist dort, wo ich anerkannt, frei  und mich selbst bin.


XIII.) Individualisierung in der Bildung bedeutet z.B., dass beim Bildungslernen eine Lehrer/Professor- Schüler/Student Abhängigkeit und Autoritätshörigkeit naturgemäss mitgegeben ist, während das Selbstlernen überwiegend autodidaktisch erfolgt. Es wird gelesen
und sich auseinandergesetzt nach meinem Interesse, ohne Fremd-
steuerung, Störung und Erfolgsdruck. Erst als Autodidakt wird man unabhängig, freigeistig,vor dem Autoritätsglauben bewahrt und vertraut mehr dem selbst recherchierten Laienwissen. Besonders
das Internet ist für "Bildungsverkannte" und Berufstätige ohne Perspektive eine Möglichkeit als "digitaler Idealist" oder als beruf- liche Möglichkeit  zu zeigen, dass die ehemaligen Lehrer oder Vor- gesetzte,weil alle überwachsen, zu "demütigen Schülern  oder Kolle-
gen" werden. Erst die Verkanntheit und fehlende Anerkennung bilden die grösste Motivation, nach innen zu gehen.Die digitalen Medien haben die Gesellschaft demokratischer, freier, wissender, kommu-
nikativer und selbstbewusster gemacht. In der Anonymität des Internets entfällt jegliche Hierarchie, die Didaktik wird zur Auto-
didaktik,die Belehrung wird zur Erkenntnis, der Einzelne ist selbst-
kritischer und in der Computerwelt (Blocks, Meinungsaustausch in
sozialen Netzwerken und Foren, eigenen Webseiten, E-Books, Videos etc.) ist der Mensch unbewertet sich selbst und je grösser die Besucheranzahl, desto anerkannter.


  • "Vom Katholikentag als mehrtägige Zusammenkunft primär römisch-katholischer Christen des jeweiligen Landes, welcher in einem mehrjährigen Turnus statt- findet zu jeden Tag, wo angefangen wird zu leben, so neu wie im Theater, wo es jeden Tag eine Premiere gibt und jeder Tag die beste Zeit ist, welche wir uns in zehn Jahren zurück wünschen*.


* Siehe auch evolutionäre Allzeit-Jetzt-Lebensnutzung

  • Von den Jenseits-Mottos vergangener Katholikentage der Kirche z.B.
  • " Christus in der Großstadt“.
  • - "Der Christ in der Not der Zeit“.
  • - " Zuerst das Reich Gottes“.
  • - " Ihr sollt mir Zeugen sein“.
  • - " Mitten in dieser Welt“.
  • - " Gemeinde des Herrn“.
  • - "Du führst uns hinaus ins Weite“.
  • - " Schaut hin“,

welche keine wirkliche Aufbruchstimmung eines Neuanfangs und keinen "Wow-Effekt "auslösen, weil diese abstrakt ausgedacht sind, nicht aus dem Leben kommen und der einzelne Mensch sich deshalb nicht mehr angesprochen fühlt. Wenn der Kirchentag vorbei ist, sind auch deren Themen vorbei und ausser einer  Briefmarke erinnert nichts  mehr daran zu diesseitigen Lebensmottos und Gedan- ken,welchen bei Reife keinen mehr gleichgültig  lassen wie z.B.

  •  Wer auf die individuelle Wahrheitsfrage verzichtet, gibt sich selbt auf, existiert eigentlich nicht und verfehlt sein Leben.
  • Mein Entwicklungs-Individualsierung als die Zukunft des Christentums
  • Unsterblichkeitslernen  als die beste Rezeptur für das Weiterleben nach dem Tod.
  • Das Leben als Religion, weil dieses im Entwicklungs- lebens prozessakt immer mitgegeben und mitgesetzt ist.
  • De-und Entmaterialisierung ist von Vielem zum Einem zu gelangen,wo das Sichtbare das Unsichtbare widerspie- gelt, die Erscheinung  das Wesen der Erscheinung als der wahre,verborgene Reichtum aller Dinge und allen Ge- schehens.
  • Ruhe, Frieden und Freiheit sind aller Unruhebewe- gung Suchziel.
  • Nach dem Berufleben kommt nicht das Sterben sondern ein neuer Lebensabschnitt
  • Erst bei  Entwicklung-Individualisierungs-Reife beginne ich wirklich zu leben. 
  • Wer nicht individuell wird,existiert nicht wirklich.
  • Alles ausser evolutionäre Allzeit-Jetzt-Nutzung ist ver geudete Lebenszeit.
  • Ausser Entwicklungs-Kultur-Lernen ist am Leben  vorbei gelebt.
  • Wer gelernt hat zum Frieden zu gelangen, hat alles gelernt, was es zum lernen gibt.
  • Glauben lernen ist mehr wert als sechs Richtige im Lotto.
  • Wer Gott hat (das Höchste)hat auch alles andere (das Niedrigere).
  • Unsterblichkeitslernen heisst  leben lernen.
  • Das gotische Lernprinzip gibt der Menschheit einen  neuen Begriff vom Leben und ohne dieses zu kennen, einem Daseinsverlust gleich kommt.
  •  Jeder persönliche Entwicklungs-Lebensweg geht nur durch und über die gotische Kathedrale und der Einzelne das Gefühl vermittelt bekommt,dass er endlich zu Hause angekommen ist.
  • Von dem Kirchenlehrer Augustinus hat den Weg zum Heil mit der Kirche gleichgesetzt zu nach einem Wort von Meister Eckhart, dass nicht die Kirche  selig macht, sondern wer selig werden will,muss Gott in sich erfahren und erleben und in diesem Erkennen liegt die Seeligkeit. Auch der Laie, der einfache Mensch ist Heilsträger selbst und gibt jedem seine Würde zurück wie diese vor seiner Bekehrung eigen gewesen ist, aber seitens der Kirche nie zuteil geworden war. Das Heil ist nicht wo die Kirche ist, sondern die Kirche ist, wo das Heil ist.
  • Von der  Kirche als eine Institution des positiven Rechts, welche um ihre Daseinsberechtigung ringt und die Lehr- autorität der Kirche in Frage gestellt wird zur vorherr- schenden Tradition diese fortzuführen, wo Tradition immer weniger gilt, kann nicht der richtige Weg sein. Wir haben ein halbes Jahrtausend lang nur von der christ- lichen Substanz gelebt. Heute hilft nicht mehr allei- ne die Statik des Bewahrens, sondern nur noch die Dyna- mik schonungsloser, individueller Offenheit. Durch die granite Statik wird  die innere dynamische Entwicklung eines jeden Einzelnen, was letzten Endes als das Näher- kommen an Gott und die Lebensentfaltung auf Gott hin bezeichnet wird, blockiert und abgelehnt und ist nur noch den älteren (undynamischen)Kirchgängern zu- mutbar.
  • Von nicht was die Kirche sagt ist zu befolgen, richtig und notwendig zu sondern dem persönlichen Entwicklungs-Individualisierungs-Friedens-Bringschuld-Gewissen einer Entwicklungslosigkeit zu folgen ist richtig und notwen- dig*.

*Das Urteil des Gewissens ist für den Kirchenlehrer Thomas von 

Aquin die letzte Instanz, nach der sich der Mensch zu richten hat,
auch wenn er damit der offiziellen Kirche widerspricht und sich
gegen Gelehrtenmeinungen,Gesetze und lehramtliche Entschei- dungen wie gegen Konzil und Papst ausspricht,weil diese sich ändern,aber eine Gewissensentscheidung ist absolut. Damit hat auch die Kirche dem Gewissen des Einzelnen die Priorität vor der Wahrheit zuerkannt.

  • Von der Frauenfeindlichkeit, Ablehnung und Diskrimi- nierung der Frau in der katholischen Kirche z.B. Frauen zum Priesteramt zu zulassen zur Weiblichkeit und Pries- terin, welche zum polaren Lebensgleichgewicht gehört, sonst  kann die Kirche nicht überleben. Der Gleichge- schlechtlichkeit fehlt die schöpferische Geschlechter-spannung*.

*I.)Unsere Sexualmoral ist ein naturfeindliches Vergangenheitserbe christlicher Triebunterdrückung, welche keine lebare Sexualmoral geschaffen hat.Sexualität wurde nie positiv bewertet, sondern wurde immer  mit  einem Sündenbewusstsein in Verbindung gebracht (Be- schuldigungstheologie). Die Sexualität, welche die Kirche in neuerer Zeit berührt ist der Sexmissbrauch und ihre Vertuschung als Scham-und Schuldkultur. Das Leben der Frau galt in den Augen der Kirche ein Nichts, denn sie hatte keine Seele. Der Kirchenlehrer Augustinus hatte die sexuellen Leidenschaften als sündhaft verdammt, aber studiert hatte man sie nicht.Der Körper  wurde ausgeblendet, weil dieser die Unmittelbarkeit zu Gott behinderte .Maria (Mutter Jesu) ist eine unerotische zweite Mutter. Der Mystiker und Dominikaner Hein- rich Seuse sah in jedem weiblichen Wesen das Urbild des weiblichen, die himmlische Gottesmutter, aber auch die göttliche Sophie (Weisheit)."Flieh den vertrau- lichen Umgang mit einem Weibe und begnüge dich damit, die frommen Frauen dem Herrn zu empfehlen".

II.)  Bildungs-Kultur-Lernen ist bspw. mit der Sexualität als biolo- gische Triebfunktion zur Fortpflanzung als Schlüssel zum Überleben als auch verantwortungsvoll im aus- und erleben der Sexualität um-zugehen (Sexualkundeunterricht als Kultur des Eros und Energie- auflösung des Sextriebes). Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen liegt
das Augenmerk mit der Sexualität sublimierungsgemäss  durch Triebsinnverschiebung durch Transzendierung umzugehen, um
damit der Sinnlichkeit eine edlere Richtung zu geben. Jetzt heisst
es, was der Selbsterhaltung, der Fortpflanzung  als Schaffung neuen Lebens und der Lust diente und Leben hervorbringt, dient jetzt der Fort- und Höherentwicklung und die Fruchtbarkeit bringt geistiges Leben hervor, weil in der Sexualität eine Kraft steckt, welche über den Menschen hinausführt. Der Geschlechtstrieb wird unwichtig,
die Lebensschöpfung wird wichtig. Das Leben pflanzt sich auf höhe-
rer Entwicklungsstufe fort, weil die Triebkraft in den Dienst der Aufgabe gestellt wird. Ich lebe dann meine befreite Sexualität. Die  Neuschöpfung wird als geistiger Sexualakt verstanden als Individual-Logos-Schlüssel für den Lebenssinn auch über den Tod hinaus. Der Eros ist eine geistige Macht und der Geist eine erotische (Der Eros als Erkenntnismittel und Quelle von Lebensenergie wird durch Energieumwandlung in den Dienst der Entwicklungs-Kultivie- rung  gestellt).

III.) Der männliche, gotische Geist wirkt, überall wo er sich manifes-
tiert befruchtend, re-und evolutionierend als Aufbruchsgeist,aber er muss die Synthese und und das Glück dem weiblichen, griechischen Harmonisierungsgeist überlassen*.

* In Anlehnung an Karl Scheffler, deutscher Kunsthistoriker und Publizist.

IV.) „Frauen werden auch in hundert Jahren nicht Priester sein, weil es nichts mit der Zeit zu tun hat, sondern sich aus der Natur des Priesteramtes heraus ergibt. Es gibt eine Unterschiedlichkeit in
den Geschlechtern, in ihrer Bedeutung, die nicht aufgehoben wer-
den kann. Ein Priester repräsentiert Christus im Verhältnis zur Kirche – und das kann nur der Mann sein*.


* Bischof Gerhard Ludwig Müller".

V.) Die Männer sind die Kulturträger der Religion und Frauen stehen nur in der zweiten Reihe. Das Gottesbild der Theologen ist ein Mann.
Aber der (Entwicklungs)geist kennt kein Geschlecht, keine Hautfarbe, Nationalität oder Glaubenszugehörigkeit. Mensch gilt für Männer
und Frauen. Deshalb ist die Seele beiderlei Geschlechts Gott ist we-
der männlich noch weiblich, sondern beides zugleich wie Gott es ist. Er ist trans- und interkulturell, überkonfessionell und die Entwick- lungswürde ist ein konstitutiver Menschenrechtswert, weil der "allumfassende Geist", die Beziehung aller Teile zum Ganzen und zu seinen Teilen ist.Unser Selbstbewusstsein steht in Verbindung mit dem universellen Ganzheitsbewusstsein, was alles überlagert, alles zusammenhält und jeder daran Anteil hat. Jede Wahrheit ist kon-
fessionslos und ideologiefrei. (Entwicklungs)ethik ist wichtiger als jede Religion. Wir kommen nicht als Mitglieder einer bestimmten Religionsgemeinschaft  auf die Welt, aber die ethischen Gleich- heitsprinzipien sind angeborener, menschlicher Natur.

VI.) Im Jahre 1995 hatte Joseph Ratzinger als Chef der Vatikanischen Glaubenskongregation, ehemaliger emeritierter, verstorbener Papst die strikte Ablehnung der Frau als Priesterin als unabänderlich be- zeichnet. "Die Kirche hat zur Gleichstellung der Frau keine Vollmacht vom Herrn erhalten. Es wird Gehorsam von denjenigen einfordert , die eine Frauengleichstellung durch die Ordination von Frauen und beim Zölibat einfordern.

VII.)  Unsere Sexualmoral ist ein Vergangenheitserbe christlicher Triebunterdrückung. Das Leben der Frau galt in den Augen der Kirche
ein Nichts, denn sie hatte keine Seele. Die grösste Masse aller Frauen in der Geschichte existierte fast nur auf der Ebene von Tieren. Das
19. Jahrhundert war voller Prüderie. Alles  Geschlechtliche wurde als unanständig verdrängt und war mit Sündenbewusstsein behaftet. Siehe Textfortsetzung Nr.369 in Kulturlernen-9


  • Von der Kirche, welche immer noch in der Welt des histo-rischen Christentums (z.B. Theologie, Bibeltexte, Papst- tum, Kirchturm, Altäre, ordinierter Klerus, Bücher, Filme, Vatikan)  zum Entwicklungschristen-Lebenstum "im Hier und Jetzt", weil wir in einer anderen Zeit und  Welt leben als zu Jesu Lebzeiten. Die Kirche befindet sich in einer Krise, welche aus einer überholten Sache herausführen will als die Zukunft des Christentums. Die Entchrist- lichung im traditionellen Sinne bis zur Bedeutungs- losigkeit lässt sich nicht aufhalten als  sein gottgebenes Willensschicksal, weil in Gottes Namen immer "alles (Un)glück" anfängt oder wie Shakespeare es formu- lierte, dass ein tiefer Fall oft zu höherem Glück führt*.

* Dass Religion dann nur mit Kirchturm, Bet-und Beichtstuhl, Kirchen- bänken und Heiligenbildern, Reliquien,Wallfahrten, der Kanzel und dem Opferstock, der Altäre, dem ordinierten Klerus, der theologi- schen Texte, den  Dogmen und dem Papst zu tun hat, sind dieses dann nur noch Mumien und Artefakte einer vergangenen Welt. Es ist auch ein anderer Gott, der über den Schlafzimmerbett unserer Grossväter und Urgross- väter hing. Es bedeutet heute etwas deutlich anders religiös zu sein als noch vor einem halben Jahrhundert. Verkündi-
gung und Seelsorge, als die grossen Aufgaben der Kirche sind beim Entwicklungs-Individualisierungs-Christentum immer weniger notwendig.Die Zeit, in der unser bisheriges Christentum so wie wir 

es kennen einmal festgelegt worden ist, ist für ein-und allemal vorüber.


  • Von der Institution Kirche als Religionsorganisation  zu auch die Institution Kirche und ihre Lehrinhalte unter- liegen nach der Verfalltheorie dem ewigen geschicht- lichen Gesetz des Werdens und Vergehens, welches das traditionelle Religionsverständnis auf eine höhere Stufe ihrer Entwicklung heben will. An wichtigen Punkten der Evolution treten Wertwenden auf d.h.,was bis dahin entwicklungsförderlich war (Maß, Sinn,Wert) wird ent- wicklungsschädlich (Maß-,Sinn-und Wertlosigkeit), die werbende Kraft der Anziehung lässt nach und die In- volution zur Evolution. Beim Reifezeitpunkt wird die kritische Masse für Veränderungen erreicht (Sätti-    gungsgrad) und nach dem allgemeinen Gleichgewichts- und Reifegesetz schlägt die quantitative Veränderung in qualitative Veränderung um als nächste, höhere Ent- wicklungsstufe, welche die Ermattung des Denkens der jetzigen, geistigen Situation als Krisen- und Kritikzustand überwindet.Siehe Textfortsetzung in De-und Entmateria- lisierungslernen.
  • Religiöses wird immer mit der Institution Kirche gleich- gesetzt und nie mit dem eigenen Leben in Verbindung gebracht (das Konfessionelle, Dogmatische, Instituti-onelle hat ausgedient) zur Religion als das persönliche Leben und dieses kann man nicht institutionalisieren (das Leben wird zur Religion)*.

* Menschlich existieren heisst religiös existieren. Deshalb besitzt
eine Religion nie eine Institution, sondern nur der Einzelne, soweit
er diese auch lebt. Das persönliche Entwicklungsleben lässt sich
nicht institutionalisieren und eine Religion aus dem Leben braucht   keine Institution und ist direkte Gotteserfahrung ohne Instanz. Katholisch bedeutet universell und Entwicklung einigt alle. Entwick-lung ist die Auflösung der Religion in ihr Wesen und das ist das Leben,welches selbst zur Religion wird. Nur eine Religion wird ernst genommen, wenn sie nicht ausserhalb vom Leben steht. Durch die Auflösung in das Leben wird das Religiöse entmystifiziert, ist lebens- normal und so real wie die Hand am eigenen Arm. Religion ist ange- boren und gehört konstitutiv zum Menschsein. Deshalb ist jeder Mensch religiös. Die Religion und der Glaube an Gott sind vom Menschen als Anlage  mitgegeben. Alle Lebensfragen werden be-
handelt, als wenn sie Religion wären. Religion als solche muss keiner Denk-und Diskussionsbehandlung unterworfen werden.


  • Von der Verwirklichung der Kirche eines Traditions- christentums zur Verkirchlichung der Welt eines Entwick- lungs-Lebens-Christentums.
  • Von der Amtskirche (Instanz der Dogmenreligion) wo gepredigt, gebetet und gesungen wird zur Privatkirche welche dort ist, wo gesucht, gezweifelt, gelitten, geglaubt und gerungen wird (Selbsterkenntnisreligion als direkte Gotteserfahrung ohne Instanz)*.

* Die religiösen Formen haben sich gewandelt und die religiösen Wege sind vielseitig.


  • Von den vielen Regel der Scholastik,der Dogmatik, den Konzilsbeschlüssen der Kirche (amtliche Lehre) zu wer seinen (Gliederungspunkt) Frieden hat (eine mit Gott geeinte Seele), hat es nicht notwendig, sich den Regeln der Kirche zu unterwerfen. Der Mystiker fühlt sich kirchenfrei (Selbsterfahrung).
  • Von der scheinbaren Trennung zwischen Kirche/Glau- bensgemeinschaft und dem Staat zur wirklichen Trennung beim gelebten Christentum, wo das Christ sein zum schwersten Los wird und die Gefahr einer Gratwan- derung besteht, zu einem Sozialfall zu werden,weil es beinahe unmöglich wird, mit der Lebenswirklichkeit existentiell zurecht zu kommen*.

* I.)  Die  Kirche und die Welt sind zwar getrennt, aber Religion und das Weltleben sind eins. Die Kirche ist vom Staat (Staatsvertrag) einge- setzt und befindet sich nicht ausserhalb der Gesellschaft.

II.) Durch die Kirchenaustrittswelle rechnen die Kirchen bis im Jahre 2060 in Deutschland aber nur noch mit der Hälfte ihrer Mitglieder.
III.) Kritik an der Kirche wird laut, dass die gepredigte Armut und     mein "Reich ist nicht von dieser Welt" ihre Zwangsherrschaft ein gerichtet haben und reden und tun zweierlei sind. Papst Johannes 

sprach schon vor dem Zweiten Vatikanum in den Sechzigerjahren von einer Kirche der Armen; Papst Franziskus rief 2013 nach einer "armen Kirche für die Armen".

III.) Aber die Kirche ist ausgestattet mit vielen Privilegien, erhalten, Millionen,welche die Bundesländer dem Staat überweisen für die katholischen Bistümer und Landeskirchen. Das Vermögen der katholischen Kirche (Immobilien, Aktien, Beteiligungen) in Deutsch- land ist riesig. Es fehlt die Glaubwürdigkeit, weil es nach Artikel 140 GG keine Staatskirche gibt, aber die Kirche staatliche Leistungen aus Rechtstiteln, wo Staat und Kirche noch eins waren erhält. Auch finanziert der  Staat  theologische Fakultäten an den staatlichen Universitäten, den konfessionellen Unterricht an staatlichen Schulen und die Kirchensteuer wird auch durch den Staat eingezogen.

IV.) Bei jeglicher Kirchenkritik muss fairerweise erst einmal hin- zugefügt werden, dass auch die kirchlichen Vertreter nur fehlbare Menschen sind, welche das Christentum repräsentieren und von Amts wegen ausführen.Vieles was den Menschen im Mittelalter noch zugemutet werden konnte, wird aber heute nicht mehr als zeitgemäß betrachtet. Die Kritik an der Institution der römisch katholischen Kirche betrifft ihr äusseres  Erscheinungsbild in der Gesellschaft, dass diese vor allem mit der Lösung seiner eigenen selbstverschuldeten Probleme beschäftigt ist, mit Finanz- und der Aufarbeitung von Miß- brauchsskandalen, mit misslichen Personalfragen, mit der Abwehr  innerkirchlicher Kritik und deshalb eine Vorbild-Autoritäts-Funktion im Sinne ihrer Lehre vermissen lässt. Auch wird die Würde und Gleichberechtigung der Frau mit Worten zwar gepriesen, aber innerkirchlich hat die Frau nicht die gleichen Rechte. Es wird von den untergebenen Laien eine Amtsautorität eines widerspruchslosen Gehorsams und willige Unterwerfung eingefordert. Auch  die Titel Hochwürden, Eminenz und Exzellenz wirken heute operettenhaft. Weiter steht das höfische Zeremoniell und alle folkloristisch wir- kenden Gewänder bei der Ausübung und Vollzug der kirchlichen Rituale unter Kritik. Die katholische Kirche kann getrost auf das umstrittene Primat der Unfehlbarkeit des Papstes verzichten*.

* In inhaltlicher Anregungstextanlehnung an das Buch " Wozu noch Christentum ? Was nicht verloren gehen darf. Worauf verzichtet werden sollte. Autor: Norbert Scholl, Hochschullehrer.


V.) Die Zukunft des Lebens ist die Zukunft des Christentums und hängt nicht von einer Kirchenbindung ab. Hier wird der letzte Akt der Kirchengeschichte geschrieben,die Geschichte der Neuzeit als die individuelle Entfaltung von Gott und zu Gott hin.Weil die Kirche sich in einer Auflösungs-und Orien- tierungskrise befindet und dieser neue Weg, weil bisher ohne Traditionslobby noch nicht als kirchenrecht- licher Akt kanonisiert und hoffähig ist. Weil die Institution Kirche noch an den alten, entleerten Formen, ihrer Dogmatik und lebens- feindlichen Theologie und übernatürlicher Selbstgefälligkeit festhält und sich nicht wandelt, von der Tradition,den Enteignungsrechten 

der Säkularisierung (Kirchensteuer), von ihrem Geschichtsmythos und aussitzenden erst einmal   abwartenden des weiter so "ägypti-

schen Brütens" oft auf ihrem Milliarden-Vermögen sich ausruht und im Innern die Kurie sich einen Machtkampf liefert, der das Kirchen- schiff zum wanken bringt, verpasst sie die Chance, als Heilsvermittler lebensernst genommen zu werden*.


VI.) Die Vergangenheitsaufarbeitung kirchlicher Finanzskandale,  der Frauendiskriminierung und der Vertuschung sexueller Fehltritts- vorwürfe und anderer geistlicher Mißbrauch wie schon erwähnt wirft Fragen nach der Glaubwürdigkeit und Transparenz auf und lässt die Institution Kirche nicht zur Ruhe kommen (Scham-und Schuldtheolo- gie), schwächt die Bindungskräfte an die Kirche weiter und lässt Zweifel  aufkommen an der von Gott eingesetzten Obrigkeit". Das Festhalten am Zöli- bat,der katholische Leidensweg aus dem 1200 Jahrhundert schadet der Kirche und in der Lebenspraxis der Priester wegen Priestermangel meist geduldet, aber die Kirchendis- ziplin zum ad absurdum geführt wird. Das Wesen einer Autorität ist aber immer die Ruhe als Sicherheit. Weil diese erschüttert ist, ist sie ihrer Auto- rität beraubt und deshalb kann keine der  vorhandenen institutio- nellen Kirchen die Ekklesia des Neuen Testamentes sein und das spirituelle Lebensvakuum (Spiritus=Atem) füllen, was die beiden gros- sen Kirchen in Deutschland hinterlassen haben. Der Geist ist immer grösser gewesen, je machtloser er war und die Macht umso stärker, je geistloser sie war. Das ist das polare Spannungsgesetz, zwischen Geist und Macht. Die Macht  äussert sich am stärksten, wo  diese als Innerliche unsichtbar bleibt.


VII.) Aber der Mensch wird aber auch nicht besser, wenn er die Zustände der Kirchen (Organisation) kritisiert, Klage gegen den Absolutheitsanspruch lebensferner Dogmen, die entleerten Verkün- dungsformen, die Heiligen- und Reliquienverehrung, Anlässe kirchlicher Feiertage, den Zölibat und unzumutbare Glaubensinhalte führt. Denn das alles ist der einzelne Mensch nur selber und deshalb haben die derzeitigen beklagenswerten Zustände nicht im Geringsten etwas mit dem " Genius des Christentums " und der säkularen, evolu- tionären Nachfolge Christi zu tun .Alle Zustände sind kein Entschul- digungsgrund, nicht selbst Christ zu sein oder zu werden, weil uns das Christliche mitgegeben ist, gleich wie unchristlich wir heute gewor- den sind. Aber die Sphäre des Religiösen bleibt abstrakt und unver- bindlich, solange diese selber nicht konkret wird und welche im Entwicklungs-Individualisierungsstreben als Nachfolge Christi  Gestalt angenommen hat.


VIII.)  Über 44.000 Kirchen gibt es in Deutschland, von der Kapelle bis zur Kathedrale. 960 waren 94 Prozent der Deutschen Mitglied der evangelischen oder katholischen Kirche, 2020 nur noch 51 Prozent. Die evangelische Kirche zahlt jährlich rund 414 Millionen Euro für Betrieb und Unterhalt ihrer Gotteshäuser. Die katholische Kirche investiert einen ähnlich hohen Betrag: 418 Millionen Euro. In fast 1.000 katholischen und evangelischen Kirchen wird kein Gottesdienst mehr gefeiert. Vom Tanzsaal bis zur Moschee – eine Auswahl der neuen Möglichkeiten: Aus der Markuskirche in Saarbrücken wurde ein Tanzsaal. Die Lutherkirche in Heidenau verwandelte sich in Wohnungen, die Osterkirche in Hamburg in eine Kunstakademie. Die Lazaruskirche in Lübeck beheimatet heute eine Orgelbauwerkstatt. Aus der Eliaskirche in Berlin wurde das MACH mit! Museum für Kin- der. Im Hamburger Stadtteil Horn verwandelte sich die Kapernaum- kirche in die Al-Nour-Moschee*.


* Statistik-Quelle-T-online "ganz profan".


  • Von dem metaphorischen Institution-Kirchen-Vergleich mit den damaligen  Großcomputer der 50-,60- und 70-iger Jahre des letzten Jahrhunderts zum persönlichen Ent- wicklungs-Individualisierungs-Christentum,weil das Religiöse sich vom Entwicklungslebensprozessakt nicht trennen lässt, immer mitgegeben und mitgesetzt ist, welches seine metaphorische Entsprechung als persön- licher Computer (PC) findet.
  • Von der Institution Kirche als Rückbindung zur Religion (Frömmigkeit) zur Kirche ohne Institution und Rückbin- dung zur Entwicklungs-Individualisierungs-Religion (Lebenswirklichkeit)*.

* Es ist idealistische Idee des Reformator Martin Luthers,dass jeder sein eigener Priester sein soll und damit jegliche Fremdvermittlung, Dogmatik und alles Sakramentale überflüssig wird.


  • Von der Kirche als soziale Zuweisung begreifen (das "Nein" zur Institution Kirche) zum kirchenlosen als Gegenstand der eigenen Suche, des eigenen Strebens und des Findens (das "Ja" zur Lebenskirche).
  • Von der Befreiung von der Kirche (Desakralisierung) einer Kirche  ausserhalb von mir (Desakralisierung) zur Be- freiung als De-und Entmaterialisierung (Entsinnlichung, Kultur- Lernen (Verwesentlichung) und Unsterblichkeits- lernen (Entweltlichung)  von der Welt als die Kirche in einem selbst (Sakralisierung).
  • Von das Religiöse darf nicht von der Institution Kirche, (Religion aus zweiter Hand) zu das Religiöse muss vom weltlichen kommen. Religion wird erst ernst genommen, wenn diese nicht ausserhalb vom Leben steht (Religion aus erster Hand).
  • Von der äusseren institutionellen Amtskirche zur inneren individuellen Geistkirche eines kirchenlosen Christen- tums in der säkularen, evolutionären Nachfolge Christi
  • Von der unsichtbaren Kirche, welche nach dem Philosophen Immanuel Kant kein Gegenstand möglicher objektiver Erfahrung ist zum Gegenteil, dass jede Ent- wicklungserfahrung als Gottwerdung im Sinne von Meister Eckhart eine unsichtbare,subjektive religiöse Erfahrung ist.
  • Vom Kirchenverständnis, dass Religion nur mit Kirch- turm, Theologie, ordinierten Klerus, der theologischen Texte, der Altäre und dem Papst zu tun hat (es ist die alte Weisheit, dass es gut ist in der Väterreligion geboren zu werden) zum Kirchenverständnis das Religion nichts mehr mit diesem allen zu tun hat (aber schlecht ist, in der Väterreligion zu sterben).Siehe Textfortsetzung  Startseite.
  • Von der Kirche  als Institution (in der Mitte steht die Organisation)zur Kirche als eine Entwicklungs-Individua- lisierungsbewegung (in der Mitte steht der Mensch).
  • Von dem Gottesdienst in der Kirche (Kirche als geheiligter Ort) zu es wird die Zeit  kommen,  wo die Menschen nicht mehr in Tempel strömen und beten gehen,  sondern Gott im Entwicklungsgeist und in der Entwicklungsgebets- wahrheit suchen (Kirchen werden verkauft oder in Kul- turstätten umgwandelt).
  • Von der Forderung dass die Kirche weltoffener werden soll und sie aus ihrer Sonderstellung herauszuführen, weil die Lebensfremdheit die grösste Schwäche der Religion ist zu das gesellschaftliche Leben soll entwick- lungsoffener und nicht nur das Recht, sondern auch die Möglichkeit bieten, ein Einzelner zu werden,weil der Mensch sich anpasst*.

* Siehe auch Gesellschafts-und Entwicklungsmensch


  • Von der Kirche, deren Dogmen, Theologie und Welt- fremdheit  als eine Zumutung für den Menschen emp- funden wird zur Individualisierungsentwicklung, ein Genie der Selbstevolution zu werden und jedem bei Entwicklungsreife -Nr.782 zugemutet werden kann.
  • Von der Gefahr einer neuen Kirchenspaltung zu einer Kirche ausserhalb der Kirche. Durch Entwicklung wird die Religion in ihr Wesen aufgelöst und das Leben wird selbst zur Religion.
  • Von dem Besuch der Kirche dem Gotteshaus als Ruhe und Kraftort, um ein wenig zur Ruhe zu kommen (Kirche ist Frieden) zur Kirche dem Gotteshaus, welches un- geignet ist zum Frieden zu gelangen, weil dieser erst in den vielen Auseinandersetzungs-Entwicklungs-Anreizen der Lebenswelt errungen und in der Verführungs- schwachheit  volllbracht werden muss (Welt ist Unfrie- de).
  • Von der Kirche als Sammelname für die einzelnen Mit- glieder zu durch die zunehmende Hervorkehrung  des Einzelnen sind die Mitglieder der Kirche das Entschei- dende und die Vermittlungen der Kirche werden über- flüssig. Jedes Mitglied der Kirche als Einzelner war Gott näher als die Kirche als Allgemeines. Für den grossen Theologen  Rahner besteht kein Zweifel, dass der neu- zeitliche Weg zum Glauben an die Existenz Gottes über die persönliche Erfahrung führt und durch die Reflexion Begriff und Wort verobjektiviert.
  • Von Gott muss ohne Weise (Religionsgebäude) wahr ge- nommen werden (Meister Eckhart), denn die Weise bleibt im Kreatürlichen stecken zu es gibt keine expliziten, heiligen Räume, weil Gott überall zuhause, alles wo ich bin heiliger Entwicklungslebensraum ist und alles und jeder mit jedem Punkt des Universums zu jedem Zeit- punkt verbunden ist*.

*Immer wo du stehst oder sitzt, kann eine Kathedrale errichtet werden*.


* Tom Johanson,Geistheiler.


  • Von die Kirche wartet, dass die Menschen zur ihr kom- men aber die Menschen den Sinn des Kommens nicht verstehen zu die Menschen warten, dass die Kirche mit einem lebensnahen Heilsangebot auf sie zugeht,wo der Sinn wieder verstanden wird.
  • Von der Auseinandersetzung mit der Institution Kirche (was nicht weiter hilft) zur Entwicklungs-Auseinander- setzung mit dem eigenen Leben (weil die hilfreichste Hand nur die am eigenen Arm ist).
  • Von der  strikten Trennung von Kirche und Staat, dem staatskirchlich rechtlichen Modell der Laizität zur Geschichtserinnerung, wo der erste Weltkrieg (1914- 1918)  offenkundig zeigte, in welcher starker Weise die Kirchen in Deutschland vor allem die evangelische na-  tionalpolitisch  ausgerichtet war. In " Gottes Namen "schickte Kaiser Wilhelm II die Soldaten ins Feld. Auf ihren Koppelschlössern stand “Gott mit uns“. In den Predigten wurde häufig der Krieg als ein Segen und als heilsame Erziehungsmaßnahme für das Volk hingestellt. Auch während des Zweiten Weltkrieges (1939-1945) wurden die Gläubigen zu treuer Pflichterfüllung er- mahnt, vor allem im Kampf gegen den gottlosen Bolsche- wismus.
  • Von der  "Minnekirche" – das Ideal der Katharrer, dass man sein Leben vergeistigen muss zu dieses geschieht durch z.B.
  • die De-und Entmaterialisierung (Entsinnlichung),
  • das Kulturlernen (Verwesentlichung),
  • das gotische Lernprinzip (Vervollkommnung)*,

*Das gotische Lernprinzip  erhebt den Anspruch, den substanziellen Entwicklungs-Lebens-Glauben wieder herzustellen (entwicklungsbil-
dende  Form-Transzendierungs-Kraft des Urchristentums). Es ist eine zwangsläufige Religionsentwicklungsfortsetzung eines religions- geschichtlichen Dreischritts von:Die Freiheiten werden zuerst der Religion untergeordnet.Anschliessend wird die Religion  den Frei- heiten untergeordnet (und endet meistens damit). Im letzten Schritt wird in der Freiheit die Religion erst entdeckt und durch das gotische Lernprinzip  " zurück errungen "  als höchste Entwicklungsstufe der Religion, wo das Leben zur Religion wird, ohne das es nach Religion aussieht und sich eine Extraauszeit für Gott nehmen muss.

  • das Individualisierungs-Bringschuldprinzip der Enwicklungslosigkeit   (Individuierung),
  • das Unsterblichkeitslernen (Entweltlichung),
  • das Entwicklungs-Wahrheits-Individualisierungs-Lernen, (Lebensfundamentierung),
  • das evolutionäre Altjugendlernen (Lebensvollendung),
  • das Jenseitslernen, (Ganzheits-und Einheitsergreifung),
  • das Glaubenslernen (Gott will nur,dass man an ihn glaubt und danach sich ausrichtet)*,
  • das scheinbar unreligiöse säkulare,evolutionäre "Nachfolge-Christi-Lernen" in der Gesellschaft und Beruf (Lebenswert-und Lebenssinnschaffung)

was zu einer allmählichen Vergeistigung des Lebens führt*.


* Der Begriff Katharer steht für die Anhänger der bekanntesten und radikalsten heterodoxen Strömung des mittelalterlichen Christen- tums, die vom 12. bis zum 14. Jahrhundert vornehmlich im Süden Frankreichs sowie in Italien, Spanien und Deutschland verbreitet war. Die Katharer nannten sich selber „Christen“ und „gute Christen“ und vor allem „Freunde Gottes“.

  • Von der Auflösung der Religion in Werte und Moral und von der Kirche, welche zu einer moralischen Anstalt verkommen ist zur Auflösung der Religion ins Leben,  welches aus dem Leben heraus tritt, wo das Leben sich selber moralisiert und zum zeitlosen Satz der Dichterin Marie Ebner-Eschenbach, dass die Moral, welche nicht   gut genug war für unsere Väter, diese auch nicht gut genug für unsere Kinder ist.

* Das Moralprinzip ist kein Naturprinzip, sondern ein normatives Prinzip d.h., es bezieht sich nicht auf etwas was ist, auf eine ge- setzmäßige Struktur und im Menschen angelegt ist, sondern auf ein Gesolltes.

  • Von weil die Kirche an den alten, enleerten Formen und lebensfremden Theologie festhält  und sich nicht wan- delt  und von ihrem Geschichtsmythos zehrt zu deshalb verpasst sie die Chance, als Heilsvermittler ernst genom- men zu werden und die Entchristlichung weiter voran schreitet.
  • Von dem religionsverfassungsrechtlichen Modell, dem das Prinzip strenger Trennung zwischen Religion/Kirche und Staat was vielen Ländern zugrunde liegt (Laizimus) zu wenn Gott mitten in unserem Leben jenseitig ist und das Jenseitige im weltlichen Diesseits existiert, ist die Spaltung faktisch aufgehoben*.


* Anders als in anderen Staaten sieht das Grundgesetz der Bundes- republik Deutschland allerdings keine strikte Trennung von Staat und Religion vor.


  • Von die Menschen geben nicht ihren Glauben auf, son- dern nur die Zugehörigkeit an die Kirche zu die letzte Verbindung, die ich zur Kirche habe ist, dass ich aus Gewohnheit noch nicht ausgetreten bin.
  • Von am Sonntag in die Kirche gehen (oberflächliche Ge- wohnheit) zu die Kirche ist da, wo geglaubt, gesucht, geirrt, gelitten und gerungen wird (tiefe Einmaligkeit).
  • Von der Kirche,  welches sich als Institution absolut und unfehlbar setzt und nicht dulden kann, dass Gott in jedem einzelnen Menschen seine Individualisierungs- wahrheit predigt  zum Wesen des Christentums, dass nur jeder Einzelne vor Gott gestellt ist (Freiheit der Individua- lität)*.

* Das Christentum bezeugt damit den unersetzlichen Wert der Einzelseele und schuf damit Raum der Freiheit, der in der bisherigen Geschichte der Menschheit noch nicht existiert hatte, aber diese Freiheit hat der abendländische Mensch bis auf wenige Einzelne verloren. 

  • Von dem Leben und der Religion welche zur Zeit zweier-  lei sind und deshalb erst die Religion notwendig macht (das Reich Gottes liegt  jenseits der irdischen Wirk- lichkeit) zur Religion,welche das persönliche Leben ist und dieses kann man nicht institutionalisieren. Mensch- lich existieren heisst religiös existieren. Deshalb besitzt eine Religion nie eine Institution, sondern nur der Einzelne, soweit er diese auch lebt. Es ist unmittelbare direkte Gotteserfahrung ohne Instanz. (Gott ist mitten in unserem Leben jenseitig, ein gegenseitiges Durchdrun-gen sein der Transzendenz des Jenseitigen (Gott) in der Prozedenz des Diesseitigen (Welt)*.

* Warum muss das Selbstverständlichste und Wichtigste aus dem Leben  als Privatsache und als Zuständigkeit der Kirche extrahiert werden ?. Das Religiöse darf nicht aus einer organisierten Kirch- lichkeit kommen, sondern es ist das Leben des Einzelnen,weil Gott selber das Leben ist.Siehe Textfortsetzung in Meister Eckhart
Von dem  Apostel Paulus, welcher etwas in die Welt gebracht  hat (Amtskirche) zu was das Gegenteil ist, was Jesus gewollt hat (Geistkirche).


  • Von der Institution Kirche, wo in der Mitte nicht mehr der Mensch steht (Kirchenfrömmigkeit)  zur Kirche ohne Institution, wo  in der Mitte nur der Mensch steht  (Le- bensfrömmigkeit).
  • Von der (politischen) Macht und Einfluss der Kirche in der Welt zu die Kirche befindet sich im Irrtum,  wenn sie etwas  sein will. Sie ist nur Katalysator als Heilsver- mittler, verwaltet und tradiert nur einen ihr anvertrau- ten Schatz.
  • Von der Kirche mit den überkommenen Begriffshülsen des Mittelalters, des Barocks, des 19. Jahrhunderts als auch stecken geblieben ist in veräusserlichten Ritualen und sich hinter die Bibel und Dogmen verschanzt hat zum Altmeister  Johann Wolfgang Goethe der einmal sagte: "Ich sehe eine Zeit kommen, wo Gott keine Freude mehr an ihr hat und er abermals alles zusammen schlagen muss zu einer verjüngten Schöpfung. Der Philosoph Friedrich Nietzsche empörte sich zwar, dass das Christentum so billig verkommen und deshalb sich  beugen muss, "aber es wird nicht zerbrechen und wieder im "neuen Gewande" Blätter ansetzen ".Wenn Gott sich in der vorherrschenden Institution nicht mehr als Wahrheit mitteilen kann, muss sie sich der Realität stellen.
  • Von  der Kirche als Institution, Gotteshaus und Klerus (manifestierte, sichtbare Kirche zu Anfassen) zur institutions-und konfessionslosen Kirche eines Entwick- lungsbewegungs-Programmes (latente Kirche,weil die Entwickler Gottes unsichtbare Kirche sind).
  • Von der Traditionskirche (kirchengeschichtliches Ereig- nis) zum Entwicklungs-Christen-Lebenstum ( individual- geschichtliches  Ereignis).
  • Von der Kirche, welche immer jung ist, aber die versteinerten Alten immer noch die traditionelle Marschrichtung vorgeben zu ein neuer Elan, ein neuer Glaube, eine Aufbruchstimmung, ein ausfreissen von Fenster und Türen wird mit Sicherheit nicht aus der Kirche kommen und der eigentliche Rufer hat kein Staatsamt inne und gehört keiner Institution an, wo noch an der anachronistischen Tradition festgehalten wird und dass keine der vorhandenen institutionellen Kirchen die Eklesia des neuen Testamentes ist. Die Kirche war noch nie Speerspitze für Veränderungen.
  • Von dem frommen Wunsch des  Vaticanum II die Kirche aus der Weltfeindlichkeit und Abgeschlossenheit eines Elfenbeinturms zu befreien zu bald wird an den Universi- täten in der Fakultät "Theologie" mehr  über die neue Kirche als über die alte disputiert und mit einer unauf- haltsamen Leidenschaft sich dem Lebens-Individualisie rungs-Christentum der Zeit gewidmet*.


*Von schätzungsweise rund zwanzig Prozent der Priester haben ihr Amt seit den 60iger Jahren im letzten Jahrhundert wegen dem Zölibat aufgegeben zur neuen Priestergeneration, welche nicht mehr die Bibel "ins Gesicht geschrieben" (Ohrfeigen) und die Sexualität unter- drückt wurde. es wird eine Zeit kommen, dass Religion dann nur mit Kirchturm, Bet-und Beichtstuhl, Kirchenbänken und Heiligenbildern, Reliquien,Wallfahrten, der Kanzel und dem Opferstock, der Altäre, dem ordinierten Klerus, der theologischen Texte, den  Dogmen und dem Papst zu tun hat, sind dieses dann nur noch Mumien und Arte- fakte einer vergangenen Welt. Es ist auch ein anderer Gott, der über den Schlafzimmerbett unserer Grossväter und Urgross- väter hing. Es bedeutet heute etwas deutlich anders religiös zu sein als noch vor einem halben Jahrhundert. Verkündigung und Seelsorge, als die gros- sen Aufgaben der Kirche sind beim Entwicklungs-Individualisierungs-Christentum immer weniger notendig.In der Tradition geboren wer- den und in der Tradition sterben war einmal.Die Zeit, in der unser bisheriges Christentum so wie wir es kennen einmal festgelegt wor- den ist, ist für ein-und allemal vorüber.

  • Von den unbelehrbaren, an der Vergangenheit festhal- tenden Traditionalisten zu die Traditionskirche ist nicht imstande sich auf eine neue Stufe ihrer Entwicklung zu heben,  weil  sie von der Tradition her lebt zu die Kraft der Kirche steckt in der Tradition und wenn die (über- mittelnde) Tradition stirbt, stirbt auch das Christentum. Weil die  Evolution niemals rückgängig gemacht werden kann, wird es auch kein zurück mehr zur Renaissance einer Traditionskirche geben.Siehe Textfortsetzung Startseite*.


* Eine Entwicklung zurück kann  es von ihrer Gesetzesnatur nicht geben, weil es die Gleichgewichtskräfte es nicht zulassen und alles dem Gesetz des Vergehens und Werdens einer wendeltreppe-
spiral förmigen Weiterentwicklung unterliegt. Nichts ist befestigt,
ein ständiges ausdehnen vom bewegten Hier zum bewegten Dort. Die Entwicklung ist irreversibel, da jede Stufe auf der vorhergehenden aufbaut. Vergangenheit ist verflossene, alte Energie und die Verschie- bung hat bereits den Punkt der Rückkehr überschritten. Damit ist der Entwicklungsprozess nicht mehr umkehrbar d.h., es gibt keine Ent wicklung zurück und wäre genauso absurd, einen ICE-Hochgeschwin- digkeitszug mit 300 km/h mit blossen Händen stoppen zu wollen. Eine Restauration wäre nur ein instabiler Entwicklungsstillstand.


  • Von dem Erneuerungsbestreben aus der alten Kirche eine neue entstehen zu lassen (Rückbindung Kirche) zur These,dass eine neue Kirche nicht aus der alten Kirche entstehen kann, weil das Christentum immer persönlich ist, weil nur der Einzelne vor Gott gestellt ist und des-halb jeder seine eigene Kirche ist (Rückbindung Leben).
  • Von der Kirche als Verwalter einer verbeamteten, abso- luten Wahrheit und wo die Freiheit der Individualität als Weg  zur Wahrheitsentwicklung nicht vorgesehen ist (Be- freiung von der Kirche) zu lässt man die Freiheit heran, bricht das ganze Gebäude zusammen, weil erst in der Freiheit die Religion entdeckt und  zurück errungen wird als höchste Entwicklungsstufe der Religion einer indivi- duellen, seelischen Erregtheit, wo das Leben (Gott ist das Leben selbst) zur Religion wird. Es gibt keine grössere Freiheit als der Weg eines Religiösen (Befreiung von der Welt.
  • Von der Kirche, welche ihr Greisentum erreicht und ihre Zeit gehabt hat und sich deshalb in der Kernschmelze befindet zu dieser entwicklungsfreie Kirche, dessen Untergang ihr Schicksal ist*.

* Dass Religion dann nur mit Kirchturm, Bet-und Beichtstuhl, Kirchen- bänken und Heiligenbildern, Reliquien,Wallfahrten, mit Wundern, der Kanzel und dem Opferstock, der Altäre, dem ordinierten Klerus, der theologischen Texte, den  Dogmen, der Predigten und dem Papst zu tun hat, sind dieses dann nur noch Mumien und Artefakte einer ver-
gangenen Welt. Es ist auch ein anderer Gott, der über den Schlafzim-
merbett unserer Grossväter und Urgrossväter hing. Es bedeutet heute etwas deutlich anders religiös zu sein als noch vor einem halben Jahrhundert. Verkündigung und Seelsorge als die grossen Aufgaben der Kirche sind beim Entwicklungs-Individualisierungs-Christentum immer weniger notwendig.In der Tradition geboren werden und in der Tradition sterben war einmal.Die Zeit, in der unser bisheriges Christentum so wie wir es kennen einmal festgelegt wor- den ist, wo wir kritiklos hampelmännisch folgten und wie chloro formiert alles nachgeprochen haben, ist für ein-und allemal vor- über.Aber wer kann sich schon seiner Kindheitsreligion (ganz) entzie-
hen und ist frei von Orgelklang,Weihrauch und Kerzenschimmer ? Das Christentum ist heute auf dem Weg wirklich, weil authen tisch ernst genommen  zu werden und  sich von der vormachenden Fremdbestimmung  zu befreien.


  • Von der Kirche als Ort wo eine Gemeinschaft der Gläubigen versammelt ist zu es gibt keine Gemeinschaft der Gläubigen, weil im Glauben jeder einzeln da steht und die Glaubens(entwicklungs)er fahrung machen muss. Eine Masse als Ganzes kann sich nicht entwickeln (glauben lernen), sondern es sind immer nur Einzelne.
  • Von den gotischen Kathedralen als heiliger, bedeutungs-geladener, universaler Kirchenraum zu es gibt keine expliziten, heiligen Räume, weil Gott überall zuhause, alles heiliger Entwicklungslebensraum ist "und alles und jeder mit  jedem Punkt des Universums zu jedem Zeit- punkt verbunden ist.
  • Von der physischen Raumtrennung des Chors und dem Langhaus durch den Lettner (Chorwand) in der gotischen Kathedrale für Kleriker (Klerikerkirche) und das Volk (Laienkirche) zu sich trennen und freimachen von dem spirituellen Religions-Vermittlungs-Monopols des geistlichen Standes und von den tradierten religiösen Traditionen für ein Entwicklungs-Individualisierungs-Zukunftschristentum einer evolutionären säkularen Nachfolge Christi*.

                     
* Siehe den Gliederungspunkt "Die Nachfolge Christi als mittelalterlicher, weltverneinungs-Klosterweg versus moderner Weltbejahungsweg" in säkulare,evolutionäre Nachfolge Christi


                        Priester


  • Vom Seelsorger als Prediger ohne den Weg je gegangen zu sein zu das Lebens predigt sich beim Beschreiten des Entwicklungs-Individualisierungs-Weges in der säkularen evolutionären Nachfolge Christi selbst.
  • Beim Bildungs-Kultur-Lernen gilt der theologische Stand- punkt, dass nur der die Wahrheit sagen darf, der sie auch geisteswissenschaftlich reflektiert hat (Lehrautorität). Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen gilt der Standpunkt,    dass nur der die Wahrheit sagen darf,der in ihr ruht (Entwicklungsautorität).
  • Von einem Priester des alten vorbildlosen  Traditions- christentums zu dieser kann nicht Prediger eines neuen Entwicklungs-Lebens-Christentums  sein, weil er noch nicht die Erstarrung hinter sich gelassen hat*.


*  Jegliche Kreatur ist Gottes voll und ist ein aufgeschlagenes Buch und wer darin recht zu lesen weiss, der braucht keine Predigt mehr. Das Viele ist nur da, um zu dem Einen (Gott) zu ge langen. Denn in- dem der Mensch "das Göttliche" als  Mittel zum Individualisie-
rungs-Sinn-Zweck in und hinter allem entdeckt und diese in Entwick- lungsdienst stellt, werden die Dinge selber nur noch mittelbar, ihrer eigenen Besitzwesenheit entkleidet und einem in die Hand gegeben. Er wird aus der Besessenheit durch die fremden Dinge erlöst und befreit. Aus dem Nichts fallen ihm die fremden Dinge ihrem Wesen nach zu und geraten selbst in seinen Besitz. Es ist Meister Eckharts weitere Erkenntnis, dass wer Gott hat, hat auch alles andere. Wer das Höhere hat auch automatisch das Niedrigere.


  • Von der (Priester)berufung weniger Auserwählter zur wachsenden (Entwicklungsreifeberufung-Nr.782 aller*.

* I.) Der Berufungsbegriff entstammt vielmehr genuin einem christ-
lichen Hintergrund. In den ersten christlichen Gemeinden wie noch zu Beginn des 1.Jahrhunderts waren mit dem griechischen Äquivalent für Berufung (klesis) zwar nur die Christen, dafür alle Christen ge- meint. Sie alle waren alle Berufene und " Auserwählte Gottes " und diese Berufung galt es im alltäglichen Leben auch zu verwirklichen. Als das Christentum lebensgeschichtlich in der Welt nicht mehr erfahrbar war, entstand das Mönchstum als die Bewegung derer, die sich fernab wom Weltengetriebe ganz und ungeteilt Gott hingeben. Die Klesis der weltlichen Stände wurde durch die Vocatio (bezeichnet bildungssprachlich die Berufung in respektive den Ruf für ein Amt) ersetzt, wo sich die eigentliche Berufung realisierte. Der Reformator Martin Luther begründete theologisch in seiner Leipziger Disputation seine Auffassung vom allgemeinen Priestertum. Der Ruf Gottes ergeht demnach nicht mehr an Einzelne, sondern an jeden Christen. Es gibt danach keinen besonderen geistlichen Stand mehr, der über anderen stünde. Damit wird das Leben in der Welt religiös aufgewer-
tet. Weltlicher Beruf und geistlicher Beruf waren gleichwertig anzusehen. Gerade der Beruf sei der Ort der Bewährung des Christ seins und mehr als jede selbst gewählte Form der Kasteiung und weltlichen Abgeschiedenheit im Kloster, was dann auch zur Auflösung vieler Klöster führte. Luther demokratisierte damit den heutigen noch gültigen" Vocatio-Begriff " der säkularen Nachfolge Christi, aber in der Lebenspraxis bis heute nur von einigen Wenigen umgesetzt worden ist.

* II.) Siehe auch "Entwicklungs/Berufsreifereife" Nr.782 in Kulturler- nen-17


  • Von dem Priesteramt als die Bezeichnung für die ge- weihten Leiter der Pfarrei, die Vorsteher der Eucharis- tiefeier und  die den Kultus verwalten sowie Lehre und Tradition bewahren zur Aussage von dem Reformator Martin Luther,dass jeder  jeder sein  eigener Priester sein sollte und kein eigener Stand mehr ist, weil nur jeder Einzelne vor Gott gestellt ist. Es ist die Weiterentwicklung des lutherischen Gedankens, dass jeder einzelne Christ   im allerletzten zum " Priester" berufen ist,  keinen Ver- mittler braucht und dieses findet beim Entwicklungs-Lebens-Christentum  seinen Ausdruck z.B. in der evolu- tionären, säkularen, Nachfolge Christi und im gotischen Lernprinzip

* I.) Das Christentum befreite den Menschen vom Fatalismus der Natur und von der Zwangsherrschaft des Kollektivs und stellt ihn als Einzelner unmittelbar vor Gott. Jeder Einzelne ist vor Gott gestellt, weil  Gott in jedem sich werden will und wie Goethe einst mit pro-
phetischer Sicherheit und Sperberblick schon erkannt hat, " dass
die Gottheit uns vollendet einst gedacht ". Es ist das Geheimnis Got- tes, dass er sich  nur in der Einzelseele offenbart.Es bezeugte damit den unersetzlichen Wert der Einzelseele und schuf damit Raum  der Freiheit, der in der bisherigen Geschichte der Menschheit noch nicht existiert hatte, aber diese Freiheit hat der abendländische Mensch bis auf wenige Einzelne verloren.


II.) Das Individualitätsprinzip bezieht sich auf das persönliche Gottes- verhältnis.Am "grossen Gerichtstag" des Todes (Totengericht) bin ich nur als Einzelner und nicht eine Glaubensgemeinschaft vor Gott gestellt ist,weil nur in der Anerkennung der eigenen Individualisie- rung-Lebens-Bringschuld  das einzige Eigentum ist,was den Einzelnen begründet ("Karmakonto"),was ausserhalb der gesellschaftlichen und demokratischen Sank- tionen liegt. Dein Gott ist persönlich und auch nicht ein Gott einer anderen Religionen.Der Rechenschafts- bericht ist fern von jeder Schuldzuweisung einer Strafwürdigkeit und es wird jetzt die innere, unverstellte Natur sichtbar und dass ich getauft worden und jeden Sonntag in die Kirche gegangen bin und "weiner- liche Entschuldigungen sind bedeutungslos*.


* Von wenn man regelmässig in die Kirche geht und glaubt ein guter Christ zu sein zu dieses wird  genauso als ein Irrtum angesehen,wenn man in die Garage geht und glaubt ein Auto zu sein"-Verfasser unbekannt.


III.) Die Beurteilung erfolgt meist aufgrund entwicklungsethischer Maßstäbe.  Nach  Meister Eckhart hat das Leben nur so viel Wert, wie viel er von Gott (entwickelt) hat, wie viel Lebenszeit Entwicklungszeit war und Zeitloses in der Zeit und Wesenhaftes im Wesenlosen ge- schaffen wurde.Der "imaginären abgespulten Vergangenheitsheit-Überwa- chungs-Himmels- Kamera" hält uns einen Spiegel vor und ihr bleibt nichts verborgen.

IV.) Wenn Klartext gesprochen wird,wird er/sie  nicht gefragt z.B. ob er/sie ein gute(r) Staatsbürger(in) gewesen ist, was die anderen ge- macht haben, nach seinem Bekanntheitsgrad, wie viele Tore z.B. als Fußballstar einmal eingenetzt wurden oder wie viele Welthits er/sie  gesungen hat, nach seinem Bank- kontostand, wie viele Kinder, welche Position, welchen Beruf, Besitz, für was er Zeit und Interesse hatte,welchen Heiligen wir geglichen und verehrt haben und wie löblich die Grabrede des Pfarrers war, sondern Auge in Auge nur nach seinem persönlichen Gottesverhältnis als die eigentliche Lebensleis- tung d.h., ob er sich treu und entwicklungsehrlich als Wahrheitsliebe geblieben ist, das Bessere und Höhere im Hier und jetzt gewollt,was er für andere  getan hat oder hätte tun können als Lebensprüfung, Lebenssinnaufgabe und geschenkte Lebensdankbarkeit.Nur die Weltwerte alleine  lässt Gott nicht gelten.Die Kernfrage ist immer die nach der Entwicklungs-Individualisierungs-Bringschuld,  ob wir uns selbst gewesen waren, was ich aus meinem Leben transzendie- rend  gemacht  d.h.,ob ich immer mehr meinen inneren Frieden im Unfrieden meiner Alltagswelt  als Unsterblichkeitslernen  gesucht habe. Nach Meister Eckhart lohnt Gott nicht nach der Größe und Vielzahl der Werke, sondern nur, ob sie in Gott und als Gotteswille vollbracht worden sind.


  • Von ich habe keinen Respekt mehr vor den studierten Kirchenautoritäten, Doktoranden der Theologie, Ge- weihte und mit Predigt-Lizenztiat (Traditionserhalt einer papierenen Buchstabenreligion) zu den Entwicklungs- auto ritäten, welche durch die Verworfenheit des Lebens gegangen sind, Lebensziele aufzeigen, die Lebenssinn stiften und als Nachahmungsvorbilder gelten (religiöser Entwicklungsgehalt im individuellen Entwicklungslebens- prozess)*.

*I.) Der Pfarrer z.B. kennt seine Bibel und die Voraussetzungen für die Vorbildfunktion zur (säkularen) Nachfolge Christi am besten. Eine Vorbildautorität ist immer mit Askese und Entsagung des eigenen, gegangenen Entwicklungsweges verbunden, der nur durch sie be- gründet und erhalten werden kann. Das Christentum orientiert sich immer noch an denen, die es gelebt und nicht der es nur gepredigt haben. Nur dieses " berufen-selbst-sein " ist " in der warmen Stu-
be ",  wo Wohlstand, Karriere, Sicherheit, Diskussion, Arbeitsroutine und eine Pensionsberechtigung vorherrscht, nicht gegeben, weil ein Individualisierungsweg nur gegen die Welt möglich ist. Deshalb schaute man früher nach oben und (ge)horchte der Lehr-und  Amts- autorität. Heute hat sich die Richtung von unten nach oben verän- dert. Das Internet z.B. stellt die Dominationsmacht der Zuhörbildung immer mehr in Frage, weil es auf die autodidaktische Selbstvermit- tlung als Wirkmacht und nicht mehr die didaktische Fremdvermit- tlung ankommt. Es zählt nur die Erkenntnis: " Klug sei, wer sagen kann, ich habe nichts, als mich studiert ".

II.) Weil der Wesenskern des Menschen weiter und tiefer ist und auf
eine andere Art von nie erreichbarer Vollendung und Vollkommenheit
ausgelegt ist, wie diese sich in den selbstherrlichen und von den Me-
dien publizierten Führungsspitzen in allen Lebensbereichen der Hierarchie widerspiegeln, wächst der Vertrauensverlust und Zufrie-
denheitsanspruch der Menschen. Der Pfarrer sollte am besten wieder ein Augustinus, der Arzt ein Paracelsus  und der Lehrer wieder ein Sokrates sein.

III.) Ein Berufungslebenslauf lässt sich nicht planen, ausdenken,
erlesen, als Zusatzqualifikation schulen oder willentlich erreichen.
Berufung ist auch kein Thema eines wissenschaftlichen Diskurses,
einer philosophischen Sichtweise, einer Pastoraltheologe  oder einer empirischen Studie. Diese liegt über allen Bildungskognitionen was gewusst werden kann. Man kann auch noch nicht einmal etwas dage-
gen tun, weil dieses Lebenskonzept einem in der Entwicklung sich herausbildend geschenkt wird und die Kindheit und Jugend wieder
zu Beruf gemacht wird. Es ist die suchende Unruhe des Indivi-
dual-Entwicklungs-Logos, welches zur Ruhe findet. Berufung entzieht
sich wie die Begriffe " Heiligkeit und Genie  " jeglicher eindeutigen Definition.

IV.) Evolution und Gottentwicklung sind gleich.Gott wird in der Ent- wicklung erst wieder neu geboren und ist in der Entwicklung einem immer mitgegeben. Das Leben wird als eine Erscheinung Gottes und mein persönliches Leben als "das Gott-Werde-Selbst-Sein betrachtet. Immer wenn ich mich entwickele, rufe ich Gott ins diesseitige Dasein und er tritt an die Stelle des Überwundenen als das transzendierte Verbesserte.Durch mein Leben bin ich Gott unmittelbar. Wo Ent- wicklung ist, da ist auch Gott und wo Gott nicht ist, da ist das Leben nicht in Ordnung und in Unfrieden (nicht entwicklungskonform und lebensübereinstimmend). Die Lebensfrage ist immer die Gottes-
frage und die Gottesfrage bleibt immer die persönliche Gottent-
wicklungsfrage.Wie der Mensch ist, so ist sein Gott. Der Gottesbe-
griff wird aus der persönlichen Situation des Einzelnen heraus ent-
wickelt werden und damit individualisiert sich die Religion immer mehr.

  • Von berufenen, geweihten Priestern (Priesteramt, die Wissenskenntnis um Religion, Schriftgelehrte mit Lehr-vollmacht) zu verhinderten und verkannten (Entwick-lungs)priestern (priesterliche Entwicklungs-Erkenntnis-Menschen,Erfahrungstatmenschen als Wirkkraftfeld mit Vorbildvollmacht)*.

* I.) Der Priesterkult entspringt dem Bildungsrationalismus des Kir- chenlehrers  Thomas von Aquin.


II.)  Die verhinderten "so genannten angehenden Priester" bewirken mehr Grosses und sind segensreicher als die in der Welt wirkende berufene Priester. Die Philosophen Karl Marx und Georg Wilhelm Friedrich Hegel waren ehemalige Klosterschüler, verkannte und verhinderte Priester und jeder von ihnen hat mit ihrer Ideologie jeweils einen halbe Welt verändert. Auch der Schriftsteller und Bibliothekar war für den Priesterberuf bestimmt und der Maler Vincent van Gogh wollte Priester werden, aber der Welt würde heute, wenn er Priester geworden wäre  eine Kulturschöpfung ersten Ranges fehlen, welche 100 000 Priester nicht ersetzen könnten.


  • Von  geweihten Priestern zur säkularen "Priesterlich- keit" , welche ihren Entwicklungs-Individualisierungsweg einer  säkularen, evolutionären Nachfolge Christi be-schreiten.
  • Von den jungen Priestern,welche den Glauben ver- künden, aber nie diesen lebensexistentiell erlitten und ausgetragen haben zum Ehrlichkeitsgrundsatz nie etwas zu behaupten, was nicht sicheres Erfahrungswissen ist*.

