Entwicklungschristentum

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  • Christentum früher + heute Teil 1
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  • Das Leben ist unsterblich
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            Evolutionäres Allzeit-Jetzt-Nutzungslernen


                                        siehe


https://www.entwicklungszukunft.de/Kulturlernen-47



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            Sonn- und Feiertage


  • Von wer glaubt ein guter Christ zu sein, weil er jeden Sonntag die Kirche besucht zu dem Vergleich, dass  man auch kein Auto wird, wenn man jeden Sonntag  in die Garage geht*.


*" Viele beten im Jahr etliche tausend mal das "Vater unser" und wenn sie tausend Jahre so beten würden,hätten sie keinen Buch- staben davon gebetet, weil es nur ein nachschwätzendes Lippenbe-
kenntnis ist"*.


* Quelle unbekannt.


  • Von der gläubigen Frömmigkeit der Gottesdienstbesu- cher am Sonntag (Christenpflicht) zur Privatfrömmigkeit eines Entwicklers in seinem Entwicklungsstrebensbe- mühen und in der Entwick- lungsauseinandersetzung immer nur jetzt das Bessere und Höhere zu wollen (Ent-wicklungsbringschuldpflicht)*.

* Für die evolutionäre Allzeitnutzung dagegen gilt es zu lernen,
nach jedem Tag sich einige Minuten Zeit zu nehmen als eine Form
von Privatandacht , eine schriftliche Tages-Entwicklungs-Individua-
lisierungs-Erkenntnis-Reflexion vorzunehmen, um den Erkennt-
nisgewinn, die Entwicklungsfortschritte, aber auch die Fehler des Tages zu bilanzieren, jede Lebenstätigkeit und jedes Verhalten entwicklungsmässig zu hinter fragen. Siehe Textfortsetzung in evolutionäres Allzeitnutzungs-Lernen


  • Von der Welt des Sonntags als "Tag des Herrn" und nur in der Welt des Sonntags finde ich Heil ("Heil der Kirche")zur Welt eines jeden Tages als "jeder Tag des Herrn" und in der Welt des Alltags eines jeden Einzelnen liegt alles Heil ("Die Kirche ist da, wo das Heil ist) *.

*I)  Du sollst nicht nur den Sonntag heiligen (Tag des Herrn), son-
dern dem Entwickler sind alle Tage heilig (Alle Tage gehören dem Herrn).Es läuten nicht nur am Sonntag die Glocken, sondern weil Entwicklung im " Hier und Jetzt " stattfinden, wird  man permanent geläutert. Nicht in der Welt des sonntäglichen Kirchgangs und Gottesdienstes alleine liegt das Heil, sondern in der Welt des Alltags. Sonntagsheiligung gilt zwar als Voraussetzung für das Überleben, damit der Mensch nicht  seelisch verkümmert, was durch nichts anderes im Leben ersetzt werden kann und immer wieder erkämpft werden muss. Erst das Heilige was über den Alltag hinauswächst (als Mittel zum Entwicklungs-Transzendierungs-Überwindungszweck) ist das Heilige meiner Entwicklungs-Auseinandersetzung.

II.)Der Weg zum (Seelen)heil wird mit der Kirche gleichgesetzt und der Weg zum Lebensheil wird jetzt mit der persönlichen Lebensentwick- lung gleichgesetzt. Der Weg muss in der Welt zu finden sein, der in der Theologie endet und nicht ausserhalb von der Welt.

  • Von der traditionellen, passiven, scheinheiligen "Wohl- fühl-Sonntags-Religion" und der Kirchgang als gewohn- heitsmässige Lebensberuhigung zur evolutionären, selbstehrlicheren Entwicklungs-Auseinandersetzungs-Alltags-Religion als Lebensbeunruhigung.
  • Von der religiösen  Sonn- und Feiertagsheiligung für Gott und ein "frommes Leben" (Seelenheil) zu alles hat seine Zeit, nur die alltägliche  (Gott)entwicklung nicht *.

* Gott ist ein Gott der Gegenwart und ist "im Hier,im ständigen Jetzt als Momentum " anwesend. Eine andere (Ewigkeits)zeit wie das
"Jetzt " gibt es nicht. Wir befinden uns in jedem Augenblick durch
den Gewissensfilter im  "Entwicklungsangesicht Gottes", sind von
ihm umgeben und er in allen Dingen als Erkenntnismittel zum Individualisierungszweck anwesend. Er ist nicht nur an kalenda-
risch festgelegten Sonn- und Feiertagen und an einem bestimmten Ort anwesend.


  • Von der Sonntags- und Feiertagsheiligung ("der siebte Tag gehört dem Herrn") zur Heiligung im Berufs-und Privatleben (weil dem Entwickler alle Tage heilig sind)*.

* Die Sonderstellung des christlichen Sonntags als ein Tag der Ruhe   und als ein Tag des Herrn wurde staatskirchlich durch den Kaiser Konstantin in einem Edikt des Jahres 321 fixiert.

  • Von der gotischen Kathedrale, in der jeden Sonntag und an kirchlichen Gedenk- und Feiertagen ein Gottesdienst gefeiert wurde (kultische Leistung und eine Stunde " Gott zur Ehr ") zur Entwicklungsindividualisierung in der säkularen, evolutionäre Nachfolge Christi als Lebens- gottesdienst an sieben Tage die Woche (Alltagslebens- leistung und jede Stunde Gott zur Ehr). An seiner Ent- wicklung zu arbeiten das höhere und Bessere im hier und jetzt zu wollen gilt als grösster Gottesdienst. Die Chris-tenpflicht des sonntäglichen Kirchganges (starres Widerholungsritual) wandelt sich zur Individualisierungs-Friedens-Bringschuld-Pflicht einer Entwicklungslosigkeit eines jeden Einzelnen(lebendiges Einmalgeschehen).


15. Sonntag.
I.) Von der gotischen Kathedrale, in der jeden Sonntag und an kirchlichen Gedenk- und Feiertagen ein Gottesdienst gefeiert wurde (kultische Leistung und eine Stunde " Gott zur Ehr ") zur Entwicklungsindividualisierung als Lebensgottesdienst an
sieben Tage die Woche (Alltagslebensleistung und jede Stunde Gott zur Ehr). An seiner Entwicklung zu arbeiten, wann und
in welcher Weise auch immer ich das Bessere will, gilt als grösster Gottesdienst. Die Christenpflicht des sonntäglichen Kirchganges (starres Widerholungsritual) wandelt sich zur Individualisierungs-Bringschuld-Pflicht einer Entwicklungs-
losigkeit  eines jeden Einzelnen(lebendiges Einmalgeschehen). Dieses formelhafte, rituelle Nachsprechen von Antworttugen-
den ist reflexive Unehrlichkeit zu sich selbst, weil ich nicht diese noch nicht bin ( Die Tugend wird nur in der Verführungs-
schwachheit vollbracht, weil diese zur Entfaltung das Gegen-
teil bedarf. Das Gute ist erst das Gute und eine Tugend,
wenn es vom negativen Pol gereinigt wurde. Wo keine Un-
tugend, da ist auch keine Tugend möglich). Du sollst nicht nur den Sonntag heiligen (Tag des Herrn), sondern dem Entwickler sind alle Tage heilig (Alle Tage gehören dem Herrn). Es läuten
nicht nur am Sonntag die Glocken, sondern weil Entwicklung
im " Hier und Jetzt " statt finden, wird  man permanent ge-
läutert. Nicht in der Welt des sonntäglichen Kirchgangs alleine liegt das Heil, sondern in der Welt des Alltags. Sonntagshei-
ligung gilt als Voraussetzung für das Überleben, damit der
Mensch nicht  seelisch verkümmert, was durch nichts ande-
res im Leben ersetzt werden kann und immer wieder er-
kämpft werden muss. Erst das Heilige was über den Alltag hinauswächst, ist das Heilige meiner Entwicklungs-Auseinan-
dersetzung *.
* 1.) Heil drückt Begnadigung, Erfolg, Ganzheit, Gesundheit und in religiöser Bedeutung insbesondere Erlösung und Frieden aus.
2.) Die Tugend wird nur in der Verführungsschwachheit vollbracht,
weil diese zur Entfaltung das Gegenteil bedarf. Wo keine Untugend,
da ist auch keine Tugend möglich. Nur weil ich der Versuchung widerstanden habe, bin ich dadurch stärker und tugendhafter daraus hervorgegangen und der " Fluch wurde zum Segen ". In der Ausein-
andersetzung wird der Widerspruch erst aufgelöst. Nur tugendhaft leben führt auch zu psychomatischen Störungen. Keine Tugend ist ein Selbst-
läufer. Sie muss in jeder Handlung neu produziert werden. Es ist das Nobeldialemma in allem. Alfred Nobel hat das Schiesspulver(Dynamit) erfunden, aber der Friedensnobelpreis wird an diejenigen verliehen, welche seine Erfindung nicht anwenden.
3.) Siehe auch Entwicklungs-Lebens-Widerspruch
4.) Siehe auch " Entwicklungs-Individualisierungs-Eigenschaftstugen-
den " im Gotischen Lernprinzip



Vom statischen, äusseren, entwicklungslosen und alle Jahre wieder Sonn-und Feiertags-Bewusstsein des Jahreskreises  zum dynamischen, inneren evolutionä- ren,einmaligen Entwicklungs-, Gedenk-, Sonn- und Feiertags-Zeitlern-Bewusstseins-Verständnis der gesetzlichen, staatlichen, religiösen und persönlichen Feier-und Festtage innerhalb und ausserhalb des 

                     Jahreskreises (in Deutschland).



        Evolutionäres Feiertagsverständnis*.


* Die Tatsache ist, dass Religionen ihre Wahrheiten in ein Kalen- derjahr gefasst haben.Kalender sind rhythmische Formen der einer Kreislauf-Erinnerung christlicher Feiertagsabläufe.Auch das Mittelal- ter  entnahm die Formen für die Gestaltung der religiösen Feiern der vergehenden Natur.Das Kirchenjahr folgte dem Rhythmus der Jahres zeiten.


> Von der gotischen Kathedrale, in der jeden Sonntag und an kirchlichen Gedenk- und Feiertagen ein Gottesdienst gefeiert wurde zur Entwicklungsindividualisierung als Lebensgottes-
dienst an sieben Tage die Woche. Es ist vom Sonn-, Feier-, Ar- beits-, All-und Urlaubstag, Arbeits- und  und Freizeit zu jeder Tag und jede Zeit sind mein Entwicklungstag, eine Entwick- lungszeit und mein besonderer Tag. Du sollst nicht
nur den Sonntag oder den Feiertag heiligen, sondern dem Entwickler sind alle Tage heilig.


                                        Gliederung

  • Allgemeines
  •  Religiöse, kirchliche (katholische und evangelisch               reformierte Kirche) Sonn-, Gedenk-, Feier- und Fest-            tage (in Deutschland).
  • 1. Heilige drei Könige.
  • 2. Osterzeit.
  • 3. Christi Himmelfahrt.
  • 4. Pfingsten.
  • 5. Trinitas.
  • 6. Fronleichnam.
  • 7. Mariä Himmelfahrt.
  • 8.Erntedankfest.
  • 9. Reformationsfest.
  • 10. Allerheiligen.
  • 11. Allerseelen.
  • 12. Buß- und Bettag.
  • 13. Totensonntag/Ewigkeitssonntag.
  • 14. Weihnachtszeit.
  • 15. Katholikentag.


     Gesetzliche, staatliche  Sonn-,Gedenk-,Feier- und Festtage.


  • 16. Tag der Arbeit.
  • 17. Tag der deutschen Einheit.
  • 18. Volkstrauertag.
  • 19. Silvester.
  • 20. Neujahrstag.
  • 21. Sonstige.


                 Persönliche und sonstige Feier- und Festtage.


  • 22. Geburtstag.
  • 23. Fasching/Karneval/Fastnacht.


                           Allgemeines*


* Feiertage nach dem gregorianischen Kalender, der aber nur für ca.ein Drittel der Menschheit gültig ist*.


* Der gregorianische Kalender, auch bürgerlicher Kalender, ist der weltweit meistgebrauchte Kalender. Er entstand gegen Ende des 16. Jahrhunderts durch eine Reform des julianischen Kalenders. Benannt ist er nach Papst Gregor XIII., der ihn 1582 mit der päpstlichen Bulle Inter gravissimas verordnete.


> Es lässt sich jeder gesetzliche oder kirchliche Sonn-, Feier-, Fest- und Gedenktag  oder auch das zugehörige Brauchtum entwicklungsinterpretativ weiter entwickeln und so diesen
Tagen seinen besonderen Individualisierungswert geben, welcher über die sinnentleerte, bibelinterpretierte Sonn-
tags-Gewohnheits-Verantaltungs-Tradition hinausgeht. Die
Mehrzahl der kirchlichen Feiertage sind in traditioneller Form dem heutigen Menschen ein nicht mehr nachvollzieh- bares Relikt aus vergangener Zeit. Ostern oder Weihnachten, sondern jeder Tag wird zu einem Feiertag, wenn er zu mei-

nem Entwicklungstag wird, weil Entwickler im ewigen "Hier und Jetzt " leben. Die Feiertage sind liturgisch, kalendarisch festgelegt, aber innerlich wertlos, beziehungslos verordnet und zu einem starren Ritual verkommen, obwohl diese auch die Klugheit besitzen und den Lebensrhythmus des Men- schen berücksichtigen. Bspw. nach der Entspannung 

(Fasching) erfolgt die Anspannung (Fastenzeit), Weihnachten geht die Erlösersehnsucht voraus und das Erntedankfest ist als Dank für den herbstlichen Feldfrüchtesegen gedacht. Weil die Begriffsinhalte der Feier- und Festtage bspw. der Festakt, Kirchgang, geschichtlicher Anlass, die Erinnerung, Mahnung und das Brauchtum verloren gegangen sind und nur noch für wenige die gedachte, traditionelle Feiertagsbedeutung oder
kulturelle Unverzichtbarkeit des Sonn- und Feiertags haben.
Durch die Entwicklungsumdeutung im Sinne des Gotischen Lernprinzips werden diese Tage weiter entwickelt und erhal-
ten  ausser " wieder einen Grund  zum Feiern und dem ver-
längerten Wochenende " ihren neuen Sinn und umgehen
auch " die Widerstände einer Abschaffung" dieser Feier- und
Festtage. Die Feiertage werden jetzt zu kirchlichlosen, konfessionell neutralen, arbeitsfreien, lebenssinntiefen Ent-
wicklungs-Individualisierungs-Feiertagen " als Entwicklungs-
arbeit an sich selbst "  genützt.


> Wiederholungsrituale als Erinnerung und Anmahnung gel-
ten als oberflächlich, sind unehrlich, ohne Kultur-und  Heils-
wert und weil entwicklungslos, reine Zeitverschwendung. Darüber hinaus sind sie ungeschichtlich. Das Leben ist nicht
auf Wiederholung, Beharrung ausgerichtet und " alle Jahre wieder " oder " Tuet dies in Erinnerung an mich ", sondern
auf Weiterentwicklung und eigene Sinngebung angelegt, der
nur selber gefunden werden kann. Wiederholung als Kreis- lauf und " alle Jahre wieder " ist ungeschichtlich und ent- wicklungslos. Das Signum für Entwicklung ist die Spirale. Der
Mensch ist nicht dazu geschaffen worden, wie ein Zirkus- pferd in der Manege immer im Kreise herum zu laufen. Alles unterliegt " dem ewigen, geschichtlichen Gesetz des Ver- gehens und des Werdens ". Deshalb muss  auch " Tuet dieses zu meiner Erinnerung " für die heutige Zeit wie bspw. neu im Entwick- lungssinne interpretiert werden.  Die Ausdrucks- form dieser Wahrheit hat sich gewandelt, weil sich die Welt gewandelt hat. Jede Generation hat ihre eigene (Entwick- lungs)wahrheit.


> Das Neue ist nicht immer das Bessere, aber das Bessere ist immer neu. Die Regel ist immer das Neue als das verbesserte
Alte und d.h., es  gibt irgendwann einen Reifezeitpunkt für
ein neues, innerliches Feiertagsverständnis. Tradition neigt
dazu das Wesentliche zu erblicken, aber es fehlen ihr die Erneuerungskräfte und der eigentliche, kulturelle Sinn der Wertevermittlung wird verfehlt. Tradition ist faule Gewöh-
nungsruhe, substanzlose Erinnerung und stumpft ab. Auch
wenn die sozialisierten, im kirchlichen Feiertagskalender    Ostern, Pfingsten und Weihnachten auf einen Tag fallen
würden, wäre " spirituell feiertags-sinnmässig " nicht mehr gewonnen.


> Wo der gläubige Mensch sein Leben als " Dienst Gottes in
der säkularen Nachfolge Christi " versteht, für den gibt es keine festen Gebetszeiten, keinen Unterschied  mehr zwischen Gebet und kein Gebet, weil das Leben gebetet  wird. Es gibt keinen Dualismus zwischen religiösen und weltlichen Bereich, zwischen " Diesseits- und Jenseits ", zwischen Gottes- und Lebenswort (weil Gott das Leben selbst ist) und da gelten auch keine Frömmigkeitsformeln, Riten, Fasten oder Feiertage.Religion ist die längst bewiesene und zu überwindende, dualistische Gott-Welt oder Diesseits-Jenseits-Sichtweise, die es aber durch das Verschränkheitsprinzip der Quantenphysik als Interverbun-
denheit faktisch nicht gibt und das Spannungsverhältnis des religiösen Dualismus zum ad absurdum geführt hat, weil Gott
im Diesseits jenseitig ist. Das dualistische und deterministische Denken gilt im heutigen, aufgeklärten, nachquantischen Mikro-
physikzeitalter der Beziehungen und Ganzheit, weil alles mit allem verbunden ist, wissenschaftlich als überholt, auch wenn dieses getrennt sein im Lebensalltag noch vorherrschend ist, dass erst der Dualismus Religion als  " Zwei- Reiche-Lehre notwendig macht. Das Leben enthält alle Religion, welche der Mensch braucht  und dieses macht keine Sonder-und Parallel-
welt erforderlich. Es ist die alte Weisheit, dass es gut ist in
der Väterreligion geboren zu werden, aber schlecht ist, in der Väterreligion zu sterben.
Religiöse, kirchliche Sonn-, Gedenk-, Feier-und
Festtage des Jahreskreises.


                               1.Heilige drei Könige.

                   Text folgt.


                                 2. Osterzeit.


I.) Die tiefe Weisheit, welche im kirchlichen Festjahr zu fin-
den ist, trifft auch für die 6-wöchige Fastenzeit zu, was auch generell der Lebensrhythmus ist, dass nach der Entspannung (Fasching) die Anspannung (Bußezeit)folgen muss. Die Pas-
sionswoche vor Ostern in der christlichen Liturgie kann als
eine Weiterentwicklung der traditionellen, überlieferten Kreuzweg-Sinnlinie in der "evolutionären,säkularen Nach-
folge Christi "  als Entwicklungs-Individualisierungsweg der gesellschaftlichen Verantwortlichkeiten (wir gehören uns)
und Widerstände der Konventionen (wir gehören uns nicht) verstanden werden. Die Regeln der Gesellschaft passen oft
nicht zu den Regeln der Entwicklungs-Individualisierung und
der Entwicklungs-Such-Unsicherheits-Individualisierungsweg
des Einzelnen ist in der Gesellschaft nicht vorgesehen.  Im vorherrschenden System " klar kommen" wird mit seinem Leben " klar kommen " und einem sinnvollen Leben gleich gesetzt. Unsere Zivilisationskultur legt fest, wie wir als In- dividuum sein müssen. Die sozialisierte Anpassungs- und Daseinsbewältigungsfrage als unpersönliches Werkzeug der Zivilisation und nicht die Menschheits-Entwicklungswürde und Individualisierungs-Lebenssinnfrage steht im Mittel- punkt des Gesellschafts- und Lebensinteresses und dieses nicht zu tun ist keine Vernachlässigung einer Bürgerpflicht oder stellt kein Gesetzesverstoss dar. " Nur wer sich ent- faltet, bewirkt Gutes oder Entwicklungs-Individualisierung nicht zu tun ist schlimmer, als etwas schlechtes zu tun".

II.) Als Fastenzeit wird in der Westkirche der vierzigtägige Zeitraum des Fastens und Betens zur Vorbereitung auf das Hochfest Ostern bezeichnet. In den reformatorischen Kir-
chen ist hierfür der Begriff  " Passionszeit "  gebräuchlich.
In der römisch-katholischen Kirche wird seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil auch die Bezeichnung " österliche Buß-
zeit“ verwendet. Die orthodoxen Kirchen nennen sie die
heilige und große Fastenzeit, kennen daneben aber noch
drei weitere längere Fastenzeiten. Die wichtigste lateini-
sche Bezeichnung ist Quadragesima. Zur Vorbereitung auf Weihnachten kennt die Westkirche eine zweite, ursprüng-
lich ebenfalls vierzigtägige Bußzeit, den Advent. Die Fest-
setzung der Fastenzeit auf 40 Tage und Nächte ist das
ebenfalls vierzigtägige Fasten Jesu in der Wüste (MT,2).
Die Fortsetzungs-Weiterentwicklungs-Sinnline dieses bib-
lischen Weisheits-Hintergrundes wäre eine öftere, in kür-
zeren Abständen, lebensrhythmischere und individuelle Fastenzeiten. Jeder weiss z.B. wenn ich den ganzen Tag
wenig esse, geistig und schöpferisch produktiver bin.

III.) Das alte Bibelverständnis hat nach wie vor ihre Gültigkeit und bei Entwicklungsreife wird der Wahrheitsgehalt der Bibel zum individualisierten Lebensgehalt. Die eigenen, jetzigen Lebensreflektionen wirken unmittelbarer und sind mir näher stehend, als allgemeine und für mich jetzt nicht zutreffende Bibelwahrheiten. Nur in der Entwicklungsre- flexion kommen Leben und Religion zusammen. Die Exegese der Bibel erfolgt durch lebensnatürliche Art und Weise und beruht nicht auf freier Assoziation des Glaubens oder sub- jektiver Offenlegung des Schrifttums. Eine zeitgemässe und individuelle Situationsauslegung der Heiligen Schrift hebt den Wahrheitsanspruch der Bibel nicht auf und darf nicht als eine oberflächliche, zeitgeistige Anpassung oder nur persön- liche Wahrheitsmeinung verstanden werden, sondern es ist eine selbst ringende Wahrheitssuche. Entwicklungswahrheiten sind in-
dividuell gültige Wahrheiten. Deshalb existieren für den Ein-
zelnen keine allgemein gültigen Wahrheiten, sondern nur individuelle Wahrheiten, weil die Entwicklungswahrheits-
frage immer individueller Wahrheitsnatur ist. Es ist nicht die Wahrheit an sich, sondern nur die Wahrheit für mich.Sihe Textfortsetzung den Gliederungspunkt "Bibel" in Christentum-frueher-und-heute

IV.)  Die Individualisierung endet, wenn  sich der Einzelne sich nicht mehr seine Bestätigung von oben, sondern von unten geben lässt und damit als  Einzelner aufhört zu existieren und wieder in das Kollektiv der Gesellschaft zurückkehrt. Das Individualisierungsprinzip wird sakral begründet, weil jeder Einzelne vor Gott gestellt ist als " Entwicklungs-Individuali-
sierungs-Lebens-Bringschuld-Prinzip der Entwicklungslosig-
keit ". Nur die nichts gleich sind, sind Gott gleich ". Der Got-
tesbegriff wird religiös aus der persönlichen Situation des Einzelnen heraus entwickelnd interpretiert. Gott wirkt sich selbst, sucht nichts ausserhalb seiner selbst und durch-
wirkt die Welt in dem Auseinandersetzungs-Entwicklungs-Prozess-Transzendierungs-Geschehen und deshalb ist Gott
mir nahe. Durch mein gelebtes, geatmetes Leben bin ich
Gott unmittelbar. Im selbstwirkenden Entwicklungsprozess
wird Gott erst Mensch, ohne Entwicklung nicht. Er muss
Mensch werden, um sich selbst sein und selbst werden
zu können und bekommt erst durch meine Entwicklung
seinen individuellen " Lebens- Gesichts-Werdeausdruck "
und seinen Namen. Nach Meister Eckhart braucht mich
Gott, dass er sich selber werden kann. Deshalb ist  Gott
mir näher, als ich (" mein Ego ") mir selber bin *.


* 1.) Siehe auch " Individualgeschichtliches Gottesbegriffs-,Entwick-
lungs-und Vermittlungsverständnis eines Meister Eckhart

2.) Siehe auch Individualisierungs-Entwicklung als Lebensweg

3.) Siehe auch " Die säkulare Nachfolge Christi ist immer nur der zu gehende  Individualisierungs-Entwicklungsweg in der Welt " in  Evolu-
tionäre,säkulare  Nachfolge Christi


                                Karfreitag.


V.) Über den Karfreitag gibt es bislang keine grundlegende geschichtliche Untersuchung. Der Karfreitag ist der Tag vor Ostern. Er folgt auf den Gründonnerstag und geht dem Karsamstag voraus. Christen gedenken an diesem Tage des Leidens und Sterbens Jesu am Kreuze. Beim säkularen,evo-
tutionären Karfreitagsverständnis ist jeder Tag ein Karfreitag, weil ich jeden Tag meinen ureigenen, persönlichen Entwick-
lungs-Individualisierungs(kreuz)weg als Passionsweg in vielen  Überwindungen als Individualisierungs-Entwicklungsschuld abtragen muss. Es ist das Leben, was ich leben will und schon ungeboren habe ich meinen Entwicklungsweg bejaht. Jeder wird auf seine ureigene Art erfasst, ergriffen und in die Entwicklungs-Individualisierungs-Verantwortungspflicht genommen und muss seine Individualisierungs-Bringschuld der Entwicklungslosigkeit ohne Schuldgefühle der Vergangenheit und Zukunft " abtragen.
Es ist auch das alltägliche Entwicklungs-und Entmaterialisie- rungs-und Unsterblichkeitslernen, weil alles in der Welt nur Wegweiser,  Hilfen, Probiersteine und Mittler für den Weg  nach oben, was den Menschen übersteigt und nicht an die Seele heran reicht. Alles dient nur dem einen Ziel durch die Dinge hindurch zugehen, um ihnen gegenüberstehen.Das Viele ist da, um zum einen zu gelangen. Es geht nicht darum, das Sinnliche in allem zu überwinden, sondern dieses mit dem Entwicklungsgeist  " als Mittel zum Entwicklungs-Individualisierungs-Sinn-Zweck" zu durchdringen.Das Sinnliche, Materielle, der Gebrauchs- und Geltungs-und Selbstwertgefühlsnutzen hat nur bis zu einem bestimmten Ent-icklungs- und Sättigungsgrad eine Anziehungs- kraft, dann wird die lebenswesentliche,  immaterielle Seite "als das Ding an sich"und das Wesen hinter der Erscheinung für den Einzelnen wichtiger als die Erscheinung selbst. Der Überwin- dungs- Tranzendierungsverlust wird zu einem Gewinn. Deshalb verdient allem Vergangenen nur Mitleid. Es ist der Lebensim- perativ " des stirb und werde". Seinen Entwicklungsweg alleine zu gehen erfordert nämlich viel Selbstvertrauen sich über Meinungen, Traditionen, gesellschaftliche Konventionen, Spiel- regeln, Berufsordnungen, und berufliche Karrierewege,  Ver- lockungen des abgesicherten, bequemen Anpassungslebens zu widerstehen. Es sind die allgemeinen Normen der demokra- tischen Gesellschaftsordnung und die Dominationsmacht des Wirtschaftsleben, wo nur der Reiche und das durchschnittlich angepasste Gewöhnliche, aber nicht das individuelle Eigene, der Entwicklungswegsuchende, Genie der Selbstevolution seinen Platz und seine Daseinsberechtigung hat und bei Entwicklungs-Individualisierungs-Reife kein zurück mehr gibt. Auch kennt jeder glaubende Christ am Karfreitag den Satz aus dem Matthä- usevangelium, wo Jesus sterbend am Kreuze  spricht : "! Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen "(Er musste verlassen werden, weil Gott nicht sterben kann).Genauso ver- lassen kommt sich jeder wie oben schon beschrieben vor, wenn er seinen Entwicklungs-Individualisierungs-Weg  gegen die Widerstände und Spielregeln der Anpassungsgesellschaft überwinden muss, nur weil ich nicht sein will, wie die anderen wollen. Dann wird das Christ sein zum täglichen Karfreitagslos *.


*1.) Jesus musste von Gott und dem Geist verlassen werden,  weil  Gott
als der unfassende, transzendete Geist der Sterblichkeit nicht unter-
liegt. Deshalb ist jeder im Auseinandersetzungs-und Überwindungs-
prozess auf sich alleine gestellt und kommt sich verlassen vor. In
dieser Transzendierungsphase ist es nur der Glaube, welcher einen trägt.


2.) Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen". Aber erst dann konnte Christus am Kreuz sterben, weil Gott (Frieden) nicht sterblich ist und über dem Glauben steht.Dieser Satz wird auch gedeutet, dass Christus nicht Gott war (was er auch nie gesagt hat),denn dieser kann sich nicht selbst verlassen. Und danach kommt Ostern, weil jeder seine Stunde hat. Es ist das Fest des (Glaubens)siegers*.


3.) Die Individualität ist die begriffliche Fassung des Lebens und der Einzelne ist nur wahr, wenn er individuiert. Der Mensch, der nicht individuell wird auf seinem Entwicklungsweg, existiert eigentlich nicht und hat seine persönliche  Freiheit aufgegeben.eder, der auf die individuelle Entwicklungswahrheitsfrage verzichtet, gibt sich selbst
auf und verfehlt sein Leben. Es ist das Lebenslogos einer Individua- lisierungs-Bringschuld der Entwicklungslosigkeit,welche formt, prägt
und führt vom Ende her, dem Lebenssinnziel, welchem der Mensch zustrebt. Darum wenn das Leben (in der evolutionaeren, säkularen Nachfolge-Christi nicht individuell gelingt und damit einen Sinn und seinen Wert bekommt, waren jeder Lebensentwurf, alle Wissenschaft, alle Bildung, aller Wohlstand, alle gesellschaftlichen Werte wie z.B. Familie, Beruf, Besitz, Heimat, Gesundheit, Freiheit, Sicherheit, alle Religion, alles Wissen, alle Technik, alle Bemühungen und erbrachte Lebensleistung, alles Gelernte, alle Lebensziele und alle Zeit der Welt eigentlich falsch und damit am Leben vorbei gelebt und nicht selbst gelebt.


4.) Individualisierung im Beruf als Berufungsweg  ist nichts anderes als gelebtes Christentum als säkulare Nachfolge Christi, was nur gegen
die vorherrschenden  Arbeits-, Berufs- und gesellschaftliche Werte
zu haben ist. Wer seinen beruflichen Werdegang nicht an Karriere, Sicherheit und sozialem Status festgemacht hat, die Berufsindividua-
lisierung in der Suchunruhe als " Berufung " bei Entwicklungsreife im Vordergrund steht, Berufsauszeiten, Arbeitslosigkeit, gering bezahlte Tätigkeiten bei Zeitarbeit, " Callcenter für irgend etwas tun ", stän-
dige Arbeitssuche und soziale Ächtung auf seinem Entwicklungs-Individualisierungsweg vorübergehend in Kauf nimmt, der hat christ-
lich interpretiert mehr für sein " Seelenheil " getan, als wenn er an
einer feierlichen Karfreitagspassion teilgenommen oder die Bibel auswendig gelernt hat.


*.
5.) Beim statischen Berufs(aus)bildung-Lebenslauf bedeutet " Karriere " immer mehr Geldverdienen, Spass und Erfolg haben und irgendwann
eine hoch dotierte und anerkannte Führungsposition inne haben (Karriere-Ich-Bewusstsein und am Ende kommt nur Hektik und Unfrei-
heit heraus). Beim dynamischen Entwicklungs-Individualisierungs-Lebenslauf ist es eine Biografie der Selbstzerrissenheit und Fahrig-
keit, der Auflösung, der Selbstsuche und ständigen Berufsflucht
durch viele Tätigkeiten hindurch bis zur Berufung und dem Entwick-
lungs-Individualisierungs-Selbstsein. Man lässt unzählige Demüti-
gungen als Selbstverleugnung über sich ergehen, zählt die Minuten
bis zum Feierabend  in unbequemen, niedrig bezahlten Tätigkeiten
und quält sich monate- und jahrelang in scheinbar, sinnlosen " Jobs"
und entfremdeten, stupiden Tätigkeiten, um Geld zu verdienen, bis
man sich selbst gefunden hat und mit Eigenem zur Ruhe gekommen
ist. Das stets mühsam neu für den speziellen Arbeitsplatz Gelernte
wird, weil nicht mehr benötigt, zur Makulatur (Entwicklungs-Werde-Selbst-Bewusstsein und am Ende kommt Ruhe und Freiheit heraus)
.


* Jeder ist vor Gott gestellt, weil  Gott in jedem sich werden will und wie Goethe einst mit prophetischer Sicherheit und Sperberblick schon erkannt hat, " dass die Gottheit uns vollendet einst gedacht ". Nach Meister Eck-
hart Gott wirkt sich selbst, sucht nichts ausserhalb seiner selbst und durchwirkt die Welt in dem Entwicklungs-Auseinandersetzung-Prozess-Tranzendierungs-(Auflösungs)-Transformations(Gestaltungs)geschehen und deshalb ist Gott mir nahe. Es ist das ewige geschichtliche Veränderungs-
gesetz des Vegehens und Werdens als Lebensmystik Die eigentliche Lebensarbeit ist die Selbsterschließung  Gottes und durch mein Leben
und deshalb bin ich Gott unmittelbar. Durch Evolution in der persön-
lichen Entwicklung wird sich erst Gott selbst, kommt zum Bewusstsein seiner selbst und denkt und erkennt sich selbst und wird erst Mensch. Jedes Menschenleid ist ein Gotterleiden im Sinne von mehr Gott(selbst)-
werdung. Das Leiden des Menschen ist gleichzeitig das Leiden Gottes als Passion, wo Gott sich selbst erlöst. Gott muss Mensch werden, um selbst sein und selbst werden zu können. Gott wirkt und ich werde. Wäre ich nicht, wäre Gott nicht Gott und er braucht mich, dass er sich werden kann.In Wahrheit macht nicht der Schöpfer, sondern das Geschöpf
den Schöpfer. Es ist die" Fruito Dei", die Liebe zum Selbstzweck wo Gott sich selbst wird. Seine Gottheit hängt davon ab, dass er wirken muss. Das Einzelleben ist die Offenbarung Gottes als Gegenwartserfahrung. Das Göttliche wird in jedem Leben einzeln. Das Werden Gottes ist kein Entschluss Gottes, sondern mit dem Wesen des Lebens mitgesetzt,weil Gott das Leben selbst ist. Der Mensch ist immer so jung oder so alt wie Gott.Wie der Mensch Gott braucht um nicht zu vergehen (Vitalprinzip),  braucht ebenso das Göttliche  den  Menschen, um wahrhaft und zur
Wirk lichkeit zu werden und zu sein. Deshalb ist Gott mir näher, als ich
(" mein Ego ") mir selber bin, d.h., der Mensch ist ein hybrides Wesen, diesseitig und jenseitig zugleich*. Entwicklung ist die wechselseitige Erschliessung von Mensch und Gott, Theologie und Anthropologie zugleich*.

                    Leiden

VI.) Nach Meister Eckhart das das Leiden des Menschen  gleich-
zeitig das Leiden Gottes als Passion, wo Gott sich selbst erlöst. Das Leiden wird positiv, seligend interpretiert,weil alles Wissen  aus dem Leiden stammt. Alles Bewusstsein gründet sich im Leiden schreibt der Philosoph Max Scheler und alle höheren Stufen des Bewusstseins liegen im steigenden Leiden. Der Mathematiker Blaise Pascal betrachtete die Krankheit als
der natürliche, glückliche Zustand  des Christen*.



VII.) Meister Eckhart war überzeugt von der Seligpreisung des Leidens, hat Gott mit Leiden gleichgesetzt, ein Gotterleiden, was noch nicht Gott geworden ist. Es leidet immer nur das Ungleiche. Es sind die Irrtums-Lebens-Prozess-Korrekturen
der Lebensübereinstimmung was er als Geburt bezeichnet,
" wo Gott seinen Sohn im Menschen gebiert " und jede Geburt ist mit Schmerzen verbunden ist. Es geht hier nicht um Gott schauen, sondern ein Können durch Erleiden. Erst in der
Krise weiss ich, wer ich bin. Nach Meister Eckhart haben
die wahren Menschen gelitten und deshalb hat er grosse Ehrfurcht vor dem Leiden als das letzte Geheimnis der Erde.
Das schnellste Ross, das euch zur Vollkommenheit trägt, ist Leiden. Ja, ich sage, es gibt kein Ding, das den Menschen so gleich machen könnte als leiden. Die Seele ist nichts als
ein Gefäss Gottes für die Gottesgeburt in der Seele als Me-
tapher für die Individuationsentwicklung. Es geht im Kern
nur um den Entwicklungs-Individualisierungs-Geist in der Aus-
einandersetzung im Entwicklungsprozess,was Meister Eck-
hart als Empfängnis (Mariatum) und Befruchtung (Schöpfer-
tum) zugleich " als ein Gott erleiden und ein Leiden, was gottähnlicher macht " bezeichnet und hat damit das Ent-
wicklungskonzept des Gotischen Lernprinzips auf den Punkt gebracht.Es ist der Sinn allen Leidens in eine Tiefe herab- zusteigen, welche sonst nicht möglich wäre und hat nichts mit Strafe zu tun*.

* 1.) Im Leiden liegt der grösste Segen. Du irrst wenn, du etwas anders suchst als Drangsal. Es ist die letzte Tiefe, um daraus alles zu begrün-
den und zu gestalten. Ohne Leiden kann der Mensch nicht zum Heile  gelangen. Nur über Armut, Entbehrung und  Leiden ging  bisher  der
Weg aller Religionen ins Göttliche. Erst das  Leiden hat der Mensch-
heit das  Gefühl der Religion, den Gedanken eines  Gottes  erschaffen. Mystische Erfahrung ist ohne den Durchgang von Leiden nicht zu errei- chen. Durch Leiden geschieht im Menschen erst etwas wirklich und ver-
wandelt ihn.Es ist der Ort, wo Himmel und Erde zusammenfallen.Wo gelitten wurde ist eine heilige Zeit

2.) Der Mensch richtet sich zugrunde, damit Gott entstehe.Das Kreuz gilt als  Chiffre für das Leiden Christi und sollte mit Gold verziert werden,
weil es nicht mehr zu steigern ist.Es wird auch als Passionsmystik,  Schmelztigel und Prägestock Gottes bezeichnet. Es leidet nur  die Seele, welche von Gott überformt wird. Gott offenbart sich dem Menschen immer erst am Abgrund und jede Verzweiflung seliger macht.

3.) Alle  Formen,  welche die Gotik hervorbrachten waren Formen des
Leidens. Allen Köpfen der gotischen Bildhauer- und Schnitzerkunst bspw.
ist eine tief ernste, fast düstere Stimmung gemeinsam, weil die Menschen
der Gotik von Unglücken und der Pest verfolgt waren. Sie hatten Sehn-
sucht nach einer besseren Welt im Jenseits. In ihrer Not und Verzweif-
lung suchten sie Trost und Hilfe bei den Heilmitteln der Kirche. Nur so
sind die asketische Vergeistigung und der der fanatische Baurausch zu verstehen.

4.) Alles Wissen kommt aus Leiden. Erst der grosse Schmerz ist der
letzte Befreier des Geistes. Er allein zwingt uns in unsere letzte Tiefe
zu steigen. Wer auf sein Leid  tritt, tritt höher. Er steht fortan über seinem persönlichen Leben und über seinem Leiden. Je mehr der Mensch leidet, umso seliger erkennt er den Sinn und die  Notwendigkeit des Weltleidens. Der Schmerz schützt, zeigt den Weg auf und  macht das  Leben bedeutungsvoll.Nicht Leiden vermeiden wollen, sondern im Ringen mit dem Leiden seinen Sinn geben.Nur die Narben zählen.Es ist der Weg nicht um das Leiden herum, sondern um das Leiden hindurch.

5.) Nach dem  Philosophen Friedrich Nietzsche wirkt veredelnd  nur jeder  Schmerz, den zu überwinden, wir  Kraft besitzen. Es war für
ihn nicht der  Tribut, den man  zahlen muss um das  Tor der ewigen Seeligkeit zu öffnen. Der Schmerz war für ihn eine Macht, mit diesem man sich furchtlos mit allen möglichen Therapien auseinandersetzen muss, um ihn zu überwinden. Leiden war  für  ihn eine  Schule
der Weisheit.Die Grösse des Schmerzes steht proportional zur Tiefe. Schmerz ohne Bedeutung für etwas ist unmöglich,weil der Bedeutungs- sinn stärker ist als der  Schmerz.  Der Mensch kann alles ertragen wenn
er ein warum und wofür hat.Wer viel gelitten hat, weiss  mehr als die Weisesten wissen können. Seinem Siechtum verdankte er mehr als seiner Gesundheit. Alle seine Krankheiten waren Stimulanz zum mehr erleben
und entdeckte das Leben in der Transformation gleichsam neu. Es ist das " amor fati ", das Notwendige  nicht nur zu ertragen, sondern auch zu lieben. Je mehr  ein Mensch zukunftsbestimmt ist, je  grösser sein Leiden, weil die gestalterischen Kräfte sich abstossen.Es ist der Sinn und Wert allen Leidens.

6.) Die Kreuzigung als Lebensauseinandersetzung (Ego,Eigenwille,
Gier Entwicklungsresistenz etc.) ist das Gesetz des Lebens und in der ganzen Lebensstruktur als Ursprung fest verwurzelt.Nur im Leiden wird Substanz geschaffen.Es gibt keine Herrlichkeit und Fortschritt ohne das Kreuz und es ist die Kreuzigung durch die Lebenskrisen, Lebensunzuläng-
lichkeiten und Lebenserschütterungen als das "extra crucem nulla ecclesia,dass ausserhalb des  Kreuzes keine Kirche gibt". Das Christentum ist notwendiger- weise Krieg (gegen sich selbst) in einer Friedenszeit als Umkehr und Neuanfang und steht diametral zum reinen Vitalismus und den Weltwerten des permanenten Auslebens, Erlebens,des immer mehr von allem und einer materiellen Selbstverwirklichung,den gesellschaft lichen Anpassungskonventionen und wirtschaftlichen Spielregeln, dass
nur ein Leben "ohne das schreckliche Zeichen des Kreuzes" und ohne Wachstums- und Veränderungsschmerzen ein erstrebenswertes  Leben ist.Es wird geglaubt, dass es ewig so weiter geht (Siehe auch Individua-
lisierung in der Gesellschaft).Die Fragen des Lebensunterhalts und der widerstands- freie,sich wiederholende Gewohnheits-All-und Arbeitstag und die Freizeit sind nur neunzig Prozent des Lebens,die restlichen zehn Prozent des Lebens sind, wo das Leben durchkreuzt wird, ich "Steine zu kauen bekomme" , welche mir den Schlaf rauben als die schöpfe- rische Qual des Sterbens und neu geboren werdens als der Christus in uns*.

* Auch in der Gotik wurde die Kreuzigungsgruppe von oben herab- geholt, welche dann auf dem gleichen Niveau war wie die Sterblichen.

7.) Von  der Theologie des Kreuzes des Leidens Jesu als Christusnach-
folge in mittelalterlichen Klöstern (das Heil vollzieht sich in der Lebens-
geschichte Jesus Christus als via cruscis) zur Entwicklungsbedeutung  der säkularen, evolutionären Christusnachfolge auf dem persönlichen Ent-
wicklungs-Welt-Weg, was nicht nach Religion aussieht als Kreuzzug gegen die normierte Anpassung, gegen sich selbst und seinen "sieben Teufeln" (das Heil vollzieht sich in jeder einzelnen Lebensgeschichte selbst),wo es wichtig ist, seine Individualisierung und das Entwicklungswertwollen ge-
gen die gesellschaftlichen und beruflichen Individualisierungswiderstän-
de nur im Lebens- und Gottvertrauen ausdauernd durchzustehen.Es ist ein Leiden an den Vergangenheitssünden einerseits und andererseits ein Leiden an der Zukunftsauseinandersetzung.Nach der Kreuzigung erfolgte die Auferstehung und die Königskrone war einmal eine Dornenkrone (Siehe auch die Webpräsenz  Gesellschaftsmensch-Entwicklungsmensch) und säkulare, evolutionäre Nachfolge Christi).

8.) Der Mathematiker Blaise Pascal betrachtete die Krankheit als
der natürliche, glückliche Zustand  des Christen.

9.) "Gott hat mich mein ganzes Leben lang gequält "*.
* Fjodor Michailowitsch Dostojewski, Schriftsteller.

10) Wenn Gott in allem lebt, dann leidet er auch das Leiden, die Schmer- zen aller Geschöpfe mit.Dann ist er nicht nur ein schaffener Gott, son-
dern auch ein Leidender.

11.) " Wo Gefühl ist, da ist auch Leid "*.

*Leonardo da Vinci, Maler.

12.) " Seit dem 18 Lebensjahr verging kein Tag ohne physische Schmerzen die er durch die Gedankenarbeit zu verbessern suchte *"

* Blaise Pascal, Mathematiker.

13.) Es ist in der Geschichte des Menschengeschlechts  niemals so
gewesen, dass der Geist an der Spitze einer diesseitigen Hierachie
d.h., also im Besitz der Macht befand. Er wurde erst einmal nie aner-
kannt, ist immer verfolgt, gesteinigt, in den Kerker geworfen und hingerichtet worden. Sein Stigma war Machtlosigkeit und das Leid.
Alles Bewusstsein gründet sich im Leiden schreibt der Philosoph Max
Scheler und alle höheren Stufen des Bewusstseins liegen im steigen-
den Leiden. Der Geist ist immmer umso grösser gewesen, je machtloser
er war; die Macht umso stärker, je geistloser sie war. Das ist das Gesetz, welches die polare Spannung zwischen Geist und Macht beherrscht.

14.) Der "Opferbegriff" wird positiv belegt im Sinne von "kämpferischer Gelassenheit",   das Ertragen der Lebensschwere ohne zu klagen oder demütig aussitzen als Prüfung auf dem persönlichen Entwicklungs -
lebensweg. Bei Entwicklungsreife wird das Opfer als ein gerne müssen verstanden.

15.) Erleiden, absterben  und erleben ist ein individualgeschichtliches Ereignis, welcher einen Fingerabdruck in den Geschichtsbüchern hinterlässt.

16.) "Wer sein Leiden leidet, wird frei vom Leiden"*

* Konfuzius,chinesischer Weiser, Sozialphilosoph, Stifter der chinesischen Staatsreligion, Förderer des Sinns allen Wissens und Lernens in der sittlichen Vollkommenheit".

17.) " Ein bereits älterer Mönch kam zu einem Zen-Meister und sagte:
Ich habe in meinem Leben eine Vielzahl von spirituellen Lehrer aufge-
sucht und nach und nach immer mehr Vergnügungen aufgegeben, um meine Begierden zu bekämpfen.Ich habe lange Zeit gefastet, jahrelang mich dem Zölibat unterworfen und mich regelmässig kasteit. Ich habe alles getan,was von mir verlangt wurde,und ich habe wahrhaft gelitten, doch die Erleuchtung wurde mir nicht zuteil. Ich habe alles aufgegeben, jede Gier, jede Freude, jedes Streben fallen gelassen. Was soll ich jetzt noch tun ? Der Meister erwiderte: Gib das Leiden auf !

18.) Hätte ich mehr gelitten, umso grösser wäre das Werk gewor-
den.Alles Grosse geschieht nur durch  Leiden  *.
* Autor unbekannt.

19.) " Ohne Leiden bildet  sich kein Charakter  "*.

* Freiherr von Feuchtersleben.
20.)Wo Gefühl ist, da ist viel Leid*.
* Leonardo da Vinci,Maler, Bildhauer und Naturphilosoph.

21.) Das  Leiden ist wahrhaftig eine Offenbarung.Man erkennt Dinge, die man nie zuvor erkannt hatte*.
* Oscar Wilde,Schriftsteller.

22.)  Der Schmerz hat mich gebaut und das Universum hat mich durch den Schmerz von Hunderten Generationen geschaffen.

23.)Was ist Leiden ? Das Leben ist Leiden*.
* Meister Eckhart.

24.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen " leidet der Künstler " um der Wahrheit willen für seine darstellende Kunst. Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen gilt der Entwicklungs-Individualisierungs-Weg vom gesellschaftlichen Men- schen zum Einzelmenschen als Lebenskunst. Es ist die Lernwahrheit alleine  dazustehen, die Ausdauer und Diszipli-nierungskraft zu haben seinen Entwicklungs-Individualisierungs-Weg in der Gesellschaft,im Beruf und im privaten Bereich allen Anpassungsversuchungen, Konventionen, Bequemlichkeiten,Sicherheiten und Widerständen zum Trotz weiter zu gehen, was als säkulare, evolutionäre Nachfolge Christi interpretiert werden kann. Dazu gehören auch, dass das Leben erst einmal scheitert, Irrtumskrisen, Lebenserschütterungen (Arbeitsplatzverlust, Tod, Schei- dung, finanzieller Ruin), alleine da stehen, durch die Verworfenheit des Lebens gehen und die ganze Bedrängnis und Leidenssationen erfahren, welcher ein solcher Lebensweg für einen vorgesehen hat.

25.)* Wer auf sein Leid tritt,tritt höher (Hölderlin) oder wie Shakespeare es formulierte, dass ein tiefer Fall oft zu höherem Glück führt.Jede Bedrängnis ist ein Engpass zu grösserer Weite und unter den Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, befindet sich auch goldhaltiges Gestein.Nach Meister Eckhart ist Gott am meisten Licht, wo er am wenigsten Licht ist.

                   
VIII.) Die Lebensarmut ist die grösste Schwäche der Religion. Religion darf kein vom Einzelleben abgesonderter Bereich sein. Wenn ich bspw. ein Foto in einer Zeitung sehe und lese " Li-
thurgische Feier zur Todesstunde Jesu mit Johannespassion am Karfreitag in der " Jüngerkirche in Hamm " (fiktiv.). Das mag
für traditionsverhaftete feierlich, erhebend, lebensüberstei-
gend und etwas Besonderes  sein, aber welchen Einfluss hat
ein solches Kultur-Event auf meine persönliche Entwicklung ? Nur die eigene Passion ist lebensverändernd. Deshalb können
so viele mit dem Feiertag Karfreitag ("Guter Freitag“, "Kar-
aus lasteinisch carus, "lieb“, "gut“ oder " teuer “) nichts anfangen*.


*1.) Von der " Passionsgeschichte Christi "  als Aufopferung  zur " Indivi- dualisierungs-Passionsgeschichte" einer " leidenschaftlichen Hingabe " des ich kann nicht mehr anders.Ab einem gewissen Reifepunkt gibt es kein zurück mehr, den es nach dem Schriftsteller Frank Kafka zu erreichen gilt.


2.) Passion heisst nicht Leiden vermeiden wollen, sondern jedem Leiden seinen Sinn geben. Es ist der Weg nicht das Leiden zu bekämpfem und abzuwehren , sondern um des Leidens willens durch das Leid hindurch gehen, um ihm gegenüberzustehen und es dann durch Überwindung tranzendieren zu können.Wer sein Leiden leidet überwindet sein Leiden.


3.) Von der theologischen Bedeutung der Christusnachfolge des Leidens Jesus (das Heil vollzieht sich in der Lebensgeschichte Jesus Christus) zur Entwicklungsbedeutung der Christusnachfolge im persönlichen Entwick-
lungsweg (das Heil vollzieht sich in jeder einzelnen Lebensgeschichte selbst), wo es wichtig ist seine Individualisierung und das Entwicklungs-
wertwollen gegen die gesellschaftlichen Widerstände nur im Lebens-und Gottvertrauen durchzustehen.


4.) Der Mensch richtet sich zugrunde, damit Gott entstehe. Das Kreuz
gilt als  Chiffre für das Leiden Christi und sollte mit Gold verziert werden, weil es nicht mehr zu steigern ist. Es wird auch als Passionsmystik,   Schmelztigel und Prägestock Gottes bezeichnet. Es leidet nur  die Seele, welche von Gott überformt wird. Gott offenbart sich dem Menschen immer erst am Abgrund.


IX.) In der katholischen Religion ist die Karwoche im Kirchen-
jahr die letzte Woche der Fasten oder Passionszeit und die Trauerwoche vor Ostern. Sie wird auch als " Heilige Woche  " bezeichnet. Analog lässt sich jede Entwicklungskrise als
" heilige Zeit " deuten. Erst im Unglück weiss ich, wer ich bin *.


*1.) Siehe auch  " Vom traditionellen, statischen Berufs(aus)bildungs-Lebenslauf zum evolutionären, dynamischen Entwicklungs-Individu-
alisierungs-Lebenslauf " in  Vom statischen Berufs-Bildungs-Lebenslauf zum dynamischen Entwicklungs-Individualisierungs-Lebenslauf

2.) Siehe auch " Wo der Wille der Entwicklungs-Individualisierung fehlt,
automatisch zur Schuld der Entwicklungslosigkeit wird "in
Bringschuld der Entwicklungslosigkeit

3.) Siehe auch Gesellschafts-und Entwicklungsmensch
Ostern.


Leiden wird mit der Passionsgeschichte Christi gleichgesetzt.



  • Vom Besucher einer gotischen Kathedrale, wo ich die baugeschicht-liche Lektüre und die Ausführungen des Guides begreife zum Sucher in der gotischen Kathedrale, wo ich von der steingewordenen

Mystik und der Geistmaterie ergriffen werde*.

* Wenn ich mich in der Erkenntnis wieder erkenne, handelt es sich um einen lebendigen Prozess, der den gesamten Menschen erfasst und dieser selber verwandelt wird. Das Subjekt und das Objekt der Er-
kenntnis sind identisch und die  Spaltung ist aufgehoben. Diese Er-
kenntnis ist tatsächlich Weg, Wahrheit und Leben zugleich und zieht kein Handeln mehr nach sich, sondern Erkenntnis und Verwirkli-
chung sind eins. Nur mit der blossen Macht des Daseins werden Ent-
scheidungen herbeigeführt, ein Geschehen, was von selbst geschieht. Ein Mann macht viele, weil seine Individualität in der Individualität aller aufgeht.


                                      Station 1


  • Vom Kreuzweg der vierzehn Leidensstationen in einer gotischen Kathedrale als ein Weg zu Gott  zum eigenen Kreuzweg der Entwicklungs-Lebensstationen als ein Weg mit Gott. Von der gotischen Kathedrale, wo oft der Kreuzweg als Bilderzyklus/Skulpturengruppe mit seinen i.d.R. 14 Fußfallstationen als Prozessionsweg die Leiden Christi nachgebetet und gefolgt wird zur " Entwicklungs-Individualisierungs-Lebenskathedrale ", wo die evolu- tionäre,säkulare Nachfolge Christi immer der eigene, noch von niemanden gegangene Entwicklungs-Individua- lisierungs-Prozess-Leidensweg ist*.