* Siehe auch  Die zehn erlittenen Entwicklungs-Reife-Übungsstufen des Glaubensvertrauens als Bewusstseinswerdeprozess

  • Von berufenen, motivierten Priestern, welche noch die "Traditionsfahne hochhalten " zu aber immer weniger Menschen ihr noch folgen.
  • Von Priestern,welche in der Bevölkerung besonders bei älteren Kirchgängern noch eine Sonderolle und über einen fast "Heiligenstatus" verfügen zu den Priestern, welche  Menschen sind wie du ich mit den gleichen Schwächen und Stärken und das sich die Berufung im Amt erst einmal beweisen muss. Berufung entzieht sich wie die Begriffe " Heiligkeit und Genie  " jeglicher eindeu- tigen Definition.
  • Von grossen Theologen, welche als Zukunftspropheten eine grosse Autorität besitzen zu den stillen Entwicklern im Lande, welche Wegbereiter und Vorbilder sind, weil diese den Zukunftsweg des Christentums  gehen und gegangen sind. Erst diese haben den Weg frei gemacht für eine Nachfolge-Aufbruchstimmung*.

*I.) Es gab und gibt konfessionsübergreifend in den letzten Jahrzehn- ten viele grosse Theologen, welche "Leuchttürme Gottes" waren, aber keiner war  und ist wirklich imstande, das Christentum auf eine neue Stufe ihrer Entwicklung zu heben und die christlichen Lehrinhalte normativ für die heutige Zeit zu gestalten.


II.) Es waren und sind immer nur die stillen, unbekannten, unschein- baren  Vorbilder,welche morgens bis abends unbe- merkt  "z.B. ihren Bürostuhl wetzten" in der säkularen, evolutionären Nachfolge Christi , welche sich eine neue und individuelle, säkulare Form des Aposto- lats geschaffen und den nächsten Entwicklungsschritt " als Erlösungs-und Be- freiungstat als anonymer Seelenführer" eingeleitet haben allen Widerständen, ökonomischen Nachteilen und Andersmeinun- gen zum Trotz und lebensexistentiell erlitten und ausgetragen wurde. Die Nachfolge Jesu ist nicht eine " eins zu eins" mittelalterliche, klos- teraffine Nachahmung Christi oder ein z.B. gepredigter Lebensent- wurf von einer christlichen Erweckungsbewegung, sondern bei Entwicklungsreife-782 heisst es nur seinen eigenen Individualisie- rungs-Prozess-Weg in der Gesellschaft-,im Privat- und im Berufsleben gehen, der einzigartig ist, noch  von niemanden gegangen wurde und erst gefunden werden muss. Vorbilder planen immer ein Unterneh- men,was so noch kein Vorbild hat.Wenn etwas autobiografische Züge trägt und der Autor sich selbst " predigt ", sind das Werk und das Lebens des Verfassers authentisch, bleibt es einmalig, ist (er)lebbar und kann von jedem unterschrieben werden. Der Weg " ins gelobte Land "kann nur der zeigen, der diesen Weg nicht nur aus- und erdacht hat, anderen Heilspredigern folgt,  sondern auch seinen (Leidens)- widerstandsweg durch viele Irrtümer hindurch experimentiert und mit aller Kraft zu Ende gegangen ist. Erst wenn er nichts mehr für sich selbst etwas will, nur dann wirkt er*.

* Vorbild Napoleon der Erste: "Der mit ihnen hungerte und fror, maschierte und kämpfte,darbte und feierte, sie anredete und duzte,  mit ihnen von gleich zu gleich verkehrte und die Hoffnung zu wecken verstand, dass sie aufsteigen und Karriere machen konnten*.

*Quelle Franz Herre,Napoleon-"Eine Biografie".

III.) So wir wir sind, ist die Welt. Jeder Mensch ist sein eigenes Uni- versum  und bewegt sich dem geistigen Weltzentrum parallel. Wer seinen Mittelpunkt gefunden hat, wird zum Mittelpunkt für die Anderen.Der Einzelne geht seinen Weg und die anderen werden darin mitgezogen und erzogen. Weil dieser Entwicklungs-Lebens-Christen- tum-Weg  auch nachweislich zu Ende gegangen wurde und weiter gegangen wird, weil sich ein Einzelner bis in die Wurzeln in allen Le- bensbereichen umgestaltet hat, hat er wirkungspotentiell "theo- logisch" den Nachfolgeweg als Unmittelbarkeit für die Anderen frei gemacht und ohne dafür zu kämpfen,diese sich selbstverstärkend auf geistigen Fernwirkungswege fort- setzt.Was er sagt wird gemacht und er ist machtvoller als alles Geld der Welt.

IV.) Wenn einer den Weg gegangen ist, hat er ihn frei gemacht für andere als das wissenschaftliche Spiegelbild der Relati- vitätstheorie von Albert  Einstein. Es wurde (Entwicklungs)- raum als physische Realität geschaffen, der vorher nicht da war und erst diese Raum- expan sionsmagie gibt jedem die   Chance, in den (Vorbild)kraftraum einzutreten wenn diese auch das praktische Moment der Verände- rung beinhaltet, diese transzendierende  Möglichkeit (durch Selbst- entwick- lung) für noch Grösseres wahrzunehmen. Der Raum ist nicht begrenzt, sondern so gross, wie der gedacht werden kann. Es ist weniger die Kunst des Möglichen, sondern im Rahmen des Möglichen, wozu ich auch wirklich reifebereit bin als eine neue Kulturkategorie des Kulturlernens,wo ich meiner Le- benswelt in der Auseinander- setzungs-Überwindung gegenübertrete und Kultur schaffe.


V.) Es ist immer die Gretchenfrage, wie hälst du es selbst mit dem, was du verkündest.  Wir verändern und verbessern als Orientierungs- vakuum die Welt nicht mit dem was wir sagen, sondern nur durch das, was wir durch den gegangenen Vorbild-Entwicklungslebensweg geworden oder nicht ge- worden sind. Von dem Grad der Selbstbe- herrschung wird der Grad der Gleichwilligkeit der Anderen bestimmt. Die Nachahmungskraft und autorative Ausformung wird erst durch die Vorbildfunktion übertragen, welche in die Vorbildform reingelegt wurde,sich selber wirkend ist, die Reife für den Einzelnen geschaffen hat und den Nachahmungsreiz aus- macht. Die abstrakte Wahrheit, die mir einer erzählt ist nur soviel wahr wie sie durch das Leben des Einzelnen gegangen ist. Weil jeder Mensch ein Teil der Menschheit eines univer- sellen Ganzheitsbewusstseins ist (Interverbundenheit) und wenn es vom Einzelnen realisiert wurde, wirkt es erst vorbildlich für das Ganze als Gemeinschaftsfeld, was als kollektives Gedächtnis bezeichnet wird,aus. Je mehr das Vorbild für das Ganze da ist und nicht nur für ein Teil (bspw. Partei, Berufsgruppe, Meinung, Weltan- schauung, ein Land) umso mehr repräsentiert es das Ganze.

VI.) Alleine durch seine Existenz wird er zum Vorwurf und zur perma- nenten Forderung nachzuahmen und ihm nachzu- folgen (weniger ein nachmachen, sondern mehr seinen eigenen Lebensweg gehen).Wer sein eigenes Leben erkannt hat, hat es für alle erkannt. Der Dichter Friedrich Schiller würde sagen; " Was einer im Reiche der Wahrheit erwirbt, hat er für alle erworben. Nur dieses ist der archimedische Punkt und prima causa (Heils-,Entwicklungs-,Nachfolge-und Lebens- wert), auf den es ankommt. Wenn der Mensch sich durchgerungen und den Vorbildweg gegangen ist, ist das wie ein Tropfen, welcher ins Meer fliesst, wo das Meer sich in den Tropfen verwandelt und ein Einzelner zur Menschheit wird und nicht der Tropfen zum Meer wird. Der kleinste aller Sa-- men kann den grössten Baum hervorbringen und ein einzig erwachter Mensch kann eine neue Menschheit  ent- stehen lassen. Es ist die Bewahrheitung, dass "die Stillen im Lande" die lautesten Gedanken haben. Das ewige Wort wird nur in der Stille laut.

VII.) Dem Vorbild genügt nicht die äussere Macht, sondern es  ist das Bewusstsein der inneren Macht,nicht die Autorität einer verliehenen Macht, sondern nur mächtig als stille, verborgene Daseinsmacht Es genügt eigentlich schon, dass er nur da ist und nicht, das ihn jeder- mann kennt. Der Nimbus des Vorbildes bleibt erhalten nur durch Distanz. Salopp gesagt ist das Vorbild der Mann, der anderen Beine macht, aber auch der glimmende Docht, wo die Menschen ihre Leuch- te anzünden. Das Vorbild besitzt die grösste Klugheit und vergisst um der Sache willen sich selbst, seinen Vorteil und seinen " Egostolz ". Ein Vorbild will obwohl überall gegenwärtig, anonym und unsichtbar bleiben und als Stiller, Verborgener im Lande nicht sichtbar zu existieren und im Mittelpunkt stehen braucht. Er genügt sich selbst und will nur unter der Tarnkappe Unscheinbarkeit (da)sein*.


  • Von der religiösen Vermittlung durch Priester (Vor der Reife nur statische  Mittelbarkeit) zu auch die religiöse Vermittlung unterliegt  dem ewigen Wandlungsgesetz "des Blühens und Welkens" und beim Entwicklungs-Lebens-Christentum brauche ich keine studierten Theologen und Priester als Vermittler mehr (Bei Reife aber dynamische Unmittelbarkeit)*.

* Siehe auch " vor der Reife" und "bei Reife" Nr.782 in Kulturlernen-17


  • Von die christliche Substanz nicht durch Predigten vermitteln zur Vermittlung als Vorbild durch Selbstent- wicklung in der säkularen, evolutionären Nachfolge Christi.
  • Von Priester beschäftigen sich hauptsächlich mit dem was aus der Welt in die Kirche hinein getragen wird (Zeitgeist) zu ursprünglich war es aber umgekehrt ge- dacht (Zeitlosigkeit).
  • Von wenn Studierte bei der Neuevangelisierung anfan- gen die Wahrheit zu predigen zur Erkenntnis, dass  man nicht die Wahrheit sagen kann, solange sie nicht vom Prediger selbst  bezwungen wurde. Nicht die Wahrheit wissen, sondern in der Wahrheit ruhen ist der Schlüssel für die entwicklungsmoralische Kraft der Wahrheit. Nicht die gelehrige Wahrheit zählt, sondern welche auch den Weg in das "gelobte Wahrheitsland" schon gegangen sind als Wahrheitsvorbilder als die innerlich Reifsten in der Wahrheitssache.Nicht die Wahrheit ist wichtig, sondern der Weg zur Wahrheit selbst.
  • Von einem Wahrheitsverkünder des alten vorbildlosen  Traditionschristentums zu dieser kann nicht Prediger eines neuen Entwicklungs-Lebens-Christentums  sein, weil er noch nicht die Erstarrung hinter sich gelassen hat.Der Praktiker verkörpert,auch wenn er es auch nicht weiss, eine Philosphie der Vergangenheit.Deshalb kennt er das Geheimnis  der Zukunft des Christentums nicht*

* Eine Aufbruchstimmung und "ein auf- reissen von Fenster und Türen", der Beginn einer neuen religiösen Begeisterungswelle  kann nicht von den Traditionalisten kommen und über die Zukunft des Christentums, kann auch nicht abgestimmt oder im Vatikan entschieden werden, weil der eigentliche Rufer keine Kirchenkarriere, kein Amt inne hat, kein anerkannter und gesellschaftlich verankerter Würdenträger ist, wo in der warmen Stube eine Pensionsberechtigung vorherrscht. Die Zukunft   lässt sich nicht rational erdenken und planen, sondern der  zukünftige Weg kann nur gegangen werden und es waren immer nur die Vorbilder, welche den nächsten Entwick- lungsschritt eingeleitet haben und weil dieser Weg auch gegangen wurde, frei gemacht ist, für die Nachfolge, in allen Lebensbereichen, weil nur dieses der archimedische Punkt (Heilswert) ist, auf den es ankommt.  Wenn der Mensch sich durchgerungen und den Vorbildweg frei gemacht hat für alle, ist das wie ein Tropfen, welcher ins Meer fliesst, wo das Meer sich in den Tropfen verwandelt und nicht der Tropfen zum Meer wird und ein Einzelner wird zur Menschheit*.


* Beim Bildungs-Kultur-Lernen; Der Wissenschaftler Isaac Newton untersuchte die Natur und stand dem Volke distanziert gegenüber. Wissenschaft ist Mathematik und  diese löst keine Begeisterungs- stürme und Aufbruchstim- mung aus. Entwicklungs-Kultur-Lernen; Johann Wolfgang Goethe war eine Urnatur und ein Bürger unter Bürgern. Sein verfasster Briefroman "Die Leiden des jungen Wer- thers" über eine unglückliche Liebesbeziehung war derzeiten ein Bestseller und löste Begeisterungs-und Nachahmungsstürme aus und gab der  Jugend ihren Wert und Würde zurück.Je weniger sich der Mensch  äusserlich von seinen Mitbürgern unterscheidet, desto besser ist er für sie und  desto echter und akzeptierter wird er sein. Goethes froher Lebensgenuss und seine viel- seitige ministerale praktische Tätigkeiten haben dazu beigetragen.


  • Von wenn es keine Priester gäbe (Partei) zu dann gäbe es auch keine Ungläubigen (Toleranz).
  • Von den studierten Theologen mit Predigt-und amtlicher Lehrerlaubnis eines erfahrungslosen Redens (gelehriges Wortwissen) zur Aussage des Reformators Martin Luth- ers, dass er im Leben mehr wahre Theologie gefun- den hat als bei allen Doktoren aller Universitäten zusam- men genommen (das erlittene (Vorbild)wort- (wissen)*.

* Was die Seele betrifft ist dieses nicht lern- und lehrbar und es wird trotzdem durch das Bildungslernen versucht den (Seelen)beruf zu lehren (z.B. Theologie, Psychoanalyse, Seminare über evolutionäre Spiritualiät).Was die Seele betrifft kann nur durch das Entwicklungs-Kultur-Lernen, weil berufen sein als "Geschenk" selber gelernt und natülrich gegeben und nicht als Wissen gelehrt werden.


  • Von dem Priester als Verbindung und zuständig für das Jenseits bei Trauerfeierlichkeiten und Beerdigungen zu für den Tod hat die moderne Theologie aber wenig Substanzielles zu bieten und die Unsterblichkeit der menschlichen Seele ist ein nicht gewusster, sondern nur aus der biblischen Offenbarung abzuleiten. Der Apos- tel  Paulus vermeidet Aussagen über ein Leben nach dem Tod. Jesus glaubte nicht an eine unsterbliche Seele, sondern an die Auferstehung, dass wir im Tode in den Händen Gottes als eine Lebenskontinuität unser Leben weiter geht. Die Auferstehung ist aber der Angel-und Drehpunkt des ganzen Christentums. Wenn die Aufer-stehung wegfällt,  fällt das Christentum zusammen. Wer sich mit der  modernen Sterbe-und Nahtodforschung und den bis dato gewonnenen Schlussfolgerungs-Erkennt- nissen auseinander gesetzt hat, ist von diesen mehr überzeugt als nur von den mantrahaft vorgetragenen religiösen Trauerritualen nach klassischem Ritus, Bibel- versen und Glaubenströstungen.Siehe Textfortsetzung den Gliederungspunkt" Die leibliche Auferstehung Christi und der Christen sowie die endgültige Kapitulation des Todes vor der liebenden Allmacht ist das  ist das Kern- stück des christlichen Glaubensbekenntnisses"in Das Leben ist unterblich
  • Von Priester, die zuständig sind für das Jenseits, um mit  der transzendenten (Gottes)macht in Kontakt zu treten zu z.B. dem noch weltweiten verbreiteten Scha- manenkult,welche auch spirituelle Spezialisten  sind, die bei vollem Bewusstsein eine rituelle Ekstase unter Ein- satz von Drogen die normale Sinneswahrnehmung in der Trance erweitern als Vermittler zur Geistwelt.
  • Von der Predigt der Wandlung, dass er Mensch nicht der gleiche bleiben kann wie er ist zu der Lebenswirklich- keit des Einzelnen,welcher mit vielen Abhängigkeiten, Verstrickungen, Wünsche, Triebe, Gierwollen, seiner Entwicklungs-Individualisierungs-Bringschuld und ihn, weil der Reifezeitpunkt-Nr.782 dafür noch nicht gegeben ist, eine Wandlung gar nicht interessiert und deshalb fruchtlos bleibt.
  • Von gelehrt sein sind wenige (Priesterkirche) aber Chris- ten sind alle (kirchen-und konfessionslose Entwickler).
  • Von der Pfarrer z.B. kennt seine Bibel und die Vorausset-zungen für die Vorbildfunktion zur Nachfolge Christi  am besten zu eine Vorbildautorität ist immer mit Askese und Entsagung des eigenen, gegangenen Entwicklungsweges verbunden, der nur durch sie begründet und erhalten werden kann. Das Christentum orientiert sich immer noch an denen, die es gelebt und nicht der es nur ge- predigt haben. Nur dieses " berufen-selbst-sein " ist " in der warmen Stube ", wo Wohlstand, Karriere, Sicher- heit, Diskussion, Arbeitsroutine und eine Pensionsberechti- gung vorherrscht, nicht gegeben, weil ein Individualisie- rungsweg nur gegen die Welt möglich ist. Die Kirchen- theologen sind für die Wirklichkeit nicht gerüstet, ausgebildet, fehlt die Lebens-und Berufserfahrung, sind nicht den Weg gegangen und sind deshalb keine Vorbild- autorität auf ihrem Gebiet. Deshalb schaute man früher nach oben und (ge)horchte der Lehr- und Amtsautorität. Heute hat sich die Richtung von unten nach oben ver- ändert. Das Internet z.B. stellt die Dominationsmacht  der Zuhörbildung immer mehr in Frage, weil es auf die autodidaktische Selbstvermittlung als Wirkmacht und nicht mehr die didaktische Fremdvermittlung ankommt. Es zählt nur die Erkenntnis: " Klug sei, wer sagen kann, ich habe nichts, als mich studiert " *

* Weil unsere Autoritäten und Vorbilder leer geworden und beliebig austauschbar sind, bleiben auch deren ausgedachten  Belehrungs- worte und Vorbildbeispiele auch vorbildleer und können ihre erzieherische moralische Vorbildaufgabe nicht mehr erfüllen. Sie besitzen nicht mehr die Kraft zur Einsicht, der Verwandlung und Nachahmung und sind zu einem zahnlosen Papiertiger geworden. Sie dringen deshalb nicht mehr in die " tieferen Seelenschichten des interverbundenen Menschen vor, welche Menschen begeistern und einen neuen " Sturm- und Drang " auslösen. Beim Vorbild wird das Wort aus " dem Logos" als der Kraft des schöpferischen Entwick- lungsvermögens gesprochen. Die Klarheit und Kraft des Wortes ist dort am grössten, wo es aus der Tiefe der Existenz, nicht vom Bewusstsein, sondern von der Seele her, vom " Entwicklungs-Indivi- dualisierungs-Gewissen ",vom Ruhepol des inneren Friedens und aus tiefster Glaubensüberzeugung heraus gesprochen wird.Siehe Text- fortsetzung in Wirkkkraftfeld eines Vorbildes


  • Von früher wurde die Meinung vertreten, wenn eine   Pfarrei zwanzig Jahre ohne Priester ist, werden dort "die  Tiere angebetet" (moralischer Werteverfall) zu heute gibt es wegen dem Priestermangel in vielen Pfarreien keine Wahrheitsboten mehr und es ist nicht eine Pfarrei bekannt, wo Tiere angebetet werden (moralischer Wertewandel).
  • Von der Verkündigung des Heils mit amtlicher Lehrer- laubnis (Gottes Wort als Zuhörer) zu die Erläuterung  und Verkündigung des Heilsgeschehen alleine führt noch nicht zum Heil. Die Form der Verkündung hat sich gewandelt, weil sich die Menschen, die Lebensumstände und Informationswelt sich gewandelt haben. Mit der Bibel kann man den meisten Menschen nicht wirklich helfen, sondern der Lebenskrisendruck zeigt den richtigen Weg  (erlittenes  Gottes Wort in der Selbstwer- dung).
  • Vom modernen Berufs-Bewusstsein,wo der klassische kirchliche (Priester)beruf ein " Un-Beruf" ist und wenn  Religion zum Ziel des Berufes wird, dann ist die  Berufung fraglich zur Frage“ Warum muss das Religiöse einen eigenen Berufsstand haben, weil Religion ja mit dem Leben mitgesetzt und das Leben selbst ist. Bei Reife predigt sich Gott in dem Lebensentwicklungs-Führungs-Druck des Einzelnen nach Meister Eckhart selbst*.

* Die  menschliche Natur ist Religion. Religion ist angeboren,  gehört konstitutiv zum Menschsein und ein Gottesbewusst- sein haben alle  Menschen aus einem vor-und nachweltlichen Leben  ins diesseitige Leben herüber gebracht. Die Religion und der Glaube an Gott sind als Anlage eines Individual-Logos als "Gottesgen"   mitgege-
ben. Ohne Religion ist das Leben nicht nur halbseitig, sondern eigentlich sinn-und  wertlos, weil Gott in jedem Einzelnen nach den Entwicklungslebens- verständnis eines Meister Eckhart sich selber werden will. Ob wir etwas von Gott wissen, religiös erzogen  worden sind, konfessionell geprägt, Atheist,Papst oder Milliardär sind, spielt dann keine Rolle mehr. Die Entwicklung eines jeden Menschen geschieht auch ohne diesen Hintergrund. Es  ist wie der Dichterfürst Goethe einmal sagte; "Du schiebst nicht, sondern du wirst gescho- ben",weil schon vor der Geburt angenommen wird, dass der zu- künftige Individualisierungsweg immanent vorgeformt wurde, die Lebenslänge (wir leben nicht, sondern werden gelebt)mit dem Lebensauftrag festgelegt ist (Telos) und wir können noch nicht einmal dagegen etwas tun. Entwicklung ist die Auflösung  der Religion in ihr Wesen und dieses ist das Leben, welches selbst zur Religion wird. Im Leben findet sich alle Religion, die der Mensch braucht und jeder Mensch die gleiche Erfahrung macht, wie in der " Heiligen Schrift. Nur die Religion macht
den Selbstwert des Menschen aus.


  • Von der Priesterweihe als das Sakrament, das die Vollmacht verleiht, die heiligen Handlungen des allerheiligsten Altarsakramentes und die für das Heil der Seelen vorzunehmen und prägt das unauslöschliche Merkmal eines Dieners Gottes ein zur Priesterweihe ist für manche bloß das versetzt werden in einen Lebens- stand, der sich klerikal nennt  und die Existenzangst (Angst ist immer ein schlechter Ratgeber)bindet den Priester oft noch mehr als der Glaube,aber theologischer Opportunismus und Anpassung ist kein wirklich ernst zunehmender Lebensentwurf und die Berufung wird zum ad Absurdum geführt*.

* Weil ihre Lebensgrundlage davon abhängt, müssen sie sich als unfehlbare Vermittler der Wahrheit halten.


  • Von der "Langstreckenseelsorge mit dem Pferd "z.B. in Australien zur Entwicklungswegseelsorge in der säku- laren, evolutionären Nachfolge Christi ", welche "den   langen Atem und die Puste eines Langstreckenläufers bedarf" oder einer andauernden Seelsorge  durch die vielen Glaubenserfahrungsübungen  hindurch.
  • Von einem Priester-Gelübde z.B. mit 27 Jahren wird als fragwürdig betrachtet (Berufskettung) zur Erkenntnis im modernen Arbeitsleben, dass man mindestens fünf (Irrtums) Berufe gehabt haben muss, um zur Berufung zu gelangen (Traumberuf)*.

* Siehe auch vom statischen Berufs-Bildungs-Lebenslauf zum dynamischen Entwicklungs-Individualisierungs-Lebenlauf


  • Von der Zukunft eines jeden Unternehmens und jeder Institution, wo es in erster Linie um Profitabilität  und den Erhalt der Arbeitsplätze geht zu wenn von der Zukunft des Christentums  gesprochen wird, aber dieses zur Zeit sich in der Krise und im freien Fall befindet und ohne grundlegenden Wandel  keine Zukunft mehr hat,weil sie immer noch an den entleerten Formen festhält,dann ist die wirtschaftliche Existenz gefährdet und es stehen weltweit zwei Millionen Arbeitsplätze der Berufskatholiken auf dem Spiel,welche derzeit von Kirchenmitteln und Steuern bezahlt werden*.Der Klerus würde da stehen wie "ein General ohne Armee"*.

* I.) "Eine Million" ist keine mathematische, sondern eine Grössenord- nung-Symbolzahl.

II.) Trivia: Für ein gebrauchtes, wegweisendes  Buch über "Die Zukunft des Christentums "hat der Autor dieser essayistischen Webpräsenz im Internet " zwei Euro" und im Biergarten für ein "grosses Weizenbier vier Euro" bezahlt. An dieser materiellen Wertigkeit erkennt man den "Lebensstellenwert" des Christentums und dass die Zukunft des Christentums  den Alltagschristenmenschen nicht eine Bohne interes- siert.

  • Vom Theologiestudium ist ein interdisziplinärer und anspruchsvoller Studiengang, der sich mit der wissen- schaftlichen Erforschung und Auseinandersetzung mit Religion, Glauben, Kirche und dem Gottesbild befasst zu Priester sind unfrei, vertreten eine studierte Ideologie (auch wenn man sich damit identifiziert), aber es ist nicht Eigenes, Errungenes,Aus-und durchgehaltenes, Gegan- genes, Erlittenes, Suchendes, Erfahrendes und Seelen- prägendes.
  • Von Im Jahr 2023 gab es in Deutschland 11.702 katholi- sche Priester (Welt- und Ordenspriester) zu 50 000 Wahr- sager und Hellseher bieten in Deutschland ihre Dienste an, mehr als die Geistlichen aller Kirchen zusammen. Engelwelten werden geschaut,Wiederverkörperung der Seelen geglaubt während das Interesse am Heilsangebot der Kirchen abnimmt*.

* Quelle Wikepedia

  • Von den vielen Bibelversen zur Bekehrung, Wandlung und Buße tun, welche inbrünstig von der Kanzel verlesen werden zu weil jeder seinen eigenen Entwicklungs-reifeweg-Nr.782 gehen muss, kann er auch wegen feh- lender Reife nicht belehrt und bekehrt werden durch was und  durch wen auch immer.Man kann einen Birnbaum noch so prügeln, er  wird deshalb nicht schneller reif*.

* Das Bibelwort verändert euch, wandelt euch,tut Buße geschieht im Entwicklungsprozess als Leidensprozess ("Schmelztigel Gottes").
Von schätzungsweise rund zwanzig Prozent der Priester haben ihr Amt seit den 60iger Jahren im letzten Jahrhundert wegen dem Zölibat aufgegeben zur neuen Priestergeneration, welche nicht mehr die Bibel "ins Gesicht geschrieben" (Ohrfeigen) und die Sexualität unterdrückt und sündig angesehen wurde wurde und dass Religion dann nur mit Kirchturm, Bet-und Beicht- stuhl, Kirchenbänken und Heiligen- bildern, Wallfahrten, der Kanzel und dem Opferstock, der Altäre, dem ordi- nierten Klerus, der theologischen Texte, den  Dogmen und dem Papst zu tun hat, gehört auch wenn es hyper- bolisch sich anmutet, der mittelalterlichen Vergangen- heit an. Es ist auch ein anderer Gott, der über den Schlafzimmerbett unserer Grossväter und Urgrossväter hing*.

*I.) Unsere Sexualmoral ist ein naturfeindliches Vergangenheitserbe christlicher Triebunterdrückung, welche keine lebare Sexualmoral geschaffen hat.Sexualität wurde nie positiv bewertet, sondern wurde immer  mit  einem Sündenbewusstsein in Verbindung gebracht (Be- schuldigungstheologie). Die Sexualität, welche die Kirche in neuerer Zeit berührt ist der Kindermissbrauch und ihre Vertuschung als Scham-und Schuldkultur. Die Täter sind aufgrund der Sexualfeind- lichkeit der Kirche eigentlich auch gleichzeitig die Opfer.Siehe Textfortsetzung Nr.369 in Kulturlernen-9

II.)Nach einer Quelle bereiten sich ungefähr 115 000 Menschen  auf das Priesteramt vor, 50 % der Christen leben in Südamerika).


  • Von der theologischen Autorität des Pfarrers das Wort Gottes zu verkündigen zu unsere Autoritäten z.B. Pfarrer, sind selbst einer Autorität  unterworfen und von ihrem Lebensunterhalt  als Angestellter ihrer Kirche abhängig  (Kirchensteuermitteln, Staatskasse), weil ihre gesamte Existenz darauf ausgerichtet ist. Weil die echte Autorität immer nur eine ganze und nie eine partielle in ihrem Fachgebiet ist, bleibt diese gespalten und nur eine Auto- rität auf ihrem Fachgebiet, welche nie das Ganze dar- stellt und diese Gespaltenheit dem Menschen auch gar nicht bewusst ist. Deshalb fehlt die Kraft der Vorbild- nachahmung und der Glanz einer wirklichen Autorität. Sie verleiht keinem mehr Ruhe, Sicherheit, Geborgenheit und keiner fühlt sich von ihr angesprochen und be- stätigt*.

* Weil der Wesenskern des Menschen weiter und tiefer ist und auf
eine andere Art von nie erreichbarer Vollendung und Vollkommenheit
ausgelegt ist, wächst der Vertrauensverlust und Zufriedenheitsan-
spruch der Menschen. Der Pfarrer sollte am besten wieder ein Augus- tinus, der Arzt ein Paracelsus  und der Lehrer wieder ein Sokrates sein.

  • Von dem Vorschlag, dass die Alternative zu dem Mangel an zölibatären Priestern nicht die Einführung verhei- rateter Priester ist , sondern die Vermehrung der zöliba- tären Priester (Ganzhingabe an Gott als das höchste Ideal) zur Gegenmeinung,dass die Verbindung Priester- tum und Zölibat nicht theologisch notwendig sei, sich nicht biblisch begründen lässt,der Pflichtzölibat kein Dogma und die Ehelosigkeit nur ein Randthema ist, sondern ein Kirchengesetz was Ausnahmen zu lässt (z.B bei Übertritt z.B.von evangekalischen und anglikanischen Priester zum Katholozismus dürfen diese ihre Ehefrauen behalten (der Reformator Martin Luther forderte nicht die Ehelosigkeit oder Ehe, sondern notwendig sei nur die Freiheit)*.

*I.) Zahlreiche Kleriker, darunter der Münchner Kardinal Reinhard Marx, fordern eine Abschaffung des Zölibats, Auf nahezu jeder Nati- onalsynode nach dem zweiten Vatikanum wurde die Weihe verheira- teter Priester gefordert. Der Zölibat als Voraussetzung für  die Pries- terweihe ist ein anachronistisches Relikt vom zweiten  Laterankonzil im Jahre 1139. Auch hält der Vatikan hält weiter an  dem Verbot einer weiblichen Priesterschaft fest mit dem Verweis auf die natürliche Berufung der Frau.

II.) Bildungs-Kultur-Lernen ist bspw. mit der Sexualität als biolo- gische  Triebfunktion zur Fortpflanzung als Schlüssel zum Überleben als auch verantwortungsvoll im aus- und erleben der Sexualität umzugehen (Sexualkundeunterricht als Kultur des Eros und Energie- auflösung des Sextriebes). Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen liegt das Augenmerk mit der Sexualität sublimierungsgemäss  durch Triebsinn- verschie- bung durch Transzendierung umzugehen, um damit der Sinnlichkeit eine edlere Richtung zu geben. Jetzt heisst es, was der Selbsterhal- tung, der Fortpflanzung  als Schaffung neuen Lebens und der Lust diente und Leben hervorbringt, dient jetzt der Fort- und Höherent- wicklung und die Fruchtbarkeit bringt geistiges Leben her- vor, weil in der Sexualität eine Kraft steckt, welche über den Men- schen hinaus- führt. Der Geschlechtstrieb wird unwichtig, die Lebens- schöpfung wird wichtig. Das Leben pflanzt sich auf höherer Entwick- lungs stufe fort, weil die Triebkraft in den Dienst der Aufgabe gestellt wird. Ich lebe dann meine befreite Sexualität. Die Neuschöpfung wird als geistiger Sexualakt verstanden als Individual-Logos-Schlüssel für den Lebens- sinn auch über den Tod hinaus. Der Eros ist eine geistige Macht und der Geist eine erotische (Der Eros als Erkenntnismittel und Quelle von Lebensenergie wird   durch  Energieumwandlung  in den Dienst der Entwicklungs-Kultivierung  gestellt) Siehe Textfortsetzung Nr. 369 in Kulturlernen-9


  • Von der Predigt z.B. am Ostersonntag, wo gegen gesell- schaftliche Deformationen,moralischer Wertewandel und über das Unrecht in der Welt geklagt zur Heils- wertfrage, was bringt das zu recht Beklagte aber wirklich für den Einzelnen und die Gesellschaft lässt gar keinen wirklichen Christenmenschen mehr zu.Es ist das ge- predigte Ewigkeitsideal und die Schwertseite des Christentums, dass im allerletzten der Mensch seine bürgerliche Existenz vernichten und absterben muss, um den zukünftigen Christenmenschen auferstehen zu lassen*.

* I.) Die Wesensidee des Christentums und der Mensch in der Welt vertragen sich  erst einmal so gut wie " Wasser und Natrium ",weil Christ sein  immer Leiden heisst und zum schwersten  Los wird. Es wird beinahe unmöglich, mit der Lebenswirklichkeit  existentiell zu recht zu kommen, weil Religion nur möglich ist gegen die Welt, aber wir in dieser Welt  leben und  der Mensch im Widerspruch zu seinem Ursprung steht was die Fundamentaltheologie begründet. Die Kreuzigung als Lebensauseinandersetzung (Ego,Eigenwille,Gier Entwicklungsresistenz etc.) ist das Gesetz des Lebens und in der ganzen Lebensstruktur fest verwurzelt.Es ist das "extra crucem nulla ecclesia,dass ausserhalb des  Kreuzes keine Kirche gibt". Das Chris- tentum ist notwendigerweise Krieg (gegen sich selbst) im Frieden.
(Siehe auch die Webpräsenz  Gesellschaftsmensch-Entwicklungs- mensch) und säkulare, evolutionäre Nachfolge Christi).Es ist das gepredigte Ewigkeitsideal und "die Schwertseite des Christentums", dass im allerletzten der Mensch seine bürgerliche Existenz vernichten und absterben muss, um den zukünftigen Christenmenschen aufer- stehen zu lassen.

II.) Es ist der Bibelvers "Gehe, verkaufe alles was du hast und gib dem Armen! So wirst du einen Schatz im Himmel haben. Dann komme und folge mir nach (Matthäus,19,21).Eine solche Aussage klingt heute utopisch, irreal,steht diametral zu den Weltwerten und deshalb lässt man diese Bibelstelle "auf sich abregnen". Es ist die gleiche Erkennt- nis des Philosophen Friedrich Nietzsche,dass der Mensch etwas ist,  was überwunden werden muss und sich immer wieder in Frage stel- len und das Gegenteil einer Wohlfühl-und Beruhigungsreligion ist. Nicht das Bibelwort der Propheten "Werdet der Welt ungleich und werdet euch selbst" oder die Bergpredigt einer Nachfolge Christi ist von Bedeutung, sondern nur die Gesetze, Regeln, Normen,die sozio- ökonomische Existenzsicherung, der Besitzstand,die gesellschaftliche Stellung, die politischen Verhältnisse,Traditionen, Gewohnheiten, der Lebensentwurf,der Lebensstil,die Lebensphase und die  persönlichen Interessen in der Gesellschaft legen alternativlos zu einhundert Prozent fest, wo es entlang geht. Das sinnliche,praktische,  ange- spannte Leben ist erst einmal  stärker als das ewige Leben.  Nicht das vollkommene, sondern das mögliche Wort.Der Weg  des Einzelnen wird nicht mit dem Wort gegangen, sondern in Wahrheit beschritten,
wo "das Wort  Fleisch wird",was auch als Kreuzweg bezeichnet wird. Auch Umfragen bestätigen, dass Menschen, wo die Religion im Alltag keine Rolle spielt und diese nicht für ernst nehmen,  glücklicher sind, weil diese nur das Aus- und Erleben, die Habenmentalität und ihren gewählten Lebensentwurf stören.

III.)  Die Kreuzigung als Lebensauseinandersetzung (Ego,Eigenwille,
Gier, Entwicklungsresistenz,Habenexistenz,Anpassung etc.) ist das Gesetz des Lebens und in der ganzen Lebensstruktur als Ursprung fest verwurzelt.Aber nur im (Auseinandersetzungs)leiden wird Substanz geschaffen.Es gibt keine Herrlichkeit und Fortschritt ohne das Kreuz und es ist die Kreuzigung durch die Lebenskrisen, Lebens-
unzulänglichkeiten und Lebenserschütterungen als das "extra crucem nulla ecclesia",dass ausserhalb des  Kreuzes keine Kirche gibt". Das Christentum ist notwendigerweise Krieg (gegen sich selbst) in einer Friedenszeit als Umkehr und Neuanfang steht diametral zum reinen Vitalismus und den Weltwerten des permanenten Aus-
lebens, Erlebens,des immer mehr von allem und einer materiellen Selbstverwirklichung,den gesellschaftlichen Anpassungskonven- tionen und wirtschaftlichen Spielregeln, dass nur ein Leben "ohne das schreckliche Zeichen des Kreuzes" und ohne Wachstums- und Abstrei- fungsschmerzen ein erstrebenswertes  Leben ist.Es wird geglaubt, dass es ewig so weiter und noch besser geht und ich kann bleiben der und wie ich bin (Siehe auch Individualisierung in der Gesellschaft).
Die Fragen des Lebensunterhalts und der widerstandsfreie,sich wiederholende Gewohnheits-All-und Arbeitstag und die Freizeit sind nur neunzig Prozent des Lebens,die restlichen zehn Prozent des Lebens sind, wo das Leben " durchkreuzt" wird, ich "Steine zu kauen bekomme" , welche mir den Schlaf rauben als die schöpferische Qual des (Ab)sterbens und neu geboren werdens als der Christus und das Bessere in uns. Es ist  die Pflicht eines  Königs für andere zu leiden*.


* Auch in der Gotik wurde die Kreuzigungsgruppe von oben herab- geholt, welche dann auf dem gleichen Niveau war wie die Sterblichen.


  •  Von  der Theologie des Kreuzes des Leidens Jesu als Christusnachfolge in mittelalterlichen Klöstern (das Heil vollzieht sich in der Lebensgeschichte Jesus Christus als via cruscis) zur Entwicklungsbedeutung der säkularen, evolutionären Christusnachfolge auf dem persönlichen Entwicklungs-Welt-Weg, was nicht nach Religion aussieht als Kreuzzug gegen die normierte Anpassung, gegen sich selbst und seinen "sieben Teufeln" (das Heil vollzieht sich in jeder einzelnen Lebensgeschichte selbst),wo es wichtig ist, seine Individua- lisierung und das Entwicklungswert- wollen gegen die gesellschaftlichen und beruflichen Indi- vidualisierungswiderstände nur im Lebens- und Gottver- trauen ausdauernd durchzustehen.Es ist ein Leiden an den Vergangenheitssünden einerseits und andererseits ein Leiden an der Zukunfts-Auseinandersetzungs-Gestal- tung.Nach der gekreuzigten Wahrheit erfolgte die Aufer- stehung und die Dornenkrone wird zur Königskrone. (Siehe auch die Webpräsenz  Gesellschafts-und Entwick- lungsmensch und säkulare,evolutionäre Nachfolge Christi).
  • Von der sonntäglichen Kanzelpredigt zur Predigtalter- native , weil Christus sich auf dem Entwicklungs-Indi- vidualisierungsweg des Menschen selbst predigt. " Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als durch mich (Joh 14.6) ".  Wenn ich in der säkularen, evolutionären Nachfolge Christi meinen Ent- wicklungs-Individualisierungslebens-Weg beschreite, steht am Ende des Weges auch " Gott "und ich predige mich auch selbst. Das Leben selbst hat alle Religion, wel -ches es braucht.Es ist vom Vermittlerchristentum eines gegangenen Nachfolge Christi zum Mittlerchristentum eines zu gehenden Entwicklungsweges. Schon der Refor- mator Martin Luther war der festen Überzeugung, dass jeder sein eigener Priester sein soll.
  • Von der Predigt, wo  mehr verklärt als erklärt wurde (salopp gesagt fromme Brocken an den Kopf geworfen) zur abstrakten Wahrheit, welche verfälscht ist, wenn sie von niemanden mehr erreicht und die Seele nicht be- rührt wird. Meister Eckhart meinte dazu, wenn Gott sich nicht als Wahrheit inhaltsreich mitteilt,dann nahen Zeiten, wo die ewige Wahrheit nicht mehr eine Bohne wert ist).
  • Vom Evangelium  Christi,welches nicht  tot ist zu es wird aber reichlichere Früchte tragen, wenn es lebensweltlich und nicht kirchlich angewandt wird.
  • Von der 15 minütigen wortgewaltigen Predigt des Pfar-rers zu kein "Einmalwochenwort" dringt in das Leben des Einzelnen ein. Das gepredigte Wort wird durch das Entwicklungsgeschehen, durch die Ereignisse und Not- wendigkeiten und Hektik des Alltags über den Haufen geworfen. Wenn die Kirche aus ist, zurück in der Welt, in das pralle Leben, seinen lieb gewonnenen Gewohnheiten, weiter nachgehen,dann hatte das praktische Leben nichts davon gehabt, war das Gepredigte im Nachhinein nur schöner Hokuspokus und drastisch formuliert "Perlen vor die S... geworfen".
  • Von der Traditionsreligion, welche Vermittler bedarf zur  Gottentwicklung wird kein äußerer Vermittler benötigt (innere Führung), bedarf keines äusseres Gesetzes oder menschlichen Weisung, keiner Belehrung aus Büchern. Gottes Gegenwart ist in einem selbst (Gewissen, Frieden, Glauben,Krisen, Irrtümer, Erfah- rungen, Lebensweg, Reifzeitpunkt). Wenn das Prediger- wort fremd ist, dem ist aber sein Leben nahe. Deshalb macht eine unmittelbare direkte Erfahrung Gottes den mittelbaren berufsmässi- gen Priester arbeitslos und Schriftgelehrte überflüssig.
  • Von der Weltgeistlichkeit vieler selbst ernannter Prediger (Dominationsmacht) zu der beste Prediger ist immer noch die Zeit (Reifezeitpunkt Nr.782) gewesen. Dann wird der Mensch automatisch besser, das Leben moralisiert sich im Entwicklungsprozess selbst  und man kann noch nicht einmal etwas dagegen tun (Wirkungsmacht).
  • Von es ist schrecklich, dass man den bekehrten Men- schen nicht mehr die Bekehrung  predigen kann und die Vermittlung der christlichen Wahrheit ist zur wahren Missionierungsaufklärung geworden zum Widerspruchs-gesetz des Lebens und deshalb die Aufklärung einer neuen Entwicklungsaufklärung bedarf.
  • Von der Predigt, wenn die Kreatur Gott ansieht empfängt er Sein (Gedankenprozess)  zum Entwicklungs-Lebens-Christentum, wenn Gott die Kreatur ansieht, gibt er sein Sein (Entwicklungslebensprozess)*.

* Meister Eckhart

  • Von dem Predigerwort "o, sage ich euch, ist Freude vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut (Lukas 15:10) (Verkündigungs-Religion zum Wort des Meister Eckhart " Einen Sünder bekehren (zur Entwick- lung anleiten)ist mehr wert als eine neue Welt er- schaffen,weil das Entwickelte ewiglich bleibend und die Welt vergänglich ist (Auseinandersetzungs-Religion).
  • Von den Gottesdienstbesuchern, welche eine erbauliche Predigt erwarten (predigen um der Menschen willen) zur Rigorosität eines Meister Eckhart, der auch in der Kirche nur dem Opferstock gepredigt hätte, wenn niemand sonst da gewesen wäre (predigen,um der Wahrheit willen).
  • Von der Predigt über den tagesaktuellen Bibeltext zu das individuelle Aktuelle kann aber nicht gesucht und intellektuell begriffen werden, weil dieses die Suchende und Ergreifende ist.
  • Von das Christentum hat nur deshalb 1200 Jahre über- dauert, weil es die Kraft hatte die Substanz und das "Genie des Christentums"  nicht dem Zeitgeist anzu- passen zu nur die Art und der Wortwahl der Vermittlung hat sich gewandelt. Die Grundidee und ewigen Wahr- heiten und traditionellen  Wortereignisse bleiben zeitlos wahr und die christlichen Wahrheiten sind beim Entwick- lungs-Lebens-Christentum die zeitlos Gleichen.Die Ver- mittlung muss aber  dem Lebensgrundgefühl der Zeit und der Lebenssprache angepasst sein und den praktischen Alltag miteinschliessen. Dass es Religion nur gegen die Welt gibt, das wird weiter so ewig  bleiben.
  • Von der sonntäglichen Christentums-Kirchgangspflicht zu der Meinung, dass der Mensch, der nur Belehrung sucht (und nicht bei Gott) nicht zur vollen  Erkenntnis gelangen kann. Die Seele des Christentums ist mystisch und mehr auf die Selbst(führungs)erfahrung als auf Fremdver- mittlung ausgerichtet gemäß dem goethischen Dichter- wort "du schiebst nicht, sondern du wirst geschoben". Dieses bleibt ein langer Entwicklungsweg.
  • Von der Heilsvermittlung durch die Predigt zu es gibt kein Heil, was durch Worte und  Menschenmacht erreicht werden kann. "Er wusste, dass man nicht mit Predigten in den Himmel kommt, sondern nur auf dem Entwick- lungs-Individualisierungs-Weg in seiner beruflichen und gesellschaftlichen Alltagsrolle als der Platz, wo Gott einen hingestellt hat in der säkularen,evolutionären Nachfolge Christi "*.

* Quelle unbekannt.


  • Von die Kanzel (Predigtstuhl) wurde weggeräumt zu der Begründung,weil man niemanden mehr "abkanzeln" will.
  • Von der Kirchenkanzel wird der Materialismus und die Weltverfallenheit verdammt, weil er die Schuld trägt, dass wir die Vergeistigung verloren haben zu dieses ist aber nur die halbe Wahrheit. Der Materialismus wird  zum höchsten Wert und geheiligt, wenn er als Mittel zum Entwicklungs-Individualisierung-De-und Entmaterialisie-rungs-Sinn-Zweck seine Daseinsberechtigung findet. Nicht die sichtbare, materielle, äussere Erscheinung als Ge- brauchs- und Geltungsnutzen, sondern die unsicht- baren Entwickungseigenschaften hinter der Materie- erschei- nung machen den wahren Wert und kulturelle Entwick -lungswesen aus. Der Geist braucht die Bezie- hung mit der materiellen Welt als polare Spannung, die erst in den sinnlichen Entwicklungs-Lebens-Wider- spruchs-Reizen des praktischen Alltagsweltlebens ge- geben ist. Aussen und innen sind unlösbar miteinander verbunden.Dieses ist dann die ganze Wahrheit*.

              * Siehe dazu die Gliederungspunkte:

  • Im Jenseitigen Leben ist nach dem Kirchenlehrer  Alfons Maria von Liguori, auch wenn das  Leben weitergeht,   keine Entwick- lung mehr möglich.
  • Ein Entwicklungs-Individuations-Leben kann zur Ars vivendi (Lebens-Lern-Kunst) als Ars moriendi (Sterbe-Lern-Kunst eines Unsterblichkeitslernens) werden und nicht mehr auf den Tod gewartet, sondern dieser erwartet wird in Das-Leben-ist-unsterblich
  • Vom Bildungs-Kultur-Lernen, welches zur Religion hinführen kann, aber auf dem religiösen Gebiet hat dieses keine Macht zum Entwicklung-Kultur-Ler- nen,welche ein unbewusste,allmähliche Reifehin- führung zur Religion ist, wo das Leben zur Religion    wird,weil das Religiöse lässt sich vom Entwicklungsle-  bensprozessakt  nicht trennen lässt, immer mitgegeben und mitgesetzt ist und damit die Spaltung (Dualismus) von Rathaus (Welt) und Kathedrale (Gott) überwunden wird.
  • Von der der wahren "Armut des Geistes oder der höchsten Vollkommenheit aller Tugenden des Menschen" eines spirituellen Wegweisers des Straßburger Predigers Johannes Tauler,welches heute  nur noch antiquarischen Wert und Erwähnung bei einer touristischen Führung besitzt zum gotischen Lernprinzip, als neuer Kultur- begriff, was auch zum Frieden-und zur Freiheit führt, (weil Vollkommenheit ein unerreichbares Ideal bleibt), kategorisch in jedem Einzelnen gegeben ist, schon vor der Geburt  bejaht wurde und für jedermann als höchster Kulturbegriff zeitlosen Lebenswert besitzt. Dieses nicht zu kennen einem Lebensdaseinsverlust  gleich kommt.


                                 Bischöfe+Papst

  • Von dem Vatikan als das Zentrum der römisch-katho- lischen Kirche mit viel Pomp und Macht,welcher sich hinter die Bibel, den Dogmen und der Unfehlbarkeit verschanzt,der Papst seine von "Amtswegen-Autorität" über Gottes Wort stellt zum Einzelnen " als Stiller, Verkannter "Jungsiegfried"im Lande" und im Grunde ge- nommen nicht zu existieren braucht, in der evolutio- nären,säkularen Nachfolge Christi und sich hinter dem Leben verschanzt.
  • Von dem was der Papst als das Oberhaupt der Kirche, Siegelbewahrerin und Repräsentant des Christentums    sagt  (personifizierte Theologie) zu dem, was mein Leben sagt und ich diesem folge, "dann habe ich soviel getan, wie der Papst in Rom" und noch viel, viel mehr (personifizierte-Teleologie) *.

* Die Papstkirche ist ein stark hierarchisches Gebilde, was nur auf eine Position zugespitzt ist, in der sich der Kritik auseinandergesetzt sieht, dass die Kirche, welche Gott am nächsten stand, sich an die Stelle Gottes setzte und seine Macht durch die Bestätigung der Gläubigen erhält.


  • Von die alten Erwachsenen (Papst +Klerus) geben immer noch "die Marschrichtung der Kirche vor" (wertkon- servativ) zu die Kirche ist und bleibt immer jung und ist ewig Kind) (wertkonstitutiv) * .

* Bischofsstühle werden oft mit erzkonservativen Bischöfen besetzt,   "um die Reinheit des Glaubens  und des Christentums" wieder herzu- stellen.


*I.) Zukunft und Schicksal ist Jugend  und deshalb kann die Religions- erneuerung  und eine Aufbruchstimmung nicht von der betagten, festhaltenden  Papsttradition  ausgehen.


II.) Es ist die Entwicklungsrichtung von den Traditionalisten und "den Alten " der Bürgergesellschaft und Institutionen,welche das Sagen haben zu den Gesellschafts- und Institutionserneuerer der Entwick- lungs gesellschaft "der Jungen/"jungen Alten", welche das Sagen haben werden. Ein historisches Beispiel ist Weimar, als Ort der Weimarer Klassik.Unter der Regentschaft der Herzogin Anna Amalia und ihrem Sohn Herzog Carl August Ende des 18./Anfang des 19. Jahr-
hunderts hatten Wieland, Goethe, Herder, Schiller und weitere kulturelle Persönlichkeiten der Epoche die Freiheit das zu ver wirk-
lichen, woran sie selbst glaubten. In Frankfurt, der Geburtsstadt Goethes, hatten die Alten, während in Weimar, "die Jungen das Sagen hatten".


III.) Wertkonstitutiv ist elementar, was den Zeitgeist übersteigt (Wahrheit) konserviert, aber auch viel von den neuen (Entwicklungs)- ideen in sich aufnehmen zu vermag. Nicht  konservativ oder progres- siv, sondern was Christus wollte.


IV.) Es ist auch Franz Kafkas (Schriftsteller) Erkenntnis, dass er die Verneinung der Kultur unseres Geistes als die Rettung des Geistes ansieht. Jede Generation muss kulturell gleich "wie Sisyphos ihren Felsblock wälzen, um nicht überrollt zu werden. Trotz des kulturel-
len Erbes muss sich jeder Einzelne seinen Möglichkeiten, Fähigkeiten und geschenkten Reife entsprechend sich kulturell weiter entwickeln.


V.) Das neue Jugendverständnis ist nicht eine Sache der Anzahl
der Lebensjahre, sondern ausschliesslich eine Sache der inneren Einstellung und des Lebensgefühls im Sinne von Aufbruchstim-
mung, Suchbewegung und Lebenssinngebung, von Formbarkeit
und Entwicklungsveränderung und nicht festgelegt, nicht besser-
wisserisch, sondern lebenseinsichtig im Sinne von "nur der Dumme weiss alles besser ". Es ist ein stiller Entwicklungsprotest gegen die versteinerten,erstarrten, lebenssinn-und entwicklungslosen Le-
bensverhältnisse, Anpassungs-und Vereinnahmungszwänge und überkommenen Gewohnheitstraditionen.Das Individualisierungs-streben als vorherrschendes Sturm- und Drang- Jugend-verständnis als erste Jugend kommt das Entwicklungs-Sinn-Jugendverständnis als zweite Jugend hinzu, als Symbol für persönliche Wandlung, "das Kind im Jedermann", ein Aufbäumen gegen die gesellschaftliche,meist verantwortungslose "lahme Rentnerrolle" und kulturelle Selbst- entwicklung. Der Ruhestand als Arbeitsendziel (bei der Rente ange- kommen) wird zur Lebenszielsetzung, um diesem einen Sinn, Bedeutung und Wert zu verleihen (bei sich selbst angekommen).


  • Von traditionsverhafteten,dogmatischen Unfehlbarkeit- Päpsten, für  die es ausser der Kirche kein Heil gibt zu der neue Papst steht für ein religiöses Selbststudium, Christ sein ist eine existentielle Einstellung und wenn ihr Christen seid macht Evolution. Dort geschieht Heil  und die Lebens-Überwinder-Religion als De-und Entmateria- lisierung wird zur wirklichen Religion.Der Unfehlbar- keitsanspruch wird bei den Gläubigen nicht mehr für ernst genommen*.

* I.) In der Tat ist das Papsttum mit seinem Absolutheitsanspruch
wie auch Papst Paul II zugegeben hat die Hauptschwierigkeit für ein ökomenische Verständigung. Der Papst Johannes der XXIII sagte einmal im Gespräch mit griechischen Seminaristen, ich bin nicht unfehlbar( Der Papst ist nur unfehlbar, wenn er ex cathedra (kraft päpstliches Lehramtes) spricht.

II.) Dr Reformtor Martin Luther hat als erster erkannt, dass es aus dem Leben kommen muss. Er ist deshalb eine grössere Autorität als der Papst in Rom, weil er die Theologie nicht nur verwaltet, sondern  weiter entwickelt hat. Ein Einzelner hat viele  Konzilbeschlüsse obsolet werden lassen.

  • Von der Papstwahl im Konklave als das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche bei einer Sedivakanz (politische) Berufsaufgabe) zu den Berufsabrechern und ständig Berufwechslern, den auserwählten, namen- losen,bildungsverkannten, berufenen Menschen, Genies der Selbstevolution,welche bei Entwicklungsreife-Nr.782 ihren Individualisierungslebensweg  als Entwicklungs-Individualisierungs-Lebenslauf beschreiten (Mystiker)*.

* Die Kirche ist zu weit von ihrem Ursprung/Urchristentum entfernt.
Von der evolutionäre These, welche im krassen Gegen- satz steht zum biblischen Schöpfungsbericht zum Papst, der Anlass hat, die neuen Erkenntnisse der Evolu- tionstheorie mehr als eine Hypothese anzusehen und für die Erneuerung des Christentums ernst zu nehmen.


  • Von dem Weltkirchenrat, welcher den Papst wegen seiner besonderen Stellung für alle Christen von vielen Kirchen als Vorbild anerkannt wird zum Vorbild, welches weniger distanziert und charismatisch ist, sondern als einer von uns persönlich,- volks- und lebenstümlich anerkannt mir näher steht*.

* Beim Bildungs-Kultur-Lernen; Der Wissenschaftler Isaac Newton untersuchte die Natur und stand dem Volke distanziert gegenüber. Wissenschaft ist Mathematik und  diese löst keine Begeisterungs- stürme und Aufbruchstimmung aus. Entwicklungs- Kultur-Lernen; Johann Wolfgang Goethe war eine Urnatur und ein Bürger unter Bürgern. Sein verfasster Briefroman "Die Leiden des jungen Wert- hers" über eine unglückliche Liebesbeziehung war derzeiten ein Bestseller und löste Begeisterungs-und Nachahmungsstürme aus und gab der  Jugend ihren Wert und Würde zurück. Es war der Wille eines genialen individuums, welcher sich  mit dem seines Volkes begeg- nete.Je weniger sich der Mensch äusserlich von seinen Mitbürgern unterscheidet, desto besser ist er für sie  und desto echter wird er sein. Goethes froher Lebensgenuss und seine vielseitige ministerale praktische Tätigkeiten haben dazu beigetragen*.


  • Von den kirchlichen Konzilien einer Bischofsversamm-lung, welche verbindliche Entscheidungen über theo- logische Fragen und das Glaubensleben treffen zu nur der Mys- tiker kann verbindlich über theologische Fragen und das Glaubensleben entscheiden, weil er die letzte, unmittel- bare  Glaubenstiefe einer Wahrheitsverkün- digung in sich spürt, weil nur die Mystik die Quelle aller Religion ist.Alle Reformbestrebungen der Kirche hatten ihren Ursprung in der Mystik.
  • Von dem Papst als der Bischof von Rom, Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche, höchste geistliche, spiri- tuelle  Autorität und politische Figur zur landläufigen Meinung, dass auch der Papst auch nicht übers Wasser laufen,die "Schlüssel für das Himmelreich"  nicht besitzt und keine Schuld vergeben kann. Die Menschheit ist in Bettlern, im Sträfling ,in Diktatoren oder im Papst gleichermaßen vollkommen*.

* Der Papst gilt in der katholischen Kirche nicht als sünden-und fehlerfrei. Entsprechend legt auch er die Beichte ab.

  • Von der Machtvollkommenheit der irdischen Kirchenor- ganisation (Institution Kirche) zu dem Entwicklungs-Lebens-Christentum,welches keine Mitgliedschaft einer Kirche benötigt, keinen unfehlbaren Papst kennt, keinen Stellvertreter Christi auf  Erden braucht (was von der Bibel nicht stichhaltig abgeleitet werden kann) und die Menschen  aus allen Religionen der Welt dazu gehören (geistige Kirche)*.

*I.) Papst Innozenz III. (1198–1216) verstand sich als erster Papst als „Stellvertreter Christi auf Erden“ und definierte die Christenheit als Einheit, die letztlich nur vom Papst geleitet werden könne. Er sprach aber auch als erster von der Notwendigkeit, die Lasten der aposto- lischen Arbeit.So wurde der christliche Glaube in reale Macht ver- wandelt und letzten Endes steigerte er den Cäsarismus des Papstes in seinem Herrschaftsanspruch.

II.) Die kritische Bibelforschung lässt die Lehrautorität und Unfehlbarkeit des Papstes als geistlicher Absolutismus) zweifelhaft erscheinen. Der Papst will die Wahrheit außerhalb der Vielfalt der menschlichen Wahrheit wissen und vergisst, dass seine Meinung auch eine von vielen ist Im Gegensatz zum Wissen gründet die Wahrheits- vermutung  eines Glaubens nicht auf Logik und Vernunftseinsicht, sondern allein auf den Aussagen von Autoritäten.

III.) Das erste Vatikanische Konzil von 1869 bis 1870 erhob die Glaubensüberzeugung, der Papst sei, wenn er ex cathedra spricht, in Glaubensfragen unfehlbar, zum Dogma Auch dieser Anspruch wird von den übrigen Kirchen abgelehnt; als Folge entstand zudem die altkatholische Kirche.


  • Von der Lehrautorität der Kirche zu diese überzeugt nur noch wenige, weil die Kirche und der Papst zuweit von ihren Ursprüngen entfernt sind, seitdem sich die Kirche  an die Stelle eines "Stellvertreter Gottes" gesetzt hat.
  • Von dem Papst der sein Leben lang in einer  philoso- phischen und theologischen Denk-,Sprach und Gebets- welt lebte zum Entwicklungs-Lebens-Christentum, wel- ches nur eine diesseitige Gesellschafts-Arbeits-Lebens-Konsumwelt kennt und Gott im Diesseits jenseitig ist,was des Menschen Aufgabe ist z.B. durch De-und Entmate- rialisierungslernen (Entsinnlichung), Kultur-Lernen (Verwesentlichung)  und Unsterblichkeitslernen (Ent- weltlichung) ihn zu erfahren.
  • Von dem Absolutismus des Papstes,welcher auf der Vernunft eines einzigen Menschen basiert zu dass es ist wertlos ist, wenn es sich auf dem Boden der  Vernunft ab- spielt.Allein von der Vernunft her kann sich der Mensch nicht ändern. Die Vernunft ist nur eine regulative Kraft, sie ist nicht verankert, ihr fehlt das schöpferische Element und kann nichts Neues erschaffen.
  • Wenn sich der Papst auf Reisen begibt, ist dieses in erster Line ein Medienspektakel (verliehenes Recht) zu "den stillen Entwicklern und "modernen Siegfriede" im Lande", dessen Besuch zu einem Fest wird (aus eigenem Recht).
  • Von das Amt ist wenig, aber die Person ist alles zu die Kirche und der Papst als Siegelbewahrerin waren noch nie Speerspitze für Veränderungen, weil eine satte Zu- friedenheit und eine ungewisse Zukunft einen Wandel scheut und jede Veränderung auch mit Angst verbunden ist. Nicht zurück zur der betagten Tradition, sondern vorwärts zum frühlingshaften Entwicklungs-Individuali- sierungs-Christentum  "muss die Schraube gedreht werden, wenn sie halten soll".
  • Von der Reporterfrage nach einer Papstwahl "was erwar- ten Sie vom neuen Papst zur  Antwort " nichts ".Ich er- warte alles nur von mir*.

* Es kann weiterhin nicht oft genug wiederholt werden, dass es unwichtig ist was die neuesten Nachrichten sind, was andere sagen und tun, wie prominent jemand ist, Mißstände zu kritisieren sondern nur was ich tue. Es geschieht zwar viel in der Welt und um uns herum, aber in Wahrheit geschieht alles nur in mir.Die Welt ist nicht das Schwierige, sondern das Schwierige bin ich selbst Was einem von aussen als Problem begegnet, hat seine Ursache in uns selber.Wir dechiffrieren es in dem Maße, indem wir die Ursache nicht draussen, sondern  in uns selbst suchen.Die Problemlösung liegt darin, die Richtung seiner Beobachtung um 180 Grad zu ändern.Jede Krise und jedes Problem ist generalisiert gesagt immer eine Krise des partiellen, gespalteten Bewusstseins, welches nie das ganze Problem erfasst und erst in der Einheit die Spaltung aufgehoben und das Problem gelöst ist. Es ist der Weg von der Verwandlung der Welt, um diese in der Aussenwelt z.B. eine Krise bspw. durch Reformen, Technik, Schutz- massnahmen und viel Geld zu verbessern und retten zu wollen und der Andere der Schuldige ist und der Mensch will und kann bleiben wie er ist zur Verwandlung des Menschen in seiner Innenwelt, wo der Mensch sich im Ent- wicklungs-Individualisierungs-Prozess wandelt, weil dieses das Ganze darstellt und dieses der einzige Punkt ist, wo in der Welt wirklich etwas geschieht und deshalb ist er " der Nabel der Welt ", macht den Unterschied aus, ist das Besondere, braucht nichts zu beweisen und beneidet niemanden mehr. So wir wir sind, ist die Welt.Nicht die Welt sondern ich bin das Problem.Die Probleme des Einzelnen sind so komplex und gewaltig, genauso gross wie die Probleme der Welt sind. Jeder Mensch ist sein eigenes Universum und bewegt sich dem geistigen Weltzentrum parallel.Wer seinen Mittel- punkt gefunden hat, wird zum Mittelpunkt für die Anderen.Aber was ich geworden bin und weiter noch werde, bin ich nur aus mir selbst geworden und es waren nicht andere Menschen und keine Bildungs- erlebnisse, welche mich geformt oder andere Förderer, welche mich   weitergebracht haben, sondern es ist das Ergebnis eines individu- ellen Entwicklungsstrebens. Jeder Entwicklungs-Lebensweg,  weil er noch von niemanden gegangen wurde, ist immer autobiografisch, autodidaktisch und bildungsdialektisch angelegt.Die Erscheinung des Menschen sagt mehr aus als sein Beruf. Der besondere Mensch wird erspürt, gefühlt, füllt den Raum mit seinem Dasein. Früher habe ich gesucht, gewollt und jetzt werde ich gesucht und gewollt. Obwohl ich nie im Vordergrund stehen will, aber wo ich spreche, stehe ich auto-
matisch im Licht des Interesses. Was Wert hat, macht sich selten und gerät in den Hintergrund. Er genügt sich nur noch selbst sein,will nicht mehr sein und nur (da)sein. Wenn man nichts darstellt fällt es schwer zu schweigen, aber wenn man etwas darstellt ist einem nichts lieber, als zu schweigen.Gut lebt der, der im Verborgenen lebt.Es erwartet keiner etwas von mir, sondern ich erwarte nur etwas von mir. Nur wer sich zum Helden macht, hält sich persönlich für eine Niete. Er will beneidet werden, dass er sich nicht so elend vorkommt.


  • Vom Papst, welcher die Krise des Christentums voll bewusst ist und die Ursachen beschreiben kann zum gleichen Papst, der aber den Ausweg ins "gelobte Land" auch nicht aufzeigen kann, weil er in seiner Dogmatik,  Altersstarrheit, geistlichen Alzheimerkrankheit und den Vatikanmächten ver-und befangen ist und den Weg einer säkularen,evolutionären  Nachfolge Christi  ,weil theo- logisch gebunden als Aus- und Zukunftsweg aus der Krise noch nicht gegangen ist.
  • Von dem Papst, welcher in der derzeitigen Krise des Christentums der Kirchenaustritte die Fahne weiter hoch hält, aber ihm nur noch wenige folgen zum Entwicklungs-Lebens-Christentums der säkularen evolutionären Nach- folge Christi ,wo bei  Entwicklungsreife-Nr.782 jeder folgt, weil er nicht mehr anders kann.
  • Von dem Papst als ein gewählter frommer, Intellektu- eller Buchstabengelehrter ("kluger Klosterschlag") zu aber kein auserwähltes berufenens, religiöses Genie wie z.B. Martin Luther oder Meister Eckhart gewesen sind, welche ein neues Zeitalter einläuteten und das Christen- tum auf eine höhere Stufe ihrer Entwicklung gehoben haben (berufener Menschenschlag).
  • Von der Papst legt das Ereignis des Philosophierens fest und dieses gehört der Vergangenheit an (gedacht und stu diert eines Bildungs-Kultur-Lernens) zu nicht die abs- trakte Philosophie, sondern  was mein Leben sagt gehört der Zukunft an  (erfahren und erlitten eines Entwick- lungs-Kultur-Lernens)
  • Von dem Weltkirchenrat, welcher den Papst wegen seiner besonderen Stellung für alle Christen von vielen Kirchen als Vorbild anerkannt wird zum Vorbild, welches weniger distanziert und charismatisch ist, sondern als einer von uns persönlich,- volks- und lebenstümlich anerkannt mir näher steht*.


* Beim Bildungs-Kultur-Lernen; Der Wissenschaftler Isaac Newton untersuchte die Natur und stand dem Volke distanziert gegenüber. Wissenschaft ist Mathematik und  diese löst keine Begeisterungs stürme und Aufbruchstimmung aus. Entwicklungs- Kultur-Lernen; Johann Wolfgang Goethe war eine Urnatur und ein Bürger unter Bürgern. Sein verfasster Briefroman "Die Leiden des jungen Wer- thers" über eine unglückliche Liebesbeziehung war derzeiten ein Bestseller und löste Begeisterungs-und Nachahmungsstürme aus und gab der  Jugend ihren Wert und Würde zurück.Es war der Wille eines genialen indivuums, welcher sich  mit dem seines Volkes begegnete.Je weniger sich der Mensch äusserlich von seinen Mitbürgern unter- scheidet, desto besser ist er für sie  und desto echter wird er sein. Goethes froher Lebensgenuss und seine viel- seitige ministerale praktische Tätigkeiten haben dazu beigetragen.


  • Von dem  Papst als der wichtigste Repräsentant des Christentums des Westens zum Christentum, welches   sehr viel mehr als die westliche Erdhalbkugel, sondern eine eine weltumspannende Macht ist*.

* Mit rund 2,5 Milliarden (2022) Mitgliedern ist das Christentum vor dem Islam (2 Milliarden) und dem Hinduismus (1,2 Milliarden) die weltweit am weitesten verbreitete Religion*.


* Quelle Wikepedia.


  • Von "der Angst des Papstes", welcher wie ein Kaninchen von der Angst gelähmt auf die Schlange starrt,  dass die religiöse Dimension aus der Welt und der Glaube an Gott verschwindet zu dass die Angst völlig unbegründet ist, weil wir uns inmitten einer neuen Weltstunde befinden, in der sich die letzte im Diesseits bereits zu diesem religi- ösen Ereignis befindet und religiös zu Ende gedacht wird. Das wir uns nach 2000 Jahren auf das Jahr "eins" hin bewegen und dass wir zurückstreben mitten in das sogenannte Urchristentum hinein, in das Zentrum der evangelischen Wahrheit. Die Welt vom Mittelalter bis zur heutigen Postmoderne darf weniger als ein Abfall von Gott verstanden werden, sondern als ein weltsuchender Weg zu Gott und wir befinden uns inmitten eines reli- giösen Aufbruchs, wo die christliche Religion auf eine neue Stufe ihrer Entwicklung gehoben wird.  Das Chris- tentum ist unvollendet  und die Weiterentwicklung des Christentums ist das Christentum als Selbsterfahrungs- religion im Entwicklungslebenstun.Siehe Textfortsetzung "Vorwort" in Die-Zukunft-des-Christentums
  • Vom Papst als Oberhaupt und Souverän des Vatikan- staates, Bischof von Rom, höchste Autorität der Christen- heit und eine Papstaudienz wird zu einer besonderen Ehre (Heiligkeit) zur Anlehnung an den  Papstspruch von Johannes dem XXIII "Papst kann jeder werden - der beste Beweis bin ich".Der Papst ist in erster Linie auch nur Christ und ein Mensch mit seiner Privatmeinung, welche auch der Kritik ausgesetzt ist (Scheinheiligkeit).
  • Vom Papst, welcher zu 100 000 Jugendlichen spricht und ihnen den Rat gibt, dass der "Konsumweg der falsche sei" was im Grunde genommen die Wahrheit ist zu den hun- derttausend  Jugendlichen, welche die Welt zu verändern und nach den Sternen greifen wollen, was  der jugend- lichen Seele eigen ist und deshalb dieser gutgemeinte aber schlaffe Rat enttäuschend und weil wegen feh- lender Entwicklungs-Individualisierungsreife-Nr.782  ohne Befolgung bleibt.
  • Von der Papstmeinung, dass die Öffnung zur modernen Welt ein falscher Weg ist zur Gegenmeinung, dass man die Zeit nicht zurückdrehen kann,aber die zeitlosen Wahrheiten auch in der heutigen Zeit weiter Gültigkeit haben*.

* Eine Entwicklung zurück kann es von ihrer Gesetzesnatur nicht geben, weil es die Gleichgewichtskräfte es nicht zulassen und alles dem Gesetz des Vergehens und Werdens einer wendeltreppespiral- förmigen Weiterentwicklung unterliegt. Nichts ist befestigt, ein ständiges ausdehnen vom bewegten Hier zum bewegten Dort. Die Entwicklung ist irreversibel, da jede Stufe auf der vorhergehenden aufbaut. Vergangenheit ist verflossene, alte Energie und die Verschie- bung hat bereits den Punkt der Rückkehr überschritten. Damit ist der Entwicklungsprozess nicht mehr umkehrbar d.h., es gibt keine Ent- wicklung zurück und wäre genauso absurd, einen ICE-Hochgeschwin- dig keitszug mit 300 km/h mit blossen Händen stoppen zu wollen. Eine Restauration wäre nur ein instabiler Entwicklungsstillstand und die Geschichte hat gezeigt, dass man keine andere Chance hat, mit der Entwicklung mitzugehen oder unterzugehen ohne dass man dem Zeitgeist verfallen muss.

  • Vom dem Papst als Vorgesetzter und seine Funktion "kraft  Amt" legitimiert  ist  zur Anmerkung, dass diese Legitimierung aber einen nachhaltigen Reformer aus- schliesst und nie mit einem Wirkkraftfeld eines Vorbildes verknüpft ist.  Wer seine eigene Natur verleugnet, kann nie schöpferisch,Vorbild und Avangarde sein.
  • Von dem Pontifikat des Papstes(  Amt, Amtszeit, Auf- gaben und Würde)  der römisch-katholischen Kirche zur Frage, ob das Papsttum in der heutigen Zeit noch so weiter geführt  werden soll,weil die Papst- und Klerus kirche geht ihrem geschichtlichen Sinn nach zu Ende geht.Wenn der Papst von grossen Teilen der Bevölkerung nicht mehr für ernst genommen wird,  ist die Zeit für eine neue Autorität gekommen, in welchem Gewande auch immer.
  • Vom Papst, der sein Pontifikat unter das Motto gestellt hat der Einheit zu dienen zum einzelnen Entwicklungs-menschen, dessen Lebensmotto Ruhe/Frieden (Einheit) aller Unruhe Suchziel bleibt.
  • Vom Papst als das Oberhaupt einer Religionsgemein- schaft,welcher keinen Anspruch auf den Ruhestand hat zum Entwicklungseinzelnen, wo der Ruhestand zum Unruhestand wird, solange er nicht zur Ruhe gekommen d.h., zu seinem inneren (Alters)frieden gelangt ist.
  • Von der Papstwahl nach eintreten der Sedivakanz eines Wahlkanidaten in der Versammlung/Konklave zu wenn ich meinen Entwicklungs-Individualisierungsweg in der evolutionären Nachfolge Christi als  auserwählter Einzel- ner beschreite, habe ich soviel getan, wie der Papst in Rom und noch viel, viel mehr.

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                        Fortsetzung


Nachfolge Christi als säkulare, evolutionäre Nachfolge Christi als persönlicher Entwicklungsweg


  • 1.Vierzehn Kreuweg-Stationen einer gotischen Kathdrale.
  • 2. Klosterwelt versus Entwicklungswelt.
  • 3.Vom relgiösen Pilgerweg zum Entwicklungs-Indivi- dualisierungsweg.
  • 4. Die Nachfolge Christi als gegangener säkularer und
    evolutionärer Nachfolgeweg Christi klerikal/christlich/religiös interpretiert.


       Vierzehn Kreuzweg-Stationen einer gotischen
                                     Kathedrale.


                  (entwicklungsmetaphorisch und allegorisch).


  • Von ich besuche die gotische Kathedrale mit einem Reiseführer in der Hand und einem Audioführer am Ohr zur Reifeerkenntnis, dass das gotische Lernprinzip einmal mein Führer auf meinem EntwicklungsIndividualisierungsweg sein wird.
  • Vom Besucher einer gotischen Kathedrale, wo ich die baugeschicht-liche Lektüre und die Ausführungen des Guides begreife zum Sucher in der gotischen Kathedrale, wo ich von der steingewordenen Mystik und der Geistmaterie ergriffen werde*.

*I.) Materie wird Geist als " lapis philosophorum", harter Stein wird geschmeidig , die Steinkraft zur wortlosen Weisheit geformt und ist " in Stein gehauenes Gottesgefühl" als Lernprozess-Ausdruck der dynamischen Entwicklung schlechthin(Ecclesia materialis significat ecclesiam spirita- lem-dass die gebaute materielle Kirche ein Geistige war). ".Es ist manifestierte Mystik voller biblischer Bildsprache, wo das Sichtbare das Unsichtbare Ewige und Ganze widerspiegelt, so lässt sich das euphorisierende Wesen als wortlose Weisheit einer gotischen Kathedrale, der Höhepunkt europäischer Baukunst zusammenfassen.Der Sinn für Sinnliches und Profanes wird zum Sinn für Übersinnliches und Heili- ges. Deshalb wird die Sehenswürdigkeit zur Sehnsuchts- würdigkeit*.


II.) Wenn ich mich in der Erkenntnis wieder erkenne, handelt es sich um einen lebendigen Prozess, der den gesamten Menschen erfasst und dieser selber verwandelt wird. Das Subjekt und das Objekt der Er-
kenntnis sind identisch und die  Spaltung ist aufgehoben. Diese Er-
kenntnis ist tatsächlich Weg, Wahrheit und Leben zugleich und zieht kein Handeln mehr nach sich, sondern Erkenntnis und Verwirkli-
chung sind eins. Nur mit der blossen Macht des Daseins werden Ent-
scheidungen herbeigeführt, ein Geschehen, was von selbst geschieht. Ein Mann macht viele, weil seine Individualität in der Individualität aller aufgeht.


                                    Station 1


  • Vom Kreuzweg der vierzehn Leidensstationen in einer gotischen Kathedrale als ein Weg zu Gott  zum eigenen Kreuzweg der Entwicklungs-Lebensstationen als ein Weg mit Gott. Von der gotischen Kathedrale, wo oft der Kreuzweg als Bilderzyklus/Skulpturengruppe mit seinen i.d.R. 14 Fußfallstationen als Prozessionsweg die Leiden Christi nachgebetet und gefolgt wird zur " Entwicklungs-Individualisierungs-Lebenskathedrale ", wo die evolu- tionäre,säkulare Nachfolge Christi immer der eigene, noch von niemanden gegangene Entwicklungs-Individua- lisierungs-Prozess-Leidensweg ist*.


* I.) Die Kreuzigung als Lebensauseinandersetzung (Ego,Eigenwille,
Gier, Entwicklungsresistenz,Habenexistenz,Anpassung etc.) ist das Gesetz des Lebens und in der ganzen Lebensstruktur als Ursprung fest verwurzelt.Aber nur im (Auseinandersetzungs)leiden wird Substanz geschaffen.Es gibt keine Herrlichkeit und Fortschritt ohne das Kreuz und es ist die Kreuzigung durch die Lebenskrisen, Lebens-
unzulänglichkeiten und Lebenserschütterungen als das "extra crucem nulla ecclesia",dass ausserhalb des  Kreuzes keine Kirche gibt". Das Christentum ist notwendigerweise Krieg (gegen sich selbst) in einer Friedenszeit als Umkehr und Neuanfang steht diametral zum reinen Vitalismus und den Weltwerten des permanenten Aus-
lebens, Erlebens,des immer mehr von allem und einer materiellen Selbstverwirklichung,den gesellschaftlichen Anpassungskonven- tionen und wirtschaftlichen Spielregeln, dass nur ein Leben "ohne das schreckliche Zeichen des Kreuzes" und ohne Wachstums- und Abstrei- fungsschmerzen ein erstrebenswertes  Leben ist.Es wird geglaubt, dass es ewig so weiter und noch besser geht und ich kann bleiben der und wie ich bin (Siehe auch Individualisierung in der Gesellschaft).
Die Fragen des Lebensunterhalts und der widerstandsfreie,sich wiederholende Gewohnheits-All-und Arbeitstag und die Freizeit sind nur neunzig Prozent des Lebens,die restlichen zehn Prozent des Lebens sind, wo das Leben " durchkreuzt" wird, ich "Steine zu kauen bekomme" , welche mir den Schlaf rauben als die schöpferische Qual des (Ab)sterbens und neu geboren werdens in Lebenskrisen als der Christus und das Bessere in uns. Es ist die hehre Pflicht eines  Königs für andere zu leiden*.

* Auch in der Gotik wurde die Kreuzigungsgruppe von oben herab- geholt, welche dann auf dem gleichen Niveau war wie die Sterblichen.

  • Von  der Theologie des Kreuzes des Leidens Jesu als Christusnachfolge in mittelalterlichen Klöstern (das Heil vollzieht sich in der Lebensgeschichte Jesus Christus als via cruscis) zur Entwicklungsbedeutung der säkularen, evolutionären Christusnachfolge auf dem persönlichen Entwicklungs-Welt-Weg, was nicht nach Religion aussieht als Kreuzzug gegen die normierte Anpassung, gegen sich selbst und seinen "sieben Teufeln" (das Heil vollzieht sich in jeder einzelnen Lebensgeschichte selbst),wo es wichtig ist, seine Individua- lisierung und das Entwicklungswert- wollen gegen die gesellschaftlichen und beruflichen Individualisierungswiderstände nur im Lebens- und Gottvertrauen ausdauernd durchzustehen.Es ist ein Leiden an den Vergangenheitssünden einerseits und andererseits ein Leiden an der Zukunfts-Auseinander- setzungs-Gestaltung.Nach der gekreuzigten Wahrheit erfolgte die Auferstehung und die Dornen- krone wird zur Königskrone (Siehe auch die Webpräsenz  Gesell- schaftsmensch-Entwicklungsmensch) und säkulare, evolutionäre Nachfolge Christi).


                                       Station 2

  • Vom kirchlichen Kreuzweg werden die  Freiheiten der Religion untergeordnet werden  und damit als  geis- tige,  dogmatische Norm enden, zum  Entwicklungs-Individualisierungs-Kreuzweg, wo  in der Freiheit die Religion erst entdeckt und zurück errungen wird als höchste Stufe der Religion und seelische Erregtheit. Der christliche  Nachfolge Christi-Weg ausserhalb der Welt wandelt sich zum säkularen, evolutionären Nachfolge Christi Weg innerhalb der Welt als unbekanntes Land, das Gott verheissen hat (Abraham). 


                                    Sation 3         


  • Von der " Passionsgeschichte Christi "  als Aufopferung (Passionsweg)  zur " Individualisierungs-Passionsge- schichte" einer " leidenschaftlichen Hingabe " des ich kann nicht mehr anders (Entwicklungsweg) .Ab einem gewissen Reifezeitpunkt gibt es kein zurück mehr, den es nach dem Schriftsteller Frank Kafka zu erreichen gilt*.

* I.) Die persönliche Geschichte wird zu etwas heiliges, aber nur,
wenn jemand an seinem (Individualisierungs)heil arbeitet. Das ganze Leben der Menschheit ist wie das Leben eines einzelnen Menschen,
der Gott gefunden hat.


II.) Passion heisst nicht Leiden vermeiden wollen, sondern jedem Leiden seinen Sinn geben. Es ist der Weg nicht das Leiden zu be- kämpfen und abzuwehren, sondern um des Leidens willens durch das Leid hindurch gehen, um ihm gegenüberzustehen und es dann durch Überwindung tranzendieren zu können.Wer sein Leiden leidet, überwindet sein Leiden.


III.) " Was sich in Jesus Christus einmal ereignet hat bleibt immer wirksam. Daher darf die Passion als einmaliges Geschehen nicht getrennt werden von unserer Geschichte. Vielmehr kommt es drauf an, dass unsere Geschichte in die Passion Christi hineingezogen wird. Es ist die Nachfolge Christi, wo der Religionsbegriff identisch ist mit dem Entwicklungs-Individualisierungsbegriff als der eigene Ent- wicklungs-Individualisierungs-Weg der säkularen, evolutionären
Nachfolge Christi.


                                       Station 4


  • Von der Theologie des Kreuzes des Leidens Jesu als Christusnachfolge in mittelalterlichen Klöstern (das Heil vollzieht sich in der Lebensgeschichte Jesus Christus als via cruscis) zur Entwicklungsbedeutung der Christus- nachfolge im persönlichen Entwicklungsweltweg als Kreuzzug gegen sich selbst und seinen "sieben Teufeln" (das Heil vollzieht sich in jeder einzelnen Lebensge schichte selbst),wo es wichtig ist seine Individuali- sierung und das Entwicklungswertwollen gegen die gesellschaftlichen und beruflichen Individualsierungs- widerstände nur im Lebens- und Gottvertrauen durch- zustehen (via vita progressus als die Teleologie des Entwicklungsweges).


                     Station 5


  • Von Christus wurde gekreuzigt, weil er seinen Glauben  gegen die vorherrschende Ordnung über Rom stellte (Christus als Revolutionär) zu jeder der in der heutigen Gesellschaftsordnung sich nicht anpasst und seinen individuellen Lebensweg  in der säkularen, evolutionären Nachfolge Christi, gehen will, welcher in der vorherr- schenden Gesellschaftsordnung nicht vorgesehen ist, bleibt eine Gradwanderung der Margina- lisierung und vorübergehenden Heimatlosigkeit als Bürger (gelungenes Leben) und Bohemien (verpfuschtes Leben) zugleich, ein Gesellschaftsmensch nach aussen, aber ein Einzelner nach innen, in der kulturlosen Zivilisation leben, aber die Zivilisation im Verborgenen als " Namenloser " und stilles Vorbild kultivieren. Hier wird ein Kreuzweg gelebt, der christlicher nicht sein kann.Wenn man ausserhalb der Welt denkt, bedeutet das zuerst einmal Chaos. Es muss schon das Feuer in einem brennen (Reife-Nr.782), dass dieser unbequeme Weg gegen die Widerstände und Nachteile in der Gesell- schaft und beruflichen Karriere gegangen wird, welcher herkulischer Anstrengung, die Ausdauer eines Lang- streckenläufers und innerer Schmerzresistenz bedarf. Hier wird ein "Kreuzweg" als eigene Passion gelebt, der christlicher nicht  sein kann. Wer so etwas tut hat so viel getan wie der Papst in Rom und noch viel, viel mehr (Entwickler als Evolutionär)*.

* Die Wesensidee des Christentums und der Mensch in der Welt vertragen sich  erst einmal so gut wie " Wasser und Natrium ",weil Christ sein  immer Leiden heisst und zum schwersten  Los wird. Es wird beinahe unmöglich, mit der Lebenswirklichkeit  existentiell zu recht zu kommen, weil Religion nur möglich ist gegen die Welt, aber wir in dieser Welt  leben und  der Mensch im Widerspruch zu seinem Ursprung steht (Siehe auch die Webpräsenz  Gesellschaftsmensch-Entwicklungsmensch) und säkulare, evolutionäre Nachfolge Christi).Es ist das gepredigte Ewigkeitsideal und "die Schwertseite
des Christentums", dass im allerletzten der Mensch seine bürgerliche Existenz vernichten und absterben muss, um den zukünftigen Chris- tenmenschen auferstehen zu lassen. Es ist der Bibelvers "Gehe, ver- kaufe alles was du hast und gib dem Armen! So wirst du einen Schatz im Himmel haben. Dann komme und folge mir nach (Matthäus,19,21). Eine solche Aussage klingt heute utopisch, weltfremdirreal und revolutionär (und dieses macht natürlich keiner, auch wenn es ein Bibelwort ist).Es ist die gleiche Erkenntnis des Philosophen Friedrich Niet- zsche,dass der Mensch etwas ist,  was überwunden werden muss und sich immer wieder in Frage stellen und das Gegenteil einer Wohlfühl-und Beruhigungsreligion ist. Nicht das Bibelwort der Propheten "Werdet der Welt ungleich und werdet euch selbst" oder die Bergpredigt einer Nachfolge Christi ist von Bedeutung, sondern nur die Gesetze, Regeln, Normen,die sozioökonomische Existenz- sicherung, die politischen Verhältnisse,Traditionen, Gewohnheiten, der Lebensentwurf,die Lebensphase, der Lebensstil und die  persön- lichen Interessen in der Gesellschaft legen fest, wo es entlang geht.
Das sinnliche Leben ist immer stärker als das abstrakte, Ideelle.
Auch Umfragen bestätigen, dass Menschen, wo die Religion im Alltag keine Rolle spielt,  glücklicher sind, weil diese nur das Aus-und Erleben stört, ein Fortkommen behindert und das Gewissen (soweit noch vorhanden) keine Rolle spielt.

                     Station 6


  • Von Jesus ist am Kreuz gestorben zur Lebensmetaphorik eines Unsterblichkeitslernens als Entweltlichung, wo dieser Begriff nicht mehr negativ, sondern alltags-lebens-selbstverständlich belegt ist. Es ist besser wenn ich es nicht mehr brauche als wenn ich es mir kaufen kann.Deshalb dient allem wovon ich mich gelöst habe Mitleid. Das Leben ist ein ständiges Abschied nehmen wie die Schriftstellerin Ricarda Huch einmal bemerkte. Der Maler Leonardo da Vinci  sagte einmal; " Während ich dachte, leben zu lernen, lernte ich das Sterben. Unsterb- lich keitslernen ist auch der Entwicklungsimperativ " des Stirb und werde" eines Meister Eckhart.


                                              Station 7


  • Von der theologischen Bedeutung der Christusnachfolge des Leidens Jesus (das Heil vollzieht sich in der Lebens- geschichte Jesus Christus) zur Entwicklungsumdeutung der Christusnachfolge im persönlichen Entwicklungsweg (das Heil vollzieht sich in jeder einzelnen Lebensge- schichte selbst), wo es wichtig ist seine Individualisie-rung und das Entwicklungswertwollen gegen die gesell- schaftlichen Widerstände nur im Lebens-und Gottver- trauen durchzustehen.

                       Station 8


  • Von das Heil vollzieht sich in der Lebensgeschichte Jesus (Christus ist absolut) zum Heil unreligiös interpretiert, welches sich im Entwicklungsprozess einer Entwicklungs-Individual-Geschichtlichkeit in der säkularen, evolutio- nären Nachfolge Christi vollzieht (jeder wird einmal zum "Christus" (ohne anmaßend zu gelten), weil er durch den gegangenen Weg die heilsgeschichtliche Wegstruktur geschaffen hat für andere).Neben der ersten historischen Tatsache geschieht eine zweite historische Tatsache*. Siehe Textfortsetzung den Gliederungspunkt "Christus" in Christentum-frueher-und-heute und in Evolutionaere-Nachfolge-Christi-1

* Jesus gilt nicht als das Heil der Heilsgeschichte, sondern das Reich Gottes.


                                           Station 9


  • Von der  Fusswaschung der christlichen Gründonners- tagslithurgie als brüderliche Geste, Zeichen der Nächs- tenliebe,Versöhnung und Demut, bei dem der Papst religionsübergreifend im Rahmen der Osterfeierlich- keiten z.B. Muslimen, Frauen und Flüchtlingen die Füsse wäscht zu lebensübergreifenden "Demütsübungen" z.B.  bei der der Individualisierung in der Gesellschaft oder im Entwicklungs-Individualisierungs-Lebenslauf in der Arbeitswelt*.

* I.)  Der Entwicklungs-Individualisierungs-Lebenslauf ist eine Biogra-
fie der Selbstzerrissenheit, der Auflösung, der Selbstsuche und ständigen Berufsflucht bis zur Berufsüberwindung und dem Ent- wicklungs-Selbstsein. Es sind oft Demuts-, Demütigungs-und Selbst-
verleugnungsübungen,  zählt die  Minuten bis zum Feierabend
in ungeliebten Tätigkeiten und quält sich monatelang in scheinbar, sinnlosen "Geld-Verdienen-Tätigkeiten", bis man sich selbst gefunden hat und mit Eigenem zur Ruhe gekommen ist.


II.) Den niedrigsten Status hat die Arbeit, die immer wieder getan werden muss wie z.B. putzen, kopieren, abschreiben,deshalb wenig Anerkennung erhält, leicht zu ersetzen ist und auch sinnlos zu sein scheint.  Im Entwicklungsleben gibt aber es keine Nebensachen. Auch die sozial niedrigen, schlecht bezahlten, langweiligen, stumpfsin- nigen, geistlosen Tätigkeiten besitzen einen Entwicklungswert und einen tieferen Entwicklungssinn. Ein ehrliches Entwicklungstun ist auch in der einfachsten und wenig sinnvoll erscheinenden Tätigkeit gegeben. Es sind die vielschichtigen Entwicklungsaspekte, welche in einer"einfachen Telefonzentrale“ wie auch in der Konzernzentrale
nur für mich persönlich zu finden sind und mir auch ein hohes Selbstwertgefühl verleihen können. In kleinen Aufgaben ist genauso viel Entwicklungspotential vorhanden wie in grossen Aufgaben. Das Entwicklungstugend-Auseinandersetzungs-, Sublimierungs- und Überwindungspotential  als Arbeitssinn ist in jedem Beruf und in jeder Tätigkeit mitgegeben. Keine Tätigkeit ist erkenntnisarm und
es ist in jeder Nichtidentifikation eine Arbeitsauthentizität möglich. Wenn sich der Mensch  von der Entwicklung her versteht, ist  jede „niedrige Tätigkeit“ gerechtfertigt und gibt den scheinbaren Sinnlosen einen tieferen Entwicklungssinn.Das Arbeiten mit dem Niedrigsten, entfaltet das Höchste.


III.) Das wichtigste Ergebnis der Arbeit ist immer ihre entwicklungs- charakterliche Auswirkung. Der Sinn einer „stupiden Tätigkeit“ im Entwicklungssinne für die zukünftige Lebensentwicklung ist mittels des Verstandes und der ökonomischen Vernunft nicht zu erfassen. Die Früchte der Entwicklungshandlungen zeigen sich erst im nach-
hinein. Ein äusseres Werk kann nie klein sein, wenn das Innere
gross ist.Im Geiste der Entwicklungswahrheit wird das Niedrigste
zum Höchsten. Dass auch die tiefste Erniedrigung auch immer Er- höhung bedeutet.Es sind letzten Endes immer die kleinen, unschein- baren Dinge, die im Nachhinein grosses bewirkt haben und bewir-ken. Einen Entwicklungsgedanken in die Tat umsetzen und jetzt das Entwicklungsbessere zu wollen ist mehr wert, als "ein passives Aufsichtsratsmitglied zu sein und ein Entwicklungscharakter ist
mehr wert, als ein akademischer Berufsabschluss" .


IV.) In diesem  " säkularen Nachfolge Christi Kontext " ist dem Autor namentlich ein Entwicklungs-Berufungs-Selbstzerissenheits-Leidens-Suchweg einer fast selbstaufopfernden Wahrheitssuche in Frankfurt/Main bekannt, wo der Kreuz- weg  aus den S- und U-Bahn Stationen dieser Stadt bestand, wo jeweils ein- und ausgestiegen wurde, um für einige Mo- nate und das über viele Jahre lang bei den dort ansässigen Unternehmen mit einfachen (Aushilfs)tätigkeiten, obwohl gut (aus)- gebildet und vielen Erfahrungen im fortgeschrittenen beruflichen Alter in solchem instabilen Arbeitsumfeld " sein Kreuz auf diesem Weg" getragen hat und die geübte Demut oft zur Versagerdemütigung wurde, nur um seinen sozialen Verantwortlichkeiten und seinem "Entwicklungs-Individuations-Gewissen " nachzukommen, um Ruhe zu finden und keine Selbstverwirklichung auf dem Rücken  anderer zu betreiben. Der Ertrag der vielen Tätigkeiten waren am Ende auch noch abzuzahlende Schulden, weil der Verdienst oft sich nur am Mindestarbeitslohn orientierte und am Monatsende oft nicht wusste, wie lange das Geld reichen würde, auch wenn im Nachhinein die Schulden segensreicher waren, als wenn während dieser Zeit viel Geld verdient worden wäre. Wer durch viele Tätigkeiten hindurch auch in Berufen, die er nicht gelernt oder studiert hat zur Berufung gelangt d.h., sonst zu nichts nutze war und damit immer wieder neu anfängt, muss sich ständig neu einarbeiten, damit erst einmal zu einem erniedrigenden Nichts " werden und fängt auch auf der Gehaltsskala meistens unten an. Auch besteht die Gefahr als bspw. fünfundfünfzig-plus-Jähriger überhaupt keine Arbeit zu finden oder nur eine Be-
schäftigung, die sonst keiner z.B. Callcenter (Telefonverkauf, was früher "Klinken putzen" genannt wurde) machen wollte. Dass durch den jahrelangen Entwicklungs-Such-Individualisierungs-Anti-Karriere-Weg  in prekären Jobs mit niedrig bezahlten Helfertätigkeiten die spätere zu er- wartende Altersrente nach der derzeitigen (deutschen) Sozialgesetzgebung auch viel niedriger sein wird und zur Rentnerar- mut werden kann, ist ein weiterer sozialökono- mischer Nachteil, weshalb diese vielmals gepredigte, säkulare Nachfolge Christi im christlichen Umfeld illusionäres Gerede bleibt und  " in der warmen Stube ", wo Wohlstand, Risikolosigkeit und eine Pensionsberechtigung vorherrscht, von den Predigern keine Vorbildfunktion der Nachfolge Christi gegeben ist und Christ sein "Leiden" bedeutet ("Schmelztigel Gottes") und nicht nur gelehrige Theologie studiert, welche kaum jemanden interessiert.

                  Station 10


  • Von dem kirchlichen jenseiten,lebensfremden  Christen- tum zur religiösen Deutung der Evolution im Lebens-und Berufsalltag und vom Leben her entwicklungssinnmässig zu denken und damit den Geist des Evangeliums in alle Lebensbereiche hinein tragen, ist das, worauf es an- kommt. Durch die Entwicklungssichtweise wird die Le- bensempfindung zur Religion und das Leben erhält quasi eine religiöse Weihe "als Privatreligion" und die Religion wird in ihr (Lebens)wesen aufgelöst. Es ist der kleine Unterschied ob Religion gelebt wird (ausserhalb von mir als lehramtlicher Akt) oder das Leben zur Religion wird (innerhalb von mir als Akt des Suchens). Es ist säkular, profan und religiös, heilig zugleich. Der religiöse Raum ist die Welt. Der Weg muss aus der Welt kommen und darf nicht ausserhalb von der Welt sein. Es gibt keinen Unterschied zwischen religiöser und profaner Praxis, vita activa und contemplativa, Glauben und Welt. Religion stellt dann keine Sonderwelt mehr da, wenn sie ins Leben aufgelöst wird  und die theologische Fragen sich vom Leben herstellen. Die Religion, welche nicht die persönliche Lebensrealität zum Inhalt hat, ist zum Scheitern verurteilt. Die religiöse Sinndeutung der Evolution im Lebens- und Berufsalltag und vom Leben anders zu denken ist das, worauf es ankommt.  Es ist der Weg vom rechts- und lehrgültigen, didaktischen Interpretations- und Vermittlungs-Christentum von oben herab als Vorentwicklungsstufe zum autodidaktischen Individualisierungs-Entwicklungs-Lebens-Christentum von unten herauf, wo die Individualisierungswahrheiten selbst entwickelnd als zeitlose Bibelwahrheiten inter- pretiert werden,weil in der Bibel das Programm für die individuelle Befreiung fehlt. Die Vertreter  des  " goti- schen Geistes " dulden keine   Mittler zwischen Gott und sich selbst. Es muss eine Kirche (Organisation) von unten sein oder sie verwirkt ihren Daseinszweck.

                   Station 11


  • Vom Anfang war das Christentum eine  Exklusivreligion von 12 Jünger (Apostel) zu heute wird das Entwicklungs- christentum zu einer Inklusivreligion mit vielen Entwick- lungsjünger ("Entwicklungsaposteln"). Damit ist Christus nicht mehr absolut, weil jeder christusähnlicher wird. Es ist die Radikalität des Christentums selbst ein Christus zu werden (alles andere ist lauwarmes, nicht wirklich ernst genommenes Christentum ) entweder für mich oder gegen mich). Die Nachfolge Jesu ist nicht eine " eins zu eins" oder eine mittelalterliche klosteraffine Nachah- mung Christi, sondern bei Entwicklungsreife heisst es seinen eigenen Individualisierungs-Weg in der Gesell- schaft und im Berufsleben gehen, der noch von nieman- den gegangen wurden. Jesus Werk ist noch nicht voll- endet und in jeder Generation erwählt er seine Jünger, gibt ihnen Zeichen ihm zu folgen und verleiht ihnen die gleiche Macht. Die säkulare, evolutionäre Nachfolge Christi ist keine ad hoc Entscheidung und erst durch eine allmähliche Entwicklung  dämmert die biblische Kern- aussage einen;"Wer sein Leben behalten will, der wird es verlieren und wer es verliert um meinetwillen, der wird es behalten".

                    Station 12


  • Von Christus Triumphator ist der Welt nahe (Ende des Entwicklungsweges) zum Christus Crucifixus ist der Welt nahe (Reifebeginn-Nr.782 eines  jeden Entwicklungs-Individualisierungsweges in der säkularen,evolutionären Nachfolge Christi.


                   Station 13


  • Von der Liturgie gestützt auf die Heilige Schrift  (Quelle und Maßstab ist Jesus Christus) zur säkularen, evolutio- nären Nachfolge Christi als Gottentwicklungswerdung gestützt auf die eigene Gottes(hinweis)erfahrung in allen Dingen, Krisen und Lebenslagen als Dematerialisie- rung (Quelle und Maßstab ist das eigene Weltleben)*.

* "Maßstab und Quelle ist das eigene Leben", weil Gott das Leben selbst ist und in jedem einzelnen Menschen seine einmalige Indivi-
dualität entwickeln will. Deshalb ist das Leben Theologie und das Leben löst sich als das Wesen der Religion in Theologie auf. Das Religiöse lässt sich vom Entwicklungs-Lebens-Prozessakt nicht tren-
nen und ist immer mitgegeben. Es ist säkular und religiös, diesseitig und jenseitig zugleich.


                                    Station 14


  • Von der Erwartung auf den himmlischen, auferstan- denen, jenseitigen  Jesus als ein Herabsteigen aus dem Himmel (physische,leibliche Wiederkunft) und zum warten auf die Entwicklungs-Individualisierungs-Reife, wo jeder Gläubige sich bemüht himmelwärts durch Entwicklungsstreben im Entwicklungs-Kultur-Lernen im Diesseits hoch zu steigen, wo das das zweite Kommen Jesu im Geiste geschieht (geistige,seelische Wieder- kunft)*.

* Die Weihnachtsbotschaft wird umgekehrt, indem wir durch Entwicklung zu Gott hinaufsteigen und nicht Gott zu uns herabsteigt.. " Warum wurde Gott Mensch ? Dass ich als derselben soll geboren werden "*.

* Meister Eckhart.

Das Leben besteht nicht nur aus 14 Kreuzweg Stationen, sondern ich muss jeden Tag ein anderes Kreuz tragen.Des- halb der Verweis auf viele andere Beispiel-Lebens-Statio-
nen in "Entwicklungsgotik 1 bis Entwicklungsgotik 9"


Nachfolge Christi als mittelalterlicher Weltvernei- nungs-Klosterweg versus moderner Entwicklungs-

                        Welt-Bejahungsweg.

  • Von der direkten Gottessuche im Kloster als ein Weg zu Gott zur Auseinandersetzung in der Welt als indirekte Gottessuche als ein Weg mit Gott.
  • Von einem Klosterkreuzgang z.B. in Saverne/Elsass zum Selbstzerissenheits-Leidens-Suchweg einer fast selbst aufopfernden Wahrheitssuche in Frankfurt/Main,  wo der Kreuzweg  aus den S- und U-Bahn Stationen dieser Stadt bestand, wo jeweils ein- und ausgestiegen wurde....*

* Siehe Textfortsetzung im Gliederungspunkt der Beruf wird zur Berufung in  https://entwicklungschristentum.de/Evolutionaere-Nachfolge-Christi-1

  • Von dem Glauben als fromme, schweigende, mystische Gebetserfahrungstatsache (Schweigen ist auf Gott ausgerichtet) zum Glauben als Quasirealitätsbeweis Gottes (Schweigen ist auf die neue Wirklichkeit ausgerichtet)*.



*Es ist die völlig unreligiöse Glaubensinterpretation der Quanten- physik, dass sich die Materie entsprechend meines Bewusstseins
und meiner Überzeugung verhält und zur Wirklichkeit wird. Geist beherrscht die Materie oder der Glaube ist stärker als die Umstände und Widerstände und setzt etwas in Gang. Erst durch diesen prak- tischen Glauben wird die Lebenswirklichkeit zu einer experimenti- ellen Erkenntnis. Das Ganze, die Totalität kann nur durch den Glau-
ben erfasst werden und lässt sich nicht durch eine Wissenssumme rationalisieren und verobjektivieren.


  • Von den verschiedenen Mönchsordenswegen im Kloster (Vorbereitung und Wegbereitung für die Welt von morgen) zum einzigen, persönlichen Entwicklungs-Individuations-Lebensordnungsweg in der Welt (Erschaffung und Wegbereitung für eine Welt von morgen).
  • Von allgemeinen Ordensregeln der Ordensgründer füh- ren zu Gott (abstraktes Leben) zu den individuellen reifegemässen Entwicklungsregeln des Gotischen-Lernprinzips führen zu Gott (pralles Leben)*.

* Klosterregeln haben ihre Wurzeln in der Bibel und sind die Nachahmung des Lebensweges eines Ordensgründers, während Entwicklungsregeln aus dem persönlichen Lebensordnungs-Individualisierungsweg her abgeleitet werden. Jeder muss seinen eigenen, unverwechselbaren Entwicklungsweg gehen und nicht den eines Ordensgründers.Es gibt bei Entwicklungsreife so viele Wege wie es Menschen gibt*.


  • Von dem Gehorsam im Kloster dem Abt gegenüber zum   Gehorsam seinem Entwicklungs-Individualisierungs-Gewissen gegenüber.
  • Von Gott gebetsmässig dienen, weil es die Ordensregel vorschreibt zu Gott wesensmässig dienen, weil  bei Entwicklungsreife-Nr.782  jeder Schritt vorgegeben ist und ich nicht anders kann.
  • Von den festen (Askese)klosterregeln, wo ich dafür erst reifebereit werden muss (Klosterprobejahr ?) zur Regel- überwindung und Entwicklung von eigenen (Disziplinie- rungsregeln, wozu ich reifebereit bin (Ich kann keine Regeln nennen, nach denen ich lebe)*.
    *  Siehe auch Nr.782 " Man kann einen Birnbaum noch so prügeln, er wird deshalb nicht schneller reif " in Kulturlernen-17


  • Von dem klassischen Stufenweg  der völligen Reinigung, der Entselbstung, der Erleuchtung und der Gottverbun- denheit im Kloster zum Entwicklungsstufenweg des Auslebens, des Erlebens und der schrittweisen Welt- überwindung des Dematerialisierungs-und Entwicklungs-Kultur-Lernens
  • Von der Verkündigung der Wahrheit als Klosterweg ist wichtig zum individuellen Weg der Wahrheit als Weltent- wicklungsweg ist wichtiger.
  • Vom einem nach den Klosterregeln festgelegten Ent- wicklungsweg zum Entwicklungs-Individualisierungs- weg,  wo wie Abraham in ein unbekanntes Land gegan- gen wird, was  Gott verheißen hat.Weil noch keiner meinen Entwicklungsweg gegangen ist kann mir auch keiner helfen.
  • Vom gemeinschaftlichen Wortgebet und Chordienst (Gebetsformeln) zu sein Leben wortlos beten als Le- bensdienst (Lebensanregungen). Was ist Leben? Gott     ist das Leben. Deshalb soll das ganze Leben zu einem ununterbrochenes Gebet werden ohne zu bitten, weil Gott keine Wortsalven braucht und die Lebensaus- seinandersetzungs- und Entwicklungsbereitschaft" im hier und jetzt als Gebet erfasst. " Denn euer Vater weiss, was ihr bedürft, bevor ihr ihn bittet " Matthäus 6,5-15". Jede Lebensübereinstimmung und mit sich im Frieden sein genügt. Wer seinen Frieden hat, hat das  Höchste und  automatisch auch alles Niedrigere. Gebet ist Dualis- mus einer Diesseits (Welt)-Jenseits (Gott)-Sichtweise, welche es aufgrund der Inter- und Gottverbundenheit im Frieden aber nicht gibt. Das Blicken in die Höhe wird zu einem Gespräch in Augenhöhe.
  • Vom schauenden Gebet und sich an bestimmte Ge-betszeiten halten (der Mensch ist erst kniend richtig gross z.B. als gläubiges Gebet und Gottesdienst) zum wir-kenden Entwicklungs-Auseinandersetzungs-Prozess als Lebensgebet  im "hier und jetzt" als Entwicklungsver- langen und Sehnen der Seele das Höhere  zu wollen, was ihn übersteigt und verwirklicht werden soll (der Mensch ist erst als stiller Tatentwickler richtig gross)Siehe Ge- bets- Textfortsetzung in Die-Zukunft-des-Christentums.
  • Von Ora et labora zu Ora in loborae *.


* I.) Der alte Arbeitsbegriff wird weltanschaulich interpretiert. Ora
für beten als Privatsache und religiös gedeutet und labora für ar-
beiten, um Geld zu verdienen als kulturell geprägtes Arbeits-
verständnis. Der neue Arbeitsbegriff wird entwicklungsmässig und  säkular interpretiert. Ora in laborae als entwickeln in der Arbeit und Geldverdienen durch die Arbeit als evolutionskonformes Arbeits-
verständnis. Das alte Arbeitsverständnis bedeutet bisher, dass Arbeit
vorhanden und genug zu tun ist, während beim evolutionären Arbeitsverständnis die Arbeit Teil der menschlichen Entwicklung " als Arbeit an mir selbst ist ", weil ich mich mit ihr auseinandersetzen und mir die Arbeitsmöglichkeiten durch die Entwicklungsarbeits(ora) tugenden erst erschaffen muss. Es ist mit und bei der Arbeit lernen, wie es mit der Arbeit weitergeht ( durch die Arbeit zur neuen Arbeit
in der Entwicklungs-Arbeitsplatz-Individuation (Entwicklungsbe- schäftigung und Gestaltung). Beim evolutionären/ religionsinter- pretierenden Arbeitsverständnis steht mehr Selbstentwicklung als Gottentwicklung im Sinne von Meister Eckhart im Mittelpunkt und nicht die qualitative Arbeitsausführung. Sie dient nur dazu, das Leben in Gott zu verwirklichen und zu bewahren als Individualisierung in der Arbeit. Das Geldverdienen wird als untergeordneter Arbeitswert angesehen und die Entwicklung in der Arbeit als höherer Arbeitswert betrachtet. Es geht nicht alleine darum wie viel ein Mensch mit seiner Tätigkeit verdient, sondern auch darum,  bis zu welchem Grad  er mit seiner Arbeit Kultur schafft. Von der lithurgischen Ora et labora-Formel zu Ora et laborae ist für die heutige Zeit zu kurz gefasst und deckt nur einen Lebensausschnitt ab. Neben der Arbeit gibt es auch die Familie, die Freizeit, das soziale und ökonomische, das Konsum- und Unterhaltungsleben, meine persönlichen Leidenschaften und Interessen, meine Verantwortlichkeiten und vieles andere mehr. Dieses wird erst voll berücksichtigt und zum ganzheitlichlichen "Lebensora",wenn ich mein Leben in der Lebens-Individualisierungs-Auseinandersetzung) in der evolutionären Allzeit-Jetzt-Nutzung "bete, indem ich augenblicklich immer das Höhere und Bessere und meinen (Gliederungspunkt) Frieden in allem will.


  • Von der Klosterbibliothek (Klöster waren im Mittelalter die einzigen Bildungsstätten) zum z.B. Internet (als die   Entwicklungsstätte für die Bildungsverkannten in der Welt).Sirhe Textfortsetzung in  neues, digitales Zeitalter.
  • Von dem Kloster, wo geborene Träumer, Schwächlinge und hässliche Frauen ihre einzige Daseinsberechtigung fanden  zu es hat sich noch immer nicht überall herum  gesprochen, dass bisher nur " Tag-Träumer " und "Sitzenbleiber",welche zu nichts nutze waren  die Welt verändert haben und verändern, die im vorherrschenden Reich nicht wahrgenommen wurden und ihr eigenes (Vorbild)reich für alle erschufen und erschaffen.
  • Von der Weltflucht, Weltabgewandtheit, Weltaskese (Dematerialisierung) zur Weltzugewandtheit, tätigen Weltauseinandersetzung mit den Dingen und Gescheh- nissen als Mittel zum Individualisierungszweck und Weltüberwindungsaskese (Entwicklungs-,De- und Entmaterialisierung)

* Der Mönch glaubt durch Askese Gott näher zu kommen, aber nach Meister Eckhart bedarf Gott die Welt des Fastens, des Betens und aller Kasteiungen nicht.


  • Von den vielen Klostergründern, vor denen, nachdem ich deren Biografien gelesen habe vor Ehrfurcht erstarrt bin zu meiner Lebenswelt, welche ich bei Entwicklungsreife durch De-und Entmaterialisierungs-Kultur-und das   Unsterblichkeitslernen immer mehr zum Privatkloster geworden ist*.

* Ausser meinem eigenen Entwicklungs-Individualisierungs-Weg
ist jeder andere gegangene Entwicklungs-Vorbildweg der Falsche  oder wenn es nicht mein Weg ist,ist jeder Weg richtig.


  • Von der Weltflucht als das eigentliche Ideal des Christ- werdens (Kloster) zur Aussage von Meister Eckhart  Eckhart, Gott wird erst Gott durch uns und braucht die Auseinander- setzung in der Welt, um sich selber zu werden (die Welt wird zum Kloster)*.


* Meister  Eckhart bleibt nicht bei der Abgeschiedenheit im Kloster stehen, sondern betonte, dass man erst in der Auseinandersetzung im praktischen Weltleben zu einem wahren Mönch wird. Der Kontakt zur Aussenwelt und zu anderen Menschen ist deshalb so wichtig, weil ich meine Fehler,Leidenschaften,Charakterschwächen, Entwick- lungsdefizite erst dort bewusst werden.Der Geist braucht die Beziehung mit der materiellen Welt als polare Spannung, die erst in den sinnlichen Entwicklungs-Lebens-Widerspruchs-Reizen des praktischen Alltagsweltlebens gegeben ist. Aussen und innen sind unlösbar miteinander verbunden. Der Mensch spiegelt sich in seiner Umwelt und die Umwelt spiegelt sich im Menschen. Er erkennt die Aussenwelt nur durch sich und erkennt sich selber nur über das Mittel der Aussenwelt. In der Kontemplation bis ich erst einmal (entwicklungslos)perfekt.


  • Von der Klostergründung des Mönches Bernhard von Clairvaux zur Lebens-Selbst-Begründung eines jeden einzelnen Menschen.
  • Nach dem Ordensgründer Benedikt von Nursisa ist die Suche nach Gott geprägt von " horchen", nach innen als hören in der Einsamkeit des Friedens.In der säkularen , evolutionären Nachfolge Christi ist die die Suche nach Gott geprägt von der Beobachtungsreflexion nach aussen z.B. einer Irrtums-,Auseinandersetzungs-und Krisener- fahrung als Lebenswegkorrekturhilfe in der hektischen, lärmenden Lebenswelt.
  • Nach dem Ordensgründer Benedikt von Nursisa brau- chen  wir auf der Suche nach Gott die Stütze der Gemein- schaft im Kloster, welche mich trägt. Bei der säkula- ren,  evolutionären Nachfolge Christi brauchen wir auch vorübergehend die Solidargemeinschaft der Gesell- schaft, welche mich trägt*.


*I.) Eine Individualisierungs-Entwicklung als "säkulare,  evolutionäre
Nachfolge Christi" wird als überflüssige " Selbstverwirklichung und brotlose Kunst " verstanden, wobei dieser Begriff als " spinnerhaft " negativ belegt ist, obwohl dieser der Sinn und das Ziel alles Lebens ist.
Das Ganze erhält seinen Sinn vom Einzelnen und nicht umgekehrt.
Das Leben muss erst einmal scheitern, wenn es gelingen soll und
das bleibt die höchste Individualisierungshürde. Es lässt sich in der jetzigen Gesellschaft gut leben, aber nicht gut entwickeln. Eine andere Lebensform in der Einzelentwicklung zu finden als die Geburtssozialisation und das kollektive Sozialverhalten diese vor-
gibt, widerspricht erst einmal den gesellschaftlichen Interessen. Die persönliche Entwicklung ist einfach in der Gesellschaft zwar grundge-
setzlich garantiert, aber praktisch nicht vorgesehen.

II.) Es besteht immer die Gefahr zum " Sozialhilfeempfänger " zu werden und sich eine Zeit lang " von der Gesellschaft  durchfüttern lassen ", weil es eben nur diese eine Gesellschaft gibt und ausser-
halb von ihr nur kein Überleben ist. Solidarität ist notwendig, weil jeder der alleine auf sich gestellt ist, schnell seine Grenzen erreicht. Der Entwicklungsstarke kann sogar nach heutigen Sozialmaßstä-
ben kurzfristig (in Deutschland) auch zum Entwicklungs-Sozialfall
(" Bürgergeldempfänger") sein, wo seine Entwicklungsirrtümer
oder eine Entwicklungslebensphase aufgefangen werden, aber er wird es nur vorübergehend bleiben. Deshalb sollten Entwickler nicht mit traditionellen, sozialen, politischen und wirtschaftlichen Unter-
stützungsmaßstäben gemessen werden. Entwicklung rechtfertigt vieles und gibt zurück, was mit den vorherrschenden Werten und Rechts- und Sozialisierungsnormen nicht vereinbar, aber umso mehr sinnvoll und von allgemeinen Interesse ist, weil in Wahrheit die Zu-
kunft der Anderen nur von diesen entwickelnden Individuen abhängig ist, ihre Fortschrittsimpulse empfängt und diese dürfen nicht dafür noch sanktioniert werden. Die Singularisierung und No-
madisierung ist eine nur  vorübergehende Entwicklungsphase, um dann auf einer höheren Entwicklungsstufe dem Allgemeinwohl sozialer dienen zu können. Er kann der Gemeinschaft erst etwas geben, wenn er nicht mehr ihr Abhängiger und ihr Echo ist. Die Soli-
darität ist die Grundlage für die Freiheit, weil die naturgemässen Individualirrtümer im sozialen Netzwerk aufgefangen werden (müssen).

III.) Die Individualität wird in der Gesellschaft (noch) nicht gefordert und spielt noch überhaupt keine Rolle. Menschen, die sich selbst genug sind,durch diese kann sich keine Gesellschaft entwickeln.Die Gesellschaft ist aber nicht fähig aus sich heraus sich zu wandeln, der Gesellschaftsmensch ist wenig entwicklungsfähig und nicht der wirkliche Mensch, sondern nur der sich entwickelnde Einzelne ist wirklich und die tragende Kraft unserer Gesellschaft und gibt die Werde- richtung als Entwicklungsvorbild mit seinen Entwicklungs- impulsen an.Der sich entwickelnde Einzelne ist der Schlüssel für alles, weil ein Staat, eine Gesellschaft als Ganzes sich nicht entwickeln kann. Im Gesellschaftlichen gibt es keinen Fortschritt und deshalb hat nur ein Einzelner Wirklichkeit. Nur über  die Entwicklung des Einzel- nen definiert sich eine Gesellschaft und der  Staat sucht, lebt und ist angewiesen von der Entwicklungs- widerstandskraft  und dem Ent- wicklungsmut eines jeden Ein- zelnen,welcher allen gesellschaft-
lichen Konventionen zum Trotz seinen Entwicklungsweg beschreitet. Der Entwicklungs-Individualisierungsweg des Einzelnen ist der  Weg der Gesellschaft von morgen. Das Durchschnittliche gibt der Gesell-
schaft ihre Bestandserhaltung, dass Aussergewöhnliche aber ihren Wert.

IV.)Der Entwickler gibt aber der Gesellschaft unter dem Strich viel mehr, was er vorübergehend an " Entwicklungs-Irrtums-Wege Un-
terstüt zung erhält oder erhalten hat, weil er ja " nur egoistisch war und ist für die anderen  Nur der  Einzelne ist eine Hilfe, den anderen muss geholfen werden.Der Entwickler ist unersetzbar und weil das wertvollste Mitglied, " das Salz der Gesellschaft ",auf der tiefsten Ebene etwas für Deutschland tut und deshalb " systemrelevant ". Er ist es, der die Anderen durch " sein-anders-sein " weiterbringt. Entwickler machen den Unterschied aus, weil es die Anderen schon gibt.  Einer muss es zuerst gedacht und getan haben. Durch ihn wird die Welt zu einem besseren Ort.Entwickler sind macht- volle Einzelgänger und bilden die zukünftige Elite der Gesellschaft. Die Zivilisation rechtfertigt sich, wenn sie Einzelne hervor zu bringen vermag. Es kann nicht genug betont werden, aber im menschlichen Kultur-,Berufs-und Krisenleben ist der Starke, der Nichtangepasste. Nur die Menschen, welche etwas gewagt haben,haben den Men- schen den Fortschritt gebracht.Immer waren es schöpferische,nicht angepasste exemplarische Einzelgänger, welche Ausserordentliches erreicht und Umwälzungen eingeleitet haben,aber interimsweise Brotgänger bei anderen waren. Siehe Textfortsetzung in Gesell- schafts-und Entwicklungsmensch.Der Gradmesser für die Höhe einer Kultur des Volkes sind nicht das Bildungsniveau des Einzelnen, die Höhe des Sozialproduktes oder die Anzahl der Museen, sondern die Anzahl der Entwicklungsein- zelnen sind vom nationalen Interesse. Mit dem Aussterben des Einzelnen beginnt die Destabilisierung und der Zerfall der Gesellschaft. Jeder kennt den Roman "Glasperlenspiel" des Schriftstellers Hermann Hesse; "Eine Gesellschaft  zerfiel, weil sie nicht wandlungsfähig war".


  • Von dem Klosterleben hinter Klostermauern, welches   vor dem weltlich sinnlichen, abirrenden "als das Böse" abschirmen wollte um Gott in der versuchungsarmen Lebensfremdheit näher zu kommen (Mönchsspiritualität als geistliche Erfahrungen)zu den Auseinandersetzungs-Entwicklungsweg Prüfungen und Versuchungen des "Weltklosterlebens" z.B. im Arbeitsleben, Lebensalltag, bei Lebenskrisen, in den  Lebensverantwortlichkeiten, in der Auseinandersetzung mit seinen Trieben, Leidenschaf- ten und Ego, um Gott in der persönlichen Lebenswelt näher zu kommen (Laienspiritualität als Lebensentwick- lungserfahrungen)*.


* I.) Denn die sinnlichen Weiber ,die man sieht sind weniger gefähr- lich, als die Weiber, die in der Phantasie auftauchen.

II.)  Das Gesetz des Lebens ist ihr Widerspruch. Die Tugend wird nur in der Verführungsschwachheit vollbracht, weil diese zur Entfaltung das Gegenteil bedarf. Das Gute ist erst das Gute und eine Tugend, wenn es vom negativen Pol gereinigt wurde. Wo keine Untugend, da ist auch keine Tugend möglich. Die Untugend ist nur eine verkleidete Tugend. Nur weil ich der Versuchung widerstanden habe, bin ich dadurch stärker und tugendhafter daraus hervor gegangen und das Böse wird zum Guten.Siehe Textfortsetzung in Das Gesetz des  Lebens ist ihr Widerspruch

  • Von den mittelalterlichen Klosterorden weil in der Zeit, zur Hypothese, dass diese Lebensform Gott näher zu kommen seine Zeit gehabt hat, weil alles dem ewigen Gesetz des Vergehens und Neuwerdens, des Welkens und Blühens unterliegt (und nur noch für wenig Einzelne in Frage kommt).
  • Vom der Nachfolge Christi im Kloster als "via Ora et labora" (Gebet und Arbeit) zur Christusnachfolge als "via negationis" in Form eines Dematerialisierungs-(Entsinn- lichung),Kultur-(Verwesentlichung) und Unsterblich- keitslernens (Entweltlichung) als (Weltüberwindungs- weg).
  • Von Klostermönchen die nichts anderes gelernt hatten  wie Religion und gebetsfromm zu sein zu den heutigen stillen, gut ausgebildeten Entwicklern im Lande, welche ihrer sozialökonomischen Verantwortung nach- kommen und trotzdem "entwicklungsfromm" sind*.

* Nur dann ist jemand wahrhaft Mönch, wenn er von der Hände Arbeit lebt.


  • Von der Welt des Klosters, ein Ort der Stille und  der frommen Mönche (Besinnungs-und Bestimmungsort) zum Besuch eines Klosters, welcher sich heute nur noch auf "den Bierdeckel, die Speisenkarte und den Ver- kaufsladen" beschränkt, Klöster der abendländischen Vergangenheit angehören und z.B. an den Film "Der Name der Rose" oder das Buch "die Säulen der Erde erinnert" (Ausflugs-und Erinnerungsort).
  • Von einer beinahe klösterlichen Frömmigkeit der Mutter des französischen Schriftstellers+Politikers  François-René, vicomte de Chateaubriand  zur rigorosen Aussage von Chateaubrind selbst, dass er nur Chateaubriand werden und sein will und sonst nichts.
  • Von der traditionellen Christusnachfolge im Orden eines Klosters oder als Ordensgeistlicher zu dem persönlichen Entwicklungs-Individualisierungs-Weg, in dem alle Reli- gion zu finden ist, die der Mensch braucht*.


* "Er wusste, dass man nicht mit Predigten in den Himmel kommt, sondern nur auf dem Entwicklungsindividualisierungsweg in seiner beruflichen und gesellschaftlichen Alltagsrolle als der Platz, wo Gott einen hingestellt hat in der  säkularen, evolutionären Nachfolge Christi"*

*Quelle unbekannt.

  • Von der Bezeichnung der Kathedrale als "Dom" in Norddeutschland und "Münster" in Süddeutschland als Bischofskirche einer Stadt, was von der  Eindeutschung des lateinischen Namens von "Kloster" abgeleitet wird zur heutigen Fortsetzungssinnlinie, wo die Welt meta- phorisch  zum Kloster wird, weil alles als Erkenntnis- mittel zum Individualisierungsweck dient, welches auf Höheres verweist, was den Menschen übersteigt und verwirklicht werden soll (Gott zur Ehr). Deshalb  geht jeder Entwicklungsweg eines jeden Einzelnen nur über und durch die gotische Kathedrale als gotisches Lern- prinzip, ohne das der mittelalterliche  "Klosterwelt- begriff" negativ belegt ist und sogar zu einer Vorbild- wirkkraft wird. Der Geist der Gotik und der Geist der Entwicklung durchdringen sich gegenseitig und bei Entwicklungs-Individualisierungs-Reife(Nr.782) be- kommt jeder das Gefühl vermittelt, dass die gotische Kathedrale nur für ihn gebaut worden und er endlich zu Hause angekommen ist. Erst nach einer Lebenskrise öffnen sich die Eingangsportale der  gotischen Kathe-drale für mich.

  • Von der Hypothese vollkommener werden durch ein Theologiestudium, durch Beten, Fasten, Wachen, Spenden, durch Befolgung  mönchischer Regeln in einer selbst gewählten religiösen Lebensform zur Prämisse, das Vollkommenheit ein weltfremdes Ideal bleibt, aber es erstrebenswerter ist Ruhe und Frieden in allen Dingen der Welt zu finden, weil der Frieden aller Unruhebewe- gung Suchziel bleibt. Das Wachen, Fasten, Beten  kommt von aussen, stört die Ruhe und mit diesen gelangt man nicht zum inneren Frieden.

  • Von dem mönchischen Lebenswerk, welches auf ein Ewigkeitsideal ausgerichtet ist zum Lebensleistungs- ideal eines Entwicklers, welches im "hier und jetzt" permanent bis zum letzten Atemzug verwirklicht wird und dann noch daran schuld ist, dass die Welt durch ihn ein bisschen besser geworden ist.

  • Von der Daseinsberechtigung eines Mönches, welches   seine moralische Kraft ist zur Daseinsberechtigung ein- es Entwicklers ohne diesen der Welt etwas fehlen würde.
  • Von z.B. dem Mönch, Eremit und "Heiligen Simeon", der sich im östlichen Turm der Porta Nigra in Trier einmau- ern ließ, um seinen Glauben zu leben zu dem Einzelnen heute in der Gesellschaft, der ausserhalb von der Ge- sellschaft steht, wenn er seinen Glauben leben will, weil die Anpassungs-Sozialisierungs- und Daseinsbewälti- gungsfrage und nicht die Menschheits-, Individualisie- rungs- und Lebens-Sinnfrage im Lebensmittelpunkt  steht*.


* Ein Eremit würde man heute einen gesellschaftlichen Austeiger und "komischer Kauz" nennen.