* I.) Die Kreuzigung als Lebensauseinandersetzung (Ego,Eigenwille,
Gier, Entwicklungsresistenz,Habenexistenz,Anpassung etc.) ist das Gesetz des Lebens und in der ganzen Lebensstruktur als Ursprung fest verwurzelt.Aber nur im (Auseinandersetzungs)leiden wird Substanz geschaffen.Es gibt keine Herrlichkeit und Fortschritt ohne das Kreuz und es ist die Kreuzigung durch die Lebenskrisen, Lebens-
unzulänglichkeiten und Lebenserschütterungen als das "extra crucem nulla ecclesia",dass ausserhalb des  Kreuzes keine Kirche gibt". Das Christentum ist notwendigerweise Krieg (gegen sich selbst) in einer Friedenszeit als Umkehr und Neuanfang steht diametral zum reinen Vitalismus und den Weltwerten des permanenten Aus-
lebens, Erlebens,des immer mehr von allem und einer materiellen Selbstverwirklichung,den gesellschaftlichen Anpassungskonven- tionen und wirtschaftlichen Spielregeln, dass nur ein Leben "ohne das schreckliche Zeichen des Kreuzes" und ohne Wachstums- und Abstrei- fungsschmerzen ein erstrebenswertes  Leben ist.Es wird geglaubt, dass es ewig so weiter und noch besser geht und ich kann bleiben der und wie ich bin (Siehe auch Individualisierung in der Gesellschaft).
Die Fragen des Lebensunterhalts und der widerstandsfreie,sich wiederholende Gewohnheits-All-und Arbeitstag und die Freizeit sind nur neunzig Prozent des Lebens,die restlichen zehn Prozent des Lebens sind, wo das Leben " durchkreuzt" wird, ich "Steine zu kauen bekomme" , welche mir den Schlaf rauben als die schöpferische Qual des (Ab)sterbens und neu geboren werdens in Lebenskrisen als der Christus und das Bessere in uns. Es ist die hehre Pflicht eines  Königs für andere zu leiden*.
* Auch in der Gotik wurde die Kreuzigungsgruppe von oben herab- geholt, welche dann auf dem gleichen Niveau war wie die Sterblichen.

II.) Von  der Theologie des Kreuzes des Leidens Jesu als Christusnach-
folge in mittelalterlichen Klöstern (das Heil vollzieht sich in der Lebensgeschichte Jesus Christus als via cruscis) zur Entwicklungsbe-
deutung der säkularen, evolutionären Christusnachfolge auf dem persönlichen Entwicklungs-Welt-Weg, was nicht nach Religion aussieht als Kreuzzug gegen die normierte Anpassung, gegen sich selbst und seinen "sieben Teufeln" (das Heil vollzieht sich in jeder einzelnen Lebensgeschichte selbst),wo es wichtig ist, seine Individua- lisierung und das Entwicklungswertwollen gegen die gesellschaft-
lichen und beruflichen Individualisierungswiderstände nur im
Lebens- und Gottvertrauen ausdauernd durchzustehen.Es ist ein Leiden an den Vergangenheitssünden einerseits und andererseits ein Leiden an der Zukunfts-Auseinandersetzungs-Gestaltung.Nach der gekreuzigten Wahrheit erfolgte die Auferstehung und die Dornen- krone wird zur Königskrone (Siehe auch die Webpräsenz  Gesell- schaftsmensch-Entwicklungsmensch) und säkulare, evolutionäre Nachfolge Christi).


                                       Station 2


  • Vom kirchlichen Kreuzweg werden die  Freiheiten der Religion untergeordnet werden  und damit als  geis- tige,  dogmatische Norm enden, zum  Entwicklungs-Individualisierungs-Kreuzweg, wo  in der Freiheit die Religion erst entdeckt und zurück errungen wird als höchste Stufe der Religion und seelische Erregtheit. Der christliche  Nachfolge Christi-Weg ausserhalb der Welt wandelt sich zum säkularen, evolutionären Nachfolge Christi Weg innerhalb der Welt als unbekanntes Land, das Gott verheissen hat (Abraham).

                                          Station 3


  • Von der " Passionsgeschichte Christi "  als Aufopferung (Passionsweg)  zur " Individualisierungs-Passionsge- schichte" einer " leidenschaftlichen Hingabe " des ich kann nicht mehr anders (Entwicklungsweg) .Ab einem gewissen Reifezeitpunkt gibt es kein zurück mehr, den es nach dem Schriftsteller Frank Kafka zu erreichen gilt*.

* I.) Die persönliche Geschichte wird zu etwas heiliges, aber nur,
wenn jemand an seinem (Individualisierungs)heil arbeitet. Das ganze Leben der Menschheit ist wie das Leben eines einzelnen Menschen,
der Gott gefunden hat.

II.) Passion heisst nicht Leiden vermeiden wollen, sondern jedem Leiden seinen Sinn geben. Es ist der Weg nicht das Leiden zu be- kämpfen und abzuwehren, sondern um des Leidens willens durch das Leid hindurch gehen, um ihm gegenüberzustehen und es dann durch Überwindung tranzendieren zu können.Wer sein Leiden leidet, überwindet sein Leiden.

III.) " Was sich in Jesus Christus einmal ereignet hat bleibt immer wirksam. Daher darf die Passion als einmaliges Geschehen nicht getrennt werden von unserer Geschichte. Vielmehr kommt es drauf an, dass unsere Geschichte in die Passion Christi hineingezogen wird. Es ist die Nachfolge Christi, wo der Religionsbegriff identisch ist mit dem Entwicklungs-Individualisierungsbegriff als der eigene Ent- wicklungs-Individualisierungs-Weg der säkularen, evolutionären
Nachfolge Christi.

                   Station 4

  • Von der Theologie des Kreuzes des Leidens Jesu als Christusnachfolge in mittelalterlichen Klöstern (das Heil vollzieht sich in der Lebensgeschichte Jesus Christus als via cruscis) zur Entwicklungsbedeutung der Christus- nachfolge im persönlichen Entwicklungsweltweg als Kreuzzug gegen sich selbst und seinen "sieben Teufeln" (das Heil vollzieht sich in jeder einzelnen Lebensge schichte selbst),wo es wichtig ist seine Individuali- sierung und das Entwicklungswertwollen gegen die gesellschaftlichen und beruflichen Individualsierungs- widerstände nur im Lebens- und Gottvertrauen durch- zustehen (via vita progressus als die Teleologie des Entwicklungsweges).

                       Station 5


  • Von Christus wurde gekreuzigt, weil er seinen Glauben  gegen die vorherrschende Ordnung über Rom stellte (Christus als Revolutionär) zu jeder der in der heutigen Gesellschaftsordnung sich nicht anpasst und seinen individuellen Lebensweg  in der säkularen, evolutionären Nachfolge Christi, gehen will, welcher in der vorherrschenden Gesellschaftsordnung nicht vorgesehen ist, bleibt eine Gradwanderung der Margina- lisierung und vorübergehenden Heimatlosigkeit als Bürger (gelungenes Leben) und Bohemien (verpfuschtes Leben) zugleich, ein Gesellschaftsmensch nach aussen, aber ein Einzelner nach innen, in der kulturlosen Zivilisation leben, aber die Zivilisation im Verborgenen als " Namenloser " und stilles Vorbild kultivieren. Hier wird ein Kreuzweg gelebt, der christlicher nicht sein kann.Wenn man ausserhalb der Welt denkt, bedeutet das zuerst einmal Chaos. Es muss schon das Feuer in einem brennen (Reife-Nr.782), dass dieser unbequeme Weg gegen die Widerstände und Nachteile in der Gesell- schaft und beruflichen Karriere gegangen wird, welcher herkulischer Anstrengung, die Ausdauer eines Lang- streckenläufers und innerer Schmerzresistenz bedarf. Hier wird ein "Kreuzweg" als eigene Passion gelebt, der christlicher nicht  sein kann. Wer so etwas tut hat so viel getan wie der Papst in Rom und noch viel, viel mehr (Entwickler als Evolutionär)*.

* Die Wesensidee des Christentums und der Mensch in der Welt vertragen sich  erst einmal so gut wie " Wasser und Natrium ",weil Christ sein  immer Leiden heisst und zum schwersten  Los wird. Es wird beinahe unmöglich, mit der Lebenswirklichkeit  existentiell zu recht zu kommen, weil Religion nur möglich ist gegen die Welt, aber wir in dieser Welt  leben und  der Mensch im Widerspruch zu seinem Ursprung steht (Siehe auch die Webpräsenz  Gesellschaftsmensch-Entwicklungsmensch) und säkulare, evolutionäre Nachfolge Christi).Es ist das gepredigte Ewigkeitsideal und "die Schwertseite
des Christentums", dass im allerletzten der Mensch seine bürgerliche Existenz vernichten und absterben muss, um den zukünftigen Chris- tenmenschen auferstehen zu lassen. Es ist der Bibelvers "Gehe, ver- kaufe alles was du hast und gib dem Armen! So wirst du einen Schatz im Himmel haben. Dann komme und folge mir nach (Matthäus,19,21). Eine solche Aussage klingt heute utopisch, weltfremdirreal und revolutionär (und dieses macht natürlich keiner, auch wenn es ein Bibelwort ist).Es ist die gleiche Erkenntnis des Philosophen Friedrich Niet- zsche,dass der Mensch etwas ist,  was überwunden werden muss und sich immer wieder in Frage stellen und das Gegenteil einer Wohlfühl-und Beruhigungsreligion ist. Nicht das Bibelwort der Propheten "Werdet der Welt ungleich und werdet euch selbst" oder die Bergpredigt einer Nachfolge Christi ist von Bedeutung, sondern nur die Gesetze, Regeln, Normen,die sozioökonomische Existenz- sicherung, die politischen Verhältnisse,Traditionen, Gewohnheiten, der Lebensentwurf,die Lebensphase, der Lebensstil und die  persön- lichen Interessen in der Gesellschaft legen fest, wo es entlang geht.
Das sinnliche Leben ist immer stärker als das abstrakte, Ideelle.
Auch Umfragen bestätigen, dass Menschen, wo die Religion im Alltag keine Rolle spielt,  glücklicher sind, weil diese nur das Aus-und Erleben stört, ein Fortkommen behindert und das Gewissen (soweit noch vorhanden) keine Rolle spielt.


                                     Station 6

  • Von Jesus ist am Kreuz gestorben zur Lebensmetaphorik eines Unsterblichkeitslernens als Entweltlichung, wo dieser Begriff nicht mehr negativ, sondern alltags-lebens-selbstverständlich belegt ist. Es ist besser wenn ich es nicht mehr brauche als wenn ich es mir kaufen kann.Deshalb dient allem wovon ich mich gelöst habe Mitleid. Das Leben ist ein ständiges Abschied nehmen wie die Schriftstellerin Ricarda Huch einmal bemerkte. Der Maler Leonardo da Vinci  sagte einmal; " Während ich dachte, leben zu lernen, lernte ich das Sterben. Unsterb- lich keitslernen ist auch der Entwicklungsimperativ " des Stirb und werde" eines Meister Eckhart.

                                       Station 7


  • Von der theologischen Bedeutung der Christusnachfolge des Leidens Jesus (das Heil vollzieht sich in der Lebens- geschichte Jesus Christus) zur Entwicklungsumdeutung der Christusnachfolge im persönlichen Entwicklungsweg (das Heil vollzieht sich in jeder einzelnen Lebensge- schichte selbst), wo es wichtig ist seine Individualisie-rung und das Entwicklungswertwollen gegen die gesell- schaftlichen Widerstände nur im Lebens-und Gottver- trauen durchzustehen.

                                       Station 8


  • Von das Heil vollzieht sich in der Lebensgeschichte Jesus (Christus ist absolut) zum Heil unreligiös interpretiert, welches sich im Entwicklungsprozess einer Entwicklungs-Individual-Geschichtlichkeit in der säkularen, evolutio- nären Nachfolge Christi vollzieht (jeder wird einmal zum "Christus" (ohne anmaßend zu gelten), weil er durch den gegangenen Weg die heilsgeschichtliche Wegstruktur geschaffen hat für andere).Neben der ersten historischen Tatsache geschieht eine zweite historische Tatsache*. Siehe Textfortsetzung den Gliederungspunkt "Christus" in Christentum-frueher-und-heute und in Evolutionaere-Nachfolge-Christi-1

* Jesus gilt nicht als das Heil der Heilsgeschichte, sondern das Reich Gottes.

                    Station 9


  • Von der  Fusswaschung der christlichen Gründonners- tagslithurgie als brüderliche Geste, Zeichen der Nächs- tenliebe,Versöhnung und Demut, bei dem der Papst religionsübergreifend im Rahmen der Osterfeierlich- keiten z.B. Muslimen, Frauen und Flüchtlingen die Füsse wäscht zu lebensübergreifenden "Demütsübungen" z.B.  bei der der Individualisierung in der Gesellschaft oder im Entwicklungs-Individualisierungs-Lebenslauf in der Arbeitswelt*.


* I.)  Der Entwicklungs-Individualisierungs-Lebenslauf ist eine Biogra-
fie der Selbstzerrissenheit, der Auflösung, der Selbstsuche und ständigen Berufsflucht bis zur Berufsüberwindung und dem Ent- wicklungs-Selbstsein. Es sind oft Demuts-, Demütigungs-und Selbst-
verleugnungsübungen,  zählt die  Minuten bis zum Feierabend
in ungeliebten Tätigkeiten und quält sich monatelang in scheinbar, sinnlosen "Geld-Verdienen-Tätigkeiten", bis man sich selbst gefunden hat und mit Eigenem zur Ruhe gekommen ist.

II.) Den niedrigsten Status hat die Arbeit, die immer wieder getan werden muss wie z.B. putzen, kopieren, abschreiben,deshalb wenig Anerkennung erhält, leicht zu ersetzen ist und auch sinnlos zu sein scheint.  Im Entwicklungsleben gibt aber es keine Nebensachen. Auch die sozial niedrigen, schlecht bezahlten, langweiligen, stumpfsin- nigen, geistlosen Tätigkeiten besitzen einen Entwicklungswert und einen tieferen Entwicklungssinn. Ein ehrliches Entwicklungstun ist auch in der einfachsten und wenig sinnvoll erscheinenden Tätigkeit gegeben. Es sind die vielschichtigen Entwicklungsaspekte, welche in einer"einfachen Telefonzentrale“ wie auch in der Konzernzentrale
nur für mich persönlich zu finden sind und mir auch ein hohes Selbstwertgefühl verleihen können. In kleinen Aufgaben ist genauso viel Entwicklungspotential vorhanden wie in grossen Aufgaben. Das Entwicklungstugend-Auseinandersetzungs-, Sublimierungs- und Überwindungspotential  als Arbeitssinn ist in jedem Beruf und in jeder Tätigkeit mitgegeben. Keine Tätigkeit ist erkenntnisarm und
es ist in jeder Nichtidentifikation eine Arbeitsauthentizität möglich. Wenn sich der Mensch  von der Entwicklung her versteht, ist  jede „niedrige Tätigkeit“ gerechtfertigt und gibt den scheinbaren Sinnlosen einen tieferen Entwicklungssinn.Das Arbeiten mit dem Niedrigsten, entfaltet das Höchste.

III.) Das wichtigste Ergebnis der Arbeit ist immer ihre entwicklungs- charakterliche Auswirkung. Der Sinn einer „stupiden Tätigkeit“ im Entwicklungssinne für die zukünftige Lebensentwicklung ist mittels des Verstandes und der ökonomischen Vernunft nicht zu erfassen. Die Früchte der Entwicklungshandlungen zeigen sich erst im nach-
hinein. Ein äusseres Werk kann nie klein sein, wenn das Innere
gross ist.Im Geiste der Entwicklungswahrheit wird das Niedrigste
zum Höchsten. Dass auch die tiefste Erniedrigung auch immer Er- höhung bedeutet.Es sind letzten Endes immer die kleinen, unschein- baren Dinge, die im Nachhinein grosses bewirkt haben und bewir-ken. Einen Entwicklungsgedanken in die Tat umsetzen und jetzt das Entwicklungsbessere zu wollen ist mehr wert, als "ein passives Aufsichtsratsmitglied zu sein und ein Entwicklungscharakter ist
mehr wert, als ein akademischer Berufsabschluss" .

IV.) In diesem  " säkularen Nachfolge Christi Kontext " ist dem Autor namentlich ein Entwicklungs-Berufungs-Selbstzerissenheits-Leidens-Suchweg einer fast selbstaufopfernden Wahrheitssuche in Frankfurt/Main bekannt, wo der Kreuz- weg  aus den S- und U-Bahn Stationen dieser Stadt bestand, wo jeweils ein- und ausgestiegen wurde, um für einige Mo- nate und das über viele Jahre lang bei den dort ansässigen Unternehmen mit einfachen (Aushilfs)tätigkeiten, obwohl gut (aus)- gebildet und vielen Erfahrungen im fortgeschrittenen beruflichen Alter in solchem instabilen Arbeitsumfeld " sein Kreuz auf diesem Weg" getragen hat und die geübte Demut oft zur Versagerdemütigung wurde, nur um seinen sozialen Verantwortlichkeiten und seinem "Entwicklungs-Individuations-Gewissen " nachzukommen, um Ruhe zu finden und keine Selbstverwirklichung auf dem Rücken  anderer zu betreiben. Der Ertrag der vielen Tätigkeiten waren am Ende auch noch abzuzahlende Schulden, weil der Verdienst oft sich nur am Mindestarbeitslohn orientierte und am Monatsende oft nicht wusste, wie lange das Geld reichen würde, auch wenn im Nachhinein die Schulden segensreicher waren, als wenn während dieser Zeit viel Geld verdient worden wäre. Wer durch viele Tätigkeiten hindurch auch in Berufen, die er nicht gelernt oder studiert hat zur Berufung gelangt d.h., sonst zu nichts nutze war und damit immer wieder neu anfängt, muss sich ständig neu einarbeiten, damit erst einmal zu einem erniedrigenden Nichts " werden und fängt auch auf der Gehaltsskala meistens unten an. Auch besteht die Gefahr als bspw. fünfundfünfzig-plus-Jähriger überhaupt keine Arbeit zu finden oder nur eine Be-
schäftigung, die sonst keiner z.B. Callcenter (Telefonverkauf, was früher "Klinken putzen" genannt wurde) machen wollte. Dass durch den jahrelangen Entwicklungs-Such-Individualisierungs-Anti-Karriere-Weg  in prekären Jobs mit niedrig bezahlten Helfertätigkeiten die spätere zu er- wartende Altersrente nach der derzeitigen (deutschen) Sozialgesetzgebung auch viel niedriger sein wird und zur Rentnerar- mut werden kann, ist ein weiterer sozialökono- mischer Nachteil, weshalb diese vielmals gepredigte, säkulare Nachfolge Christi im christlichen Umfeld illusionäres Gerede bleibt und  " in der warmen Stube ", wo Wohlstand, Risikolosigkeit und eine Pensionsberechtigung vorherrscht, von den Predigern keine Vorbildfunktion der Nachfolge Christi gegeben ist und Christ sein "Leiden" bedeutet ("Schmelztigel Gottes") und nicht nur gelehrige Theologie studiert, welche kaum jemanden interessiert.

                    Station 10

  • Von dem kirchlichen jenseiten,lebensfremden  Christen- tum zur religiösen Deutung der Evolution im Lebens-und Berufsalltag und vom Leben her entwicklungssinnmässig zu denken und damit den Geist des Evangeliums in alle Lebensbereiche hinein tragen, ist das, worauf es an- kommt. Durch die Entwicklungssichtweise wird die Le- bensempfindung zur Religion und das Leben erhält quasi eine religiöse Weihe "als Privatreligion" und die Religion wird in ihr (Lebens)wesen aufgelöst. Es ist der kleine Unterschied ob Religion gelebt wird (ausserhalb von mir als lehramtlicher Akt) oder das Leben zur Religion wird (innerhalb von mir als Akt des Suchens). Es ist säkular, profan und religiös, heilig zugleich. Der religiöse Raum ist die Welt. Der Weg muss aus der Welt kommen und darf nicht ausserhalb von der Welt sein. Es gibt keinen Unterschied zwischen religiöser und profaner Praxis, vita activa und contemplativa, Glauben und Welt. Religion stellt dann keine Sonderwelt mehr da, wenn sie ins Leben aufgelöst wird  und die theologische Fragen sich vom Leben herstellen. Die Religion, welche nicht die persönliche Lebensrealität zum Inhalt hat, ist zum Scheitern verurteilt. Die religiöse Sinndeutung der Evolution im Lebens- und Berufsalltag und vom Leben anders zu denken ist das, worauf es ankommt.  Es ist der Weg vom rechts- und lehrgültigen, didaktischen Interpretations- und Vermittlungs-Christentum von oben herab als Vorentwicklungsstufe zum autodidaktischen Individualisierungs-Entwicklungs-Lebens-Christentum von unten herauf, wo die Individualisierungswahrheiten selbst entwickelnd als zeitlose Bibelwahrheiten inter- pretiert werden,weil in der Bibel das Programm für die individuelle Befreiung fehlt. Die Vertreter  des  " goti- schen Geistes " dulden keine   Mittler zwischen Gott und sich selbst. Es muss eine Kirche (Organisation) von unten sein oder sie verwirkt ihren Daseinszweck.

                    Station 11


  • Vom Anfang war das Christentum eine  Exklusivreligion von 12 Jünger (Apostel) zu heute wird das Entwicklungs- christentum zu einer Inklusivreligion mit vielen Entwick- lungsjünger ("Entwicklungsaposteln"). Damit ist Christus nicht mehr absolut, weil jeder christusähnlicher wird. Es ist die Radikalität des Christentums selbst ein Christus zu werden (alles andere ist lauwarmes, nicht wirklich ernst genommenes Christentum ) entweder für mich oder gegen mich). Die Nachfolge Jesu ist nicht eine " eins zu eins" oder eine mittelalterliche klosteraffine Nachah- mung Christi, sondern bei Entwicklungsreife heisst es seinen eigenen Individualisierungs-Weg in der Gesell- schaft und im Berufsleben gehen, der noch von nieman- den gegangen wurden. Jesus Werk ist noch nicht voll- endet und in jeder Generation erwählt er seine Jünger, gibt ihnen Zeichen ihm zu folgen und verleiht ihnen die gleiche Macht. Die säkulare, evolutionäre Nachfolge Christi ist keine ad hoc Entscheidung und erst durch eine allmähliche Entwicklung  dämmert die biblische Kern- aussage einen;"Wer sein Leben behalten will, der wird es verlieren und wer es verliert um meinetwillen, der wird es behalten".

                  Station 12


  • Von Christus Triumphator ist der Welt nahe (Ende des Entwicklungsweges) zum Christus Crucifixus ist der Welt nahe (Reifebeginn-Nr.782 eines  jeden Entwicklungs-Individualisierungsweges in der säkularen,evolutionären Nachfolge Christi.


                    Station 13


  • Von der Liturgie gestützt auf die Heilige Schrift  (Quelle und Maßstab ist Jesus Christus) zur säkularen, evolutio- nären Nachfolge Christi als Gottentwicklungswerdung gestützt auf die eigene Gottes(hinweis)erfahrung in allen Dingen, Krisen und Lebenslagen als Dematerialisie- rung (Quelle und Maßstab ist das eigene Weltleben)*.

* "Maßstab und Quelle ist das eigene Leben", weil Gott das Leben selbst ist und in jedem einzelnen Menschen seine einmalige Indivi-
dualität entwickeln will. Deshalb ist das Leben Theologie und das Leben löst sich als das Wesen der Religion in Theologie auf. Das Religiöse lässt sich vom Entwicklungs-Lebens-Prozessakt nicht tren-
nen und ist immer mitgegeben. Es ist säkular und religiös, diesseitig und jenseitig zugleich.


                                 Station 14


  • Von der Erwartung auf den himmlischen, auferstan- denen, jenseitigen  Jesus als ein Herabsteigen aus dem Himmel (physische,leibliche Wiederkunft) und zum warten auf die Entwicklungs-Individualisierungs-Reife, wo jeder Gläubige sich bemüht himmelwärts durch Entwicklungsstreben im Entwicklungs-Kultur-Lernen im Diesseits hoch zu steigen, wo das das zweite Kommen Jesu im Geiste geschieht (geistige,seelische Wieder- kunft)*.

* Die Weihnachtsbotschaft wird umgekehrt, indem wir durch Entwicklung zu Gott hinaufsteigen und nicht Gott zu uns herabsteigt.. " Warum wurde Gott Mensch ? Dass ich als derselben soll geboren werden "*.


* Meister Eckhart.


Das Leben besteht nicht nur aus 14 Kreuzweg Stationen, sondern ich muss jeden Tag ein anderes Kreuz tragen.Des- halb der Verweis auf viele andere Beispiel-Lebens-Statio-
nen in "Entwicklungsgotik 1 bis Entwicklungsgotik 9"

IX.)  Ostern ist das Fest der Auferstehung als Symbol für die Aufhebung der Lebenswidersprüche.Die leibliche Auferstehung Christi und der Christen sowie die endgültige Kapitulation des Todes vor der liebenden Allmacht ist das das Kernstück des christlichen Glaubens bekenntnisses.Sie begründet den Glauben trotz hoffnungsloser Lage an ein Leben nach dem Tod.Der ganze Mensch mit seinem Leib und Seele wird in Gott hineingenom- men.Das bedeutet, dass wir unse ren Leib "eins zu eins" wieder-bekommen ! Ostern gilt als das Fest des Glaubens,  dass Jesus den Tod besiegt hat. Im christlichen Auferstehungsglauben hat der Tod keine Macht, den es in Wahrheit nicht gibt. Diese Glaubensspekulation wird in der  Begegnung mit der modernen Physik als religiöse Erfahrung empfunden, weil diese Aussagen der Parallelwelt von der Quantenphysik als Faktum unstrittig empirisch bestätigt werden, was  bisher kein Gegenstand  des  Erkennens  war. Das Leben ist stärker als der Tod, die Hoffnung stärker als die Verzweiflung, die Wahrheit stärker als die Un- wahrheit,die Gesundheit stärker als das Leiden, die Lösung stärker als das Problem und Gottes Wege können ins Dunkel führen, aber sie enden immer im Licht*.
*Siehe auch das Essay Das Leben ist unsterblich und nicht tot zu kriegen


X.) Von wenn die Glocken läuten, gehe ich zum Ostergottes- dienst,wo die (fremde) Auferstehung abstrakt und in einer Glaubensbeziehung gefeiert wird zu wenn es dreizehn schlägt feiere ich konkret meine (eigene) tägliche Auferstehung in der Lebensbeziehung des immer wieder neu Anfangens und des einmal mehr aufstehens als hinfallen.

XI.) Am Anfang eines jeden Entwicklungsweges steht die Gotik. Aufbruch, himmelwärts und nach den Sternen geifen. Deshalb geht jeder Entwicklungsweg nur über und durch die gotische Kathedrale als Ausdruck des Höherstrebens und als gotisches Lernprinzip ,weil bei Entwicklungs-IndividualisierungsReife Nr.782 jeder das Gefühl vermittelt bekommt und keinen mehr gleichgültig lässt, dass die gotische Kathedrale nur für ihn gebaut worden und er endlich zu Hause angekommen und nicht mehr weiter suchen muss. Erst wenn ich das gotische Lernprinzip kenne, bin ich im Leben angekommen. Nur wer individuell wird, existiert wirklich. In jeder Möglichkeit ist der Mensch ein Einzelner. Erst nach einer Lebenskrise öffnen sich die Eingangs- portale der gotischen Kathedrale für mich. Mit dem Münster fing es an und mit dem Münster hört es auf. Es ist seine Entwick- lungszukunft in der evolutionären, säkularen Nachfolge Christi zu gestalten. Ostern bedeutet, dass  es niemanden Aufrichtigen gibt, der nicht einmal seine Stunde hätte. Es ist der Nachweis, dass die Tugend nur in der Schwachheit vollbracht wird, weil die Kraft erst in der Schwachheit  zur Entfaltung kommt und deshalb ohne Untugend keine Tugend gibt, dass nur weltfremde Träumer
(Christus ) die Welt verändern (was sich nur noch nicht herum gesprochen hat) und das nur, der meditieren (Fastenzeit), auch feiern kann (Osterfest). Das trifft eigentlich für jeden Tag zu und deshalb trifft die Osterbotschaft für jeden Tage zu und deshalb ist Ostern kein kalendarisch einmal im Jahr festgelegter Tag.
Gott opfert sich dem Menschen wid zum der Mensch opfert sich Gott.Es ist die Fortsetzungs-Entwicklungs-Sinnlinie von der traditionellen, leeren Wiederholungs-Ritualerinnerung zum jetzigen, individuellen, lebensalltäglich nahen Erlebnisvoll- zug,weil  ich nicht lebe sondern gelebt werde gehören wir nicht uns*.