  • Von  Kloster-Heiligen-Legenden zu geheiligten Viten, welche in der evolutionären, säkularen  Nachfolge Christi ihren Entwicklungs-Lebensweg gegangen sind.
  • Von z.B. den Benediktinerinnen, welche ein einfaches Leben gemäß den 73 Ordensregeln  führen müssen zu meiner säkularen, evolutionären Nachfolge Christi, wo ich keine Regeln nennen und weitergeben kann,weil jeder Entwicklungs-Individualisierungs-Weg einzigartig und es so viele Wege gibt wie Menschen.
  • Von dem Klosterlebensentwurf, wo  die Seele in der klösterlichen Gemeinschaft zu Gott findet zur Aussage des Reformators Huldrych Zwingli, welcher die Frage verneinte, ob ein Mensch Gott näher ist, wenn er in ein Kloster geht.
  • Von den geheiligten Ordensregeln der vielen Ordens- gründer zur Kritik an vielen Ordensregeln, dass Entweltlichung, Askese, nachts aufstehen und Psalmen singen und der Blick nur auf den Glauben der falsche Weg ist.


  • Von der höchsten Weisheit, dass durch Verachtung der Welt  das himmlische Reich errungen wird zu was nützt die höchste Weisheit, welche unerreichbar für den Einzelnen am Himmel hängt, aber diese z.B. durch De-und Entmaterialisierung erst reifegemäß-Nr.782 für  jeden Einzelnen erreichbar und nachvollziehbar ist.
  • Von dem Verständnis eines Mystikers frommer Über- schwenglichkeit, schwärmerischer Exaltiertiertheit, überschwenglicher Spekulation und tiefer Glut an- dächtiger Gottesliebe durch Rückzug in ein Kloster zur Mystik einer Alltags-und Lebenstauglichkeit  eines Meister Eckhart als höchste Präsenz im "hier und jetzt" für ein gelingendes Leben und die Meisterung der Verantwortung als spiritueller Akt. Jedes Handeln ist frei von den Erwartungen der Menschen und von der Herr- schaft der eigenen Bedürfnisse nach Anerkennung und Erfolg. Nicht mehr Mystik als Weltflucht, sondern die Grundlage die Welt zu erobern*.
  • Von dem Klosterweg der inneren Abtötung und ein ständiges Trainieren von Tugenden ("es war kein Glied an ihm, welches nicht besonders Tugend geübt hätte)zum Entwicklungs-Individualisierungsweg der Reinigung durch ständiges Trainieren über die Untugend zur Tu- gend,  über Irrtümer zur Wahrheit,vom Hinfallen zum Aufstehen (es war keine Entwicklungseigenschaft, welche nicht besonders Tugend geübt hätte)*.


*Das Gesetz des Lebens ist ihr Widerspruch. Die Tugend wird
nur  in der Verführungsschwachheit vollbracht, weil diese zur Entfal-
tung das Gegenteil bedarf. Das Gute ist erst das Gute und eine Tugend, wenn es vom negativen Pol gereinigt wurde. Wo keine Untugend, da ist auch keine Tugend möglich. Die Untugend ist nur eine verkleidete Tugend. Nur weil ich der Versuchung widerstanden habe, bin ich dadurch stärker und tugendhafter daraus hervor gegangen und das Böse wird zum Guten. In der Auseinandersetzungs-Transzendierung wird der Widerspruch erst aufgelöst.


  • Von nur über Armut und Entbehrung ging bisher der Weg  aller Religionen (und Bettelorden) ins Göttliche (Weiterleben in der jenseitigen Welt und Christus bleibt im Himmel) zum Individual-Logos als der eingeborene Entwicklungsreifeweg in der säkularen, evolutionä- ren  Nachfolge Christi (Weiterleben in der diesseitigen   Welt und Christus kommt auf die Erde zurück).
  • Von der Ablegung dreier (Vollkommenheits)gelübde: der Armut, der Keuschheit und des Gehorsams (evangelische Räte) als Mönch im Kloster oder anderen geistlichen Gemeinschaften zur säkularen, evolutionären Nachfolge Christi, wo diese franziskanischen Tugenden ohne durch ein feierliches [durch einen Eid bekräftigtes] Gelöbnis sich nach und nach natürlich entwickeln und man kann noch nicht einmal etwas dagegen tun.


  • Von der Jenseitsreligion im Kloster zur Befreiung durch die Aufklärung der Aufklärung zur Lebens-Diesseits- Religion, weil das Leben alle Religion enthält, welche der Mensch braucht.
  • Von dem Weg zu Gott durch die überkommenen Traditionsreligionen zum Weg zu Gott über das Entwicklungs-Lebens-Individualisierungs-Christentum durch die Trans- zendierungsüberwindung unserer Scheinkultur, Zivilisation,Wirtschaft, Wissenschaft und vorherr- schenden Gesellschaftsordnung.
  • Vom Eintritt eines Menschen in einen Klosterorden, welcher dann für seine Angehörigen und die profane Welt verloren ist (religiöse Existenz) zur säkularen, evolutionären Nachfolge Christi in der Welt, wo diese  durch die (De-und Entmaterialisierung) für ihn zum Pseudo-Kloster wird und er weiter als Staatsbürger und Arbeitnehmer pünktlich seine Steuern zahlt und seinen familären und gesellschaftlichen Verpflichtungen nach- kommt (Doppelexistenz).


  • Von dem franzikanischen, klösterlichen  Armutsideal welcher im Armutsstreit endete im richtigen Umgang mit der Armut und den Orden lange Zeit zu spalten drohte zur These, dass Armutsbettelei nicht das Ziel sein kann. Das Haben ist immer Voraussetzung, um durch Trans- zendierung (De-und Entmaterialisierung)  zur inneren Armut zu gelangen. Ich bin erst frei, wenn ich habe, als hätte ich nicht. Armut an sich ist menschenunwürdig, widerspricht den menschlichen Grundbedürfnissen, ist entwicklungslos, kein nachzuahmendes Lebensmodell und  zweifelsfrei ein Irrtumsweg. Nur die errungene Armut als ein sich freimachen vom Überflüssigen und in der Auseinandersetzung es zu überwinden ist eine Tugend.
  • Vom Beten z.B. um den Osterfrieden und Ruhe ist iden-tisch mit spannungsfreier Passivität zum inneren Frie-den als Unruhe der Lebensspannungs-Produktivität, welcher in der ständigen Lebensauseinandersetzung im alltäglichen Ringen mit sich selbst durch Abtragen der Entwicklungs-Individualisierungs-Bringschuld der Entwicklungslosigkeit gewonnen wird.
  • Von einer Jesuitenausschlussregel, welche jegliche Form des Ehrgeizes als unmoralisch verurteilt (absterben des Egos) zu einem entwicklungsnatürlichen Ehrgeiz z.B. sich noch im gereiften Alter an einem Marathonlauf zu versuchen (ein gesunder Geist in einem gesunden Körper, Laufen als Mittel, um die Lebensspannung aufrecht zu erhalten und "der Körper(adel) als Tempel für die See- lenvervollkommnung", als Unruhe ist aller Ruhe (Frieden) Ziel, Verbesserungen der kognitiven Gehirnfunktionen, "alles Gott zur Ehr" etc.). Es ist die positive, dialektische Seite des Ehrgeizes, welche einem höheren Zwecke dient, als nur z.B. sein Ego über seine " Marathonbestzeit" zu definieren*.


  • Der Mensch der Neuzeit ist in seinem Naturell und seiner Berufung nach säkular interpretiert auch ein Pilger" (Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben "),weil Ruhe aller Unruhe in der Welt Suchziel bleibt und metaphorisch gedeutet ist es:
  • Von das Heil mit den Füßen erlaufen (Pilgerwallfahrt zu einer Pilgerkirche z.B. ins Heilige Land zum Heil durch Laufen in den Frieden (z.B.mein  Entwicklungs-Auseinan-dersetzungs-Lebenslauf in einem Bürohochhaus als Lebensabschnittsweg)*.


* I.) Beim Sport wird gelaufen  für die Fitness, gegen das Altern, aus Spass oder aus einem Leistungsehrgeiz heraus etc. (natürliche, kör-
perliche Bewegung als Laufwelle). Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen wird gelaufen "in den Frieden" als Metapher für die ständige Verän- derungsbereitschaft im Lebenslauf, um von der Entwicklungsunruhe des Alltagslebens zur Ruhe und Frieden des Selbstseins zu kommen (natürliche, geistige Bewegung als Entwicklungswelle).

II.) Nicht die passive Ruhe,sondern die Bewegung ist der natürliche Zustand eines jeden Körpers und Ruhe bleibt aller Entwicklungs- unruhe gung Ziel (als Einigung und Einung), weil der Ruhepol der archimedische Punkt ist,von dem alles ausgeht, alles in Bewegung gesetzt wird und in der Verwandlung Stabilität gewährleistet. Das Leben ist auf statischer Instabilität aufgebaut, welches sich in der Entwicklungsbewegung selber stabilisiert.Der absolute Stabilitäts- zustand ist der fliessende Aspekt der Unbeständigkeit.Es gibt nicht Ruhe ohne Bewegung und Bewegung ohne Ruhe. Jede menschliche Krise, der Entwicklungsdrang und aller Unfrieden ist der spannungs- hafte Bezug zur Ganz-und Einheit, welcher uns "in Lauf hält ".Die schöpferische Unruhe ist der Ausdruck des Ungenügens am Gegenwärtigen und Gegebenen in  sich.Kein Geschöpf kennt Ruhe und Rast, bis es seinen Lebensrhythmus gefunden hat. Es ist durch die Unruhe des hektischen Lebensalltages in sich ruhend werden. Es ist die Weisheit nicht das Ruhesame,sondern das Mühsame,den Geist nicht auf der hellen,widerstandsfreien Bildungsseite,sondern auf der dunklen Widerstands-Entwicklungs-Lebensseite zu suchen. Die Dis- harmonie bildet oft erst die Voraussetzung für die Harmonie als Lebensübereinstimmung. Es ist das schillerische Diktum,dass der Weg aller Entwicklung von der Natur über die Unnatur zur Natur zurück geht. Im Lebenswiderspruch liegt die Quelle und Triebkraft aller Entwicklung und dieser ist komplementär lebenszugehörig und die polar entgegengesetzten Prinzipien sind aufeinander bezogen. Jede Seite existiert kausal und final nur durch ihr Spiegelbild.

III.) "Man soll laufen in den Frieden (um im Frieden anzukommen), man soll nicht anfangen im Frieden.

IV.) Das Leben ist am schönsten, wenn es einen nicht zur Ruhe kommen lässt*.
* Quelle unbekannt.

V.) "Strebe nach Ruhe, aber durch das Gleichgewicht, nicht durch den Stillstand deiner Tätigkeit.

* Friedrich Schiller,Dichter, Philosoph und Historiker.

  • Von der Echternacher Springprozession zum ING NIGHT   Marathonlauf *.


* I.) Die Echternacher Springprozession ist eine religiöse Prozession, die jedes Jahr am Dienstag nach Pfingsten in Echternach in Luxem- burg stattfindet. Die Teilnehmer „springen“ zu Polkamelodien in Reihen durch die Straßen der Stadt bis zum Grab des Heiligen Willibrord in der Echternacher Basilika .Der "ING Night Marathon Luxembourg" zählt europaweit zu den anspruchsvollsten Stadt-marathons*.

II.)  "Lieber beim Marathonlauf an Gott denken anstatt in der Kirche ständig an den Start des Marathonlaufes denken".
Von der gotischen Kathedrale Sainte Marie Madeleine in Vézelay (Burgund), wo Bernhard von Clairvaux an diesem Wallfahrt-Pilgerort zum zweiten Kreuzzug aufrief zum Entwicklungs(be)sucher, welcher die gotische Kathedrale aufsucht als Wallfahrt-Pilgerort der Entwicklung zum " Kreuzzug (der tausend kleinen Teufel) gegen sich    selbst"  *.

* Harter moralischer-Kreuzzug: gegen Gier, Ego, Eigenwillen, Bequem- lichkeit etc. Weicher Moralisierungs-Kreuzzug z.B. Die Tugend in der Schwachheit zu vollbringen nicht zur Vervollkommnung, sondern nur zu seinem inneren Frieden zu gelangen (und mit den eigenen Schwä- chen weiter leben). Ein weiteres Charaktristikum des weichen mo- raliches Kreuzzuges ist die Moral einer De-und Entmaterialisierung. Es ist das Leben selbst, welches sich im Entwicklungs-Transzendierungs-Prozess moralisiert*.
Vom religiösen Jakobspilgerweg (z.B. Pilgerort Santiago de Compostela) zum persönlichen Entwicklungsweg, der meinen Vornamen trägt,weil  Gott mich (bei Reife Nr.782) beim Namen gerufen hat (eigener Lebensweltort).

  • Von der Wallfahrt und Pilgerreise zur gotischen Kathe- drale  als religiöser Wallfahrtsort " (Gott lässt sich nicht erlaufen) zum Besuch und touristischen Reise der go- tischen Kathedrale " als Wallfahrtsort der Entwicklung, weil am  Anfang eines jeden Entwicklungsweges  die Gotik steht, Aufbruch, himmelwärts und nach den Sternen greifend. Deshalb geht jeder Entwicklungsweg nur über und durch die gotische Kathedrale als Ausdruck des Höherstrebens und als gotisches Lernprinzip ,weil bei Entwicklungs-Individualisierungs-Reife-Nr.782  jeder das Gefühl vermittelt bekommt und keinen mehr gleichgültig lässt, dass die gotische Kathedrale nur für ihn gebaut worden und er endlich zu Hause angekommen ist. Erst nach einer Lebenskrise öffnen sich die Eingangsportale der gotischen Kathedrale für mich. Mit dem Münster fing es an und mit dem Münster hört es auf. Es ist seine Entwicklungszukunft in der evolutionären,säkularen Nachfolge Christi zu gestalten*.

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* Wenn ich mich in der Erkenntnis wieder erkenne, handelt es sich
um einen lebendigen Prozess, der den gesamten Menschen erfasst und dieser selber verwandelt wird. Es geht weniger um eine religiöse Transzendenz, sondern eine Transzendenz in der persönlichen Betroffenheit zu entwickeln. Es ist der Transformations-Punkt, wo
das Überwundene mit dem Überwinder eins wird. Das Subjekt und das Objekt der Erkenntnis sind identisch und die  Spaltung als der Lebenswiderspruch (Lebensdisharmonie) ist aufgehoben. Im Wechsel-
spiel zwischen Bewusstseins-Zweiheit und Entwicklungs-Einheit (Lebensübereinstimmung) erfolgt die Neuschöpfung. Es ist der qualitative Übergang von der Möglichkeit zur Wirklichkeit. Diese Erkenntnis ist tatsächlich Weg, Wahrheit und Leben zugleich und zieht kein Handeln mehr nach sich, sondern Erkenntnis und Verwirk-
lichung sind eins. Nur mit der blossen Macht des Daseins werden Entscheidungen herbeigeführt, ein Geschehen, was von selbst geschieht. Ein Mann macht viele, weil seine Individualität in der Individualität aller aufgeht.


  • Von den 12 bis 14 Millionen Besuchern im Jahr (bis zum Jahre 2018 als fromme Pilger und Kirchenbesucher, welche z.B. die gotische Kathedrale " Notre Dame de Paris " besichtigten als eine " Muss-Sehenswürdigkeit und der Besuch dauerte in der Regel mit einer kleinen Führung 45 Minuten, weil keiner daran vorbei kam (Mittelpunkt einer Parisreise) zu den künftigen Millionen von Entwicklungssuchern, welche sich entwicklungskul- turell permanent mit gotischen Kathedralen und dem gotischen Lernprinzip auseinandersetzen als ein "Muss" der Sehnsuchtswürdigkeit ", weil bei Entwicklungsreife keiner an seinem persönlichen Individualisierungs-Entwicklungs-Lebensweg vorbei kommt,  der über und durch die Kathedrale führt (Mittelpunkt des Lebens)*.


* Siehe auch den Blog "Die Zukunft der Notre Dame in Paris

  • Von der Muttergottesoktave, wo z.B. in Luxemburg vom  3. bis zum 5.Sonntag nach Ostern zum Gnadenbild der "Consolatrix Afflictorum" gepilgert wird zur nüchern- den Feststellung des Augustiner-Chorherrs, Mystikers und geistlicher Schriftsteller Thomas von Kempen, dass selten einer auf der Pilgerfahrt heilig wurde und der Mensch soll nur durch seine Lebensumstände heiliger werden.


  • Von der Wallfahrt und Pilgerreise zur gotischen Kathe- drale " als religiöser Wallfahrtsort " (Gott lässt sich nicht erlaufen)zum Besuch und touristischen Reise der goti- schen Kathedrale " als Wallfahrtsort der Entwicklung " (Gott wird in jeder Entwicklungserkenntnis neu ge- boren).
  • Von der gotischen Kathedrale, der wir die Pilgerbewe- gung verdanken haben zur Neuzukunftsbesinnung der gotischen Kathedrale, der wir die Entwicklungssuch- bewegung verdanken einer Pilgerschaft zu sich selbst zu finden, weil jeder Entwicklungsweg nur über und durch die gotische Kathedrale als gotisches Lernprinzip  geht, weil bei Entwicklungs-Individualisierungs-Reife jeder das Gefühl vermittelt bekommt, dass die gotische Kathedrale nur für ihn gebaut worden ist und er endlich zu Hause angekommen ist. Erst nach einer Lebenskrise öffnen   sich  die Eingangsportale der  gotische Kathedrale für mich*.

* Siehe auch " Die Zukunft des Straßburger Münsters und anderer gotischen Kathedralen " in Zukunft-Strassburger-Muenster

* Siehe auch den Gliederungspunkt "Gotische Kathedrale als religi-
öser Lebensmittelpunkt, Wahrzeichen, Machtsymbol, Pilgerstätte und Seele einer Stadt" in https://www.die-gotische-kathedrale.reisen/Entwicklungsgotik-7



4.Die Nachfolge Christi als gegangener säkularer und
evolutionärer Nachfolgeweg Christi klerikal/christ- lich/religiös interpretiert -siehe  die Webpräsenz  

        Evolutionaere-Nachfolge-Christi-1



                       Reich Gottes (Himmelreich)


  • Von der Verkündigung des Reiches Gottes, in dem nur Gottes Wille geschieht und die Auferstehung Jesus der entscheidende Anfang dieses Reiches ist zu das Reich Gottes kann nie vorgreifend wegen dem persönlichen Entwicklungsreifeweg gelehrt werden, sondern kann nur von der individuellen Erfahrung her ergriffen und entwickelt werden.Siehe z.B. die Gliederungspunkte "Glaubensenwicklung und Friedensentwicklung")*.

*I.)  Religiosität und Spiritualität sind das Ergebnis von eigenen Erfahrungen und nicht einem blindem Glauben. Erst durch meine
eigene Suche wird das Christentum für mich erst zur ewigen Wahrheit.


II.) Jesus gilt nicht als das Heil der Heilsgeschichte, sondern das Reich Gottes (z.B. innerer (Gewissens)frieden, Lebensübereinstimmung als Ganz-und Einheit, Lebenskonformität "als nicht mein, sondern dein Wille geschehe,in der Entwicklungsbewegung Stabilität zu finden, eine permanente Entwicklungswertsetzung in allem vorzunehmen, lernen alles als Mittel zum Individualisierungs-Sinn-Zweck anzusehen und sich selbst zum Entwicklungs-Tages-Programm zu haben).Jesus sieht seine Aufgabe in erster Linie darin, dieses Reich Gottes zu lehren, zu leben und weil, den Entwicklungsweg gegangen,den Weg freigemacht zu haben, für alle anderen als evolutionäre, säkulare Nachfolge Christi.

III.) Weil sich das religiöse Weltbild gewandelt hat, ist das Reich Gottes das Reich der Entwicklung und der religiöse Raum ist die Welt. Das Christentum ist zwar nicht von dieser Welt, aber in dieser Welt. Die Zukunft der Religion ist die Entwick-lung zum individuellen Christ sein, wo das Christentum entwicklungsmässig be-und ergriffen wird. Entwicklung kann sich nur auf der religiösen Ebene vollziehen und hat sich immer auf ihr vollzogen, weil sich das Leben nur religiös begrün- den lässt. Menschlich zu existieren heisst immer religiös zu existieren und das eigentliche, menschliche des Menschen ist sein persönlicher Entwicklungsweg. Weil in der persönlichen Entwicklungs-original- vielfalt alle Religion zu finden ist, die der Mensch braucht, betrifft die Religion  immer nur den Einzelnen. Dann sind andere Religionen, Konfessionen oder die ökumenische Bewegung so belanglos, weil nur ich persönlich alleine" meinem Gott gegen-über in die Augen schauen muss".

IV.) Weil das Reich Gottes das Reich der persönlichen Entwicklung ist, stellen sich alle theologischen Fragen vom Leben her und alle Le-
bensfragen werden beantwortet, als wenn  sie Religion wären. Weil Gott in jedem einzelnen Menschen seine  einmalige Individualität entwickeln will, ist das Leben Theologie und das Leben löst sich als das Wesen der Religion in Theologie auf. Es ist die Vollendung des   

Einzelnen als eine individuelle Eschatologie. Der Entwicklungs-Le- bensbegriff wird zum neuen Gottesbegriff und Entwicklung wird zum Synonym für Gottentwicklung und die " evolutionäre, säkulare Chris-
tusnachfolge " als das Wesen des Christentums überhaupt. Durch Evolution in der persönlichen Entwicklung wird sich erst Gott selbst. Erst beim Individualisierungsstreben als  Lebens-Sinn-Auftrag einer Entwicklungs-Individualisierungs-Bringschuld der Entwicklungslosig- keit und bei einer evolutionären Allzeitnutzung kommt Gott als Einzelner zu seiner Freiheit.


  • Von der apokalyptischen Offenbarung eines Weltunter-gangs als Gottesgericht, in denen alte Reiche untergehen und das Reich Gottes entsteht zum Thomasevangelium "das Reich Gottes ist in euch" welches sich auf evolutio- nären Einzelwege entwickelt und dadurch zum escha- tologischen Reich Gottes führt*.

* Eschatologie ist ein theologischer Begriff, der die prophetische Lehre von den Hoffnungen auf Vollendung des Einzelnen (in der Nach-
folge Christi )und der gesamten Schöpfung beschreibt.


  • Vom Reich Gottes, welches ausserhalb von euch zu finden ist und  ausserhalb der irdischen Wirklichkeit liegt (Theologie) zum Reich Gottes,welches nur innerhalb von euch zu finden und das eigene Leben und das Entwick- lungsreich selbst ist (theistische Evolution).
  • Von der Christenheit der alten Kirche, welche betet   "Dein   Reich komme"  zu dann bittet sie damit auch indirekt und ungewollt um das Vergehen und die Auflösung der Kirche.
  • Von der  Christus-Metapher, dass das Himmelreich einem Sauerteig gleicht, der durchwirkt und der Mensch umge- staltet wird zur Auseinandersetzungs-Entwicklungs-Pro- zess-Metapher, welche das Leben durchwirkt und dieses umgestaltet wird.

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  • Von der frommen Mahnung, das Reich Gottes sei deine erste Sorge zum Rat eines Meister Eckharts,dass  man   Gott nicht ausserhalb von einem erfassen und ansehen soll, sondern als sein Eigen und als das, was in Einem ist (und wird erst ein der Lebensauseinander- setzung geschaffen).


  • Von der Glaubensverheissung "denn siehe, das Reich Gottes ist mitten in und unter euch" zur Suche des Reiches Gottes auf seinem persönlichen Entwicklungs-Individualisierungs-Weltweg in der säkularen, evolu -tionären Nachfolge Christi*.

* Weil das Reich Gottes das Reich der persönlichen Entwicklung
ist, stellen sich alle theologischen Fragen vom Leben her und alle Lebensfragen werden beantwortet, als wenn sie Religion wären.
Von Jesus verkündete das Reich Gottes zum ironischen Wort des französischen Theologen  Alfred Loisy "und es kam dafür die Kirche (Jesus hat in seinem irdischen Wirken nicht unmittelbar die Kirche gegründet,aber ihren Existenzgrund gelegt).


  • Von "das Himmelreich ist in euch" im Sinne von Gottesherrschaft, dessen Wille sich in allen Bereichen durchsetzt zu "das Himmelreich ist inwendig in uns aber wir sind selbst die Ursache (Menschenwille) unserer Hindernisse, weil wir der Illusion des freien (Ego)willens anhaften. Der Geist kann nicht anders was Gott will und das ist nicht seine Unfreiheit, sondern seine eigentüm- liche Freiheit. Je freier der Mensch ist desto näher ist er an Gott (Wille Gottes). Das Reich Gottes ist ein Lebens- grund gefühlszustand von Frieden, Freude, Gelassenheit und Dankbarkeit. Dieser innere Frieden ist das Ergebnis von permanenten  Lebensauseinandersetzungs-Trans- zendierungen in der säkularen, evolutionären Nachfolge Christi als Unsterblichkeits- und De-und Entmaterialisie- rungs- lernen. Siehe auch den Gliederungspunkt "Frieden"*.

* I.) Immanenz und Transzendenz als Einheit und in der Ganzheit sind aufeinander bezogen und nicht voneinander zu trennen als die beiden lebensambivalenten Pole eines Spannungsfeldes, in das der Mensch gestellt ist. Deshalb findet  alles, was in den Tiefen des menschlichen Wesens geschieht, seinen kosmischen Ausdruck im Himmel. Was sich im Menschen offenbart, findet zugleich seine Offenbarung im Himmel als ein interverbundenes, für die Entwicklung der Menschheit, prä-
gendes Geistgeschehnis von säkularer Bedeutung.

II.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen  wird der ideale Zustand (z.B. bei Weltanschauungen in der Religion) immer in die Zukunft oder in das "Himmelreich" verlegt. Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen liegt der ideale Zustand nur im " Hier und jetzt "einfach nur das Bessere und Höhere zu wollen.

III.) Um ins Himmelreich einzugehen, muss man  wieder Kind werden. Aber damit ein Mensch durch sein Leben zum Ausdruck bringen kann, dass er ins Himmelreich eingegangen ist, muss er zum zweiten Mal Jüngling werden. Kind sein, Jüngling sein, wenn man es ist, – das ist leicht genug; aber es zum  zweiten Male sein, – das ist das Entschei- dende.

* Søren Kierkegaard (1813-1855) dänischer Philosoph, Theologe,
Schriftsteller, Die Leidenschaft des  Religiösen, S. 66 f., Reclam Verlag,
München, 1968


                     Religion, Konfession+Religionen


  • Von der zivilisatorischen, statischen Religion im Begriffs- sinne von Sakralisierung und ein Leben nach dem Evan- gelium (Verkündigungsevangelium) zur individuellen, dynamischen Religion im Sinne von Desakralisierung und ein Leben nach individueller Entwicklung (Lebensevan- gelium).
  • Für die Religion sind die kirchlichen Organisationen zuständig (Religion wird konventionell begriffen als  Gewissensberuhigung) zur Religiosität, welche sich auf das subjektive Erleben bezieht (Religion wird evolutionär begriffen als Lebenskonformitätsgewissen).
  • Von der defensiven Religionshaltung als Religion für das schlechte (Kindheits)Gewissen, (Krisen und Wissens) Lückenbüsser, Gewohnheitstradition und äusserer, unfreiwilliger (Spenden)gehorsam zur lebensbejahenden, aktiven Entwicklungs-Lebensreligion, welche sich erst in der persönlichen Lebenserfahrung als innerer, freiwilli- ger Entwicklungs-Freiheits- Gehorsam erschliesst,weil jeder Lebensprozess ein Religionsakt ist.
  • Von den Anhängern des griechischen Geistes, deren religiöses Verständnis heidnisch anmutet,weil es auf    die Beruhigung,Glück und religiöse Fremdvermittlung ankommt und keinem zumutet, sich mit der Theologie auseinanderzusetzen, um ein ruhiges Gewissen zu haben (Entlastung) zu den Vertretern des gotischen Geistes, deren religiöses Verständnis die Lebenssuchunruhe,weil Ruhe (Frieden) aller Suchunruhe letztes Ziel ist und das Erleiden als das Ertragen der Lebensschwere. Religion als Entwicklung gibt es nur gegen die Welt (Zumutung)*.

* I.) Religion ist immer individuell und in der persönlichen Entwick-
lung liegt alle Religion eingeschlossen, die der Mensch braucht.  Der Mensch ist nur und hat nur so viel Wert, wieviel er von Gott (ent-
wickelt) hat, wie viel Lebenszeit Entwicklungszeit ist und Zeitloses
in der Zeit und Wesenhaftes im Wesenlosen geschaffen wird. Die Individualisierung ist Lebensauftrag und Lebenssinn,um seinen persönlichen Gott zu finden. Alles andere ist zweitrangig.

II.) Wer Christ sein will in dieser gesellschaftlichen Lebensordnung, kommt nur schwer mit seinem Leben im Beruf und in der Gesellschaft nicht mehr zurecht.


  • Von der Mensch macht Religion zum Wert (der Mensch macht Entwicklung) zur Religion, welche den Selbstwert des Menschen ausmacht (die Entwicklung macht den Menschen. In Wahrheit macht nicht  das Geschöpf, son- dern der Schöpfer das Geschöpf.Du schiebst nicht, sondern du wirst geschoben, wie einst der Dichterfürst konnotierte.
  • Beim Bildungs-Kultur-Lernen  wird der ideale Zustand (z.B. bei Weltanschauungen in der Religion) immer in die Zukunft oder in das Himmelreich verlegt. Beim Entwick-lungs-Kultur-Lernen liegt der ideale Zustand im " Hier und jetzt "einfach nur das Bessere und Höhere zu wollen.
  • Von der Religion als Theorie der abstrakten Wirklichkeit zur Auflösung der Religion in ihr Wesen und das ist das Leben, welches selbst zur Religion wird. Das Religiöse lässt sich vom Entwicklungslebensprozessakt nicht trennen und ist immer mitgegeben und mitgesetzt.Das Religiöse gibt es nur in Verbindung mit der Lebensaus- einandersetzung, mit den Leidenschaften, mit dem Ego und  den Lebensverantwortlichkeiten.Es ist die Vollen- dung durch die persönliche Entwicklung. Alles Heilige muss aus dem Leben kommen und muss im Inner- weltlichen aufgehen. Das Leben als Heilsgeschehen wird heilsnotwendig begriffen. Religion ist angeboren und gehört elementar zum Menschsein. Die Religion und der Glaube an Gott sind vom Menschen als Anlage mitgegeben*.


*I.) Entwicklung kann sich nur auf der religiösen Ebene voll-ziehen und hat sich immer auf ihr vollzogen, weil sich das Leben nur religiös begründet. Menschlich zu existieren heisst immer religiös zu existieren und das eigentliche menschliche des Men-schen bleibt seine Entwicklung. Eine "entwicklungsinterpretierte Religion ist nicht konfessionell gebunden, ideologiefrei, untheologisch, von allem kirchlichem Beiwerk befreit und für Gläubige und Nichtgläubige zugleich. Bei der Selbstsuche entfällt die umstrittene Dogmatik als das alleinige Wahrheitsrecht von Religionen, Institutionen und Organisationen. Die Entwickler sind Gottes unsichtbare aber wahre Kirche.

II.) Jegliche Religion und Lebensphilosophie muss scheitern, solange diese nicht das gesellschaftliche Normverhalten, die Lebenswirk-
lichkeit, die Lebensnähe und den Lebensproblem-Veränderungs-
druck des Einzelnen widerspiegelt, den individuellen, freiwilligen
Reife-und Bereitschaftsgrad  berücksichtigt, die moralische Beleh-
rung, nur das Weitergeben von Ratschlägen, anstatt die Wirkkraft der Vorbildfunktion des gegangenen Weges  in den Vordergrund stellt.


  • Von unsere Religion ist nicht wahrhaft katholisch,wenn sie nicht wahrhaft sozial ist zu (in Anlehnung an das Wort von Wilhelm Emanuel Freiherr von Ketteler) zur Weiter- entwicklung dieses Wortes, dass unsere Religion nicht wahrhaft katholisch ist, wenn sie nicht wahrhaft "lebensnah und entwicklungslebenskonform" ist *.

* Wilhelm Emmanuel Freiherr von Ketteler war katholischer (Arbei-
ter) Bischof in Mainz und deutscher Politiker.


  • Von der Religion, welche sich  im Widerspruch zum Zeit-geist befindet, spielt im praktischen religiösen Alltag eine untergeordnete Rolle und wird kaum gelebt zur Religion "immer nur im hier und jetzt das Höhere und Bessere zu wollen",was zeitlos und das Leben damit tief religiös ist*.

* Das Jetzt als Tätigkeitsaugenblick ", dass alle Ewigkeit beinhaltet, das Zeitgeistige zum Zeitlosen transzendiert und nur hier Lebensüber- steigendes geschaffen wird. Die Zukunft ist auch nur ein ewiges jetzt und ewiges Heute und beginnt im jeden Augenblick aufs Neue. Die Ewigkeit, weil alle Zeit, kann deshalb auch keine Zeit eingehen. Die individuelle Entwicklung ist zeitlos, geschieht in der Zeit aber unterliegt nicht mehr der Zeit.


  • Von der alten Weisheit, dass es  gut ist innerhalb einer Religionsgemeinschaft geboren und sozialisiert zu werden (religiöse Tradition) zu dass es aber schlecht ist, in der gleichen Väterreligion zu sterben (religiöse Tradi- tion hinter sich zu lassen,  weil nur die Botschaft wichtig ist).
  • Von der konservativ, dogmatischen Religionsinterpre-tation (von Religion wissen) zur evolutionären, existen- tiellen Lebensdeutung der Religion (in den Dienst des Lebens tritt die Religion und das Leben wird zur Religion ohne nach dem traditionellen Verständnis Religion zu sein)*.

* Religion und Leben sind zur Zeit zweierlei, aber das Leben selbst ist Religion und deshalb ist jeder Mensch religiös. Ob wir etwas von Gott wissen, religiös erzogen worden sind, konfessionell geprägt oder Atheist sind oder nicht, spielt dann keine Rolle mehr. Die Entwicklung eines jeden Menschen geschieht auch ohne diesen Hintergrund. Nicht der Mensch macht Entwicklung, sondern nur die Entwicklung macht den Menschen, weil schon vor der Geburt angenommen wird, dass
der zukünftige Entwicklungsweg immanent vorgeformt wurde und wir können noch nicht einmal dagegen etwas tun. Entwicklung ist die Auflösung der Religion in ihr Wesen und das ist das Leben, welches selbst zur Religion wird. Nur eine Religion wird ernst genommen, wenn sie nicht ausserhalb vom Leben steht. Durch die Auflösung in das Leben wird das Religiöse entmystifiziert, ist lebensnormal und so real wie die Hand am eigenen Arm.


  • Von der unheilvollen Entzweiung als die Trennung von Gott und Welt seit dem Mittelalter durch die Religions- kriege, der Reformation, die Aufklärung,der Säkula- risation,Laizität etc. zur heilvollen Betrachtung dieser dialektischen, heilvollen Entwicklung als "die Religion ist nicht mehr oder die Religion ist das Erste".Der Wider- spruch wirkt religions-erneuerungsschöpferisch und der verbreitete Gottesunglaube ist Voraussetzung, um wieder an Gott zu glauben,weil wo die Nacht am dunkelsten, ist der Tag am nächsten*.

*I.)Es ist erst einmal den Weg nach oben zu gehen, um den Weg nach unten zu finden. Die Entwicklungsdisharmonie ist oft Voraussetzung und Vorbereitung als der dialektische Lebenswiderspruch für eine Lebenskonformität.Der (Krisen) weg aller Entwicklung ist das schil-
lerische Diktum von der Natur durch die Unnatur zur Natur zu-
rück.Die Entwicklungsunruhe ist der natürliche Zustand eines jeden Körpers und die Ruhe bleibt aller Entwicklungsunruhe Ziel.Erst die lebenswidersprüchlichen Lebensgegensätze führen zu einer höhe-
ren Lebenseinheit und die polar entgegengesetzen Prinzipien sind aufeinander bezogen.Jede Seite existiert kausal und final nur durch ihr Spiegelbild. Gäbe es die Polarität nicht, gäbe es auch keine Ent-
wicklung,weil nur durch Kritik als Polarität der Entwicklungsspan-
nungs zustand entsteht.

II.) Im Lebenswiderspruch liegt die Quelle und Triebkraft aller Ent-
wicklung und dieser ist komplementär lebenszugehörig und passen zusammen wie der Schlüssel zum Schlüsselloch. Es wird die Tugend nur in der Verführungsschwachheit vollbracht, weil die Kraft erst in der Schwachheit zur Entfaltung kommt, der Honig befindet sich nicht weit vom Stachel, nur Träumer verändern die Welt, Müßiggang ist aller Entwicklungsstreben Anfang, Ludwig der XIV war der Vater der französischen Revolution, der Erkenntnis nach sind wir Engel, aber dem Leben nach sind wir kleine Teufel und der Zynismus fordert den Humor heraus.Wer nicht feiern kann, kann auch nicht meditieren.
Die Natürlichkeit kann sich nur am Unnatürlichen, das Geniale nur am Törichten und das Ewige nur am Vergänglichen entfalten. Nur solange Karthago als Gegner da war,war Rom stark (Wehrwille).Ist das Chaos da,ist die Schöpfung nah. Es ist das Nobel-Dilemma in allem. Nobel hat das Schiesspulver erfunden,aber der Friedensnobelpreis wird an diejenigen verliehen,welche sich für den Frieden einsetzen und seine Erfindung (als Waffe) nicht einsetzen.

III.) Zwischen Chaos und Ordnung gedeiht die Evolution am besten.
Geist,Natur und Leben bilden sich stets im Übergang.Es ist der Le- bensrhythmus, welcher jeglichem organischen Leben erst die Vollendung gibt. Der Widerspruch wirkt entwicklungsschöpferisch und führt zur Lebensübereinstimmung. Was uns nützt, liegt meis-
tens entgegengesetzt unserem Planungswollen.Es ist der Weg von
der Zweiheit zur Einheit und es gilt den Spannungszustand zwischen der Realität zur (gesunden) Idealität auszuhalten.Diese Entwick- lungsdialektik, welche nicht im vorherrschenden Moral-und Erfolgs-schema vorgesehen ist, wird zur Zeit als unmoralisch, versagerisch und oft ungesetzlich angesehen.Das "moralische Böse" geschieht mit absoluter Lebensnotwendigkeit,dass daraus Besserung geschieht.Der Lebenswiderspruch ist die sich vollendende Wahrheit. Nicht  die pas- sive Ruhe,sondern die Such-Bewegung ist der natürliche Zustand eines jeden Körpers.

IV.) Es ist nicht der Dualismus von gut und böse, Gott und Satan, indem sich beide gleichberechtigt in Konkurrenz gegenüberstehen, sondern der Teufel ist Teil dieser Schöpfungsordnung und hat seine Aufgabe in ihr zu erfüllen.

V.) Alle scheinbaren Gegensatzpaare sind Illusionen von Polarität, die automatisch aus einer Denkposition erwachsen, um den Umkehr-
pro zess einleiten.Es ist das Gesetz des Widerspruchs als Lebensdruck für den Lebensübergang.

VI.) Das wesentliche Signum der Gegenwart der Religion ist die Ent-
zweiung von Gott und der Welt. Dieser geschichtliche Prozess war nie progressiv aufsteigend, sondern wurde durch restaurative und rein-
tegrative Gegenkräfte immer wieder verlangsamt und aufgehalten. Diese Phasen waren aber auch nur wieder der Ausgangspunkt für eine noch grössere Dissoziation.

VII.) Religion ist prähistorisch. Sobald diese historisch wird, unterliegt sie dem Kreislauf vom Vergehen und wieder dem Werden. Auch das Christentum unterliegt diesem Weltveränderungsgesetz (auch wenn ihre Botschaft zeitlos ist). Sie befindet sich in der Zeit und unterliegt auch diesem geschichtlichen Wandel, welcher aus einer überholten
Sache herausführen will.Das es so ist, wie es ist, zeigt, dass sie dem Wandel der Welt (Evolution) folgen muss, wenn sie nicht untergehen will. Das Wesen einer Religion besteht aber gerade darin,dass es die  zeitlichen Formen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft überschreitet und diese transzendiert. Die Zukunft und der Fortbestand der Religion ist ihre Neusäkularisierung.  Da der Mensch sich weiter entwickelt, muss  zwangsläufig die  Religion eine Form
der Erneuerung in anderer Gestalt erfahren. Folglich ist die Zu-
kunft der Religion die Zukunft der Entwicklung eines jeden Einzel-
nen. Der Weg zu Gott geht nur über den persönlichen Entwicklungs-
weg als Christus-Nachfolge. Es ist nicht der gesellschaftliche ange-
passte oder kirchenrechtsgläubige Weg,sondern für jeden Einzelnen ist es der Lebensplan, welcher Gott für ihn vorgesehen hat.Denn nur das Evangelium ist zeitlos und die Theologie ist zeitlich. So muss die Heilsbotschaft immer wieder neu in die sich wandelnde Zeit hinein neu interpretiert werden, um das christliche Erbgut im neuen Ge- wande zu retten. Das Christentum war essentiell eine unvollkom-
mene Religion und wie Martin Luther meinte, einer neuen Inhalts-
interpretation bedarf und mit neuer Bedeutung gefüllt werden muss, wenn es nicht untergehen soll. Wenn alle Geschichte menschliche Heilsgeschichte ist, dann muss "die Anwesenheit Gottes" auch in
den Zeichen der Zeit und der Welt zu entdecken sein und dass Reli-
gion nur mit Kirchturm,Institution, Theologie oder Orden zu tun hat, gehört dann endlich der Vergangenheit an. Es ist die alte Weisheit, dass es gut ist in der Väterreligion geboren zu werden, aber schlecht ist, in der Väterreligion zu sterben. Es ist die tiefe Weisheit  des Johann Christian Friedrich Hölderlin; "Was wir sind ist nichts, was wir suchen ist alles".


  • Von dem grossartigen Versuch die Religion durch den Rationalismus und intellektualismus vernunftsgemäss zu machen zu dieses ist trotzdem keine Befreiung und Überwindung vom Irrationalen gewesen. Das Wesen der Religion bleibt das Unbegreifliche, was nicht durch die Vernunft und den Verstand erfasst werden kann.Die Ratio als absolut zu setzen hat sich spätestens seit dem Zeitalter der Mikro-und Quantenphysik als Irrtum herausgestellt.Die Quelle der Religion ist die Mystik (des Meister Eckhart)
  • Von der  Kirchenreligion, wo Gott draussen und über uns im Jenseits ist, an dem wir uns glaubend orientieren können (der Weg zu Gott nur über die Kirche führt)zur Entwicklungs-Individualisierungs-Religion, wo er in mir im Diesseits selbst  gefunden und überall ist, mit dem wir durch das Leben gehen und so selbstverständlich ist wie die Hand am Arm (auf dem Lebensweg  durch  Gott geführt wird)*.

* Es ist ein anderes Gottesbildverständnis, welches noch über dem Schlafzimmerbett unserer Urgrosseltern hing.


  • Von der unlebendigen, intellektuellen Religion ohne eine religiöse Intellektualität,weil er seine gesamte Lebens-existenz nur auf das erkannte Bewusstsein (Welt) grün-det und vertraut, mit der Kraft seines rationalen Den- kens sich seine metaphysische, instabile Lebenssiche- rungsgrundlage zurecht zimmert und von den Kräften in der verborgenen Tiefe seiner Seele nichts weiss (Pseu-  doreligion) zur lebendigen Entwicklungsreligion mit religiöser Intellektualität, bei der die gesamte Lebens- existenz einerseits vom Bewusstsein, aber auch ande- rerseits von einer (Gliederungspunkt Frieden(skraft) hinter dem Bewusstsein (Gott) getragen und gesichert wird. Durch seine Individualisierung ist er auf sich alleine gestellt und will selber der Weg, die Wahrheit und das Leben sein. Er ruht auf dem festen Boden seines (Lebens-Glaubens, lässt sich von den Lebensstürmen, die nur an der Oberfläche stattfinden und Lebenswiderständen, die seinem Entwicklungsstreben im Wege stehen,welche nur vorübergehend sind, nicht  aus der Ruhe und vom einge- schlagenen, unbequemen Weg, der noch nie von einem Menschen gegangen wurde, abbringen (Lebensreligion).
  • Von der theologischen Aussage, wenn der Mensch keine Religion mehr hat, ist er am Ende zur Entwicklungsaus- sage,  wenn der Mensch nicht individuell wird. existiert er nicht*.

* Die Individualität ist die begriffliche Fassung des Lebens und der Einzelne ist nur wahr, wenn er individuiert. Verallgemeinerungen
und Vergesellschaftung berücksichtigen die Individualität nicht.
Der Entwicklungs-Individualisierungs-Lebenslauf als Lebensweg  wird als ein eingeborenes Leitbild als Selbstidee verstanden und ist in der menschlichen Natur angelegtes, lebenstragendes, lebensorientie- rendes und lebensübersteigendes Lernprogramm, welches auf einen nicht beeinflussbaren, beabsichtigen Endzustand hinaus- läuft (und der Zufall gilt wissenschaftlich als ausgeschlossen). Die Entwick-

lungstheorie hat einen starken teleologischen Charakter, weil sie unterstellt, dass die menschheitsgeschichtliche Entwicklung auf ein bestimmtes, von vornherein feststehendes Ziel gerichtet ist.Die nicht irrende, individuelle Lebensrichtung als Entwicklungs- lernprogramm und Lebensindividualordnung sind eingeboren und es ist der Lebens- formkraftwille als das kategorische " Individual-Logos" des entwick- lungsschöpferischen  Bauplan-Lebensprinzips der Unverwechsel- barkeit, Einzigartigkeit und Notwendigkeit. Es ist der Pulsschlag des Lebens und in jedem Menschen als  Lebensprinzip, Bewegungs- und Formursache als das Ursächlichste, Eigentliche und Träger der Le-

bensvorgänge in gleicher Weise  " als individuelles, natnürliches   Eigengesetz " angelegt und bei Entwicklungsreife-Nr.782 ist es  " höchstes Leben in Aktion "ein Leben lang, was für Meister Eckhart "Gottwerde-Entwicklung" bedeutet und Religion in höchster Potenz ist. Aus diesem Gesetz können wir nicht heraustreten.


  • Von der Entzauberung der Religion aus göttlicher Höhe (vom Höchsten zum Niedrigsten) zur zauberhaften Reli- gion aus menschlicher Tiefe als eine geistige (Entwick- lungs) bewegung überkonfessioneller Art und wird zur Krone aller Kirchen. (vom Niedrigsten zum Höchsten.

*I.) Die Religion der Kirchenväter ist eine Transzendenzreligion. Die Menschen steigen zu Gott empor. Entwicklung ist eine Dezendenz- religion. Durch die Selbstbefreiung in der Entwicklung entäussert sich Gott und steigt aus dem Himmel.

II.) Es ist der Weg vom rechts- und lehrgültigen, didaktischen Interpre-
tations- und Vermittlungs-Christentum von oben herab als Vorent- wicklungsstufe zum autodidaktischen Individualisierungs-Entwick-
lungs-Lebens-Christentum von unten herauf, wo die Individualisie-
rungswahrheiten selbst entwickelnd als zeitlose Bibelwahrheiten interpretiert werden, weil in der Bibel das Programm für die indivi- duelle Befreiung fehlt. Die Vertreter des  gotischen Geistes dulden keine Mittler zwischen Gott und sich selbst.


  • Von der Religion, welche ihre Welt- und Lebenserklärung ausschliesslich theologisch und philosophisch begründet (dogmatische Kirchenzentralisation und Intoleranz) zur Religion, welche für alle Wissenschaftsdisziplinen und Weltanschauungen offen ist und sich universell begründet (transkulturelle Interdisziplinarität und Interreligiosität)*.

*I.) Religion ist die Substanz der Kultur und Kultur ist die Form der Religion.Denn alle kulturellen Werte waren nicht möglich ohne die Religion. In allen bekannten geschichtlichen Kulturen ist Religion wesentliches Element der Kultur und ihre bestimmende Mitte.
Fast 90 Prozent unserer Gesetze und kulturellen Werte haben ihre Wurzeln in der Bibel. Keine Verfassung alleine kann für wirkliche Ordnung in einem Lande sorgen. Es gibt keine religionsfreie Kultur ausserhalb  der modernen, technischen Zivilisation. Religion und Kultur gehören zusammen wie der Schlüssel zum Schlüsselloch, aber die Kultur und Kunst kann nicht zur Religion gemacht werden. Der abstrakte Geist liegt tiefer als die sinnliche Anschauung, der Begriff 

Religion wiegt schwerer und ist geschichtlicher als die Begriffe der Kultur und Objekte der Kunst. Kunst und Religion in uns muss kein Antagonismus  sein. Ohne sich über die religiöse Substanz bewusst zu sein, von der es selber getragen wurde, wurde die  Existenz nur auf Kultur und Bewusstsein ohne das göttliche Gegenüber gestellt.

II.) Religion und Kultur gehören zusammen wie der Schlüssel zum Schlüsselloch, aber die Kultur und Kunst kann nicht zur Religion gemacht werden.Ob Europa in dieser weltgeschichtlichen neuen Konstellation von Kultur und Religion zu jener zeugenden, geistigen Kraft, aus der es sich geformt hat und gross geworden ist zurück findet, hängt vom dem Religionsverständnis der Zukunft ab, ob sich eine Religion als "Entwicklungs-Lebens-Christentum" durchsetzt. Alle grossen Kulturfragen der Menschheit hängen davon ab, wieviel Menschen bereit sind sich auf ihrem Entwicklungslebensweg zu individualisieren statt sich in der Anpassung einer Sozialisierung sein Menschsein aufzugeben und die Selbstverleugnung der Selbstreue vorzieht.

III.) Das Entwicklungsgedankengut lässt sich in jede andere Kultur inkultivieren, weil dieses universell, trans- und interkulturell, über-
konfessionell und nationenübergreifend der ganzen Menschheit gehört und die Menscheneinzelwürde der Entwicklung ein konsti- tutiver Menschenrechtswert darstellt, gleich auf welcher Entwick-
lungsstufe und wo immer auf der Welt sich jemand befindet.  Jeder Mensch ist entwicklungsfähig und bei jedem wirkt der Lebens-
auftrieb des individuellen Eigengesetzes. Die vielen Kulturen und Vielfalt der Religionen verstehen sich nur in einem Entwicklungs-
geiste und jedes hervorheben einer kulturellen Identität, die geburtsgemäss immer mitgegeben ist, hat nichts mit Intoleranz
und Ausländerfeindlichkeit zu tun, denn jede Kultur kennt nur
eines; "die Mitte".Jede Kultur lebt und wird befruchtet aus von anderen Kulturen und Religionen. Es ist keine Religion oder Ge-
setz höher als die Wahrheit.Jede Wahrheit ist konfessionslos und ideologiefrei. Der Weg zur Wahrheit wird wichtiger, als die Wahr-
heit selbst. Es gibt viele Religionen, aber nur eine Moral (John Rus-kin).(Entwicklungs)ethik ist wichtiger als jede Religion. Wir kom-
men nicht als Mitglieder einer bestimmten Religionsgemeinschaft auf die Welt, aber die ethischen Entwicklungs-Individualisierungs-Prinzipien als das Individual-Logos sind angeborener, menschlicher Natur. Völker,  Kulturen, Religionen und Sprachen gibt es viele und sind im universellen Zusammenhang bedeutungslos, aber es gibt nur eine Menschheit. Die Nationalität wird zu einem wertfreien Begriff.
Wie kein Sterblicher im Besitz der ganzen Wahrheit ist, wegen der persönlichen Entwicklungswahrheit jeder ein Teil der Wahrheit ist und deshalb diese nie im Besitz einen Volkes oder einer bestimmten Zeit sein kann. Denn das  eigentliche Leben aller Weltgeschichte entwickelt sich aus dem Wechselspiel der einheimischen und den fremden Kulturen der einzelnen Völker.

IV.) Kultur ist nicht nur ein gefühlter, globaler Humanismus, son-
dern versteht sich auch als eine über-greifende Solidarität mit
denen, welche für ihre (kulturelle) Entwicklung innerhalb ihrer
Kultur kämpfen müssen. Der Geist kennt kein Geschlecht, keine Hautfarbe, Nationalität, Volks- oder Glaubenszugehörigkeit, weil der "allumfassende Geist", die Beziehung aller Teile zum Ganzen und zu seinen Teilen ist. Unser (Selbst)bewusstsein steht in Verbindung mit dem universellen Ganzheitsbewusstsein, was alles überlagert, alles zusammenhält und jeder daran Anteil hat. Deshalb tragen wir alle
die gleiche Wahrheit in uns, deshalb ist jede Wahrheit konfessionslos und ideologiefrei.  Diese Vielheit ist auch die Stärke der Menschheit, weil jeder Einzelne verschiedene Tugenden und einzigartige Werte verkörpert und diese der Menschheit als Einheit von Nutzen sind. Darin liegt auch der Toleranzgedanke der interkulturellen Kompetenz der menschlichen Vielheit begründet.Deshalb sind alle Verhaltens- weisen abzulehnen die zu Hass, Gewalt und Extremismus führen. Es ist der Kosmopolitismus und die säkulare Ethik, der alle grossen Geister und Gebildeten gehuldigt haben,der bisher nur durch die abstrakte philosophische Vernunftseinsicht, aber nicht durch den wissenden Verstand und eine Erkenntnis-Reife-Einsicht der Inter- verbundenheit begründet ist und deshalb die weltweite Intoleranz immer noch praktisch vorherrscht. Wer das nicht begreift, könnte man in Anlehnung an den dänischen Physiker Nils Bohr sagen, hat die Quantenphysik nicht verstanden.Was ich dem anderen antue, tue ich auch mir an.


  • Von im Mittelalter wurde die Religion für die Missstände der Welt verantwortlich gemacht, weil das Heil der Seele wichtiger war als das Teilhaben an der Welt zu jetzt wird die alleinige religionslose Teilhabe an der Welt für die Mißstände der Welt verantwortlich gemacht*.


* Die Frage nach der Erkenntnis die ein halbes Jahrhundert lang die Frage der Erkenntnis Gottes ablöst, kehrt heute wieder zu ihrem Ausgangspunkt zurück, nachdem sich die Erkenntnistheorie, die sich der Mensch der Neuzeit ausgedacht hatte, vor dem heutigen Ge- schehen sich als machtlos erweist und sich dort, wo weiter mit ihr gearbeitet wird nur relativen Charakter besitzt und das hintergrün- dige Wesen der Erscheinung nicht erkannt wird. Wenn eine Ge- schichtsepoche vorüber ist, versagen plötzlich ihre Werte und ihre Methoden. Bewusstsein und Erkenntnisbildung kann sich nur auf der religiösen Ebene vollziehen und hat sich immer nur auf ihr vollzogen.
Das Religiöse lässt sich vom Entwicklungslebensprozessakt (als mehr Gottwerdung) nicht trennen und ist immer mitgegeben und mitge- setzt. Das eine ist eine Tatsache, die den heutigen Menchen neu ist, weil er Kenntnis mit Erkenntnis verwechselt und weil ihn die Fülle von Kenntnissen, die er besitzt und an die er glaubt, dass Wissen Macht sei aber er trotzdem machtlos ist,weil nicht der Mensch Entwicklung  sondern die Entwicklung den Menschen macht.


  • Von es ist gut innerhalb einer Religion geboren zu werden (von der Väterreligion lernen) zu  aber es ist furchtbar in der Kinderzimmerreligion darin zu sterben ohne in der Freiheit die Religion entdeckt und  " zurück errungen" hat als höchste Entwicklungsstufe der Religion einer individuellen, seelischen Erregtheit, wo das Leben zur Religion wird und endgültig aus der Kirche heraus kommt*.

* Entwicklung ist die Auflösung  der Religion in ihr Wesen und ist in jedem Entwicklungsprozess mitgesetz und selbst zur Religion wird. Im persönlichen Leben findet sich alle Religion (Wahrheit), die der Mensch braucht und jeder Mensch die gleiche emanierenden Erfah- rungen macht, wie in der " Heiligen Schrift, aber dass diese Erfahrun- gen keine Quelle der Theologie sind.Nur die Religion macht den  Selbstwert des Menschen aus. Religion als persönliche Lebens-Indivi- dualisierungs-Bringschuld  darf kein vom Leben abgesonderter Bereich und losgelöst von den Bürger- und  Alltagsverpflichtun- gen,den beruflichen-,Familien- und Freizeitinteressen sein*.

  • Von der Religion,welche  nur mit Kirchturm, Theologie, ordinierten Klerus, der theologischen Texte, der Altäre und dem Papst zu tun hat zum, Religionsverständnis eines Meisters Eckharts, dass das Leben alle Religion enthält, welche der Mensch braucht und Religion nur ein Weg zur unversellen Einheit betrachtet.Für Gott kann es kein Gegenteil geben, er ist allumfassend, sonst wäre er Partei und nur ein Teil des Ganzen. Wenn dieses Faktum zum Grundsatz einer jeden Religion wird, sind alle Religionen versöhnt und es wird die Quantenphysik lebenspraktisch verstanden.
  • Von der Religion, für diese sich heute kaum noch einer interessiert zu wenn aber die Erkenntnis reift, das Religion angeboren und die menschliche  Natur ist, das eigene Leben von morgens bis abends Religion ist und  konstitutiv zum Menschsein gehört, stellt sich die Frage nach einem Religionsinteresse nicht mehr und ist so real wie die Hand am eigenen Arm*.

* Die Religion und der Glaube an Gott sind vom Menschen als Anlage eines  Individuallogos Nr.404 als " Gottesgen" mitgegeben. Ohne Religion ist das Leben nicht nur unvollständig, sondern eigentlich sinn-und wertlos. Nach Meister Eckhart ist das Leben eine Erschei- nung Gottes und Gott ist das Leben selbst (als Selbstwerdung).  Wäre ich nicht, wäre Gott nicht. Gott braucht mich, dass er sich selber werden kann. Gott ist mir näher als ich mir selber bin. In Wahrheit macht nicht der Schöpfer, sondern das Geschöpf den Schöpfer. Das Werden Gottes ist kein Entschluss Gottes, sondern mit seinem Wesen mitgesetzt.Nur die Religion macht den Selbstwert des Men- schen aus. Das Religiöse lässt sich vom Entwicklungslebensprozessakt (als mehr Gottwerdung) nicht trennen und ist immer mitgegeben und mitgesetzt. Es ist  die Vollendung durch die persönliche Entwicklung. Deshalb ist jeder Mensch religiös auch wenn es nicht danach aussieht und mit Religion in Verbindung gebracht wird. Alle Lebensfragen werden behandelt, als wenn sie Religion wären. So gesehen endet alles Religiöse im Profanen.


  • Von der Mensch macht die Religion und in den Dienst des Lebens tritt die Religion zu die Religion macht den Men- schen und nur die Religion macht den Selbstwert des Menschen aus. Leben ist eine Erscheinung Gottes und Gott ist das Leben selbst. Wäre ich nicht, wäre Gott nicht. Gott braucht mich,dass er sich selber werden kann. Gott ist mir näher als ich mir selber bin. In Wahrheit macht nicht der Schöpfer, sondern das Geschöpf den Schöpfer. Das Werden Gottes ist kein Entschluss Gottes, sondern mit dem menschlichen Wesen mitgesetzt.
  • Von der gelehrten und überlieferten Religion und Glau- benstradition, welche nicht wirklich ernst genommen wird,wo mein Leben und die Religion zweierlei sind und eine Welt des Sonntags notwendig hat zur selbstver- ständlichen, natürlichen Religion, welche das Leben selber ist und es ist die Pflicht des Menschen gegenüber sich selbst. Das Leben enthält alle Religion nach dem Gottesverständnis eines Meister Eckhart, welche der Mensch braucht. Religionsentwicklung ist identisch mit der menschlichen Kultur (wo z.B. der Mensch nur Naturmensch war, gab es Naturgötter).
  • Von dem Bildungs-Kultur-Lernen , welches in Wirk- lichkeit kulturlos ist, weil nichts mit mir geschieht und ich kann der Gleiche bleiben wie ich bin zum Entwick- lungs- Kultur-Lernen  des gotischen Lernprinzips, wo ich nicht mehr der Gleiche bleiben will, der ich bin und erst Kultur geschaffen wird*.

* Es kann weiterhin nicht oft genug wiederholt werden, dass es unwichtig ist was die neuesten Nachrichten sind, was andere sagen und tun, wie prominent jemand ist, sondern nur was ich tue. Es geschieht zwar viel in der Welt und um uns herum, aber in Wahrheit geschieht alles nur in mir. Es ist der Weg von der Verwandlung der Welt, um diese in der Aussenwelt z.B. eine Krise bspw. durch Re-
formen, Technik, Schutzmassnahmen und viel Geld zu verbessern
und retten zu wollen und der Andere der Schuldige ist und der Mensch will und kann bleiben wie er ist zur Verwandlung des Men-
schen in seiner Innenwelt, wo der Mensch sich im Entwicklungs-Individualisierungs-Prozess wandelt, weil dieses das Ganze darstellt und dieses der einzige Punkt ist, wo in der Welt wirklich etwas ge-
schieht und deshalb ist er " der Nabel  der Welt " und macht den Unterschied aus.


  • Von dem Weg zu Gott durch die überkommenen Tradi- tionsreligionen zum Weg zu Gott über das Entwicklungs-Lebens-Christentum durch die Transzendierungsüber- windung (De-und Entmaterialisierung) unserer Scheinkultur, Zivilisation,Wirtschaft, Wissenschaft und vorherrschen- den Gesellschaftsordnungswerten*.

* Wir befinden uns inmitten einer "geschichtlichen Weltstunde", in der sich die letzte gewaltigste Revolution (als stille Evolution) des (nihilistischen) Diesseits ohne verbindliche Werte im Übergang "zu einem religiösen Umbruchsereignis" befindet. Die grossen Krisen beginnen immer mit dem Abfall von Gott und dem Erlöschen der Religion. Zum ersten Male in der Geschichte steht der Mensch über-
all nur sich selbst gegenüber. Die Ideologie des Materialismus ist
eine tote Idee, worauf man sein Leben gründet und diese wird sich
als Illusion entlarven. Die Gottesidee wurde durch den omnipotenten Menschen ausgewechselt und der Staat, die Gesellschaft, das Geld, die Wirtschaft, die Wissenschaft, die Kultur etc. werden als absolut und nicht relativ gesehen und in der gesellschaftlichen Vereinnah-
mung dort Lebenshalt und Lebenssicherheit gesucht. An dem Ver-
such,"das persönliche Heil in die eigenen Hände zu nehmen", sind bisher alle Ideologien und Gesellschaftsformen gescheitert.


  • Von der Religionsidee  als abstrakte Theorie und die Religion wird konventionell begriffen (Überlieferungs- religion einer Theorie der Wirklichkeit )zur Religion als Entwicklungsidee und Religion wird evolutionär begriffen für die konkrete Lebenspraxis  (Entwicklungs-Prozess-Religion als Praxis der Wirklichkeit).
  • Von der bedauernswerten Klage der zunehmenden Kirchenaustritte und  immer weniger Kirchgangbesucher zu dass damit nur  das Unwesen und nicht das Wesen der Religion bedroht ist.
  • Von insbesondere wird in der deutschen Sprache zwi- schen Religion und Religiosität unterschieden zu wäh- rend Religion das religiöse Denken, die Organisation und Institution bezeichnet, bezieht sich Religiosität auf das subjektive (Er)leben,welches man nicht institutiona- lisieren kann.
  • Von der Flucht in die Religion, wenn man nicht mit dem Leben zurecht kommt zur Religion als gesegneter Lebensquell,welcher das Leben trägt,schützt und ge- staltet und nur auf den (Gottes)glauben Verlass ist.
  • Von der christlichen Religionstheologie,welche den exis- tentiellen Kern des Menschen überdeckt zur Entwick- lungsteleologie, welche den existentiellen Kern des Menschen erst frei legt*.


* Der Theologe  Karl Rahner war in seinen Werken sowohl für eine mehr konservativ-dogmatische als auch für eine moderne-existen- zielle Deutung offen.

  • Von der Religion,welche  nur als Glaube möglich ist zur Quantenphysik, wo Religion als Wissen möglich ist und das Geglaubte durch die Mikrowissenschaft bestätigt wird.
  • Von der philosophischen Vernunfts- und Moralreligion des Philosophen Immanuel Kant  zur religiösen Lebens- philosophie eines Meister Eckhart,wo das Leben zur Religion wird.
  • Von  dem Kunstbegriff,der fast identisch ist mit dem des Malers Vincent van Gogh zum  Religionsbegriff der fast identisch mit der Entwicklung als Kulturbegriff ist,weil Gott sich in der Entwicklung selber  werden will. Wo alle Hoffnung und alles Vertrauen auf das innere Selbst gerichtet ist, da wird das Leben zur Religion*.


* Das Bibelwort verändert euch, wandelt euch,tut Buße geschieht im Entwicklungsprozess als Leidensprozess ("Schmelztigel Gottes").


  • Von der passiven Wohlfühl-und Gewohnheitsreligion-(Lippenbekenntnis) zum lebensaktiven Religions- verständnis einer säkularen,evolutionären Nachfolge Christi im Beruf und im Gesellschaftsleben (Erkenntnis).
  • Von der vergeistigten Religion, welche vom Leben ge- trennt ist (alte Zeit) zur lebensverankerten Religion, welche das Leben selbst ist (Jetztzeit).
  • Von der Religion, welche eine Sache der Gnade ist (Buchreligion) zur Religion, welche eine Sache der Reife- Nr.782 (Herzreligion).
  • Von einer übergestülpten,sozialisierten  Kindheitsreligion (hat etwas von Religion gehört) zu einer Religion,welche nur etwas taugt, wenn danach gelebt wird.Die Sphäre des Religiösen bleibt abstrakt,beziehungslos und unverbind- lich, solange diese nicht selber konkrete Gestalt ange- nommen hat (das pralle Leben wird zur Religion).
  • Von ich habe die Religion in Formeln, Riten, Lippenbe- kenntnissen und im Liedgut geerbt (Inszenierung) zu ich verliere diese Religion durch diese Formeln, Riten, Lip-pen bekenntnisse, um die Religion auf meinen Entwick- lungs-Individualisierung-Lebensweg in der säkularen, evolutionären Nachfolge Christi meistens in der Krise wieder zu finden (Authenzität).
  • Von einer kirchlichen Religionskultur des Traditions-Christentum-Zeitalter als Auslaufmodell zur Ablösung für ein Entwicklungs-Individualisierungs- Christentum-Zeitalter als Neuschöpfung als eine religiöse Suche, die sich ausserhalb von aller sonntäglichen und kirchlichen normierten Religion vollzieht und:


> Deshalb wird die kirchliche Religionskultur des Traditions-Christentum-Zeitalter als Auslaufmodell vom einem Ent- wicklungs-Individualisierungs- Christentum-Zeitalter als Neuschöpfung abgelöst werden.Es ist eine religiöse Suche, die sich ausserhalb von aller sonntäglichen und kirchlichen normierten Seelsorgereligion vollzieht und

  • die statische Heilsverwaltung wird zur dynamischen Heilsgestaltung,
  • die  institutionalisierende Gott verwaltende Religion wird zur Religion, wo Gott in der Freiheit erst suchend und irrend in der Selbstzerrissenheit des Lebens zurück errungen wird,
  • die Sakramentenfrömmigkeit zum sakramentalen als das Befreiende  in den Dingen, Umständen, Geschehnissen, den Entwicklungseigenschaften in der Welt, welches auf Höheres verweisen,was verwirklicht werden soll *,
  • ein direkter,unmittelbarer Weg über das eigene Leben zu Gott als Alternative zur indirekten, fremdvermittelten   gepredigten Theologie,
  • der "Taufschein-Christenmensch" wird zum lebensbe- jahenden,von religiösen Triebkräften durchwirkter  Entwicklungs-Individualisierungs-Christentum-Mensch,
  • der sonntägliche "alle Jahre wieder"fromme aber entwicklungslose und heilsarme Gottesdienstkir- chengang wandelt sich immer mehr zu seinem täglichen Lebensgottesdienst (Entwicklung ist auch im Sinne von Meister Eckhart Gottentwiclung)*.
    * Das Leben ist aber auf Wachstum, und nicht auf Wiederholung und Beharrung ausgerichtet. Wiederholung als Kreislauf und " alle Jahre wieder " ist ungeschichtlich und ent- wicklungsarm. Das Signum  für Entwicklung ist  die Spirale. Es ist ein Überwindungssymbol und Sinn- bild für den nächsten zyklischen Entwicklungsschritt.Der Mensch ist nicht dazu geschaffen worden, wie ein Zirkuspferd in der Manege immer wieder im Kreise herum zu laufen.
  • wenn das Leben im Sinne von Meister Eckhart Religion ist und immer mehr wird,entfallen immer mehr alle Riten, Dogmen, Wall- fahrten,Kirchenbänke und die kirchlichen Feiertage,
  • das Christentum als Lehre einer abstrakten Buchreligion (Altevangelisierung) wird zum Entwicklungs-Individua- lisierungs-Christentum einer Lebenstatreligion (Neu- evangelisierung ) und die bisherige Form der Glau- bensverkündigung der Vergangenheit angehört,
  • von der Distanz der Menschen zur Obrigkeit des Chris- tentums zur Evangeliumsnähe durch die Individuali- sierungsentwicklung und der säkularen, evolutionären Nachfolge Christi
  • von den zahlreichen Säkularisierungswellen, wo  die Welt von heute entzaubert und der Himmel leergeräumt wurde zu den zahlreichen Entwicklungs-Individualisie- rungswellen, wo die Welt wieder ihren Dematerialisie- rungssinn bekommt und "der Himmel wieder voll wird",
  • das Nachdenken über das Geheimnis Gottes (was die Theologie ausmacht) wird in der säkularen, evolutio- nären Nachfolge Christi geschehen,weil es nur dort möglich ist (Prozesstheologie),
  • die alte Steinkirche der Anbetung wird zur Kirche ohne Kirchengebäude der "(Gott)-Selbst-Werdung in der Welt im Entwicklungssinne von Meister Eckhart, der jetzt seine Stunde hat*.
    * Gott muss ohne Weise (Religionsgebäude/Institution) ge- nommen werden, denn die Weise bleibt im Kreatürlichen stecken. Der Mensch soll sich nicht genügen lassen an einen gedachten Gott; wenn der Gedanke vergeht, vergeht auch Gott. Man soll vielmehr einen wesenhaften Gott (Lebens-Grund-Friedensgefühl) haben, der weit erhaben ist über die Gedanken der Menschen und aller Kreaturen.Erkennt er Gott mehr, weil er einer ruhigen Stätte weilt, kommt das von sei-

ner Unzulänglichkeit*.


* Meister Eckhart.


  • Das "cogitio ergo sum-ich denke,also bin " als Anfangs- punkt einer christlichen Sozialisierung wandelt sich zum "mutabor ergo cogito-ich entwickle mich, erst dann werde und bin ich*.

* Nur was ich klar und deutlich erkenne ist wahr. Alles Denkbare ist dann auch berechen- und machbar.


  • Eine flächendeckende, kirchliche Versorgung  nicht mehr notwendig sein wird,weil durch das Vorbildkraftfeld der Interverbundenheit, wo jeder ein Teil des Ganzen und eine miteinander verbundene Ganz- und Einheit (Plas- tizität) ist, davon berührt und mitgerissen wird und die Missionierung z.B. durch das  Medium "Internet" erfolgt (vergleichbar mit dem Buchdruck, wo erst  Martins Lut- hers Ideen ihre Verbreitung fanden).
  • Die Enzauberung der Religion wird zur zauberhaften Religion als eine jedermanns geistige (Entwicklungs)- bewegung überkonfessioneller Art als die Krone aller Kirchen.
  • Von den Erweckungsbewegungen des Evangelikalismus, welche grossen Zulauf vor grosser Bühne haben und ihre Bibel-Integritäts-Frömmigkeit lautstark kund tun zum Entwicklungs-Lebens-Individualisierungs-Christentum eines jeden einzelnen "Stillen im Lande",der alleine da- steht,  weil ich nur als Einzelner und nicht eine Glaubens- gemeinschaft am "grossen Gerichtstag" des Todes vor Gott gestellt ist,weil nur in der Anerkennung der eigenen Lebens-Individualisierungs-Bringsschuld das einzige Eigentum ist,was den Einzelnen begründet.
  • Der kirchliche, spirituelle Notstand (Nachhut) wird zum kirchlichen, spirituellen Reichtumstand (Vorhut).
  • Von dem frommen Wunsch des  Vaticanum II die Kirche aus der Weltfeindlichkeit und Abgeschlossenheit eines Elfenbeinturms zu befreien zu bald wird an den Universi- täten in der Fakultät "Theologie" mehr  über die neue Kirche als über die alte disputiert und mit einer unauf- haltsamen Leidenschaft sich dem Lebens-Individualisie- rungs-Christentum der Zeit gewidmet.
  • Von der Christenheit der alten Klerikerkirche, welche betet  Dein  Reich komme zu dann bittet sie damit auch indirekt und ungewollt um das Vergehen und die Auf- lösung dieser Kirche,weil das Reich Gottes der Neugestal- ungsprozeß in der Welt ist.
  • Von der Auflösung der Religion in Werte und Moral zur Auflösung der Religion ins Leben.
  • Vom statischen,entwicklungslosen und sich wiederho- lenden, jährlichen Feiertagsverständnis zum dynami- schen, evolutionären sich immer wieder erneuernden Feiertagsverständnis. Siehe Textfortsetzung den Gliede- rungspunkt "evolutionäres Feiertagsverständnis" in evolutionäre Allzeitnutzung*
    * Die Tatsache ist, dass Religionen ihre Wahrheiten in ein Kalender- jahr gefasst haben.Kalender sind rhythmische Formen der einer  Kreislauf-Erinnerung christlicher Feiertagsabläufe.

Von Deutschland ist wieder zu "einem rechristianisieren- den, respiritualisierenden und resakralisierenden "Mis- sionsland" geworden  (Auflösung und Dekonzentration der Bindekräfte der Kirche) zu die dunklen Kellerjahre sind vorbei, weil Deutschland  immer mehr zu einem "Entwicklungs-Individualisierungs-Land"  wird und das Fiat lux angekommen ist (Verlagerung und Konzen- tration der Bindekräfte auf die Entwicklung in einer evo-lu tionären, säkularen Nachfolge Christi*.


  • Von der Religionsvermittlung zur Religionsentwicklung.
  • Von der Religionskritik an der Kirche zur Religionskritik am Einzelnen.
  • Von der Auflösung der Religion in Werte und Moral zur Auflösung der Religion ins Leben*.
    * Das Religiöse lässt sich vom Entwicklungslebensprozessakt nicht trennen und ist immer mitgegeben und mitgesetzt. Es ist die Vollen- dung durch die persönliche Entwicklung.Deshalb ist jeder Mensch religiös auch wenn es nicht danach aussieht und mit Religion in Verbindung gebracht wird. Religion ist angeboren und gehört kon- stitutiv zum Menschsein. Die Religion und der Glaube an Gott sind vom Menschen als Anlage eines Individuallogos  als " Gottesgen" mitgegeben.  Religion zu haben ist die Pflicht des Menschen gegen- über sich selbst. Alles Heilige muss aus dem Leben kommen und

muss im Innerweltlichen aufgehen. Das Leben als Heilsgeschehen wird heilsnotwendig begriffen. Religion ist die Substanz der Kultur und Kultur ist die Form der Religion.


  • Die These,dass ein Christentum ohne Kirche nicht denk- bar ist greift zu kurz und wird durch die Gegenthese eines unkirchlichen Christentum abgelöst,dass diese  in einem anderen (un)kirchlichen Gewande möglich ist.
  • Von der Religion welche den Freiheiten untergeordnet wird und meistens damit als dogmatische, geistige Norm endet zu in der Freiheit wird die Religion erst entdeckt und  " zurück errungen" als höchste Entwicklungsstufe der Religion einer individuellen, seelischen Erregtheit, wo das Leben zur Religion wird.
  • Von Gott hat in der Bibel bisher nur in den Zeiten des Moses und der Propheten geredet, ist seitdem stumm geblieben und die Menschen der damaligen Zeit haben  in ihren Siegen und Niederlagen erfahren, wer Gott sei,  was  Gottes Wille ist, wie das Dasein zu verstehen und es zu bewältigen ist und wir uns noch heute nach den damaligen Erzählungen vor 2000 Jahre zu richten haben zum lebendigen Gott,der zu allen Zeiten zum Menschen gesprochen hat,welcher  perfekt deutsch spricht, und nur darauf wartet,dass ich mit ihm  spreche. Er ist weiterhin unsichtbar aber im Diesseits jenseitig,  mir näher als ich mir selber bin und werde in meiner individuellen Lebens-situation "im hier und jetzt" die gleichen Erfahrungen machen, wie die Menschen der  damaligen prophetischen Bibelzeit, dass ausser dem (Gliederungspunkt)  Willen Gottes alles ein Nichts ist.
  • Von der gotischen Kathedrale als Sakralort und Ent- wicklungs-Individualisierungsweg, um vom Sichtbaren zum Unsichtbaren zu gelangen, vom Mittelbaren auf das Unmittelbare hinzuweisen und den Betrachter vom Materiellen zum Nichtmateriellen zu führen (die sicht- bare Kirche als Symbol für die unsichtbare Kirche ) zur Lebenswelt als säkularer Entwicklungsort, um von der sichtbaren, mittelbaren Realität z.B. durch  Demateriali- sierung zur unsichtbaren, unmittelbaren Wirklichkeit zu gelangen*.
    * Die sichtbare Erscheinung ist die Lebens- und Auseinanderset-zungsform und das Nicht-Entwicklungs-Sichtbare als das Wesen hinter der Erscheinung ist Voraussetzung  für das Entwicklungs- gelingen,Dieses erst den macht den Entwicklungs-Lebenswert als religiöse Substanz aus.
    Anstatt die gotischen Kathedralen,Münster und Dome zu kulturellen"Touristenhotspots",Museen und Besichti- gungstempeln zu entwürdigen und zu entseelen zu den gotischen Kathedralen, Münster und Dome,welche zum Brennpunkt der Entwicklungsidee (Nr. 1-9) werden und im Erkenntnislicht der Individualisierungsentwicklung in vielfältiger Weise als neue Kunstanschauung Nr.85 und zu einem Kulturbegriffswert interpretiert werden und das Gefühl bekommt beim Besuch dieses Kleinods sich im Mittelpunkt der Christenheit zu befinden*.


  • Von der Religion,welche nie durch Tatsachen (Wissen) zu sondern erst durch die Lebenserfahrungsreife-Nr.782 gegeben ist .


  • Von dem Religionsbegriff, welcher wörtlich übersetzt" eins werden mit dem Inneren" zum evolutionären Religionsbegriff  des Dichters Christan Morgenstern: " Was ist Religion? Sich in die Ewigkeit weiter und höher entwickeln wollen".

* Religion ist die fortgeschrittenste Weltanschauungsform*.


* Leo Tolstoi,russsicher Schriftsteller.


  • Von einer Renaissance der Religion  durch  religiöse Erneuerungsbestrebungen oder einer Neureformation (vorreligiöse Zeit) zur Renaissance  der Religion  durch Dekonstruktion und Kirchenaustritte (aber nicht dabei stehen bleiben). Erst durch Überwindung des alten Reli- gionsverständnisses  entsteht ein religiöses Vakuum, welches über alle konfessionelle Lehrmeinungen erha- ben und eine Neuschöpfung erst möglich ist.


  • Von der kritischen Prüfung bestimmter Religionsinhalte (vor der Reife) zur kritischen Prüfung des religiösen Bewusstseins (bei der Krisenreife).


  • Von der  Religion des Alten und Neuen Testamentes zur These, dass man etwas Neues entgegenstellen muss und die Notwendigkeit besteht, den Willen Gottes neu in die jetzige Zeit zu formulieren als ein drittes Testament für das jetzige dritte Jahrtausend.
  • Vom Religionssammelbegriff für eine Vielzahl unter- schiedlicher Weltanschauungen, deren Grundlage meist der jeweilige Glaube an bestimmte transzendente  überirdische, übernatürliche, übersinnliche) Kräfte sowie häufig auch an heilige Objekte darstellt und  deutschen Sprachraum der Begriff Religion zumeist sowohl für die individuelle Religiosität als auch für die kollektive Reli- gionstradition verwendet wird zum Relgionsverständnis eines Meister Eckharts, der die äusseren, theologischen Lehren und starren, scholastischen Formen überwunden hat, um aus aller Lehre das tiefere Innere herauszuholen und in das Innere der Religion vorzustossen. Es ist Unge- bundenheit aller Religion einer zukünftigen, "deutschen Entwicklungsfrömmigkeit" als grosse, neue Wirklich- keitsreligion, weil Entwicklung ein typisch "deutsches Phänomen" darstellt. Die Idee des Christentums lässt sich nicht erneuern, sondern nur der einzelne Mensch muss sich erneuern und damit das Christentum wieder zu einer spirituellen Kraft wird. Religionen sterben nicht, sondern sie ver ändern sich nur und es wird nur noch daran festgehalten mangels Alternativen.
  • Von den gotischen Kathedralen als versteinertes, religi-öses Lebensformgefühl (religiöse Erhebung durch die Volksfrömmigkeit der Zeit) zu den gotischen Kathedralen als versteinertes Entwicklungslebensformgefühl (Ent- wicklungserhebung durch die Fülle der seelischen Empfindungen, die beim Anblick und Begehen der gotischen Kathedrale ausgelöst werden) *.
    * Wenn ich mich im gotischen Baustil wieder erkenne, ist diese
    mir ebenbürtig. Keiner vermag das hinaus zu erkennen, was er selbst nicht in sich hat. Wenn ich mich in dieser Erkenntnis widerspiegle , handelt es sich um einen lebendigen Prozess, der den gesamten Menschen erfasst und dieser selber verwandelt wird. Das Subjekt
    und das Objekt der Erkenntnis sind identisch und die  Spaltung ist aufgehoben. Diese Erkenntnis ist tatsächlich Weg, Wahrheit und Leben zugleich und zieht kein Handeln mehr nach sich, sondern Erkenntnis und Verwirklichung sind eins.Nur mit der blossen

Macht des Daseins werden Entscheidungen herbeigeführt, ein Geschehen, was von selbst geschieht. Ein Mann macht viele, weil seine Individualität in der Individualität aller aufgeht.


                 Konfessionen


  • Von der konfessionellen, papierenen Zugehörigkeit zu einer bestimmten Glaubensgemeinschaft  als Religions- weg zur konfessionslosen,überkonfessionellen Entwick- lungs-Individualisierungs-Lebensreligion.


  • Von der der Zivil-, Buch- und Transzendenzreligion mit einer äusseren Konfessionszugehörigkeit (Religion ausserhalb von mir) zur Selbsterfahrungs-,Entwicklungs-und Deszendenzreligion ohne Konfessionszugehörigkeit (Religion innerhalb von mir).


  • Von der äusseren nicht ernst genommenen,verfestigen Papierkonfession und so wichtig ist wie die Haarfarbe zu über alle konfessionelle Lehrmeinungen erhabene, freie, ernst genommene, gelebte Entwicklungs-Individualisie- rungsreligion als Weg*.


    * Die religiöse Gemeinschaftszugehörigkeit ist nur vorübergehend und wenn diese aufgeben wird,  bleibt  der Glauben an Gott weiter bestehen. Das Bekenntnis und die konfessionelle Einreihung sind unwichtig, sondern nur die religiöse Selbsterkenntnis zählt. Es ist

die säkulare, evolutionäre Nachfolge Christi als der persönliche Entwicklungslebensweg, der von keinem anderen gegangen und beschrieben werden kann.


  • Von katholisch was universell bedeutet zur Entwicklungs- individualisierungs-Religion, welche alle einigt  und damit das religiöse Bekenntnis keine Rolle mehr spielt. Weltverantwortung als Selbstverantwortung und nicht Konfession war die Bestimmung des biblischen Glau-  bens*.


* Die moderne Physik und Kosmologie haben das Bild vom Uni-

    versum (lat. universus " gesamt ", von unus und versus " in eins gekehrt ") als ein unteilbares, dynamisches Ganzes unwiderruflich bewiesen. Sicher gilt  dass die innere Welt ein einziges Bewusstsein darstellt und alles in der Welt miteinander verknüpft ist, das Grösste mit dem Kleinsten und das Allernächste mit dem Entferntesten. Alle Teile des Universums stehen grundsätzlich in einer Wechselbezie-
    hung zueinander und jedes Ding, Natur und Tierwelt, jeder Prozess und jeder Bewusstseinsakt hängt mit anderen Dingen, der Natur,
    den Prozessen und Bewusstseinsakten zusammen in einer durch-
    dachten und geordneten, schöpferischen Beziehung zum grössten, möglichen Ganzen, welches folglich nur ein Einziges sein. Die Erklärung der Verschränkung zeigt, wie die materielle Welt und die innere Welt durch den ständigen Informationsaustausch miteinan-
    der verbunden sind und nicht nur mit jedem Individuum, sondern auch mit jedem Punkt des Universums. Zwei verschränkte Objekte, obwohl Lichtjahre entfernt, trotz grosser, räumlicher Distanz sind miteinander verbunden und können Informationen austauschen.
    Das zeigt doch deutlich, dass es eine geistige Welt neben der materiellen Welt  lostgelöst von Raum und Materie geben muss.
    Aus diesem Grunde ist  jedes Individuum ein Teil des grossen Gan-
    zen, mit dem grossen Ganzen verbunden, befindet sich in Über-
    einstimmung mit dem Ganzen, da auch die komplexen Vorgänge
    des Entwicklungs-Geist-Bewusstseins den geist-psychischen Plastizitäts-Gesetzmässigkeiten der Quantenphysik unterliegen
    und diese bleibt nach dem biologischen Tod weiter bestehen. Das Universum ist in allen Teilen eine eng zusammenhängende Welt mit unendlichen Verflechtungen und Wechselwirkungen (z.B. ohne den Mond wäre die Erde nicht bewohnbar) und ein lebendiges Werden-
    des, sich fortlaufend entwickelndes, zeitloses Ganzes.


  • Von der konfessionellen Kirchenzugehörigkeit als Bekenntnis zur überkonfessionsfreien Entwicklungs-Menschheitszugehörigkeit und individualisierten Gottesverhältnis.
  • Von einer konfessionellen spirituellen Zugehörigkeit, welche die Macht der Kirche steigert zu diese nimmt dann einem die Verantwortung seinen Weg (zu Gott) selber zu suchen.


  • Von der Zugehörigkeit einer Person zu einer bestimmten Religionsgemeinschaft zu alle wahre Religion scheitert am Konfessionswesen.


                 Religionen


  • Von dem Weg zu Gott durch die Traditionsreligionen zum Weg zu Gott, durch die Transzendierungsüberwindung unserer Scheinkultur, Zivilisation,Wirtschaft, Wissen- schaft und Gesellschaftsordnung*.


    * Wir befinden uns inmitten einer "geschichtlichen Weltstunde", in der sich die letzte gewaltigste Revolution (als stille Evolution) des (nihilistischen) Diesseits ohne verbindliche Werte im Übergang "zu einem religiösen Umbruchsereignis" befindet. Die grossen Krisen beginnen immer mit dem Abfall von Gott und dem Erlöschen der Religion. Zum ersten Male in der Geschichte steht der Mensch über-
    all nur sich selbst gegenüber. Die Ideologie des Materialismus ist
    eine tote Idee, worauf man sein Leben gründet und diese wird sich
    als Illusion entlarven. Die Gottesidee wurde durch den omnipotenten Menschen ausgewechselt und der Staat, die Gesellschaft, das Geld, die Wirtschaft, die Wissenschaft, die Kultur etc. werden als absolut und nicht relativ gesehen und in der gesellschaftlichen Vereinnah-
    mung dort Lebenshalt und Lebenssicherheit gesucht. An dem Ver-
    such,"das persönliche Heil in die eigenen Hände zu nehmen", sind bisher alle Ideologien und Gesellschaftsformen gescheitert.


  • Von alle Religionen sind ein suchen nach Gott und um Gott näher zu kommen zur Evolution, welche keine Ersatzreligion ist, sondern nur der persönliche Ent- wicklungs-Lebenssuchweg nach Gott. Weil noch keiner meinen persönlichen Entwicklungsweg gegangen ist, kann mir auch keiner sagen, wie die evolutionäre, sä- kulare Nachfolge Christi aussieht.
  • Von der Religion des Christentums als Schuldreligion zu den asiatischen Religionen als Versenkungsreligion, welche für den westlichen Kulturkreis als wenig geeignet betrachtet werden.
  • Von der Ökumene der religiösen Glaubensgemein- schaften des friedlichen sich gegenseitig befruchteten des neben-und miteinander als die Zukunft der Kirche      (Unterschiedsprinzip)  zur Ökomene der vielfältigen, individuellen Lebensentwürfe in der säkularen evolutionären Nachfolge Christi),welche sich in der Ganzheit wiederfinden als die Zukunft eines Entwick- lungs-Lebens-Christentums (Einheitsprinzip) *.


* I.) Das Entwicklungsgedankengut lässt sich in jede andere Kultur inkultivieren, weil dieses universell, trans-und interkulturell, über-

    konfessionell und nationenübergreifend der ganzen Menschheit gehört und die Menschen-Einzelwürde der Entwicklung ein konsti-
    tutiver Menschenrechtswert darstellt,gleich auf welcher Entwick- lungsstufe und wo immer auf der Welt sich jemand befindet. Jeder Mensch ist entwicklungsfähig und bei jedem wirkt der Lebensauf-
    trieb des individuellen Eigengesetzes und der Dran zur Vollkom-
    menheit.Die vielen Kulturen und Religionen verstehen sich nur in einem Entwicklungsgeiste und jedes hervorheben einer kulturellen
    Identität, die geburtsgemäss immer mitgegeben ist, hat nichts mit Intoleranz,Ausgrenzung und Ausänderfeindlichkeit zu tun, denn jede Kultur kennt nur eines; "die Mitte".Es ist der höchste Bezugspunkt als ein universalistischer Moralismus, was gemeinsam als das Gute zum Wohl der Menschen gehalten wird. Jede Kultur lebt und wird be-
    fruchtet aus von anderen Kulturen und Religionen. Es ist das fried-
    liche Nebeneinander des Unversöhnlichen, weil dieses nicht gewollt werden kann, sondern aus sich heraus nur ereignen kann. Wie kein Sterblicher im Besitz der ganzen Wahrheit ist, wegen der persönli-
    chen Entwicklungswahrheit jeder ein Teil der Wahrheit ist und deshalb diese nie im Besitz einen Volkes oder einer bestimmten
    Zeit sein kann.Denn das eigentliche Leben aller Weltgeschichte entwickelt sich aus dem Wechselspiel der einheimischen und den fremden Kulturen der einzelnen Völker.ende Geist", die Beziehung aller Teile zum Ganzen und zu seinen Teilen ist. Unser (Selbst)bewusstsein steht in Verbindung mit dem universellen Ganzheitsbewusstsein, was alles überlagert, alles zusammenhält und jeder daran Anteil hat.Deshalb tragen wir alle
    die gleiche Wahrheit in uns, deshalb ist jede Wahrheit konfessionslos und ideologiefrei. 


  • Von es gibt viele Religionen in der Welt zur Religion, welche es nur gegen die Welt gibt.
  • Von der Poet Ralf Waldo Emerson hat einmal gesagt: die Religionen, die wir heute wir falsch und überholt nennen, waren einst wahr und heilig zu am Ende gilt für alle Reli- gionen aber ausnahmslos das Wort in Goethes Faust; "In bunten Bildern wenig Klarheit, viel Irrtum und ein biß- chen Wahrheit".


  • Von den nicht-christlichen Religionen, welche Wege aufzeigen, wie man zu Gott kommen kann, weil die Menschen auf der Suche nach Gott sind (Selbst-Unge-duld-Erlösung) zu das Gott gekommen ist, immer da ist und auf der Suche nach dem Menschen ist, ihn zu erlösen (Fremd-Gnade/Reife-Erlösung).
  • Von religiösen Gemeinschaften,die das irdische Leben nur als vorläufig betrachten und die Abkehr von der irdi-schen Welt auf ein Leben nach dem Tod gerichtet ist zum irdischen Leben, für den von Gott gerufenen Einzelnen bei Entwicklungsreife als Möglichkeit, sich zu vervollkom- mnen, alles als De-und Entmaterialisierungsmittel zum Entwick- lungs-Individualisierungs-Zweck, Chiffre, Pro-bierstein, Dienst,Lob und Dank eines Unsterblichkeits- lernens  anzusehen.
  • Von dem unterschiedlichen Unsterblichkeitsverständnis und einem Weiterleben nach dem Tode der Religionen zum Unsterblichkeitsverständnis  eines Entwicklungs-Lebens-Christentums.
  • Von den vielen Religionen zu wenn das Leben zur Religion wird bedeutet dieses auch das Ende aller Religion.
  • Von es gibt viele Religionen,welche auf Gottes Wort bau- en und jede Religion hält die Seinige für richtig und die anderen sind im Irrtum (Intoleranz)     zu kein Heilsweg zu Gott ist direkter als ein anderer ". " Keine Religion ist die einzig wahre Religion“. " Kein Volk ist das  auserwählte Volk"." Kein Prophet ist der grösste Prophet ". Es gibt viele Lampen, aber nur ein Licht (Gott). Es gibt viele Religionen und viele Aspekte der Wahrheit, aber die ganze Wahrheit ist nie in einem Buch, in einer Religion oder sonstigen Ideologie zu finden. Neben dem einen Licht gibt es auch andere Lichter, neben dem einen Wort Gottes auch noch andere Worte Gottes, neben der einen Wahrheit noch andere Wahrheiten (Interkulturelle Theo- logie).Es würde ja dann die anderen Religionen aus- schliessen. Es ist keine Religion oder Gesetz höher als die Wahrheit. Der Weg zur Wahrheit wird wichtiger, als die Wahrheit selbst. Es gibt viele Religionen,  aber nur eine Moral (John Rus- kin).(Entwicklungs)ethik ist wichtiger als jede Religion. Wir kommen nicht als Mitglieder einer bestimmten Religionsgemeinschaft auf die Welt, aber die ethischen Entwicklungs-Individualisierungs-Prinzipien als das Individual-Logos sind angeborener, menschlicher Natur. Gott spricht  deutsch, japanisch, jiddisch oder türkisch, sonst hätte er mich nicht verstanden. Der Geist kennt kein Geschlecht, keine Hautfarbe, Nationalität, Kulturunterschiede, Volks-oder Glaubenszugehörigkeit, weil der " allumfassende Geist ", die Beziehung aller Teile zum Ganzen und zu seinen Teilen ist.Unser (Selbst)be- wusstsein steht in Verbindung mit dem universellen Ganzheitsbewusstsein, was alles überlagert,alles zusammenhält und jeder daran Anteil hat. Deshalb tragen wir alle die gleiche Wahrheit in uns, deshalb ist jede Wahrheit konfessions-,partei-und ideologielos und frei von jedem eliminatorischen völkischen Gedanken- gut. (Entwicklungs)ethik ist wichtiger als jede Religion. Wir kommen nicht als Mitglieder einer bestimmten Reli- gionsgemeinschaft auf die Welt, aber die ethischen Prinzipien sind angeborener, menschlicher Natur.Völker und Sprachen gibt es viele,aber nur eine Menschheit.Religionen sollen nicht ihre Theologien vergleichen, sondern gemein-
    sam versuchen gutes zu tun. Als Person ist man verschieden, dem Wesen nach aber sind wir eins.Es gibt nur eine Gleichheit der Menschen vor Gott, aber es gibt keine Gleichheit der Menschen in der Gesellschaft. Es ist der Kosmopolitismus, die säkulare Ethik und Inklusion, der alle grossen Geister und Gebil- deten gehuldigt haben,der bisher nur durch die abs- trakte Vernunftseinsicht, aber nicht durch das Gesetz, den wissenden Verstand und Erkenntnis-Reife-Einsicht der Interverbundenheit begründet war und latent in vielen Köpfen noch vorherrscht.Wer dieses alles nicht begreift,könnte man in Anlehnung an den däni- schen Physiker Nils Bohr sagen, hat die Quantenphysik nicht verstanden.


  • Von den verschiedenen Religionen,welche viele Aspekte der Kultur und des einzelnen Lebens mit ihren Gebots- wahrheiten  durchdringen zum Entwicklungs-Lebens-Christentum, wo das Leben zur Religion wird alle Lebens- aspekte durch das gotische Lernprinzip  durchdringt.
  • Von wenn es nicht die Religionen gegeben hätten, gäbe es auch keine Irrtümer  (Hexenverbrennung, Ketzer, religöser Fundamentalismus,Judenhetze, Kreuzzüge) zu aber es gäbe auch keine verkündeten Wahrheiten z.B. die zehn Gebote, welche zeitlos sind und über das Leben hinaus führen,welches auf Höheres verweist, was ver- wirklicht werden soll.
  • Von die grossen Religionen zehren von ihrem Geschichts- mythos und von ihrer Tradition zu die grossen Religionen sind anachronistische Religionen  und die Zeit der gros- sen Weltreligionen ist für unseren Kulturkreis abge- laufen. Es gibt kein ernst zunehmendes religiöses System mehr und diese stehen vor der Notwendigkeit, sich aufzulösen und nach neuen Prinzipien zu formulieren. Alles im Leben untersteht dem ewigen Gesetz des  Blühens und Welkens.  Alle Religionen stehen in der Zeit und sind von diesem  Veränderungsgesetz des Wandels nicht ausgeschlossen.Was einmal die Wahrheit war, ist zur Unwahrheit geworden.

* Wer die Tradition bewahrt und weiter daran festhält, blockiert die Entwicklung. "Ein zurück" kann es aber  von ihrer Gesetzesnatur nicht geben, weil es die Gleichgewichtskräfte es nicht zulassen und alles dem Gesetz des Vergehens und Werdens einer wendel- treppespiral- förmigen Weiterentwicklung unterliegt. Nichts ist befestigt, ein ständiges ausdehnen vom bewegten Hier zum bewegten Dort. Die Entwicklung ist irreversibel, da jede Stufe auf der vorhergehenden aufbaut. Vergangenheit ist verflossene, alte Energie und die Ver- schiebung hat bereits den Punkt der Rückkehr überschritten. Damit ist der Ent-wicklungsprozess nicht mehr umkehrbar d.h., es gibt keine Entwicklung zurück und wäre genauso absurd, einen ICE-Hochge- schwindigkeitszug mit 300 km/h mit blossen Händen stoppen zu wollen. Eine Restauration wäre nur ein instabiler Entwicklungs- stillstand.


  • Von dem Heilswert einer Religion, welcher bestimmt wird von seinem Weltüberwindungsanspruch,ansonsten wird er geschmälert zum Heilswert des  Entwicklungs-Lebens-Christentums, welcher z.B. durch Entwicklungs-De-und Entmaterialisierung , durch Unsterblichkeitslernen, durch evolu- tionäre Allzeit-Jetzt-Nutzung, durch die Individualisie- rungs-Friedens-Bringschuld einer Entwick- lungslosigkeit,in einer evolutionären Altjugend oder  dem  Kulturlernen in vollem Umfang gegeben ist.
  • Von viele gehören weltweit einer Religions-und Glaubens- gemeinschaft an (Unfreiheit) zur Überwindungstrans- zendierung der religiösen Wurzeln  und sich seinen (religiösen)  Weg in der Entwicklungs-Individualisierung suchen (Freiheit).Es ist die alte Weisheit,das es gut ist in der Väterrelgion geboren zu werden, aber nicht mehr in der Väterreligion zu sterben*.
    * Religions-Entwicklungsstufen


  • Die Religion wird den Freiheiten untergeordnet und endet meistens damit als dogmatische, geistige Norm.
  • Eine Religion muss man haben, sonst kann man die tradierte Väterreligion nicht überwinden.


    In der Freiheit wird die Religion erst entdeckt und  " zurück errungen" als höchste Entwicklungsstufe der Religion einer individuellen, seelischen Erregtheit, wo das Leben zur Religion wird*.Es gibt keine größere Freiheit als der Weg eines Religiösen.

Reformation


  • Von einer neuen Sichtweise, die sich dem Reformator Martin Luther auftrat, entfaltete sich die evangelische Theologie (Luther rettet die Theologie vor der Verderb- lichkeit) zu einer neuen Sichtweise, die bei Entwick- lungsreife des Einzelnen auftritt, entfaltet sich eine Entwicklungs-Religions-Teleologie, wo man sich ange- sprochen und "bei seinem Namen gerufen fühlt und sagen kann, dass glücklich der ist, dessen Kindheit und Jugend sich im reifen Alter in der Berufung vollendet (Rettung der statischen Theologie vor der Entwicklungs- losigkeit)*.


    * Durch eine neue Sichtweise und Verschiebung des geistigen Blickwinkels z.B. Martin Luther ( Initiator der Reformation), Christopf Kolumbus (neues Weltbild), Meister Eckhart (evolutionäres Gottes-und Religions- verständnis) Astronom Nikolaus Kopernikus (koperni- kanische Wende) Renaissance (Überwindung des Mittelalters), Immanuel Kant (Beginn der modernen Philosophie), Werner Heisen- berg, Albert Einstein etc. (moderne Physik und Überwindung des mechanistischen,   dualistischen newtonischen Weltbildes ), Sigmund Freud (Psychoanalyse des Unterbewusstseins), Augustinus (Lebens- steuerung vom Geiste her (Gliederungspunkt Frieden(sbewusstsein)  "als Wertewandel wurde immer ein neues Zeitalter eingeläutet und hat zu einer gewaltigen Bewusstseinsveränderung geführt, was der Menschheit regelrecht den Boden unter den Füssen weggezogen, auch wenn es manchmal Jahrzehnte bis zum Durchbruch gedauert   und in unseren Schulbüchern Einlass gefunden hat. Wie  schon bei

der Krise in der klassischen Physik der zwanziger Jahre des  letzten Jahrhunderts ist die heutige gesamtgesellschaftliche Krise eine Folge der Tatsache, dass wir versuchen, die Begriffe einer längst überholten Weltan- schauung des mechanischen Weltbildes auf eine Wirklichkeit anzu- wenden, die sie mit den Begriffen dieser Realitätswelt sich nicht mehr erfassen lassen und Isaac Newtons Gesetze(Philosoph) für ewig wahr und unbedingt gültig halten und wo kein Platz für Bewusstsein, Glauben und Freiheit war.


  • Von den Kirchenketzern und Vorläuferfiguren der Reformation z.B. Girolamo Savonarola oder Jan Hus, denen die reine Wahrheit letzten Endes das Leben kostete zu Entwicklern im Berufs-und Gesellschaftsleben welche z.B. die reine Individualisierungs-Wahrheit in der säkularen, evolutionären Nachfolge Christi die ökomi- sche Existenz kostet und sich mit der (Berufungs)wahr- heit kein Geld verdienen lässt*.


    * I.)Girolamo oder Hieronymus Savonarola übte Kritik am Lebens-
    wandel des herrschenden Adels und Klerus. Die evangelische Kirche
    in Deutschland gedenkt seiner als Märtyrer der Kirche am 23.Mai
    im evangelischen Namenskalender. In der römisch-katholischen Kirche wurde durch Papst Johannes Paul II am 23. Mai 1998 ein Seligsprechungsprozess in Gang gesetzt.


II.) Jan Hus beklagt u.a., dass die Geistlichen seiner Zeit Gott ver-

    achteten und durch Gewinnsucht und Heuchelei die Kirche in Ver-
    ruf brächten. Über eine Rehabilitierung in der römisch-katholischen Kirche wird seit dem Ende des 20. Jahrhunderts diskutiert.


III.) Alle Kirchen leben von ihren so genannten (kirchenuntreuen)

Ketzern und die christliche Kirche lebt besonders von ihren grossen Ketzern z.B. Meister Eckhart


IV.) Wenn die Arbeit moralisch fragwürdig und legal grenzwertig ist, eigentlich z.B. nur Telefonversprechen ohne echten Gegenwert verkauft werden, aber ich als Verkäufer damit viel Geld verdienen kann, macht der Zwang und der Reiz des Geldverdienens aus

    vielen  Heuchlern, Wegguckern und Selbstverleugnern, weil ich mich
    mit der Unternehmensphilosophie identifiziere. Der Arbeitsan-
    spruch ist seinen Job anweisungsgemäss zu machen und es stellt
    sich nicht die Forderung nach einer höheren Arbeitsmoral, einer
    Entwicklung am Arbeitsplatz und die Wahrheit ist auch kein Geschäftsmodell. Moralisch gute Menschen verdienen in der Re-
    gel nicht mehr Geld. Mit der Wahrheit ist noch keiner satt und reich geworden. Weil ich deshalb von der Wahrheit nicht leben kann,
    bleibt die  Existenzangst grösser als die Gewissensangst. Aber wer arbeitsmoralische bei dieser Tätigkeit von Arbeit hat, der lässt sich  von dem Grundsatz leiten, dass er niemanden etwas zumuten
    möchte, was er selber auch nicht möchte. Er beisst sich lieber in der Entwicklungswahrheit bei einer weiteren beruflichen Selbstsuche durch, als in der kurzfristigen, funktionierenden Geldunwahrheit
    zu leben. Es gehört sehr viel Zivilcourage und Charakterstärke dazu, "seinen Existenzast abzusägen, auf dem man erst einmal gut sitzt" und lieber für die Wahrheit leidet, als dauerhaft  sich selbst verleugnet. Beim Berufs-Bildungs-Lebenslauf steht der beruflichen Qualifikation das (schlechte) Entwicklungsgewissen (z.B.die Ver-
    kaufsmoral) gegenüber, weil der Verkäufer sich nur über seinen Verkaufserfolg definiert. Beruf und Gewissen stehen im stärksten Gegensatz zueinander (neues Auto). Beim Entwicklungs-Individu-
    alisierungs-Lebenslauf definiere ich mich über meine Gewissens-
    freiheit und lehne den vordergründigen Verkaufsscheinerfolg aus entwicklungsethischen Gründen z.B. wegen zweifelhaften Kunden-
    nutzen ab (neue Arbeitssuche). Im ersten Schritt macht der Mensch die Wahrheit von seiner Existenz abhängig, weil das moralische Verhalten des Menschen u.a. von seinem Umfeld abhängig ist. Erst nach vielen Arbeits-Gewissens-Erfahrungen wird die Existenz von der Entwicklungswahrheit abhängig gemacht.


V.) Siehe auch  Vom Beruf zur Berufung + vom statischen Berufs-Bildungs-Lebenslauf zum dynmischen Entwicklungs-Individua- lisierungs-Lebenslauf


VI.) Siehe auch säkulare, evolutionäre Nachfolge Christi im Berufs- leben.


  • Vom dem Portal der Schlosskirche in Wittenberg als Schauplatz der Reformation, wo Luther seine vermut- lich 95 Thesen anschlug zu dem Portal im Internet des "worldwideweb", wo die  Thesen der Webpräsenz des Entwicklungs-Lebens-Christentums nachzulesen sind.


  • Von der emanzipatorischen Rolle des Protestantismus nämlich das Individuum freizusetzen von allen weltlichen und religiös-irdischen  Autoritäten war die bleibende  kulturrevolutionäre Tat Martin Luthers.Die Individua- lität ist die begriffliche Fassung des Lebens und der Einzelne ist nur wahr, wenn er individuiert. Der Mensch, der nicht individuell wird und ist, existiert als Einzelner nicht zu Meister Eckhart, welcher die Entwicklungs-Individualisie- rungsentwicklung als "Gottwerdesein" neu definiert.Gott wird durch die Individualisierungsent- wicklung neu gebo- ren und  das Entwicklungsstreben ist die Selbsterziehung zu Gott hin.Gott wird einem erst im Entwicklungsprozess mit gegeben und wird damit zum Mittelpunkt eines säkularen und evolutionären Chris- ten tums.Entwicklung ist, wo Gott in jedem einzelnen Leben zu sich kommt.Das Leben wird als eine Erschei- nung Gottes und mein persönliches Leben als "das Gott-Werde-Selbst-Sein betrachtet. Immer wenn ich mich entwickele, rufe ich Gott ins diesseitige Dasein. Dass Gott Gott ist, dadurch bin die Ursache.Wäre ich nicht, wäre auch Gott nicht.
  • Vom Protestantismus als Signum für die verdorbene Klerikerwelt  zum Entwicklungsprotest gegen die entwicklungslose Gesellschafts- und Berufswelt einer  Gleichmacheranpassung einer Karriere-,Konsum-und Geldkultur, einer anachronistischen Bildung, eines Dualismus in Religion und Wissenschaft, womit die Entwicklungs-Individualisierungsfreiheit aufgegeben wurde*.


* I.) Siehe auch Gesellschafts -und Entwicklungsmensch


II.) Siehe auch Vom Bildungs-Kultur-Lernen zum Entwicklungs-Kulturlernen


III.) Siehe auch vom statischen Berufs-Bildungs-Lebenslauf zum dynamischen Entwciklungs-individualisierungs-Lebenslauf


  • Vom Reformator Martin Luther (Institution Kirche als Gemeinschaft der Gläubigen) zum Christus Evolutor (Lebenskirche in der säkularen, evolutionären Nachfolge  Christi)*.


    * Meister Eckhart hat  die Mittlerrolle fast völlig auf gehoben (Grundgegebenheit des Christentums). Ihm ist der Kreuzestod Christi recht gleichgültig. Vielmehr soll jeder einzelne Mensch in sich selbst den Gott gebären, selbst wie Christus göttlich werden, eins sein mit Gott.Gott wird erst durch mich im evolutiven Schöpfungsprozess.Gott braucht mich,dass er sich selbst werden kann. So geht die eckhard- sche Mystik weit über Luther hinaus, die Vernunft mit sich selbst. Eckhart wurde nach seinem Tode nach und nach wieder auf das Niveau der Mittlerreligion zurückgebracht.


  • Vom Glaubensheld Martin Luther, welcher die Reformation einleitete zu ausser als bei Martin Luther hat die Reformation nie stattgefunden, weil es der gelebte (Glaubens)mut nur dieses einen Mannes war.
  • Von der religiösen Erneuerung und Neureformation (Religion der Tatsachen als Religionsverständnis) zur religiösen Neuschöpfung durch Dekonstruktion und Überwindung (Religionsverständnis  als ein natürliches Entwicklungs-Lebens-Grund-Friedens-Gefühl eines Schleiermachers oder ein Religionsverständnis des Kirchenlehrers Augustinus)*.


* I.) Für den evangelischen Theologen, Philosophen und Begründer der modernen Hermeneutik Friedrich Schleiermacher ist ein Lebens- grund-Friedens-Gefühl als " Sensus numinis" der eigentliche Inhalt des Gottesverhältnisses. "Sensus numinis" ist das Gefühl einer entwickelten Lebenssensibilität für das Überweltliche, die Wahrheit hinter der Erscheinung, die Rückbindung des Lebens, religiöser

    Wahrnehmungssinn, Licht- sinn, Ganzheitsbewusstseinssinn, Ver- schmelzung von Subjekt und Objekt als Einswerdung, der Ent- wicklungsprozess, wo Himmel und Erde zusammenfallen, wo der Gottesbegriff und die Realität eins sind und der Diesseits-Jenseits-Dualismus überwunden wurde, erfüllt sein vom Friedens-Lebens-
    grund-Gottes-Wirklichkeits-Bewusstsein, (Gott ist Frieden und wer den Frieden hat, hat auch Gott und damit auch alles andere (Gott ist mit dem Frieden im Begriff wesensgleich mitgesetzt).


II.) Der Kirchenlehrer Augustinus sagt,: " Wer seinen Frieden gefun-

    den hat d.h., wer " Gott " geschaut hat (Gott ist identisch mit Frieden und mit dem Begriffswesen mitgesetzt), in allem seine Ruhe ge-
    funden hat und immer wieder neu findet, nichts mehr dazu lernen braucht und deshalb alles Wissen, Verstehen und Können gelernt
    hat, was es zu lernen gibt und alle Fragen beantwortet sind. Der Frieden gilt als die machtvollste Heil-,Wirkungs-, angstauflösen-
    de,-Schutz-,Ordnungs- und Überlegenheitskraft als klarster und
    wissender Geist und kann keine menschliche Bosheit schaden. Ohne etwas zu wollen  wird alles erreicht. Wer in seinem Frieden lebt und diesen immer wieder neu erringt, hat seine Individualisierungs-Bringschuld einer Entwicklungslosigkeit als lebenslanges Lernen getan. Wer im Frieden lebt, was im Frieden gesagt und gemacht wurde, schafft weiteren Frieden. Schon sein schweigendes innerlich verwurzeltes Dasein genügt. Wer seine Mitte gefunden hat, wird auch zur Mitte für die Anderen.
    Von der Reformation, welche nur durch die ganz per-sönliche Erfahrung Luthers erst möglich war (durch Erfahrung wurde Theologie) zum Entwicklungslebens- prozess der Erneuerung, welche nur durch die  per- sönliche Einzel-Entwicklungs-Prozess-Erfahrung möglich ist (durch Erfahrung wird Entwicklungstheologie d.h.,erst in der Erfahrung erschliesst sich das Christentum)*.


* Reformation war durch die ganz persönliche Erfahrung Luthers erst möglich geworden und der Calvinismus  hat dem Werk erst Dauer verliehen. Die Betonung von Fleiß, Sparsamkeit, Genügsamkeit und  vor allem bei Calvin - der Verzicht auf Luxusgüter machte Geld für Investitionen frei, was der kräftigen Entwicklung der Wirtschaft zugute kam (vgl. Max Weber: Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus). Somit wirkte die Reformation weit über die eigentliche Reformationszeit hinaus und bildete einen Wendepunkt hin zur Entwicklung der modernen Gesellschaft der Neuzeit.



  • Die Reformation hatte den lichten gotischen Mythos beseitigt wie den Marienkult, Wallfahrten,Reliquien, Messopfer etc. zu dieser lichte gotische Mythos ist mit dem gotischen Lernprinzip wieder zurück gekehrt.
  • Von dem bedeuteten Gelehrten Desiderius Erasmus des Renaissance-Humanismus war der Humanismus das Wichtigste auf Erden zum Reformator Martin Luther  war es das Religiöse.Was der Erste erdacht hatte führte der Zweite durch.Erasmus hat deshalb eine Schuld auf sich geladen, weil er in der historischen Weltstunde seine Bücherstube nicht verlassen hatte, während  Luther sich für die Reformation mit Haut und Haaren eingesetzt hat, sein Wille zur Tat wurde  mit der grossen Gefahr, verhaf- tet zu werden*.


    * Erasmus von Rotterdam war mehr als eine literarische Erscheinung und war Inbegriff eines Weisen schelchthin.Optimum et maximum,
    das  denkbar Beste und denkbar  Höchste.Siehe Textfortsetzung den Gliederungspunkt IV "Der geschichtliche Bildungsmensch ist ent- wicklungsgeschichtlich vorpubertär und der geschichtliche Entwick- lungsmensch überwindet das Bildungsunterrichtsfach Geschichte in Individualgeschichtlichkeit


  • Von der Reformation innerhalb der kirchlichen Insti-tution, der Theologie, der Sprache, des Gottesdienstes etc. (Christentum) zur Reformation des persönlichen Lebensentwurfs innerhalb der Arbeit, Gesellschaft, Alltagswelt etc., wo ich nicht mehr der Gleiche bleiben kann, der ich heute bin (Entwicklungs-Lebens-Christen- tum).


  • Von dem Reformator Martin Luther, welcher die alte krisengeschüttelte Kirche durch eine neue Kirche ersetzen wollte zum krisengeschüttelten Christentum, welchem das Entwicklungs-Lebens-Christentum entge- gengesetzt wird.Siehe Textfortsetzung in www.entwick- lungschristentum.de


  • Von der Reformation als eine kirchliche Erneuerungs- bewegung des frühen 16. Jahrhunderts,welches zur Spaltung des westlichen Christentum in mehreren Konfessionen geführt hat (anders als der römische Katholozismus hat der Protestantismus keine eigene Weltkirche hervorgebracht weil Luther es um eine Vertiefung und Verinnerlichung des Glaubens  ging)       zur Reformation,welche keine  keine werbende und zündende Kraft besitzt und völlig unsexy ist. In ihr wird der Mensch nicht  erneuert, kein neuer Enthusiasmus   geschaffen, um den es heute alleine geht. Von Reformen kann keine wirkliche Rettung und eine Lösung kommen, sondern nur von der Entstehung und Entwicklung neuen Lebens,welches zur religiösen Reife Nr.782 eines jeden Einzelnen führt*.


*Einen Überblick über die zentralen Lehrpunktunterschiede beider Konfessionen.


1. Das Kirchenoberhaupt: Mit dem Papst, dem Bischof von Rom, steht nach katholischer Interpretation ein unfehlbares geistliches Oberhaupt vor. Dieser ist nach katholischer Lehre Nachfolger von Petrus, der zum Hirten der Kirche ernannt wurde. Die evangelische Kirche kennt diesen Führungsanspruch nicht und hat mit ihren Synoden (Entscheidungsgremien) einen anderen Ansatz.


2. Die Rolle der Bibel: Nach protestantischer Lehre zählt nur das Wort der heiligen Schrift. Für Katholiken reicht dies nicht aus, es muss auch die Tradition der Gläubigen und der Kirchenoberen beachtet werden.


3. Die Sakramente: Während evangelische Christen nur die Taufe und das Abendmahl als Sakramente ansehen, gehören nach katholischer Sicht auch die Firmung, Beichte, Priesterweihe, Krankensalbung und Ehe zu den Sakramenten.


4. Das Priestertum: Nach der katholischen Lehre werden Priester während der Weihe durch Gott dauerhaft besonders geprägt. Ihre Weihe ist nur durch Bischöfe möglich, die entsprechend zuvor geweiht wurden. Damit soll die Verbundenheit der Kirche über alle Zeiten und Grenzen hinweg aufgezeigt werden. Katholische Würdenträger leben im Zölibat. Nach der evangelischen Lehre ist das Amt des Pfarrers keinem besonderen Stand zugeordnet. Der Pfarrer leitet Gottesdienste und eventuell eine Gemeinde. Bei den Protestanten können auch Frauen dieses Amt übernehmen.


5. Das Abendmahl: In der katholischen Kirche führen Geweihte das Abendmahl. Brot und Wein wird als tatsächliches Leib und Blut Christi gesehen, weshalb Jesus unmittelbar bei der Feier anwesend ist. Jesus Anwesenheit bleibt auch nach der Feier in den Gaben. In der evangelischen Kirche kann jedes getaufte Gemeindemitglied die Feier der Eucharistie leiten, im Normalfall übernimmt dies allerdings der Pastor. Protestanten sehen Brot und Wein nur als Symbol für das Leiden des Gottessohns an. Während das evangelische Abendmahl für alle Christen offen ist, ist es in der katholischen Kirche auf Katholiken begrenzt.


6. Heiligenverehrung: Die evangelische Kirche lehnt die katholische Verehrung von Maria und den Heiligen al unbiblisch ab. Sie be- fürchtet, dass hiermit die Verehrung Gottes vermindert wird*.


* Es gibt in den vergangenen Jahrzehnten vermehrt die Bestrebungen, die beiden großen Konfessionen in Deutschland wieder näher zusammenzurücken. So werden gemeinsame Gottesdienste gefeiert und es gibt regelmäßigen Austausch zwischen beiden Konfessionen. Dennoch wird beispielsweise der Unterricht in den Schulen häufig weiter konfessionell getrennt erteilt. Es gibt weitere christliche Konfessionen, dazu zählt insbesondere die orthodoxe Kirche, die auch als Ostkirche bezeichnet wird.


  • Von dem lutherischen Prediger Sebastian Frank, der die Bedeutung der Reformation darin fand, dass jeder Christ ein Leben lang ein Mönch sein müsse zur säkularen, evolutionären Nachfolge Christi, was bei Entwicklungs- reife-Nr.782 am Ende des gegangenen Weges zum gleichen Menschergebnis in der Welt führt.
  • Von dem Reformator Martin Luther, welcher sich sehr viel mit  Bibelinterpretation beschäftigt hat (Inter- pretation durch die Schrift) zu bei Reife-Nr.782 beschäftigt sich jeder Entwickler mit der säkularen, evolutionären Nachfolge Christi.Das  Leben beinhaltet alle Religion, welche der Mensch braucht und kommt zu den gleichen Erkenntnissen, wie in der Heiligen Schrift (Interpretation durch das Leben)*.


* Seit 1522, als Luthers Bibelübersetzung erschien, sind rund 80 verschiedene Bibelübersetzungen in deutscher Sprache veröffentlicht worden.


  • Von Martin Luther,welcher die Bibeldeutung des Ockha- mismus, Neuplationismus, der Mystik etc. auf den Glauben des Einzelnen formte (Schriftexplikation)zum Lebensverlauf eines Menschen, welcher ein unbiblischer Text und voller Religion ist, seine persönliche Welt im Geiste der Lebensbibel  zu gestalten. Jede Zeit hat seine Lutherbibel. Es ist anstatt nach den Geboten der Bibel zu leben nach dem zu leben, was die Entwicklung gebietet im Sinne von Meister Eckhart. Das Religiöse lässt sich vom Entwicklungslebensprozessakt als das eigentliche Element des Lebens immer mitgegeben und mitgesetzt. Deshalb entfaltet sich das Wort Gottes  erst im Lebens- prozess als mehr Gottwerdung und das Leben entspricht dem göttlichen Wort (Logosidee). Die Bibel wird auf die Entwicklung des Einzelnen umgeformt, weil der Entwick- lungsweg des Einzelnen nicht in der Bibel nachgeschlagen werden und nur in der säkularen, evolutionären Nach-  folge Christi gegangen werden kann. In der Bibel fehlt das Programm für die individuelle Befreiung (Lebensex-plikation)*.



  • Von dem kontrovers diskutierten Thema des Bilder-und Abbildungsverbotes des alten Testamentes (in Teilen des Protestantismus und in anderen in verschiedenen religiösen Kulturen sich kein Gottesbildnis zu machen, weil die Gefahr der Vergötzung des Dargestellten besteht und vom Rückzug in die Innerlichkeit ablenkt, um zum Frieden zu gelangen. Die Bilderstürmer wollten Abs- traktion und was nicht zu  begreifen ist, kann auch nicht dargestellt werden und deshalb Entsinnlichung der Religion. Am Anfang war das Wort und nicht das Bild.Gott hat gesprochen und keine Bilder gemalt (Gott ist Geist)  zur Lebenswelt des Einzelnen, wo alle persönlich ge- schaffenen und sozialisierten Abhängigkeiten, Konsum-, Unterhaltungs-und Interessensreize zum ersten und als einzigstes Ziel haben nur noch den materiellen Lebens- standard zu halten, ihn zu optimieren, die Beque- mungen,Konsum-und Unterhaltungsreize nur vom Entwicklungswesentlichen ablenken und der Gott des Menschen  sein Besitz, Geld, Wohlstand,ausleben und erleben ist und mehr an das Geld als an Gott geglaubt wird. Weil des Gesetz des Lebens der Widerspruch ist und ich zuerst  einmal etwas haben muss, um es zu tranzen- dieren zu können ist die Zeit erst jetzt reif für den zweiten Schritt einer Dematerialisierung aller Dinge d.h., nicht die äussere sinnliche Erscheinung, sondern das innere Wesen der Erscheinung als das Ding an sich, wie der Philosoph Immanuel Kant zu sagen pflegte. Alles dient nur als Entwicklung-Individualisierungs-Sinnmittel, um zu seinem Frieden in seiner Welt zu gelangen,welches auf Höheres  verweist, was verwirklicht werden soll. Ich lebe nun einmal in dieser Welt und auch als frommer Protestant nicht in einer  Meditationskirche. Ich muss zuerst durch die Dinge und Lebensumstände im Beruf
    und in der Gesellschaft  hindurch gehen, bevor man diesen gegenüber und über ihnen steht. Aber das sinnliche Leben ist erst einmal immer stärker als die abstrakte Lehre, bis es sich bei Reife nach und nach de-und entmaterialisiert.
    Von dem Reformator Jean Calvin und seiner Theokratie,  dessen Reformationsverständis zum religiösen Terror und zur lebensfeindlichen Moralverbotsdiktatur ausar- tete und versuchte die Welt gegen alle Bürgerwider- stände in sein System zu kasanieren  zum Reformator Martin Luther, welcher nach der Überlieferung vier Kinder   hatte, als fröhlicher Zecher und lauter Sänger bekannt war und nach eigner Aussage " ich fresse  wie ein Böhme und saufe wie ein Deutscher"und auf die lebensfeindliche Moral des Herrn Calvin "gepfiffen" hat oder vom Calvins Zuchtsystem in Genf zum unab- hängigen freien Bürger Genfs Jean Jacques Rousseau*.


* Johannes Calvin war einer der einflussreichsten systematischen Theologen unter den Reformatoren des 16. Jahrhunderts und hat dem Werk Dauer verliehen.Er disputierte  nicht sondern diktierte  nur,  will ausschließlich lehren und sich nicht belehren lassen.Durch seine protestantische Theologie  als moralische Tugenddiktatur entmannte er in Genf den Kunsttrieb für Jahrhunderte. Alles was Freude und Lust machte war verboten, verboten und nochmals verboten. Anstatt einen Seelenarzt hatte die Stadt Genf einen Kerkermeister, welcher ihre Freiheit beraubte hinter ihre Mauern gerufen.Stellen sie sich einmal vor, das neunzehnte Jahrhundert Europas ohne Musik, ohne Maler, ohne Theater, ohne Tanz, ohne sein üppige Architektur, ohne seine Feste und verfeinerte Erotik und sein Raffinement der Gesellig- keit. Ein Rembrandt van Rijn wäre Müllerknecht geblieben, der Schau- spieler Molière ein Tapezierer oder Bedienter.  Wolfgang Amadeus Mozart wird verhindert an seiner heiligen Heiterkeit, ein Ludwig van Beethoven erniedrigt zur Vertonung vom Psalmengesang. Die Philo-

    sophen Immanuel Kant und Friedrich Nietzsche können nur im Schat-
    ten der Moral ihre Denkwelt aufbauen. Nur kahle Kirchen und stren-
    ge  Predigten als Erbauung, nur Zucht, Demut und Gottesfürchtigkeit. Hallejula !  Oh wie eckelt  es  mich zutiefst vor diesen Savonnarolas, Calvins und John Knox, welche die Schönheit auf Erden abtöten wo- llen und die Erde in ein Moralseminar zu verwandeln*.
    * Dieses sind  Textpassagen aus dem Buch" Castellio gegen Calvin, Autor Stefan Zweig, österreichischer Schriftsteller.


II.) Eine Tugend des Calvinismus ist anstatt alles Geld in Konsum und Besitzstandswerte zu konsumieren ein Teil des Geldes  z.B. in Unternehmungen, Geldanlagen zu investieren und neuer Reichtum daraus generieren. Eine höhere Entwicklungsstufe des Calvinismus  wäre jetzt dieses Geld in die eigene Entwicklung und in die Ent- wicklung der anderen als De-und Entmaterialisierung zu investieren.