* Wiederholungsrituale als Erinnerung und Anmahnung gelten als ober-
flächlich, sind unehrlich, ohne Kultur-und  Heilswert, sind ungeschicht-
lich und weil entwicklungslos, reine Zeitverschwendung. Das Leben ist nicht auf Wiederholung, Beharrung ausgerichtet und " alle Jahre wieder " oder " Tuet dies in Erinnerung an mich ", sondern auf Weiterentwicklung und eigene Sinngebung angelegt, der nur selber gefunden werden kann. Wiederholung als Kreislauf und " alle Jahre wieder " ist ungeschichtlich und entwicklungslos. Das Signum für Entwicklung ist die Spirale. Der
Mensch  ist nicht dazu geschaffen worden, wie ein Zirkuspferd in der Manege immer im Kreise herum zu laufen.

XII.) " Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert 1. (Brief 9)". Es ist die Tatsache, dass der Oster- und Pfingstfrieden ein frommer Wunsch bleibt, weil dieser ständig
und immer wieder in der Auseinandersetzung mit dem Un-
frieden der Welt individuell in jeder Lebenssituation und mit allen Dingen jeden Tag neu transzendiert werden muss. Jeder Wunsch, jede Begierde, jede Abhängigkeit, jede Verärgerung, jede Lebenskrise etc. sind Unfrieden und es ist das tägliche Bemühen alles zu tun in der Absicht, es zu überwinden, um zu einem Stück mehr Frieden zu kommen. Es ist bspw. vom Beten um den Osterfrieden und die Ruhe ist identisch mit span-
nungs freier Passivität zum inneren Frieden als Unruhe der Lebensspannungs-Produktivität, welcher in der permanenten Lebensauseinandersetzung und im Ringen mit sich selbst,
durch Abtragen der " Individualisierungs-Lebens-Bringschuld
der Entwicklungslosigkeit" gewonnen wird. Die Ruhe (innerer Frieden) kann nur das Ergebnis einer Aufhebung der ständigen, inneren Zerrissenheit und Lebensspaltung sein, weil diese aller Unruhe Ziel ist. Die Welt ist erst einmal Unfrieden,weil alles dem ewigen Gesetz des Vergehens und des Werdens unterliegt und deshalb dort kein Frieden zu finden ist*.

* 1.) Der Bibelvers Johannes 14,27  " Ja, meinen Frieden gebe ich euch – einen Frieden, den euch niemand sonst auf der Welt geben kann ist nur deshalb möglich" weil der Weg vom Weltunfrieden zum Frieden als Vor-
bild gegangen wurde und deshalb ur deshalb gangbar ist, weil ihn jemand schon gegangen ist und wirkungstheologisch freigemacht und geschaffen  wurde für andere.Das Wirkkraftfeld des gegangenen Entwicklungsweges besteht zeitlos weiter hin als der Genius des Christentums, Es wurde Entwicklungs)raum als physische Realität geschaffen, der  vorher nicht
da war und erst diese Raumexpansion gibt jedem die Chance, in den (Vorbild)kraftraum einzutreten, wenn dieser auch das praktische Moment der Veränderung beinhaltet diese schöpferische Möglichkeit (durch per-
manente Überwindungsentwicklung in der De-und Entmaterialisie- rung wahrzunehmen. Wenn der Endpunkt von einem Menschen verwirklicht wurde, so stellt dieser Mensch stellvertretend auch für seine Gattung das End- produkt der Evolution dar. Wenn es einer erreicht hat, ist es für alle erreicht und erreichbar gemacht. Der Dichter Friedrich Schiller würde sagen;  " Was einer im Reiche der Wahrheit erwirbt, hat er für alle erworben.

2.) Trivia:In der Osternacht, welche morgens um 1:30 Uhr endete wurde der Osterfriede gespendet und morgens stellte sich der Unfrieden, weil übermüdet, beim Frühstück wieder ein.

XIII.) Solange ich z.B. meine  Autoleidenschaft nicht überwunden habe, solange bin ich ein Unzufriedener, Getriebener und Ab- hängiger. Solange ich ständig daran denken muss, lebe ich im Unfrieden. Solange sich ein Ding und ein Zustand  verändert, ist es unvollkommen. Nur Unveränderlichkeit ist Ruhe und Zeichen der äussersten Vollkommenheit. Vollkommenheit (dauerhafter Frieden) des Menschen bleibt ein utopistisches, weltfremdes Ideal und " ein abtriften ins mystische Nirvana ", aber man darf in Anlehnung an österreichische-mährische Schriftstellerin
Marie von Ebner-Eschenbach nicht aufhören, es immer wieder zu versuchen. Kein Geschöpf kennt seine Ruhe und Rast, bis es seinen (Individualisierungs)rhythmus gefunden hat. Es ist durch die Unruhe des hektischen Lebensalltages in sich ruhend wer-
den und die Weisheit nicht das Ruhesame, sondern das Mühe- same, den Geist nicht auf der hellen, widerstandsfreien, entwicklungslosen Lebensseite, sondern die Lebensmöglichkeit auf der dunklen (gotischen) Lebensentwicklungs-Widerstands-Auseinandersetzungs-Seite (des gotischen Lernprinzips) zu suchen *.
*1.) Bildungs-Kultur-Lernen ist alle Zeit, alle Kräfte und alle Mittel ver-
wenden, um mehr Geld zu verdienen und um mehr zu haben. Entwick-
lungs-Kultur-Lernen ist alle Zeit, alle Kräfte und alle (Unruhe)mittel verwenden, um mehr zum inneren Frieden durch die Überwindungs-Transzendierung zu gelangen und mehr zu sein. Er versteht dann
auch den Satz des Kirchenlehrers Augustinus: " Wer seinen Frieden gefunden hat d.h., wer " Gott " geschaut hat (Gott ist identisch mit Frieden und mit dem Begriffswesen mitgesetzt), in allem seine Ruhe gefunden hat und immer wieder neu findet, nichts mehr dazu lernen braucht und deshalb alles Wissen,Verstehen gelernt hat was es zu lernen gibt und alle Fragen beantwortet sind. Wenn ich zu meinem inneren Frieden gekommen bin, betet man ohne zu wollen und jedes Gebet ist erhört. Wer in seinem Frieden lebt und diesen immer wieder neu erringt, hat seine Individualisierungs-Bringschuld einer Entwicklungslosigkeit als lebens- langes Lernen getan.Was im Frieden gesagt und gemacht wurde, schafft weiteren Frieden. Siehe Textfortsetzung den Gliederungspunkt "Frieden" in Christentum-frueher-und-heute

2.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird der Glaube nur als christliches Kulturerbe religiös verstanden oder basiert auf Lücken in unserem Wissen über die Welt. Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen wird der Glaube zu einem objektiven Begriff, selbst Kultur und wird die kirchliche Fröm-
migkeit genommen. Der Glauben wird als eine (neutrale) Grundkraft verstanden und liegt in der Lebenshaftigkeit der Entwicklungsidee beschlossen. Er gehört zum Grundwesen des Menschen, was nicht durch Wissen ersetzt werden kann. Der Glaube ist nicht an Gott und an eine Offenbarung glauben, sondern ein ganzes Leben umgreifendes heilen-
des und befreiendes Widerfahren, was dem Mensch zuteil wird als anthropologisch fundiertes Glaubensverständnis. Es ist die völlig unreli-
giöse  Glaubensinterpretation der Quantentheorie, dass sich die Materie entsprechend meines Bewusstseins und meiner Überzeugung verhält (Glaubensoffenheit) und zur Wirklichkeit wird. Geist beherrscht die Materie oder der Glaube ist stärker als die Umstände und Widerstände und setzt etwas in Gang. Die Materieatome richten sich entsprechend nach der Glaubenstatkraft aus und steuern die Materialismus-, Um-und Lebenswiderstände. Siehe Textfortsetzung den Gliederungspunkt "Glauben und Vertrauen" in Christentum-frueher-und-heute

XIV.) Es ist das Nobel-Dilemma in allem. Alfred Nobel hat das Schiesspulver (Dynamit) erfunden, aber der Friedensnobel-
preis wird an diejenigen verliehen, welche sich für den
Frieden einsetzen und seine Erfindung (als Waffe) nicht anwenden. Ostern ist das Fest der Auferstehung, welche in jedem Lebensopfer zu finden ist. Nur weil " Gott " beim Einzelnen durch die Lebensirrtümer als notwendiges Lebens-
korrektiv wieder aufersteht, ist jeder Tag Ostern. Ostern ist
das " Fest des Siegers " allen Lebensschwierigkeiten, Krisen,
Versuchungen, Irrtümern, Widerständen,Leiden, Glaubens- zweifeln zum Trotz mit unerschütterlichen Lebens- und Gottvertrauen seinen Entwicklungs-Individualisierungs-Lebensweg in der Gesellschaft und im Beruf  beschreitet. Der Schmerz ist vergänglich, aber der Stolz bleibend und ein jegliches seine Zeit hat, wie Martin Luther zu sagen pflegte. Jeder, der für etwas und gegen sich kämpft, ist früher oder später die Avantgarde*.

*Auf dieser Glaubensstufe neun wurde auch der Glaube überwunden, weil der Mensch in dieser Entwicklungs prozessphase auch vom Glauben verlassen wurde, was der "Karfreitagstiefpunkt" darstellt."Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen". Aber erst dann konnte Christus am Kreuz sterben, weil Gott nicht sterblich ist. Und danach kommt wie jeder weiß Ostern, das Fest des (Glaubens)siegers.Siehe Textfortsetzung den Gliederungspunkt "Glauben und Vertrauen" in Christentum-frueher-und-heute

XV.) Es ist von den Vor- und österlichen symbolischen Gedenk-
ritualen und Feierlichkeiten in der gotischen Kathedrale zu jeder Tag ist wie vorstehend entwicklungsdeutend ein Passi-
ons-tag-, Karfrei-und Ostertag. Wenn Gott nicht beim Einzel-
nen aufersteht, wird er nie auferstehen. Christus ist aufer-
standen, " Hallejula ", löst bei keinem mehr eine freudige Auf-
bruchstimmung aus. Auferstehung lässt sich vielseitig inter-
pretieren. Es ist z.B. auch immer wieder " einmal mehr auf-
zustehen als Hinfallen " und das Ausdauerstehvermögen haben, seinen Entwicklungs-Individualisierungs-Weg weiter zu gehen, weil es beim Reifezeitpunkt kein zurück mehr gibt, den es  zu erreichen gilt. Das ist Ostern heute religiös und völlig unreligös zugleich und damit wurde der anachronistische zwei-Welten-Dualismus aufgehoben und zur Einheit gebracht wird. Das
dualistische und deterministische Denken gilt im heutigen, dimensionellen, nachquantischen Mikrophysikzeitalter der Beziehungen,der Ganz-und Einheit, weil alles mit allem ver-
bunden, das Kleinste mit dem Grössten, das Naheliegenste mit dem Entferntesten, makrowissenschaftlich überholt und wahrheitswidrig, auch wenn dieses " getrennt sein " im reli-
giösen Alltag noch vorherrschend ist, dass erst den Dualismus Religion als  " Zwei- Reiche-Lehre " eines antiken Welt- und scholastischen Gottesbildes notwendig macht . Die Kirche verdankt ihr Dasein, dass der Mensch von seinem wahrem (Selbst)sein getrennt ist und muss sich mit der  praktischen Schwierig keit auseinandersetzen, in der Welt auf ein Reich
hin zuleben, dass nicht von dieser Welt ist.

XV.) Dieses  macht deshalb auch keine klerikale Religions-
aussen- und Parallelwelt und eine Welt des Sonn- und der Feiertage erforderlich. Religion und Leben sind zur Zeit zweierlei, aber das Leben selbst ist Religion und deshalb ist jeder Mensch religiös. Entwicklung ist die Auflösung der Religion in ihr Wesen und das ist das Leben,welches selbst zur Religion wird. Religion ist angeboren und gehört konstitutiv zum
Menschsein. Deshalb ist jeder Mensch religiös. Die Religion
und der Glaube an Gott sind vom Menschen als Anlage  mitge-
geben. Alle Lebensfragen werden behandelt, als wenn sie Religion wären. Gott ist ein hybrides Wesen, diesseitig und jenseitig zugleich. Für den Theologen Dietrich  Bonhoeffer
war Gott kein denkbares mächtiges, tranzendendes Wesen, son-
dern für ihn war Gott mitten in unserem Leben jenseitig.

                            3. Christi Himmelfahrt.

I.) Christi Himmelfahrt ist für Gläubige der Gedenktag als Rück-
kehr des Sohnes Gottes zu seinem Vater. Vielleicht lässt in der Fortentwicklung ausserhalb der Bibelinterpretation  das Fest Christi Himmelfahrt metaphorisch umdeuten. Wer seinen Frieden gefunden hat, ist bei seinem Vater. Frieden als trans-
zendierte Unruhe und Transzendierung als mehr Gottwer-
dung des Einzelnen im Sinne von Meister Eckhart, dass Chris-
tus immer wieder auf die Erde zurückkehrt, um die Erde
" himmlischer " zu gestalten. Nur weil " Gott " beim Einzelnen durch die Lebensirrtümer als notwendiges Lebenskorrektiv wieder aufersteht, weil es  immer wieder eine neue Chance
gibt, ist jeder Tag Christi Himmelfahrt. Auch gilt für diesen Feiertag wie bei allen anderen kirchlichen Festen, dass
eine permanente Traditionswiederholung noch keine wirk-
liche Lebenshilfe und keinen (Heils)oder Feiertagswert be-
sitzen, weil das Leben nicht auf immer wieder das Gleiche,
sondern auf spiralförmige Weiterentwicklung angelegt ist.
Der Mensch ist nicht geschaffen worden wie ein Zirkuspferd
in der Manege im Wiederholgungskreise herum zu laufen.Das Leben ist auf Wachstum und nicht auf Wiederholung angelegt  *.
* Siehe auch Meister Eckhart

II.) Von Christi Himmelfahrt, dem Gedenktag als Rückkehr des Sohnes Gottes zu seinem ausserirdischen Vater zum "göttlichen Glücksgefühl " im Irdischen. Wer in der absoluten Selbstzer-
rissenheit und Lebensunruhe durch viele Lebensstatio-
nen hindurch zu seinem Frieden findet, für den ist das Him-
mel  auf Erden.

III.) Von dem leiblichen Ganzkörper-Glaubens-Himmelfahrts- Verständnis zur These eines Dematerialisierungs-Himmelfahrts- verständnisses.Es ist auch die Himmelfahrtsexegese der heutigen Theologie,daß Jesus in die raum- und zeitübersteigende Welt Gottes, in die Herrlichkeit Gottes eingegangen ist. Der „Himmel“ steht nicht für einen physikalischen Ort, sondern symbolisiert den „endgültigen Eintritt der menschlichen Natur in die gött- liche Herrlichkeit. Himmelfahrt und Dematerialisierung sind somit das Gleiche.Der seelische Geist(leib) ist nur vom mate- riellen Körper(leib) losgelöst und weil ohne  eigenständige Lebenskraft, welche vom Geist mitge- nommen wurde, zerfällt er wieder in seine Zell- chemie und mineralischen  Bestandteile und materiali- siert sich durch die Metaphormose wieder neu als Verwandlung der Verwesentlichung in das Unverwesentliche und Wesenhafte.

* Während sich bei Jesus Gericht und Auferstehung im konkreten diesseitigen Leben abspielte verlegte der  Apostel Paulus es tradi- tionsgemäß nach alter jüdischer Lehre in eine mit dem  Tod unde- finierbares Jenseits.



                                    4. Pfingsten.
* Pfingsten ist heute nur noch ein freier Tag mehr und das Wetter spielt eine grössere Rolle als der Sinn des Pfingstfestes, den kaum noch einer kennt und und interessiert*.
* Quelle unbekannt.
I.) Pfingsten gilt als Ursprung der Kirche und der Beginn einer weltweiten Mission. Pfingsten ist ein christliches Fest, an dem die Gläubigen die Sendung des Heiligen Geistes auf die Jünger Jesu und seine bleibende Gegenwart in der Kirche feiern. Die Kirche lebt vom " Heiligen Geist ", sonst wäre sie nur eine leblose Institution. Diese jährliche Wiederholungstradition
wird durch den " neuen Pfingstgeist " als ein ewig, geistiges " Entwicklungs-Individualisierungs-Erkennen " als Pfingsten und das 365 Tage im Jahr, fortgesetzt. Bei der evolutionären All-
zeitnutzung  ist jede Zeit eine Entwicklungserkenntnis-und Möglichkeitszeit, jede Entwicklungs-Auseinandersetzungs-
Transzendierung kann als " das Kommen des" Heiligen Geis-
tes " und Geist Gottes in Aktion im hier und jetzt " traditions-
gemäss gedeutet werden.In jeder Erkenntnis were ich neu geboren.Der Heilige Geist wird nicht mehr ausgegossen von
oben als jene Regionen, von denen die Offenbarung kommt, sondern er wohnt in den Seele der Gläubigen und jeder besitzt ihn*.
*1.)An Pfingsten empfingen die zwölf Apostel der Überlieferung nach
den Heiligen Geist. Im übertragenen Sinne ist mit Pfingsten auch die christliche Missionierung rund um den Erdball gemeint: Die Jünger Jesu fühlten sich von Gott dazu aufgefordert, den christlichen Glauben in der Welt zu verbreiten. Hier kommt Feuer eine symbolische Bedeutung
hinzu: Die Jünger sollten das Evangelium mit großer Begeisterung verbreiten, also "Feuer und Flamme" für ihre Aufgabe sein. Der Start-
schuss für die Jünger, den christlichen Glauben zu verkünden, ist somit die Geburtsstunde der Kirche.
2.) Nach Meister Eckhart Gott ist nicht in der Ferne, das Jenseitige, Transzendente, der im Himmel und ausserhalb der Erde wohnt, son-
dern er wohnt in allem und mitten im Leben eines jeden Einzelnen,  im Diesseits jenseitig.Die eigentliche Lebensarbeit ist die Entfaltung Gottes und durch mein Leben und deshalb bin ich Gott unmittelbar. Durch die Evolution in der persönlichen Entwicklung wird sich erst Gott selbst, kommt zum Bewusstsein seiner selbst und denkt und erkennt sich selbst und wird  erst Mensch. Gott muss Mensch werden, um selbst sein und selbst werden zu können. Wäre ich nicht, wäre Gott nicht Gott und er braucht mich, dass er sich werden kann. In Wahrheit macht nicht der Schöpfer das Geschöpf, sondern das Geschöpf den Schöpfer. Jeder   Mensch bezeugt im Letzten nur den Gott, den er schuf. Die Schöpfung der Welt ist das Ergebnis des Erkenntnisprozeses in Gott mithin notwendig, da Gott nicht sein kann ohne sich in der Schöpfung zu erkennen.
II.) Nach dem Individualerkenntnis-Gottverständnis eines
Meister Eckhart bin ich durch mein Leben Gott unmittelbar.
In der Entwicklung (als Individual-Logos,was kategorisch im Menschen und natürlich kanonisiert ist ) wird Gott erst
Mensch. Gott muss Mensch werden, um selbst sein und selbst werden zu können und bekommt erst durch meinen Ent-
wicklungs-Individualisierungsweg seinen Namen. Gott braucht mich, dass  er sich werden kann. Deshalb  ist Gott mir näher
als ich (" mein Ego ") mir selber bin. Wo Entwicklung  ist, da ist auch Gott und wo Gott nicht ist, ist das Leben nicht in Ordnung (entwicklungskonform). Weil der Glaube an Gott dem Menschen
in seiner Entwicklungsanlage mitgegeben ist (weil ich Gott brauche, sonst kann ich nicht zum Frieden kommen),muss es
ihn auch geben. Jede Entwicklungs-Auseinandersetzungs-Transzendierungs-Überwindung ist ein Stück mehr Frieden (Pfingsten) im Leben. "Soweit in Frieden, so weit in Gott "*.
III.) Pfingsten ist das Fest des Heiligen Geistes und Geist Gottes, welcher nach dem Gottesverständnis eines Meister Eckhart überall gegenwärtig ist. Es ist der alles durchdringende und in allem werdende, ausfliessende) Geist Gottes, welcher sich
selbst wirkt, nichts ausserhalb seiner sucht und die Welt in dem Entwicklungsprozessgeschehen durchwirkt. Menschliche Krisen z.B. werden als wirkender (Pfingst)geist eines Lebensführungs- korrektivs und nicht mein,sondern als sein Wille interpretiert. Deshalb ist jeder und alles Gott nahe. Es ist die Gleichsetzung von Gott und der Schöpfung. Gott ist nicht in der Ferne, das Jenseitige, Transzendente, der im Himmel und ausserhalb der Erde wohnt, sondern er wohnt in allem und mitten im Leben eines jeden Einzelnen.Gott ist ein hybrides Wesen, diesseitig und jenseitig zugleich*.
* Das Licht leuchtet in der Finsternis und die Finsternis hat es noch nicht erfasst*.
* Meister Eckhart
IV.) Nach Meister Eckhart ist Gott ist an allen Orten und an allen Orten ist er ganz . Jegliche Kreatur ist Gottes voll und ist ein aufgeschlagenes Buch und wer darin recht zu lesen weiss, der braucht keine Predigt mehr "." Das Viele ist nur da, um zu dem Einen (Gott) zu gelangen.

V.) Vom dem alljährlichen, wiederholenden  Pfingstfest, wo die Geburtstunde der Kirche gefeiert wird (Pfingstereignis)zu jeder Tag und jede Stunde wird zu Pfingsten, wo ich das Bessere und Höhere will und mit mir immer mehr durch die Auseinander- setzungs-Tranzendierung im Lebens-Übereinstimmungs-Frieden lebe, weil Gott Frieden ist (Lebensereignis).Wer das gelernt hat, hat alles gelernt, was es zu lernen gibt.

VI.) Es ist eine Neuinterpretation der Bibelstelle " Von Got-
tesgeist befreit zur Lebensbefreiung durch den Entwicklungs-Individualisierungs-Transzendierungs-Geist  zum Leben ".

VII.) Von Pfingsten gilt als das Gründungsdatum der Kirche zu bei Entwicklungsreife-Nr.782 als Selbstbegründung seines Individu- alisierungslebens.

VIII.) er emeritierte und mittlerweile verstorbene Papst Bene-
dikt XVI hatte in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts als Theologie- professor an der Universität Tübingen Gott mit den Quantenwellen verglichen, welche den nicht-materiellen Urgrund aller Materie bilden oder auch Inforamtion genannt. Es ist nicht der persönliche Gott des Christentums, sondern dieser wird nur als  Chriffre verstanden,weil er mehr ist als nur Per- son. Physikalisch ausgedrückt könnte man die Welt als Potential- wellen bezeichnen, die sich überlagern und dadurch die sicht- bare greifbare Realität hervor bringen. Alle Naturwissenschaf- ten, die mit einem Dialog zwischen Theologie und Wissen- schaften ernst machen ist gemeinsam,dass sie den Grund unserer Wirklichkeit immateriell als geistiges Prinzip erkennen, dass erst die Materie und alle Geschehnisse hervorbringt.

IX.) Im täglichen Leben, im Berufsalltag, in der Freizeit, in
jeder Lebenslage und in jedem Entwicklungsprozess kommt
dann das Pfingstfest vor und deshalb ist jeder Entwicklungs-
tag und jeder Augenblick, wo Entwicklung stattfindet ein
neues Pfingsten und kein zu feiernder, besonderer aber sinnentleerter, jährlicher Fest- und Gedenktag.

X.) Deshalb ist auch der fromme Oster- und Pfingstwunsch-
glaube " der Friede sei mit euch ", erst einmal eine Illusion
und ein Irrtum. Er entwickelt sich erst zum wahren Frieden
(und zur inneren Freiheit), wenn dieser


  • in vielen Auseinandersetzungen durch die Widerstände des Lebens erkämpft und errungen wurde.
  • in der Unruhe des Lebens der absoluten Selbstzerrissenheit und Fahrigkeit gesucht wurde (weil er seine Unwahrheit nicht aushalten kann und auf der Flucht vor sich selbst ist).
  • in vielen Dingen und Ereignissen des Lebens als Mittel zum Individualisierungs-Reifezweck errungen wurde.
  • durch das Hören des Entwicklungs-Individualisierungs-Gewissens gefunden wird.
  • nicht in der Flucht z.B. illusionären, spekulativen Gewinnen,  bei anderen oder etwas anderes gesucht wird.
  • in der Übung über die Untugend zur Tugend wird.
  • in den Übungen vom Lebensungleichgewicht zum Lebens- gleichgewicht wird.
  • in kleinen, permanenten Bereitschafts-Entwicklungsschrit- ten erfolgt.
  • im immer wieder neu anfangen gefunden und nicht als Besitz verwaltet wird.
  • mit körperlichen Entspannungsübungen und Sport begleitet wird.
  • durch die Ausdauergeduld wächst und sich festigt,aber der ewige Friede in allem und zu jeder Zeit eine Illusion bleiben wird.
  • in den gotischen Entwicklungs-Individualisierungs-Eigenschafts-Tugenden geübt, geübt und wieder geübt    wird *.

* Man soll laufen in den Frieden (um im Frieden anzukommen), man soll nicht anfangen im Frieden "*

*Meister Eckhart

XI.) Pfingsten steht für Frieden. Wer seinen Frieden (seelische Gleichgewcht)hat und im Unfrieden ihn immer wieder neu findet, hat alles gelernt, was es zu lernen gibt (Kirchenlehrer Augustinus). Deshalb ist zum Frieden z.B. durch diese Evan- gelisierungs-Umkehr-und Bußreformen,wo ich auch dazu reifebereit-Nr-782 bin durch

  • die De-und Entmaterialisierung Entsinnlichung),
  • das Kulturlernen (Verwesentlichung),
  • das gotische Lernprinzip (Vervollkommnung)*,

*Das gotische Lernprinzip erhebt den Anspruch, den substanziellen Entwicklungs-Lebens-Glauben wieder herzustellen (entwicklungsbil-
dende  Form-Transzendierungs-Kraft des Urchristentums). Es ist eine zwangsläufige Religionsentwicklungsfortsetzung eines religions- geschichtlichen Dreischritts von:Die Freiheiten werden zuerst der Religion untergeordnet.Anschliessend wird die Religion  den Frei- heiten untergeordnet (und endet meistens damit). Im letzten Schritt wird in der Freiheit die Religion erst entdeckt und durch das gotische Lernprinzip  " zurück errungen "  als höchste Entwicklungsstufe der Religion, wo das Leben zur Religion wird, ohne das es nach Religion aussieht.

  • das Individualisierungs-Bringschuldprinzip der Enwicklungslosigkeit (Individuierung),
  • das Unsterblichkeitslernen (Entweltlichung),
  • das Entwicklungs-Wahrheits-Individualisierungs-Lernen, (Lebensfundamentierung),
  • das Jenseitslernen, (Ganzheits-und Einheitsergreifung),
  • das Glaubenslernen (Gott will nur,dass man an ihn glaubt)*,

*Siehe den Gliederungspunkt "Die zehn erlittenen Entwicklungs-Reife-Glaubens- kampf-Übungs-Stufen des Glaubensvertrauens im Bewusstseins- Werde-Prozess als der lange Entwick- lungs-Prozess-Weg vom zweifelnden Un-und Nicht- glauben zum felsenfesten Gottesglauben.