  • Von die Reformatoren befürworteten einen Lebensstil, der Fleiß, (Selbst-)Disziplin, Pflichtbewusstsein, Ehrlich- keit, Genügsamkeit, Sparsamkeit und vor allem bei Calvin Verzicht auf Luxus einschloss zum Entwicklungs-Lebens-Christentum, welches das gotische Lernprinzip befürwortet mit den Entwicklungs-Individualisierungs-Eigenschafts-Tugenden,den Entwicklungsgleichnissen und Entwicklungs-Lern-Grundprinzipien, welche die  Kraft religiöser Grundsätze besitzen.
  • Von der Lehre des Reformators Martin Luther, dass der Mensch vor Gott völlig als Sünder da steht und er darin  eine Grenze aller Erziehung und Bildung sah.Die Rettung des Menschen war nicht eine Sache des menschlichen wollens und können,sondern der Gnade zu Meister Eckhart lehrt, dass jede Lebenszeit,wo du dich nicht mit (Gott)entwicklung beschäftigst, vergeudetes Leben ist.Darauf setze all dein Bemühen, dass dir Gott gross werde und dass all dein Streben auf Fleiss ihm zuge- wandt sein in allem deinen Tun und Lassen und die Gnade wird jedem Menschen "wer suchet, der findet" zuteil (Entwicklungsreife-Nr.782 bedeutet im religiösen Duktus "Gnade". Entwicklung und Reife gehören zusammen. Die Reife ist in allem und der gesamten Evolution im Keim immanent von vornherein schon da und dieses Phänomen nicht erklärt werden kann. Hat die Natur ihr Höchstes erreicht, erfolgt die Entwicklungs- reife. Der Mensch steht seit Ewigkeit in der Entwicklung  und deshalb steht er in seit Ewigkeit in der Reife (Gnade). Jeder Mensch auf Erden erhält eine ihm eigene Reife und dadurch ist ein jeder von jedem anderen verschieden. Auf dem persönlichen Entwicklungsweg ist die Reife für die Individualisierung immer mitgegeben und diese liegt in der persön- lichen Entwicklungsnotwendigkeit inne, weil in jedem etwas anderes in der Entwicklung am reifen ist. Der Entwicklungsprozess ist Reifeprozess für die Empfängnisbereitschaft, welche zugleich auch die Befruchtung für den nächsten Entwicklungsschritt darstellt. Der Reifezeitpunkt-Nr.782 ist der archime- dische Nullpunkt, von dem aus alles entwicklungsmässig in Bewegung gesetzt wird.Ein verlässliches Zeichen für die Reife (Gnade) ist,das dir alle Dinge Gott werden. Soweit Gott Gleichheit in der Seele findet (Reife), soweit wirkt er. Vor der Geburt (vor der Reife)  ist Gott "reines Sein“. Nach Geburt (Reife) da war Gott nicht Gott in sich selbst, er war Gott in den Kreaturen." Im Zunehmen (vor der Reife) sieht man von Gott nichts. Solange wir auf dem Weg sind zu Gott haben wir noch nichts von ihm. Erst wenn die Natur das Höchste erreicht hat, so tritt Gott mit seiner Gnade (Reife) ein. Die Dinge sind (Reife), weil Gott wird und Gott geworden ist und jeder empfängt von Gott soviel, wie er zum empfangen fähig ist*.
    * Einerseits ist jeder Mensch dazu bestimmt ein Individuum zu werden,aber um die dazugehörige Reife können wir uns nicht
    bemühen, darum kämpfen, durch eigene intellektuelle oder körper-
    liche Anstrengungen sie erzwingen. Diese Entwicklungsreife kann
    ich auch nicht suchen, weil sie die Suchende ist. Die menschliche Vernunft und der Verstand sind nicht  in der Lage, die Entwicklungs-
    reife herbeizuführen. Es steht in niemanden Macht durch eigene Aufstiegsbemühungen, durch Arbeitshochdruck, ethischer Vorleis-
    tung, tugendhaftem Leben, Zeitraffung, Lebensaskese, Seminare, Bildungsbemühungen oder durch viel Geld diese zu beeinflussen, zu beschleunigen oder zu erzeugen. Der letztendliche, tiefe Durchbruch der Reifeerkenntnis kann nicht willentlich vollbracht werden und
    ist nicht die Ursache eigenen Wirkens. Die Reife wird einem ge- schenkt,  kommt von selbst und unerwartet " wie Schnee im Som-
    mer" und deshalb kennt sie auch kein Ego oder Stolz. Die Unreife
    ist meistens auch der Grund, warum moralische Instanzen, Erzie- hungs- und Bildungsbelehrung eigentlich machtlos sind.
    Von der prunkvollen Barockkirche  (die barocke Unruhe frömmigkeit lenkt ab, es ist schwer zur inneren Ruhe/ Frieden zu gelangen) zu den Konsumtempeln und Luxus- und vielen Alltagsprodukten, welche Zeitvergeudung sind, vom Wesentlichen ablenken und erst bei De-und Ent- materialisierungreife  diese allmählich als Mittel zum Individualisierungszweck betrachtet werden, weil  alles  ein wie und warum  hat.Alles dient nur dem einen Ziel durch die Dinge hindurch zugehen, um ihnen gege- nüber zu stehen (innere Lebensfrömmigkeit)*.


* Es ist eine höhere Entwicklungsstufe der Materie als verdichteter, gebundener Geist und eine Verhüllungswahrheit als kulturelle Verkleidung, welche auf Höheres verweist , um die Sehnsucht nach oben wachzurufen, was man selbst noch nicht, aber Menschenauf- gabe ist. Die Entwicklungsidee macht erst den Wert aus, weil die Entwicklung ihren Wert in sich trägt. Das sichtbare, materielle ist

    die Form, die äussere Erscheinung, die Handelsware, aber die un-
    sichtbaren Entwickungseigenschaften hinter der Erscheinung
    machen aber den wahren Wert und kulturelle Wesen aus. Das Produkt ist umso wertvoller, je mehr Ideelles es widerspiegelt.
    Der geringste innere Wert ist immer grösser als der Preis.
    Von z.B. Martin Luther, der die Professur zur Bibelaus- legung bis zu seinem Lebensende inne hatte (Gott sagt durch die Offenbarung und den Glauben in der Bibel, was wir tun müssen als Schriftexplikation im Sinne von einem "Heiligen Leben" aber Eine Bibelübersetzung ist immer auch eine Interpretation von oben nach unten) zu jeder steht in der Entwicklungs-Individualisierungs-Lebens-Bring-Friedens-Bringschuld sein  Lebensgeschehen und sein ständiges, konkretes Handeln entwicklungsbiblisch als Lebensexplikation im Sinne der "Heiligen Schrift" zu interpretieren als eine Bibelübersetzung von unten nach oben ist, weil das Leben alle Religion beinhaltet, welches der Mensch braucht (wir müssen nur das Bessere und Höhere im hier und jetzt wollen, das genügt )*.


*I.) Entwicklung ist nicht mehr auf die "Heilige Schrift" beschränkt, sondern auf die gesamte Schöpfung Gottes "als Mittel zum Gott-Entwicklungs-Zweck" zum Lob, Dienst und Dank.


II.) Das Leben interpretiert sich selbst und findet sich in der Bibel wieder. Der  Lebensverlauf eines Menschen ist ein unbiblischer Text und voller Religion. Es ist besser seine persönliche Welt im Geiste des Evangeliums umzugestalten, anstatt zu versuchen, nach der Bibel

    zu leben. Die Bibel stammt aus einer  vorevolutionären, statisch verstandenen Zeit und Weltbild. Das Wort Gottes entfaltet sich aber erst im Lebensprozess und das Leben entspricht dem  göttlichen
    Wort Logosidee). Es ist statt nach den Geboten der Bibel zu leben
    nach dem zu leben, was die Entwicklung gebietet. Die Bibel wird auf die Entwicklung des Einzelnen umgeformt, weil der Entwicklungsweg des Einzelnen nicht in der Bibel nachgeschlagen werden kann. Eine zeitgemässe und individuelle Situationsauslegung der Heiligen Schrift
    hebt den Wahrheitsanspruch der Bibel nicht auf und darf nicht als eine oberflächliche, zeitgeistige Anpassung oder nur persönliche Wahrheitsmeinung verstanden werden, sondern es ist eine selbst- ringende Wahrheitsselbstsuche.
    III.) Beispiel für konkretes Handeln im Arbeitsalltag: Wenn die Arbeit moralisch illegitim fragwürdig aber sich noch in der Legalität befindet,aber "ein Geschmäckle" übrig bleibt wie die Schwaben treffend sagen eigentlich z.B. nur Telefonversprechen ohne echten Gegenwert verkauft werden, wor ich als Verkäufer damit viel Geld verdienen kann, macht der Zwang und der Reiz des Geldverdienen müssens aus vielen Heuchlern, Weggucker und Selbstverleugner,
    weil ich mich mit der Unternehmensphilosophie identifiziere. Der
    Arbeitsanspruch ist seinen Job anweisungsgemäss zu machen und es stellt sich nicht die Forderung nach einer höheren Arbeitsmoral, einer Entwicklung am Arbeitsplatz und die Wahrheit ist auch kein Ge-
    schäftsmodell. Moralisch gute Menschen verdienen i.d.R. nicht
    mehr Geld. Weil ich von der Wahrheit nicht leben kann,bleibt die   Existenzangst grösser als die Gewissensangst. Hier macht der Mensch die Wahrheit von seiner Existenz abhängig, weil das moralische Verhalten des Menschen u.a. von seinem Umfeld abhängig ist.
    Erst nach vielen Arbeits-Gewissens-Erfahrungen wird die Existenz
    von der Entwicklungswahrheit abhängig gemacht. Hier lasse ich
    mich dann von dem Grundsatz leiten, dass  ich niemanden etwas zumuten möchte, was ich selber auch nicht will. Lieber in der
    Entwicklungswahrheit der weiteren beruflichen Selbstsuche mich "durchbeissen", als in der funktionierenden Geldunwahrheit leben.
    Es gehört sehr viel Zivilcourage und Charakterstärke dazu, "seinen Existenzast abzusägen, auf dem man erst einmal gut sitzt" und lieber
    für die Lebenswahrheit leidet, als dauerhaft  sich selbst verleugnet.
    Von die evangelischen Konfessionen betrachten die ganze Bibel als alleinigen Maßstab ihres Glaubens, als "norma normans " zum Entwicklungs-Lebens-Christen- tum, dem " allein durch den Glauben" nicht weit genug geht  und "allein durch den (Gliederungspunkt) Frieden" erst der Glaube zur Wirkung kommt. Der Glaube ist noch mittelbar, willensgesteuert, Glaubensangstzweifeln, einer Entwicklung ausgesetzt und wendet sich an eine höhere Macht (Unfrieden), während der Friede unmit-   telbar, willenlos,unveränderbar, einssein mit dem Glau- ben an "Jemanden" und nicht mehr Friedensangst- zweifeln ausgesetzt ist. Erst der Glaube und das Vertrau- en auf Gott führt zum Frieden. Deshalb steht der Frieden über dem Glauben, ist umfassender und mächtiger als der Glaube, den er miteinschliesst (Der Frieden und "Gott"  sind hier das Gleiche und weil er unwandelbar ist, ist er auch der Halt der Dinge).
    Von der Reformation,welche auf die Zwei-Reiche-Unter- scheidung eines Diesseits-und Jenseits gerichtet   ist zum Gegensatz eines Martin Luther,welcher auf die Einheit der beiden Reiche gerichtet ist*.


*I.) Religion ist die längst bewiesene und zu überwindende, dua-

    listische  Welt-Diesseits (Materialistik) und Gott-Jenseits-Sicht-
    weise (Mystik), die es aber durch das Verschränktheitsprinzip der Quantenphysik als säkulare Interverbundenheit faktisch nicht gibt, miteinander verwoben ist, komplementär zusammen gehört und das Spannungsverhältnis des religiösen Diesseits (Realwelt)-Jenseits (Wirklichkeitswelt) Dualismus zum ad absurdum geführt hat. Das menschliche Wesen ist ein Teil des Ganzen und die konventionelle Vorstellung von Zeit und Raum sind mit der Relativitätstheorie über-
    holt. Die scheinbare Trennung vom Anderen und der Zeitenbruch von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind nur eine optische Täuschung und  ein Relikt unseres dualistischen Bewusstseins. Es kann ja zwischen Theologie und Naturwissenschaft keine dop-
    pelte Wahrheit geben.


II.) Gott ist ein hybrides Wesen, diesseitig und jenseitig zugleich. Für den Theologen Dietrich  Bonhoeffer war Gott kein denkbares mäch-

    tiges, tranzendendes Wesen, sondern für ihn war Gott mitten in unserem Leben jenseitig, ein gegenseitiges Durchdrungensein der Transzendenz des Jenseitigen (Gott) in der Prozedenz des Diesseiti-
    gen (Welt).Das Jenseits Gottes ist nicht das Jenseits unseres Er- kenntnis vermögens. Das Reich Gottes liegt  jenseits der irdischen Wirklichkeit. Bewusstsein und das Sein sind dann identisch und werden zur Wirklichkeit. Das dualistische und deterministische Denken gilt im heutigen, dimensionellen, nachquantischen Mikro-
    physikzeitalter der Beziehungen, der Ganz- und Einheit, weil alles mit allem verbunden, das Kleinste mit dem Grössten, das Naheliegenste mit dem Entferntesten, makrowissenschaftlich überholt und wahrheitswidrig, auch wenn dieses " getrennt sein " im religiösen Sterbealltag noch vorherrschend ist, dass erst den Dualismus Religion als  " Zwei- Reiche-Lehre " eines antiken Welt- und scholastischen Gottesbildes notwendig macht.
    Von Martins Luther Lehre beendet mit dem neuen Geist der Christlichkeit das Mittelalter zur Lehre des Entwick- lungs-Christen-Lebenstum eines Meister Eckharts, wel- ches die Moderne/Postmoderne mit dem Entwicklungs- individualisierungsgeist,weil zeitlos, überwindet.


Vom wortlastigen Geschehen eines evangelischen Predigtgottesdienstes zur Sehnsucht nach einer kirchlichen Erneuerung, die auf eigener Erfahrung gründet, weil das Christentum sich erst in der Erfahrung erschliesst und der gelehrte theologische Buchstabe ausgedient hat.


Von die evangelischen Kirchen verstehen sich  aus der biblischen Schrift heraus begründet (Sola scriptura) und  die römisch-katholische Kirche sieht sich durch die Schrift und die Überlieferung begründet zum Entwick- lungs-Christen-Lebenstum, welches sich teleologisch begründet nach dem Gesetz, wo der Mensch angetreten ist und im Leben alle Religion findet, welche der Mensch braucht als seine Entwicklungsbringschuldpflicht, weil jeder Einzelne, was auch das Wesen des Christentums ausmacht, vor Gott gestellt ist und Gott im Geiste von Meister Eckhart sich selber im Einzelnen (mehr) werden will. Leben ist eine Erscheinung Gottes und Gott selbst" Durch die Evolution in der persönlichen Entwicklung wird sich erst Gott selbst, kommt zum Bewusstsein seiner selbst, denkt und erkennt sich selbst und wird erst Mensch. Wäre ich nicht, wäre Gott nicht Gott und er braucht mich, dass er sich werden kann ". Siehe Textfortsetzung in Meister Eckhart


*I.) Was sind die 4 Soli Luthers? Sola fide, sola scriptura, solus Christus, sola gratia" - Allein durch den Glauben, allein die Schrift, allein Christus, allein durch Gnade! Diese vier Soli fassen Luthers Theologie, wie sie sich bis 1521 bereits entwickelt hat, gut zusammen.


    II.) Entwicklungsprozesswissen ist mehr  als abstraktes Wissen, ein neues Religionsverständnis als Evolution ist mehr als eine Reforma- tion und deshalb ist Meister Eckhart tiefer und elementarer als Martin Luther.
    Von dem protestantischen Kritik(sprach)verständnis als Protest  gilt jede reduzierte Kritik am Protestantismus verwerflich  zu wenn diese nicht  vorbildhaft konstruktiv und zukunftsgestaltend ist.
    Von der  Mystik (als Quelle jeder Religion) wurde beson- ders im Protestantismus als Ketzerei angesehen zum Satz des Theologen Karl Rahners, dass "der Christ der Zukunft  Mystiker sein oder nicht mehr sein (Heide) wird".Siehe Textfortsetzung im Vorwort www.entwicklungschristen- tum.de
    Vom Martin Luther ist zum Reformator geworden, weil der Glauben und das Vertrauen auf Gott ins Zentrum des Lebens gerückt wurde als Rechtfertigungstheologie, dass wir gerettet sind, wenn wir nur glauben zu jeder Einzelne wird zum eigenem Lebensreformator,  wenn der (Gliede- rungspunkt) Glauben und das Vertrauen auf Gott ins Zentrum des Lebens gerückt wird*.


* Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird der Glaube nur als christliches Kulturerbe religiös verstanden oder basiert auf Lücken in unserem Wissen über die Welt. Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen wird der Glaube zu einem objektiven Begriff, selbst Kultur und wird die kirchliche Frömmigkeit genommen. Der Glauben wird als eine (neutrale) Grundkraft verstanden und liegt in der Lebenshaftig-

    keit der Entwicklungsidee beschlossen. Er gehört zum Grundwe-
    sen des Menschen, was nicht durch Wissen ersetzt werden kann.
    Der Glaube ist nicht an Gott und an eine Offenbarung glauben, sondern ein ganzes Leben umgreifendes heilendes und befreiendes Widerfahren, was dem Mensch zuteil wird als anthropologisch fundiertes Glaubensverständnis. Es ist die völlig unreligiöse  Glau-
    bensinterpretation der Quantentheorie, dass sich die Materie entsprechend meines Bewusstseins und meiner Überzeugung ver-
    hält (Glaubensoffenheit) und zur Wirklichkeit wird. Geist beherrscht die Materie oder der Glaube ist stärker als die Umstände und Wider- stände und setzt etwas in Gang. Die Materieatome richten sich entsprechend nach der Glaubenstatkraft aus und steuern die Materialismus-, Um- und Lebenswiderstände. Siehe Textfortsetzung im Gliederungspunkt "Glauben und Vertrauen".


  • Von den Reformern der Reformation, welche nur gespalten haben zu den Transformern und den "stillen Entwicklern im Lande" welche ihren Weg in der säkula- ren, evolutionären Nachfolge Christi gehen, welche die Lebensspaltungen und Lebenswidersprüche in der Auseinandersetzungs-De-und Entmaterialisierung evolutionär überwinden*.


* I.) Es ist von der Gefahr einer neuen äusserlichen Kirchenspaltung innerhalb der Kirche  zu einer innerlichen Kirche ausserhalb der Kirche.


II.) Zur Evangelischen Kirchen zählen neben den Lutheranern, Hussiten, Reformierte, Evangelikale, Presbyterianer, Mennoniten, Baptisten, Pietisten, Adventisten, die Brüderbewegung, die Pfingst- bewegung, Anglikaner und weitere freikirchliche Gruppen mit unterschiedlichen Lehrschwerpunkten.Was für die einen heilig und anbetungswürdig ist ist für ein anderes Konfessionsfamilienmitglied   Irrglaube und fragwürdig. Es wird als problematisch betrachtet, wenn die neuen Axiome anders als die Offenbarung willkürlich gewählt sind und so nicht wegweisend zu Gott sind*.


* Weltweit gibt es rund 900 Millionen Protestanten*.


* Quelle Wikipedia


  • Von dem Leitspruch der Reformation allein durch den Glauben gerechter zu werden zum gotischen-Lernprin- zip,um immer mehr zu seinem inneren Fireden zu gelagen.Wer seinen Frieden hat und im Unfrieden ihn immer wieder neu findet, hat alles gelernt, was es zu lernen gibt (Kirchenlehrer Augustinus). Deshalb ist zum Frieden z.B. durch diese Evangelisierungs-Umkehr-und Bußreformen,wo ich auch dazu reifebereit-Nr-782 bin durch


  • die De-und Entmaterialisierung (Entsinnlichung),
  • das Kulturlernen (Verwesentlichung),
  • das gotische Lernprinzip (Vervollkommnung)*,


    *Das gotische Lernprinzip  erhebt den Anspruch, den substanziellen Entwicklungs-Lebens-Glauben wieder herzustellen (entwicklungsbil-
    dende  Form-Transzendierungs-Kraft des Urchristentums). Es ist eine zwangsläufige Religionsentwicklungsfortsetzung eines religions- geschichtlichen Dreischritts von:Die Freiheiten werden zuerst der Religion untergeordnet.Anschliessend wird die Religion  den Frei- heiten untergeordnet (und endet meistens damit). Im letzten Schritt wird in der Freiheit die Religion erst entdeckt und durch das gotische Lernprinzip  " zurück errungen "  als höchste Entwicklungsstufe der Religion, wo das Leben zur Religion wird, ohne das es nach Religion aussieht und ich mir eine Extrazeit für Gott nehmen muss.


  • das Individualisierungs-Bringschuldprinzip der Enwicklungslosigkeit (Individuierung),
  • das Unsterblichkeitslernen (Entweltlichung),
  • das Entwicklungs-Wahrheits-Individualisierungs-Lernen, (Lebensfundamentierung),
  • das Jenseitslernen, (Ganzheits-und Einheitsergreifung),
  • das Glaubenslernen (Gott will nur,dass man an ihn glaubt)*,


    *Siehe auch  "Die  zehn erlittenen Entwicklungs-Reife-Übungs-Stufen des Glaubensvertrauens im Bewusstseins-Werde-Prozess in Kulturlernen-42 .


  • das scheinbar unreligiöse säkulare,evolutionäre "Nachfolge-Christi-Lernen" in der Gesellschaft und Beruf (Lebenswert-und Lebenssinnschaffung)
    in der persönlichen,evolutionären nur lebensbegrifflichen-Alltags-Widerstandswelt zu gelangen liegt der permanente gepredigte Umkehr-Lebensschlüssel entsprechend der in-
    dividuellen Lebensreifephase-Nr.782 zur neuen sakramen- tenlosen Christologie des gotischen Lernprinzips.


  • Von der Überzeugung des Protestantismus,dass sich Gott alleine in seinem Wort offenbare und dieses Wort werde durch die Lehre vermittelt und mit dem Kopf aufgenom- men zur Überzeugung, wenn Gott im Diesseits jenseitig in allem gegenwärtig ist,in und hinter allen Dingen und Umständen sich verbirgt, offenbart und wirkt, ist es nicht nur das offenbarte Schriftwort alleine die einzige Quel-le. Die Welt  wäre nicht geschaffen worden, wenn sie nicht  da wäre,Gott  zu suchen und zu finden als " Trai-ningszentrum für den Himmel".Nach Meister Eckhart ist jegliche Kreatur ist Gottes voll und ist ein aufgeschlage- nes Buch und wer darin recht zu lesen weiss, der braucht keine Predigt mehr*.


* Im Einzelnen geht es ist um die Erkenntnis des  Meisters, dass jedes Ding, jeder Begriff, jede Situation, jeder Eindruck, jede Lebenslage, jede Erfahrung, jede Lebensdisharmonie, jeder Konsum, jede Technik, jeder Gedanke,jede Unterhal- tung, jeder Irrtum, jeder Streit, Problem und Krise, jedes gute oder schlechte Tun, jeder Lebensdruck, jedes Erlebnis, jede Bewertung,  jede Empfindung, jede Krankheit und Leiden, jede menschliche Begegnung und Besichtigung, jede Ichbe- zogenheit, jegliches Geld, jede Unruhe, jedes zweckdienliche seine eigene Gotteswahrheit hat und automatisch zur Indi vidualisierungs-Friedens-Bringschuld einer Entwicklungs- losigkeit wird, wenn diese nicht als Zeichen und Mittel zum Individualisierungs-Transzendie rungs-Friedensweck ver- wendet wird, welches auf Höheres verweist, was verwirklicht werden soll. Die Welt wird zur Aufgabe als spirituelle Selbst- reinigung und Selbsterlösung. Sie steht im Zeichen der Ent- wicklung und das Leben ist der  Welt Mittelpunkt. Die Welttatsäch- lichkeit liegt vornehmlich innerhalb des eigenen Lebens. Statt Wel- tergreifung ist sich von der Wirklichkeit ergreifen lassen und die Welttrennung wird damit aufgehoben. Jedes Geschehen trägt keine Ursache in  sich, sondern ist nur Zeichen, was auf die Ursache   hin deutet. Das setzt voraus, dass der Mensch seine Individualisierungs-Friedens-Bringschuld einer Entwicklungslosigkeit erkennt. Die Ur- sache des Geschehens wird nur in dem Maße erkannt, indem er sich damit auseinander setzt und sich verändert. Und diese Wandlung ist zugleich das Einzige, das Geschehen zu beeinflussen. Schuld ist immer am Gewissen des Einzelnen gebunden, aber diese ist im gesellschaf- tlichen Kollektiv aufgehoben. Es gibt kein zufälliges Zusammentreffen  mit einem Menschen in unserem Leben. Entweder es ist eine Lern- möglichkeit, eine Lektion, eine gutzumachende Schuld oder ein Ge- schenk


  • Von den vielen heiligen weltweiten Wallfahrtsorten der katholischen  Kirche zum Protestantismus, der explizit keine heiligen Orte braucht, weil der einzige heilige Ort sich nur im Innersten seiner  Seele zu finden ist.


  • Von der Reformator Martin Luther hetzte gegen die Juden, Muslime, verbündete sich mit brutalen Fürsten und verursachte indirekt auch den dreissig-jährigen Krieg mit zu auf der andere Seite gilt er als der grosse Initiator der Reformation,welcher das Christentum zu einem vor- läufigen Höhepunkt ihrer Entwicklung führte. Aus die- sem Polaritätsgesetz des Lebenswiderspruchs der hellen und dunklen Lebensseite kann keiner heraustreten.
  • Von der Reformation vor 500 Jahren, welche versuchte das Christentum lebensunmittelbarer zu interpretieren  zum neuem Entwicklungs-Lebens-Christentum und Gottesverständnis eines Meister Eckhart ,wo das Leben selbst als Erscheinung Gottes zur Religion wird,  weil die Religion angeboren ist, konstitutiv zum Menschsein gehört und der Glaube an Gott  als " Gottesgen" mitge- geben sind und auch die Bringschuldpflicht des Men- schen gegenüber sich selbst ist.  Das Religiöse lässt sich vom Entwicklungs- Lebens-Prozessakt (Mystifizierung) nicht trennen und ist als das eigentliche Element des Lebens  immer mitgegeben und mitgesetzt.
    * I.) Gott  ist nicht in Begriffen und Büchern zu finden und will auch nicht angebetet, sondern sich selbst werden und durch mich in die Welt zurückkommen. Der jenseitige Kirchengott wird zum dies-
    seitigen Lebensgott. Gott wird durch die Individualisierungsent-
    wicklung neu geboren und  das Entwicklungsstreben ist die Selbst-
    erziehung zu Gott hin. Gott kennt nur ein Gesetz, die Entwicklung seiner selbst und zieht alles an sich. Gott kennt nur sich allein und liebt nichts ausser seiner selbst. Gott wird einem erst in der Ent- wicklung gegeben und Entwicklung trägt die Seele zu Gott hin und wird damit zum Mittelpunkt eines säkularen und evolutionären Christentums. Gott als Träger des Lebens ist  das Lebensprinzip schlechthin und Quelle allen Seins. Gott als Träger des Lebens ist  das Lebensprinzip schlechthin und Quelle allen Seins als  letzte Wirklichkeit.Was lebt ist das Leben? Ich atme nicht, sondern werde geatmet.Durch mein " ich-werde-geatmetes Leben " bin ich Gott unmittelbar,weil Gott das Leben als Spiritualität (Spiritus=Atem) selbst ist,  indem ich lebe Nach Meister Eckhart ist deshalb Gott ist mir näher, als ich mir selber bin.


II.)  Entwicklung ist, wo Gott in jedem einzelnen Leben zu sich kommt und das Göttliche ist nicht mehr in unsinnlicher Abstraktion jen-

    seitig des Irdischen und Weltlichen, sondern wird lebensnah im Brennpunkt des eigenen Selbst innerlich von mir als Wirkkraft wahrgenommen. Das Leben wird als eine Erscheinung Gottes und mein persönliches Leben als "das Gott-Werde-Selbst-Sein betrachtet. Immer wenn ich mich entwickele, rufe ich Gott ins diesseitige Dasein und er tritt an die Stelle des Überwundenen als das transzendierte Verbesserte. Dass Gott Gott ist, davon bin die Ursache.Wäre ich nicht, wäre Gott nicht Gott und er braucht mich, dass er sich werden kann.
    Wäre ich nicht, wäre auch Gott nicht.Gott kennt nur ein Gesetz, die Entwicklung seiner selbst. Gott wird erst durch die Schöpfung zu Gott. Gott wird einem erst in der Entwicklung gegeben und Entwicklung trägt die Seele zu Gott hin. Das Göttliche wird in jedem Leben einzeln. Das Werden Gottes ist kein Entschluss Gottes, sondern mit dem Wesen des Lebens mitgesetzt, weil Gott das Leben selbst ist. Wo Ent- wicklung ist, da ist auch Gott und wo Gott nicht ist, ist das Leben nicht in Ordnung (Unfrieden). Weil Gott in jedem einzelnen Menschen seine einmalige Individualität entwickeln  will, ist das Leben Theo- logie und das Leben löst sich als das Wesen der Religion in Theologie auf. Es ist die Vollendung des Einzelnen als eine individuelle Escha- tologie.  Der Grund warum ich lebe ist, das  Gott etwas " Grosses und über den Zeitgeist Bleibendes " mit vor hat. Als Gott uns schuf hatte er uns schon verplant.


  • Von der Reformation,welche versuchte das Christentum von aller Vernunftserkenntnis zu befreien und den Glauben ganz allein auf das Wort Gottes zu begründen  zu jetzt gilt es,  das Wort Gottes selber in der persönlichen Lebenssituation zu entwickeln und das Wort Gottes ist je nach Entwicklungsreife-Nr.782 Entwicklungsstufe und Entwicklungsgewissen individueller Entwicklungsnatur.


  • Von der Schlüsselfrage Martin Luthers wie bekomme ich einen gnädigen Gott zur Schlüsselfrage des Entwicklungs-Christen-Lebenstums, wie komme  ich überhaupt zu einem einem persönlichen Entwicklungs-Reife(gottesverständnis).


    * Siehe auch Gottesbegriffs-,Entwicklungs-und Vermittlungsverständ- nis eines Meister Eckhart


  • Von auch zu Martin Luthers Lebzeiten war die Analpha- betenrate sehr hoch und die Lutherbibel musste meistens vorgelesen werden zur Theologiesprache und dem Entwicklungs-Analphabetismus eines Bildungs-Kultur-Lernens der überwunden werden und durch die Lebensinterpretations-Entwicklungsprache eines  Entwicklungs-Kultur-Lernens ersetzt werden muss*.


* Die Erstauflage auf der Leipziger Buchmesse im September 1522 von 3000 Exemplaren waren in Windeseile vergriffen.Die Lutherbibel, enthält 66 Bücher – 39 Bände im Alten Testament und 27 im Neuen Testament. Schätzungen zufolge konnten im Spätmittelalter zehn bis 30 Prozent der städtischen Bevölkerung lesen und schreiben. Vor allem der Klerus, weite Kreise des Adels sowie Ratsherren und Kaufleute in großen Städten, doch zunehmend auch Handwerker und bäuerliche Schichten beherrschten diese Fähigkeiten. Das Schreiben und Lesen im Mittelalter war dem Kaiser, den Königen und Fürsten sowie vor allem den kirchlichen Würdenträgern und ihrem Hofstaat vorbehalten.


  • Von den kirchlichen Vertretern einer religiösen Erneu- erung als eine Neureformation zu den Vertretern,welche erst die Überwindung der Reformation sehen, wenn eine wirkliche schöpferische Persönlichkeit das Christentum in anderer geschichtlichen Gestalt fortsetzt*.



* Reformatoren werden in der Geschichte als negative, zweit-

    rangige Größen zu gelten haben, weil an deren Stelle ein Grösserer treten wird, was über das Theologische hinaus geht. Ein dritte Refor-
    mation führt in der letzten Entwicklungsstufe über alle bisherigen Restaurationsversuche und Abspaltungen hinaus, welche versucht haben den unmittelbaren und direkten Zugang nach oben frei zu machen zur Mystik als die Quelle des Christentum und "dem Mann", welcher auch der Wegbereiter der lutherischen Reformation war und Wegbereiter ist für theistische Evolution; Meister Eckhart.


  • Von ein neuer Reformator muß volkstümliche Züge tragen, muß sich durchgerungen haben, es darf nichts ta- bu bleiben und er muss das Leben kennen zu den stillen Vorbild-Entwicklern im Lande, die klaglos und schwei- gend in der Gesellschaft und im Beruf ihren Entwick- lungs-Individualisierung-Weg allen ökomischen Nach- teilen und Widerständen zum Trotz sich durchringen und nicht darüber sprechen*.
  • Von jeder protestantische Christ soll die ursprüngliche Erfahrung Martin Luthers nachvollziehen zu jeder Lebenslauf eines Menschen sollte zu einer säkularen, evolutionären Nachfolge Christi werden. Es ist der Weg vom historischen Jesus zur individualgeschichtlichen Nachfolge Jesus. Das Wirkkraftfeld des gegangenen Entwicklungsweges besteht zeitlos weiter hin als der Genius des Christentums, welcher nur in neuerer, indi- vidualisierter  Entwicklungsgestalt durch die Entwick- lungs-Individuations-Bringschuld der Entwicklungs- losigkeit als säkulare ,evolutionäre Nachfolge Christi gegangen werden kann. Sein Leben entwicklungs- gemäss leben bedeutet die Nachfolge Christi als Entwicklungsweg, der noch niemand so gegangen ist, aber nur deshalb gangbar ist, weil ihn jemand schon gegangen ist und den Weg wirkungstheologisch freigemacht hat und geschaffen (zu Gott) für andere*.


* Wenn einer seinen Entwicklungs-Vorbild-Weg gegangen ist, hat er wirkungsquantenphysikalisch den Weg frei gemacht für andere als das wissenschaftliche Spiegelbild der Relativitätstheorie von Albert Einstein. Es wurde (Entwicklungs)raum als physische Realität ge-

    schaffen, der vorher nicht da war und erst diese Raumexpansion
    gibt jedem die Chance, in den (Vorbild)kraftraum einzutreten, wenn diese auch das praktische Moment der Veränderung beinhaltet diese schöpferische Möglichkeit (durch Selbstentwicklung) wahrzuneh-
    men. Wenn der Endpunkt von einem Menschen verwirklicht wurde,
    so stellt dieser Mensch stellvertretend auch für seine Gattung das Endprodukt der Evolution dar. Wenn es einer erreicht hat, hat
    er es für alle erreicht und erreichbar gemacht was auch religiös interpretiert als säkulare, evolutionäre Nachfolge Christi wird.Nur dieses ist der archi- medische Punkt und prima causa (Heilswert= Entwicklungs- wert=Lebenssinn), auf den es ankommt. Wenn der Mensch sich durchgerungen und den Vorbildweg gegangen ist, ist das wie ein Tropfen, welcher ins Meer fliesst, wo das Meer sich in den Tropfen verwandelt und ein Einzelner zur Menschheit wird und nicht der Tropfen zum Meer wird. Es ist die Bewahrheitung, dass "die Stillen im Lande" die lautesten Gedanken haben*.


  • Vom Reformator Martin Luther, welcher eine neue Interpretation des Christentums wollte, damit es nicht untergehen soll,  weil ohne Reformation wäre die verrottete  Institution Kirche zugrunde gegangen (Verderblichkeit) zu heute ist ernüchternd festzustellen, wie wenig christliche Substanz noch im Lebensalltag übrig geblieben und das Christentum zur traditionellen Leerformel verkommen ist, obwohl das Christliche uns mitgegeben ist, gleich wie unchristlich wir heute geworden sind und deshalb das Traditionschristentum einer neuen Interpretation bedarf wenn es nicht untergehen soll und durch das Entwicklungs-Lebens-Christentum des Einzelnen als zeitloses Christentum über die Zeit gerettet wird. Die Idee des Christentums lässt sich nicht erneuern, sondern nur der einzelne Mensch muss sich erneuern (Vergessenheit).Siehe Textfortsetzung in Die-Zukunft-des-Christentums*


*I.) Das Christentum ist essentiell eine unvollkommene Religion. Deshalb, wenn es mit der Väterreligion nicht mehr weitergeht, sucht sich der Weltgeist, in Abwandlung an den Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegel ein anderes (Vermittlungs)medium.


II.) Trivia:Trivia: Für ein gebrauchtes, wegweisendes  Buch über "Die Zukunft des Christentums "hat der Autor dieser essayistischen Webpräsenz im Internet " zwei Euro" und im Biergarten für ein "grosses Weizenbier vier Euro" bezahlt. An dieser materiellen Wertigkeit erkennt man den "Lebensstellenwert des Christentums" und dass die Zukunft des Christentums  den Alltags(christen)men- schen nicht "eine Bohne" interessiert.


  • Von der Sehnsucht der Deutschen nach einer Kirche  in ihrer Sprache,welche Martin Luther inspirierte die Bibel zu übersetzen zu einer Sehnsucht der Menschen nach einer Kirche in einer Entwicklungs-Lebenssprache, in der sie sich angesprochen fühlen.
  • Von der Reformation Martin Luther, welche heute   verstaubt, überholt und nicht mehr für eine religiöse Erneuerung geeignet gilt, keine werbende und zündende Kraft besitzt, keine religiöse Aufbruchstimmung mehr geweckt wird und die Konfession so wichtig geworden ist wie die Harrfarbe(hohe Austrittsquote)  zu einem neuen Protestantismus eines Entwicklungs-Lebens-Christentum als Protest gegen die Konsumkultur,die religiöse Erstar- rung,  gegen den gesellschaftlichen Anpassungszwang einer Entwicklungslosigkeit und dass sich das Leben im ökonomischen erschöpft (neuer Frühling).
  • Von der Reformation, welche eine religiöse Fremdver- mittlung durch den Klerus ablehnt, weil Gott so unmit- telbar ist und jeder sein eigener Priester  sein soll zur Unmittelbarkeit des Lebens, weil das Leben eine Erscheinung Gottes,  Gott das Leben und Lebenswer- dung selbst ist und deshalb das Leben alle Religion besitzt, welche der Mensch braucht*.

* Der Mystiker braucht keinen Priester.Er vermittelt sich selbst.Auch die Behauptung, dass ehrenamtliche kirchliche Laien  nicht die  gleiche Verbindung zu Gott haben wie ein Priester, ist damit obsolet.


  • Von Martin Luther verurteilte auch die Ethik des Aristoteles der zufolge die moralischen Tugenden durch Erziehung und Bildung erlangt werden könnten zu der Lebenserfahrungserkenntnis, dass Moralpredigten noch nie genützt und etwas verändert haben, sonst wäre die Welt nicht so wie sie ist*.
    * Siehe auch den Gliederungspunkt " Moral".


  • Von Martin Luther und vielen anderen bekannten Reformatoren aus verschiedenen Ländern,welche sich  für protestantische Ideen eingesetzt haben zu diese Reformatoren werden in der Geschichte als negative/ zweitrangige Größen zu gelten haben, weil an deren Stelle ein Grösserer treten wird, was über das Theolo- gische hinaus geht. Ein dritte Reformation führt in der letzten Entwicklungsstufe über alle bisherigen Refor-   matoren hinaus, welche versucht haben den unmit- telbaren und direkten Zugang nach oben frei zu machen zur Mystik als Quelle des Christentum und dem Mann, welcher der Wegbereiter der Reformation war; Meister Eckhart.Er ist eine Schlüsselgestalt der (Individual)ge schichte. Mit ihm oder gegen ihn werden Entscheidungen getroffen und machen den Sinn oder Unsinn der Lebens- existenz aus und er lebt in der Urkraft seines hinter- lassenen Werkes, ein ständiges Ineinander von Lehre und Leben weiter.  *.
    *I.)  Er hat die äusseren, theologischen Lehren und starren Formen
    als Meister der scholastischen Begriffskunst mit dem Blick vom religiösen Urgrund transzendiert, um aus aller Lehre das tiefere Innere herauszuholen und in das Innere der Religion vorzustossen als Fundamentaltheologie. Meister Eckhart, Urbild der deutschen Spe- kulation,einer der grössten deutschen Denker des Mittelalters, als höchste theologische Autorität, grösster Vertreter der deutschen
    Mystik, bester Ausleger der Schrift und Lehrmeister der Deutschen, Siegelbewahrer, Philosoph und religiöses Genie, gilt als " DER " christliche Mystiker schlecht hin, wenn nicht des westlichen Denkens überhaupt und ist wegen seinen Sprachschöpfungen ein Teil der deutschen Kultur. Mystik ist Meister Eckhart. Die geschichtlichen Wirkungen, welche von ihm ausgegangen sind können kaum zu hoch angeschlagen werden und der Einfluss seiner ausgesprochenen Gedanken bis auf den heutigen Tag andauert. In der Theologie ist er eines der wichtigsten Mitglieder, welche die deutsche Reformation vorbereitet haben und die Reformationsbestrebungen Martin Luthers gegenüber seiner Lehre bestenfalls  nur" Mönchsgezänk" waren.


II.) Am Anfang einer jeden Religion steht immer der ungeschichtliche Charakter der Mystik, weil der Kern zeitlos ist. Wo es keine Mystik gibt, da hat die Religion aufgehört zu existieren. Jegliche kirchliche Reformationsbewegung hat ihren Ursprung in der  Mystik. Die eckhartsche Entwicklungsmystik ist Lebenswandlungsmystik als Selbsterschlies- sung Gottes, nicht als Denk-(Kontemplation),sondern als Lebensform (vita activa). kein Abwenden von der Welt, sondern Zuwendung mit einem realistischen Wirklichkeitssinn,keine theolo- gische Spekula- tion, sondern individuelle Lebens(transzendenz)er- fahrung, keine ekstatische, visionäre Mystik, sondern mystische Tat sachen (welche von der Quantenphysik her wissenschaftlich em- pirisch faktisch bestätigt sind, auch wenn individuelle Erfahrungen wissenschaftlich ausgeschlossen sind )und eine entmystifizierte in

    die Sachlichkeit gehende verträgliche, für jeden Einzelnen zumut- bare  Mystik des Alltages, weil die Seele des Christentums mys- tisch  und auf Selbst- erfahrung einer höchsten Wirklichkeit als per- sönliches Gottesverhältnis ausgerichtet ist. Nicht das Christentum ist mystisch,  sondern das Leben. Was ist das Leben ? Gott ist das Leben ! Das ist mehr als eine anthropologische Biologisierung und Vitalisie- rung einer Religion. sondern ein ontologischer Lebensstrukturbegriff. Die theologischen Fragen stellen sich vom Leben her. Das Religiöse lässt sich vom Entwicklungs- Lebens-Prozessakt (Mystifizierung) nicht trennen und ist als das eigentliche Element des Lebens  immer mitgegeben und mitgesetzt. Entwicklung legt erst den existentiellen Kern der Religion  frei, trägt seinen Wert in sich, welcher den Men- schen übersteigt und der Entwicklungsanteil ist der Religionsanteil. Das Wort Gottes entfaltet sich "als persönliche Offenbarung"  im per- manenten Lebensprozess und das Leben entspricht dem göttlichen Wort (Logosidee). Es ist statt nach den mittelbaren Geboten der Bibel zu leben nach dem zu leben, was die unmittelbare Entwicklung gebietet*.


* Trivia: Der Protestantismus ist mystikfeindlich eingestellt obwohl Marin Luther Mystiker war.

    Von Martin Luther, welcher fraglos der hervorragenste Vertreter einer  deutschen (Staats)frömmigkeit gilt und das deutsche Volk hinter ihm stand zum Religions-und Gottesverständnis des Meister Eckhart,welches als die typische, deutsche Wahrheit gilt und erst die deutsche Sprache zur religiösen Wirklichkeit wird. Es ist die Begegnung eines genialen Individuums mit dem Willen des deutschen Volkes*.


* Der Gottesbegriff ist der zentrale Angelpunkt des Abendlandes und Meister Eckhart gilt als ihr höchster Weisheitsvertreter, grösster Gotteskenner und wir sind alle Geistesverwandte von ihm.Meister  Eckhart hat die deutsche Sprache sprachschöpferisch geadelt und damit eine " echte deutsche, wesensgemässe, verwurzelte, natio-

    nale-Erbtugend-Theologie " geschaffen, indem er sprach- prägend das Unsagbare und die tiefsten, seelischen Lebensempfindungen durch das direkte deutsche Wort das Schwierigste einfach auszudrücken vermochte und sich keiner sich dieser suggestiven Sprachkraft entziehen kann. Er ist der Künder und Vorbild eines Christentums, was  dem muttersprachlichen " deutschen Lebensgrundgefühl von Gemüt und Charakter " entspricht, dem auch die (deutsche) Weih-
    nachts-Frömmigkeits-Sehnsucht als das gotische Lebensgrund gefühl eine unserem Volke typisch eigene, lebens besinnliche (Herzens)- religion nachgesagt wird. Es ist die Begegnung eines genialen Indivi-duums mit dem Willen des deutschen Volkes.
    Von den Zerstörungen und Verwüstungen, beson- ders  bspw. der nordfranzösischen, gotischen Kathedra- len durch den reformatorischen Bildersturm, die fran- zösische Revolution und kriegerischen, blutigen Kriegs- kampfhandlungen des 19.und 20. Jahrhunderts als Symbol für die Lebensschwere (Geschichte) zur persön- lichen Entwicklungsgeschichte als Zerstörung des bisherigen, sozialisierten Anpassungs-Lebensent wurfes in Lebenskrisen als innere, Entwicklungs-Individualisie- rungs-Selbstbefreiungs-Auseinandersetzungs-Bemüh- ungen gegen die gesellschaftlichen  Anpassungs- und Gleichmacherei-Widerstände als Symbol für die Lebens-schwere, weil ich erst in der Krise weiss, wer ich bin (Indi-vidualgeschichte) *.
    Religiöses Bewusstsein
    Vom Gewissensbewusstsein zum Sensus numinis als ein Lebensgrundgefühl und eine entwickeltes Lebenssensi- bilitätsbewusstsein für das Überweltliche, die Wahrheit hinter der Erscheinung, die Rückbindung des Lebens, religiöser Wahrnehmungssinn, Friedensbewusstsein, mystisches Bewusstsein, Lichtsinn,der Entwicklungspro- zess, wo Himmel und Erde zusammenfallen, Gottesbe- griffsbewusstsein eines Meister Eckhart, wo der Got- tesbegriff als Verschmelzung von Subjekt und Objekt und die Realität eins sind, Ganzheits-und Einheitsbewusst- sein, ein Terminus für eine unsagbare Wirklichkeit.
    Vom kollektiven, gewissenlosen Bewusstsein zum persönlichen Entwicklungs-Individuations-Friedens -Bringschuld  einer Entwicklungslosigkeit-Bewusstsein


* Wir können aber das Gewissen als " höhere, zeitlose Intelligenz

    und Führungs-Orientierungs-Instrument " nicht einfach ignorieren, was immer schon richtig war. Wenn das Gewissen als der zentrale
    Ort erscheint, an dem die Dinge des Menschen und der Welt immer entschieden werden und die Spaltung des Menschen überwunden werden kann, ist das Entwicklungs-Individualisierungs-Gewissen
    der archimedische Punkt des Menschen, die prima causa aller Bewegtheit, von der alles ausgeht und bewegt wird. Ohne Gewissen hört der Mensch auf als Einzelner zu existieren, denn nur im Ein-
    zelnen ist das Gewissen wach und nur als Einzelner besitzt der Mensch Zugang zum Gewissen. Das Gewissen ist im Einzelnen ge-
    bunden und wird im Kollektiv aufgehoben. Nur der Einzelne wird
    von seinem Gewissen bedrängt, während das Kollektiv gewissenlos ist.


  • Vom Angst-Bewusstsein vor dem Sterben zum Unsterb- lichkeitslernen-Bewusstsein des Lebens.
  • Von dem heutigen, anachronistischen Trauer-Kultur-Bewusstsein zum morgigen, evolutionären modernen Weiterlebens-Kultur-Bewusstsein*.


    * Siehe auch den Gliederungspunkt Heutige, anachronistische und morgige, evolutionäre Trauerkultur in Das-Leben-ist-unsterblich
    .
  • Vom traditionellen, wiederholenden Sonn-und Feiertags- bewusstsein zum immer wieder neuen Sonn-und Feier- tagsverständnis-Bewusstsein


  • vom relativen Materie-Ding-Bewusstsein zu absoluten, evolutionären Entwicklungs-De-und Entmaterialisie- rungs-"Ding an sich Bewusstsein".
  • Vom religiösen, gesprochenen, heiligen Bewusstsein zum unreligiösen  transzendierten, reifen Entwicklungs-Be- wusstsein.


  • Vom statischen theologischen Wissens- und Dogmen- bewusstsein zum dynamischen entwicklungs-teleo- logischen Selbsterfahrungs-Bewusstsein.
  • Vom nicht-religiösen, glaubenslosen, ängstlichen Welt- Vertrauens-Bewusstsein und diesem wird Wirklichkeit zugebilligt zum Lebenswegindividualisierenden, glau- benden, Entwicklungsvertrauens-Bewusstsein und alles in der Welt hat nur gleichnishaften Charakter und ist nicht wirklich.


  • Vom Bildungs-Kultur-Lern-Bewusstsein zum Entwick- lungs-Kultur-Lern-Bewusstsein
  • Vom dunklen, menschlichen Bewusstsein zum lichten " Christus- und Buddha-Bewusstsein ".


  • Von dem religiösen Diesseits-Jenseits-Dualismus (tradi- tionelle, statische Gottes-Jenseits-Begriffs-Verständnis), wo Gott nur in der einen Hälfte zu hause ist zum evolu- tionären längst bewiesenen und  über- wundenen dua- listischen  " Gott-Welt oder Diesseits-Jenseits-Sichtwei- severständnis", (dynamischen Gottes-Diesseits-Entwick- lungs-Verständnis),welches es  durch das Verschränkt- heitsprinzip der Quantenphysik als säkulare Interver- bundenheit faktisch nicht gibt, miteinander verwoben ist, komplementär zusammen gehört und das Span- nungsverhältnis des religiösen Diesseits (Realwelt)-Jenseits (Wirklichkeitswelt) Dualismus zum ad absurdum geführt hat.
    * Gott ist ein hybrides Wesen, diesseitig und jenseitig zugleich. Für den Theologen Dietrich  Bonhoeffer war Gott kein denkbares mäch-
    tiges, tranzendendes Wesen, sondern für ihn war Gott mitten in unserem Leben jenseitig. Bewusstsein und das Sein sind dann identisch und werden zur Wirklichkeit. Das dualistische und deter-
    ministische Denken gilt im heutigen, dimensionellen, nachquanti-
    schen Mikrophysikzeitalter der Beziehungen, der Ganz-und Einheit, weil alles mit allem verbunden, das Kleinste mit dem Grössten, das Naheliegenste mit dem Entferntesten, makrowissenschaftlich überholt und wahrheitswidrig, auch wenn dieses " getrennt sein "
    im religiösen Alltag noch vorherrschend ist, dass erst den Dualismus Religion als  " Zwei- Reiche-Lehre " eines antiken Welt-und Gottes- bildes notwendig macht (aber nicht die strikte Trennung  von Kirche (Religion) und Staat das Grundprinzip der Verfassung berührt). Gott kann nicht zum empirischen Objekt degradiert werden und deshalb ist die dualistische Spaltung von Rathaus und Kathedrale aufge-
    hoben. Dieses  macht deshalb auch keine klerikale Religions-Aussen-und Parallelwelt als  Sterbetröstung und eine Welt des Sonntags und Werktags erforderlich und  Priester als wichtige Verbindung für das Jenseits sind dann überflüssig. Das Ende der Evolution wäre, wo Diesseits und Jenseits eins wären als die Überwindung der Subjekt-Objekt-Spaltung (Karl Jaspers, Philosoph). Die Überwindung des Dualismus geschieht von der gotischen Kathedrale und dem Rathaus als Spaltung von Gott und Welt( Jenseits) zur gotischen Kathedrale, wo durch das gotische Lernprinzip (Diesseits)dieser anachronistische zwei-Welten-Dualismus aufgehoben und zur Einheit gebracht wird.

Von dem Psyche- und jenseitigen Seelenbewusstsein zum diesseitigen Lebensstrebedrang- und Entwicklungs-       prozess-Transzendierungs-Höheres-Selbst-Bewusstsein*.


*I.) Die Wissenschaft, die sich mit der Seele beschäftigt, heißt
Psychologie, abgeleitet von den griechischen Wörtern "psyche" (Seele) und "logos" (Lehre/Wissenschaft), historisch auch Seelenkunde genannt, wobei moderne Psychologie sich eher auf Erleben und Verhalten konzentriert, während die Philosophie des Geistes sich mit dem Wesen von Geist und Seele befasst.Obwohl es verschiedene Seelenauffassungen gibt, hat die Idee der unwissenschaftlichen Seele alle (geist)wissenschaftlichen, umgangs- sprachlichen,schwammigen Seelenwirrwar-Begriffsbildungen und Annäherungs- beschreibungen überdauert. Der traditionelle Seelenbegriff  ist noch am tiefsten verankert, aber dieser Begriff bedarf einer Weiterentwicklung und unmetaphysischen, säkularen, universellen Neuinterpretation, der über die Psyche hinausgeht und diese mit einschliesst wie z.B.: das Leben selbst, der Entwicklungsprozesskern des Menschen, sein Ruhepol, sein Individuationspotential,der eigentliche Mensch,eine Entwicklungsstufe des Geiste und der Seelenbegriff eines Meister-Eckhart. Die Seele als eine unzerstörbare geistige Substanz, welche den Körper überdauert ist aber auch das dem Körper verleihende Lebensprinzip an sich, die dem Körper aufbauende und erhaltende Vitalkraft schlechthin, ohne die der Mensch gar nicht bestehen könnte und ohne die ja auch sein materieller Körper sofort zu leben (atmen) aufhörte.

II.) Die Seele wird als Metapher für die Individuationsentwicklung verstanden.Individualität haben heißt Seele haben und  passt in keine Schablone Die Seele ist kein fertiges Subjekt, sondern nur eine Entwicklungsstufe des Geistes als ureigenstes Entwicklungs-und Personalbewusstsein als Lebens-Entwicklungs-Prozesskern, welcher in der Auseinandersetzung als Entwicklungsakt Lebensgestalt annimmt. Nach Meister Eckhart  ist deshalb der Mensch mehr durch die Seele als durch den Leib. Der Leib ist in der Seele und nicht die
Seele im Leibe.Es ist, wo der Geist über die Reflexion mit seinem "Lebens- selbst" eine Resonanzwahrnehmung von sich selbst erhält und dadurch Selbstbewusstsein und Seelengesundheit  bildet. Es ist der formbildende Lebensprozess, welcher sich selbst hervorbringt (Emanation). Die Entwicklungsdynamik wird als Geschehen des Selbstwerdungs-Prozess interpretiert. Siehe Textfortsetzung "Seele" in Christentum-frueher-und-heute


  • Vom inneren Unfriedens- und Unfreiheits-Willensbe- wusstsein zum inneren Friedens- und Freiheits-Willen- losen-Bewusstsein.


  • Vom gemeinschaftlichen Gebetsbewusstsein (Gemein- schaftsgottesdienst) zum individuellen Entwicklungs- leben als Gebetsbewusstsein, weil ich durch Entwicklung mein Leben bete (Lebens-Gottesdienst,weil ich nur für andere da bin). Das Gebet bedarf keiner bestimmten Formel. Das ganze Leben soll ein ununterbrochenes Gebet sein. Jede Lebensübereinstimmung und mit sich in Frieden sein ist ein (Gebet ist Dualismus einer Diesseits-Jenseits-Sichtweise, welcher es aufgrund der Interver- bundenheit aber nicht gibt und die Spaltung überwunden wird)*.
    * Der Entwicklungsbegriff wird religiös aus der persönlichen Situation des Einzelnen heraus als Gebet und einer Gottentwicklung im Sinne von Meister-Eckhart interpretiert. Gott wirkt sich selbst, sucht nichts ausserhalb seiner selbst und durchwirkt die Welt in dem Auseinan-
    dersetzungs-Entwicklungs-Prozess-Transzendierungs-Geschehen
    und deshalb ist Gott mir nahe. Durch ein gelebtes, geatmetes Le-
    ben bin ich Gott unmittelbar. Im selbstwirkenden Entwicklungs-
    prozess wird Gott erst Mensch, ohne Entwicklung nicht. Er muss Mensch werden, um sich selbst sein und selbst werden zu können. Gott braucht mich, dass er sich mehr werden kann. Deshalb ist
    Gott mir näher, als ich (" mein Ego ") mir selber bin.


  • Vom gemeinschaftlichen Wortgebet und Chordienst- bewusstsein  (Gebetsformeln) zum Lebens-Gebets-Bewusstsein,dass wir nicht uns gehören( Lebensdienst als beten)*.


*I.) Was ist Leben? Gott ist das Leben. Deshalb soll das ganze Leben zu einem ununterbrochenen Gebet wer- den, weil Gott keine Wortsalven braucht und die Lebensauseinandersetzungs- und Entwicklungs- bereitschaft" im hier und jetzt als Gebet erfasst. " Denn euer Vater weiss, was ihr bedürft, bevor ihr ihn bittet " Matthäus 6,5-15. Jede Lebensübereinstimmung und mit sich in Frieden sein genügt.Gott ist Frieden. Wer seinen Frieden hat, hat das Höchste und damit auch alles Niedrigere (Gebet ist Dualismus einer Diesseits-Jenseits-Sichtweise, welche es aufgrund der Interverbundenheit aber nicht gibt*.


II.) Der Entwicklungsbegriff wird religiös aus der persönlichen Situa- tion des Einzelnen heraus als Gebet und einer Gottentwicklung im Sinne von Meister-Eckhart interpretiert. Gott wirkt sich selbst, sucht nichts ausserhalb seiner selbst und durchwirkt die Welt in dem Auseinandersetzungs-Entwicklungs-Prozess-Transzendierungs-Geschehen und deshalb ist Gott mir nahe. Durch ein gelebtes, geat- metes Leben bin ich Gott unmittelbar. Im selbstwirkenden Entwick-

    lungsprozess wird Gott erst Mensch, ohne Entwicklung nicht. Er muss Mensch werden, um sich selbst sein und selbst werden zu können. Gott braucht mich, dass er sich mehr werden kann. Deshalb ist
    Gott mir näher, als ich (" mein Ego ") mir selber bin.


  • Vom statischen, äusseren, entwicklungslosen und alle Jahre wieder Sonn-,Feiertags-und alltägliches ,Bewusst- sein  zum dynamischen, inneren evolutionären, ein- maligen Entwicklungs-, Gedenk-, Sonn- und Feiertags-Zeitlern-Bewusstseins-Verständnis der gesetzlichen, staatlichen, religiösen und persönlichen Feier-und Festtage (in Deutschland)*.


    Siehe auch den gleichlautenden Gliederungspunkt in Evolutionaere-Nachfolge-Christi-6


  • Vom inneren Unfriedens- und Unfreiheits-Willens-Be- wusstsein zum inneren Friedens- und Freiheits-Willenlosen-Bewusstsein.


  • Von jeder Bewusstseins-Situations-Klarheit ohne Ver- trauens-Transzendenz zur Bewusstseins-Situations-Klarheit mit und in der Vertrauens-Transzendenz*.
    * Es ist die religiöse-Transzendierungs-Bewusstseins-Dimension als mehr Entwicklungs-Individualisierungs-Vertrauens-Bewusstsein oder Gottesbewusstsein, weil nach Meister Eckhart Gott sich im Entwick- lungs-Transzendierungs-Prozess selber wird).
    Religiöse Vermittlung durch die Kirche, das
    Bildungswesen, die sakrale Kunst und durch
    Missionierung und durch das Internet.
    (Von der Religionsvermittlung zur Religionsentwicklung).


* siehe auch den Gliederungspunkt (religiöse Vermittlung

    durch) Priester
    Vom Kanzelprediger der Bibel, der Moral und der Buße (was nur bis zum Kopf geht)zur Entwicklungslebens- predigt, wo die Bibel, die Moral und die Buße dieser theologischen Erziehungsform nicht mehr bedarf,weil sich das Leben entwicklungsprozesspädagogisch selbst moralisiert (bis zum Herz reicht).


  • Vom dem gelehrigen, wissenden Prediger-und Priester- tum zum suchenden, ringenden einzelnen Entwickler im Lebenstun*.


    * Von dem Sinn des Lebens, der nur eine (Berufs)angelegenheit von Theologen, Philosophen, Pyschologen etc. ist (ein Sinn kann aber nicht studiert und ausgedacht werden) zum Sinn des Lebens, der zur nur (Privat)angelegenheit eines jeden einzelnen Entwicklers wird (Sinn muss gefunden, selbst entwickelnd geschaffen und kann nur emp- fangen werden).*
    Von dem Versuch das Wort Gottes nahe zu bringen (Predigtformweg der Wahrheit) zur der Tatsache, dass der beste Prediger immer noch das Leben und die Zeit gewesen sind. (Lebensform-Erforschungsweg der Wahr-  heit) *.


*I.)  Das Reich Gottes kann nie vorgreifend gelehrt werden, sondern

    wird erst bei Entwickungsreife auf dem persönlichen Entwicklungs-
    weg von der Lebenserfahrung her erst ergriffen.


II.) Unbestimmtheit und offener Entwicklungsausgang sind eine fundamentale Aussage der Entwicklung. Evolutionsprozesse ent-ziehen sich einer exakten Vorhersage und es hat sich immer ent-wickelnd ergeben. Deshalb ist alles langfristig festgelegte ent -

    wicklungsfeindlich und schliesst die evolutionären Möglichkeiten
    aus. Die Entwicklungswirklichkeit lässt sich nicht durch Planung zu recht biegen und bannen. Irrtum und Lebenskrisen sind in der Planungsvernunft nicht vorgesehen, obwohl entwicklungszielkausal zum Menschen zugehörig und es das Leben ist. Der Indeterminismus der Zukunft lässt sich nur durch Lebensvertrauen und den Glauben als allumfassende Einheit, Ganzheit und Zeitlosigkeit abdecken und absichern. Wer glaubt und vertraut, schliesst alles andere mit ein.


III.)  Der Evolutionsverlauf erweckt in seinem äusseren Erscheinungs- bild den Eindruck einer zielhaften Entwicklung eines geplanten und in diesem Sinne auch gewollten Entwicklungsgeschehens. Bei genauerer Betrachtung stellt sich aber heraus, dass der Entwicklungsverlauf eigenen, indeterminierten Gesetzen unterworfen ist und Entwick- lungsereignisse nicht vorhergesagt oder beeinflusst werden können. Der Versuch die Vergangenheit in die Zukunft hinaus zu extrapolieren und die Zukunft als Verlängerung der Gegenwart zu denken, machen aufgrund der Nichtlinearitäten des Zufalls eine kausale Evolutions-

    forschung unmöglich und spricht nur von Wechselwirkungen, Be-
    ziehungen, Einflüssen, Zusammenhängen und Synchronisation, welche zur Unschärfe, Ungenauigkeiten, Unbestimmtheiten und nur zu Wahrscheinlichkeiten führen. Auch wissensbasierte Szenarien für einen längeren Zukunftszeitraum  bleiben Spekulation. Wenn wir die Gegenwart kennen, können wir nicht die Zukunft berechnen, weil wir die Gegenwart nicht in allen Bestimmungsstücken prinzipiell kennen und diese den Gesetzen der Quantenmechanik unterworfen sind. Wenn Freiheit, Gewissen, Krise, Glauben, Gefühle und weitere andere Bewusstseinskategorien ins Spiel kommen wird jegliche Kausalität zum ad absurdum geführt. Auch neue Entdeckungen, geschichtliche Ereignisse, gesellschaftlicher Wandel oder plötzlicher gesetzlicher Notstand werfen jegliche Planungen über den Haufen.Planung


  • Von dem Menschen, welcher durch die religiöse Erzie-hung und Sozialisierung zur Väterreligion gezwungen  wird was in den jungen Jahren auch nicht anders sein kann zum Entwicklungs-Gewissens-Individualisierungs- menschen in der säkularen, evolutionären Nachfolge Christi, welcher  gezwungen wird, eine Autorität über sich zu suchen.


    * "Wir können das Gewissen als "höhere Intelligenz und  Führungs-
    instrument"nicht einfach ignorieren,weil der Mensch nicht mit vol-
    lem und klaren Bewusstsein existiert. Wenn das Gewissen als der zentrale Ort erscheint, an dem die Dinge des Menschen und der Welt immer entschieden werden und die Spaltung des Menschen über-
    wunden werden kann, ist das Gewissen der archimedische Punkt
    des Menschen, von dem alles ausgeht und bewegt wird.Ohne Ge-
    wissen hört der Mensch auf als Einzelner zu existieren, denn nur
    im Einzelnen ist das Gewissen wach und nur als Einzelner besitzt
    der Mensch Zugang zum Gewissen. Das Gewissen ist im Einzelnen gebunden und wird im Kollektiv aufgehoben. Der Einzelne wird von seinem Gewissen bedrängt, während das Kollektiv gewissenlos ist


  • Von der Predigt als Mittel zum Zweck die Religion ins Leben zu bringen (Das Christentum als Predigtform und Objekt der Belehrung, wozu ich hörbereit bin) zu "aus dem persönlichen Leben Religion entwickeln,weil das Leben alle Religion hat,die das Leben braucht und damit sein Leben predigen (Das Christentum als Lebensform und Subjekt des Lernens durch Entwicklungserfahrung, wozu ich auch handlungsbereit bin)*.


    * "Jegliche Kreatur ist Gottes voll und ist ein aufgeschlagenes Buch, und wer darin recht zu lesen weiss, der braucht keine Predigt mehr*.


* Meister Eckhart.


  • Vom Predigerwort im Mittelalter zu was damals sinnvoll und richtig war, weil die meisten Menschen nicht lesen und schreiben konnten*.


* Deshalb wurden z.B. religiöse Motive am Eingangsportal einer Kathedrale figürlich abgebildet und  Buntglasfenster erzählten biblische Szenen.


  • Von den mittelalterlichen, christlichen Bußpredigern, deren Botschaft ausschließlich darin bestand, den Men- schen ihre Sündhaftigkeit mittels drastischer Weltunter- gangsfantasien bewusst zu machen und forderten von den Gläubgen Umkehr und Reuebekundungen ein, um Gottes Strafgericht zu entkommen zu dem im Wort- vergleich "Entwicklungsbußpredigern",wo die Umkehr- buße im De-und Entmaterialisierungs- Kultur- und Unsterblichkeitslernen,liegt,weil jeder Einzelne "am grossen Gerichtstag" vor Gott gestellt ist. Gott ist nie  etwas Allgemeines, sondern immer   ein Du.Er wird nicht gefragt z.B. ob er ein guter Staatsbürger gewesen ist, was die anderen gemacht haben, nach seinem Bekannt- heitsgrad, wie viele Tore z.B. als Fußballstar  einmal eingenetzt wurden, nach seinem Bankkontostand, wie viele Kinder, welche Position, welchen Beruf, Besitz, für was er Zeit und Interesse hatte und wie löblich die Grabrede des Pfarrers war, sondern Auge in Auge nur nach seinem persönlichen Gottesverhältnis als die eigentliche Lebensleistung d.h., ob er sich treu und entwicklungsehrlich geblieben ist, das Bessere und Höhere gewollt,was er für andere  getan hat oder hätte tun können als Lebenssinnaufgabe (und geschenkte Lebensdankbarkeit).
  • Vom indirekten Mittlerchristentum einer kirchlichen, mittelbaren Vermittlung von Botschaft, Glaube und Gnade eines rechts- und lehrgültigen, didaktischen Interpretations- und Vermittlungs-Christentum von oben herab als Vorentwicklungsstufe  zur direkten unmittel- baren Vermittlung durch die Entwicklungsprozesse in der Lebensauseinandersetzung in allen Dingen und Ge- schehen als autodidaktisches  Selbstentwicklungs-Indivi- dualisierungs-Christentum von unten nach oben,wo die Individualisierungswahrheiten selbst entwickelnd als zeitlose Bibelwahrheiten interpretiert werden, weil in der Bibel das Programm für die individuelle Befreiung fehlt*.
    * Die Kirche ist auf ihre Art Religionsvermittlung festgefahren. Ihre Art ist die Tradition. Die christliche Substanz ist nicht durch Predig-
    ten,sondern wird nur in der vermittelnden Lebenserfahrung als absolute Selbstmitteilung und im religiösem Selbststudium gebildet.
    Der Mensch muss die Wahrheit selbst erforschen. Die Wahrheit wird im unreifen Zustand verkündet, aber sie entfaltet sich erst bei der Wahrheitsreife. Deshalb bedarf es für die religiöse Entwicklung keiner äusseren Vermittler, Belehrung oder menschlicher Weisung, weil
    Gott selbst in einem Gegenwart ist und Lehre und Weisung gibt,
    wozu der Mensch im Lebensaugenblick reif ist. Wenn einem das Predigerwort fremd ist, ist aber einem sein Leben nahe. Deshalb gehört die Mitteilungsmacht Gott und sekundär nur den Priestern.
    Auf die Selbstsuche der religiösen Eigenverantwortung und die Selbsterfahrung kommt es alleine an. Mit der Bergpredigt kann
    den meisten Menschen nicht wirklich geholfen werden, weil wieder im Alltag zurück, heisst wieder in seinem Berg von Gewohnheiten zurück.


  • Von der Jesu Lehre als Bergpredigt, wo in der Thora der offenbarte Willen neu, endgültig und verbindlich aus- gelegt wurde zum Entwicklungs Individualisierungs-Christen-Lebenstum einer  Auseinandersetzungs-Selbst-Zerrissenheitssuche, wo erst  durch z.B. durch De-und Entmaterialisierung, (Entsinnlichung), Kultur(Verwesent- lichung), gotisches Lernprinzip(Vervollkommnung) und Unsterblichkeitslernen (Entweltlichung) in der persön- lichen Lebensalltagswelt zu gelangen und es zur Berg- predigt wird.


  • Von warum den Menschen Gott predigen wollen (sollen) zu bei Entwicklungsreife/Gnade Nr.782 predigt sich Gott einem jeden selber (wollen)*.


  • Von der traditionellen Vermittlung kathechetischen Grundwissens und Verkündigung religiöser Heilsan- gebote von der Kirchenkanzel (Predigt der gestrigen Bibeltradition von konfessionellen,religiös gebunde-    nen Seelenführern) zur autodidaktischen Vermittlung und Verkündigung religiöser Heilsangebote durch z.B. das "Medium Internet" (Predigt von konfessions-und weltan- schaulich,freien Entwicklungsführern)*.


* Die Kirche  hat die Regeln aufgestellt,  welche sie als heilnotwendig ansieht.


Von der Fremd-Heils-Vermittlung durch theologische Autoritäten (Religionspredigt ist getrennt vom Leben) zur Selbst-Heils-Vermittlung als eigene Entwicklungsauto- rität (Entwicklungs-Individualisierungsreligion ist das Leben selbst, wo Gott sich im Lebenskrisendruck aufdrängt)*.


    * I.) Theologisch gelehrt sind wenige, aber gläubige Christen sind alle.Deshalb entfällt der Berufsstand für die religiöse Vermittlung, weil jeder allein vor Gott da steht und sein eigener religiöser Vermittler ist. Die fremde Heilsvermittlung gehört deshalb der
    Vergangenheit an. Die autodidaktische, religiöse Selbstsuche und religiöse Selbsterfahrung lösen die religiöse "Zuhörpassivität und über sich ergehen lassen" ab.
    II.) Bei der  Fremdvermittlung zur Selbstvermittlung (fällt Beichte, Gottesdienst, letzte Ölung und die Firmung weg).
    III.) Siehe auch Neues, digitales Zeitalter
    Von der Glaubensvermittlung und Glaubensunterwei- sung eines Transzendenzglaubens sozialisierend, er- zieherisch, unnatürlich religiös,theologisch und pädagogisch abstrakt (Altevangelisierung) zur Glaubens- vermittlung und Glaubensunterweisung in einer Lebens -krisenbetroffenheit als Glaubenserfahrung und Ent- wicklung der Lebensgrundkraft als quantenphysika- lisches und quantentheologisches Gesetz selbster-          zieherisch, individualisierend, weltanschaulich neu- tral,natürlich, evolutional und anti-pädagogisch konkret (Neuevangelisierung)*


* Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird der Glaube nur als christliches Kulturerbe religiös verstanden oder basiert auf Lücken in unserem Wissen über die Welt. Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen wird der Glaube zu einem objektiven Begriff, selbst Kultur und wird die kirchliche Frömmigkeit genommen. Der Glauben wird als eine (neutrale) Grundkraft verstanden und liegt in der Lebenshaftig-

    keit der Entwicklungsidee beschlossen. Er gehört zum Grundwesen des Menschen, was nicht durch Wissen ersetzt werden kann. Der Glaube ist nicht an Gott und an eine Offenbarung glauben, son-
    dern ein ganzes Leben umgreifendes heilendes und befreiendes
    Widerfahren, was dem Mensch zuteil wird als anthropologisch fundiertes Glaubensverständnis. Es ist die völlig unreligiöse  Glau-
    bensinterpretation der Quantentheorie, dass sich die Materie entsprechend meines Bewusstseins und meiner Überzeugung ver-
    hält (Glaubensoffenheit) und zur Wirklichkeit wird. Geist beherrscht die Materie oder der Glaube ist stärker als die Umstände und
    Widerstände und setzt etwas in Gang. Die Materieatome richten
    sich entsprechend nach der Glaubenstatkraft aus und steuern die Materialismus-, Um-und Lebenswiderstände. Der Glaube ist somit nichts abstraktes,weltanschauliches, sondern eine philosophische Kategorie, wo die Tatsachen sich nach dem Glauben richten. Es ist
    die Widerlegung Kants Vernunft gegen den Glauben, der jeder Glaubenserfahrung jegliche Wirklichkeit abgesprochen hat. Erst durch diesen praktischen Glauben wird die Lebenswirklichkeit zu einer experimentellen Erkenntnis. Das Ganze, die Totalität kann
    nur durch den Glauben erfasst werden, lässt sich nicht durch eine
    Wissenssumme rationalisieren und verobjektivieren.
    Von einem Prediger, der die ganze,abstrakte  theolo- gische Wahrheit predigt z.B. "Jesus ist das Alpha und Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende und das Ziel aller Schöpfung  (Wort)zum kleinmü- tigen Entwicklungshelden und "Stillen im Lande", der nur seine individuelle Entwicklungsteilwahrheit des nächs- ten  Entwicklungsschrittes sieht und daran interessiert ist. Es ist nicht die abstrakte Wahrheit an sich, sondern die konkrete Lebenswahrheit für mich,was getan werden muss und noch mit sich kämpft, diesen kleinen Wahr- heitsschritt  in seiner Selbstzerissenheit überhaupt zu gehen und die vollendete theologische Wahrheit sich erst am Ende seines Entwicklungsweges in der säkularen, evolutionären Nachfolge Christi" durch den Selbstvollzug im Widerspruch der Lebensauseinandersetzung erkennt (Mystik)*.
    Warum sind oft z.B. religiöse Predigten nicht sehr effizient und die Heilsbotschaften werden meistens nicht befolgt ?
    Die Ursachen  sind u.a.:
    Nicht wahrheits-reife-individuell genug und Predigkritik gibt es immer nur vor der Reife("Man kann einen Birnbaum noch so prügeln, er wird deshalb nicht schneller reif").


  • Noch nicht zuhör- und veränderungsbereit dazu und deshalb ein Kampf gegen Windmühlen bleibt.

Die Prediger und apostolische Weltverbesserer sprechen nicht mit einer Stimme.Was die einen anbeten, wird von den anderen als Unwahrheit verteufelt. Seit 1522, als Luthers Bibelüberset- zung erschien, sind rund 80 verschiedene Bibelübersetzungen in deutscher Sprache veröffentlicht worden.Wer kann als Laie bei den verschiedenen Bibelinterpretationen noch unterscheiden, ob die Zeugen Jeshovas, die Amisch,die Evangekalen oder die Mor- monen die wirkliche Wahrheit verkünden ?Die  Bibel ist nicht historisch, sondern metaphorisch.Es geht  nur um Gott, aber der gleichzeitig immer auch das Problem ist. Jede Bibelübersetzung, die etwas anderes als Glauben, Frieden, Liebe oder Einheit lehrt, ist ein Irrtum.Die Predigt muss religionsfrei sein,wo sich jeder Zuhörer wiederfindet.

    Hätte Christus vor 2000 Jahren von den heutigen Werten und Problemen gepredigt und gesagt, was heute getan werden muss, hätte ihm niemand zugehört und so wirkt der damalige Zeitgeist auf uns heute. Die biblische Weltsicht hat keinen realen Bezug zu unserer Weltsicht.
    Nicht die zeitlosen Bibelwahrheiten und deren Belehrung bringen jegliches Übel aus der Welt oder führen zur Umkehr, sondern erst deren Überwindung.
    Die mittelbare,lebenstrennende theologische Sprache ist unge-eignet Gott näher zu kommen.Religion kann nicht durch die indirekte vom Leben abgetrennte Theologiesprache wirklich gelehrt werden,weil das Leben selbst Religion ist. Religion ist angeboren und gehört konstitutiv zum Menschsein. Das Religiöse (der Christus in uns) lässt sich vom Entwicklungslebensprozess- akt nicht trennen und ist immer mitgegeben und mitgesetzt. Das Christentum hat keine eigene Sprache mit der ein Mensch sein erfahren und erleben,seinen Lebensalltag  und seine soziale Um-und Mitwelt, seine Gefühle und unmittelbares, religiöses Erleben   ausdrücken und anwenden kann. Gott, Christus ,Erlösung.... ist auf Rationalität aufgebaut und ohne persönliche Beziehung "als dogmatisches Basta" zu akzeptieren.
    Zu weit weg von den Wahrheitsvoraussetzungen und  der Lebens- bezugsrealität, weil der Wahrheitslohn nicht umsonst ist und "die Götter zuvor den Schweiß gesetzt" haben.

Nur weil es ein Prediger mit penetrierender Stimme ohne Stahl in der Stimme sagt z.B. "Wenn du Jesus gesehen hast, kannst du alles andere verkraften" ist sehr ambitioniert zu glauben, dass es danach gemacht wird, auch wenn es die Wahrheit ist.


  • Wenn Religion ins Spiel kommt, hören die meisten nicht mehr zu,weil diese das religiöse Kinderzimmer nie verlassen haben.
  • Weil  Glauben, Vertrauen und Wahrheit als erprobte Einsichten auf soliden Fundament (als elementarer Lebenswert) nur vermittelt, aber nie entwickelt und gelernt worden sind.Diese begründen sich nicht auf Beteuerungen und Behauptungen, sondern auf unmittelbarer Vertrauenserfahrung,wo die wenigsten dazu wirklich bereit sind, obwohl Millionen von Menschen diese Erfahrung gemacht haben.
  • Was noch nicht volle Wahrheit ist verhindert sie zu erkennen. Denn solange der Mensch dieser Wahrheit nicht gleich ist, kann er diese Wahrheit nicht verstehen. Die Wahrheit offenbart sich, indem man selbst zur Wahrheit wird (Meister Eckhart).
  • Von dem Versuch das Wort Gottes nahe zu bringen (Predigt- formweg der Wahrheit) zur der Tatsache, dass der beste Prediger immer noch das Leben und die Zeit gewesen sind (Lebensform-Erforschungsweg der Wahrheit) *.


* Das Reich Gottes kann nie vorgreifend gelehrt werden, sondern wird erst bei Entwicklungsreife-Nr.782 auf dem persönlichen Entwicklungs- weg von der Lebenserfahrung her erst ergriffen.


  • Von der Predigt als Glaubensbehauptung unds Mittel zum Zweck die Religion ins Leben zu bringen (Das Christentum als Predigt- form und Objekt der Belehrung, wozu ich hörbereit bin) zu "aus dem persönlichen Leben Religion und den Glauben entwickeln, weil das Leben alle Religion hat,die das Leben braucht und damit über die Buchstabenförmmigkeit sein Leben predigen (Das Christentum als Lebensform und Subjekt des Lernens durch Entwicklungserfahrung, wozu ich auch handlungsbereit bin)*.

* "Jegliche Kreatur ist Gottes voll und ist ein aufgeschlagenes Buch, und wer darin recht zu lesen weiss, der braucht keine Predigt mehr" (Meister Eckhart.Siehe Textfortsetzung in De-und Entmaterialisierung

  • Das Christentum als Lehre einer abstrakten Buchreligion (Altevange- lisierung) wird zum Entwicklungs-Individua- lisierungs-Christentum einer Lebenstatreligion (Neuevangelisierung ) wo die die bisherige Form der Glaubensverkündigung der Vergangenheit angehört.
  • Von warum den Menschen Gott predigen wollen (sollen) zu bei Entwicklungsreife/Gnade Nr.782 predigt sich Gott einem jeden selber (wollen).
  • Mit zunehmenden Alter schwindet die Umkehr einer Verände- rungsbereitschaft,wenn diese nicht durch Krisen, Krankheit oder den Tod herbeigeführt werden.Auch nach einem zehn Stunden Arbeitstag, den tausend Alltagsdingen und gegen die vielen Konsum- und Unterhaltungsreize hat das Predigerwort kaum eine Chance.

Er wusste, dass man nicht mit Predigten in den Himmel kommt, sondern nur auf dem Entwicklungsindividualisierungsweg in seiner beruflichen und gesellschaftlichen Alltagsrolle als der Platz, wo Gott einen hingestellt hat in der  säkularen, evolutio- nären Nachfolge Christi"*


* Quelle unbekannt.


  • Das Wort erreicht die tieferen Seelenschichten, nicht mehr,weil die Menschen durch die mantrahaften Predigerworte abge- stumpft sind und bewegen niemanden mehr zur angemahnten Umkehr.Es ist die Erfahrung, dass die Selbstgewißheit des Denkens grosser Genies und der Propheten nicht ausreicht, um Seelen wach zu rütteln, eine Aufbruchstimmung auszulösen und den Geist wieder zu erwecken. Auch schon vor fast  300 Jahren er-kannte der Komponist Sebastian Bach,dass die (indirekten) Worte der Theologen fruchtlos blieben und er z.B. das Weihnachtsorato- rium erschuf, wo Gott darin wohnte, um durch die direkte Musik die Herzen der Menschen zu brechen. Die gleiche Frage stellt sich auch heute,wie kann ich die Herzen der Menschen erreichen ? Es sind erst die Leiden der persönlichen Schicksalsschläge und Ka-tastrophen in der Welt als der Lebenskrisenführungsdruck, wel- chen den Menschen erst zuhör-, veränderungs- und anpassungs- bereit werden lassen.Von dem  Jahr der Geburt Christi und die darauf folgenden Jahre werden oft mit dem Zusatz „nach Chris- tus“, oder „nach Christi Geburt“ (abgekürzt n. Chr.) versehen, früher meist lateinisch mit „Anno Domini“ zu nach Christus könnte auch eine Nachfolgeperson als Wiederankunft gemeint sein,den besonders die Christen weltweit erwarten,der eine Zeitenwende als Vorbildreifewirkkraft einleiten wird und damit das Predigen erhört wurde.


  • Pfarrerzitat: " Die Menschen kommen mit genauso durstiger Seele und "ausgebrannt wie ein Krater" aus dem Sonntagsmor- gens-Gottesdienst, wie sie hineingegangen sind". Wenn es nützen soll, muss es aus dem Leben kommen und nicht von der Predigt- kanzel.Ein Lebemeister ist besser als tausend Lehrmeister. Nicht im Besitzen des Heils, sondern, dieses muss sich in jeder Tat  "im Hier und Jetzt " bewähren.


  • Wer z.B. sich an die Weihnachtspredigt von 1958 erinnert und die Weihnachtspredigt von 2025 daneben vergleicht, wird keinen Unterschied feststellen.Die Botschaft ist inhaltlich und sprach- begrifflich die Gleiche.Warum werden ewige Wahrheiten nicht dem Zeitgeist entsprechend neu interpretiert. Zum Beispiel  an- statt Christ der Retter ist geboren,Hallejula zu "in jeder Erkennt- nis werde ich neu geboren". Durch Evolution in der persönlichen Entwicklung wird sich erst Gott selbst, kommt zum Bewusstsein seiner selbst, denkt und erkennt sich selbst und wird erst Mensch. Gott muss Mensch werden, um selbst sein und selbst werden zu können.Es ist auch der Zweizeiler des Angelus Silesius in seinem cherubinischen Wandersmann: " Wird Christus tau- sendmal zu Bethlehem geboren und nicht in dir, du bleibst ewig lich verloren ". Christ der Retter war auch letztes und vorletztes Jahr da, aber solange er nicht für einen persönlich gekommen ist, ist er nie da gewesen.


  • Von der Kirchenpredigtkanzel,wo der Materialismus verdammt wird, weil er die Schuld trägt, dass wir die Vergeistigung verloren haben. Dieses ist nur die oberflächliche,einseitige Wahrheit. Der Materialismus wird zum höchsten Wert und geheiligt, wenn er als Mittel zum Entwicklungs-Individualisierung-Sinn-Zweck seine Daseinsberechtigung findet. Nicht die sichtbare, materielle, äus- sere Erscheinung als Gebrauchs,-und Geltungs-und Wertnutzen, sondern die unsichtbaren Entwickungseigenschaften hinter der Materieerscheinung machen den wahren Wert und kulturelle Entwick- lungswesen aus, welches durch die   Dematerialisie- rung  zur Entfaltung kommt. Der geringste innere Wert ist immer grösser als der Preis.Der Geist braucht die Beziehung mit der materiellen Welt als polare Spannung, die erst in den sinnlichen Entwicklungs-Lebens-Widerspruchs- Reizen des praktischen Alltagsweltlebens gegeben ist. Aussen und innen sind unlösbar miteinander verbunden.


  • Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird versucht durch eine  Gottes-dienstpredigt z.B. im Straßburger Münster als Mittel der Wahr-heitsverkündigung Religion ins Leben des Einzelnen zu brin- gen (durch die Predigt belehrt werden).  Beim Entwicklungs-Kultur- Lernen predigt sich  in der religiösen Bausymbolik, in den Farb- glasfenstern und Figurendarstellungen das  Münster selbst und möchte jeden zur Christus-Nachfolge zwingen. Es ist der Lebenswille und die Ideengeistesmacht, ein mächtiges, di- rektes, urweltliches, unbekanntes Gottes-Bewusstseins-Lebens- grund-Urgefühl, der einst elementar in die Formen gelegt wurde und die Zukunft aller und von allem ist. Diese Willenskraft er- greift jeden " gotischen Menschen " und reisst ihn mit und der hohe Münsterturm zwingt den Blick automatisch nach oben zum Himmel als metaphorische Nähe zu Gott (durch Leben gezogen werden)*.


    *I.) Nur wegen dem Straßburger Münster alleine ist schon ein Grund  Entwicklungs-Individualisierungs-Christ zu werden und wieder wirklich Christ zu sein (Verfasser unbekannt).Alles in der Welt einschliesslich des vom Menschen gemachten Christentums  unterliegt  dem ewigen Gesetz des Werdens und Vergehens,des Blühens und Welkens. Deshalb  haben sich die Formen der Lehrver-

kündigung   gewandelt, die Altevangelisierung hatte ihre Blüte- zeit  gehabt und die Predigerkirchen mit ihrer überkommenen Lehrtradition gehören durch die religiöse Evolution immer mehr der Vergangenheit an.


II.) Deshalb geht jeder Entwicklungsweg nur über und durch die gotische Kathedrale als Ausdruck des Höherstrebens und als gotisches Lernprinzip ,weil bei Entwicklungs-Individualisie- rungs Reife Nr.782 jeder das Gefühl vermittelt bekommt und kei- nen mehr gleichgültig lässt, dass die gotische Kathedrale nur für ihn gebaut worden und er endlich im Inneren  angekommen und nicht mehr weiter suchen muss. Erst wenn ich das gotische Lern- prinzip kenne, bin ich im Leben angekommen. Nur wer individuell wird, existiert wirklich. In jeder Möglichkeit ist der Mensch ein Einzelner. Erst nach einer Lebenskrise öffnen sich die Eingangs- portale der gotischen Kathedrale für mich. Mit dem Münster fing es an und mit dem Münster hört es auf. Es ist seine Entwicklungs- zukunft in der evolutionären, säkularen Nachfolge Christi zu gestalten.


  • Vom Seelsorger als Prediger ohne den Weg je gegangen zu sein zu das Leben predigt sich beim Beschreiten des Entwicklungs-Indivi- dualisierungs-Weges in der säkularen,evolutionären Nachfolge Christi selbst. Von einem Priester des alten vorbildlosen Traditi- onschristen- tums zu dieser kann nicht Prediger eines neuen Entwicklungs-Lebens-Christentums sein, weil er noch nicht die Erstarrung hinter sich gelassen hat. Der Praktiker verkörpert, wenn er es auch nicht weiss und bewusst ist eine Philosophie der Vergangenheit. Deshalb kennt er das Geheimnis der Zukunft nicht.
  • Es  gilt weiter der evangelische Satz, der seit 1789 vorherrschend wurde, dass keine Generation der kommenden ihre Glaubens- überzeugung aufzwingen darf. Nicht das von der Kanzel ge- predigte oder in der Bibel nachgeschlagene Wort Gottes ist wichtig,  sondern das  lebendige Lebens-Alltags-Jetzt-Wort Gottes für jeden Einzelnen als das Bessere, was im "Hier und Jetzt" getan werden kann und muss.
  • Bildungs-Kultur-Lernen ist um die(ver)mittelbare Wahrheit wissen, aber ohne einen persönlichen Lebenswert. Entwicklungs- Kultur-Lernen ist das unmittelbare Wahrheits-Individualisie- rungs-Lernen mit einem persönlichen Lebenswert.
  • Bei der Predigt gilt ausnahmslos die theologische Grund- wahrheit eines Meister Eckharts: "Was von aussen herangetragen wird lebt nicht (vor der Reife). Nur was von innen her kommt lebt.Die Dinge die wir ersehnen kommen nicht zu uns, sondern durch uns. Denn nur das Ding lebt, welches die Ursache  sich selbst hat (bei der Reife)*.


    *Von der Quantenphysik wissen wir, dass es keine Materie gibt und dass der Geist und die Materie austauschbar sind und  nur (unser) Geist die Wirklichkeit und die Ursache für die materiale Realität ist. Information ist der Grundbaustein aller Materie und durch die schöp- ferische Macht des Überwindungs-Transzen- dierungs-Bewusstseins wird diese manfestiert und verfestigt. Wer Herr ist  über die Information ist Herr über die Materie.Es ist bestätigt auch die religiöse Aussage eines Meister Eckhart, dass es keine Materie gibt,aus welcher Gott formte.Gott ist seine eigene Materie und Form.


  • Von der Fremdoffenbarungsreligion und Vermittlungs-christentum (Geist des Originals, Bibelwortsinn, theologi-sche Bibelsprache,Frömmigkeitssprache,allgemeine Wahrheiten) zur Selbstoffenbarungsreligion und Selbst-erfahrungslebenschristentum, weil in dieses alle Reli-gion enthalten ist, die der Mensch braucht (Geist der  persönlichen lebenspraktischen Interpretation, meta- phorischer Entwicklungssinn, Entwicklungsworte, unbiblische Entwicklungslebenssprache, individuelle Wahrheiten).

  • Von der Religions- und Glaubensvermittlung aus der Kanzelperspektive,welche nicht zum Nachdenken anregt, betroffen und aufrüttelnd wirkt und jeder auf sich ab- regnen lässt(Gesetzes- und Verkündigungsreligion als Wortform und Christentum durch Rede verkündet) zur Religions- und Glaubensentwicklung aus der Lebens- perspektive (Entwicklungstherapeutische Religion als Erfahrungsform und Christentum im Handeln gelebt).

  • Vom Vermittlerchristentum des damals von Jesus überlieferten gegangenen Entwicklungsweges (lehrende, weltfremde, erziehende Religiosität und bevormundende Heilsvermittlung als Seelsorge ohne Vorbildfunktion) zum Mittlerchristentum "des jetzt nur von mir zu gehenden als Entwicklungsweg des Lebens" (selbst- suchende, selbst- erziehende Religiosität und selbstehr- liche Heilsentwicklung als Seelenverantwortung mit Vorbildfunktion)*.


*I.) Es ist vom Vermittlerchristentum eines gegangenen Entwick- lungsweges zum Mittlerchristentum eines zu gehenden Entwick- lungsweges. Auf dem Entwicklungsweg des Menschen hat sich Christus selbst gepredigt. " Ich bin der Weg, die Wahrheit und das

    Leben. Niemand kommt zum Vater als durch mich (Joh 14.6). Wenn

ich in der säkularen, evolutionären Nachfolge Christi meinen Ent- wicklungslebensweg beschreite, steht am Ende des Weges auch " Gott "und ich predige mich auch selbst.  Schon der Reformator Martin Luther war der festen Überzeugung, dass jeder sein eigener Priester sein soll. Nicht was vor 2000 Jahren passierte, sondern was in meinem Leben jetzt passiert ist wichtig. Das Wort Gottes entfaltet sich aber erst im Lebensprozess und das Leben entspricht dem göttlichen Wort (Logosidee). Es ist statt nach den Geboten der Bibel zu leben nach dem zu leben, was die Entwicklung gebietet.


II.) Die Nachfolge Christi ist der persönliche Entwicklungs-Lebens-

    weg der von niemand anderen gegangen und beschrieben werden kann. Der Einzelne steht nur sich selbst gegenüber. Entwickler ste-
    hen im entscheidenden Augenblick auf ihrem Gradwanderungs-
    weg alleine da und es gibt niemanden mehr, von dem man lernen, einen Rat oder Hilfe holen und sich anlehnen kann, weil keiner meinen persönlichen Weg, der mit der unverwechselbaren Kindheit und der Zeitgeist- und Beziehungsnotwendigkeit steht, gegangen
    und auch dieser Weg oft gesellschaftlich noch nicht verankert ist,
    weil er individuell und visionär ist. Wenn man sich selbst zum Weg geworden ist ,bedarf es keiner fremden Hilfen, Anweisungen oder Vorbilder mehr und wird nur noch sich selbst zum Vorbild, Weg
    und Ziel.Es ist alleine dazustehen und die Ausdauer und Diszipli-
    nierungskraft zu haben seinen Entwicklungsweg allen Versu-

chungen,Widerständen, Lebenskrisen und Lebenserschütterungen zum Trotz weiterzugehen. Diese spirituelle Selbstsuche wird bei Entwicklungsreife das bisherige Freizeit- und Konsumverhalten total verändern, weil die freie Zeit immer mehr als Entwicklungs(such)zeit anstelle von Unterhaltungs-und Konsumzeit genutzt wird.


III.) Eine Nachfolge Christi kann nicht gewollt werden. Diese geschieht erst einmal unbewusst, unmerklich und schleichend. Erst bei Reife zählt nur noch der Maßstab, dass wird uns nicht mehr selbst gehören.


IV.) Der Entwicklungsweg wird als ein eingeborenes Leitbild als Selbst-

    idee verstanden und ist in der menschlichen Natur angelegtes, le-
    benstragendes und lebensorientierendes Lernprogramm, welches
    auf einen nicht beeinflussbaren Endzustand hinausläuft. Das Leben geht weiter, indem es sich selbstsuchend, selbstschaffend und selbst-
    organisierend in der Entwicklung aus sich heraus seinen Weg bahnt. Deshalb ist der Entwicklungslebensweg immer autobiografisch und autodidaktisch angelegt. Wer seinen Entwicklungsweg gefunden hat,
    der suche keinen anderen und er sucht auch nicht mehr. Ausser dem eigenen Weg gibt es keine andere Wahl und alles andere bleibt ein Irrweg. Alles ausser dem eigenen Lebensrhythmus als Lebensweg
    ist Unruhe und Unfrieden und alles was einen von seinem Entwick-
    lungsweg ablenken will, sind Prüfungen,um eine widerstandsfähi-

gere und entwicklungsrisikofreundlichere Individualität und mehr Lebensvertrauen zu entwickeln.


Von der religiösen Erziehung, Sozialisierung und Ge- wohnheitschristentum im Erwachsenenalter, aber nur deshalb, weil sich das religiöse Bewusstsein des Kinder-zimmers sich nicht weiter entwickelt hat zum Entwick-lungs-Lebens-Christentum, wo Leben und Religion einswerden, weil nach dem Religionsverständnis Meister Eckhart das Leben und Gott eins sind und die Lebensar- mut die grösste Schwäche des Traditionschristentum ist*.


    * I.) Nur die Religion macht den Selbstwert des Menschen aus. Das Religiöse lässt sich vom Entwicklungslebensprozessakt (als mehr Gottwerdung) nicht trennen und ist immer mitgegeben und mitgesetzt. Es ist  die Vollendung durch die persönliche Entwicklung. Deshalb ist jeder Mensch religiös auch wenn es nicht danach aussieht und mit Religion in Verbindung gebracht wird. Alle Lebensfragen werden behandelt, als wenn sie Religion wären. So gesehen endet alle Religiöse im Profanen. Religion als solche muss keiner theologischen Denk- und Sprachbehandlung unterworfen werden. Religion zu haben ist die Pflicht des Menschen gegenüber sich selbst. Alles Heilige muss aus dem Leben kommen und muss im Innerweltlichen aufgehen. Religion bleibt von ihrem Sinn und Wesen nach auf die Welt be-

zogen. Das Leben als Heilsgeschehen wird heilsnotwendig begriffen. Die Unterscheidung zwischen heilig und profan wird relativiert, weil alles in der Welt nur dazu da ist, "(Bürger)heiliger zu werden".


    II.) Für ein weiter entwickeltes christliches Verständnis" ist z.B.

Gott das Leben selbst, weil Gott in jedem einzelnen Menschen seine einmalige Individualität entwickeln will, ist das Leben Theologie und das Leben löst sich als das Wesen der Religion in Theologie auf. Die Lebensfrage bleibt immer die Gottesfrage. Der Gottesbegriff wird aus der persön-lichen Situation des Einzelnen heraus entwickelt, und damit individualisiert sich die Religion immer mehr.


    III.) Gott wird als Träger und Quelle des Lebens und als lebensge-
    staltendes Formprinzip schlechthin gedeutet. Das Leben als eine Erscheinung Gottes und mein persönliches Leben ist ein"Gott-
    Werde-Selbst-Sein". Durch Evolution und die persönliche Entwick-
    lung wird sich erst Gott selbst. Der Entwicklungslebensbegriff
    wird zum neuen Gottesbegriff und Entwicklung wird zum Syno-
    nym für Gottentwicklung und Christusnachfolge als das Wesen
    des Christentums überhaupt. Gott wird in der Entwicklung erst wieder neu geboren und ist in der Entwicklung einem immer

mit gegeben.


Von der Lehrverkündigung  von der Kanzel und Katheder herab (der gelehrte theologische Buchstabe hat ausge- dient) zu so ist Dantes Hauptanliegen in der "Divina comedia" nicht die Darstellung eines  gewaltigen  escha- tologischen  Panoramas,  sondern der   Bericht über seine seine schrittweise  Erleuchtung,  die wir beim lesen  des   Gedichtes  miterleben sollen*.


* Dante Alighieri,Italienischer Dichter und Philosoph.


Von der religiösen Erziehung und Sozialisierung der christlichen Traditionsreligion (nicht hinterfragte, nicht authentische,  übernommene Wahrheitsübernahme) zur Entwicklungserziehung und Sozialisierung einer religi-  ös, interpretierten Entwicklungs-Auseinandersetzungs-Lebensidee (authentische, errungene  Wahrheitsaus-einandersetzung)*.


* I.) Siehe auch unten den "Gliederungspunkt Wahrheit".


II.) Siehe auch  Wahrheitsindividuation

    Bei der Lehrverkündigung werden die Weisheiten und das Bibelwissen in einem "oberflächlichen, hören, lesen, singen und beten ohne Nachhaltigkeit erworben. Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen muss man, um die Weis- heiten und das Bibelwissen zu verstehen, in einen Entwicklungsveränderungsprozess eintreten, indem sich erst das Wissen als Weisheit offenbart.Um die Wahrheit zu verstehen muss ich der Wahrheit gleich werden *.
    * Es ist z.B. von einem Besuch einer gotischen Kathedrale als Kultur- tourist,wo kunstgeschichtliches Wissen und Bibelkenntnisse zum Verständnis der Bibelgleichnisse, Sinnbilder und Symbolsprache sinnvoll ist zum Besuch einer gotischen Kathedrale als Entwickler, wo ich mich verändern muss, um die architektonische Formen- und Allegoriensprache  als Lebenssymbolik einer gotischen Kathedrale zu verstehen, " um vom Höchsten und Grössten ergriffen zu werden ".


  • Von einem guten,theologisch ausgebildeten Prediger, der mehr mit den Knien als mit den Worten von der Nach-folge Christi predigt zu "den stillen Entwicklern in unseren Lande", welche die ganze Lebensschwere der Individualisierung der Nachfolge Christi ertragen haben, bevor sie als unbekanntes Vorbild mehr nur durch ihr Dasein, als nur redend und predigend wirken*.


    * I.) Wer nicht durch "die Verworfenheit des Lebens als Vorbild gegangen ist, bleibt autoritäts- und damit führungslos.Mit dem was man getan hat wurde ein universelles Kraftfeld geschaffen,mit dem die anderen er-und gezogen werden.Führungsvorbilder üben eine Katalysator-Ausrichtungsfunktion zur veränderten Einstellungssicht- und Verhaltensweise im Orientierungsvakuum aus. Diese Vorbild- grösse ist unersetzlich, weil sie objektiven Charakter annimmt und für alle gültig wird.
    II.) Ein Vorbild ist auch immer eine Autorität und diese steht im Dienste  von etwas, das mehr und höher ist, als sie selber und
    gleicht geheimnisvollen Macht. Unsere Autoritäten bspw. Lehrer, Richter, Politiker, Pfarrer, Unternehmer, Sportler, Schriftsteller, Professoren, Prominente, Medien sind selbst einer Autorität unter-
    worfen und von ihr abhängig, weil ihre gesamte Existenz darauf ausgerichtet ist. Weil die echte Autorität immer nur eine ganze und nie eine partielle in ihrem Fachgebiet ist, bleibt diese gespalten und nur eine Autorität auf ihrem Fachgebiet, welche nie das Ganze dar-
    stellt und diese Gespaltenheit dem Menschen auch gar nicht bewusst
    ist. Deshalb fehlt die Kraft der Vorbild-Nachahmung und der Glanz einer wirklichen Autorität. Sie verleiht keinem mehr Ruhe, Sicherheit, Geborgenheit und keiner fühlt sich von ihr angesprochen und be-
    stätigt. Weil unsere Autoritäten und Vorbilder leer geworden und beliebig austauschbar sind, bleiben auch deren Belehrungsworte
    und Vorbildbeispiele auch vorbildleer und können ihre erzieherische moralische Vorbildaufgabe nicht mehr erfüllen. Sie besitzen nicht mehr die Kraft zur Einsicht, der Verwandlung und Nachahmung und

sind zu einem zahnlosen Papiertiger geworden. Sie dringen deshalb nicht mehr in die " tieferen Seelenschichten des interverbundenen Menschen vor, welche Menschen begeistern und einen neuen " Sturm- und Drang " auslösen.



III.) Quantenphysikalisch betrachtet bleibt das Verschränktheits-

    prinzip wirkungslos. Deshalb sind sie untauglich und wertlos gewor-
    den. Erfolge, " Brandreden ", Machtfülle, Reichtum, Statussym-
    bole, Bekanntheitsgrad, akademische Auszeichnungen oder sogar
    ein Bundesverdienstkreuz zählen als Vorbild nicht mehr. Je weiter
    die Autorität nach unten abtriftet, umso mehr wird sie zur Macht
    und umgekehrt. Die Autorität ist dort am grössten, wo sie machtlos und sich selber nur Gleichnis ist, weil sie nur auf freiwilliger Aner-
    kennung der Anderen begründet ist und was von oben durch sie hin-
    durch strahlt. Eine wirkliche Führung wird nicht gewählt, sondern erwählt, ist sich selbst wirkend und setzt sich ohne etwas dafür

zu tun durch*.


IV.) Der Pfarrer z.B. kennt seine Bibel und die Voraussetzungen für

    die Vorbildfunktion zur (säkularen) Nachfolge Christi am besten.
    Eine Vorbildautorität ist immer mit Askese und Entsagung des eigenen, gegangenen Entwicklungsweges verbunden, der nur durch sie begründet und erhalten werden kann. Das Christentum orientiert sich immer noch an denen, die es gelebt und nicht der es nur gepre-
    digt haben. Nur dieses " berufen-selbst-sein " ist " in der warmen
    Stube ", wo Wohlstand, Karriere, Sicherheit, Diskussion, Arbeits- routine und eine Pensionsberechtigung vorherrscht, nicht gegeben, weil ein Individualisierungsweg nur gegen die Welt möglich ist. Des-
    halb schaute man früher nach oben und (ge)horchte der Lehr- und Amtsautorität. Heute hat sich die Richtung von unten nach oben verändert. Das Internet z.B. stellt die Dominationsmacht der Zu-hörbildung immer mehr in Frage, weil es auf die autodidaktische Selbstvermittlung als Wirkmacht und nicht mehr die didaktische Fremdvermittlung ankommt. Es zählt nur die Erkenntnis: " Klug sei, wer sagen kann, ich habe nichts, als mich studiert".
    Von dem wortgewaltigen Prediger Johannes Tauler seiner Zeit, von dem noch ca  80-84 authentische deutsch- sprachige Predigtabschriften erhalten sind zur berech- tigten Frage, wer will noch diese Predigten und seine Anleitung zum vollkommenen Menschen hören und was haben diese Predigten heute noch für einen wirkmäch- tige, praktische Bedeutung ?*.
    * Johannes Tauler (auch Johan Tauweler, Johann Tauler; * um 1300 in  Straßburg; † 169.Juni 1361  ebenda) war ein deutscher Theologe,  Mystiker und vor allem in Straßburg, Basel und Köln wirkender Prediger. Er war Dominikaner und zählte in seinem Orden zur  neu- platonischen Strömung. Mit Meister und Heinrich Seuse gehörte er zu den bekanntesten Vertretern der spätmittelalterlichen deutsch- sprachigen Dominikaner-Spiritualität.

Von der Fremdverantwortung des Religiösen als eine    Sache des kirchlichen Formalismus und der weltlichen Kirchenorganisation (Unmündigkeit und Erwartungshal-tung des Christenmenschen) zur Selbstverantwortung des Religiösen, als eine Sache des ständigen Entwick- lungsdranges und einer Lebenssinnverpflichtung (Ent- wicklungsfreiheit und Selbstsuche des Entwicklungs- menschen)*und damit wird die gesamte abgendländische Lehrtradition in Frage gestellt.


*I.)  Jeder muss sich in seinem Leben die christliche Substanz an den Widerständen seines Lebens, was als Evolution und Bringschuld ei-

    ner Entwicklungs-Individualisierungslosigkeit bezeichnet wird, auto-
    didaktisch im Lebensalltag erarbeiten. Es ist die bekannte Forderung des Reformators Martin Luther, dass jeder zum Priesterberuf berufen ist. Die religiöse Deutung der Evolution im Lebens-und Berufsalltag und vom Leben her entwicklungssinnmässig zu denken und damit den Geist des Evangeliums in alle Lebensbereiche hinein tragen, ist das, worauf es ankommt. Der religiöse Raum ist die Welt.
    II.) Es muss wirklich die Frage gestellt werden, ob ein Berufsstand für das "Seelenheil" des Menschen heute noch verantwortlich ist ? Man war früher der Meinung, dass die gesamte theologische Offen-
    barungs-,Glaubens-und Erkenntnis-Gedanken-Masse" einem "Nor-
    mal-Alltags-Sterblichen" nicht zugemutet werden kann. Dieser These steht aber die Entwicklungs-Auseinandersetzungs-Lebens/Lese-
    Bringschuld des Einzelnen entgegen, wo das Leben religiös inter-
    pretiert wird und es keinen Unterschied gibt, zwischen religiöser
    und profaner Praxis. Trotz des religiösen Erbes muss jeder Einzelne sich selbst besinnen und wie Sisyphos seinen Felsblock ständig bergauf wälzen. zu werden. Überintellektulle,spirituelle Eigenver- antwortlichkeit bleibt immer eine Sache zwischen dem Einzelnen und Gott, weil der Einzelne immer alleine vor Gott steht, und ist nie eine Sache einer Organisation. Eine Masse, eine Gemeinschaft der Gläu- bigen kann zusammen singen, aber sich nicht entwickeln. Jeder trägt die schwere Verantwortung der religiösen Selbstsuche und jeder hat sein Heil selbst zu erwirken. Wie will er sonst seinem Leben Sinn, Wert und Bedeutung geben ? Erst dann kann von dem Genius der christli-

chen Religion in neuer Entwicklungsgestalt als Weiterentwicklung gesprochen werden.



III.) Auch für den Verkündigungstheologen Karl Rahner besteht kein Zweifel, dass der neuzeitliche Weg zum Glauben über die Existenz Gottes über die persönliche Erfahrung führt und durch Reflexion

    und Auseinandersetzung mit dem Leben das Leben zur Religion und der Logosidee wird. Die Theologie von Kanzel und Katheder muss wieder ans Tageslicht treten. Alles in der Welt unterliegt dem ewigen geschichtlichen Gesetz des Vergehens und neu Werdens, des blühens und des welkens. Da ist auch die traditionelle Theologie und ihre Art der Vermittlung nicht ausgeschlossen.Es ist der Weg vom rechts-und lehrgültigen, didaktischen Vermittlungs-Christentum zum auto- didaktischen Individualisierungs-Entwicklungs-Christentum, welches noch einer Kanonisierung bedarf.
    Religiöse Vermittlung durch die Bildung
    Beim Bildungskultur-Lernen beginnt die religiöse Sozialisierung (wenn überhaupt) im Elternhaus, in der Schule oder beim persönlichen Interesse. Beim Ent-   wicklungs-Kultur-Lernen beginnt Religion z.B. erst bei Lebenskrisen, auch wenn es erst gar nicht nach Religion aussieht, aber der Lebens-Entwicklungs-Prozess als Reli-gion gedeutet werden kann, weil das Leben alle Religion enthält, welches es braucht.Entwicklung ist die Auf- lösung der Religion in ihr Wesen und das ist das Leben, welches selbst zur Religion wird. Nur eine Religion wird ernst genommen, wenn sie nicht ausserhalb vom Leben steht. Durch die Auflösung in das Leben wird das Reli -giöse entmystifiziert, ist lebensnormal und so real wie die Hand am eigenen Arm. Religion ist angeboren und gehört konstitutiv zum Menschsein. Deshalb ist jeder Mensch religiös. Die Religion und der Glaube an Gott sind vom Menschen als Anlage mitgegeben. Alle Lebensfragen werden behandelt, als wenn sie Religion wären.

Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird bei einer religiösen Sozialisierung im Bildungsfach Religion nur der Schein vermittelt Kenntnis), aber nicht die Sache selbst (Erkenntnis)(dualistisches " Religions-Unterrichtsfach als Kenntnis) zu einer  bspw. tiefgreifenden Lebenskrise wird erfahren, dass es etwas gibt, was das Bildungsfach " Reli- gion " übersteigt und die Sache selbst ist (universalis- tisches Leben, wo Religion ins Leben aufgelöst wird als Erkenntnis, was gar nicht nach Religion aussieht,weil der Gottes(werde)begriff identisch mit dem Wesen des Entwicklungsbegriff ist) *.


* I.) Religion wird als eine private Angelegenheit und hat erst einmal nichts mit dem Bildungsauftrag zu tun. Wenn sich die Religion erst bei der Gnade oder Entwicklungsreife (als Geschenk) sich erschliesst, dann kann die Religion als Bildungs- und Schulfach bestenfalls nur

    ein freiwilliges, interessierendes Bildungswahlfach sein. Zum Chris-
    tentum kann man nicht durch den Vernunfts- und einen Sozialisie-
    rungs-Wissens-Prozess gelangen. Zum Glauben kommt man nicht durch Bücher oder Deduktionen von Gedanken. Die Beschreibung
    des Glaubens führt noch nicht zum Glauben. Auch der Glaube
    und das religiöse Gefühl lassen sich nicht kulturell fördern. Mit der
    Bildungs-lern-Kultur kann " ich nicht zu Gott kommen, weil die Seele keine Lust hat an der Bildung".


II.) Hat die Bildung die Seele des einzelnen  Menschen als solche

    vorwärts gebracht ? Man muss diese Frage eindeutig verneinen.
    Es ist abwegig sich mit Bildung abzugeben, wenn es um unsere Seele oder neudeutsch um den " Entwicklungs-Individualisierungs-Trans-
    zendierungs-Prozess geht. Ein kultureller Fortschritt kann nicht vom rationalen Bildungsweltlichen kommen, sondern von etwas, was dieses übersteigt. Was auf die Mittelbarkeit gerichtet ist, kann nie-
    mals Orientierung und ein verlässlicher Halt sein. Ob ich an Gott glaube, ist auch nicht eine Sache des Verstandes, der Vernunft oder irgendwelcher Diskussionen, sondern der Lebenskrisen, Lebenser- schütterungen und der Individualisierungsreife. Nur durch jeden Lebensdruck und in jeder Lebensprüfung ,wo ich zwischen Welt-
    und Lebensvertrauen entscheiden muss, lässt sich nur unerschütter-
    liches Gottvertrauen entwickeln. Wenn der Glaube nicht mit Irr-
    tümer, Verzweiflung und Opfer verbunden ist, wächst er nicht. Religion muss immer persönlich erlebt und erfahren werden und die Religionsmündigkeit erschliesst sich erst im Entwicklungslebenstun und meistens in der nach- und ausserschulischen Lebens(krisen)-
    phase.


II.) Wenn die religiösen Grundlagen fehlen, wissen das Kind und die  Schüler nicht, auf welchen Fundamenten unsere Werte ruhen

    zur Befreiung von der kirchlichen Traditions-Bevormundung, als ein notwendiger Entwicklungsschritt für die Religionsweiterentwicklung. Auch "wenn das Kind mit dem Bade ausgeschüttet wurde", weil es zur Zeit keinen Ersatz dafür gibt und Religion eine universale Perspektive eröffnet, die anderswo nicht eröffnet werden kann. Erst durch Tra-
    ditionen wird dem Menschen geprägtes Leben vermittelt und dadurch Freiheitsvoraussetzungen für den eigenen Lebensweg geschaffen. Es war der folgenschwere Grundirrtum der Aufklärung
    zu glauben, der Mensch könne Kraft der kritischen Vernunft bei sich selbst und bei Null beginnen. Am Anfang allen personalen Tuns steht nicht die autonome, kritische Beurteilung, sondern es ist erst einmal ein Urvertrauen in tradierte Wertvorstellungen, welche dann in per-
    sönlicher Verantwortungsfreiheit übernommen, abgelegt oder wei-
    terentwickelt werden können. Ohne Traditionen wird der Mensch nicht freier, kritischer oder mündiger, sondern er braucht die ge-
    machten Menschheitsfahrungen und auch die Gesellschaft, um  in
    persönlichen Auseinandersetzung seinen Entwicklungsweg zu finden.
    Nur wer weiss, wo er her kommt, kann auch wissen, wohin er gehen soll.


III.) Religion wird als eine private Angelegenheit und hat erst einmal nichts mit dem Bildungsauftrag zu tun. Wenn sich die Religion erst bei der Gnade oder Entwicklungsreife (als Geschenk) sich erschliesst, dann kann die Religion(Ethik) als Bildungs-und Schulfach bestenfalls nur ein freiwilliges, interessierendes Bildungswahlfach sein. Religion muss immer persönlich erlebt und erfahren werden und die Religi-

    onsmündigkeit erschliesst sich erst im Entwicklungsprozess die Sache selbst.  Das Religiöse lässt sich vom Entwicklungslebensprozessakt nicht trennen und ist immer mitgegeben.Religion muss immer persönlich erlebt und erfahren werden und die Religionsmündig-
    keit erschliesst sich erst im Entwicklungslebenstun und meistens
    in der nach-und ausserschulischen Lebensphase. Die Mittelbarkeit des persönliches Entwicklungslebensprozesses religiös gedeutet ist ehrlicher, als die abstrakte Vermittlung. Bei einer bspw. tiefgrei- fenden Lebenskrise zeigt sich, aber, dass es etwas gibt, was das Bildungsfach " Religion " übersteigt und die Sache selbst ist (uni --
    versalistisches Leben, wo Religion ins Leben aufgelöst wird als Erkenntnis, was gar nicht nach Religion aussieht, weil der Gottesbegriff fast identisch ist mit dem Entwicklungsbegriff).


IV.) Zum Christentum kann man nicht durch den Vernunfts- und einen Sozialisierungs-Wissens-Prozess gelangen. Zum Glauben kommt man nicht durch Bücher oder Deduktionen von Gedanken und auch die Beschreibung des Glaubens führt noch nicht zum Glauben. Der Glau-

    be und das religiöse Gefühl lässt sich nicht pädagogisch fördern und mit Bildung kann " ich nicht zu Gott kommen. Was auf  die  Mittel-
    barkeit gerichtet ist, kann niemals Orientierung und ein verlässlicher Halt sein." Ob ich an Gott glaube, ist auch nicht eine Sache des Verstandes, der Vernunft oder irgendwelcher Diskussionen, sondern der Lebenskrisen, Lebenserschütterungen und der Individualisie-
    rungsreife. Nur durch jeden Lebensdruck und in jeder Lebensprü-
    fung, wo ich zwischen Welt- und Lebensvertrauen entscheiden
    muss, lässt sich nur unerschütterliches Gottvertrauen entwickeln. Wenn der Glaube nicht mit Irrtümer, Verzweiflung und Opfer verbunden ist, wächst er nicht. Die Seele hat keine Lust an der Bildung". Hat die Bildung die Seele des einzelnen Menschen als
    solche vorwärts gebracht ? Man muss diese Frage eindeutig verneinen. Es ist abwegig sich mit Bildung abzugeben, wenn es um unsere Seele oder neu-deutsch um den " Entwicklungs- Individuali-
    sierungs-Transzendierungs-Prozess geht


V.)  Religions-Entwicklungs-Reife-Stufen


  • Die Freiheiten werden der Religion untergeordnet.
  • Die Religion wird den Freiheiten untergeordnet und endet meistens damit als dogmatische, geistige Norm.
  • Eine Religion muss man haben, sonst kann man die tradierte Väterreligion  nicht überwinden.
  • In der Freiheit wird die Religion erst entdeckt und  " zurück er-rungen" als höchste Entwicklungsstufe der Religion einer indivi-duellen, seelischen Erregtheit, wo das Leben zur Religion wird*.


    *Entwicklung ist die Auflösung der Religion in ihr Wesen und das ist das Leben, welches selbst zur Religion wird. Nur eine Religion wird ernst genommen, wenn sie nicht ausserhalb vom Leben steht. Durch die Auflösung in das Leben wird das Religiöse entmystifiziert, ist lebensnormal und so real wie die Hand am eigenen Arm.  Religion ist angeboren,  gehört konstitutiv zum Menschsein und ein Gottesbe- wusstsein haben alle  Menschen aus einem  vorweltlichen Zustand mit  ins Leben herüber  gebracht. Die Religion und der Glaube an Gott sind vom Menschen als Anlage eines Individual-Logos als " Gottesgen" mitgegeben. Ohne Religion ist das Leben nicht nur unvollständig, sondern eigentlich sinn-und  wertlos, weil Gott in jedem Einzelnen nach den Entwicklungslebensverständnis eines Meister Eckhart sich selber werden will.Das Religiöse lässt sich vom Entwicklungslebens- prozessakt nicht trennen und ist immer mitgegeben und mitgesetzt. Deshalb ist jeder Mensch religiös. Alle Lebensfragen werden behan- delt, als wenn sie Religion wären.  Religion ist die Substanz der Kultur und Kultur ist die Form der Religion.


VI.) Ein Entwicklungsfortschritt kann nicht vom rationalen Bil-

    dungsweltlichen kommen, sondern von etwas, was dieses übersteigt. Was auf die Mittelbarkeit gerichtet ist, kann niemals Orientierung und ein verlässlicher Halt sein. Ob ich an Gott glaube, ist auch nicht eine Sache des Verstandes, der Vernunft oder irgendwelcher Dis-
    kussionen, sondern der Lebenskrisen, Lebenserschütterungen und der Individualisierungsreife. Nur durch jeden Lebensdruck und in jeder Lebensprüfung ,wo ich zwischen Welt- und Lebensvertrauen entscheiden muss,lässt sich nur unerschütterliches Gottvertrauen entwickeln. Wenn der Glaube nicht mit Irrtümer, Verzweiflung und Opfer verbunden ist, wächst er nicht.


VII.) Es gibt ebenso wenig christliche Werte, wie es eine christ-

    liche Bildung  gibt. Die Bildung ist autonom und die Werte sind universell menschlich. Es müssen die christlichen Werte im Kontext der allgemeinen menschlichen Werte interpretiert werden. Weil es keine für jedermann allgemeingültigen Werte gibt, muss jeder per-
    sönlich seine eigenen Werte und Maßstäbe finden. Aber auf der anderen Seite sind rechtsstaatliche und gesellschaftliche Grund-
    werte nicht ausreichend und erst mit dem Kennen und der Aus-
    einandersetzung mit der (christlichen) Tradition lassen sich indivi- duelle Wertvorstellungen entwickeln. Der Staat muss auch die Wahrheit über das Recht immer wieder von aussen empfangen, da
    er diese nicht in sich selbst trägt. Recht und Gesetze wandeln sich,
    aber Entwicklungs(individualisierungs)wahrheiten sind absolut, zeitlos, unwandel- und nicht diskutierbar. Was nicht vergeht, kann auch nicht verbessert und geändert zu werden.
    VIII.) Am Anfang allen personalen Tuns steht nicht die autonome, kri- tische Beurteilung, sondern es ist erst einmal ein Urvertrauen in tradierte Wertvorstellungen, welche dann in persönlicher Verant- wortungsfreiheit übernommen, abgelegt oder weiterentwickelt werden können. Der (religiöse)Entwicklungs-Individualisierungs- Strebetrieb, der naturgemäss dem Menschen eigen ist ist mehr als
    die Sozialisierung zeitgeistiger, kultureller Werte, welche ihre Wur-
    zeln in der Religion haben. Das eine ist lebenstragend, das andere
    nur lebenswissend. Ohne Traditionen wird der Mensch nicht freier, kritischer oder mündiger, sondern er braucht erst einmal die ge-
    machten Menschheitsfahrungen und auch die Gesellschaft, um in
    der persönlichen Auseinandersetzung seinen Entwicklungsweg zu finden. Transzendierung ist nur möglich, wenn etwas zu Überwin-
    dendes da ist. Nur wer weiss, wo er her kommt, kann auch wissen, wohin er gehen soll.


IX.) Die pädagogischen Bildungslernzielsetzungen für das Schulfach Religion sind z.B. in Anlehnung an den Lehrplan des Bundeslandes Nord-Rhein-Westfalen für katholische/evangelische Religionslehre (aber ohne Berücksichtigung der (religiösen) Entwicklungs-Sinn-Seite und Lebensbedeutung)*.

    Katholische Religionslehre
    • Mit Formen gelebten Glaubens vertraut zu machen.
    • Die religiöse Dialog- und Urteilsfähigkeit zu entwickeln und zu för-
    dern.
    • Schülerinnen und Schülern Möglichkeiten zu eröffnen, die christ-
    liche  Wahrnehmung des Menschen zu entdecken, zu entfalten und
    zu gestalten.
    • etc.
    Evangelische Religionslehre
    • Elementar in die biblische Tradition des Alten und des Neuen
    Testaments einzuführen.
    • Die Lebenswirklichkeit der Schülerinnen und Schüler und die bib-
    lisch christliche Tradition in Beziehung zu bringen sowie wechsel-
    seitig zu er schließen und zu vernetzen.
    • den Schülerinnen und Schülern Orientierung auf der Suche nach
    einer eigenen Lebensausrichtung zu geben.
    • Perspektiven für Verständigungsbereitschaft, Offenheit, Toleranz
    und  Respekt zwischen Menschen verschiedener Konfessionen und
    Religionen zu eröffnen.
    • Auf der Grundlage evangelisch-christlicher Wertmaßstäbe Impulse
    für verantwortungsbewusstes ethisches Handeln zu geben.
    • Evangelische Tradition in Beispielen und Ausdrucksformen geleb-
    ten christlichen Glaubens zu vermitteln.
    • etc.

Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird versucht z.B. christ-liche Werte zu vermitteln. Entwicklungs-Kultur-Lernen vertritt die Meinung, dass es ebenso wenig christliche Werte,wie es eine christliche Bildung gibt. Die Bildung ist autonom und die Werte sind universell menschlicher Natur. Es müssen die christlichen Werte im Kontext der allgemeinen menschlichen Werte interpretiert werden. Weil es keine für jedermann allgemeingültigen Werte gibt, muss jeder persönlich seine eigenen Werte  und Maßstäbe finden. Aber auf der anderen Seite sind rechts staatliche und gesellschaftliche Grundwerte nicht aus reichend und der stabile Staat ist von Werten abhängig, die er selber nicht entwickeln kann. Erst mit dem Kennen und der Auseinandersetzung mit der (christlichen) Tradition lassen sich individuelle Wertvorstellungen entwickeln*.


*I.) Das Entwicklungsrecht, was den Einzelnen begründet, gilt für den Einzelnen, die demokratische Gesetzgebung ist für alle gültig.  Der Staat muss auch die Wahrheit über das Recht immer wieder von aussen empfangen, da er diese nicht in sich selbst trägt. Recht und Gesetze wandeln sich, aber Entwicklungs-Individualisierungs- Wahr-

heiten sind absolut, zeitlos, unwandelbar- und nicht diskutierbar.


II.) Die Gesellschaft als Ganzes kann keine Werte entwickeln, son-

    dern nur  Menschen, welche existentiell für den Staat und die Gesellschaft sind. Deshalb ist der Entwickler unersetzbar und weil das wertvollste Mitglied, " das Salz der Gesellschaft " und deshalb " systemrelevant ". Er ist es, der die Anderen durch " sein-anders-sein " weiterbringt. Entwickler machen den Unterschied aus, weil es die Anderen schon gibt. Einer muss es zuerst gedacht und getan haben. Durch ihn wird die Welt zu einem besseren Ort *.


  • Von der Bildungsfreiheit, welche sich für einen weltan- schauungsfreien Werteunterricht einsetzt (lebenswis- send) zum " Entwicklung-Lebens-Christentum-Unter- richt" (ehemals Religionsunterricht der Glaubensge- meinschaften), welches sich für die Individualisierungs-Werte-Entwicklung eines gotischen Lernprinzips einsetzt (lebenstragend)*.


* I.) Der (religiöse)Entwicklungs-Individualisierungs-Strebetrieb,

    der naturgemäss dem Menschen eigen ist und was den Menschen übersteigt ist mehr, als die Sozialisierung zeitgeistiger, kultureller Werte, welche ihre Wurzeln in der Religion haben.


II.) Entwicklung ist welt-und wertanschaulich neutral, weder demo-

    kratisch noch undemokratisch und das gemeinsame, unwieder- holbare verbindende Prinzip aller Menschen. Entwicklung als natur- gesetzlicher Drang und als Lebensformprinzip ist mir näher,"als ich mir selbst bin". Entwicklung setzt sich seinen Wert selbst und "als Lebenseigentlichkeit" rechtfertigt diese den Menschen.


  • Beim Bildungs-Kultur-Lernen war und ist der theo-logische Lebens(bibel)gehalt) wichtig für das religiöse Leben des Menschen. Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen ist der teleologische Lebens(Logos)gehalt wichtig für das individualgeschichtliche Entwicklungsleben des einzelnen Menschen.
  • Bildungs-Kultur-Lernen ist bildungsneutral und hat seine Wurzeln in der Vernunfts- und Moralethik des Philoso- phen Immanuel Kant (weltanschaulich freier Werte-unterricht). Entwicklungs-Kultur-Lernen ist geprägt von dem Lebens-Christentum-Gottesverständnis eines Meister Eckhart (lebensanschauliches-Entwicklungs-Individualisierungs-Gottesverständnis)*.


*I.) Religiöse Bildungsvermittlung ist der pädagogische Bildungs-

    versuch Religion und christliche Werte zu vermitteln, konfessions-
    freier Ehtikunterricht und die Moralreligion des Philosophen Kant, während religiöse Kultur-Vermittlung das Religionsverständnis eines  Meister Eckhart ist.


II.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen werden dem Lernenden Weisheiten, Werte, Tugenden und  Erkenntnisse des Bildungs- und Kulturgutes vermittelt, um wissender zu werden. Es ist die bequeme Wahrheit, die in der Belehrung und in den Appellen der Lehrer, Eltern und Politiker zu finden ist ( Es ist leicht die Wahrheit zu wissen, aber schwer in der Wahrheit zu leben). Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen beginnt der Lernende diese gelernten Weisheiten auf ihren Wahrheitsgehalt in der eigenen Lebenserfahrung zu prüfen, bevor er sie zu eigen gemacht, um weiser zu werden. Wenn die allgemeine Wahrheit zur Schulweisheit wird, ist sie für die Entwicklung nicht mehr brauchbar. Die Wahrheit, die z.B. nur in der Literatur oder Ethikunterricht ge-

    sucht, aber nicht im Leben angewendet wird, bleibt bedeutungs-

los.  Wer zu einer Wahrheitserkenntnis gelangt, muss alles war er über Wahrheit weiss, erst einmal vergessen. Über die Wahrheit informiert man sich nicht, sondern sie geschieht. Die unmittelbare und selbst erfahrene Wahrheit hat eine höhere Autorität, als die vermittelte Wahrheit.


  • Von während man früher nach oben nach der Amts-und Lehrautorität schaute und (ge)horchte zur Richtungs- änderung von unten nach oben (vorbildlos) zu den eigenverantwortlichen, autodidaktischen stillen Vorbild-Entwicklungs-Christen im Lande,weil trotz konfessio- neller Religionsferne, die innere Suchunruhe weiter gegeben ist und nur jeder Einzelne seine Entwicklungs-Individualisierungs-Friedens-Gewissens-Bringschuld einer Entwicklungslosigkeit hat, wo er Rechenschaft abgeben muss (gewissenhaft)*.


* Wir können aber das Gewissen als " höhere, zeitlose Intelligenz und Führungs-Orientierungs-Instrument " nicht einfach ignorieren, was immer schon richtig war. Wenn das Gewissen als der zentrale Ort erscheint, an dem die Dinge des Menschen und der Welt immer ent- schieden werden und die Spaltung des Menschen überwunden werden kann, ist das Entwicklungs-Individualisierungs-Gewissen

    der archimedische Punkt des Menschen, die prima causa aller Bewegtheit, von der alles ausgeht und bewegt wird. Ohne Gewissen hört der Mensch auf als Einzelner zu existieren, denn nur im Ein- zelnen ist das Gewissen wach und nur als Einzelner besitzt der Mensch Zugang zum Gewissen. Das Gewissen ist im Einzelnen gebunden und wird im Kollektiv aufgehoben. Nur der Einzelne
    wird von seinem Gewissen bedrängt, während das Kollektiv gewissenlos ist.