  • das scheinbar unreligiöse säkulare,evolutionäre "Nachfolge-Christi-Lernen" in der Gesellschaft und Beruf (Lebenswert-und Lebenssinnschaffung)

In der persönlichen,evolutionären nur lebensbegrifflichen-Alltags-Widerstandswelt zu gelangen liegt der permanente gepredigte Umkehr-Lebensschlüssel entsprechend der in-
dividuellen Lebensreifephase-Nr.782 zur neuen sakramen- tenlosen Christologie,was Pfingsten letzten Endes bedeutet


XII.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen ist Frieden ist abgegriffes, leeres Schlagwort, eine triviale Binsenweisheit und eine kulturkraftlose Redefloskel. Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen ist Frieden ein Entwicklungsprogramm.Bildungs-Kultur-Lernen ist alle Zeit, alle Kräfte und alle Mittel verwenden, um mehr Geld zu verdienen und um mehr zu haben. Entwicklungs-Kultur-Lernen ist alle Zeit, alle Kräfte und alle (Unruhe)mittel ver- wenden, um mehr zum inneren Frieden durch die Überwin- dungs-Transzendierung zu ge langen und mehr zu sein. Er versteht dannauch den Satz des Kirchenlehrers Augustinus: " Wer seinen Frieden gefunden hat d.h., wer " Gott " geschaut
hat, (Gott ist identisch mit Frieden und mit dem Begriffswesen mitgesetzt und deshalb bringt Frieden Heil), in allem seine Ruhe gefunden hat und immer wieder neu findet, nichts mehr dazu lernen braucht und deshalb alles Wissen, Verstehen und Können in der Unmittelbarkeit gelernt hat, was es zu lernen gibt und alle Fragen beantwortet sind. Der Theologe, Philosoph und Be- gründer der modernen Hermeneutik Friedrich Schleier- macher sieht auch das Lebensgrund-Friedens-Gefühl als " Sensus nu- minis" der eigentliche Inhalt des Gottesverhältnisses.  Der Frieden gilt als die machtvollste Heil-,Wirkungs-, angstauflö-   sen de,-Schutz-, Ordnungs- und Überlegenheits kraft als klarster und wissender Geist und diesem kann keine menschliche Bosheit schaden. Ohne etwas zu wollen wird alles erreicht. Wer in sei- nem Frieden lebt und diesen immer wieder neu erringt, hat seine Individualisierungs-Bringschuld einer Entwicklungslosigkeit als lebenslanges Lernen getan. Im Frieden sein bedeutet auch nicht nur Frieden haben mit sich selbst, sondern auch, dass das Objekt des Unfriedens zum Frieden geworden ist (Was zu Gott kommt wird verwandelt). Wer im Frieden lebt, was im Frieden gesagt und gemacht wurde, schafft weiteren Frieden. Wer seinen Frieden in Frankfurt hat, hat diesen auch in Bad König und braucht diesen auch in keinem Gotteshaus zu suchen, weil er diesen ja hat. Schon sein schweigendes, verwurzeltes  Frie-densdasein genügt. Wer nicht mehr für sich selbst bittet, der wirkt und wer seine Mitte gefunden hat, wird auch zur Mitte für die Anderen. Siehe weiteren Volltext den Gliederungspunkt "Frieden") in Christentum-frueher-und-heute
XIII.) Nicht die passive Ruhe, sondern die Bewegung ist der natürliche Zustand eines jeden Körpers und Ruhe bleibt aller Entwicklungsunruhe Bewegung Ziel (als Einigung und Einung), weil der Ruhepol der archimedische Punkt ist, von dem alles ausgeht und in Bewegung gesetzt wird. Kennzeichen dieser Bewegung ist die ständige  Zunahme von Organisiertheit und organischer Einheit. Es gibt nicht Ruhe ohne Bewegung und Bewegung ohne Ruhe. Jede menschliche Krise, der Ent-
wicklungsdrang und aller Unfrieden ist der spannungshaf-
te Bezug zur Ganz- und Einheit, welcher uns " in Lauf hält ".
Die schöpferische Unruhe " Individuallogos als Geist Gottes " interpretiert ist der Ausdruck des Ungenügens am Gegen-
wärtigen und Gegebenen in sich. Kein Geschöpf kennt Ruhe
und Rast, bis es seinen Lebensrhythmus gefunden hat.
Nicht der Mensch macht Entwicklung sondern die Entwick-
lungsbewegung macht den Menschen. Deshalb liegt im Ent-
wicklungscharakter eine gewisse Unruhe und dieser Unfrie-
den ist das, was Entwicklung ewig jung werden lässt, das Zeitlose in der Zeit und die Entwicklungsursache für das
Gotische Lernprinzip ist. Es ist durch die Unruhe des hekti-
schen Lebensalltages in sich ruhend werden als ein fest
werden des Lebens bei sich selbst und die Weisheit nicht
das Ruhesame, sondern das Mühsame, den Geist nicht auf
der hellen, widerstandsfreien, entwicklungslosen Lebensseite, sondern auf der dunklen Lebensentwicklungs-Auseinander-
setzungs-Seite zu suchen.Das Gesetz des Lebens ist der Widerspruch. Die Tugend wird nur in der Verführungs- schwachheit vollbracht, weil diese zur Entfaltung  das Gegen-
teil bedarf. Das Gute ist erst das Gute und eine Tugend, wenn
es vom negativen Pol gereinigt wurde. Wo keine Untugend, da
ist auch keine Tugend möglich. Die Untugend ist nur eine ver-
kleidete Tugend. Nur weil ich der Versuchung widerstanden habe, bin ich dadurch stärker und tugendhafter daraus hervor gegangen und das Böse wird zum Guten. In der Auseinander-
setzungs-Transzendierung wird der Widerspruch erst aufge-
löst.Die Disharmonie bildet oft erst die Voraussetzung für die Harmonie als Lebensübereinstimmung. Es ist das schillerische Diktum, dass der Weg aller Entwicklung " von der Natur über
die Unnatur zur Natur zurückgeht ". Im Lebenswiderspruch
liegt die Quelle und Triebkraft aller Entwicklung und dieser ist komplementär lebenszugehörig  und die polar entgegen ge-
setzten Prinzipien sind aufeinander bezogen. Jede Seite existiert kausal und final nur durch ihr Spiegelbild *.
* 1.) Siehe auch Ruhe und Frieden sind aller Unruhebewegung Suchziel
2.) Siehe auch den Gliederungspunkt "Frieden" in Christentum-frueher-und-heute
5.) Trinitas.
Dreifaltigkeitsdogma
Vom ersten Konzil in Konstantinobel im Jahre 553, wo das Trinitätsdogma Gott als Wesen seit Ewigkeit in den drei Personen Vater, Sohn und Heiliger Geist existiert und damit  zugleich ihre Unterscheidung und ihre unauflös- bare Einheit ausgedrückt wird zu den Dreifaltigkeitskritikern, dass Jesus  nichts von der Trinität in Gott wusste. Wie kann 1+1+1 eins ergeben? Hat Jesus Selbst- gespräche geführt und wie kann er sein eigener Vater sein? Nicht die menschliche Logik führt uns weiter,   sondern die metaphorische,theistische Evolutions-Drei- faltigkeits-Exegese eines Meister Eckhart.Das absolute Wesen Gottes ist Einheit. Diese Einheit kann sich nicht selbst offenbaren, dass haben die drei Personen offen- bart und zwar alle in gleicher Weise wegen der Einheit ihres Wesens. Des Vaters Tätigkeit ist nichts anderes als das Gebären seines Sohnes (im Entwicklungsprozess). Gottes Weisheit ist sein eingeborener Sohn. Sohn heisst das Objekt des Erkennens in dem Sinne, wo nach etwas als Sohn des jenigen bezeichnet wird, dem es sein Dasein verdankt und mit es zugleich Wesensgleichheit besitzt. Jeder Begriff, jeder Gedanke, jedes Ding, jede Tun hat seine eigene Gotteswahrheit. In jedem guten Gedanken und Absicht, in jeder guten Tat, jeder neuen Erkenntnis, in jedem Entwicklungsvollzug, dort wo ich das Bessere will, in jeder Tugendübung, in jeder Wahrheits-Individualisierung, in  jeder Aufhebung des Entwicklungs-Individualisierungs-Lebenswiderspruches ,in jeder Überwin- dungs-Transzendierung,in jeder Entwicklungs-De-und Entmaterialisierungwo Unfrieden zum (Gliederungspunkt) Frieden und Unglauben zum (Gliederungspunkt) Glauben wird, in jedem Unsterblichkeitslernen, in jeder säkularen,evolutionären Nachfolge Christi, in jeder evolutionären-Allzeit-Jetzt-Nutzung und in der evolutionären Altjugend,in jeder Vereinzelung in der Gesellschaft und im Beruf wird der Sohn geboren, rufe ich Gott damit ins Dasein und er ist wirklich. Der Sohn ist nicht nur geboren worden, sondern vielmehr wird er jetzt geboren und dieses jetzt ist ein ewiges Werden. Denn der Vater bleibt sich in seinem ewigen Gebären immer gleich. Gott spricht nur ein Wort in seinem Sohn. Der Vater liebt nichts als seinen Sohn.Der Sohn allein ist die Wahrheit und nicht der Vater. Christus hat uns vom Vater nicht dies oder das " stückweise "gelehrt, sondern alles, was der ewige Vater hat, sein Wesen, seine Natur und seine ganze Gottheit. Das offenbart er uns allzumal in seinem Sohn und lehrt uns, dass wir derselbe Sohn sind.  In dem ungeborenen Wesen (vor der Personbildung) ist der Vater ein unpersönliches Wesen (also nicht der Vater). Erst durch den Akt des Zeugens des Sohnes empfangen Vater, Sohn und Heiliger Geist  zugleich ihre  Persönlichkeit. Der Vater hat aus dem Nichts alle Dinge erschaffen. Der Sohn ist das Urbild von allen werdens und der "Heilige Geist" ist der Werkmeister, Schöpfungsordner und die Wirkkraft hinter allem Geschehen, welcher alles durchdringt in der Ewigkeit und Zeitlichkeit. Nicht der Mensch macht Ent- wicklung, sondern der (Entwicklungs)- geist macht den Men- chen, löst, heilt, ordnet, erhört und befriedet. Unterm Strich bleibt es aber bei dem einem Gott unter der Tarnkappe einer Trinitätslehre.Siehe Textfortsetzung den Gliederungspunkt "Dreifaltigkeitsdogma" in Christentum-frueher-und-heute
* Dreifaltigkeit“ betont mehr die Unterscheidbarkeit der drei Seinsweisen Gottes (nach innen), „Dreieinigkeit“ mehr die Einheit der drei Seinswei- sen Gottes (nach außen).
6.) Fronleichnam.
I.) Fronleichnam das Fest, mit dem die bleibende Gegenwart Christi im Sakrament der Eucharistie gefeiert wird und hat seine Parallele  in der jetztigen,diesseitigen, bleibenden Gegenwart der evolutionären, säkularen Nachfolge Christi auf dem Ent-
wicklungs-Individualisierungs-Weg. Die Teilnahme an der feierlichen Prozession am Fronleichnam als Gewohnheitsri-
tual wird als fromme Übung und wer religiös sozialisiert ist,
romantische Kindheitserinnerung mit Gewohnheits,aber ohne Heilswert verstanden*.
* Gott ist ein hybrides Wesen, diesseitig und jenseitig zugleich. Für
den Theologen Dietrich  Bonhoeffer war Gott kein denkbares mächtiges tranzendendes Wesen, sondern für ihn war Gott mitten in unserem
Leben jenseitig. Gott ist nicht in der Ferne, das Jenseitige, Transzen-
dente, der im Himmel und ausserhalb der Erde wohnt, sondern er
wohnt in allem und mitten im Leben eines jeden Einzelnen. Gott ist Subjekt und kann nicht zum Objekt gemacht werden. In den Tiefen
des Seins ruht die Tiefe Gottes. Gott ist schöpferischer Grund aller Weltwirksamkeit und allen wahren Lebens. Nicht der denkende Geistmensch macht Entwicklung, sondern die geistdurchdrungende Entwicklung macht den Menschen. Das Jenseitige existiert im weltlichen Sein und darf sich nicht damit abfinden, dass Gott nur in der einer
frommen Hälfte (Jenseits/sakral/Übernatur/Wirklichkeit/Ewigkeit/Gott/Gebet) zu Hause ist, aber nicht in der alltäglichen, unfrommen lebendigen Wirklichkeit (Diesseits/profan/Natur/Realität/Zeit/Welt/Leben).  Viele Christen leben in zwei Welten. Während die Religion Gott ins Jenseits verlegt, ist  aus der universalistischen Brille betrachtet der religiöse Raum nur die Welt.
II.) Von der Wallfahrt und Pilgerreise zur gotischen Kathedrale   als religiöser Wallfahrtsort " (Gott lässt sich nicht erlaufen)zum Besuch und touristischen Reise der gotischen Kathedrale " als Wallfahrtsort der Entwicklung " (Gott wird in jeder Entwick- lungserkenntnis neu geboren) *.
* Der Augustiner-Chorherr, Mystiker und geistlicher Schriftsteller des 15. Jahrhunderts Thomas von Kempen merkte kritisch an, " dass selten einer auf der Pilgerfahrt heilig wurde ".
III.) Siehe auch " Der Mensch der Neuzeit ist in seinem Naturell und seiner Berufung nach säkular interpretiert auch ein Pilger,weil Ruhe aller Unruhe in der Welt Suchziel bleibt" im Gliederungspunkt " Nachfolge Christi als mittelalterlicher weltverneinungs-Klosterweg versus moderner Weltbejahungsweg "in säkulare,evolutionäre Nachfolge Christi
IV.) Siehe auch Zukunft-Strassburger-Muenster
7. Mariä Himmelfahrt.
8. Erntedankfest.
9. Reformationsfest.
I.) Dieser Sachverhalt trifft auch für den Gedenktag der Reformation der evangelischen Christen zu, wo laut der Überlieferung der Mönch und Theologieprofessor Martin
Luther am Tag vor Allerheiligen 1517 an die Tür der Schloss-
kirche zu Wittenberg 95 Thesen in lateinischer Sprache zu Ablass und Buße angeschlagen haben, um eine akademische  Disputation innerhalb der Institution Kirche herbeizuführen. Damit leitete er die Reformation der Kirche ein. Es ist die individualgeschichtliche Sinnlinie vom Reformator Luther (Institution Kirche als Gemeinschaft der Gläubigen) zum
Christus Evolutor (Lebenskirche als Nachfolge Christi im Individualisierungsstreben).Die Thesen Luthers finden ihre Fortsetzungsentwicklung in den Entwicklungsthesen, als den Genius und Geist des Christentums in neuer Entwicklungs-
gestalt, weil im Lebensalltag alle Religion zu finden ist, die
der Mensch braucht.
II.) Das Religiöse lässt sich vom Entwicklungslebensprozess-
akt nicht trennen und ist, wenn religiös interpretiert, immer mitgegeben. Gott das Leben selbst, weil Gott in jedem ein-
zelnen Menschen seine einmalige Individualität entwickeln
will. Der Gottesbegriff wird aus der persönlichen Situation des Einzelnen heraus entwickelt. Alle Lebensfragen werden be-
antwortet, als wenn sie Religion wären. Das Leben, als eine Erscheinung Gottes und mein persönliches Leben ist ein" Gott-Werde-Selbst-Sein ". Durch Evolution und die persönliche
Ent wicklung wird sich erst Gott selbst. Der Entwicklungs-
lebensbegriff wird zum neuen Gottesbegriff und Entwick-
lung wird zum Synonym für Gottentwicklung und Christus-
nachfolge als das Wesen des Christentums überhaupt. Gott
wird in der Entwicklung erst wieder neu geboren und ist
in der Entwicklung einem immer mit gegeben. Gott ist
Subjekt und kann nicht zum Objekt gemacht werden.
III.) Siehe auch Individualgeschichtlichkeit
IV.) Siehe auch Evolutionäre Nachfolge Christi
10. Allerheiligen.
Auf das katholische Hochfest Allerheiligen folgt am 2. Novem-
ber der Festtag Allerseelen. An Allerheiligen wird jener Toten gedacht, die sich noch im Zustand der "Läuterung" befinden. "Dieser letzte Reinigungszustand besteht in der Reue der Ver-
storbenen über ihre Taten und in der Sehnsucht nach dem gütigen, verzeihenden Gott", heißt es auf katholisch.de, dem Erklärungsportal der katholischen Kirche. Hinterbliebene können
den Verstorbenen durch Gebete und gute Werke helfen, so die Lehre der katholischen Kirche*.
* I.) Der emeritierte Papst Benedikt XVI. sagte über den Feiertag: "Am Fest Allerheiligen blicken wir voll Dankbarkeit auf die große Schar der Gläu- bigen, die schon im Himmel an der Herrlichkeit Gottes Anteil haben."
in der evangelischen Kirche wird Allerheiligen gar nicht gefeiert, da keine Heiligenverehrung gibt.

II.) Von der Errettung der Seele durch gute Werke, durch die Gnade und den Glauben nach allgemeinen christlichem Verständnis zur Errettung der Seele durch abtragen seiner Entwicklungs-Bringschuld einer Individua- lisierungslosigkeit auch nach dem Tode durch andere. Der Mensch ist ein amphibisches Wesen und lebt in beiden Welten gleichzeitig.Evolution setzt sich im Dies- seits in der Ewigkeit der Zeit auch jenseitig als Lebens- fortsetzung eines neuen Lebensabschnittes naturgesetzmässig ohne " Auseinandersetzungs- mithilfe „des Verstorbenen“ fort. Auch kann sie mir im Gegenzug als "Diesseitiger" z.B. weil wir uns vor  dem Altar "ewige Treue geschworen haben" bei der Vervollkommnung helfen, weil sie nur vorausgegangen, aber trotzdem weiter psychisch lebend unsichtbar da ist. Es gilt der quantentheoretische Grundsatz, dass alles  bekanntlich mit allem zu- sammenhängt (Interverbundenheit), das Ganze nur ein Einziges und eine  Einheit ist und deshalb keine Zweiheit einer Dualität geben kann. Wenn ich mich weiter entwickele aufgrund der Wechselwirkung einer Gegen- seitigkeit einerseits und anderseits, dass die innere Welt
der äusseren Welt ein einziges Bewusstsein darstellt und alles in der Welt miteinander als Verschränkungsprinzip verknüpft ist, entwickelt und entdeckt sich der andere Partner mit jeder Auseinandersezungs-Über- windung auch weiter, das gelebte Leben bekommt einen weiteren Sinn und die Bewusstseinsspaltung ist aufgehoben.Meine Erkenntnisent- wicklung und jeder neue schöpferische Gedanke ist spiegelbildlich auch ihre Entwicklung.Meine Empfindungen für sie prägen auch ihre Emp- findungen. Jeder diesseitiger Entwicklungs- Nach- Beziehungs-Fortschritt meinerseits fällt nach dem Verursacherprinzip des Resonanzgesetzes
(was nicht nur für das Diesseits gilt)wieder auf die be- treffende Person im imaginären Jenseits der Verflechtung zurück, woran es keinen Zweifel gibt.Weil es ja nur ein und das Leben schlechthin gibt (und deshalb kein Tod als Gegenteil geben kann), hat sie sich auch ver- ändert  Es ist nie der/die andere schuld und ich spüre so richtig die Beziehungsqualität im neuen Kontext. Leben und Entwicklung gehören zusammen und deshalb findet nach der aristotelischen Naturlogik im Jenseits auch eine Weiter- entwicklung von Besserungsstufen statt d.h.,im Diesseits lebend kann ich im Jenseits Verstorbene  bei ihrer Weiterent- wicklung aktiv unterstützen und zu einem qualitativ besseren Jenseits-und Rekarnationsleben verhel- fen !

III.) Diese Relativitäts-Theorie-Sichtweise geht über
die bisherige Gebetsalimentierung für die Toten  als eine aktive Entwicklungs-Möglichkeits-Hilfe völlig unreligiös betrachtet wird hinaus, weil es bekannterweise ja keine dualistische Diesseits- und Jenseitswelt sondern nur Einheit gibt
den religiösen Trost eines Auferstehungsglaubens hinaus,dass für die  dahin geschiedenen Gott sorgen wird, dass  sie in einer anderen Welt fortgebaut und vollendet werden


  • den Rekarnationsglauben des Wiedergeboren werden als einzige Möglichkeit einer Besserungschance für die Verstorbenen hinaus.

Auch die bisher gültige Prämisse, dass der Geist die Bezie- hung mit der materiellen Welt als polare Spannung braucht , um sich weiter zu ent- wickeln,die erst in den sinnlichen Entwicklungs-Lebens-Widerspruchs-Reizen des praktischen Alltagsweltlebens gegeben ist, muss dann auch auf den Prüfstand gestellt werden.Wissenschaft ist immer ein emporhangeln von einem Irrtum zum nächsten Irrtum*.


                                  11.Allerseelen


I.) An diesem Gedenktag wird für die "Seelen gebetet". Nach dem christlichem Verständnis befinden sich die Seelen noch im Reinigungszustand und haben keinerlei Gemeinschaft mit Gott.
Die evangelische Kirche in Deutschland (EKD) folgt diesem Gedanken nach eigenen Angaben nicht. Nach dem protestan- tischen Glauben erlangen Christen die Errettung ihrer Seele nicht durch gute Werke, sondern allein durch die göttliche Gnade und ihren Glauben. Evangelische Gläubige gedenken der Verstorbenen daher an einem anderen Tag, dem Totensonntag  oder Ewigkeitssonntag.

II.) Von dem Tag des Gedenkens an alle verstorbenen Gläubigen der römisch-katholischen Kirche zum Tag des Gedenkens an die Lebenden, welche nicht mehr unter uns weilen.

IV.)  Siehe auch den Gliederungspunkt  "Von der traditionellen, zeitwidrigen,mumifizierten Beer- digungs-und Trauer-Erinner- ungskultur des Bildungs-Kultur-Lernens zur modernen, gegen- wärtigen, evolutionären  Beerdigungs-und Trauer-Erinnerungs- kultur des  Entwicklungs-Kultur-Lernens (Vom Trauertag zum Freudentag) in Das-Leben-ist-unsterblich

V.)  Siehe auch den Gliederungspunkt " Die Reinkarnationslehre und
der Reinkarnationsglaube vieler östlicher Religionen, Karmabegriffs- verständnis und  Karmakritik in Das-Leben-ist-unsterblich

VI. Siehe auch "Religiöses, evolutionäres christliches Verständnis-jeder Einzelne ist vor Gott gestellt als Individualreligion " in  Das Leben-ist-unsterblich

12. Buß-und Bettag.

         13. Totensonntag/Ewigkeitssonntag.


      "Trotz der Kreuzigung konnte man ihn nicht töten".

I.) Der Totensonntag, der letzte Sonntag vor dem ersten Ad-
vent und ist traditionell ein Totengedenktag und dieser wird
zu einem Gedenken an den Tod nur als Bewusstseinswandel.
Im evangelischen Glauben werden am Totensonntag der
Tod und die Hoffnung auf ein ewiges Leben in Verbindung gebracht – darum bezeichnet man den Feiertag auch als Ewigkeitssonntag. Mit dem Ewigkeitssonntag will die evan-
gelische Kirche den Fokus weg von Tod und Vergänglichkeit
lenken. Stattdessen sollen christliche Werte wie Hoffnung
und die Vorstellung von Ewigkeit und Wiederauferstehung im Mittelpunkt stehen. Ob gläubig oder nicht, für viele Menschen in Deutschland hat der Totensonntag eine persönliche Traditions- bedeutung. Sie besuchen Friedhöfe, zünden Kerzen an und schmücken die Gräber von verstorbenen Verwandten oder Freunden.

II.) Die Frage ist, ob die These stimmt, dass das Leben unsterb- lich ist, der Tod es in Wahrheit nicht gibt, das Leben nicht sterben kann, sondern nur das Belebte, dass ich weder geboren bin noch sterbe, jedes Einzelleben (theologische Diktion
Seele) nicht tot zu kriegen ist und aufhören kann zu leben, weil es ein Teil des (Gesamt)lebens (theologische Diktion Gott) ist. Diese Glaubensspekulation wird in der Begegnung mit der mo-
dernen Physik als religiöse Erfahrung empfunden, weil diese Aussagen von der Quantenphysik als Faktum unstrittig empirisch  bestätigt werden.Wer stirbt, ist nicht tot, weil jedes Einzelleben ein Teil des Gesamtlebens ist und das Universum auf Weiterleben programmiert ist. Der Mensch unterliegt ein Leben lang Ver-
änderungs- und Wandlungsprozessen und der Tod gehört
dazu.

* Die Empirie der Mikrophysik hat aufgezeigt, dass Elektronen unzer-
störbar sind sowie eine unend- liche Lebensdauer besitzen. Weiter bestätigt sie, dass der physische und psychische Körper (Geist, Seele, Bewusstsein, Gesamtheit der Gefühlsregungen) demnach getrennte Entitäten sind, die zwar eng miteinander verknüpft sind, aber unabhängig voneinander existieren.

III.) In der quantenphysikalischen Weiterentwicklung wird der Tod nur als Wandel der Daseinsform und als Übergang zu einem
neuen Bewusstseinszustand in der inneren Welt verstanden.
Das Wort tot ist völlig fehl am Platze. Wer stirbt ist nicht tot.
Weil es auch logischerweise kein Erkenntnisbewusstsein vom Leben gibt,weil das  Leben nicht gedanklich fassbar ist, gibt es folgerichtig auch kein Erkenntnisbewusstsein vom Tod, weil es nur Gegenstandsbewusstsein gibt und deshalb wissen die Toten gar nicht, dass sie tot sind.Es gibt keinen Bewusstseinsmodus von Bewusstheit und Nichtbewusstheit.Wenn jemand stirbt kommt
er gar nicht auf den Gedanken, gestorben zu sein.

IV.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen gilt für ältere Menchen die Redensart, sie sind am  Ende ihres Lebens angelangt zu aber diese Redensart  ist nicht korrekt,weil das  Leben kein Ende hat und sich nicht "vertoten" lässt.Das Leben kann nicht sterben
oder vernichtet  werden, sondern nur seine Form ändern   (Metaphormose). Das Leben hat weder Anfang noch Ende. Nur für den Körper gibt es ein Ende, weil er mit der Geburt einen Anfang hatte und jeder Anfang auch ein Ende haben muss. Das ist der Tod. Er wird durch die Zeit bestimmt. Ausserhalb der Zeit gibt es keinen Tod. In der geistigen Welt gibt es weder Raum noch Zeit und daher keinen Tod. Es gibt nur den Tod, der
aber als Fortsetzung das Weiterleben ist. Alles  Leben ist nur fortgesetztes Sterben und Auferstehung als neue Lebensform. Sterben ist als Verwandelter weiter leben.Das Leben und der
Tod sind nichts  anderes als unterschiedliche Lebenswelten- Bewusstseins- zustände, da" Diesseits und Jenseits" nur in unserem Bewusstsein, aber nicht faktisch getrennt sind, was (mikro)- wissenschaftlich unstrittig ist und deshalb nur ein Leben gibt, das  Leben auch keinen Tod  kennt und deshalb keiner aus der "Unsterblichkeitsnummer" (auch ohne religiöse Bezüge) heraus kommt.Wenn jemand stirbt ist er nicht von uns gegan- gen, sondern nur vor uns gegangen.Siehe auch Textfortsetzung in Das-Leben-ist-unsterblich

V.) Für die, welche geboren wurden, ist der Tod unvermeidlich,
und die Geburt für die, welche tot sind. Aus dieser Sichtweise wird der Gedenksonntag für die Toten zu einem Gedenksonntag für die Lebenden. Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird an Gedenk- tagen z.B. Totensonntag oder am Volkstrauertag an die Toten erinnert, gedacht und gebetet (Dualismus). Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen sind Gedenktage " Gemeinsamkeitstage ", wo mit den Toten korrespondiert wird, das Tote belebt und transzen- diert wird und einem klar ist, dass sie nicht wirklich tot sind (Universalismus). Die/der Verstorbene lebt im Vollbewusstsein ihrer/seiner Persönlichkeit weiter und der Mensch bleibt sich  gleich.Die Verstorbenen sind nicht von uns, sondern nur vor uns voraus gegangen und wir kommen "todsicher" nach. Sie sind nur die Unsichtbaren, nicht physisch körperlich aber psy- chisch, geistig immer Anwesenden unter uns, was auch die derzeitige Trauer-und Verstorbenen-Erinnerungs-Kultur und die Beerdigung nach dem klassischem Ritus lächerlich erscheinen lässt. Siehe auch den Gliederungspunkt: "Von der traditionellen, zeitwidrigen,mumifizierten Beerdigungs-und Trauer-Erinne- rungskultur des Bildungs-Kultur-Lernens zur modernen, gegen- wärtigen, evolutionären  Beerdigungs-und Trauer-Erinnerungs- kultur des  Entwicklungs-Kultur-Lernens. (Vom Trauertag zum Freudentag) in "Das Leben ist un- sterblich und nicht tot zu kriegen".

        14.Weihnachtszeit/Weihnachtspredigt.