  • Von der religiösen Vermittlungstradition durch Missio- nierung, Sozialisierung, neue Medien,Schrifttum,Predigt und Religion als ein Schulfach durch Lehr-und kirchliche Autoritäten und sonstigen Heilvermittlern zur evoluti- onären, religiösen autodidaktischen Selbst-Vermittlung durchs Leben, weil das Leben alle Religion beinhaltet, die der Mensch braucht und nur durch Entwicklungslernen als z.B. Kultur-, De-und Entmaterialisierungs- und Un- sterblichkeitslernen , evolutionäre Jetztzeit-Nutzung, säkulare, evolutionäre Nachfolge Christi in der Gesell- schaft und Beruf dieses tut (es entfallen dann auch kirchlichen Heilsangebote wie z.B. Beichte, Gottes- dienst, Firmung, weil diese entwicklungsimmanent sind).
  • Von der religiösen Erziehung im Elternhaus (von unten nach oben und  religiöse Fremdverantwortung)zu den Menschen,welche keine religiöse Erziehung als Kind erfahren haben  werden im Erwachsenenalter durch das Leben religiös erzogen ohne es religiös zu deuten (von oben nach unten und religiöse Eigenverantwortung).
  • Von man kann nicht genug predigen zu man kann nicht genug tun.
  • Von euphorisierenden, begeisterten  Jungpredigern nach "viersemestrigen Theologiestudium" jedem gleich den Schlüssel  für  den Himmel in die Hand zu geben, was   jeder jugendlichen Seele eigen ist zur Sinnfrage einer Predigerautoriät,wann sie imstande  ist,  die tieferen Seelenschichten des Menschen zu erreichen.
  • Von dem Maler  Vincent van Gogh,welcher Prediger  werden wollte und eine  zeitweilige (Berufs)anstellung als Hilfsprediger im Boringe bei Mons einem belgischen Steinkohlerevier fand, aber seine Anstellung nicht ver- längert wurde zu seinem weiteren (berufenen) Maler- entwicklungs-Invidualisierungs-Weg sich selbst zu werden. Wäre er ein Leben lang  Prediger  geblieben, wäre die heutige Kunstwelt um ein Vielfaches ärmer.

                     Gotik


  • Vom zweckhaften Schul-, Bücher und von den moder-  nen Medien lernen (Bücher, Internet und andere Wis-sensquellen) zu dem zweckfreien Lernen von den go- tischen Kathedralen, von denen ich mehr gelernt habe (Lebenstiefe) als bei allen meinen Bildungen wie Bil-dungswissen, Berufskönnen und Lebenserfahrungen (Sach-, Symbol-und Lebensquellen). Man arbeitet sich an grossen Gedanken empor und setzt sich mit den Gleich- nissen und Allegorien als auch mit den tiefen Hinweis- und Symbolgedanken auseinander und erkennt sich darin selbst. Der Lernende wird zum Einzelnen, weil das Gelernte individualisiert wird und dadurch der Einzelne nicht zum Lernenden wird*.


* Im Kern geht es ist um die Feststellung Meister Eckharts, das

    jedes Ding, jeder Begriff, jede Situation, jeder Eindruck, jede Lebenslage, jede Erfahrung, jede Lebensdisharmonie, jeder Konsum,
    jede Technik, jede Unterhaltung, jedes Problem und Krise, jedes
    gute oder schlechte Tun, jeder Lebensdruck, jedes Erlebnis, jede Bewertung,  jede Empfindung, jedes Leiden,jede menschliche Begegnung, jede Ichbezogenheit, jedes Konsumierbare, jedes zweckdienliche seine eigene Gotteswahrheit hat und automatisch
    zur Individualisierungs-Bringschuld einer Entwicklungslosigkeit wird,wenn diese nicht als Zeichen und Mittel zum Individualisie-
    rungs-Sinnzweck verwendet wird, welche auf Höheres verweisen,
    was verwirklicht werden soll. Es sind alles nur Wegweiser,  Hilfen
    Probiersteine und Mittler für den Weg  nach oben was den Men-
    schen übersteigt und sind  nur je nach kultureller Affinität Mittel
    zum Entwicklungs-Individualisierungs-Reifezweck, welche nicht
    an die Seele heranreichen. Alles dient nur dem einen Ziel durch die Dinge hindurch zugehen, um ihnen gegenüberstehen. Erst dann ist es möglich, diese in der Entwicklungs-Transzendierung zu überwin-
    den und zu einem Stück mehr Frieden zu gelangen, weil Ruhe aller
    Unruhebewegung Suchziel bleibt. Das Viele ist nur da sagt Meister Eckhart, um zu dem Einen (Gott) zu gelangen, und dieses Eine ist Frieden, ein weltlich Ding und geistiger Stand zugleich. Alles wird
    in der Absicht getan, es zu überwinden.Die Säkularisierung als  De-und Entterialisierung wird religiös begriffen.
    Vom Bildungs-Kultur-Lernen, wo versucht wird durch eine  Gottesdienstpredigt z.B. im Straßburger Münster als Mittel der Wahrheitsverkündung Religion ins Leben des Einzelnen zu bringen (durch die Predigt belehrt werden)zum Entwicklungs-Kultur-Lernen,wo  sich in der religiösen Bausymbolik, in den Farbglasfenster und Figurendarstellungen das Münster selbst predigt und möchte jeden zur Christus-Nachfolge der Wahrheits-Selbst-Erforschung, zwingen. Es ist der Versuch, sein Leben im Entwicklungslebens-Individualisierungs-Prozessakt zur Religion werden lassen und damit sein Leben predigen, weil im persönlichen Entwicklungsle-bensweg alle Religion zu finden ist, die der Mensch braucht (z.B. durch Lebensirrtümer, Erfahrungen, Krisen als Erkenntnismittel zum Entwicklungs-Individualisie- rungs-Zweck und zu seinem Frieden zu gelangen und als Autodidakt gelehrt werden).


  • Von der gotischen Pracht der lichtdurchfluteten, farbi-gen zahlreichen Glasfenster (z.B. 176 Fenster in der Notre Dame von Chartres) in denen Bibelszenen dargestellt wurden, um die Menschen Gott näher zu bringen um gottgleicher zu werden (sinnliches Bewusstsein) zur Pracht des gotischen Lernprinzips mit seinen lebens- durchfluteten, individualisierungs-pädagogischen, zahlreichen Entwicklungsmöglichkeiten, wo Lebens- zenarien dargestellt werden, um ein Einzelner zu werden. Die Niemanden gleich sind, sind Gott gleich (transzen- diertes Bewusstsein).
  • Von der gotischen Kathedrale, welche eine Vision einer anderen Welt verwirklichen wollte zum Entwicklungs- lebenskonzept, wo bei Entwicklungsreife-Nr.782 die Vision der persönlichen Individualisierungs-Entwick- lungswelt verwirklicht wird.


  • Beim Bildungs-Kultur-Lernen  wird versucht durch eine  Gottesdienstpredigt z.B. im Straßburger Münster als Mittel der Wahrheitsverkündung Religion ins Leben des Einzelnen zu bringen (durch die Predigt belehrt werden).  Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen predigt sich  in der religiösen Bausymbolik, in den Farbglas- fenstern und Figurendarstellungen das  Münster selbst und möchte jeden zur Christus-Nachfolge zwingen. Es ist der Lebenswille und die Ideengeistesmacht, ein mäch- tiges, direktes, urweltliches, unbekanntes Gottes-Bewusstseins-Lebens- grund-Urgefühl, der einst elementar in die Formen gelegt wurde und die Zukunft aller und von allem ist. Diese Willenskraft ergreift jeden " gotischen Menschen " und reisst ihn mit und der hohe Münsterturm zwingt den Blick automatisch nach oben zum Himmel als metapho- rische Nähe zu Gott (durch Leben gezogen werden)*.
  • * Beim Bildungs-Kultur-Lernen ist es  lohnend bspw. in einer " Quizveranstaltung"zu wissen, dass die architektonische Höhe des Nordturms des Straßburger Münsters 142 Meter beträgt (weiß ich). Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen lohnt sich die Turmsymbolik zu wissen, welche für die Lebensblick-Richtung nach oben steht, wel-
    ches auf Höheres verweist, was verwirklicht werden soll was tiefer liegt und lebens-indivdualisierungswegweisender ist. Es steht für
    die tiefste Sehnsucht," in den Gottesursprung " (Frieden) zurück zu kehren (was ich bin und einma sein werde).
    Missionierung.
    Missionierung ist eine  Grundüberzeung,dass sich die Religion einmal
    durchsetzen wird.


  • Von der missionsgeschichtlichen Bewegung einer Ver- kündigungsreligion zur Entwicklungsindividualisie-   rungsbewegung ,wo die Religion ins Leben aufgelöst wird.
  • Von dem traditionellen "Missionierungs-Pfingstgeist-Ideal" des "Geht hinaus in alle Welt und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen" zum Bringschuld-Indivi- dualisierungsideal einer Entwicklungslosigkeit , wo ich in meiner persönlichen Welt jeden Tag versuche, wenigs- tens einige "Buchstaben des Evangeliums" als Stiller im Lande  Alltagswirklichkeit werden zu lassen ohne mich auf das Evangelium zu berufen*.
    * I.) Nur weil ich mit einer Verbesserung der Welt in mir angefangen habe, hat sich in der Welt wirklich etwas verbessert.
    II.) Wer Gott nicht beim Stallmisten hat hat ihn auch nicht beim
    Gebet *

* Meister Eckhart.


  • Von "viel Geld in die Hand zu nehmen", um die Seelen durch z.B.eine Missionierungs-Belehrungs-Bekehrung zu retten zu wenig Geld zur Verfügung haben und oft  wenig verdienen bei der Entwicklungs-Individualisierungs-Entwicklung in der säkularen, evolutionären Nachfolge Christi in der Gesellschaft und im Beruf*.

* Die Entwicklungsreife/Gnade-Nr.782 lässt sich nicht  mit Geld erkaufen und Entwicklung ist genauso möglich in guten wie in schlechten Tagen.


  • Von dem neutestamentlichen Missionsauftrag (Mis-  sionsbefehl) vom Ende des Matthäus Evangeliums (Matthäus 28,19) ableitet nach dem christlichen Ver- ständnis als bibelinterpretative Begründung für eine Mission (Missionar) zum Entwicklungs-Individualisie- rungs auftrag des Meister Eckhart  als metaphorische Begründung, dass ein Stück Entwicklung mehr wert ist, als eine neue Welt erschaffen,  weil Entwicklung ewiglich bleibt (Mit einer Mission herum laufen)*.
    * I.) Darum gehet hin und lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes,(Matthäus 24.14),(Markus 16.15-16),(Korinther 5.20) und lehret sie halten alles, was

ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende (Matthäus 18.20)*.


    * Im Christentum gilt das 19. Jahrhundert als das „große Jahrhundert der Weltmission“. Der Yale-Professor Kenneth Scott Latourette konstatiert: „Mit dem 19. Jahrhundert begann seine [des Christen- tums] grösste geographische Ausbreitung weltweit.


II.) Dieser Missionierungsauftrag wird als das Drängen zur Religion oder Religionswechsel als Konversion, wo neue Glaubensgrundsätze und Religionstraditionen übernommen werden, nicht von allen christlichen Religionsgemeinschaften geteilt. Missionieren wird eher kritisch betrachtet als ein äusserliches Überstülpen und Austausch vom neuen Glaubensgut ohne innerliche, verankernde  Reflexions- reife. Die Religion wird den Freiheiten untergeordnet und endet da-

    mit anstelle, dass die Freiheit erst in der  Religion entdeckt und "zurück errungen" wird, als höchste Entwicklungsstufe der Religion.


III.) Die ehemalige Christianisierung ist heute nur noch eine ober-

    flächliche, unbedeutende Randerscheinung. Mit der Bekehrung zum Christentum durch die Missionierung bildete sich der " deutsche Volkskörper ", aber die Kirche war bei unseren Vorfahren im ger-
    manischen Volksgeist immer ein Fremdkörper und nur übergestülpt und die anderen Gottheiten wurden oft beibehalten, was bei einer Missionierung auch nicht anders sein kann. Weil die romanischen
    und germanischen Völker das Christentum von den Römern in lateinischer Sprache übernommen wurden, war es nie verwurzelt
    und es wurde nie internalisiert. Der einzelne Mensch hat sich seit über 1000 Jahren (Tradition) kaum religiös weiter entwickelt. Wenn
    es mit der Väterreligion nicht mehr weitergeht, sucht sich der Welt-
    geist, in Abwandlung an den Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegel ein anderes Medium. Das Christentum war essentiell eine unvollkommene Religion und wie Martin Luther meinte einer neuen Inhaltsinterpretation bedarf und mit neuer Bedeutung gefüllt werden muss, wenn es nicht untergehen soll.


  • Von während man auf der einen Seite an der alt hergebrachten Anschauung einer einzigartigen Ge- schlossenheit und Unwandelbarkeit des Christentums für alle Völker gleichermaßen festhält zu dagegen steht die Einzigartigkeit eines jedes Volkes hinsichtlich der Religions- und Christentumsgestaltung. Missionierungs- erfahrungen haben gezeigt, dass es unklug  gewesen wäre, einem seine Götter nehmen zu wollen ( wurden einverleibt), sondern man soll sie einem lassen und als Mittel zur Gotthinführung zu begreifen.Weitere Missio-  nierungserkenntnisse bestätigen, dass verschiedene Völker von ihren kulturellen Wurzeln, der seelischen Verfassung und ihrem Wesen nach offen waren für die Botschaft des Christentums, aber auch verschiedene Völker in dieser spezifischen europäischen Form das Christentum strikt ablehnten. Erst Zivilisieren dann konvertieren war das Motto vieler Missionierungen.Das Christentum kann nur Kulturen verwandeln, wenn es ein Teil von ihnen wurde und nicht indem man einer Kultur gegenüber eine andere austauscht.Die Zeit eines reli- giösen Imperialismus ist vorbei und wird durch die Inkulturation ersetzt*.


*  Missionierung als Christianisierung bleibt ein heikles Geschichts- thema. Diese hat  immer zwei Seiten. Was auf der einen Seite Be- kehrung ist, ist auf der anderen Seite Zerstörung und religiöser Imperialismus und Kolonisierung. Was auf der einen Seite Errettung sein soll bedeutet auf der anderen Seite Knechtung. Was hier als Hals-

    starrigkeit gescholten wird, ist dort höchste Treue. Was hier als Gehorsam verlangt wird, ist dort Verrat. Die Missionstätigkeit des Bonifatius im nicht-christlichen Germanien war so betrachtet Überfremdung der kultu- rellen Identität und das Ende war mit dem Anfang schon mitgegeben. An den Axthieben  gegen den  Stamm der"  heiligen Eiche von Geismar "(Hessen) geht so ge- sehen als Spätfolge heute das Abendland unter (religiöser Dualismus) und das Ende der christlichen Mission angelegt, wertverschiedene Gegensätze der Völkern und auch alle Gegensätze einer umfassenden und durch-
    dringenden Ein-und Ganzheit)*.


*  In inhaltlicher Textanlehnung aus " Vom Untergang des Abend-

    landes zum Aufgang Europas", Sigrid Hunke, deutsche Religions-
    wissenschaftlerin, Germanistin und Vertreterin eines unitarischen Neopaganismus.


VI.) Jede Missionierung ist von einem Intoleranzgedanken beseelt, "weil nur mein Gott der wahre ist", muss es auch der Gott für alle andere sein. Für den Kreuzzugsprediger Bernhard von Clairveau gab es nur Bekehrung oder Vernichtung. Mit Morgensternen und Henkers- schwerten glaubte man damals dem Christentum zu dienen.


VII.) Es ist schwer nachvollziehbar dass eine (Kultur)lehre, welche von der Schuld erlöst einer anderen,fremden Kultur als Heil übergestülbt wird, welche das Schuld-und Erlösungsbedürfnis gar nicht besitzt.


VIII.) Die Form der Missionsarbeit ist indirekter und subtiler ge- worden. Früher trat ein Missionar in dem Missionsland seinen Dienst an , während heute z.B. durch das "World-Wide-Web" jeder "in seinem stillen Kämmerlein" rein potentiell Zugang zu (s)einem Missionie- rungs glaubensgut hat. Es ist der gleiche, dynamische Quantensprung einer Medienrevolution von den beweglichen Metall-Lettern der gutenbergischen Druckerpresse zu Beginn der Neuzeit, wo durch erst Martin Luthers reformatorische Ideen eine Verbreitung finden und zu einer Bewegung werden konnten zum "World-Wide-Web" des Inter- nets, wo Ideen Verbreitung finden. Die weltweite Vernetzung erlaubt es, dass z.B. ein heute noch Unbekannter wie "ein Phönix aus der Asche empor steigt", den bisher niemand auf der Rechnung hatte und nun alle mit sich zieht, weil er als Verkannter schweigend das Wort ergriffen hat. Es hat sich noch nicht überall herumgesprochen, dass nur Träumer die Welt verändern.


  • Von Deutschland ist wieder zu "einem rechristianisieren- den, respiritualisierenden und resakralisierenden "Missionsland" geworden  (Auflösung und Dekonzentra- tion der Bindekräfte der Kirche) zu die dunklen Keller- jahre sind vorbei, weil Deutschland  immer mehr zu einem "Entwicklungs-Individualisierungs-Land"  wird und das Fiat lux angekommen ist (Verlagerung und Konzen- tration der Bindekräfte auf die Entwicklung in einer evo-lu tionären, säkularen Nachfolge Christi*.
    * Die Heilsverwaltung wird zur Heilsgestaltung, die Sakramenten- frömmigkeit zum sakramentalen als das Befreiende  in den Dingen, Umständen, Geschehnissen in der Welt, welches  auf Höheres verweisen was verwirklicht werden soll, ein direkter,unmittelbarer Weg über das Leben zu Gott als der  indirekte, mittelbare Weg über die Theologie,die Enzauberung der Religion wird zur zauberhaften Reli- gion als eine geistige (Entwicklungs)bewegung überkonfessio- neller Art, die Krone aller Kirchen und die Zeit der "dunklen Keller- jahre" und das Deutschland wieder zu einem "Missionsland" ge-
    worden ist, sind vorbei. Dass Religion dann nur mit Kirch- turm, Bet-und Beichtstuhl, Kirchenbänken und Heiligenbil- dern, Wallfahrten, der Kanzel und dem Opferstock, der Altäre, dem ordinierten Klerus, der theo- logischen Texte, den  Dogmen und dem Papst zu tun hat, gehört auch wenn es hyperbolisch sich anmutet, der mittelalterlichen Vergangen- heit an. Es ist auch ein anderer Gott, der über den Schlafzimmerbett unserer Grossväter und Urgrossväter hing.
    Von dem Missionierungsauftrag des Christentums " Da- rum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern" zu den stillen, unscheinbaren Entwick-lungsvorbilder und Vertreter einer neuen Sehnsucht im Lande, welche durch ihre eigene Webseite und Blogs, in den Foren und sozialen Medien durch die weltweite Interverbundenheit eine grosse Leserschar (Influencer) haben, weil sie mit ihren Ideen die Welt zu einem bes- seren Ort machen wollen und dann noch daran schuld sind und zu einem Jünger werden in der säku- laren, evolutionären Nachfolge Christi*.
    * I.) Die weltweite Vernetzung erlaubt es, was als eine höhere techni-
    sche Entwicklungsstufe der Ideenverbreitung weltweit eingestuft wird, dass z.B. ein heute noch Unbekannter, aus einfachen Ver-
    hältnissen wie " ein Phönix aus der Asche empor steigt ", im ge-
    sellschaftlichen Mittelpunkt steht und Verantwortung für andere übernommen hat, den bisher niemand auf der Rechnung hatte. Keiner ahnte, aus welchem Holz der ehemalige, geistige verkannte Schulversager und Schulabbrecher, Bildungsverkannter und Be-
    rufsabbrecher  geschnitzt war und nun alle mit sich zieht, weil ein "digitaler und analoger Idealist und "Genie der Selbstevolution",
    nicht Anerkannter,  Unbekannter und nur sich selbst Bekannter,
    eine Entwicklungsnatur, von den Eltern nur als Träumer titulierter und " stilles,  verborgenes Vorbild " bspw. " im Leseraum Internet " schweigend in einem Blog, in sozialen Medien oder auf der eigenen Webseite das Wort ergriffen hat in Anlehnung an den Philosophen Friedrich Nietzsche dass, wenn Schweiger reden, die Welt den Atem anhält. Die ehemaligen Lehrer, Vorgesetzte und Kollegen, weil alle über- wachsen, werden zu "demütigen Schülern " und es wird eine Ehre sein ihn zu kennen und ein Vorbild darstellt für alle.
    II.) Aber was ich geworden bin und weiter noch werde, bin ich nur
    aus mir selbst geworden und es waren nicht andere Menschen
    und keine Bildungserlebnisse, welche mich geformt oder reiche Eltern, welche mich weitergebracht haben, sondern es ist das Ergeb-
    nis eines individuellen Entwicklungsstrebens.
    III.) Nichts grosses wäre in der Welt entstanden und keine neue Idee
    hätte sich durchgesetzt, wenn man nicht die Vorurteile der Men-
    schen bekämpfte. Alle grossen und neuen Ideen fielen bei den Dogmatikern, Konservativen, Beharrern, Angepassten, ewig Ges-
    trigen, Intellektuellen und Fundamentalisten meistens unter ein Denkverbot oder im religiösen Dunstkreis  wurden diese als Blas-
    phemie bezeichnet.
    IV.) Die Gesellschaft lässt einen reichen, aber keinen Entwick-
    lungs-Individualisierungs-Menschen zu und der Entwickler wird

zum benachteiligten Aussenseiter, aber der reichste Zustand der Gesellschaft bleibt das Entwicklungs-Individualisierungsideal. Der Entwickler ist unersetzbar und weil das wertvollste Mitglied, " das Salz der Gesellschaft " und deshalb " systemrelevant ". Er ist es, der die Anderen durch " sein-anders-sein " weiterbringt. Entwickler machen den Unterschied aus, weil es die Anderen schon gibt.Siehe Textfortsetzung in Gesellschaft-und Entwicklungsmensch


    V.) Es geschieht zwar viel in der Welt und um uns herum, aber in Wahrheit geschieht alles nur in mir. Es ist der Weg von der Verwand-
    lung der Welt, um diese in der Aussenwelt bspw. durch Reformen, Technik und viel Geld zu verbessern und retten zu wollen und der Mensch will und kann bleiben wie er ist zur Verwandlung des Men-
    schen in seiner Innenwelt, wo der Mensch sich im Entwicklungs-Individualisierungs- Prozess wandelt, weil dieses das Ganze dar-
    stellt und dieses der einzige Punkt ist, wo in der Welt wirklich etwas geschieht und deshalb ist er " der Nabel der Welt " und macht den Unterschied aus.

Von dem frommen Wunsch und aufrechten Bemühungen Religion zu sozialisieren, zu missionieren und zu (be)leh- ren, der Theorie eines "Gottesgens" nachhängen, dass wir eine genetische Prädisposition für spirituellen Glauben haben und  dass die Religion vererbbar sei zur wirklichen Religions-und Entwicklungs-Individuali- sierungs- Wahrheit, welche sich erst voll bei der Gnade/ Reife Nr.782 erschliesst und einem geschenkt wird *.


    * I.) Das "Gottesgen" kann auch entwicklungsmässig verstanden werden,weil in jedem Menschen der Lebensauftrieb des individuellen Eigengesetzes wirkt.Deshalb ist Religion angeboren und gehört kons- titutiv zum Menschsein. Die Religion und der Glaube an Gott sind
    vom Menschen als Anlage mitgegeben und deshalb ist jeder Mensch religiös*.

* Alle Kreaturen richten ihren Lauf auf ihre höchste Vollkommenheit. In allem findet man ein Drangstreben nach Gott hin. Um ihm gleich zu werden, dass  ist die Gemeinsamkeit aller Kreatur*.


*Meister Eckhart.


    II.) Ein Mensch, der 2000 Jahre christlich geformt wurde bleibt im Positiven wie im Negativen christlich, alles andere ist Unfug und Spielerei. Die religiösen, geburtsbedingten Werte kann man nicht erwerben. Sie sind Schicksal. Es ist der archimedische Punkt des abendländischen Menschen, von dem aus alles bewegt wird und dieser ist religiöser Natur. In der Tiefe seines Wesens ruhen starte mytische Kräfte, welche sich dem bewussten Zugriff entziehen.

Das Leben ist tief religiös und völlig untheologisch zugleich. Wahre Religion findet man nur im Leben und Entwicklung ist die christliche Auffassung vom Leben. Das religiöse Grundmuster bleibt als ein neues, zeitgemässes Religionsverständnis auf der Grundlage der alten, unvergänglichen Wahrheiten.


    III.) Reife bedeutet im religiösen Duktus "Gnade".Entwicklung und Reife gehören zusammen.Die Reife ist in allem und der gesamten Evolution im Keim immanent von vornherein schon da und dieses Phänomen nicht erklärt werden kann. Hat die Natur ihr Höchstes
    erreicht, erfolgt die Entwicklungsreife. Der Mensch steht seit Ewig-
    keit in der Entwicklung und deshalb steht er in seit Ewigkeit in der Reife. Jeder Mensch auf Erden erhält eine ihm eigene Reife und dadurch ist ein jeder von jedem anderen verschieden. Auf dem persönlichen Entwicklungsweg ist die Reife für die Individualisie-

rung immer mitgegeben und diese liegt in der persönlichen Entwick- lungsnotwendigkeit inne, weil in jedem etwas anderes in der Ent- wicklung am reifen ist. Der Entwicklungsprozess ist Reifeprozess für die Empfängnisbereitschaft, welche zugleich auch die Befruchtung für den nächsten Entwicklungsschritt darstellt.Der Reifezeitpunkt ist der archimedische Nullpunkt, von dem aus alles entwicklungsmässig in Bewegung gesetzt wird.


    IV.) Einerseits ist jeder Mensch dazu bestimmt ein Individuum zu werden,aber um die dazugehörige Reife können wir uns nicht   bemühen, darum kämpfen, durch eigene intellektuelle oder körper-
    liche Anstrengungen sie erzwingen.Diese Entwicklungsreife kann
    ich auch nicht suchen, weil sie die Suchende ist. Die menschliche Vernunft und der Verstand sind nicht  in der Lage, die Entwicklungs-
    reife herbeizuführen. Es steht in niemanden Macht durch eigene Aufstiegsbemühungen, durch Arbeitshochdruck, ethischer Vorleis-
    tung, tugendhaftem Leben, Zeitraffung, Lebensaskese, Seminare, Bildungsbemühungen oder durch viel Geld diese zu beeinflussen, zu beschleunigen oder zu erzeugen. Der letztendliche, tiefe Durchbruch der Reifeerkenntnis kann nicht willentlich vollbracht werden und
    ist nicht die Ursache eigenen Wirkens. Die Reife wird einem ge- schenkt,  kommt von selbst und unerwartet " wie Schnee im Som-
    mer" und deshalb kennt sie auch kein Ego oder Stolz. Die Unreife
    ist meistens auch der Grund, warum moralische Instanzen, Erziehungs- und Bildungsbelehrung eigentlich machtlos sind.


V.) Siehe auch " Bis zum Reifezeitpunkt...Beim Reifezeitpunkt...

    Nr.782 in Kulturlernen-17
    Von der Verbreitung des Evangeliums durch  Fremdmis- sionerung in der Lehre (Missionierungsbewegung) zum Evangelium, welches sich in der Selbstbekehrung bei Entwicklungs-Individualsierungs-Reife-Nr.782 im Entwicklungslebensprozess selber verbreitet, aber auch dieses gelehrt werden muss (Entwicklungs-Individualisie- rungs-Bewegung).
    Von berufen sich fühlen den Weg  allen Völkern zu Gott aufzuzeigen zu berufen zu sein erst einmal ein Notwen- digkeitsinteresse dafür zu wecken,die Reifevoraus- setzungen dafür zu schaffen und ein Wirkkraftfeld für den Nachfolgeweg, weil gegangen, vorbildhaft frei gemacht wurde in der säkularen evolutionären Nachfolge Christi*.


*I.)  So wir wir sind, ist die Welt. Jeder Mensch ist sein eigenes Univer- sum  und bewegt sich dem geistigen Weltzentrum parallel. Wer seinen Mittelpunkt gefunden hat, wird zum Mittelpunkt für die Anderen. Weil dieser Entwicklungs-Lebens-Christentum- Weg  auch nachweis-

    lich gegangen wurde und weiter gegangen wird, weil sich ein Einzel-
    ner bis in die Wurzeln in allen Lebensbereichen umgestaltet hat, hat er wirkungspotentiell theologisch den Nachfolgeweg als Unmittel- barkeit für die anderen frei gemacht und ohne dafür zu kämpfen diese sich auf geistigen Fernwirkungswege fortsetzt.Wenn einer
    den Weg gegangen ist, hat er ihn frei gemacht für andere  ist das wissenschaftliche Spiegelbild der Relativitätstheorie von Albert
    Einstein. Es wurde (Entwicklungs)raum als physische Realität ge-
    schaffen, der vorher nicht da war und erst diese Raumexpansion gibt jedem die  Chance, in den (Vorbild)kraftraum einzutreten wenn diese auch das praktische Moment der Veränderung beinhaltet, diese transzendierende  Möglichkeit (durch Selbstentwicklung) wahrzuneh- men. Der Raum ist nicht begrenzt, sondern so gross, wie der gedacht werden kann. Es ist weniger die Kunst des Möglichen, sondern im Rahmen des Möglichen, wozu ich auch wirklich reifebereit bin als eine neue Kulturkategorie,wo ich meiner Lebenswelt in der Auseinander- setzung gegenübertreten und Kultur schaffe. Alleine durch seine Exis-
    tenz wird er zum Vorwurf und zur permanenten Forderung nachzu- ahmen und ihm nachzu- folgen.Wer sein eigenes Leben erkannt hat, hat es für alle erkannt. Der Dichter Friedrich Schiller würde sagen; " Was einer im Reiche der Wahrheit erwirbt, hat er für alle erworben. Nur dieses ist der archimedische Punkt und prima causa (Heils-, Entwicklungs-,Nachfolge-und Lebenswert), auf den es ankommt. Wenn der Mensch sich durchgerungen und den Vorbildweg gegangen ist, ist das wie ein Tropfen, welcher ins Meer fliesst, wo das Meer sich in den Tropfen verwandelt und ein Einzelner zur Menschheit wird und nicht der Tropfen zum Meer wird. Der kleinste aller Samen kann den grössten Baum hervorbringen und ein einzig erwachter Mensch kann eine neue Menschheit  entstehen lassen.Es ist die Bewahr- heitung, dass "die Stillen im Lande" die lautesten Gedanken haben. Das ewige Wort wird nur in der Stille laut.
    Von dem Missionierungs bemühungen einiger  konfessio- neller Familienmitglieder zu weil jeder seinen eigenen noch nicht gegangenen Entwicklungs-Individualisierungs-Weg  der säkularen, evolutionären Christusnachfolge  gehen muss, kann er nicht bekehrt werden, durch was und durch wen auch immer. Die Fremdmissionierung und Christianisierung  wird durch die evolutionäre Selbsttransformierung auf diesem Wege geschehen.


  • Von dem Missionierungsverständnis einer "Seelenret- tung" zum Entwicklungs-Individualisierungsverständnis eines Meister Eckhart, dass Gott sich selbst rettet und jeder Einfluss von aussen (weil ohne Reife/Gnade) zwecklos ist*.


    * I.)  Weil jeder seinen eigenen Entwicklungsweg (der Christusnach-

folge) gehen muss, kann er nicht bekehrt werden, durch was und durch wen auch immer. Die Missionierung und Christianisierung  wird durch die evolutionäre Selbsttransformierung auf diesem Wege geschehen.


    II.) Die eigentliche Lebensarbeit ist die Selbsterschließung  Gottes und durch mein Leben und deshalb bin ich Gott unmittelbar. Durch Evo- lution in der persönlichen Entwicklung wird sich erst Gott selbst, kommt zum Bewusstsein seiner selbst und denkt und erkennt sich selbst und wird erst Mensch. Jedes Menschenleid ist ein Gotterleiden im Sinne von mehr Gott(Selbst)werdung. Das Leiden des Menschen

ist gleichzeitig das Leiden Gottes als Passion, wo Gott sich selbst erlöst. Gott muss Mensch werden, um selbst sein und selbst werden zu können. Gott wirkt und ich werde. Wäre ich nicht, wäre Gott nicht Gott und er braucht mich, dass er sich werden kann.In Wahrheit macht nicht der Schöpfer, sondern das Geschöpf den Schöpfer. Es ist die" Fruito Dei",die Liebe zum Selbstzweck wo Gott sich selbst wird. Seine Gottheit hängt davon ab, dass er wirken muss. Das Einzelleben ist die Offenbarung Gottes als Gegenwartserfahrung. Gott ist Mensch geworden, damit ich als derselbe Gott geboren würde. Das Göttliche wird in jedem Leben einzeln. Das Werden Gottes ist kein Entschluss Gottes, sondern mit dem Wesen des Lebens mitgesetzt,weil Gott das Leben selbst ist.


    Von wegen der "beglückenden Erfahrung mit Jesus Christus" den Drang und Sendungsauftrag verspüren dieses jedem erzählen wollen,was nachvollziehbar ist zu dass dieses individuelle Beglückungserlebnis niemanden interessiert und auch durch das Erzählen wird dieser (weil ohne Reife/Gnade)nicht beglückt.

Von  früher trat ein Missionar in dem Missionsland seinen Dienst an gemäss Mk 16,15 " Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur" zu die Form der Missionsarbeit ist indirekter und subtiler geworden (alles unterliegt dem ewigen Gesetz des Vergehens und Werdens) zu heute ist es möglich z.B. durch das "World-Wide-Web" jeder "in seinem stillen Kämmerlein" rein potentiell Zugang wann und wo auch immer zu (s)einem Missionierungsglaubensgut hat.Durch das Internet erhält das Wort des Christentums eine Öffentlichkeit, die völlig neuartig ist (ein neuer "Bonifatius" dem Zeitgeist ent- sprechend)*.


* Jeder kann Papst werden,sagte Papst Johannes der XXXIII einmal.Das beste Beispiel dafür bin ich.


  • Von den christlichen Erweckungsbewegungen, wo die Missionierung der anderen und durch jedes nur mögliche Mittel das Evangelium des Herrn Jesus Christus verbrei- ten im Zentrum der Ideologie steht zu. die Nachfolge Jesu ist nicht z.B. normierter Lebensentwurf von einer christ- lichen Erweckungsbewegung,sondern erst  bei Entwick- lungsreife-782 heisst es seinen eigenen Individualisie- rungs-Prozess-Weg in der Gesellschaft- Privat- und im Berufsleben gehen, der einzigartig ist, noch von nie- manden gegangen wurde und erst gefunden werden muss.



  • Von dem neutestamentlichen Missionsauftrag nach dem christlichen Verständnis als bibelinterpretative Begründung für eine Mission (Fremdkörper) zum Ent- wicklungsauftrag eines Meister Eckhart als metapho- rische Begründung, dass ein Stück Entwicklung mehr wert ist, als eine neue Welt erschaffen (Authentizität). Die religiöse Vermittlungstradition durch Missionierung, Sozialisierung, Predigt und Religion als Schulfach durch Priester, Lehrautoritäten und sonstigen Heilvermittlern wird der evolutionären, religiösen autodidaktischen Selbst-Vermittlung durchs Leben in der Webpräsenz www.entwicklungschristentum.de nach und nach als Weiterentwicklung polar gegenübergestellt (z.B im Jahre 1990 gab es in Deutschland ca 20 00 Priester, während im Jahre 2020 nur noch 13 000 Priester, welche die gleiche Anzahl der Seelen betreuen mussten. Die Entwicklungs- freiheit wird nicht mehr der Religion untergeordnet, sondern in der Entwicklungsfreiheit wird die Religion erst errungen.Das Leben beinhaltet alle Religion, die der Mensch braucht. Dass Menschen, welche in der evolu- tionären Nachfolge Christi nicht die gleiche Verbindung zu Gott haben wie geweihte Priester, dürfte wohl keinen mehr überzeugen.


                      Säkularisierung+Aufklärung


  • Vom Beginn eines Säkularisierungszeitalters seit Rene Descartes (Religion wird unwichtig) zum Entwicklungs-Individualisierungs-Zeitalter seit dem 21.Jahrhundert (Welt wird unwichtig im De-und Entmaterialisierungs- sinne).


  • Wer religiös war, galt in Zeiten der Aufklärung als naiv (aufgeklärtes Bewusstsein als Lebensverfehlung) zu heute, wo jeder im Zeichen der Aufklärung als aufgeklärt ist gilt, wer nicht religiös ist, ist naiv (aufgeklärtes Entwicklungs-Individualisierungs-Bewusstsein als Le- benssinn).
  • Vom Aufklärungszeitalter, wo die Religion für die Miß-stände der Welt verantwortlich gemacht wurde (weil das Heil der Seele wichtiger war, als die Weltbewältigung) zur Aufklärung der Aufklärung, wo die Missstände der Welt für die fehlende Transzendenz verantwortlich gemacht werden (Weltbewältigung als Erkenntnismittel , Sinn- zweck die Seele zu heilen und alles nur dienlich ist, was auf Höheres und Besseres verweist, was verwirklicht werden soll *.

* Siehe auch "Vom Primitivmaterialismus zum  De-und Entmate- rialismus


  • Von der Säkularisierung der Religion (Religionsverlust und Kirchenaustritte) zu von der Individualisierung der Religion,welche sich in das Leben des Einzeln auflöst und das Leben zur Religion wird (Religionsentwicklung und Lebenseintritt)*.


* Stärker als die meisten englisch- und deutschsprachigen Aufklärer  strebte die Mehrheit der französischen Enzyklopädisten des 18. Jahrhunderts nicht bloß die Überwindung konfessioneller Streite- reien, sondern die Destruktion aller bestehenden Religionen zu Gunsten des erklärten Atheismus an.


  • Von dem Philosophen Immanuel Kant, der vor 250 Jahren den Himmel entthronisierte zur persönlichen Ent- wicklung, wo jeder Einzelne seinen Himmel (auf Erden) wieder inthronisiert.
  • Von der geschichtlichen Säkularisationsbedeutung, welche  die Trennung von Kirche und Staat beinhaltet sowie die Entstehung einer säkularen, nicht religiös geprägten Gesellschaft zur weiter entwickelten  indi- vidualgeschichtlichen Säkularisationsbedeutung, wo die Trennung vom Diesseits (Rathaus) und Jenseits (Kathe- drale) überwunden wurde und Gott im Diesseits jen- seitig, Religion angeboren ist, konstitutiv zum Mensch- sein gehört und der Glaube an Gott als Anlage eines  "Gottesgen" mitgegeben ist, weil nach  Meister Eckhart   das Leben eine Erscheinung Gottes ist. Wäre ich nicht, wäre Gott nicht. Das Religiöse lässt sich vom Entwick- lungslebensprozessakt z.B. einer De-und Entmaterialisie- rung nicht trennen und ist immer mitgegeben und mitge- setzt.Jede Lebensinterpretation wird zur Religion.Säkular ist religiös zugleich.


* Religion ist die längst bewiesene und zu überwindende, dualisti sche  Welt-Diesseits (Materialistik) und Gott-Jenseits-Sichtweise (Mystik), die es aber durch das Verschränktheitsprinzip der Quanten- physik als säkulare Interverbundenheit faktisch nicht gibt, mitein- ander verwoben ist, komplementär zusammen gehört und das Spannungs- verhältnis des religiösen Diesseits (Realwelt)-Jenseits (Wirklichkeits- welt) Dualismus zum ad absurdum geführt hat. Die scheinbare Trennung vom Anderen und der Zeitenbruch von Ver- gangenheit, Gegen- wart und Zukunft sind nur eine optische Täuschung und  ein Relikt unseres dualistischen Bewusstseins. Es kann ja zwischen Theologie und Naturwissenschaft keine doppelte Wahrheit geben.


Von der Säkularisation der Religion, wo das Bewusstsein absolut gesetzt wird und das Heil und Wohl des Men- schen nur von seinem Bewusstsein und von der Kraft seiner Erkenntnis erwartet wird zum säkularisierten Entwicklungs-Lebens-Christentum, wo das Heil und Wohl des Menschen von etwas erwartet wird, was hinter dem Bewusstsein zu finden ist, das Jenseitige  im weltlichen Sein existiert und der Mensch sich nicht abfindet, dass Gott nur in einer frommen, jenseitigen Hälfte der Welt zu Hause und zu finden ist.

    Von der Säkularisierung der Religion (Trennung Kirche- Staat und Ausserachtlassung der Religion im Alltags- leben) zur Individualisierung der Religion, wo das Leben zur konfessionslosen Religion wird. Durch die (religiöse) Entwicklungslebensinterpretation bilden Religion und das Leben eine Einheit*.


* Durch die Auflösung in das Leben wird das Religiöse entmystifiziert, ist lebensnormal und so real wie die Hand am eigenen Arm. Das Religiöse lässt sich vom Entwicklungslebensprozessakt nicht trennen und ist immer mitgegeben und mitgesetzt. Deshalb ist jeder Mensch religiös. Religion ist angeboren und gehört konstitutiv zum Mensch-

    sein. Die Religion und der Glaube an Gott sind vom Menschen als Anlage mitgegeben. Alle Lebensfragen werden behandelt, als wenn sie Religion wären. So gesehen endet alle Religiöse im Profanen. Religion als solche muss keiner Denk- und Diskussionsbehandlung unterworfen werden. Religion zu haben ist die Pflicht des Menschen gegenüber sich selbst. Religion ist die Substanz der Kultur und Kultur ist die Form der Religion.
    Von der Säkularisierung einer Religion, welche dem Zeitgeist verfallen ist und damit  sich selber auflöst,weil alles dem ewigen geschichtlichen Gesetz des Werdens und Vergehens, des Blühens und Welkens unterliegt zur Entwicklung "im hier und jetzt" das Höhere und Bessere zu wollen, welches zeitlos ist und bleibt. Das Zeitlose wird durch die Zeit transzendiert und über die Zeit hinaus gelernt, auch wenn es erst einmal gar nicht nach Religion aussieht*.


* Auch in der Relativitätstheorie definiert sich die Zeit erstrangig als eine Bewegungsdauer. Wo sich nichts bewegt und verändert, da vergeht keine Zeit, so dass da auch keine Zeit ist. Die Ewigkeit, weil alle Zeit, kann deshalb auch keine Zeit eingehen. Entwicklungsver-

    besserung ist aber immer nur, solange die alles verändernde Zeit währt. Und wo keine Zeit ist, verändert und entwickelt sich nichts und da ist auch keine Evolution. Die individuelle Entwicklung ist zeitlos, geschieht in der Zeit aber unterliegt nicht mehr der Zeit.
    Wir sind nicht in Zeit und Raum, sondern Zeit und Raum sind in
    uns. Zeitlose Gedanken führen dem Körper ewiges Leben zu. Was
    ewig ist bleibt, überlebt den Zeitgeist und was in der Zeit ist, stirbt und vergeht mit der Zeit. Solange wir etwas in Raum und Zeit festhalten wollen, werden wir es verlieren.Was die Ewigkeit be-
    trifft sind eine Minute und zehntausend Jahre gleich wahr. In
    der nichtlinaren Zeit existieren Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft zur gleichen Zeit.
    Von der Säkularisierung des Christentums,wo die  Frage nach der Erkenntnis von der Frage der Erkenntnis Gottes abgelöst wurde und die Welt "Wille und Vorstellung des Menschen ist" (Religionsverlust und die Quelle ist die Vernunft)  zur Entwicklungssäkularisation als Individualisierung der Religion (Religionswandel und die Quelle ist das Entwicklungs-Bringsschuld-Gewissen einer Entwicklungslosigkeit).
    Schöpfung


  • Von dem bibelwortwörtlich gläubigen, schöpfungs- theologischen  Kreationisten zu dem Widerspruch der  naturwissenschaftlichen, empirischen Erkenntnissen der Evolutionisten und die evolutionäre These im krassen Widerspruch zum Schöpfergott steht*.

* I.) Einige Kreationisten sind daher der Auffassung, dass die Sichtweise der Naturwissenschaft und ihre Grundannahmen unvereinbar mit dem religiösen Glauben seien und sich diesem unterordnen sollten. Kreationisten lehnen oft die Sichtweise der Naturwissenschaft im Allgemeinen und bestimmte wissenschaftliche Theorien im Besonderen ab. Dies bezieht sich vor allem auf die darwinsche Evolutionstheorie und ihre Bedeutung für die moderne Evolutionstheorie. Die meisten Kreationisten bestreiten auch die naturwissenschaftlichen Theorien über den Ursprung des Lebens und der menschlichen Spezies, die geologische Erdgeschichte, die Evolutionsgeschichte, die Entwicklung des Sonnensystems und den Ursprung des Universums.


II.) Charles Darwin war ein gläubiger Mensch, aber er entthronte den Schöpfergott mit der These,  dass der Mensch wie die Tiere ebenfalls dem Prozess der Evolution unterworfen ist und gemeinsame Vor- fahren mit dem Affen hat. Diese Auffassung führte zu heftigen Kontroversen. Noch heute lehnen Kreationisten die Evolutionstheorie ab und vertreten stattdessen eine direkte göttliche Erschaffung von Pflanzen, Tieren und Menschen*.


*An Bücher der Evolution glaubt man nicht, weil sie heilig wären, sondern weil für die Evolution überwältigende Belege als wissen- schaftliches Faktum gibt,welche sich gegenseitig stützen und  für alle nachvollzieh-und überprüfbar ist.Wenn Irrtümer auftauchen, wird nachgebessert, weil Wissenschaft auch nur ein hochhangeln von ei-

    nem Irrtum zum nächsten ist.Dass aber auch heilige Bücher nicht nachkorrigiert werden, liegt auf der Hand.


III.) In Europa nimmt der Kreationismus allgemein nur eine Nischenstellung ein, aber er findet jedoch verstärkt Zulauf. Haupt- stütze des Kreationismus sind die in den Vereinigten Staaten stark vertretenen evangelikalen Christen, die über grossen politischen Einfluss verfügen.


  • Von die Welt nicht mit den Händen gemacht (Aktivität), sondern mit dem Wort (Geist)*.

*I.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen herrscht die Autonomie der Zahl und es gibt nur Klarheit  in der Mathematik. Der französische Philosoph Rene Descartes träumte von einer Lingua universalis, in der das Wort die gleiche  abstrakte Absolutheit besitzen sollte wie die Zahl( Mathe- sis univer- salis), mit der erst das Ziel der wahren Philosophie erreicht sei (viele Protagonisten gaben die Vorherrschaft der Zahl auf (z.B. Goethe,Pascal, Berkeley). Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen geht es im Kern die Aussage von Meister Eckhart; "Der Vater sprach ein Wort und das ist sein Sohn. In diesem Wort sprach er alle Dinge" in Anleh- nung an den Bibelvers Johannes 1:1-18. "Das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott selbst. Von Anfang an war es bei Gott. Alles wurde durch das Wort geschaffen; nichts ist ohne das Wort entstanden". Der trinitarische Prozess besteht im (Entwicklungs)leben,in dem Gott Vater seinen (Schöpfungs)logos im (Entwicklungs)prozess den Sohn als Gottes Geist im (Überwindungs)prozess offenbart. Die Schöpfung als Sohn, welcher im evolutionären, geistigen Entwicklungs-Ausein- andersetzungs- Leidens-Glaubens-Überwindungs-Transzendierungs-Werde-Erkenntnis-Prozess geboren wird, der Vater ist wirkend, der Sohn ist erleidend (eine Geburt ist immer schmerzhaft). Das Leben

    ist das Wortlogos. Die Erkenntnis ist in der Auseinandersetzungs- schöpfung entstanden. Der Entwicklungslernprozess ist eine dynamische Auffassung der Formenerfassung als Prozessprägekraft des Formens, wo  das Gestaltlose des Entwicklungsgeschehens durch Transzendierung " als Kernspaltung des Seins"  (" Individual-Logos ") meiner Lebenswirklichkeit  zur Wissens-Form-Klarheit transformiert wird, wo das Innerliche veräusserlicht und eine Nichtform in eine neue (Wissens)form gebracht wird.  Es ist nicht das gelehrige (gepre- digte), sondern das erlittene (Vorbild)wort(wissen). "Im Anfang war das Wort", der erste Satz vom Johannes Evangelium in der Bibel, ist auch der Anfang von der Szene "Im Studierzimmer" aus Goethes  Faust Teil I. Je mehr das Wort nur Zeichen wird, desto kraftloser wird es und je reicher sein Symbolgehalt (Zahl), desto ärmer sein Wesens- gehalt. Das Wort ist etwas verkörpertes Konkretes und Fleisch, während die nackte Zahl wesen-,seelen- und wirkungslos ist, welche jeder versteht und sich weiter ent-  wickeln lässt. Die Klarheit und die Kraft des schöpferischen (Vorbild)wortes ist dort am Grössten, wo es aus der Tiefe der Existenz heraus gesprochen wird also nicht vom mensch- lichen Verstand, sondern vom (seelischen) bewusstseins- losen Frieden des Gewissens. Das ist der Sinn des Johannes- evangeli- ums."Am Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort". Der Werkmeister hat die Welt nicht mit den Händen geschaffen, (die Schöpfung hat keine materielle Ursache), sondern durch das Wort. Es ist ein Lebensgeschehen aus dem Nichts, was immer gegenwärtig ist, wenn etwas Neues mit urweltlicher Kraft zutage tritt. Gott ist eine Macht, in der wir uns durch die Entwicklung befreien und entfalten. Es ist der Sinn des Biologos, dass Gott die Quelle allen Lebens ist und das dieses Leben Gottes (Entwicklungs)- willen ausdrückt.


II.) Wir sprechen z.B. bei Michelangelo und Rembrandt von schöpfe- rischer Fähigkeit, indem sie Materialien veredelt haben, aber kein Mensch in der Welt hat die Macht oder Fähigkeit, etwas aus dem Nichts heraus zu erschaffen. Das kann nur "Gott".


III.) Das schöpferische Prinzip wird dichterisch auch als " geistige Brautnacht " bezeichnet.


IV.) Die Mikrophysik hat nachgewiesen, dass das Atom ist kein toter, lebloser Baustein ist, auf dem sich das Gebäude des Materialismus und Mechanismus errichten lässt, in dem der Rationalismus und Intellektualismus geborgen und gesichert sind, sondern das Atom

    ist ein lebendiger Mikrokosmos der wie ein Subjekt verschieden reagieren kann. Der Geist ist der Schöpfer aller Materie, die Materie ohne Bewusstsein ist leblos und der Geist ist die Kausalität für die Dinge und sich ergebenden Erscheinungen. Die Wissenschaft hat mit der Quantenphysik nachgewiesen, dass Geist und Materie aus- tauschbar sind und Materie nur materialisiertes Bewusstsein ist.
    Nicht die sichtbare Materie, sondern nur der Geist ist das Wirkliche,  wo die Fähigkeit zur Schöpfung und ein Mitschöpfertum eine in- härente Eigenschaft der Materie ist und die Realität durch meine  Beobachtungs-, Einstellungs- und Glaubenssichtweise (mit) erschaffen wird. Der Gegenstand als Objekt der Sinne richtet sich ganz nach der Beschaffenheit unseres Erkenntnisapparates und wird in der Entwicklungs-Transzendierung geschaffen. Die Dinge sind, weil sie er- kannt werden. Die Erkenntnis richtet sich nicht nach den Gegenständen, sondern die Gegenstände richten sich nach der Erkenntnis. Die mentale Vorstellung einer Struktur bewirkt ihren Aufbau  als psychisch-genetische Kraft. Die Realität wird erst durch Beobachtung geschaffen oder eine Erscheinung ist nur eine Erschei- nung, wenn sie eine beobachtete Erscheinung ist, sagte Niels Bohr, dänischer Physiker und Nobelpreisträger " einst.


V.) Logosidee als Licht ist auch die neuplatonische Philosophie mit der Theologie des Lichtes des Johannes-Evangeliums verknüpft, wo der göttliche Logos als das wahre Licht begriffen wird, das in der Dunkelheit scheint, durch welches alle Dinge erschaffen worden sind und jeden Menschen erleuchtet, der in die Welt kommt. Denn alle Existenz und alles Leben beruht einzig und allein auf Spiegelung und Reflexion (Transzendierung) auf das universale Licht Gottes (gotisches Lernprinzip). Wer das (Ur)licht hat, der hat auch das erkennende Leben. Erst durch Reflexion (durch mich) und Selbstreflexion (wird Gott). Das Licht, was ich suche, kann ich nicht selbst entzünden. Gott ist Licht und Licht ist die Erscheinung Gottes", welches die Energie der Schöpfung und allen Lebens ist und den Dingen ihre Schönheit verleiht. Gott denkt in ausgewogenen Lichtwellen und sein univer-

    saler Körper ist vollkommen im Gleichgewicht. Bewusstsein war das Licht, welches sich als biologisches Leben weiter entwickelte, als es sich materialisierte. In der Lichtmetaphysik ist das Urlicht Gott selbst und alle Dinge dieser Welt sind umso wesenhafter, je mehr sie an diesem Urlicht teil- haben d.h., transzendiert worden sind, was auch das Gott-entwicklungsverständnis eines Meister Eckhart ist. Was man erkennt, da muss Licht sein.Deshalb auch seine rigorose Aussage, dass ein Stück (Gott) Entwicklung mehr wert ist, als die ganze Welt. Die Welt vergeht, aber die zeitlose Entwicklung bleibt ewig.


  • Von der Meinung, dass die wortgetreue biblische Schöpfungslehre nach Ansicht vieler Kreationisten gleichberechtigt zur naturwissenschaftlichen Urknall- theorie und Evolutionslehre im Schulunterricht behandelt werden sollte zu der Gegenmeinung, dass wegen der Trennung von Kirche und Staat (Laizität) ein Religionsunterricht als problematisch betrachtet wird*.


* Im US-Bundesstaat Kansas hat die Schulbehörde angeordnet, „Intelligent Design“ gleichberechtigt neben der Evolutionslehre in den Schulen zu unterrichten.


  • Von am Anfang stand die Schöpfung Gottes (Evolution) und am Ende die Wiederankunft Christi (Evolution) zur freien Interpretation, dass erst bei Entwicklungs-Indivi- dualisierungsreife die Wiederankunft Christi in der säkularen, evolutionären Nachfolge Christi beginnt, wo der Einzelne sich im permanenten Entwicklungs-Ausein- andersetzungsprozess "christus-und Besserungsstufen- hafter" Bringschuld,das Individuallogos als das herr- schende Gesetz des Lebens bleibt keinem erspart. Jeder Einzelne muss wie Sisyphos den (Kultur)stein immer wieder den Berg hinauf wälzen, um nicht überrollt zu werden. Das Ende der Evolution ist erst, wenn jeder Einzelne die Welt überwunden hat und Diesseits und Jenseits eins sind,was  es vorweggenommen wissen-schaftlich aber schon ist faktisch aber *.


* I.) Gott ist im Diesseits gestaltos  jenseitig (allmächtig, ewig- lich und unendlich) sagte einmal der Theologe Dietrich Bonhoeffer. Er ist im Diesseits in seinen Schöpfungserschei nungen und Lebensgeschehen  als unsichtbarer "Wille Gottes" sichtbar, aber als sichtbare Wirkkraft- ursache im Jenseits unsichtbar. "Ich suche den Gott den ich ausser- halb von mir überall finde" lautet auch ein Ausspruch des   Astrono- men Johannes Keplers. Gott ist so nah, aber schwer zu fassen kon- notierte der Dichter Hölderlin.  Dass erst der Dualismus Religion und die Trennung zwischen Gottes-und Lebenswort notwendig macht, aber dieser Diesseits-Jenseits-Dualismus ist im nicht-linearen Raum und der zeitlosen Dimension aufgehoben und die anachronistische, dualisti- sche Welt-Diesseits (Materialistik) und Gott-Jenseits-Sicht- weise (Mystik) faktisch nicht gibt und die Trennung nur im Kopf existiert und deshalb ist naturgesetzmässig der Jen- seitsweg als  Lebensfortsetzung, weil es nicht anders sein kann, festgelegt. Wenn ein Mensch stirbt, sind die Grenzen des eindimensionalen Bewusst- seins aufgehoben und der Geist ist frei.


* II.) Die Schöpfung hat nicht nur einen Anfang, sondern auch ein Ziel. Am Uranfang ins Dasein gerufen läuft die Schöpfung auf ihre Vollen- dung zu. Diese ist dann erreicht, wenn "Gott alles in allem" sein wird (1 Kor 15,28), wenn er auf ewig bleibend in der Mitte seiner Geschöpfe wohnt.


  • Von viele Menschen, die eine Schöpfung vertreten, sehen dieses als Teil ihres religiösen Glaubens als vereinbar mit der Naturwissenschaft. Sie lehnen die durchgängig wörtliche Interpretation der Heiligen Schrift und der darin beschriebenen Schöpfungsgeschichte grundsätzlich aber.Der Begriff theistische Evolution bezeichnet eine Bandbreite von Sichtweisen einiger Naturwissenschaftler und zahlreicher Theologen, welche die Evolutionstheorie und den religiösen Glauben unter Aufgabe bestimmter Dogmen für widerspruchsfrei vereinbar halten zur Krea- tionismus-Intelligent-Design-(Kompromiss)Bewegung ohne Bibelbezug, dass in der Natur zu erkennen sei und auf einen intelligenten Urheberverweise*.


*I.) Der Schöpfungsbericht wird als Text verstanden, der kritisch im historischen Zusammenhang seiner Verfasser gelesen werden muss und ist so auch für Menschen mit einem wissenschaftlichen Weltbild verständlich (historische,kritische Methode).In der liberalen Theo- logie  wird die Genesis von vielen religiösen Menschen als eine Metapher verstanden, die keine naturwissenschaftlichen Aussagen macht. Eine Reduktion des Schöpfungsberichtes der Bibel auf einen reinen Mythos wird etwa von dem Theologen Eugen Drewermann vertreten.


II.) Die Mehrheit der europäischen katholischen und protestantischen Theologen vertreten den Gedanken einer theistischen Evolution. Sie gehen davon aus, dass Gott „seine Welt“ nicht nach einer einmaligen Schöpfung „verlassen“ habe, sondern in einer Creatio Continua  (fort-gesetzte Schöpfung) auf meist verborgene Weise seine Schöpfung erhalte und möglicherweise auch in diese eingreife. Diese Auffassung schließt dann freilich auch die naturwissenschaftlich erkennbare Welt mit ein.In einer älteren Studie der evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die Anfang April 2008 veröffentlicht wurde, erteilt die EKD dem Kreationismus eine deutliche Absage.


  • Vom Kreationismus (von lateinisch creatio „Schöpfung“) bezeichnet die religiöse Auffassung, dass das Universum, das Leben und der Mensch buchstäblich so entstanden sind, wie es in den Heiligen Schriften der abrahamiti- schen Religionen und insbesondere in der alttestament- lichen Genesis geschildert wird zur Schöpfungsannahme welchen nicht nur am Anfang "in sieben Tagen" statt fand, sondern sie vollzieht sich täglich vielseitig und in jeder Millisekunde, denn Gott ist die lebendige Kraft der Evolution, er wirkt als das kosmische Prinzip des Eros und ist doch immer auch noch mehr*.


    * Es gibt Physiker, die behaupten dieses Weltall sei aufgrund der physikalischen Gesetze zwangsläufig entstanden.Doch muss dann irgendwann die Frage aufkommen, wer  denn diese Gesetze auf- gestellt hat.Dass diese zufällig so geworden sind ist von der Wahr- scheinlichkeit und Logik so gut wie  ausgeschlossen.


  • Von den bibelgläubigen Kreationisten, welche den Schöp- fungsbericht als Gottes Wort wortwörtlich ver- stehen obwohl die Bibel dem tiefsten Buch,was die Menschheit besitzt, aus einer vorevolutionären, statisch verstan- denen Zeit und alten Weltbild stammt zum Mystiker Meister Eckhart, der Hauptvertreter der theistischen Evolution, welches  auch das Evolutions- verständnis des Jesuiten, Paläontologen, Anthropologen und Philosophen Pierre Teilhard de Chardin ist. Das unmittelbare Gottes(entwicklungs)verständnis des  Meister Eckhart ist der Kernpunkt seiner neuen Schöp- fungstheologie. Alle Schöpfung ist gottgegebene Gottes- wirklichkeit und doch ist alle Schöpfung die tiefe, gottgegebene Sehn-sucht nach weiterer Gottverwirklichung in der Natur und in jedem Menschen. In Wahrheit macht nicht der Schöpfer das Geschöpf, sondern das Geschöpf den Schöpfer. Jeder  Mensch bezeugt im Letzten nur den Gott,den er schuf. Die Schöpfung der Welt ist das Ergeb- nis des Erkenntnisprozeses in Gott mithin notwendig, da Gott nicht sein kann ohne sich in der Schöpfung zu erkennen. Weil das Leben mit Gotteswerdung gleichge- setzt wird (Was ist das Leben ?Gott ist das Leben.), wird das Leben zur Theologie und zur theistischen Evolution. Wenn ich z.B. mich verändere, hat ein Schöpfungs-Entwicklungs-Prozess statt gefunden, weil ich nicht mehr der Gleiche bin wie vorher.Schöpfer  und Geschöpf sind verschieden, aber Schöpfung und Evolution sind geschwisterlich verwandt.


*I,) Mystik beinhaltet immer Evolution. Evolution und Schöpfung sind das Gleiche. Es ist die Überwindung der spekulativen Mystik der Gotik mit dem Ziel der Gotteinswerdung als "Unio Mystica"  als geistliches Fühlen zur Entwicklungsprozesserfahrung und Lebensdialektik als säkularisierte Mystik und entmystifizierte Religion des Alltags, wel- che zur praktischen Lebensveränderung führt. Eckhards Vorstel- lungen sind reine Mystik und er ist damit der allerstärkste Gottes- realist den es gibt. Zwar lehrte er Theologie, aber seine eigenen mys- tischen Erfahrungen hatten ihn überzeugt, dass letzen Endes nichts von Gott abgetrennt ist .Gott ist bei Eckehart nicht das jenseitige Ideal und der Beweger von aussen,  sondern der ewige (Schöpfungs)- prozess selber.


II.)  Gott wird durch die Individualisierungsentwicklung neu geboren und  das Entwicklungsstreben ist die Selbsterziehung zu Gott hin. Gott kennt nur ein Gesetz, die Entwicklung seiner selbst und zieht alles an sich. Gott kennt nur sich allein und liebt nichts ausser seiner selbst.  Gott wird einem erst in der Entwicklung gegeben und Entwicklung trägt die Seele zu Gott hin und wird damit zum Mittelpunkt eines säkularen und evolutionären Christentums. Gott als Träger des Lebens ist  das Lebensprinzip schlechthin und Quelle allen Seins. Durch mein " ich-werde-geatmetes Leben " bin ich Gott unmittelbar, weil Gott das Leben selbst ist. Entwicklung ist, wo Gott in jedem einzelnen Leben zu sich kommt und das Göttliche ist nicht mehr in unsinnlicher Abstraktion jenseitig des Irdischen und Weltlichen, sondern wird lebensnah im Brennpunkt des eigenen Selbst innerlich von mir als Wirkkraft wahrgenommen. Das Leben wird als eine Erscheinung Gottes und mein persönliches Leben als "das Gott-Werde-Selbst-Sein betrachtet und werden ist ein evolutiver Prozess. Immer wenn ich mich entwickele, rufe ich Gott ins diesseitige Dasein und er tritt an die Stelle des Überwundenen als das transzendierte Verbesserte.Dass Gott Gott ist, davon bin die Ursache. Wäre ich nicht, wäre auch Gott nicht. Der Grund warum ich lebe ist, das  Gott etwas " Grosses und über den Zeitgeist Bleibendes " mit vor hat. Als Gott uns schuf hatte er uns schon verplant.


III.) Bei dem Philosophen Gottfried-Wilhelm Leibniz  ist es die beste aller Welten von vorne herein da, während der eckhartsche  Gott in einem quälenden, langsamen Evolutionsprozess allmählich erst die beste mögliche Welt entstehen lässt.




Siehe Textfortsetzung Christentum früher und Heute- Teil IV


                                       Gliederung


  • Seelenbegriff
  • Christlicher Schuldbegriff und Entwicklungs-Individua- lisierungs-(Bring)-Schuld einer Entwicklungslosigkeit.
  • Sonn- und Feiertage
  • Sünde
  • Religiöse,theologische Sprache-Entwicklungs-Lebens- sprache.
  • Sterben und Tod
  • Christliche Wall-und Pilgerfahrten
  • Werte, Ethik, Moral, Tugend, Gebote.
  • Wille (4)




 

 

  

 

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