I.) Die Adventszeit ist eine Fasten-, Buß- und Erwartungszeit, während die Lebenszeit als Erwartung für die Entwicklungsreife-Nr.782 angesehen werden kann. Weihnachten kann als Entwick-
lungsgeburt verstanden werden, wo ich bspw. mit jeder Er-
kenntnis, mit jedem Entwicklungsvollzug, bei jedem Entwick-
lungs-Kultur-Lernen , bei jedem Entwicklungswertwollen, bei jedem Entwicklungsbesserem " neu geboren " werde. Es ist die Überwindung der lebenslangen, magischen " Kinder-und Jugend Heilig-Familien-Abend-Reminiszens" des geschmückten und im Lichterglanz erstrahlenden Weihnachtsbaumes, des berührt sein von dem ewigen Lied der Stillen Nacht, der Geschenke, des üp-
pigen Weihnachtsessens,  welcher mit dem Besuch der feier-
lichen Mitternachts-Christmette meistens endet.

II.) Und wenn draussen noch Schnee liegt und nach dem Hei-
ligabend noch zwei weitere freie Arbeitstage folgen, dann
gilt Weihnachten als gelungen. Die meisten Menschen haben
noch nicht den Übergang von der Kinderzimmer-Weihnacht  zu der neuen Entwicklungs-Individualisierungs-Weihnacht und von dem " alle-Jahre-wieder-Heiligabend " zu einer jedes Jahr
neuen kommenden Heiligabendwirklichkeit vollzogen. Weih-
nachten wird weniger als Jahreszeit, sondern als Gefühl betrachtet wird. Nicht die alle-Jahre-Wiederholung des Kinder-Weihnachts-Abends, der schon in der Jugend in der Suchkrise der Leere des Heiligabends endet, sondern die Weiterent-
wicklung dieses einzigartigen Abends, in dem ein neuer Sinn gefunden und empfangen wird. Erst im entwicklungskultu-
rellen Individualisierungs-Freiheitsakt wird jeder Tag zum Heiligabend. Da kann auch kein rührseliges Weihnachts-
lied darüber hinweghelfen. Die Wiederholungs-Erinnerungs-
Traditions-Heiligabende sind keine Lebenshilfe und ohne
einen (Heils)-oder Feiertagswert. Das Leben ist nicht auf Wiederholung und " Alle Jahre wieder " oder " Tuet dies in Erinnerung an mich ", sondern auf Weiterentwicklung und eigene Sinngebung (der Weihnachtsbotschaft) angelegt,die nur selber gefunden werden kann.Wenn der Alltag wieder einkehrt, dann ist Weihnach- ten vorbei, es war nur ein Feiertag mehr, im nächsten Jahr geht der Vorweihnachts-Einkaufs-Stress und die Weihnachtsmarkt- besuche genauso wieder weiter. Dass Weih- nachts-Sinn-Ziel, zur Ruhe und zum Weihnachtsfrieden zu kommen bleibt eine ewige Ilussion*.

* Das Leben ist auf Wachstum, nicht auf Wiederholung und Beharrung ausgerichtet. Wiederholung als Kreislauf und " alle Jahre wieder " ist ungeschichtlich und entwicklungsarm. Das Signum für Entwicklung ist  die Spirale. Der Mensch ist nicht dazu geschaffen worden, wie ein Zirkuspferd in der Manege immer wieder im Kreise herum zu laufen.

III.) Am Heiligen Abend erwacht bei den meisten Erwachsensen  wieder ihre Kindheitsseele und deshalb tun sie sich an diesem Tag schwer, welcher nicht verarbeitet wurde. Ein Leben lang spielt die " Kindheitsseele " als  zweite Persönlichkeit die Hauptrolle im Leben. Wir stehen immer im Banne der Kind-
heitsideale und Jugend. Vom Lebensgrundgefühl bin ich und
bleibe mein eigenes Kind und wenn ich mich mit Kindern be- schäftige, bin ich wieder ein kleiner Junge oder ein  klei-
nes Mädchen. Keiner kommt aus  seiner Kindheit  wieder
heraus. Sie kann nicht überwunden werden und lässt einen ein Leben lang nicht mehr los  und dehalb falle ich am Heiligen Abend in meine Kindheit zurück.Siehe Textfortsetzung den Gliederungspunkt "Neubewertung der Kindheit und Jugend" in evolutionäre Altjugend

IV.) Wiederholungsrituale als Erinnerung und Anmahnung gelten als oberflächlich, sind unehrlich, ohne (Heils)wert und weil entwicklungsleer, reine Zeitverschwendung und kommt keinen Schritt damit weiter.  Die Regel ist immer das Neue als das verbesserte Alte. Deshalb ist das Neue ist nicht immer das Bessere, aber das Bessere ist immer neu. Tradition neigt
dazu, das Wesentliche zu erblicken, aber es fehlen ihr die Erneuerungskräfte und der eigentliche kulturelle Wertever-
mittlungssinn wird nicht erreicht. Tradition ist faule Ruhe, substanzlose Erinnerung und stumpft ab. Deshalb sind die Wiederholungsrituale, ob gesprochen, gesungen oder in wel-
cher Ausführungsweise und in welchem Sinne sie getan werden bleiben leer. Auch wenn Ostern, Pfingsten und Weihnachten auf einen Tag fallen würde, wäre spirituell und überintelektuell "feiertagssinnmässig " nicht mehr gewonnen, weil ich immer noch der Gleiche geblieben bin der ich bisher war*.

V.) Bei dem neuen, evolutionären Weihnachtszeitverständnis   gilt der Grundsatz: dass der Erlöser nicht nur einmal in der Welt erscheint, sondern zu verschiedenen Zeiten immer neu erscheint und die Heilsbotschaft neu interpretiert werden muss.Deshalb wird  bei dem neuen, evolutionären Weihnachts-
zeitverständnis :
der bisherige Heilige Abend als besonderer Tag zu dem Entwickler, dem alle Tage besonders heilig sind und jeder Tag immer ein neuer Anfang ist.


  • wegen Heiligabend/Weihnachten eines Kindes wird die Weltgeschichte bestimmt zu wenn das Ewige in die Zeit eintritt, wird es (Individual)geschichte und meine Ent- wicklung " im hier und jetzt " wird zu einem erfüllten geschichtlichen Augenblick.das Weihnachten des "alle Jahre wieder" zum Weihnachten "des jeden Tag wieder ". Es wird nicht mehr auf  einen Erlöser gewartet, sondern auf den Reifezeitpunkt-Nr.782 als archimedischer Nullpunkt, von dem aus alles entwick- lungs(er)lösungssmässig in Bewegung gesetzt wird. Jedes Alter, jede Lebensphase, jede Lebenssituation,jede Erfahrung.jeder Lebendruck, jede Empfindung,jede Sichtweise hat seine individuelle Reife und für eine Sache  bist immer die (Verbesserungs)reife gegeben. In jeder Erfahrung und in jeder neuen Erkenntnis werde ich jeden Tag neu geboren.In jedem Entwicklungs-Transzendierungs-Prozess biblisch gesprochen wird Christus " neu geboren " und deshalb gibt  es in jedem Entwicklungsprozesss der Auseinandersetzung eine Geburt Christi als das Individu- alisierungs-Logos in jedem Menschen.Einfach nur immer das Höhere und Bessere zu wollen genügt.Die Geburt Jesus wird als der permanente Entwicklung- Transzendierungs-Schöp- fungs-De-und Entmaterialisierungs-Prozess interpretiert und damit ständig eine neue Erkenntnisgeburt folgt. Das Kind des "Heiligen Geistes" wird zur Erkenntnis im Geiste*.

* I.) Von der Quantenphysik wissen wir, dass es keine Materie gibt und dass der Geist und die Materie austauschbar sind und  nur (unser) Geist die Wirklichkeit und die Ursache für die materiale Realität ist. Information ist der Grundbaustein aller Materie und durch die schöp- ferische Macht des Überwindungs-Transzendierungs-Bewusstseins wird diese manifestiert und verfestigt.

II.) Siehe auch " Geburt als Logosidee nur 404" in Kulturlernen-10

III.) Nicht die Wiederholung des Kinder-Weihnachts-Abends, der schon in
der Jugend in der Krise der Leere des Heiligabends endet, sondern
die Weiterentwicklung dieses einzigartigen Abends, in dem ein neuer
Sinn gefunden und empfangen wird. Alles Zeitliche  unterliegt auch
dem ewigen geschichtlichen Gesetz des Vergehens und Werdens einer spiralförmigen Weiterentwicklung und da ist unser Verhältnis zur Kind-
heitsweihnacht nicht ausgenommen und eine Entwicklung zurück bedeuten würde, die es von ihrer Gesetzesnatur nicht geben kann.
Die Entwicklung ist irreversibel, da jede Stufe auf der vorhergehenden aufbaut. Vergangenheit ist verflossene, alte Energie und die Ver-
schiebung hat bereits den Punkt der Rückkehr überschritten. Damit
ist der Entwicklungsprozess nicht mehr umkehrbar d.h., es gibt keine Entwicklung zurück. Kulturkritisch betrachtet ist der oberflächliche Besucher-Tourismus ein vorkultureller Entwicklungsfortschritt auf der Horizontalen, als ein Näher- und Weiterkommen (von der Bewusst-
seinserkenntnis ging die Krise aus, welche nie die Totalität und das
Ganze darstellt, weil der Mensch glaubt das zu sein, was er hat und
sich bewusst ist ) zum kulturellen Fortschritt, als ein nur Zuende- und zum Wendepunkt kommen in Richtung der Vertikalen, was jahrzehnte-
und jahrhundertelang schon den Verfallskeim der Auflösung in sich
trägt, als eine Form der Selbstzerstörung (zu deshalb in die Bewusst-
seinskrise der Erkenntnis schliesslich führen muss, weil der Mensch
nur das ist, was er nicht hat und sich nicht bewusst ist).
die Weihnachtsbotschaft wird umgekehrt, indem wir durch Entwicklung zu Gott hinaufsteigen und nicht Gott zu uns herabsteigt. " Warum wurde Gott Mensch ? Dass ich als derselben soll geboren werden "*.

* Meister Eckhart
die theologische Wahrheit eines Meister Eckhart, dass Gott Mensch werden musste, damit der Mensch zu Gott durch Entwicklung kommen kann. In der Entwicklung wird Gott erst Mensch. Gott muss Mensch werden, um selbst sein und selbst werden zu können und braucht mich, dass er sich werden kann. Deshalb  ist Gott mir näher, als ich ("mein Selbstbewusstsein") mir selber bin. " Wenn Gott nicht wäre, wäre ich nicht; wenn ich nicht wäre, wäre Gott nicht "*.
* I) Nach Meister Eckhart liegt der Sinn des Lebens im Lebens selbst. Entwicklung ist der Individualisierungs- Lebensform-Plan-Wille Gottes.
Das Maß Gottes ist dass Maß meiner Entwicklungskraft und Entwicklungs-
möglichkeiten. In jeder Möglichkeit ist der Mensch einzeln. Nur die nichts gleich sind, sind Gott gleich. Gott wird durch die Individualisierungsent- wicklung neu geboren und  das Entwicklungsstreben ist die Selbsterzie-
hung zu Gott hin. Gott kennt nur ein Gesetz, die Entwicklung seiner selbst und zieht alles an sich.Gott wird sich selbst als direkte Selbstschöpfung Gottes. Gott kennt nur sich allein und liebt nichts ausser seiner selbst. Gott wird einem erst in der Entwicklung gegeben und Entwicklung trägt die Seele zu Gott hin und wird damit zum Mittelpunkt eines säkularen
und evolutionären Christentums. Gott als Träger des Lebens ist  das Lebensprinzip schlechthin und Quelle allen Seins als letze Wirklichkeit.
II.) Wie der Mensch Gott braucht um nicht zu vergehen, braucht ebenso das  Göttliche den  Menschen, um wahr- haft und zur Wirklichkeit zu werden und zu  sein.Entwicklung ist, wo Gott in jedem einzelnen Leben zu sich kommt und das Göttliche ist nicht mehr in unsinnlicher Abstraktion jenseitig des Irdischen und Weltlichen, sondern wird lebensnah im Brennpunkt des eigenen Selbst innerlich von mir als Wirkkraft wahrge-
nommen. Das Leben wird als eine Erscheinung und Offenbarung Gottes und mein persönliches Leben als "das Gott-Werde-Selbst-Sein betrachtet. Immer wenn ich mich entwickele, rufe ich Gott ins diesseitige Dasein und er tritt an die Stelle des Überwundenen, des  De-und Entmaterialisier- ten als das transzendierte Verbesserte. Dass Gott Gott ist, dadurch bin die Ursache.Wenn Gott nicht wäre, wäre ich nicht; wenn ich nicht wäre, wäre Gott nicht.Es ist die tief religiöse Volksweisheit "Alles was du tust, ich bin bei Dir. Deshalb will ich auch ausser mich niemand anderes sein.Gottes Existenz zu leugnen bedeutet auch meine eigene Existenz zu leugnen. Mein Wohlbefinden ist auch sein Wohl- befinden.Das Auge, mit dem ich Gott sehe, ist dasselbe Auge mit dem Gott mich sieht. Der Grund warum ich lebe ist, das  Gott etwas " Grosses und über den Zeitgeist Bleibendes " mit vor hat. Als Gott uns schuf hatte er uns schon verplant. Der dynami-
sche Gottesbegriff spiegelt die Entwicklungsstufen und Gottvermensch-lichung wieder. Die Menschheit wird mit fortschreitender Entwicklung ihre Gottesvorstellung wandeln.Man soll Gott nicht ausserhalb von einem erfassen und ansehen, sondern als sein Eigen und als das, was in Einem
ist ".
der Heiligabend, weil nicht das Letzte ist, sondern auch nur  ein besinnliches Mittel, Zeichen, Symbol, Wegweiser als De-und Entmaterialisierungsmittel, um die Sehnsucht nach oben wachzurufen, was man selbst noch nicht, aber Menschen- aufgabe ist,was den Menschen auf etwas hinzeigt, was ihn übersteigt  und verwirklicht werden soll. Alle Dinge wech- seln die Form, um sich zu einer höheren Form zu ent- wickeln.Der Weihnachtsfrieden wird  als das Höchste verstanden und ist mehr, als nur das ewige Lied " Stille Nacht, Heilige Nacht ", was in diesem Sinne, weil sentimental noch Unfrieden und auch nur Überwindungsmittel ist, zum Weihnachtsfrieden (Gliederungspunkt Frieden)zu gelangen*.


* I.) Der fromme Weihnachtstwunschglaube "der Friede sei mit euch ", entwickelt sich erst zum wahren Frieden, wenn dieser in vielen Ausein-andersetzungen in der Unruhe des Lebens und der fahrigen Selbstzerris- senheit um Unfrieden der  Welt in kleinen Momenten in den vielen Lebenssituationen und  Dingen des Lebens immer mehr errungen wird.

II.) " Man soll laufen in den Frieden (um im Frieden anzukommen), man soll nicht anfangen im Frieden "*

* Meister-Eckhart

III.) Nicht die passive Ruhe, sondern die Bewegung ist der natürliche Zustand eines jeden Körpers und Ruhe bleibt aller Entwicklungsunruhe Bewegung Ziel (als Einigung und Einung), weil der Ruhepol der archi- medische Punkt ist, von dem alles ausgeht und in Bewegung gesetzt
wird. Kennzeichen dieser Bewegung ist die ständige  Zunahme von Organisiert heit und organischer Einheit. Es gibt nicht Ruhe ohne Be-
wegung und Bewegung ohne Ruhe. Jede menschliche Krise, der Ent-
wicklungsdrang und aller Unfrieden ist der spannungshafte Bezug zur Ganz- und Einheit, welcher uns " in Lauf hält ". Die schöpferische Un-
ruhe " Individuallogos als Geist Gottes " interpretiert ist der Ausdruck
des Ungenügens am Gegenwärtigen und Gegebenen in sich. Kein Ge-
schöpf kennt Ruhe und Rast, bis es seinen Lebensrhythmus gefunden
hat.Nicht der Mensch macht Entwicklung sondern die Entwicklungs-
bewegung macht den Menschen. Deshalb liegt im Entwicklungscha-
rakter eine gewisse Unruhe und dieser Unfrieden ist das, was Ent-
wicklung ewig jung werden lässt, das Zeitlose in der Zeit und die Entwicklungsursache für das  Gotische Lernprinzip ist. Es ist durch
die Unruhe des hektischen Lebensalltages in sich ruhend werden
als ein fest werden des Lebens bei sich selbst und die Weisheit
nicht das Ruhesame, sondern das Mühsame, den Geist nicht auf
der hellen, widerstandsfreien, entwicklungslosen Lebensseite,
sondern auf der dunklen Lebensentwicklungs-Auseinandersetzungs-
Seite zu suchen. Die Disharmonie bildet oft erst die Voraussetzung für
die Harmonie als Lebensübereinstimmung. Es ist das schillerische
Diktum, dass der Weg aller Entwicklung " von der Natur über die Un-
natur zur Natur zurückgeht ". Im Lebenswiderspruch liegt die Quelle
und Triebkraft aller Entwicklung und dieser ist komplementär lebens-
zugehörig und die polar entgegen gesetzten Prinzipien sind aufein-
ander bezogen. Jede Seite existiert kausal und final nur durch ihr Spiegelbild *. Jede Entwicklungs-Auseinandersetzungs-Transzendie-
rungs-Überwindung ist ein Stück mehr Frieden (Weihnachten) im
Leben.

IV.) "Soweit in Frieden, so weit in Gott "*.

*Meister-Eckhart

IV.) Alle Lebenserfahrungen zeigen, dass der Frieden und die Lebensruhe als Vollendung des Augenblicks nur sehr kurz ist, weil immer wieder etwas anderes in mein Leben tritt, was Unfrieden ist und ich reagieren muss (oder üben kann). Es gibt immer Ereignisse und Personen,  welche einen aus der Ruhe bringen, nur diese werden dann weniger Jeder ist
auf irgend eine Art in irgend einer Hinsicht von etwas betroffen und erst in der Lebensauseinandersetzung mit der jeweiligen, betroffenen Sache wird der Unfrieden zum Frieden transzendiert. Deshalb war und ist alles notwendig, um zu mehr Frieden zu gelangen. Wenn ich abends meinen Frieden habe, war es ein guter Tag. Das ganze Leben bleibt ein Kampf zwischen Unfrieden und dem Frieden. Einen Dauerfrieden gibt es nicht, weil dieser immer fragil ist oder es sei denn, ich bin tot. Auch wenn
der Tod im gesellschaftlichen Leben tabuisiert wird, aber daran den-
ken ist wieder Unfrieden.

VI.)  Siehe auch Ruhe und Frieden sind aller Unruhebewegung Suchziel
der stimmungsvolle, traditionelle Weihnachtsliederabend, wo das Repertoire bleibt und nur die Musiker und Sänger wechseln zur  metaphorischen Fortsetzungs-Sinnline, wo jeder, der nach der Entwicklungs-Individualisierungs-Wahr- heit strebt, "Gottes Stimme" ist.

  • wenn die Zeit reif ist, kommt ein " Erlöser " zu wenn der  " Erlöser " kommt, ist die Zeit reif. Die " gnadenreiche Zeit " wird zu einer Entwicklungsreifezeit *.

* I.) Alles was davor lag wird als Vorbereitung und Hinführung der
Geburt Christi aufgefasst.

2.) Zugleich erinnert die Adventszeit für die Bibelgläubigen die
Christen an das zweite  Kommen Christi als Rückkehr auf die  Erde.
in jedem Jahr wird in der Kindheitserinnerungskiste gesucht ohne etwas zu finden anstatt durch die alle Jahre wieder Überwindungswiederholung allmählich die oberfächliche Weihnachtszeit wieder ihre neue Kinderseele bekommt.
von "mit tausend Ketten " treten wir vor der Krippe (Erlö- sungsvorbilderwartung) zu heute "mit tausend Ketten" treten wir vor die Krippe ( Selbsterlösungshoffnung bei Entwicklungsreife).


  • von dem Lied "der heiligen Nacht" zu bei der Entwicklungs- reife-Nr.782 beginnt eine "heilige Zeit".Es ist auch der Zweizeiler des Angelus Silesius in seinem cherubinischen Wandersmann: " Wird Christus tausendmal  zu Bethlehem geboren und nicht in dir, du bleibst ewiglich verloren ". Christ der Retter war auch letztes und vor- letztes Jahr da, aber solange er nicht für einen persönlich gekommen ist, ist er nie da gewesen*.


* I.) " Wir feiern Weihnachten, auf dass diese Geburt (Entwicklungsreife) auch in uns Menschen geschieht. Wenn sie aber nicht in mir geschieht, was hilft sie mir dann ? Gerade,dass sie auch in mir geschehe, darin liegt alles"*.

* Meister Eckhart

II.) Es geschieht zwar viel in der Welt und um uns herum, aber in Wahr-heit geschieht alles nur in mir. Es ist der Weg von der Verwandlung der Welt, um diese in der Aussenwelt bspw. durch Reformen, Technik und
viel Geld zu verbessern und retten zu wollen und der Mensch will und kann bleiben wie er ist zur Verwandlung des Menschen in seiner In-
nenwelt, wo der Mensch sich im Entwicklungs-Individualisierungs-Pro-
zess wandelt, weil dieses das Ganze darstellt und dieses der einzige
Punkt ist, wo in der Welt wirklich etwas geschieht und deshalb ist er
" der Nabel der Welt " und macht den Unterschied aus. Es geht nicht
mehr um die Wandlung der gesellschaftlichen Formen, sondern um
eine Wandlung des Menschen selber. Jede Lebenskrise trägt keine Wirklichkeit in sich,weil sie sich immer im Innern des Menschen
abspielt und deshalb von Reformen von ausserhalb nicht zu beheben ist. Dem gesicherten Bewusstsein der angeeigneten Umwelt ist eine Pro-
blemlösung nicht möglich, weil die Krise das noch Erkannte und Er-
fasste darstellt. Die Tatsächlichkeit liegt vornehmlich innerhalb des Lebens und nicht ihm gegenüber. Der existentielle Lebenskampf nach
aussen enthebt und entlastet ihn, mit sich selbst zu kämpfen.
die Geburt Jesu entwicklungswirkungstheologisch neu gedeutet. Christ der Retter ist da (aus Fleisch und Blut" wird erst einmal unvollkommen geboren zum Christ als Retter, der erst durch diese permanente Lebensentwicklung zum Retter wird und damit den Weg vorbildhaft freigemacht hat für alle Anderen.Es ist auch die Geburt Christi in der Seele als das zentrale Heilsgeschehen und nicht die historische Menschwerdung eines Meister Eckhart.Wer in seinem (Gliederungspunkt)Frieden lebt verdient das Adelsprädikat; " Christ der Retter ist da "*.


*1.) Weil dieser Entwicklungs-Lebens-Christentum-Weg  auch gegangen wurde und weiter gegangen wird, weil sich ein Einzelner bis in die Wurzeln in allen Lebensbereichen umgestaltet hat, hat er wirkungs- theologisch den Nachfolgeweg für die anderen frei ge- macht.Wer sein eigenes Leben erkannt hat, hat es für alle erkannt. Nur dieses ist der archimedische Punkt und prima causa (Heilswert= Entwicklungswert), auf den es ankommt.

2.) Von jeder Weg ins Himmelreich (Geist Gottes) geht nur durch und über die Unmittelbarkeit eines Christus, der  unerreichbar erscheint, auch wenn es hyperbolisch klingt, aber wenn einer seinen Weg zum Frieden (Unmittelbarkeit des Geistes Gottes) als Quelle gelangt ist, dann ist Christus nicht mehr alleine absolut, ausschliesslich und Gott als eine der drei Personen in Gott.

3.) Das Christusgesicht in uns ist jedem Menschen seit seiner Geburt immanent.Jeder Entwicklungs-Lebens-Prozessakt als ein transzen- dieren in der Transzendenz ist nicht vom Lebens zu trennen und immer mitgegeben und mitgesetzt. "Denn verschlossen war das Tor, bis ein Heiland trat hervor".Der einzige Heilsweg geht dann nicht mehr nur über Christus alleine, sondern im individualgeschichtlichen Verhältnis zu Gott durch Entwicklung, wo sich auf dem per- sönlichen Entwicklungs-Auseinandersetzungs-Weg in den Lebens-Transzen- dierungs-Loslassens-Überwindungen in der säkularen, evolutionären Nachfolge Christi  sich das per- sönliche Heil und die Christus-Heiligung vollzieht, der Chris- tus in uns wächst "als das besser Werdende" in uns,wo jeder sein persönliches Kreuz trägt.

4.) Jesus gilt nicht als das Heil der Heilsgeschichte, sondern das Reich Gottes und das ist, was ich aus meinem Leben mache und losgelöst von der Institution Kirche.Es ist die Radikalität des Christentums selbst ein Christus zu werden (alles andere ist lauwarmes, nicht wirklich ernst genom- menes Christentum und heuchlerische Frömmelei ) "entweder für mich oder gegen mich").Nur regelmässig in die Kirche gehen, um beten und zu singen, klingt dann wie "ein Pfeifen im Walde".  Wer seinen Entwicklungs-Individualisierungs-Weg geht, da gibt es ausser Christus keine Alternative.Von dem  Jahr der Geburt Christi und die darauf folgenden Jahre werden oft mit dem Zusatz „nach Christus“, oder „nach Christi Geburt“ (abgekürzt n. Chr.) versehen, früher meist lateinisch mit „Anno Domini“ zu "nach Christus" könnte auch eine Nachfolgeperson gemeint sein.

5.) Von der These, das Christus schon als fertiger "Menschengott" in den Windeln lag zur ernst zunehmenden Gottwerdungs-Christus-Bewusstseins-These, dass Christus nicht vollkommen auf die Welt kam, sondern sich entwickelte und wie jeder Mensch erst einmal mit seinen persönlichen Schwächen zu kämpfen hatte und durch perma-
nente Überwindung dieser sich immer mehr vervollkommnete bis er dann zu "Wundern" fähig war.Er hat  alle Zustände  des Menschen einschliesslich des Todes erlebt. Es ist von Christus, welcher nach
der christlichen Lehre mit Gott gleichgesetzt wird zu er sagte niemals er sei Gott oder in irgendeiner Weise sei er Gott gleich.Er wird nicht müde zu betonen, dass er aus sich selbst nichts und keine Wunder zu verbringen vermag, sondern nur ein Mensch durch den Gott spricht, nur ein Bote Gottes ist wie viele anderen Gesandte Gottes zuvor.Die historischen Belege der Jesus-Gottgleich- stellung sind äusserst dünn.Die ersten Christen kannten nur die Verehrung Gottes.


6.) Von dem Christentum, was letztlich keine Wahrheitslehre oder Lebensdeutung ist zum Wesenskern des Christentums als geschicht-
liche Person des "Jesus von Nazareth" und seines gegangenen Entwicklungs-Individualisierungs-Vorbild-Weges.


7.) Die theologische Frage, ob Gott persönlich und vollkommen laut
der biblischen Überlieferung/Erzählung auf die Welt gekommen ist, bleibt  bei der Neudeutung völlig unberührt.


8.) Der Frieden ist die stärkste Resonanz, welche ein Mensch auslösen kann Im Interpretationssinne des Kirchenlehrers Augustinus von Hippo ist Gott Frieden d.h., wer Gott gefunden hat, hat alles gelernt, was es zu lernen gibt.


9.) " Wo ein Heiliger ist, wandelt sich die Welt".


10.) Der Selbstbeweis eines jeden Entwicklungs)vorbildes hat nach Albert Einstein schon für jeden (Entwicklungs)raum " als physische Wegrealität geschaffen, der vorher nicht da war und erst diese Raumexpansion gibt jedem die Chance, in den (Vorbild)kraftraum einzutreten. Die Nachahmungskraft und autorative Ausformung wird erst durch die Vorbild- funktion übertragen, welche in die Vorbildform für die Nachfolge  Christi reingelegt wurde, sich selber wirkend ist, die Reife für den Einzelnen geschaffen hat und den Nachahmungsreiz ausmacht. Wenn der Endpunkt von einem Menschen verwirklicht wurde, so stellt dieser Mensch stellvertretend auch für seine Gattung das Endprodukt der Evo- lution dar. Der Dichter Friedrich Schiller würde sagen; " Was einer im Reiche der Wahrheit erwirbt, hat er für alle erworben.


11.) Siehe viele weitere Christus-Beispiele Gliederungspunkt "Christus" in  Christentum-frueher-und-heute

  • die beziehungslose Weihnachtspredigt zum überlieferten Weihnachtsgeschehen zu einem Bewusstseins-Reflektions-Zeitpunkt zu meinem individualgeschichtlichen Lebens- geschehen.

das Kind in der Krippe entwicklungsmetaphorisch verstan- den für "glücklich ist der, welcher sein Arbeits- und Lebensende mit dem Anfang seines Lebens und dem Rhythmus, Pulsschlag, Zauber der Kindheit und Jugend  in Verbindung setzen kann und diese sich darin vollendet ".*


* Die Zeit wird kommen, in der das Kind als heilig angesehen wird*.

* Zitat aus der Reformpädagogik.


  • durch den Entwicklungs-Individualisierungs-Sinn die sinn- liche Kinder-Erinnerungs-Heilig-Abend-Weihnacht zur besinnlichen Erwachsenen-Heilig-Abend-Weihnacht, wel-  che als Zeichen und Erinnerung auf Höheres verweist,  was der Mensch im Auge behalten und verwirklichen muss. Die Erinnerungs-Sehnsucht ist am Anfang erst einmal noch schöner als die Erfüllung.
  • der Weihnachtsabend als familäres Beisammensein, das pfelgen traditioneller Weihnachtsrituale der Geschenke und die Magenfrage (essen und trinken) steht im Mittelpunkt des besinnlichen  Abends (nach dem Weihnachtseinkaufs-  stress), um dann an den beiden darauf folgenden freien Weihnachtsfeiertagen, weil zur Ruhe gekommen,die Lese-    und Auseinandersetzungs-Lebensbesinnung im Mittelpunkt meines Interesses stehen kann.
  • von den vielen, beschaulichen "alle Jahre wieder" Weih- nachtsliedern zur Christi Geburt  als Beginn einer neuen  Weihnachtsleidens-Zeit,wo nur ein vertauschter Buchstabe alles veränderte*.


*Die Wesensidee des Christentums und der Mensch in der Welt vertragen sich  erst einmal so gut wie " Wasser und Natrium " und sind so weit auseinander wie Ost und West, weil Christ sein nicht samtpfötige Sozialisierungsanpassung und nur Gewohnheits-Sonn- tags-Kirchgänger bedeutet, sondern immer (Veränderungs) leiden heisst, zum schwersten  Lebenslos wird und die Disziplinierung bis zur Auslöschung des Egos zum letzten Ziel hat,weil ich nicht der Gleiche bleiben kann der ich war und bin und dieses"der Himmelshaken" ist.


  • der Stern von Bethlehem (religiös )wird zur Sternennacht von Vincent van Gogh (säkular) interpretiert*.

* Als Stern von Bethlehem wird eine Himmelserscheinung bezeichnet,
die nach dem Matthäusevangelium Sterndeuter oder Weise zum
Geburtsort Jesu Christi geführt hat. Wer kennt nicht das Vincent
van Gogh Gemälde der Sternennacht ? Etwas Erhabenes spricht
aus der wallenden Natur. In der Weite des Universums scheint sich
etwas Besonderes zu ereignen. Der Betrachter spürt die mystische
Aura dieser überwältigenden Nacht, eine beinahe religiöse Stim-
mung erfüllt das Panorama. Es ist als kündige sich Grosses und Geheimnisvolles an. " Und es geschah nach der Weihnachtser-
zählung in der Heiligen Nacht in einem Stall in Bethlehem, dass
Jesus Christus geboren wurde ".
der irrationale "Stille,heilige Nacht- Kindermythos" als unbewältigte Kindheit (aus der Kindheit kann man nie heraustreten)  zur lebensbejahenden Lebensindividual- mystik in der evolutionären, säkularen Nachfolge Christi.


  • von Weihnachten werden alle Kinderwünsche erfüllt zu Weihnachten wird die Sehnsucht aller Erwachsenen erfüllt.
  • von dem allbekanten Kinder-Weihnachts-Mitsing-Lied "Alle  Jahre  wieder  kommt das Christuskind" von dem Lieddichter Wihlem Hey verfasst, was in der kindlichen Weihnachtswelt seinen Platz für immer hat zu dem entwicklungslosen "alle Jahre wieder",weil Leben Entwicklungswachstum bedeutet und dieses nicht auf Wiederholung und Beharrung ausge- richtet  ist. Wiederholung als Kreislauf und " alle Jahre wieder " ist ungeschichtlich und entwicklungsarm. Das Signum für Entwicklung ist  die Spirale. Der Mensch ist nicht dazu geschaffen worden, wie ein Zirkuspferd in der Manege immer wieder im Kreise herum zu laufen.Aus dieser Sicht- weise stellt  z.B. 35 Jahre  im gleichen Unternehmen mit gleichen Tätigkeit ein Unwert dar.
  • die zentrale Weihnachtsbotschaft "Gott wird Mensch" neu gedeutet.Durch Evolution in der persönlichen Entwicklung wird sich erst Gott selbst, kommt zum Bewusstsein seiner selbst, denkt und erkennt sich selbst und wird erst Mensch.Gott muss Mensch werden, um selbst sein und selbst werden zu können. Gott wirkt und ich werde. Wäre ich nicht, wäre Gott nicht Gott und er braucht mich, dass er sich in jedem Einzelnen werden kann sagt Meister Eckhart.Es ist die Vollendung des  Einzelnen als eine individuelle Eschatologie.
  • in der Weihnachtspredigt von dem Erlösungsgeheimnis der Heiligen Nacht gesprochen, aber das wirkliche Erlösungs- geheimnis ist,  dass wir uns jeden Tag und immer wieder ein wenig verändern/verbessern müssen.Wir müssen uns stän- dig   in Frage stellen und  können nicht ewig der Gleiche bleiben,der wir sind. Nur das ist es, was es zu begreifen gilt.Die Weihnachtspredigt ist spätestens am nächsten vorbei und vergessen.
  • der Stern von Bethlehem, welcher nach der Weihnachts- erzählung die Weisen an den Geburtsort Christi geführt     hat zu meinem Stern, wenn ich diesem folge, er mich zum  Wunder des Lebens führt*.
  • * Wer hat nicht als Kind davon geträumt ein Held oder Prinzessin zu
    sein.Nach den Sternen zu greifen ist jeder jugendlichen Seele eigen.
    der illusionäre,fromme Weihnachts-Friedens- Sehnsuchts- wunsch mancher Weihnachtslieder eines „Christmas every- day"  wird beim Entwicklungs-Kuttur-Lernen der Alltags-Frieden zu einem  realistischen Entwicklungsprogramm, welcher erst in vielen persönlichen Alltagsdingen und Situationen errungen werden muss.Es ist das Überwin- dungslernen als ein Transzendieren in der Transzendenz*.


* Siehe dazu den Gliederungspunkt "Frieden" in Christentum-frueher-und-heute


  • von Christus wurde geboren,dass wir auch wieder geboren werden (Geburt Jesu)zur Aussage von Meister Eckhart Meister Eckhart,dass ich in jeder Entwicklungserkenntnis, bei jedem neuen Reifezeitpunkt-Nr.782 und wo ich im "Hier und jetzt" das Bessere will, neu geboren werde(Geburt in der Nachfolge Jesu als Gottwerdung )*.

*Jeder Einzelne ist vor Gott gestellt, weil  Gott in jedem sich werden will .Gott wirkt sich selbst, sucht nichts ausserhalb seiner selbst und durchwirkt die Welt in dem Entwicklungs-Auseinandersetzung-Prozess-Tranzendierungs-(Auflösungs)-Transformations(Gestaltungs)geschehen
und deshalb ist Gott mir nahe. Es ist das ewige geschichtliche Verän- derungsgesetz des Vergehens und Werdens als Lebensmystik. Die eigentliche Lebensarbeit ist die Selbsterschließung  Gottes und durch
mein Leben und deshalb bin ich Gott unmittelbar. Durch Evolution in der persönlichen Entwicklung wird sich erst Gott selbst, kommt zum Bewusstsein seiner selbst und denkt und erkennt sich selbst und wird erst Mensch. Jedes Menschenleid ist ein Gotterleiden im Sinne von mehr Gott(Selbst)werdung. Das Leiden des Menschen ist gleichzeitig das Leiden Gottes als Passion, wo Gott sich selbst erlöst. Gott muss Mensch werden, um selbst sein und selbst werden zu können. Gott wirkt und ich werde. Wäre ich nicht, wäre Gott nicht Gott und er braucht mich, dass er sich werden kann.In Wahrheit macht nicht der Schöpfer, sondern das Geschöpf den Schöpfer. Es ist die" Fruito Dei",die Liebe zum Selbst- zweck wo Gott sich selbst wird. Seine Gottheit hängt davon ab, dass er wirken muss. Das Einzelleben ist die Offenbarung Gottes als Gegen- wartserfahrung. Gott ist Mensch geworden, damit ich als derselbe Gott geboren würde. Das Göttliche wird in jedem Leben einzeln. Das Werden Gottes ist kein Entschluss Gottes, sondern mit dem Wesen des Lebens mitgesetzt,weil Gott das Leben selbst ist. Gottesliebe und Selbster- kenntnis hängen zusammen. Wer über Gott nachdenkt, denkt über sich selbst nach. Der Mensch ist immer so jung oder so alt wie Gott und wie der Mensch so ist sein Gott. Wie der Mensch Gott braucht um nicht zu vergehen (Vital- prinzip), braucht ebenso das Göttliche den  Menschen, um wahrhaft und zur Wirklichkeit zu werden und zu sein. Deshalb ist Gott mir näher, als
ich  (" mein Ego ") mir selber bin. Entwicklung ist die wechselseitige Erschliessung  von Mensch und Gott, Theologie und Anthropologie zugleich und das Evolutionsverständnis des Jesuiten, Paläontologen, Anthro-
pologen und Philosophen Pierre Teilhard de Chardin.


  • Bethlehem (Partnerstadt von Straßburg), welches nach der Überlieferung der Geburtsort Jesus ist zum Straßburger Münster ,wo in der Auseinandersetzung mit dem goti-    schen Lernprinzip als zweiter Geburtsort meiner Entwick- lungsgeburt, weil jeder Entwicklungs-Individualisierungs-Weg nur durch über die gotische Kathedrale geht*.


*I.) Der Geist der Gotik und der Geist der Entwicklung durchdringen sich  gegenseitig. Die gotischen Kathedralenlernprinzipien sind das, was jeder Mensch seit seiner Geburt in sich trägt. Materie wird Geist als " lapis philosophorum , harter Stein wird geschmeidig zu Geist geformt, so lässt sich das Wesen einer gotischen Kathedrale zusammenfassen.Es ist die universelle Bauidee,welche alle bewegt, in den Lebensursprung zurück zu kehren.


II.) Die gotische Kathedrale hatte damals das Weltbild verändert und wird das Heutige auch wieder verändern. Es ist die Weisheit, dass hinter der Nichtigkeit der Materie, des Raumes und der Zeit eine letzte Wahrheit steht.Als religiöses Erbgut ist das gotische Lernprinzip ohne ideologischen

    Ballast  eine welterobernde Macht, welches der Menschheit einen
    neuen Begriff vom substanzbildenden Leben schenkt, um vom Sicht-
    baren zum Unsichtbaren zu gelangen und damit die Diesseits-Jenseits-

Sichtweise aufhebt. Was zu  mehr Entwicklungs-Individualisierungs-Wahrheit, zu mehr Kultur, zu mehr Zeitlosem, zu mehr Frieden und zu mehr Gottentwicklung im Sinne von Meister Eckhart  führt, wird als wertvollster Schatz der Menschheit betrachtet.


III.) Das Gotische Lernprinzip und die gotische Kathedrale sind das

    Symbol und ein sinnliches, greifbares Spiegel und neuzeitliches Ab-
    bild der menschlichen Entwicklung und führt zu dem aristokratischen Gemütsleben des Mittelalters zurück zu den tiefsten Strukturen mütterlicher Instinkte. Die gotische Kathedrale ist Sinnbild der escha-
    tologischen Kraft des abendländischen Menschen, jene elementare, religiöse Dynamik, die in den Tiefen einen jeden einzelnen Menschen wurzelt, ihn geformt und geprägt hat, der alles entspringt, alle kultu-

relle Substanz aufbaut und die Ursache allen kulturellen Fortschritts ist.


IV.) Das gotische Lernprinzip wird mit Recht als "ducis  divina" bezeich-

    net, wo der Himmel die Erde berührt und eine lebens- tragende, lebenshaltgebende Führung " von oben her "ist. Es ist ein Stück Mittel-
    alter, welches in die Neuzeit hineinragt. Das gotische Lernprinzip ist
    von der Bildungsforschung nicht "chemisch rein " und von der Wissen-
    schaftspädagogik objektiv empirisch zu erfassen, weil es eine indivi-
    duelle Definition eines Sachverhalts oder eines nachträglichen, katego-
    risierten Lebenserkenntnis-Grundgefühls ist, was zu individuellem Erfahrungswissen geworden ist. Das gotische Lernprinzip wird zum

neuen Kulturbegriff und diesen nicht zu kennen nicht nur eine Bildungslücke darstellt, sondern einem Lebensverlust gleich kommt.


V.) Am Anfang eines jeden Entwicklungsweges steht die Gotik. Aufbruch, himmelwärts und nach den Sternen greifen. Deshalb geht jeder Entwick- lungsweg nur über und durch die

das lebensfremde, abstrakte Wort Gottes ausserhalb von mir in der Christmette (nächtlicher Gottesdienst) zu lebendigen Gottesworten innerhalb von mir in der " Lebensmette " (das Leben als Gottesdienst, jeder Lebensauseinandersetzungs- prozess  als Gottesdienst, das Bessere im Hier und Jetzt zu wollen als Gottesdienst)"*.


* I.) Du sollst nicht nur den Sonntag heiligen (Tag des Herrn), sondern dem Entwickler sind alle Tage heilig (Alle Tage gehören dem Herrn). Nicht in der Welt des sonntäglichen Kirchgangs alleine liegt das Heil, sondern in der Welt des Alltags.


II.)  Lieber beim Marathon an Gott denken, als in der Kirche ständig  an den Marathonstart ständig denken.

nicht die höchste Bibelwahrheit für die Zukunft ange-  mahnt und gefordert, sondern die niedrigste  Wahrheits- eroberung im " Hier und Jetzt " als selbstverständlich und unaufgefordert*.Nicht die Wahrheit ist wichtig, sondern nur der Weg zur Wahrheit selbst.


* Das Gesetz des Lebens ist ihr Widerspruch. Die Tugend wird nur in
der Verführungsschwachheit vollbracht, weil diese zur Entfaltung das Gegenteil bedarf. Das Gute ist erst das Gute und eine Tugend, wenn es vom negativen Pol gereinigt wurde. Wo keine Untugend, da ist auch
keine Tugend möglich. Die Untugend ist nur eine verkleidete Tugend.
Nur weil ich der Versuchung widerstanden habe, bin ich dadurch
stärker und tugendhafter daraus hervor gegangen und das Böse wird
zum Guten. In der Auseinandersetzungs-Transzendierung wird der Widerspruch erst aufgelöst.
stehen auch die beliebten Weihnachtsmärkte mit den christlichen Symbolen in der Kritik, weil die Inhalte und der Sinn der Adventszeit verloren gegangen sind, diese niemand wirklich interessieren, der Glühweinpreis wichtiger geworden ist als Christus und deshalb ein Weihnachtsmarkt  auch ohne Krippe ein attaktiver Besuchermagnet bleibt*.



* "Heiligabend erinnern wir uns an die Geburt des Weihnachtsmannes".


*Quelle unbekannt.


  • die Weihnachtsgeschichte neu geschrieben wird, weil jede Religion dem ewigen geschichtlichen Gesetz des Vergehens und Werdens unterliegt und eine Erneuerung, wenn es nützen soll, im individuellen Sinne erfahren werden muss *.


* 1.) Wer einmal seinen Entwicklungs-Individualisierungs-Weg in der evolutionaeren,säkularen Nachfolge Christi gegangen ist, hat er wirkungsquantenphysikalisch gesprochen den Weg frei gemacht für andere als das wissenschaftliche Spiegelbild der Relativitätstheorie von Albert Einstein. Es wurde (Entwicklungs)raum als physische Realität geschaffen, der vorher nicht da war und erst diese Raumexpansion  gibt jedem jetzt die Chance, in den (Vorbild)kraftraum einzutreten und diese transzendierende Möglichkeit im Selbstentwicklungsprozess wahrzu-

    nehmen. Theologisch christlich  interpretiert heisst es, dass der Erlöser den Boden vorbereitet, aber ausserstande ist, die Menschen auf dem direkten Wege zu erlösen, weil die Erlösung, Befreiung und der Frieden an die  Voraussetzungsbegriffe der Gnade, der Schuld, der Reue, der
    Buße und der Wandlung an das Gewissen gebunden sind. Es ist die
    Entwicklungs-Individualisierungs-Bringschuld der Entwicklungslosigkeit

eines jeden Einzelnen.



2.) Bisher gibt es keine unabhängigen, ausserbiblischen Quellen über Jesus. Das biblische Weihnachtsgeschehen gilt als historisch nicht belegt, aber wenn dieses nicht gäbe, müsste es erfunden werden.


3.) An Weihnachten wird die Geburt des Kindes gefeiert und es beginnt eine Entwicklungsinkubationszeit. Ostern ist das Fest der Auferstehung

    als Entwicklungsreifezeitpunkt (beginnendes Christentum nach dem

Tode Christi). Pfingsten ist das Fest des " Geistes Gottes ", der in der Entwicklungsindividualisierung seinen (Gottes)-Ausdruck findet *.


4.) Das Individualisierungsprinzip wird sakral begründet, weil jeder Einzelne vor Gott gestellt ist als " Entwicklungs-Individualisierungs-Lebensbringschuld der Entwicklungslosigkeit ". Nur die nichts gleich sind, sind Gott gleich ". Der Gottesbegriff wird religiös aus der persönlichen Situation des Einzelnen heraus entwickelnd gedeutet. Gott wirkt sich selbst, sucht nichts ausserhalb seiner selbst und durchwirkt die Welt in dem Auseinandersetzungs-Entwicklungs-Prozess-Transzendierungs-Geschehen und deshalb ist Gott mir nahe. Durch mein gelebtes, geat-

    metes Leben bin ich Gott unmittelbar. Im selbstwirkenden Entwicklungs-
    prozess wird Gott erst Mensch, ohne Entwicklung nicht. Er muss Mensch werden, um sich selbst sein und selbst werden zu können und bekommt erst durch meine Entwicklung seinen individuellen " Lebens-Gesichts-Werdeausdruck " und seinen Namen. Gott braucht mich, dass er sich werden kann. Deshalb ist  Gott mir näher, als ich (" mein Ego ") mir

selber bin.


5.) Kein Baustil ist so eng mit Weihnachten verknüpft wie die Gotik..

Weihnachten wird als ein typisch deutsches Fest betrachtet, weil " die Entwicklungsseele (Tiefenunruhe) " ein deutsches Charakterphänomen " ist wie das Weihnachtslied " Stille Nacht, Heilige Nacht ," wie Meister Eckhart, dem auch die (deutsche) Weihnachts-Besinnungs-Frömmigkeits-Sehnsucht nachgesagt wird und das Straßburger Münster.Die gotische Kathedrale ist der sichtbare Ausdruck des  Christentums (ich muss sehen,  bevor ich glaube) zum ewigen Lied "Stille Nacht, Heilige Nacht" als der hörbare Ausdruck von Weihnachten (ich muss hören, um das Weih- nachtsereignis zu begreifen ).


6.) Die deutsche Kunstgeschichte ist wieder und wieder zum Münster von

    Straßburg als das Hauptwerk der deutschen Gotik zurückgekehrt. Die übersteigerte Gotikverehrung hat in Deutschland Tradition, aber sie
    bleibt eine ureigene Leistung und kulturelle Schöpfung Frankreichs.
    Es geht im Kern um die Wahrheit des christlichen Lebenssystems und
    den Genius der christlichen Religion in architektonischer, kunstge- schichtlicher Gestalt. Das Münster berührt die tiefsten Empfindungen

der religiösen Seele, was die wertvollsten Momente im Leben des Menschen sind.


7.) Der grösste Vertreter der deutschen Mystik ist Meister Eckhart. Eckharts Aufenthalt in Straßburg, oft als sein " Straßburger Jahrzehnt " bezeichnet, soll von 1313/1314 bis 1322/1324 gedauert haben und

    hat auch im Straßburger Münster (Baubeginn 1176) gepredigt. Für Feinfühlige ist sein Geist überall noch spürbar und gegenwärtig was
    auch als Spekulation ausgelegt werden kann.
    Von dem  Jahr der Geburt Christi und die darauf folgenden Jahre werden oft mit dem Zusatz „nach Christus“, oder „nach Christi Geburt“ (abgekürzt n. Chr.) versehen, früher meist lateinisch mit „Anno Domini“ zu nach Christus könnte auch eine Nachfolgeperson gemeint sein. Es ist die These, wenn die Zeit reif ist kommt ein“ Erlöser“(Erlöser als Befreier von der Erdenschwere), zur These, wenn ein " Erlöser“ kommt, ist die Zeit reif (Erlöser als Vorbild und Erlösungswegschaffender).

Von Weihnachten wird an das  Wunder der heiligen Nacht erinnert, wo Jesus mit dem Licht der Welt und dem Leben gleichgesetzt wird zu Meister Eckharts Frage:Was ist das Leben und die Antwort ist" Gott ist das Leben*.


* Ich atme nicht, sondern werde geatmet. Durch mein  " ich-werde-geatmetes Leben " bin ich Gott unmittelbar, weil Gott das Leben als Spiritualität (Spiritus=Atem) selbst ist,  indem ich lebe.Ich bin in Gott und Gott ist in mir. Alles was noch nicht Gott geworden ist, somit noch unvollendete Entwicklung. Das Göttliche ist kein fertiger Zustand, sondern ständige Entwicklungsbewegung, Lebendigkeit, Kreativität,Irrtums-und Krisenerfahrung.Gott ist ein Werden, das sich nie erfüllt.Wo Entwicklung ist da ist auch Gott und wo Gott nicht ist, ist das Leben nicht in Ordnung (entwicklungskonform). Der Mensch ist  nur und hat nur so viel Wert, wie viel er von Gott (entwickelt) hat, wie viel Lebenszeit Entwicklungszeit ist und Zeitloses in der Zeit und Wesenhaftes im Wesenlosen geschaffen wird.Nach Meister Eckhart ist deshalb Gott ist mir näher, als ich mir selber bin.Meister Eckhart sagt weiter,dass die Schöpfung der Welt nur das Ergebnis des Erkenntnisprozesses in Gott mithin notwendig ist, da Gott nicht sein kann ohne sich in der Schöpfung zu erkennen.Gott ist das Absolute, Herr über Gesundheit, Krankheit, Leben und Tod. Ohne ihn ist alles Lebensspaltung und ohne seine "Seinexistenz" bin ich eine Leiche, welche wieder  in seine Zellchemie und mineralischen Bestandteile zerfällt. Der Evolutionsbiologe Friedrich Cramer drückt den gleichen Sachverhalt so aus. Für ihn liegt das Göttliche in der innewohnenden Intelligenz der Evolution.Er sieht in der Selbstorganisation eine Grundeigenschaft der Materie,die immer auch die Idee der Entfaltung aller Baupläne und Ausformungen in sich trägt.


                 16. Katholikentag.


I.) Der Katholikentag ist eine mehrtägige Zusammenkunft primär römisch-katholischer Christen des jeweiligen Landes in Deutsch- land, Österreich und der Schweiz, die in einem mehrjährigen Turnus stattfindet. Dieser kann in der in der evolutionären Nachfolge Christi als ein Entwicklungs-Reflexions-Pausen-Tag umgedeutet werden *.


* Siehe auch " Die säkulare Nachfolge Christi ist immer etwas Eigenes " in Evolutionäre Nachfolge ChristiII.) 


Von den Jenseits-Mottos vergangener Katholikentage der Kirche z.B.

  • " Christus in der Großstadt“.
  • "Der Christ in der Not der Zeit“.
  • " Zuerst das Reich Gottes“.
  • "Ihr sollt mir Zeugen sein“.
  • " Mitten in dieser Welt“.
  • " Gemeinde des Herrn“.
  • "Du führst uns hinaus ins Weite“.
  • " Schaut hin“,


    welche keine wirkliche Aufbruchstimmung eines Neuanfangs und keinen "Wow-Effekt "auslösen, weil diese abstrakt ausgedacht sind, nicht aus dem Leben kommen und der einzelne Mensch sich deshalb nicht mehr angesprochen fühlt. Wenn der Kirchentag vorbei ist, sind auch deren Themen vorbei
    zu diesseitigen Lebensmottos und Gedanken,welchen bei Reife keinen mehr gleichgültig  lassen wie z.B.


  • Wer auf die individuelle Wahrheitsfrage verzichtet, gibt sich selbt auf, existiert eigentlich nicht und verfehlt sein Leben.
  • Unsterblichkeitslernen   als beste Rezeptur für ein Leben nach dem Tod.
  • Das Leben ist selbst Religion, weil dieses im Ent-wicklungslebensprozessakt immer mitgegeben und mitgesetzt ist.
  • Entwicklungs-De-und Entmaterialisierung ist von Vielem zum Einen zu gelangen,wo das Sichtbare das Unsichtbare wider spiegelt, die Erscheinung  das Wesen derErscheinung als der wahre,verborgene Reichtum aller Dinge und allen Geschehens.
  • Ruhe und Frieden sind aller Unruhebewegung Suchziel
  • Erst bei Entwicklungs-Individualisierungs-Reife Nr.782  beginnt man zu leben,  vorher existiert man nur.
  • Alles ausser evolutionäre Allzeit-Jetzt-Nutzung ist alles


    vergeudete Lebenszeit.


  • Nach dem Arbeitsleben erwartet  uns nicht das Sterben sondern das evolutionäre Altjugendlernen.
  • Entwicklungs-Kultur-Lernen ist das Lernen des Jetzt als Zukunft.
  • Mehr als (Gliederungspunkt) Frieden im Hier und Jetzt braucht  nicht gelernt zu werden.
  • Glaubenslernen ist mehr wert als sechs Richtige im Lotto.
    Das gotische-Lernprinzip gibt der Menschheit einen neuen Begriff vom Leben und ohne dieses zu kennen, einem Daseinsverlust gleich kommt.Jeder persönliche Entwick- lungs-Lebensweg geht nur durch und über die gotische Kathedrale und der Einzelne das Gefühl vermittelt bekommt,dass er endlich zu Hause angekommen ist.
    Gesetzliche, staatliche Sonn-, Gedenk-, Feier- und Festtage
    17. Tag der Arbeit.
    I.) Auch der 1. Mai als Tag der Arbeit und " Kampftag der Arbeiterbewegung " für sozialere und menschenwürdigere Arbeitsbedingungen wird zum Tag der Arbeit  " als Kampftag
    der Entwicklungsbewegung für evolutionäre, menschenwürdi-
    gere Entwicklungsbedingungen, weil der Entwickler in der
    Gesellschaft zwar gewünscht wird, weil nur er die Gesellschaft weiterbringt, aber faktisch durch die  Anpassungskonventi-
    onen eine persönliche Entwicklung im Keim erstickt wird.
    Die Daseinsfrage und nicht die Individualisierungs- Sinnfrage steht im Mittelpunkt des politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Interesses *.
    *Siehe auch Gesellschafts-und Entwicklungsmensch


           18. Tag der deutschen Einheit.


    I.) Vom Gedenk- und Erinnerungstag " Tag der Deutschen Einheit " zu jeder Entwicklungstag ist ständige Lebensübereinstim-
    mungs- und Einheitsauseinandersetzung mit sich selbst.
    II.) Von der staatlichen und volksgeschichtlichen Einheit als Aufhebung der sichtbaren Teilung (Völkerfrieden) zum Tag
    der inneren Einheit und Verbundenheit als Aufhebung der unsichtbaren Teilung  und eines Getrennt seins von anderen.
    III.)" Der Geist kennt kein Geschlecht, keine Hautfarbe, Nationalität, Kulturunterschiede, Volks- oder Glaubenszugehörigkeit, weil der " allumfassende Geist ", die Beziehung aller Teile zum Ganzen und
    zu seinen Teilen ist. Es sind subjektive, angeborene Persönlichkeits-
    Menschenrechte aufgrund des Mensch- und Daseins, die universell für jeden gelten und damit eine  Allgemeingültigkeit besitzen. " Kein
    Weg zu Gott ist direkter als ein anderer". " Keine Religion ist die einzig wahre Religion ".“ Kein Volk ist das auserwählte Volk "." Kein Prophet
    ist der grösste Prophet.
    IV.) Die moderne Physik und Kosmologie haben das Bild vom Universum (lat. universus " gesamt ", von unus und versus " in eins gekehrt ") als ein unteilbares, dynamisches Ganzes unwiderruflich bewiesen. Sicher gilt  dass die innere Welt ein einziges Bewusstsein darstellt und alles in der Welt miteinander verknüpft ist, das Grösste mit dem Kleinsten und das Allernächste mit dem Entferntesten. Alle Teile des Universums stehen grundsätzlich in einer Wechselbeziehung zueinander und jedes Ding, Natur und Tierwelt, jeder Prozess und jeder Bewusstseinsakt hängt mit anderen Dingen, der Natur,den Prozessen und Bewusstseinsakten zusam- men in einer durchdachten und geordneten, schöpferischen Beziehung zum grössten, möglichen Ganzen, welches folglich nur ein Einziges sein. Die Erklärung der Verschränkung zeigt, wie die materielle Welt und die innere Welt durch den ständigen Informationsaustausch miteinander verbunden sind und nicht nur mit jedem Individuum, sondern auch mit jedem Punkt des Universums. Zwei verschränkte Objekte, obwohl Licht- jahre entfernt, trotz grosser, räumlicher Distanz sind miteinander verbunden und können Informationen austauschen.Das zeigt doch deutlich, dass es eine geistige Welt neben der materiellen Welt  lostge-
    löst von Raum und Materie geben muss.Aus diesem Grunde ist  jedes Individuum ein Teil des grossen Ganzen, mit dem grossen Ganzen ver- bunden, befindet sich in Übereinstimmung mit dem Ganzen, da auch die komplexen Vorgänge des Entwicklungs-Geist-Bewusstseins den geist-psychischen Plastizitäts-Gesetzmässigkeiten der Quantenphysik unter- liegen und diese bleibt nach dem biologischen Tod weiter bestehen. Das Universum ist in allen Teilen eine eng zusammenhängende Welt mit un- endlichen Verflechtungen und Wechselwirkungen (z.B. ohne den Mond wäre die Erde nicht bewohnbar) und ein lebendiges Werden-
    des, sich fortlaufend entwickelndes, zeitloses Ganzes.
    19.Volkstrauertag.
    I.) Der Volkstrauertag ist in Deutschland ein staatlicher Gedenktag und gehört zu den so genannten stillen Tagen. Er wird seit 1952 zwei Sonntage vor dem ersten Adventssonntag begangen und erinnert an die Kriegstoten und Opfer der Gewaltbereitschaft und Gewaltherrschaft aller Nationen.
    II.) Von nach einem Kriege wurde nur auf die Sieger geblickt
    und die gefallenen Soldaten wurden eingescharrt in die
    Grube des Vergessens, der Besiegten und kein Kreuz und
    kein Kranz rühmte ihre Opfertat zu es gibt kein Idealeinsatz, keine Wahrheit, keine moralische Kraft, kein Glaubensver-
    sprechen, für das sich nicht zu leben und zu sterben lohnt,
    nicht umsonst oder sinnlos war. Im überzeitlichen und ganz-
    heitlichen Sinne geht im Weltall nichts verloren (was auch quantenphysikalisches Fakt ist) und vom Geiste aus bekom-
    men die Worte Siege und Niederlagen einen tieferen,
    neuen Sinn. Darum wird es notwendig sein immer wieder
    eine Welt, die bloß auf Denkmäler der Sieger blickt daran
    zu erinnern, dass nicht jene die wahrhaften Helden der
    Menschheit sind, die über Millionen von Gräbern und zer-
    schmetterten Existenzen, die an etwas geglaubt haben
    und anderen Befehlen gefolgt sind. Dieses gilt auch für jede Entwicklungs-Individualisierungs-Anstrengung auch wenn
    diese erst einmal ohne Sinn erscheint und (noch) nicht vom Erfolg gekrönt ist *.
    * 1.) Aus einer Gedenkansprache bezüglich des 75. Jahrestages der Lan-
    dung der Alliierten in der Normandie: " Die haben für unsere Lebensweise und unsere Zukunft gekämpft und sind gestorben. Wir haben unsere Freiheit unseren Vätern und Urgrossvätern zu verdanken, denen wir tief in der Schuld stehen ".
    2.) Jeder kennt den verzweifelten Kampf gegen die Vergessenheit, wo z.B. in dem " Vietnam Veterans Memorial " in Washington  mehr als 58 000 Namen gefallener und vermisster Soldaten eingraviert sind.
    3.)  Wenn die Menschheit weiter kommt, sind die Millionen von Toten
    der  vergangenen Kriege nicht umsonst gewesen und diese waren Martyrer.
    4.) Die Toten sind unterbewertet und nicht umsonst gestorben. Die
    haben den Humusboden für die zukünftige Generation gelegt*.
    * Siehe auch Das Leben ist unsterblich und nicht tot zu kriegen
    5.) Es ist möglich, dass die Weltgeschichte immer Blutzeugen braucht
    als Mahnung, um den jetzigen Generationen und der übrigen Welt
    das " nie wieder"  bewusst zu machen. So betrachtet haben die Gräber
    und Trümmer ihren Sinn behalten.
    6.) " Was immer ein freier und unbefangener Geist souverän berührt, wird neu für eine in überlebten Vorstellungen befangene Welt. Kein Gedanke der Menschheit, wenn der über die Vernunft hinaus getrieben verliert auf die Dauer seine schöpferische Macht. Nie lässt sich die geborene Kraft einer Idee, eines Werkes auf Dauer verbergen und verschliessen. Deshalb ist der stärkste Mann ist immer der Mann eines einzigen Gedankens. Denn alles was an Lebenstat-, Willens- und Glaubenskraft, an Intelligenz und  Idealismus, Empathie, finanziellen Mitteln, an Nervenanspannung und Opferbereitschaft darin investiert und aufgespeichert hat, entwickelt eine Eigendynamik und erzeugt eine Wucht, der selten die Welt wider-
    steht. Die Idee entspringt nicht aus  dem intellektuellen Reich des  Denk-
    geistes, sondern aus dem überintellektuellen schöpferischen und wirk-
    lich keitserschaffenden geistlichen Reich. Ein lebendiger Gedanke will
    nie bei einem einzigen sterblichen Menschen leben und vergehen. Er
    will Raum, Welt und Freiheit. Immer kommt darum bei jedem Denker
    die Stunde, dass seine Lebensidee von innen nach aussen drängt wie
    ein Kind aus dem Mutterleibe und wie eine Frucht aus der Schale"*.
    * In inhaltlicher Textanlehnung an Stefan Zweig, österreichischer Schriftsteller.
    20. Silvester(Altjahrestag).


I.) Vom Silvester, wo die ganze Welt feiert und auf den Jahres- wechsel wartet, dass sich das Datum ändert zu irgendwann feiern wir (ich) das Datum, an dem sich die Welt  geändert hat (weil ich mich geändert habe)* .


* Es geschieht zwar viel in der Welt und um uns  herum, aber in Wahrheit geschieht alles nur in mir. Es ist der einzige Punkt ist, wo in der Welt wirklich etwas geschieht und deshalb bin ich " der Nabel der Welt ",und mache den Unterschied aus


II.) Von den grossen, guten Silvestervorsätzen am Jahresende (Illusion) zu den kleinen, unscheinbaren Verbesserungsvor-

    sätzen eines jeden Tages und vielen Verbesserungsfortschritten am Silvesterjahresende (Faktum).


III.) Von der Neujahrsansprache einer deutschen Bundes-

    kanzerlerin, welche wünscht, dass wir bspw. mehr solida-
    rische, internationale Verantwortung (z.B. Integration Flüchtlinge) als auch unseren Anteil am Strukturwandel
    der Wirtschaft übernehmen müssen, auch wenn es mehr
    Geld kostet zur Entwicklungs-Selbstverständlichkeit, dass
    wir mehr Verantwortung für unsere Entwicklung als Individu-
    alisierungs-Bringschuld der Entwicklungslosigkeit überneh-
    men müssen allen Widrigkeiten, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen beruflichen Nachteilen zum Trotz.Es sind im-
    mer nur Einzelne, welche die Gesellschaft weiterbringen.Der Entwickler ist unersetzbar und weil das wertvollste Mitglied, " das Salz der Gesellschaft " und deshalb " systemrelevant ". Er ist es, der die Anderen durch " sein-anders-sein " weiterbringt. Entwickler machen den Unterschied aus, weil es die Anderen schon gibt. Einer muss es zuerst gedacht und getan haben. Durch
    ihn wird die Welt zu einem besseren Ort.


IV.) Von Silvester als letzter, besonderer Tag im Jahr, wo um Mitternacht das " Neue Jahr " mit einem Feuerwerk, Glocken-

    geläut, Sekt und diversen Silvesterbräuchen begrüsst wird
    zum Entwickler, für den Silvester auch nur ein Tag wie der Tag zuvor und der Tag danach ist, weil für ihn alle Tage neu, einmalig, etwas besonderes und jeder Tag sein (Silvester)tag
    ist.Wenn ich nur im Hier und Jetzt lebe, lebe ich im- und aus  dem Zeitlosen und dann wird der Jahrestag unwichtig.


V.) Von dem persönlichen Silvester-Feuerwerk-Brauch zum Jahreswechsel,welches immer mehr in Kritik geraten ist und ein bundesweites Böllerverbot gefordert wird zu weil alles in der Welt dem ewigen Gesetz des Vergehens und Werdens unterliegt, macht das Silvesterfeuerwerk auch hier keine Ausnahme.

    VI.) Von Silvester des "alle Jahre wieder" traditions-ritualverhaf-
    tet-sein zum Silvester auch wenn es ernüchternd klingt als ein normaler Tag, weil der nächste Tag  auch nur die Fortsetzung des Silvestertages ist und im Neuen Jahr die alten Sorgen bleiben*.
    * Tradition ist faule Ruhe, substanzlose Erinnerung und stumpft ab.
    Wiederholung als Kreislauf und " alle Jahre wieder " ist ungeschicht -
    ich und entwicklungslos. Das Signum für Entwicklung ist die Spirale. Der Mensch ist nicht dazu geschaffen worden, wie ein Zirkuspferd in der Manege immer im Kreise herum zu laufen. Alles unterliegt " dem
    ewigen, geschichtlichen Gesetz des Vergehens und des Werdens "und nur in der Veränderung geschieht etwas.Es geschieht zwar viel in der Welt und um uns herum, aber in Wahrheit geschieht alles nur in mir. Es ist der Weg von der Verwandlung der Welt, um diese in der Aussenwelt z.B. eine Krise bspw. durch Reformen, Technik, Schutzmassnahmen und viel Geld zu verbessern und retten zu wollen und der Andere der Schuldige ist
    und der Mensch will und kann bleiben wie er ist zur Verwandlung des Menschen in seiner Innenwelt, wo der Mensch sich im Entwicklungs-Individualisierungs-Prozess wandelt, weil dieses das Ganze darstellt und dieses der einzige Punkt ist, wo in der Welt wirklich etwas geschieht und deshalb ist er " der Nabel der Welt " und macht den Unterschied aus.  Es geht nicht mehr um die Wandlung der gesellschaftlichen Formen, sondern um eine Wandlung des Menschen selber Die Tatsächlichkeit liegt vor-
    nehmlich innerhalb des Lebens und nicht ihm gegenüber. Jede Lebens-
    krise trägt keine Wirklichkeit in sich, weil sie sich immer im Innern des Menschen abspielt und deshalb von Reformen und Veränderungen von ausserhalb nicht zu beheben ist.
    VII.) Jeder neue Tagesbeginn kann mit dem Jahresbeginn und jedes Tagesende mit dem Jahresende metaphorisch verglichen werden. Wenn jeder Tag ein guter Tag war, ergibt die Summe von 365 Tagen ein gutes, altes Jahr. Das Jahr 2022 z.B. war ein Superjahr, weil jeder Tag entwicklungsmässig mindestens mit der Schulnote drei bewertet wurde und die Wochendurchschnitts-
    note sogar immer zwischen zwei und drei lag.Wenn also jeder Tag mehr oder  weniger ein Fortschrittstag war, das Jahr 365 Tage hat, dann war es ein Superjahr und dieses Bewertungs-
    spiel trifft dann auch für das Neue Jahr zu.
    21. Neujahrstag.
    I.) Von was wird sich im Neuen Jahr alles ändern (z.B. Umsatz-
    steuersätze, Regeln für Autofahrer, Auflagen für Banken etc.) und was wird mir das Neue Jahr bringen zu was muss ich entwicklungsmässig im Neuen Jahr lebenserziehungsdruck-
    mässig bedingt bei mir ändern, das Bessere  und Höhere
    zu wollen, dass mir das Neue Jahr nur das Allerbeste bringt.
    II.) Von der passiven Erwartungshaltung " was wird mir das Neue Jahr Besseres und Schönes bringen " zu aktiven Entwicklungs-Individualierungs-Taten , welche mir jeden Tag  Besseres und Schöneres bringen, sonst neues Jahr und alte Sorgen.
    III.) Von das Neue Jahr z.B. 2020 wird mit einem Feuerwerk willkommen geheissen und wieder ist ein Jahr vorbei und wie schnell die Zeit vergeht zum neuen Jahresbeginn, was auch
    nur ein Zeitpunkt " des Jetzt " ist und wir zu keinem anderen Zeitpunkt leben als im Hier und Jetzt.Im Leben sind nur die Augenblicke schön.Die Zukunft ist noch nicht, die Vergangen- heit war und ein anderer Zeitpunkt wie " das Jetzt " gibt es nicht. Das Jetzt ist zeitlos und es vergeht keine Zeit *.
    *  Eine andere Sichtweise des Zeitbegriffes erfolgte durch die moder-
    ne Relativitätstheorie. Wir sind nicht in Zeit und Raum, sondern Zeit
    und Raum sind in uns. Der Raum " ist " und die Zeit  " wird  ". Die individuelle Entwicklung ist zeitlos und geschieht in der Zeit und die
    Zeit wird aufgehoben. Was sich entwickelt, unterliegt nicht mehr der Zeit. Wenn man auf die Uhr schaut, denkt man nicht an die Zeit,
    sondern in der Zeit. Weder existiert die Zeit, verändert sich noch hat sie eine Dauer. Sie ist stillstehend. Wer nur im Hier und Jetzt  lebt, lebt wie ein Kind ohne Zeitgefühl im universalistischen Zeitlosen. Was und wer sich entwickelt, unterliegt nicht mehr der Zeit. Zeitlos bedeutet, dass die Zeit sich nicht verändert und die Zeit durch ihn hindurch geht. Für ihn ist z.B. Silvester 1965 ist noch wie heute. Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird in der Zeit gelernt, während beim Entwicklungs-Kultur-Lernen die Zeit transzendiert wird.
    22.Sonstige.
    I.) Vom Samstag, den 21.September 2013 als " Weltdankbar-
    keitstag "oder dem 23.Mai als Weltschildkrötentag zu jeder Tag ist ein (einmaliger) Entwicklungs(dankbarkeits)tag.
    II.) Eigentlich ist jeder Tag im Jahr national und international
    ein Gedenk-und Erinnerungstag wie bspw.Tag des Baumes, Weltbevölkerungstag, internationaler Frauentag, Murmel-
    tiertag in den USA und Kanada, Resistenztag in Luxemburg, Weltkulturerbetag in Mexiko, Windmühlentag in den Nieder-
    landen, Pi-Tag (Kreiszahl 3,14159 als mathematische Kons-
    tante, der 10.Januar ist der Blockflötentag, der 7.April wird

dem Biber und der 25.April dem Weltpinguin gewidmet,der 20.Oktober ist der Weltosteoropoosetag und am 23 Mai wird der Weltschildkrötentag gefeiert.Auch lassen sich diese Tage ent- wicklungsinterpretativ neu deuten.


Persönliche und sonstige Feier- und Festtage


                   23. Geburtstag.


    I.) Auch wird jedes Jahr Geburtstag als der Jahrestag der tatsächlichen Geburt gefeiert. Aus quantenphysikalischer Sichtweise gibt es kein Sterben im traditionellen Sinne, weil alles als Übergang in eine Parallel-Lebenswelt gesehen wird.
    Was nicht sterben kann, kann auch nicht geboren werden
    und wenn es  keinen Geburtstag gibt, gibt es auch keinen
    Anlass zum Feiern. Sterben kann nur das Belebte, aber nicht
    das Leben selbst. Deshalb kann der Geburtstag, auch wenn gewöhnungsbedürftig als Leben aus dem Zeitlosen betrachtet werden, unterbrochen nur durch den Tod, der aber auch
    nur ein Bewusstseinswandel der Daseinsform als Metaphormose ist und deshalb nicht gibt.Siehe Textfortsetzung in  evolutionäre Altjuend*.
    * Siehe auch "das Leben ist unsterblich und nicht tot zu kriegen" in
    https://entwicklungschristentum.de/Das-Leben-ist-unsterblich
    II.) Wer im Jetzt lebt wird nicht alt und den interessiert auch kein Alter und Geburtstag. Entwicklung findet nur im
    jetzt statt und jetzt ist immer. Wir leben zu keinem anderen Zeitpunkt wie im jetzt. Das Jetzt als Tätigkeitsaugenblick ",
    dass alle Ewigkeit beinhaltet, das Zeitgeistige zum Zeitlosen transzendiert und nur hier Lebensübersteigendes geschaffen wird. Zeitlos bedeutet, dass die Zeit sich nicht verändert und
    die Zeit durch ihn hindurchgeht Wer im Zeitlosen lebt, macht keine grossen Zeitpläne mehr, verspürt keinen Zeitdruck, hat immer Zeit, weil er alle Zeit der Welt hat.
    24. Fasching/Karneval/Fastnacht.
    I.) Es wird zu einem Kalender festgelegten Termin gefeiert
    und spätestens am Aschermittwoch ist alles mit Katerstimmung wieder vorbei. Es ist der allgemeine Lebensrhythmus, dass nach der Entspannung (Fasching) die Anspannung (Bußezeit)-
    folgen muss. " Wer nicht feiern kann, kann auch nicht meditieren ". An Fasching tragen viele Narren ein Maske, während es beim Philologen Friedrich Nietzsche heisst, dass jedes Genie eine Maske hat *.
    * 1.) Fasching ist auch nur ein sinnliches Zweckmittel, welches nur für einen bestimmten Lebensabschnitt gilt und auf eine höhere Entwick-
    lungsstufe transzendiert werden muss auch wenn die " eingefleischten Fasnachter" nur darüber mit dem Kopf schütteln.
    2.) Vielleicht muss der Mensch während einer Pandemie-Zeit metapho- risch verstanden mit einer" Schutzmaske " als Fremdkörper herumlaufen, weil wir uns fremd und noch nicht selbst geworden sind.
    Weitere Beispiele folgen
    Auslese von Spruchweisheiten und Zeitzitaten
    allgemein und religiös.
    I.) " Ich bereue nichts im Leben ausser dem, was ich nicht getan habe *.
    * Gabrielle ‚Coco‘ Chanel (1183-1971)war eine international bekannte französische Modedesignerin und Unternehmerin.
    II.) Liegt nicht der Sinn des Lebens darin am Abend ein besserer Mensch zu sein als am Morgen, indem ich die geschenkte Zeit dafür nutze.
    III.) " Von der Zeit nehmen wir nur Notiz, wenn sie vorbei ist "*.
    * Lothar Schmidt, deutscher Politologe.
    IV.) " Es ist gut, wenn die verrinnende Zeit nicht als etwas erscheint, das uns verbraucht, sondern als etwas, das uns vollendet "*.
    * Antoine Marie Jean-Baptiste Roger Vicomte de Saint-Exupéry (1900-1944) war ein französischer Schriftsteller und Pilot.
    V.) Die Zeit ist eine Uhr ohne Uhrzeiger. Die Zeit kommt von oben und fliesst nach unten, kommt aus der Zukunft und fliesst in die Vergangenheit.
    VI.) " Zeit ist überhaupt nicht kostbar, denn sie ist eine Illusion. Was dir so kostbar erscheint, ist nicht die Zeit, sondern der einzige Punkt, der ausserhalb der Zeit liegt: " das Jetzt ". Das allerdings ist kostbar. Je mehr du dich auf die Zeit konzen-
    trierst, auf Vergangenheit und Zukunft, desto mehr verpasst du das Jetzt, das Kostbarste, was es gibt " *
    *  Eckhart Tolle (1948) ist ein spiritueller Lehrer und Bestsellerautor spiritueller Bücher.
    VII.) " Ich habe keine Zeit, mich zu beeilen " *.
    * Igor Strawinsky (1881-1972)war ein russischer Komponist und Dirigent mit französischer und US-amerikanischer Staatsbürgerschaft.
    VIII.) " Die unglückliche Zeit wird genutzt, nicht die glückliche Zeit ".
    IX.) Alles Zeitgeistige ist vergänglich, ohne Transzendenz d.h., ohne kulturelle Substanz.
    X.) Es kommt nur darauf an, wie viel Wahrheit in der Zeit entwickelt wurde.
    XI.) Ohne den letzten Moment würde niemand etwas erledigen.
    XII.) Die beste Helferin ist die Zeit.
    XIII.) Alles hat seine Zeit, nur die persönliche Entwicklung nicht.
    XIV.) Ich habe eine teure Uhr sagt der eine und ich habe Zeit sagt der andere.
    XV.) Der Mensch sagt, die Zeit vergeht und die Zeit sagt, der Mensch vergeht.
    XVI.) " Wenn die Zeit kommt, in der man könnte, ist die vorüber, in der man kann " *.
    * Marie Freifrau Ebner von Eschenbach (1830-1916) war eine mährisch-österreichische Schriftstellerin.
    XVII.) Es gibt Menschen, die man mit der Zeit vergisst. Es gibt aber auch Menschen, mit denen man die Zeit vergisst.
    XVIII.) " Gewöhnliche Menschen denken nur daran, wie sie ihre Zeit verbringen. Ein intelligenter Mensch versucht sie zu
    nützen " *.
    * Arthur Schopenhauer (1788 - 1860) war ein deutscher Philosoph, Autor
    und Hochschullehrer.
    XIX.) " Denke immer daran, dass es nur eine wichtige Zeit gibt:
    " Heute-Hier-Jetzt " *.
    * Lew Nikolajewitsch Graf Tolstoi (1819-1910) war ein russischer Schriftsteller.
    XX.) " Denkt ans fünfte Gebot: schlagt eure Zeit nicht tot " !
    * Emil Erich Kästner (1899-1974) war ein deutscher Schriftsteller, Publizist, Drehbuchautor und Verfasser von Texten für das Kabarett.
    XXI.) " Wenn die Zeit ist wie die Ewigkeit und die Ewigkeit wie die Zeit, der ist befreit von allem Streit ".
    XXII.) " Die Zeit welche wir uns nehmen ist die Zeit, welche uns etwas gibt ".
    * Erich Fried, Lyriker.
    XXIII.) " Ich habe beim Aufstehen so viele Einfälle, dass der Tag nicht ausreicht, sie aufzuschreiben "*.
    * Gottfried Wilhelm Leipnitz, Philosoph.
    XXIV.) " Schöpferisches schaffen schafft die Zeit ab "*.
    * Manfred Hinrich, Autor.
    XXV.) Der französische Schriftsteller Chateaubriand versteht das Leben nicht in bloßer Abfolge von Ereignissen, sondern lässt im Augenblicklichen ganze Welten entstehen.
    XXVI.) Zeit ist auch nicht mehr das, was sie einmal war *.
    * Albert Einstein, Physiker.
    XXVII.) " Abenteuer warten um jede Ecke und "Zack" sind sie
    da "*.
    * Cornelia Funke, Autorin.
    XXVIII.) Indes bei Johann Wolfgang Goethe zu jeder Stunde der letzte Augenblick der Reichste ist.
    XXIX.) " Nie geht ein Atemzug seelischer Substanz bei ihm verloren"*.
    * Dostojewski-Die Tragödie seines Lebens.Eine Biografie von Stefan Zweig,   österreichischer Schriftsteller.
    XXX.)  "  Wer der Schnellste sein will, muss sich viel Zeit nehmen, es zu werden "*
    * Bernhard von Mutius deutscher Autor, Sozialwissenschaftler 1949.
    XXXI.) Ich bin unwissend, wo mein Weg hinführt, trotzdem gebe ich jeden Tag mein Bestes.
    XXXII.) Aus der Altersforschung wissen wir auch, das tägliche " in die Stille gehen " als Selbst-Reflexions-Tages-Auszeit lebensverlängernd wirkt (Meditations-Entspannungseffekt).
    XXXIII.) Der Sinn des Lebens ist dem jetzt und hier einen Sinn verleihen. Wenn es auf " das Jetzt und Hier " ankommt, ist
    diese kein hochfliegendes, weltfremdes Ideal mehr und ein abtriften ins Nirwana.
    Auslese Spruchweisheiten und Zeitzitate religiös.
    I.) Für Gott vergeht keine Zeit. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft fallen zusammen und sind eins. Er hat mit der Welt zugleich die Zeit erschaffen und Gott ist nicht der Zeit unterworfen. Deshalb ist Gott nur ein Gott der Gegenwart.
    II.) Entwicklung findet im jetzt statt d.h.,  wo Gott im Augenblick zu finden ist.
    III.) " Darauf setze all dein Bemühen, dass dir Gott gross werde und dass all dein Streben auf Fleiss zu jeder Zeit ihm zugewandt sein in allem deinen Tun und Lassen ".
    IV.)" Sei bereit jeden Morgen ein Anfang zu sein "*.
    * I.)+II.)+III.)+IV.)  Meister Eckhart.
    V.) Wenn der Mensch einmal Rechenschaft abgeben muss, wird er nur gefragt, ob er sich entwicklungstreu gewesen ist und die geschenkte Lebenszeit genutzt hat. Dieses dem Leben Abge-
    rungene ist das Einzige über den Tod hinaus Bleibende.
    VI.) Wenn ein Mensch jetzt gut ist (seinen Frieden hat), ist er
    so gut,als wenn er nie schlecht gewesen wäre, weil Gott ein Gott der Gegenwart ist.
    VII.) " Was der Zeit unterworfen ist, das brauchst du, was ewig ist, danach strebe du  "*.
    * Thomas von Kempen, Augustinermönch.
    VIII.) Nicht die Zeit bis zum Ziel ist wichtig, sondern dass jeder Entwicklungs-Wege-Tag zum Ziel genützt wird und der Lebenserfolg wird nur eine Folge davon sein*.


* Christlich interpretiert  kann, wer seinen  Individualisierungs-Entwick-

    lungs-Lebensweg beschreitet dieses als evolutionaere,säkulare Nach-
    folge-Christi betrachtet werden.


IX.) " Gott hat die Zeit erschaffen, damit nicht alles auf einmal

    passiert " *.
    * Klaus Klages, deutscher Gebrauchsphilosoph und Abreißkalenderverleger


X.) Vor Gott gibt es keine Entschuldigungen,was ich mit dem  Geschenk des Lebens getan und nicht getan habe und

    warum ich nicht ein Einzelner geworden bin. Es ist in Anleh-
    nung an den Kirchenlehrer Alphons von Liguori, der in der Kirchengeschichte wohl einmaliges Gelübde abgelegt, niemals nur eine Minute des Lebens zu vergeuden zum Entwicklungsziel, jede Zeit als Entwicklungszeit anzusehen,weil nur die Entwick-
    lungszeit den Menschen rechtfertigt, und jeder Tag, der kein Entwicklungstag,ein ungenutzter, verlorener Tag ist.




 


  

 

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